0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Start Blog Seite 279

Jethro Tull: Neues Album THE ZEALOT GENE

0

Nach über 18 Jahren Studio-Pause kündigen Jethro Tull ihr neues Album THE ZEALOT GENE an. Am 28. Januar 2022 wird die Platte erscheinen.

Eine erste Single namens ›Shoshana Sleeping‹ inklusive animiertem Videoclip gibt es bereits jetzt zu hören und zu sehen:

Ian Anderson über die textlichen Hintergründe des Albums: „Ich habe eine Schwäche für den Pomp und das märchenhafte Storytelling des heiligen Buches, trotzdem muss ich hinterfragen und ab und zu auch unheilige Parallelen ziehen. Das Gute, das Böse und das schlichtweg Hässliche strecken ihre Fühler aus, werden jedoch unterbrochen von Elementen der Liebe, des Respekts und Zärtlichkeit.“

Neuheiten: Ab heute im Plattenladen

0

Heute stehen die neuen Werke von Nathaniel Rateliff & The Nightsweats, Teramaze und dem Wanderer Dion in den Regalen.

Nathaniel Rateliff & The Nightsweats: THE FUTURE

„Ganz sicher, wäre der King heutzutage noch am Leben, er würde die Night Sweats verehren und einige ihre Songs covern.“

Hier geht’s zur Review…

Teramaze: AND THE BEAUTY THEY PERCEIVE

„Spielerisch makellos und melodisch auf dem schmalen Grat zwischen Euphorie und Theatralik, landet der Sechser in der perfekten Mitte zwischen Dream Theater und Coheed and Cambria.“

Hier geht’s zur Review…

Dion: STOMPIN‘ GROUND

„All die Beteiligten, und gehen sie noch so virtuos ans Werk, vermitteln in den 14 Songs erfreulicherweise nicht den Eindruck eines zerfahrenen All-Star-Projekts, bei dem vor allem Eitelkeiten den Ton angeben.“

Hier geht’s zur Review…

Dion: STOMPIN‘ GROUND

Blues mit Freunden, Teil 2

Nein, es gibt nicht allzu viele Künstler, die ihre Karrieren in den späten 50er-Jahren begannen und noch heute wirklich Ernstzunehmendes bar jeden Nostalgie-Tingeltangels produzieren. Dion di Mucci ist einer davon, und er langweilt eben nicht mit Remakes seiner größten Hits, sondern liefert – wie schon vergangenes Jahr auf BLUES WITH FRIENDS – seriösen Blues/Boogie/ Rock/R’n’B aus vornehmlich eigener Feder.

Erneut mit prominenter Unterstützung, unter anderem von Billy Gibbons, Eric Clapton, Mark Knopfler, Rickie Lee Jones und Peter Frampton. Mehr Namen gefällig? Patti Scialfa und Bruce Springsteen machen mit, ebenso Keb’ Mo’, Sonny Landreth und natürlich der umtriebige Joe Bonamassa, auf dessen Label STOMPING GROUND erscheint.

Nur: All die Beteiligten, und gehen sie noch so virtuos ans Werk, vermitteln in den 14 Songs erfreulicherweise nicht den Eindruck eines zerfahrenen All-Star-Projekts, bei dem vor allem Eitelkeiten den Ton angeben. Dion hält den Laden zusammen, eröffnet zwar solistische Freiräume, die das Star-Aufgebot rechtfertigen, lässt das Album aber dennoch angenehm stringent und homogen klingen. Das Rad wird hier gewiss nicht neu erfunden, ein solides Statement ist es aber allemal.

7 von 10 Punkten

Dion
STOMPING GROUND
KTBA/ROUGH TRADE

Teramaze: AND THE BEAUTY THEY PERCEIVE

0

Kohärentes Traumtheater

Im Gespräch zu SORELLA MINORE im Frühjahr ließ Dean Wells sein Misstrauen gegenüber den aktuellen Narrativen durchscheinen. Er sei „in den Kaninchenbau“ gestiegen, werde seine Meinung aber stets nur „verschlüsselt in der Kunst“ äußern, „wo noch Freiheit herrsche“, weshalb es sich beim zweiten Album innerhalb eines Jahres lohnen werde, „auf die Zwischentöne“ zu achten. Nun liegt dieses Album vor
und spricht im aufbauenden Titelsong von der Wahl, die man hätte, entweder „ihre Lügen zu glauben“ oder ein „besseres Leben“ zu leben, das wir finden können, wenn wir uns die Fähigkeit bewahren, die Schönheit zu sehen.

Diese besteht musikalisch dieses Mal aus neun Stücken, die sich selbst dann eher sportlich geben, wenn sie die 10-Minuten-Marke reißen. Spielerisch makellos und melodisch auf dem schmalen Grat zwischen Euphorie und Theatralik, landet der Sechser in der perfekten Mitte zwischen Dream Theater und Coheed and Cambria. Erstaunlich, wie harmonisch sich ›Blood Of Fools‹ auf einem Konzeptalbum Letzterer einfügen würde oder wie problemlos der Schlussakt ›Head Of The King‹ einer Session Ersterer hätte entsprungen sein können. SORELLA MINORE ist als ihr ›Bohemian Rhapsody‹ so schnell nicht zu toppen, aber als griffiger Prog Metal läuft dieses Album mit Flow süffig durch.

Teramaze, AND THE BEAUTY THEY PERCEIVE, WELLS MUSIC/JUST FOR KICKS

(Oliver Uschmann)

Was machen eigentlich Van der Graaf Generator?

0

Ein Van-de-Graaff-Generator, auch Bandgenerator genannt, ist eine Apparatur zur Erzeugung hoher elektrischer Gleichspannungen. Ja und? Das von Physiker Robert Van de Graaff erfundene Gerät inspirierte die Progressive-Rock-Band Van der Graaf Generator zu ihrem Namen! Sänger Peter Hammill gründete die formidable Formation zusammen mit zwei Mitstreitern 1967 in Manchester. Schon kurz danach ging er mit Organist Hugh Banton, Schlagzeuger Guy Evans und Bassist Keith Ellis ernsthaft an den Start und veröffentlichte THE AEROSOL GREY MACHINE. Über die Jahre kamen und gingen diverse Musiker an Streich-, Blas- und Windinstrumenten. Aber das Trio Hammill, Banton und Evans blieb am längsten zusammen und gilt als das klassische Line-up, das heute noch bzw. wieder gemeinsam agiert.

https://youtube.com/watch?v=mINFDBMLirA

Aber erst noch mal zurück. 1971 erschien PAWN HEARTS, das von vielen bis heute als Meister- und Referenz-Werk gilt und vor allem in Italien Erfolge verbuchte. Seit dem gleichen Jahr ist Sänger, Pianist, Gitarrist und Komponist Hammill auch mehr oder weniger kontinuierlich solo aktiv. Seine Stammformation, die laut Kritikern und Fans immer etwas dunkler und wilder als die meisten Genre-Kollegen unterwegs war, löste sich in den 70ern zweimal auf und benannte sich sogar einmal kurz in Van der Graaf um. Nach einer nahezu 30-jährigen Auszeit kam man 2005 wieder zusammen, veröffentlichte die Doppel-LP PRESENT und spielte Konzerte in Europa, darunter auch auf den Leverkusener Jazztagen.

Hier war noch das langjährige Mitglied David Jackson an Saxofon und Flöte dabei. Seit seinem Ausstieg zwei Jahre später wird das Publikum mit wilden Songs und der expressiven und doch gewöhnungsbedürftigen Stimme Hammills endgültig als Trio „verwirrt“, 2008 erneut mit frischen Songs auf TRISECTOR und 2011 auf A GROUNDING IN NUMBERS. Der letzte Studio -Output, DO NOT DISTURB, erschien 2016. Dafür gibt es aktuell das Mega-20-Disc-Box-Set VAN DER GRAAF GENERATOR: THE CHARISMA YEARS 1970–1978. Das sieben CDs, zwei Blu-ray Audios und eine Blu-ray umfassende Mammutwerk stieß bei Presse und Publikum auf ebenso reges Interesse wie die bereits absolvierten ersten Konzerte, darunter der Headliner-Auftritt auf dem Beautiful Days Festival im englischen Devon. Dieses Jahr stehen noch Shows in Skandinavien auf dem Plan, bevor es 2022 erst nach England, und im Frühjahr dann nach Italien, Frankreich, Deutschland und Rest-Europa geht. Der vorläufig letzte Termin steigt am 23. Mai 2022 im polnischen Krakau.

Laut Jim Cristopulos, Autor von „Van der Graaf Generator – The Book“ und Vertrauter der Band,
bereite sich diese derzeit intensiv darauf vor. Ein neues Album ist seiner Ansicht nach aber nicht in Planung.

Nathaniel Rateliff & The Night Sweats – THE FUTURE

0

Das letzte Handtuch

2013, noch während Nathaniel Rateliff mit früheren Solo- und Gruppenprojekten auftrat und tolle, aber leider auch sträflich vernachlässigte Alben machte, begann der in St. Louis geborene Sänger und Gitarrist mit seinem langjährigen Mitstreiter Joseph Pope III auf Konzerten, einen souligeren Sound zu entwickeln. Gut zwei Jahre später stand mit dem selbstbetitelten Debüt das erste Album der Night Sweats in den Startlöchern. Eine EP mit Leftovers aus den Sessions erschien ein Jahr später, LIVE AT RED ROCKS, das wohl beste Livealbum seit Ende der goldenen Ära jenes Formats, erschien noch vor Weihnachten 2017 – Gänsehaut pur, was hier passierte. Mit TEARING AT THE SEAMS folgte gute vier Monate später der ebenbürtige zweite Studiostreich und mit THE FUTURE hat das sympathische Kerlchen weitere dreieinhalb Jahre später nun endlich sein neues Opus am Start. Für die Aufnahmen zogen sich Rateliff und die Night Sweats in sein neues Studio bei Denver, Colorado zurück, der Longplayer wurde von Bradley Cook und R.M.B. produziert – jenem Produktionstrio, bestehend aus Rateliff, Patrick Meese (The Night Sweats) und James Barone (Beach House), das auch hinter Rateliffs Soloalbum AND IT’S STILL ALRIGHT von 2020 steckt. Die erste Single, ›Survivor‹, ist ein geschmeidiger Night-Sweats-Klassiker mit einem sagenhaft funky Groove und Gute-Laune-Bläsern, dessen Text sich im krassen Gegensatz dazu schmerzhaft mit dem Erwachsensein auseinandersetzt.

Musikalisch fliegt hingegen weiter die Laune in Songs wie ›Love Don’t‹, bei dem sich Rateliff mal wieder gekonnt die Stimme aus dem Leib schreit, ›So Put Out‹, ›Oh I‹ und ›What If I‹. Ein bis zwei weitere Up-Tempo-Stampfer hätten THE FUTURE allerdings noch ganz gut zu Gesicht gestanden. Ganz sicher, wäre der King heutzutage noch am Leben, er würde die Night Sweats verehren und einige ihre Songs covern.

8 von 10 Punkten

Nathaniel Rateliff & The Night Sweats, THE FUTURE, STAX/VIRGIN/UNIVERSAL

U2: Neue Single ›Your Song Saved My Life‹

0

Kürzlich haben U2 eine neue Single veröffentlicht. ›Your Song Saved My Life‹ ist das erste musikalische Lebenszeichen der Band in den letzten zwei Jahren.

Der Song ist Teil des Soundtracks zum Animationsfilm „Sing 2“, der am 17. Dezember erscheint.

Sloper: Im Idealzustand

0

Golden Earring sind Geschichte. Anfang 2021 gab die Kultband das Ende ihrer Karriere bekannt. Trauriger Grund hier für ist die ALS Erkrankung von Gründungsmitglied George Kooymans. Auch wenn die Niederländer bereits lange vor der Öffentlichkeit um den Gesundheitszustand ihres Chefs wussten, so habe die Gründung von Sloper laut Schlagzeuger Cesar Zuiderwijk nichts mit der Auflösung seiner Band
Golden Earring zu tun. Die hätten nämlich bereits vorher in ihrer ungewöhnlichen Formation zusammengefunden: Zwei Schlagzeuger – Cesar selbst und Mario Goossens von Triggerfinger – sowie mit Peter Shoulder (u. a. bei The Union) und Sessionmusiker Fabio Canini zwei Gitarristen, von denen
einer singt. „Eine perfekte Fügung“, so der gut gelaunte Drummer im Zoom-Call.

„Ich traf Mario bei einer Drum-Convention und wir freundeten uns sofort an. Erst nach ein paar Jahren spielten wir zum ersten Mal gemeinsam Schlagzeug und nahmen einige Cover der Kinks auf, was sehr viel Spaß gemacht hat. Wir beide haben uns unseren Status in der Musikwelt verdient, wir müssen uns nicht mehr ständig beweisen, unfassbar schnell oder kompliziert spielen. Der Groove muss den Songs dienlich sein. Musik ist keine Olympiade, keiner muss Erster sein. Jungen Schlagzeugern erkläre ich gerne, dass jeder Drummer, egal wie gut er ist, perfekt für seine Band sein muss. Larry Mullen ist z. B. der passende Trommler für U2. Stell dir vor, er würde wie Mike Mangini spielen, das würde nicht klappen.“

Nach einem kurzen Exkurs in die Welt der Snares Toms und Becken kehrt Zuiderwijk wieder zur Geschichte der Bandentstehung zurück : „Wir genossen unsere Zusammenarbeit so sehr, dass wir prompt eine Band gründeten. Wir holten Fabio an Bord, der brauchte aber Unterstützung, weil zwei Drums für einen Gitarristen und Sänger nicht zu bewältigen sind. Also stieg Peter Shoulder noch mit ein.“ Nach einer ersten EP nahm die Band mit fast schon Supergroup-Charakter schließlich völlig demokratisch ihr Debütalbum P ULVERISE auf, dessen 13 Tracks moderne Spielarten des Classic Rock vereinen und erstaunlich frisch klingen. „Wir sind ein grandioser Schmelztiegel, jeder ist gleichberechtigt. Es gibt keinen Chef. Als Freunde packen wir alles, was wir haben, in dieses Projekt. Ich hatte einfach nur Glück
mit Sloper, das ist schlicht weg ein Idealzustand. Ich würde wirklich jedem so ein Glück wünschen“, so Zuiderwijk zufrieden und fügt mit strahlenden Augen hinzu: „Wenn du PULVERISE mit Kopfhörern lauschst, hörst du ein Drumkit auf dem linken und eines auf dem rechten Kanal – der unterschiedliche Sound der Schlagzeuge kommt richtig raus.“

Bei so viel Spaß an der Sache ist es nur logisch, dass Sloper als langfristige Unternehmung gedacht sind. Zur Ruhe setzen möchte sich Cesar nämlich noch lange nicht: „Ich hatte 50 tolle Jahre mit Golden Earring, aber diese Band dreht sich nun mal um George, ohne ihn geht es nicht. Unser letztes Konzert wurde durch Zufall aufgezeichnet und der Mitschnitt klingt so gut, dass wir ihn als Abschied noch veröffentlichen werden.“ Danach blickt er seiner Zukunft mit Sloper freudig entgegen.