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Nikki Sixx: Will Kinderbuch schreiben

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Gerade erst ist Nikki Sixx neuestes Buch „The First 21“ über seine ersten 21 Lebensjahre erschienen, jetzt gibt der Bassist von Mötley Crüe zu Protokoll, 2022 ein Kinderbuch zu veröffentlichen.

Zusammen mit seiner Frau Courtney arbeite er gerade schon daran. Das Buch solle Kindern die Wichtigkeit von kultureller Diversität beibringen.

In einem aktuellen Interview erläuterte er seine Idee: „Es geht um ein kleines Mädchen, das in ihrer Fantasie all diese Länder besucht. Z.B. Afrika, wo ein Junge oder Mädchen von dort ihr alles über die dortige Kultur lernt. Oder nach England oder Japan.“ Dass Afrika kein Land ist, soll ihm an dieser Stelle nachgesehen werden.

Aus welchem Grund Nikki und Courtney Sixx sich plötzlich in der Lage sehen, komplexe Themen wie Kulturgeschichte, Diversität oder Identität kindergerecht in einem Buch zu verarbeiten, ist nicht ganz klar. Es wird sich zeigen, wie sich die Eltern einer kleinen Tochter als Kinderbuchautoren machen.

Rückblende: Don McLean mit ›American Pie‹

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Auch nach einem halben Jahrhundert versteht es die Folkrock-Hymne über die Ernüchterung des American Dream noch, zu erstaunen und zu inspirieren.

Vor langer, langer Zeit – konkret: vor 50 Jahren – war Don McLean ein kaum bekannter Singer/Songwriter mit großen Plänen. Der damals 25-Jährige lebte in New York, schrieb Songs für den Nachfolger seines Debüts TAPESTRY und fand, er bräuchte „einen großen Song, um alles zusammenzu-schweißen. Mir war bewusst, dass ich versuchte, eine Rock’n’Roll-Traumsequenz zu erschaffen“, erzählte er mir 1997 über sein Konzept zu ›American Pie‹. „Aber es war viel mehr als Rock’n’Roll. Es ging um ein Amerika, das zu zerfallen begann. Ich versuchte, diesen amerikanischen Song zu kreieren, aber nicht wie ›This Land Is Your Land‹ oder ›America The Beautiful‹.

Ich suchte die Verbindung zu den Teilen Amerikas, die mir wichtig waren, angefangen bei Buddy Holly. Und als ich anfing, diesen Song zu schreiben, war Buddy niemandem wichtig, das kannst du mir glauben.“ An dem Tag im Jahr 1959, als die Musik starb, oder Holly, war McLean ein 13-jähriger Junge in
New Rochelle, New Jersey, der Zeitungen aus- trug. „Der Teil am Anfang des Songs wurde in einem Stück geboren“, sagte er. „Ich schrieb ihn aus der Erinnerung an den Tag, als ich die Zeitung sah und den Artikel, in dem stand, dass mein Lieblingskünstler ums Leben gekommen war. Das war der Startpunkt.“

Das Zusammensetzen des Songs, der zu einem komplexen Puzzle aus verschiedenen Passagen, Figuren und Emotionen wurde, verlangte einige Geduld. „Etwas später schrieb ich den Refrain und mir kam die Idee zu dem Titel. Es ist wie ein Apfelkuchen, wie Stücke dieses Kuchens. Man spricht auch immer über den Kuchen in wirtschaftlicher Hinsicht, und es gibt auch eine sexuelle Ebene. Und dann kam mir an einem anderen Tag mit Glanz und Gloria der gesamte Rest des Stücks und ich verband musikalische Bilder von nicht genau definierter Bedeutung mit dieser Geschichte über Amerika.“


Als McLean den Song zum Produzenten Ed Freeman brachte, spielte er ihm eine Kurzfassung davon vor. „Er sang die erste Strophe und den Refrain“, erinnert sich Freeman. „Er sagte: ‚Mehr habe ich noch nicht‘. Ich erwiderte: ‚Hey, du solltest das fertigstellen. Das klingt wie ein Hit‘. Ich glaube, er hatte es tatsächlich schon vollendet, aber er wollte es nicht komplett vorsingen. Es ist eine ziemliche Herausforderung, jemandem einen achteinhalbminütigen Song vorzusingen, den du als Produzenten gewinnen willst.“ (lacht) Zunächst wollte McLean ›American Pie‹ nur mit akustischer Gitarre aufnehmen, doch Free- man „bedrängte ihn“, eine Rhythmussektion ein- zusetzen. „Für mich war das mein wichtigster Beitrag zu dem Song“, sagt Freeman. „Don hatte nur sehr wenig Erfahrung damit, mit anderen Leuten zu spielen, und war deswegen sehr argwöhnisch. Statt einen Haufen erfahrener Session-
musiker ins Studio zu holen, die das in fünf Minuten raushauen konnten, engagierte ich gezielt Musiker, die gut waren, aber keine abgeklärten, ausgebrannten Superstarspieler. Sie konnten auf Augenhöhe mit Don arbeiten.“

Im Mai 1971 gingen sie nach zweiwöchigen Proben ins Record Plant in New York. McLean an der Akustischen, Bassist Bob Rothstein und Schlagzeuger Roy Markowitz absolvierten den Rhythmustrack für den Hauptteil des Songs souverän in einem selbstbewussten Take. „Dann fügte ich noch den Pianisten Paul Griffin und den Gitarristen David Spinozza hinzu und es wurde richtig aufregend“, erinnert sich Freeman. „Als dann alle in die Kabine kamen, um sich den Track anzuhören, war es Magie. Wir wussten, dass wir da etwas wirklich Besonderes in der Hand hatten.“

2020 beklagte McLean sich in einem Interview darüber, dass er „noch nicht gelernt hatte, sich im Studio zu entspannen“ und sich wünschte, er wäre bei den Sessions lockerer gewesen. „Nun, Don war wirklich ziemlich unerfahren im Studio“, so Freeman. „Er hielt nicht viel von Overdubs und davon, dass ich seinen Gesang auf 200 Spuren spreizte. Aber in gewisser Weise ist es genau das, was es so gut macht – dieses Gleichgewicht zu finden zwischen dieser Unschuld, dieser Naivität – beides sehr wichtige Dinge –, und dem Anspruch, einen professionell klingenden Song zu wollen. Das war mein Job.“


In einer Zeit, in der die meisten Radiohits nicht mehr als drei Minuten Spielzeit hatten, wurde die Länge von ›American Pie‹ zum Problem. Die Mittelwellensender bekamen eine auf vier Minuten gekürzte Fassung, während die UKW-Sender darauf bestanden, die Vollversion zu spielen. Die wichtigere Frage war jedoch, wie man das auf eine 7“-Vinylplatte pressen sollte. „Es war technisch schlicht unmöglich, ein achtminütiges Stück auf eine Seite einer 45er zu bringen“, erklärt Freeman. „Also teilten wir es in Teil 1 und Teil 2 auf. Trotzdem verbrachte ich Wochen im Mastering-Labor und inspizierte unter dem Mikroskop jede einzelne Rille, um zu sehen, ob wir wirklich den Song so da drauf brachten, dass die Nadel nicht springen würde. Und selbst dann wurden noch 100.000 Exemplare der Single zurückgeschickt, weil die Nadel eben doch sprang! Oh Gott, es war ein fucking Albtraum.“ Doch das konnte die flotte Nummer nicht davon abhalten, ein Riesenhit zu werden. Es waren aber die Rätsel im Text, die ein so großes Gesprächsthema daraus machten. Sang er über Mick Jagger und die Beatles? Und wer war der Hofnarr? McLean hat sich bis heute nichts entlocken lassen.

„Es gibt viele Interpretationen meines Texts, aber keine von mir“, sagte er. „Ich fand es wirklich lustig, dass die Leute sich so für die Worte zu interessieren begannen, nachdem der Song berühmt wurde. Ich versuchte, über Amerika zu schreiben, nicht über Elvis oder die Beatles. Dass sie zu bestimmen versuchten, wer mit diesem oder jenem in dem Song gemeint war, zeigt, dass sie es wirklich nicht kapiert hatten.“ Der daraus resultierende Ruhm war für den introvertierten McLean kein Spaß. „Wo auch immer ich hinkam, war ich ein Nachrichtenthema. Aber das bedeutete für mich puren Stress, denn ich wollte einfach nur auf meinem Weg weitergehen. Ich rannte herum wie verrückt – und das 365 Tage im Jahr. Eine Zeit lang war ich nur noch ein Häuflein Elend – eine Phase der Erschöpfung, die 1974 etwa sechs bis acht Monate dauerte.“ McLean, mittlerweile 75, bekam diesen Sommer seinen Stern auf dem
Hollywood Walk Of Fame und freut sich auf die Rückkehr auf die Bühne.

Über ›American Pie‹ sagte er letztes Jahr: „Es ist ein toller Song. Aber wenn wir keine großartige Platte daraus gemacht hätten, würde ich heute nicht mehr darüber sprechen.“ „Eine solche Platte verändert
dein Leben“, sagt Freeman, der seit 30 Jahren ein angesehener Fotograf ist. „Und das ist nicht nur der
Erfolg. Sie hat sich auch psychisch stark auf mich ausgewirkt. Das war das Requiem auf die Art von
Leben, die wir uns alle in den 60ern erträumt hatten.“

Malcolm Dome: Musikjournalist und Autor gestorben

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Malcolm Dome ist im Alter von 66 Jahren gestorben. Der berühmte Musikjournalist und Autor startete seine Karriere in den späten 70er Jahren beim „Record Mirror“ und schrieb seit dessen Gründung für die britische Ausgabe des CLASSIC ROCK MAGAZINE und des Metal Hammers.

Sein erstes Buch, die „Encyclopedia Metallica“, veröffentlichte Dome 1981. Er war ein echter Metal-Kenner und hat der Legende nach auch den Begriff „Thrash Metal“ erfunden bzw. etabliert.

Zahlreiche Künstler, von Iron Maiden über Tony Iommi bis hin zu Slash, zeigten sich bestürzt über den Tod des Musikjournalisten, der sie Jahre lang bei ihren Karriereschritten begleitete.

Emerson, Lake & Palmer: OUT OF THIS WORLD: LIVE (1970-1997)

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Als der Rock’n’Roll binnen einer Dekade zuerst in die Beat- dann in die Psychedelic- und schließlich in die Progressive-Rock-Ära überblendete, durchlief er im Turbogang den Weg von der rüden Adoleszenz ins gediegene Erwachsenendasein. Klassik und Jazz dominierten den Progrock ebenso wie sich der Zusammenschluss von Virtuosen zu Supergroups etablierte. Auch Emerson, Lake & Palmer, mit mehr oder minder klassisch geschulten Mitgliedern, bedienten kategorisch diesen zeittypischen Imperativ: Keyboarder Keith Emerson kam von The Nice, Vokalist und Bassist Greg Lake wechselte von King Crimson über und Schlagzeuger Carl Palmer trommelte zuvor bei The Crazy World Of Arthur Brown und Atomic Rooster.

Nach dem selbstbetitelten Debüt (11/1970) und dessen Nachfolger, TARKUS (06/1971), erschien als dritte LP der Konzert- mitschnitt PICTURES AT AN EXHIBITION (11/1971) – und galt fortan als Nonplusultra. Bei den spektakulären Gastspielen hinterließ vor allem ein in gewagten Kostümierungen gehüllter Keith Emerson bleibenden Eindruck, wenn er seine Hammondorgel kippte, mit Dolchen malträtierte, ja regelrecht vergewaltigte. Zudem erwies sich Emerson als einer der ersten Musiker, der sich mit einem 250 Kilogramm Ungetüm an Moog Modular Synthesiser auf Tour begab. Ergo zählten die sich wie siegreiche Olympioniken der Antike gebärdeten Emerson, Lake & Palmer als eine der Live Attraktionen jener Ära schlechthin.

Die 10-LP-Box OUT OF THIS WORLD: LIVE (1970–1997) – auch als 7-CD-Box erhältlich – trägt der einstigen Superlative optimal Rechnung. Fünf Doppel-LPs im Klappcover-Format enthalten von Mastering Engineer Andy Pearce frisch digital optimierte Archivauswertungen in epischer Länge, ausgewählt nach Gesichtspunkten wie der künstlerischen Weiterentwicklung. Unterfüttert mit einem 32-seitigen Fotoband seltener wie auch unveröffentlichter Hochglanzimpressionen von Fotografen wie Lynn Goldsmith und Neil Preston, inklusive Liner Notes von Jerry Ewing. Den fulminanten Auftakt leistet der Live-Auftritt von ELP
beim Isle Of Wight Festival in Newport, England, am 29. August 1970 vor 600.000 Besuchern, der zweite Gig der Band überhaupt. Danach zählte man das Triumvirat bereits zur Kategorie der britischen Superstars.

Fünf Alben, zuletzt BRAIN SALAD SURGERY (11/1973), lagen schon hinter ELP, als sie am 6. April 1974 als Headliner beim 1. California Jam auf dem Ontario Motor Speedway fungierten. Ein von TV-Kameras festgehaltenes bahnbrechendes Ereignis, wo als besonderer Clou Keith Emerson auf einem kreisenden Klavier hoch über den Köpfen des erstaunten Publikums hämmerte. Am 26. August 1977, zum Urknall des Punk, entstand im kanadischen Stade de Olympique in Montréal, Quebec, das nächste Live-Opus: Nach längerer Zäsur präsentierten ELP auf WORKS VOLUME 1 (03/1977) ihre jeweils individuellen
Studioergüsse auf drei Vinylseiten sowie einer vierten im Gespann miteinander.

Mit jeder Menge Pomp und einem riesigen Orchester samt Chor im Schlepptau trotzten die Drei dem Zeitgeist und veröffentlichten den Mitschnitt im November 1979 als EMERSON, LAKE & PALMER IN
CONCERT. Erst 13 Jahre später folgte der am 2. und 3. Oktober 1992 aufgezeichnete nächste Streich, LIVE AT THE ROYAL ALBERT HALL. Nach dem Studiowerk LOVE BEACH (11/1978) legten ELP sich selbst auf Eis und fanden erst 1991 wieder zueinander, um BLACK MOON (06/1992) einzuspielen. Bislang unveröffentlicht in den Archiven schlummerte das komplette Material des im September 1997 in der Union Hall in Phoenix, Arizona, mitgeschnittenen Konzertes – ein Auftritt, der als das finale Live-Vermächtnis der Band in starker Erinnerung blieb. ELP kamen danach nur noch einmal zusammen, beim High Voltage Festival in London spielten sie 2010 eine Jubiläumshow zum 40. Geburtstag ihrer Gründung.

Video der Woche: Argent mit ›Hold Your Head Up‹

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Gitarrist Russ Ballard feiert heute seinen 76. Geburtstag. Zusammen mit Argent hatte er einen einzigen Song in den Billboard-Charts: ›Hold Your Head Up‹.

Der Song, der 1972 erschien, wurde bereits vielfach gecovert, unter anderem von Uriah Heep, Steppenwolf und Fish. Die Aufnahmen erwiesen sich jedoch als schwierig, unter anderem weil Keyboarder Rod Argent, der den Song mit Chris White geschrieben und auch produziert hatte, am Morgen der Aufnahme in den Abbey Road Studios mit einer Lebensmittelvergiftung zu kämpfen hatte.

Zu finden ist die Single auf dem dritten Argent-Album ALL TOGETHER NOW. Für die Veröffentlichung als Single wurde der Track von seiner ursprünglichen Länge von gut sechs Minuten um drei Minuten gekürzt. Auf der B-Seite fand sich ›Closer To Heaven‹.

Die zehn lehrreichsten Songs für Zauberlehrlinge

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An Halloween gibt es selbstverständlich nicht nur Fledermäuse, Kürbisse und Geister oder Gruselshows á la Rob Zombie und Alice Cooper, sondern auch Magie! Hier sind die zehn lehrreichsten Songs für alle, die noch ein bisschen üben müssen.

1. ›Magic Potion‹ (The Open Mind)

2. ›Abracadabra‹ (Steve Miller Band)

3. ›It’s Alright Ma, It’s Only Witchcraft‹ (Fairport Convention)

4. ›Casting A Spell‹ (Robert Palmer)

5. ›You Can Do Magic‹ (America)

6. ›Every Little Thing She Does Is Magic‹ (The Police)

7. ›Love Potion No. 9‹ (The Searchers)

8. ›Strange Brew‹ (Cream)

9. ›I’m Your Witchdoctor‹ (John Mayall & The Bluesbreakers)

10. ›I Put A Spell On You‹ (Screamin’ Jay Hawkins)

Peter Green: Der Musikversteher

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Peter Green wurde Mitte der 60er Jahre in eine hart umkämpfte Szene in London gestoßen. Doch egal, wie viele große Talente mit ihm konkurrierten, der einstige Bluesbreaker und Gründer von Fleetwood Mac schien die Musik immer ein bisschen besser zu verstehen als alle anderen.

Er konnte unglaublich viel mit sehr wenigen Noten wie möglich sagen. B.B. King meinte einst einmal, dass Peter Green der einzige Gitarrist war, vor dem er Angst hatte aufgrund dessen „sweet guitar tone“.

1967 gründete Peter Green zusammen mit Mick Fleetwood und Bob Brunning die Gruppe Peter Green’s Fleetwood Mac. Schnell stellten sich erste Erfolge ein mit den Alben PETER GREEN’S FLEETWOOD MAC, MR. WONDERFUL, ENGLISH ROSE und THEN PLAY ON – bis heute zählten diese drei Jahre zu den erfolgreichsten im Leben des Bluesmusikers.


Anspieltipp: ›Need Your Love So Bad‹

Molybaron – THE MUTINY

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Fetter Groove mit Anspruch

Die aus Paris stammende Formation Molybaron ist seit 2014 aktiv und unterzeichnete kürzlich einen Plattenvertrag beim Prog-Riesen Inside Out, welche als Einstimmung für kommende Großtaten nun das zweite Album der Band neu auflegen und einem größeren Publikum zugänglich machen. Klassischer Progrock ist der Sound der Franzosen jedoch nicht. Sie vermischen rockigen Modern Metal mit anspruchsvollen Elementen, die etwas an Tool erinnern, setzen aber trotz eines gewissen Anspruchs vor allem auf den Faktor Groove. Das, in Verbindung mit der mörderischen Produktion macht THE MUTINY zu einem mitreißenden Werk, das einen im Bürostuhl (oder wo auch immer) begeistert mitzappeln lässt.

Zumal der Vierer hier ein wahres Kreativitätsfeuerwerk abfackelt. Die Qualität der Melodien ist ebenfalls nicht von der Hand zu weisen, sodass es unter Hörern von Alter Bridge, Threshold oder Mastodon sicher nicht zu einer Meuterei kommen wird, sondern zu lebhaften Stunden vor der heimischen Anlage.

8 von 10 Punkten

Molybaron, THE MUTINY, INSIDE OUT/SONY