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Eagles: HOTEL CALIFORNIA

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eagles hotel california deluxe

Gefangene des eigenen Ruhms auf dem kreativen Zenit.

Zur uramerikanischen Band schlechthin avancierten die von Gitarrist Glenn Frey und Schlagzeuger Don Henley im Geiste der Flying Burrito Brothers formierten Eagles. Der melodische Rundumschlag von Bluegrass über Country und Folk bis hin zu Pop und Rock’n’Roll erwies sich schon auf vier zwischen 1972 bis 1975 erschienenen Alben als tragfähig – und ist es bis heute. Produzent Bill Szymczyk saß abermals an den Klangreglern der Criteria Studios von Miami und den Record Plant Studios in Los Angeles, seit er während der Sessions zum Drittwerk ON THE BORDER auf halber Strecke vom britischen Produzenten Glyn Johns übernommen hatte.

HOTEL CALIFORNIA mit dezent im Reggae-Off-Beat gehaltenem Titelsong bescherte dem seinerzeit mit Bassist Randy Meisner sowie den Gitarristen Don Felder und Joe Walsh komplettierten Line-Up jenen Multiplatinseller, den die beiden ehrgeizigen Chefs schon seit dem Debüt angestrebt hatten: Mehr als 32 Millionen mal ließ sich das Werk absetzen. Auskopplungen wie das verrockte ›Life In The Fast Lane‹, die lauwarme Kuschelballade ›New Kid In Town‹ sowie der Titelsong – die beiden letzteren platzierten sich in den USA auf Rang 1 – wirkten als Multiplikatoren. ›Wasted Time‹ ließ sich als mit überzuckerten Streichern recycelter Titelsong des zweiten Albums DESPERADO identifizieren, Stadionhymne ›Victim Of Love‹ rockte satt, in ›Pretty Maids All In A Row‹ und ›The Last Resort‹ übernahm wieder ein von Streichern umflorter Zeitlupentakt die Regie. Als einzige Konzession an einstige Country-Rock-Roots fungierte ›Try And Love Again‹ von Randy Meisner, der nach den Studioaufnahmen von Frey aus der Truppe entfernt wurde.

https://youtube.com/watch?v=f5wp3Jqsuac

Video der Woche: J Geils Band ›Centerfold‹

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Heute hätte J. Geils – Gründer und Namensgeber der J. Geils Band – seinen 76. Geburtstag gefeiert. Wir gratulieren und feiern ihn mit dem Video zu seinem größten Hit ›Centerfold‹.

John Warren Geils Jr., besser bekannt als J. Geils, gründete 1967 zusammen mit Danny Klein und Magic Dick das Blues-Trio J. Geils Band. Ihren großen Durchbruch schafften die US-Amerikaner jedoch erst Anfang der 80er Jahre, nachdem die Band es mit den Alben MONKEY ISLAND (1977) und SANCTUARY (1978) schließlich schaffte, den Ruf als Partyband abzulegen und als ernst zu nehmende Rockkombo wahrgenommen wurde.

Heute wäre J. Geils 76 Jahre alt geworden. Leider starb er am 11. April 2017 eines natürlichen Todes. Zu seinem Geburtstag widmen wir ihm das Video zu seinem wohl größten Hit ›Centerfold‹ und laden euch ein zu einem wilden Tanz durch die Highschool mit vielen hübschen Damen und zum Schmunzeln anmutenden Choreographien:

AC/DC: Bad Boy Boogies

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Die Verkäufe stagnierten und ihr Label wollte sie nicht mehr unterstützen. Da gab es nur noch eines, was AC/DC tun konnten: Rocken. Härter denn je.

Die ganze Geschichte von AC/DC findet ihr hier auf 148 Seiten in unserem Sonderheft über die größte Rockband aller Zeiten.

Nachdem sich die Plattenfirma geweigert hatte, DIRTY DEEDS DONE DIRT CHEAP in den USA zu veröffentlichen, einfach weil sie es für nicht gut genug hielt, ging es für AC/DC um
alles. Das Problem gingen sie in einer für sie sehr typischen Weise an: Statt zugänglicher zu werden – was Atlantic verlangte, um in den USA ins Radio zu kommen –, legten sie noch eine Schippe drauf und ihr bislang härtestes, kompromisslosestes Album vor. Und das war ein lauter, mit zwei er hobenen Mittelfingern servierter Gruß an ihre Kritiker mit einem angemessen trotzigen Titel: LET THERE BE ROCK.

„Es herrschte immer eine Belagerungsmentalität in der Band“, sagt ihr damaliger Bassist Mark Evans. „Als wir erfuhren, dass Atlantic uns eine Abfuhr erteilt hatte, war unsere Einstellung: ‚Fuck them! Wer zur Hölle denken die, wer sie sind?‘“ Diese Haltung hört man auf der gesamten Platte. Das beginnt mit dem Klang eines Whisky bechernden Bon, der das Intro zum heftigen ›Go Down‹ anzählt – ein Stück über ein echtes Groupie aus Melbourne namens Ruby (alias Ruby Lips, echter Name Wendy), die offenbar für eine Vorliebe bekannt war, die eloquent als „lickin’ at that lickin’ stick“ beschrieben wurde. Doch es gab auch eine dunklere, aggressivere Seite, etwa auf ›Dog Eat Dog‹ („Businessman when you make a deal/Do you know who you can trust?“) und ›Bad Boy Boogie‹ („I said up/ They said down/I do the bad boy boogie/All over town“), bei dem Bons Gehässigkeit auf Angus’ furioses Solo trifft und der Rest der Band drauflos hämmert, als würden sie direkt mit den Erbsenzählern in New York sprechen.


Ihren Sinn für Humor hatten sie natürlich trotzdem nicht verloren – siehe das umwerfende
Titelstück. Buzz Bidstrup, Schlagzeuger bei The Angels, erinnert sich, wie er das Studio besuchte und sah, wie Angus das Solo aufnahm, während er „über alle Verstärker kletterte und sich auf dem Boden herumwälzte“. Angus wiederum erinnerte sich später daran, dass am Ende des ›Let There Be Rock‹-Takes „Rauch aus dem fucking Verstärker kam. Er war geschmolzen“, lachte er. Doch für Mark Evans hieß der wahre Held dieses Songs Phil Rudd. „Wir machten zwei Takes, und ich weiß noch, wie ich am Ende des ersten dachte: ‚Phil ist
jetzt erst mal für ein paar Stunden hinüber‘. Doch Phil sagte: ‚Los, gleich noch mal!‘ Ich dachte, er würde verdammt noch mal explodieren! Sie haben dann den zweiten Take genommen.“

Das komplette Album klingt, als stehe alles kurz davor, in totales Chaos abzugleiten. Es wurde live aufgenommen und Fehler wurden toleriert, wenn das Feeling passte. Auf Tracks wie dem stampfenden ›Overdose‹ mit seinem stolprigen Intro voller Feedback oder ›Hell Ain’t A Bad Place To Be‹ mit seinem ohrfeigenden Monster-Riff kann man die Energie förmlich in den Lautsprechern knistern hören. „Für mich ist es ihr ›Brown Sugar‹“, so Evans. „Wenn man Purist ist und es mag, wenn die Gitarren perfekt gestimmt sind
und alles total studiosteril klingt, wird einen so ein Song umbringen, denn die Gitarren sind eben alles andere als perfekt. Doch er hat eben genau dieses fiese, kernige Gefühl, der ihn zu einem echten AC/DC-Lied macht.“ Das Beste hoben sie sich allerdings für das Ende auf: ›Whole Lotta Rosie‹, über eine weitere, tatsächlich existierende Verehrerin von Bons „lickin’ stick“. Allerdings eine, die „120 kg wiegt“. Mit seinem Stakkato-Intro, das förmlich nach
Ärger suchte, und dem verschlagenen Gesang wurde dieser Song ihr Markenzeichen und definierte die Band als animalistisch wie nie zuvor, aber auch transzendent – ganz ähnlich, wie es ›Whole Lotta Love‹, an dessen Titel er frech an gelehnt war, für Led Zeppelin getan hatte.

Auch hier fand sich ein Stück, das als zu schmutzig für amerikanische Ohren erachtet wurde: ›Crabsody In Blue‹, ein swingender Blues über Bons sexuellen Lebenslauf, seit er berühmt geworden war: „Well, they move on down and they crawl around“. „Crabs“, so nennt man im Englischen Filzläuse … Für die US-Version wurde diese Ode an unliebsame Mitbewohner mit ›Problem Child‹ von DIRTY DEEDS ersetzt. Arme Schweine. LET THERE BE ROCK war das erste Album von AC/DC, das in Australien nicht die Top 10 erreichte. In Großbritannien stieg es bis auf Platz 17 und in den USA verfehlte es sogar die Top 100.
Trotzdem ist es bis heute einer ihrer absoluten Meilensteine – ihr erster echter Klassiker, ganz ohne Füllmaterial. Eine Zeitlang schienen die Chancen schlecht zu stehen, dass sie einen ebenbürtigen Nachfolger abliefern würden.

Mark Evans wurde gefeuert und durch den Engländer Cliff Williams ersetzt – der aber kein Visum bekam, um in Australien aufzutreten. Atlantic in New York wollten, dass Bon Scott ebenfalls rausfliegt, und gaben nun seinem Gesang die Schuld dafür, dass die Band nicht im Radio lief. Doch ein weiteres Mal beschlossen die Gebrüder Young, standhaft zu bleiben und alle Zweifler Lügen zu strafen. Und das taten sie ziemlich spektakulär mit POWERAGE. Als sie im Januar 1978 bereit waren, wieder ins Studio zu gehen, wussten Malcolm und Angus, dass sie diesmal mehr tun mussten als mit leeren Händen aufzukreuzen, alles so gut wie möglich in einem Sperrfeuer von Alk und Kippen zusammenzuschustern und mit typisch australischer Hemdsärmeligkeit auf der Stelle zu erfinden.

POWERAGE musste ihr bislang härtestes Werk werden, aber auch ihr musikalischstes. Es musste zeigen, wozu sie fähig waren, und beweisen, dass sie etwas an den Tag legen konnten, was ihnen von der Kritik abgesprochen worden war: eine hörbare Weiterentwicklung.

Dead Star Talk: TOO MANY TOO MUCH

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Vier Dänen erinnern uns an gute Zeiten der britischen 90er

Finger hoch: Wer kann mit den Worten „Heavy Stereo“ noch etwas verbinden? So hieß eine Band, die Mitte der 90er im Windschatten von Oasis kurz in die UK-Charts kletterte, ein bisschen breitbeiniger als die Gallaghers selbst, erdig, herzlich, prima zum Mitsingen geeignet. Heavy-Stereo-Gitarrist Gem wurde nach dem Ausstieg von Bonehead dann auch nicht zufällig Oasis-Mitglied. Aber Heavy Stereo polarisierten. Denn je nachdem, wie
viel man mit Oasis anfangen konnte, fand man sie echt gut – oder man sah schon in der reinen Existenz einer Band, die sich quasi als B-Seiten-Variante von Noel und Liam durchlavieren konnte, einen Affront. Manch einer wird jetzt sagen: „Hey! Oasis’ B-Seiten waren oft ihre besten Songs!“ Manch anderer wird sagen: „Soll es hier nicht um Dead Star Talk gehen, du Heini?“ Nun, daraus, dass die Dänen um Frontmann Christian Buhl ihre Liebe zum Britrock der 90er nie verloren haben machen sie keinen Hehl. Ihre Songs grooven (›Soul On The Wire‹), punkrocken (›Giant Child‹) oder gehen ins Ohr wie etwa das schmissige ›Don’t Wait (While You’re Still Young‹). In den 90s hätte man DST mit Heavy Stereo vergleichen dürfen. Im Jahr 2022 sind so dichte Sandstrahler-Gitarren und mitreißende Refrains mal wieder eine echte Abwechslung.

7 von 10 Punkten

Dead Star Talk/TOO MANY TOO MUCH/MASSIVE 92/FACTORY 92

Videopremiere: Armin Sabol mit ›Bad Harvest‹

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Am 01.04.2022 erscheint das neue Album BACK IN BLUE von Armin Sabol. Heute gibt es die neue und dritte Single ›Bad Harvest‹ inklusive Video zu hören und zu sehen

Armin Sabol hat 1977 mit der Band Shiva angefangen, die er zusammen mit Mat Sinner (SINNER, PRIMAL FEAR) gegründet hatte. 1981 traf er auf den damals noch unbekannten Sänger Peter Schilling. und kollaborierte mit ihm. Das Debütalbum FEHLER IM SYSTEM von 1982 enthielt den Überhit ›Major Tom (völlig losgelöst)‹.

Später leistete Sabol als Studiomusiker seinen Beitrag auf Werken von Hazel O’ Connor, Eric Burdon, von Thomas D. oder den Fantastischen Vier. Als Produzent arbeitete er mit Acts wie Rage
Sinner oder Pyracanda. Dazu schrieb er einiges an lnstrumentalmusik welche weltweit im
TV eingesetzt wird.

Seine lebenslange Liebe zum Blues ließ ihn in den all diesen Jahren nicht los und so hat sich Armin Sabol nun mit seinem kommenden Album BACK IN BLUE nun selbst einen Trau erfüllt.

Dave Grohl: Metal-Album unter dem Banner Dream Widow

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Vor kurzem veröffentlichten die Foo Fighters unter dem Namen Dream Widow den Thrash-Metal-Song ›March Of The Insane‹, den sie für die Horrorkomödie „Studio 666“ aufgenommen haben.

Der Streifen kommt am 24. Februar in die Kinos und erzählt die Geschichte einer Band, die ihr neues Album in einem Horrorhaus aufnimmt.

Dass Workaholic Grohl sich jedoch nicht mit einem einzelnen Track zufrieden gibt, war fast schon klar. Jetzt kündigt der Bandchef an, ein ganzes Metal-Album aufgenommen zu haben, das er als Dream Widow veröffentlichen wird. Einen Titel für die Platte habe er bisher noch nicht, erscheinen soll das gute Stück jedoch passend zur Filmpremiere, also in wenigen Tagen.

Shovels & Rope: MANTICORE

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Zwiegespalten

Im Gegensatz zum rockigen Vorgänger BY BLOOD sollte MANTICORE eigentlich ein rein akustisches Album werden, doch die Pandemie gab Michael Trent und Cary Ann Hearst Zeit, ihre Arrangements noch einmal zu überarbeiten. Der fulminant treibende Opener ›Domino‹ wäre mit seinem Honky-Tonk-Piano und dem klassischen Motown-Beat ideal für die nächste Indie-Party und das, obwohl die Lyrics eher tragisch sind und sich um den legendären Unfalltod von James Dean drehen. Für den Rest des Albums schaltet das Paar aus
Charlotte, South Carolina, leider etwas abrupt gleich zwei Gänge runter und tut das, wofür es von ihren Fans geliebt wird: nur mit Gitarre und Piano Geschichten erzählen. Stories wie in ›Collateral Damage‹ oder ›Anchor‹, die von Schicksalen einfacher Leute handeln, die Michael und Cary Ann berührt haben und die die beiden mit viel verstecktem Humor anreichern. Dabei scheuen sie in ›Divide & Conquer‹ auch nicht den Blick in die Glaskugel und singen fiktiv über ihre eigene Scheidung, um aber gegen Ende wieder ihre Liebe zu beschwören.

7 von 10 Punkten

Shovels & Rope/MANTICORE/DUALTONE/H’ART

Arjen Lucassen’s Star One: REVEL IN TIME

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Zum besseren Verständnis: In der musikalischen Welt des Holländers Arjen Lucassen gibt es für seine überbordende Kreativität gleich zwei Vehikel. Das eine hört auf den Namen Ayreon und bietet lupenreinen Progrock, mit Betonung auf Rock. Das andere nennt sich Star One und geht forscher, härter und auch ein wenig metallischer zu Werk. Deren neuen Scheibe, REVEL IN TIME, ist wie gewohnt ein Paradebeispiel für großartiges Songwriting und den geschickten Einsatz namhafter Gastmusiker. Diesmal waren es unter anderem Steve Vai, Adrian Vandenberg (Whitesnake), Tony Martin (Black Sabbath), Michael Romeo (Symphony X), Joe Lynn Turner (Rainbow, Deep Purple), Floor Jansen (Nightwish), Jeff Scott Soto (Sons Of Apollo, Yngwie Malmsteen) oder Roy Khan (Kamelot). Muss man noch mehr dazu sagen?

Arjen Lucassen’s Star One/REVEL IN TIME/INSIDE OUT/SONY