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Black Star Riders: Neues Video zur Single ›Riding Out The Storm‹

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Vom kommenden Album WRONG SIDE OF PARADISE haben die Black Star Riders eine weitere Single mit dem Titel ›Riding Out The Storm‹ ausgekoppelt. Thin-Lizzy-Legende Scott Gorham ist nicht mehr an Bord und auch Christian Martucci spielt nicht mehr bei den Riders. Sein Nachfolger ist Sam Wood.

Bandchef Ricky Warwick über den Song: „Wenn wir älter werden, verlieren wir leider die Menschen um uns herum, die wir lieben. Nachdem ich in den letzten Jahren sowohl meine Eltern als auch einige liebe Freunde verloren habe, habe ich begonnen meine Gefühle zu hinterfragen und über meine eigene Sterblichkeit und Moral nachzudenken. Ich habe erkannt, dass der Tod ein Teil des Lebens ist, und selbst in den dunkelsten Tagen (die wir alle manchmal erleben) habe ich verstanden, dass jeder Aspekt des Lebens eine intensive Erfahrung ist und niemals als selbstverständlich angesehen werden sollte.“

Neil Young: HARVEST 50TH ANNIVERSARY EDITION

No country for old men

Nachdem die Mitglieder von Crosby, Stills, Nash & Young 1970 getrennte Wege gingen, rekrutierte
Young eine Gruppe von Country-Session-Musikern, die er The Stray Gators taufte, und nahm eine
Country-Rock-Platte auf: HARVEST. Diese gilt bis heute als sein erfolgreichstes und wohl auch bekanntestes Werk und feiert nun ihren 50. Geburtstag. Aufgenommen im Februar 1971 überwiegend in Nashville, entstanden die eher elektrischen Songs wie ›Are You Ready For The Country?‹, ›Alabama‹ und ›Words‹ erst im September des selbigen Jahres auf Youngs Ranch in Kalifornien. Die beiden monumentalen Orchester-Tracks ›A Man Needs A Maid‹ und ›There’s A World‹ wurden in London mit dem London Symphony Orchestra aufgezeichnet. James Taylor und Linda Ronstadt sangen Backing Vocals, ebenso David Crosby, Stephen Stills und Graham Nash. ›Old Man‹, der Nummer-eins-Hit ›Heart Of Gold‹, ›Out On The Weekend‹ und ›The Needle And The Damage Done‹ sind die Songs, die die Welt kennt und die Young im ungeliebten Mainstream ankommen lassen. Die 50th Anniversary Edition enthält auf einer 7-inch-Single die Outtakes von ›Bad Fog Of Loneliness‹ (bereits veröffentlicht auf der ARCHIVES Vol. 1 Box), ›Dance, Dance, Dance‹ (in einer anderen Version auf dem CRAZY- HORSE-Debüt) und ›Journey Through The Past‹. Die beiden DVDs des Box-sets geben einen neuen Einblick in die Entstehung von HARVEST. Da ist zum einen „Harvest Time“, ein bis dato unveröffentlichter zweistündiger Film mit Aufnahmen von Youngs „Harvest Barn“-Sessions in Nordkalifornien und Recording-Sessions in Nashville und London. Der zweite Film ist ein ebenfalls unveröffentlichter Mitschnitt des BBC-Solo-Konzerts vom 23. Februar 1971 (den es auch als LP und als CD gibt). Ferner sind der Box noch ein ausklappbares Poster und ein Lithographie-Druck (LP) beigelegt. Und last but not least gibt es ein Hardcover-Buch mit unveröffentlichten Fotos sowie ausführlichen Liner Notes von Joel Bernstein, der in seinen persönlichen Zeilen anmerkt, dass über den Verlauf der letzten 50 Jahre bereits etliche Mitwirkende von HARVEST verstorben sind wie etwa Danny Whitten, alle Mitglieder der Stray Gators (Kenny Buttrey, Tim Drummond, Jack Nitzsche und Ben Keith), Produzent Elliot Mazer, Youngs lebenslanger Manager Elliot Roberts sowie die HARVEST-Muse Carrie Snodgress.

9 von 10 Punkten

The Beach Boys: SAIL ON SAILOR – 1972 SUPER DELUXE 50TH ANNIVERSARY

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Nach den Schicksalsschlägen

Sommer, Sonne, Strand, Surfen, Mädchen und ein heißer Flitzer – von Karrierestart an konnten The Beach Boys mit diesem euphemistischen Idyll weltweit eine erkleckliche Fangemeinde hinter sich versammeln. Doch das Paradies verdunkelte sich spätestens, nachdem in etwa zeitgleich mehrere Ereignisse geradezu schicksalsträchtig den weiteren Weg der Strandjungs signifikant veränderten: Brian Wilsons durch Halluzinogene, Kokain und Alkohol verursachte mentale Erkrankung, Dennis Wilsons tragische Verwicklung in die Causa Charles Manson sowie Mike Loves Hinwendung zur transzendentalen Meditation des indischen Gurus Maharishi Mahesh Yogi. Nach der 17. Studio-LP SURF’S UP (1971) erweiterte sich der Bandkern mit Ricky Fataar (Drums) und Blondie Chaplin (Gitarre, Gesang) von der südafrikanischen Band The Flames auf Septett-Größe. In Brians Heimstudio sowie in drei weiteren Studios in Los Angeles ging es an Platte Nummer 18. CARL AND THE PASSIONS – „SO TOUGH“ fand zwar bei seiner Veröffentlichung 1972 kaum Absatz, bekam aber im Laufe der Jahre Kultstatus ob solcher Perlen wie Dennis Wilsons ›Cuddle Up‹, Ricky Fataars und Blondie Chaplins ›Here She Comes‹ sowie Brian Wilsons ›Marcella‹, ›He Come Down‹ und ›You Need A Mess Of Help To Stand Alone‹. Als nicht minder Strandjungs-atypisch erwies sich der von Juni bis November 1972 in den BBC 2 Studios im niederländischen Baambrugge sowie im Village Recorders Studio von Los Angeles fertiggestellte LP-Nachfolger HOLLAND samt der beiliegenden Bonus EP MOUNT VERNON AND FAIRWAY, der erste Longplayer ohne Johnston und der letzte unter der Führung von Carl Wilson und Manager Jack Rieley. Mehr Akzeptanz als sein Vorgänger fand das in UK versilberte HOLLAND mit den Auskopplungen ›Sail On Sailor‹ und ›California Saga: California‹, das als letztes grandioses Beach-Boys-Werk in die Annalen einging. Beide Alben sind mit jeder Menge Bonus Material (u. a. SESSIONS 1972, Demos, Alternate Tracks) Teil der 6CD-Box SAIL ON SAILOR – 1972 SUPER DELUXE 50TH ANNIVERSARY EDITION, wahlweise auch in den Formaten 2CD-Set, 5 LP plus 7 Inch, 2LP plus 7 Inch oder digital erhältlich. Das Herzstück der Extras ist der bis dato in ungekürzter Version und korrekter Songreihenfolge unveröffentlicht gebliebene Konzertmitschnitt LIVE AT THE CARNEGIE HALL, aufgezeichnet am Thanksgiving-Abend 1972.

9 von 10 Punkten

The Beach Boys
SAIL ON SAILOR – 1972 SUPER DELUXE 50TH ANNIVERSARY EDITION
CAPITOL/UNIVERSAL

Neil Young: Tour-Zukunft ungewiss

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Wenn Neil Young seine künftigen Tour-Vorhaben nicht nachhaltig gestalten kann, dann möchte der Künstler nicht mehr auftreten. In einem Interview mit dem New Yorker erklärte Young: „Ich arbeite schon seit sieben oder acht Monaten mit einigen Freunden daran. Wir versuchen eine nachhaltige Tour mit erneuerbaren Energien auf die Beine zu stellen. Alles daran – die Fahrzeuge, die Bühne, die Lichter, der Sound – alles, das Energie braucht, muss sauber laufen. Kein Schmutz bei uns! Wenn es uns gelingt, ziehen wir das überall durch, wohin wir gehen. Das ist mir sehr wichtig, wenn ich noch einmal auf Tour gehe… und ich weiß gar nicht, ob ich das noch will, das muss ich noch entscheiden. Aber wenn ich nochmal auf Tour gehe, soll alles sauber ablaufen.“

Auch das Essen und Trinken bei solchen Shows soll „sauber“ sein, also aus ökologischer Landwirtschaft und nicht aus Massentierhaltung und konventioneller Landwirtschaft stammen.

Fleetwood Mac: Christine McVie ist verstorben

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Vor kurzem teilten Fleetwood Mac über ihre Social-Media-Kanäle mit, dass Christine McVie im Alter von 79 Jahren gestorben ist. In dem Statement steht geschrieben: „Worte können unsere Trauer über Christines Tod nicht beschreiben. Sie war ehrlich einzigartig, besonders und unglaublich talentiert. Sie war die beste Musikerin, die man sich in einer Band wünschen konnte und die beste Freundin, die man sich im Leben wünschen konnte. Wir können uns glücklich schätzen, unsere Leben mit ihr geteilt zu haben. Einzeln und als Band schätzten wir Christine sehr und sind dankbar für die vielen kostbaren Erinnerungen. Wir werden sie sehr vermissen.“

Christine McVie war Fleetwood Mac im Jahr 1970 beigetreten. Mit ›Over My Head‹ sorgte sie 1975 für den ersten Hit der Band in den Staaten. McVie hatte sich 1995 und nach einem Wiedereinstieg nochmal im Jahr 2003 von der Band verabschiedet, war ab 2014 dann aber doch wieder festes Mitglied von Fleetwood Mac.

The Rolling Stones: GRRR LIVE! erscheint am 10.02.

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Am 10. Februar 2023 erscheint GRRR LIVE! von den Rolling Stones. Die Platte stellt das Live-Pendant zum Greatest-Hits-Album GRRR! von 2012 – die Songs für die nun erscheinende Best-of wurden am 15.12.2012 in Newark/New Jersey aufgenommen. Gewürzt mit Gastauftritten von Stars wie The Black Keys, Gary Clarke Jr, John Mayer, Lady Gaga, Bruce Springsteen und Mick Taylor soll GRRR LIVE! eine ganz besondere Compilation sein.

Rock Meets Classic: Uriah Heep mit an Bord

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Nach einer weiteren Verschiebung stehen nun für 2023 alle Zeichen auf grün und die beliebte Konzertreihe Rock meets Classic geht in die nächste Runde. Als Headliner sind weiterhin Joey Tempest von Europe, sowie die Dee Snider bestätigt. Neu angekündigt wurden nun auch Mick Box und Bernie Shaw von Uriah Heep, die so das 50-jährige Bestehen der Band feiern werden.

Hier Rock Meets Classic live erleben:

13.04.23 Passau, Dreiländerhalle

14.04.23 Würzburg, tectake Arena

15.04.23 Regensburg, Donau Arena

16.04.23 München, Olympiahalle

18.04.23 Ludwigsburg, MHP Arena

20.04.23 Ingolstadt, Saturn Arena

21.04.23 Frankfurt, Jahrhunderthalle

22.04.23 Nürnberg, Arena Nürnberger Versicherung

23.04.23 Kempten, bigBOX

25.04.23 Oberhausen, Rudolf Weber-Arena

Lebenslinien: Roger Glover über Bob Dylan, Alice Cooper, Judas Priest…

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Neben seinem Job als Deep Purple-Bassist arbeitete er zusammen mit der Sechziger Jahre-Ikone Twiggy und produzierte Alben mit Rory Gallagher, Judas Priest und Nazareth. Er lehnte eine Partie Poker mit Eric Clapton ab. Und wenn Roger Glover nicht gerade mit Musizieren beschäftigt ist, denkt er auch gerne mal an seine Reisen zurück: mit Robert Plant oder George Harrison.

Roger Glover hat inzwischen über 30 Dienstjahre bei Deep Purple auf dem Buckel. Nicht nur als Bassist der legendären Hard Rock-Formation, auch als erfolgreicher Produzent mischt der gebürtige Waliser seit Jahrzehnten in der britischen Rock-Szene mit. Wer solange dabei ist, kennt beinahe jeden. Deshalb blickt Roger Glover im Interview mit CLASSIC ROCK auf ein Leben voller hochkarätiger Bekanntschaften zurück.

Robert Plant

Robert ist ein netter, sehr interessanter und interessierter Kerl. Außerdem trinkt er Jameson-Whiskey, was in meinen Augen durchaus für ihn spricht. Er hat einen großartigen Sinn für Musik und ist nicht nur ein Popstar, sondern auch ein wandelndes 60s-Rock-Lexikon. Einmal trafen wir uns, als wir beide Urlaub in Irland machten. Er empfahl mir, dort einen von Menschenhand erbauten Krater zu besuchen. Im Inneren dieses Kraters legt man sich auf den Rücken und sieht einfach nur in den Himmel. Das mag komisch klingen, aber es hatte eine unglaublich starke Wirkung. Von dort habe ich den Himmel gesehen wie nie zuvor, denn von diesem Krater aus hat man keine störenden Wolkenkratzer, Laternenmasten oder so im Blickfeld. Solche Empfehlungen sind typisch für Robert. An ihm ist ein fantastischer Reiseführer verloren gegangen.

George Harrison

Ich bin einer der glücklichen Menschen, die George kennen lernen durften. Meine damalige Frau und ich verbrachten einige Zeit mit ihm in seinem Haus auf Hawaii. Er war so ein lieber Mensch. Es ist erstaunlich, wie bodenständig er immer geblieben ist, wenn man seinen unfassbaren Werdegang mit den Beatles bedenkt. Für einen Beatle war er ein sehr normaler Typ.

Als ich ihn das erste Mal traf, stand ich vor ihm und hatte nur einen einzigen Gedanken. „Oh mein Gott, er ist ein Beatle!“ Aber George war ein so aufrichtiger und gefühlvoller Mensch. Es gelang ihm, dass sich die Leute in seiner Umgebung wohl fühlten. Sein Tod bedeutete für mich einen sehr großen Verlust.

Bob Dylan

bob dylan
Ich habe Bob Dylan nie getroffen. Und um ehrlich zu sein, will ich das auch nicht. Ich bin ein riesiger Fan von ihm und möchte ihn als mein Idol bewahren. Ich will einfach nicht wissen, dass er wie jeder andere zum Kacken geht. Wahrscheinlich wäre ich gar nicht enttäuscht, wenn ich ihn kennen lernen würde, aber ich will das Risiko erst gar nicht eingehen. Er soll für mich immer einer der Größten bleiben.

Mickey Moody (Whitesnake) & Bob Young (Status Quo)

Ich produzierte ein Album mit den beiden unter dem Namen Young & Moody. Das war vermutlich eines der entspanntesten Alben, das ich jemals gemacht habe. Es war schön mit Leuten zu arbeiten, die ein einfaches Blues-Album machen wollten. Wir brauchten dafür nur sechs Tage und hatten dabei einen solchen Spaß. Mickey Moody ist ein wunderbarer Mensch mit einem großartigen Sinn für Humor. Zu seinen Hobbies zählt es, durch die Stadt zu spazieren – und wenn er dabei eine japanische Reisegruppe sieht, schleicht er sich zu den posierenden Touris auf die Fotos. Es ist eine witzige Vorstellung, wie sie sich zu Hause die Fotos ansehen und dann erst diesen Rockstar auf ihren Bildern entdecken und sich fragen: „Wer ist das denn?“ … Naja sie würden es wohl auf Japanisch sagen.

Twiggy

Twiggy spielte beim „Butterfly Ball“ mit. Sie ist wahrscheinlich eine der reizendsten Personen, die ich je getroffen habe. Und sie ist ein Phänomen: Obwohl sie eine Zeit des extremen Ruhms erlebt hatte – eigentlich war es sogar mehr als Ruhm, denn sie wurde zur Ikone ihrer Zeit –, blieb sie trotzdem immer sehr bodenständig und normal. Eine Zeit lang standen wir uns recht nahe, und ich bin mir sicher, wenn ich ihr heute wieder begegnen würde, wären wir immer noch die gleichen guten Freunde. Aber ich bin nicht so gut darin, Kontakte aufrecht zu erhalten. Manchmal möchte ich Leuten einfach nicht auf die Nerven gehen.

Alice Cooper

alice cooper 2017
Alice ist ein unglaublich intelligenter Mensch. Ich habe mit ihm einige Interviews für seine Radioshow gemacht. Als ich vor dem ersten Gespräch mit ihm den Telefonhörer in der Hand hielt, fand ich es fast ein wenig einschüchternd, mit dem großen Alice Cooper zu sprechen. Und ich glaube nicht, dass es ihm dabei genauso ging, denn er ist ein sehr selbstsicherer Mann. Das Gespräch hat sich dann ziemlich schnell aufgelockert, und es entwickelte sich ein angenehmer Plausch über das Tourleben und die guten alten Zeiten. Das Ganze fühlte sich gar nicht wie ein Interview an. Als er mit Deep Purple auf Tour war, hat er sich nicht wirklich oft blicken lassen. Was seine Live-Shows angeht, ist er sehr fokussiert und professionell.