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CLASSIC ROCK präsentiert: The Who live!

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Nach sieben Jahren Tourpause in Europa kommen The Who endlich wieder nach Deutschland. An genau einem exklusiven Termin, dem 20. Juni 2023, treten die Ikonen in der Waldbühne in Berlin auf.

In der Hauptstadt wird die legendäre Band um Pete Townshend und Roger Daltrey begleitet vom Filmorchester Babelsberg. Pete Townshend zu seinem ersten Auftritt in Europa seit fast einem Jahrzehnt: „Es ist
wunderbar, dass wir nach so langer Zeit nach Europa zurückkehren können, um in Berlin, Paris, Barcelona und Florenz zu spielen, vier meiner Lieblingsstädte auf der Welt. Wir freuen uns darauf, unsere großartige orchestrale Show mitzubringen, die bisher so gute Kritiken erhalten hat, und auch einige Klassiker aus unserem Backkatalog zu spielen. Wir mischen das alles zu einem fantastischen Musikabend: Ich muss sagen, dass ich persönlich diese Show genauso genieße wie alles andere, was ich in den 60 Jahren, in denen ich mit Roger zusammenarbeite, je gemacht habe. Ich freue mich so sehr darauf, diese schönen Städte zu besuchen, um unsere alten Fans zu sehen, und ich hoffe, wir treffen einige neue. Wir sind so glücklich, dass wir einen
Abend mit euch allen verbringen können.“

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Der exklusive Vorverkauf für Berlin startet am Mittwoch, 14. Dezember ab 11 Uhr über www.myticket.de und www.eventim.de. Ab Freitag, 16. Dezember um 11 Uhr sind Tickets im allgemeinen Vorverkauf und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Gitarrenhelden: Nita Strauss

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Sie war von Anfang an eine Technikerin – mit 13 gab sie Steve Vai als ihr Idol an – und machte
sich einen Namen als das Gegenstück von Dave Murray in der gänzlich mit Frauen besetzten Tribute-Band The Iron Maidens. „Tatsächlich sagte ich: ‚Kann ich Adrian Smith sein?‘“, erinnert sie sich, „aber Daves elegantes Rollen von Note zu Note in bluesigen Mustern wurde schließlich zu einem riesigen Einfluss auf mein Spiel.“

2014 stand Größeres auf dem Programm, als Alice Cooper sie rekrutierte, um den blonden Derwisch
neben seiner alten Krähe zu geben („Ich musste ihr nie irgendetwas beibringen. Sie stand oben auf der
Rampe und wirbelte die Gitarre herum …“). Die ungestüme Gymnastik auf ihrem Solodebüt CONTROLLED CHAOS von 2018 sorgte ebenfalls für Aufmerksamkeit, doch der wahre Höhepunkt für Strauss könnte ihr Status als einzige Frau sein, der Ibanez ein eigenes Signature-Modell gewidmet hat.

„Meinen Namen da oben mit Vai, Satriani und Gilbert zu sehen … Das ist es, wovon ich schon seit den Anfangstagen geträumt habe.“

Anspieltipp: ›Our Most Desperate Hour‹ (Nita Strauss, CONTROLLED CHAOS, 2018)

Steel Panther: Neues Video zur Single ›1987‹

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Am 24. Februar 2023 veröffentlichen Steel Panther ihr neues Studioalbum ON THE PROWL. Statt Lexxi Foxx wird der neue Bassist Spyder mit an Bord sein. Als weiteren Vorgeschmak auf die Platte gibt es jetzt eine neue Single inklusive Video auf Ohren und Augen.

In der Powerballade ›1987‹ huldigen Steel Panther der Blütezeit des (Hair-) Metal und besingen Künstler und Vorbilder wie Poison, Whitesnake, Dokken oder Ozzy Osbourne, die 1987 Großtaten vollbrachten. Das alles ist wie immer garniert mit dem typischen Steel-Panther-Humor, der sich irgendwo zwischen Pausenhof und Sexshop bewegt.

Blues-Boom: Lead Belly

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Baumwollpflücker, Blues-Pionier, Casanova, verurteilter Mörder und Urvater des Rock’n’Roll.

Lead Belly kam 1885 als Huddie Ledbetter in Mooringsport, Louisiana, auf die Welt, in der Nähe des Caddo-Sees, einem ruhigen Fleckchen weitab der funkelnden Lichter von Shreveport, der nächstgelegenen größeren Stadt. Seine Eltern waren Bauern, und allen Erzählungen zufolge war Huddie ein harter Bursche, der mehr Baumwolle als jeder andere pflücken konnte. Schnell wurde klar, dass er Frauen, Maisschnaps und Ärger in etwa gleichem Maße zugetan war.

Er hielt sich gerne im Rotlichtbezirk von Shreveport auf und hatte sich schon mit 16 einen beneidenswerten Ruf für seine sexuelle Leistungsfähigkeit erworben. Dort hörte er auch die Kneipenpianisten, deren „Laufender Bass“-Figuren später zum Markenzeichen seines eigenen, energischrhythmischen Stils wurden. Mit Mitte Zwanzig hatte Lead Belly die zwölfsaitige Gitarre gemeistert, sich mit Blind Lemon Jefferson zusammengetan und wurde zum regelmäßigen Performer bei Tanzabenden und Fischfesten der Region.

Doch bald kam er in Konflikt mit dem Gesetz. Nach einer Verurteilung für Körperverletzung verbrachte er ein Jahr im Gefängnis, aus dem er schließlich ausbrach. Daraufhin nahm er den Namen Walter Boyd an. Etwa zu der Zeit, als die USA in den Ersten Weltkrieg einstiegen, war Boyd mit zwei Freunden auf dem Weg zu einem Tanzfest. Nach einem Streit um ein Mädchen zog einer der Männer eine Pistole, doch bevor er sie benutzen konnte, schoss Boyd ihm in den Kopf. Sechs Monate später, 1918, wurde er zu 30
Jahren Haft verurteilt und landete im Shaw State Prison.

In einer bemerkenswerten Glückssträhne, die sein ganzes Leben zu charakterisieren schien, „schmeichelte“ er sich nach nur sieben Jahren frei, indem er einen Song über den Gefängnisdirektor Pat Neff schrieb. Mittlerweile hörte er auf den Spitznamen Lead Belly. Doch sein Temperament kam ihm erneut in die Quere und 1930 fand er sich ein weiteres Mal hinter Gittern wieder. Diesmal im Gefängnis von Angola, Lousiana, für versuchten Mord. Und unglaublicherweise sollte sich die Geschichte wiederholen. 1933 reiste John Lomax nach Angola, um die Lieder der Häftlinge für die Library Of Congress aufzunehmen. Einmal mehr sang Lead Belly einen reichlich schmeichelhaften Song über den Direktor und wurde im folgenden Jahr entlassen.


Ein bewegtes Leben also, doch seinen Platz in der Rockhistorie verdankt er seinem unglaublichen Repetoire, darunter Cowboy-Balladen wie ›Out On The Western Plain‹ (von Rory Gallagher gecovert), Interpretationen der alten englischen Ballade ›Gallows Pole‹ (die Led Zeppelin unsterblich machte), das
großartige ›Where Did You Sleep Last Night‹ (gecovert von Kurt Cobain) und ›Black Betty‹ (sehr effektiv von Ram Jam adaptiert). Sein letztes Konzert gab er 1949 in der Carnegie Hall. Im selben Jahr starb er im Alter von 61 Jahren.


Killer-Track: ›In The Pines‹

Gitarrenhelden: Randy Rhoads

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Er war technisch begabt und hatte eine fast wissenschaftliche Wertschätzung für die klassische Gitarre, die er auf dem Instrumental ›Dee‹ auf BLIZZARD OF OZZ nur ansatzweise durchblitzen ließ. Es ist ein faszinierender Gedanke, wie weit Randy Rhoads diese Kunstform noch hätte entwickeln können, wäre er nicht im Alter von nur 25 Jahren gestorben. Manche sagen, sein überschaubares Vermächtnis – nur je zwei Alben mit Quiet Riot und Ozzy Osbournes Band – habe Rhoads einen der Spitzenplätze verwehrt. Andere entgegnen, dass sein früher Tod sein wahres Können verzerrte („Er wurde ein noch besserer Gitarrist, nachdem er gestorben war“, beobachtete Lemmy trocken). Mag sein. Doch die Kraft und der Einfluss von Rhoads’ besten Soli hat nichts mit Sympathie zu tun. Die mehrspurige, neoklassische Explosion auf ›Crazy Train‹ mit Tapping, Sturzflügen und chirurgischem Picking klingt nach wie vor einzigartig lebendig. „Er machte auf zwei Alben, was die meisten auf 20 nicht hinkriegen“, sagte Zakk Wylde im Music Radar. „Das ist ziemlich bemerkenswert.“

Anspieltipp: ›Crazy Train‹ (Ozzy Osbourne, BLIZZARD OF OZZ, 1980)

Titelstory: Frank Zappa – Der fabelhaft freigeistige Freak-Bruder!

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944_Zappa0Ein Außenseiter ohne Interesse an Rock’n’Roll, ein Freiheitsverfechter, der seine Band wie ein Diktator führte, ein ausgewiesener Gegenpol zur Gegenkultur – von 1966-1970 war Frank Zapppa promiskuitiv, kontrovers, einflussreich und, nur vielleicht, ein musikalisches Genie.

Mai 1968. Frühmorgens in dem ausladenden Blockhaus mit 18 Zimmern an der Ecke Laurel Canyon Boulevard/Lookout Mountain Drive, das der berühmte „Freak-out“-Künstler Frank Zappa bewohnt. Draußen zwitschern die Finken und Spatzen, die Sonne brennt den ersten Morgensmog weg. Drinnen jedoch ist die Atmosphäre immer noch verdunkelt und düster, die Luft schwer vor Zigarettenrauch.

Wie immer war Zappa die ganze Nacht wach und hat an dem Klavier und dem Schreibtisch gearbeitet, die den riesigen Wohnbereich dominieren. Er hat sich in seinem Stuhl vom Schreibtisch zum Klavier gedreht und wieder zurück, seine Meisterwerke komponiert, eins nach dem anderen, während er starken, schwarzen Kaffee in sich reingekippt und die Zigaretten Kette geraucht hat, die seine einzige Droge sind, seit er elf war.

Jetzt schläft Frank, ebenso wie die anderen Leute, die dieses Haus mit ihm teilen: seine Sekretärin Pauline Butcher aus England, seine Exfreundin Pamela Zarubica, sein Aufnahmetechniker Dick Kunc, der Designer Cal Schenkel, der Tourmanager Dick „Snork“ Barber und die Mothers-Of-Invention-Mitglieder Ian Underwood und Jim „Motorhead“ Sherwood. Und dann sind da diejenigen, die nicht hier wohnen, manche berühmt, manche eher nicht, die in verschieden Ecken und Winkeln schlafen oder sich einfach vor dem riesigen Steinkamin unter dem Kronleuchter mit 14 Kerzen ausgestreckt haben.

Wach ist zu dieser Stunde einzig Zappas 23-jährige Frau Gail, die auf Zehenspitzen um die Körper herum schleicht, die achtmonatige Tochter Moon Unit unter ihrem Arm.

„Das Leben war totales Chaos“, erinnert sie sich heute. „Ich sagte mal zu Frank: ‚Dieser Typ ist seit drei Tagen hier und ich weiß nicht mal, wer er ist!‘ Er sagte: ‚Mach dir keine Sorgen.‘ Dann begegnete man [Groupie-Teenagerin] Miss Mercy, die ein Päckchen Butter wie eine Banane geschält hatte und es einfach so aß. Oh, und mitten in der Nacht tauchte eine Rock’n’Roll-Band auf und kam einfach herein. Es gab keine Schlösser an der Tür. Es war einfach verrückt.“

In der Küche ohne Boden („Ich weiß nicht, was passiert ist, er ist einfach verschwunden!“) sucht Gail nach irgendwelchen Resten, aus denen sie ein Frühstück zaubern könnte. Der Herd steht auf einer so hohen Plattform, dass sie sich strecken muss, um die Pfanne darauf zu stellen. Das Schlimmste ist aber, dass Gail nicht einfach zum Supermarkt fahren kann, um Essen zu kaufen. „Wir hatten kein Auto. Wenn wir einkaufen mussten, fuhr ich per Anhalter“, sagt sie. „Ich ging zur Hintertür hinaus, streckte den Daumen raus und fuhr rüber zum Markt. Mit der Wäsche habe ich das genauso gemacht! Ich hatte Moon auf einer Hüfte und die Wäsche auf der anderen… Das klingt zwar verrückt, aber diese Dinge mussten nun mal erledigt werden.“

Nichts darf ihren Mann von seiner Arbeit abhalten. Er ist nicht irgendein Rockmusiker, sondern ein Komponist. Und wie er in seiner Semi-Autobiografie „The Real Frank Zappa Book“ erklärt: „Ein Komponist ist ein Typ, der nichtsahnenden Luftmolekülen seinen Willen aufzwingt, oft mit Hilfe nichtsahnender Musiker.“

Franks einstige Sekretärin Pauline Butcher ist aus ihrem Zuhause in Singapur am Telefon und erinnert sich an ihren Boss als respekteinflößenden Mann: „Er machte sehr deutlich, dass man ihn nicht bei der Arbeit unterbrechen durfte. Und er arbeitete von der Minute, in der er aufstand, bis zur Minute, in der er ins Bett ging. Wir wagten es nicht, uns ihm zu nähern. Er blickte von seinem Schreibtisch oder Klavier auf, dachte über das nach, was man zu ihm gesagt hatte, und gab eine sehr kurze, schnelle Antwort, um klarzumachen, dass man nicht willkommen war.“ Wie Zappa in einem frühen Interview sagte: „Mein Lebenswandel ist für die meisten Menschen wahrscheinlich weder erstrebenswert noch nützlich.“

Ein Zyniker würde sagen, dass das auch für die Musik galt, die er komponierte. Aber Frank Zappa lebte sein Leben oder machte seine Musik nicht, um „den meisten Menschen“ zu gefallen. Er tat es zu seinem eigenen Vergnügen. Und jeder, der in seinem Orbit bleiben wollte, musste sich dem unterwerfen.

Gitarrenhelden: Albert Lee

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Eric Clapton nannte Lee „den größten Gitarristen der Welt“. Doch während das Hybrid-Picking des britischen Country-Asses unfassbar gut ist, sorgten seine langen Einsätze als Gastmusiker dafür, dass er nie so richtig im Rampenlicht stand.

Anspieltipp: ›Country Boy‹

Video der Woche: Ozzy Osbourne ›Bark At The Moon‹

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Wir gratulieren Ozzy Osbourne zum 74. Geburtstag! Dafür springen wir in die Vergangenheit und widmen ihm das Video zu ›Bark At The Moon‹.

BARK AT THE MOON, Ozzy Osbournes drittes Soloalbum, ist das erste nach dem Tod von Gitarrist und Co-Songschreiber Randy Rhoads. Ozzy brauchte einige Zeit, um sich von dieser Tragödie zu erholen und einen Ersatz für seinen Freund zu finden. Diesen fand er schließlich in Jake E. Lee, der den Songs des Prince Of Darkness einen Hauch mehr Metal verlieh.

Als erste Single veröffentlichte Ozzy den Titeltrack. Thematisch handelt es sich hier um eine klassische Dr. Jekyll und Mr. Hyde Story, im Video verwandelt sich Ozzy in einen Werwolf. Für das Make-Up wurde Rick Baker verpflichtet, der schon das Make-Up für den 1981er Gruselstreifen „American Werewolf“ und Michael Jacksons ›Thriller‹-Video gemacht hat. Ein schöner leicht trashig anmutender Clip – viel Spaß mit unserem Video der Woche: