Erstmals aufgenommen von: Bruce Springsteen, 1973 Geschrieben von: Bruce Springsteen
Selbst bei einem Stück von einem hoch angesehen Songwriter kann ein Cover das Original übertreffen. Dies ist so ein Fall
In den 70ern konnte man kaum einen Stein werfen, ohne jemanden zu treffen, der ein Lied von Bruce Springsteen interpretierte. Alle, von Patti Smith und David Bowie bis zu den Pointer Sisters und Southside Johnny And The Asbury Jukes, plünderten seinen Katalog an veröffentlichten und unveröffentlichten Songs, mal mehr, mal weniger erfolgreich. Und dann waren da noch Manfred Mann’s Earth Band, deren Cover von Springsteens Debütsingle ›Blinded By The Light‹ das damals kaum beachtete Original nicht nur meilenweit übertraf, sondern im Herbst 1976 auch die Spitze der Billboard-Charts erreichte – bis heute die einzige Nummer eins des Boss als Songwriter. ›Blinded By The Light‹ war nicht die erste Springsteen-Nummer, die sich die Earth Band aneignete (sie hatten auch schon sein ›Spirits In The Night‹ neu interpretiert), doch hier erteilten sie allen eine meisterhafte Lektion darin, wie man sich das Werk eines anderen zu eigen macht. Ironischerweise war Mann von ›Blinded By The Light‹ nicht allzu beeindruckt. „Ich machte eine Liste von drei oder vier Stücken, die ich für gute Singles hielt, und ›Blinded‹ stand an letzter Stelle“, sagte er 2005. „Und selbst als ich es dann endlich in Angriff nahm, konnte ich es noch nicht wirklich erkennen.“ Die Earth Band nahm eine siebenminütige Fassung auf, die Springsteens Original komplett umkrempelte und es wie einen völlig anderen Song wirken ließ. Die Verspieltheit des Originals verschwand dabei ebenso wie Clarence Clemons’ Soul-Revue-Saxofon.
Manfred Mann & Co. ersetzten sie mit proggiger Großspurigkeit, von Frontmann Chris Thompsons funkelnder Gitarre bis zu Manns wirbelnden Keyboards und den Schichten himmlischer Vocals, die es auf ein ganz anderes Level hoben. Zudem stellten sie den Refrain gleich an den Anfang und fügten noch eine grandiose Coda mit Harmoniegesang hinzu. Die wichtigste Veränderung betraf hingegen den Text. Springsteen hatte so viele Worte wir möglich in seine Version gepackt und Dylan in seinen besten Zeiten nachahmen wollen, klang aber einfach nur wie ein Student englischer Literatur, der ein Wörterbuch verschluckt hatte. Mann und Thompson strichen ein paar der wortreicheren Strophen und räumten diesem packenden Refrain mehr Raum ein. Das gelang ihnen allerdings nicht ganz – wo Springsteen „cut loose like deuce“ gesungen und damit einen zweisitzigen Hot Rod gemeint hatte, sang Thompson „wrapped up like a deuce“, aber verstümmelte das letzte Wort so, dass es wie „douche“ (engl.: Intimdusche, aber auch Arschloch) klang. Ob deuce oder douche: Manfred Mann’s Earth Bands Cover war nicht nur größer, sondern unbestreitbar besser. Jegliche potenziellen Animositäten, die Springsteen darüber empfunden haben mag, schienen jedenfalls vergessen zu sein, als er 2005 eine Episode von „VH1 Storytellers“ aufnahm. Er sagte ›Blinded By The Light‹ an und erwähnte dabei Manfred Manns Fassung mit einem ironischen Kommentar: „In einer Version geht es um ein Auto, in der anderen um ein Hygieneprodukt für Frauen“, scherzte er. „Ratet mal, was die Kids lieber brüllten. (Text: Dave Elliott)
The Hives haben ihr neues Album THE DEATH OF RANDY FITZSIMMONS für den 11. August angekündigt. Eine neue Single namens Bogus Operandi gibt es jetzt schon zu hören. So wird man schon mal eingestimmt auf die erste neue Platte der Schweden in über zehn Jahren.
Frontmann Howlin‘ Pelle Almqvist über das neue Album: „Da gibt es keine Reife oder irgend so einen Bullshit zu hören, denn wer zur Hölle will im Rock’n’Roll schon erwachsen werden? Ich denke, an dem Punkt liegen die Leute immer falsch. „Das ist wie Rock’n’Roll, nur in erwachsen“ – das will doch niemand. Da nimmt man doch genau den ganzen guten Scheiß raus. Rock’n’Roll kann nicht groß werden, er ist ein ewiger Teenager und genau danach fühlt sich dieses Album an, weil es unsere Aufregung und Freude wiederspiegelt – das kann man nicht faken!“
Gordon Lightfoot ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Der kanadaische Folk-Künstler und Songwriter starb, laut Angaben, in einem Krankenhaus in Toronto eines natürlichen Todes.
Zu Lightfoots bekanntesten Schöpfungen zählen Lieder wie ›If You Could Read My Mind (1970), ›Summer Side Of Life‹ (1971), ›Don Quixote‹ (1972), ›Summertime Dream‹ (1976), ›Shadows‹ (1982) und ›Salute‹ (1983). Seine Klassiker wurden von weltbekannten Musikern wie Elvis Presley, Neil Young, Eric Claption oder Bob Dylan.
Am ersten Mai haben Aerosmith ihre Abschiedstournee bekannt gegeben. Unter dem Banner „Peace Out“ werden Steven Tyler und Co. (wahrscheinlich) ein letztes Mal Konzerte spielen, aktuell gibt es nur Termine in den USA und in Kanada.
„Das ist kein Abschied, das ist „Peace Out“! Macht euch bereit und „walk this way“, euch erwartet die beste Show eures Lebens.“ Drummer Joey Kramer wird nicht mit an Bord sein, seinen Platz übernimmt John Douglas.
Priest ersetzten Kraft durch Energie und verwandelten einen Klassiker in einen eigenen
THE GREEN MANALISHI (WITH THE TWO PRONG CROWN) JUDAS PRIEST 1978, erstmals aufgenommen von: Fleetwood Mac, 1970 Geschrieben von: Peter Green
Judas Priest waren sich seit jeher des Reizes einer unerwarteten Coverversion bewusst, sei es, dass sie eine kaum wiedererkennbare Fassung von ›Diamonds And Rust‹ der Folkikone Joan Baez brachten oder den Bluesrock-Stampfer ›Better By You, Better Than Me‹ von Spooky Tooth in eine rasiermesserscharfe Metalhymne verwandelten. Doch es war ihr strahlendes Update der bösartigen Fleetwood-Mac-Single ›The Green Manalishi (With The Two Prong Crown)‹ von 1970, die sie zu den Königen der metallisierten Neuinterpretationen krönte. Die Rolle, die Fleetwood Mac unter Peter Green in der Entwicklung dessen spielten, was dann zum Heavy Metal wurde, ist nie gebührend gewürdigt worden. Sie waren zwar tief im Blues verwurzelt, aber wenn nötig, konnten sie ordentlich aufdrehen – und das taten sie nie kraftvoller als auf ›The Green Manalishi‹.
Anfang 1970 befand sich Green bereits in einem bedenklichen psychischen Zustand. Sein LSD-Konsum war nicht gerade hilfreich dabei, seine wachsende Unfähigkeit, mit Erfolg umzugehen, zu bekämpfen. Diese geistige Verfassung fing das Stück mit seiner Atmosphäre aus düsterer Vorahnung und Paranoia perfekt ein. Green behauptete, er habe den Song geschrieben, nachdem er aus einem äußerst intensiven (Alb)Traum erwacht war, in dem ein grüner Hund ihn anzubellen begann. Der Hund war irgendwann tot, und in diesem Traum war Green es selbst auch. „Als ich aufwachte, stellte ich fest, dass ich diese Nummer schrieb“, sagte er später. „Am nächsten Tag ging ich in den Park und der Text flog mir zu.“ Das Endergebnis ist ein Lehrstück in Sachen langsam schwelender Bedrohlichkeit. Green und Gitarrist Danny Kirwan legten ein dichtes, unheilvoll klingendes Riff darüber, während Mick Fleetwoods plötzliche hypnotische Trommelausbrüche das Gefühl aufkommender Angst nur noch verstärkten. „Don’t you come creeping round, making me do things I don’t wanna do“, sang Green, der später darauf bestand, der titelgebende grüne Manalishi sei der Teufel, manifestiert in der Form eines Bündels Geldscheine. Er war so desillusioniert von dem Leben, das er führte, dass er im Sommer 1970, als die Single erschien, jene Band bereits verlassen hatte, die er nur drei Jahre zuvor selbst gegründet hatte. Ironischerweise war Judas Priests Cover dieses Meilensteins aus der Zeit nach dem britischen Bluesboom nicht auf der ersten Ausgabe von KILLING MACHINE von 1978, ihrem fünften Album, enthalten, sondern erst auf der US-Edition, die unter dem Titel HELL BENT FOR LEATHER veröffentlicht wurde. Doch es war die Fassung vom 1979er Livemitschnitt UNLEASHED IN THE EAST, die den Song als Metalklassiker der 70er neu etablierte, selbst wenn nicht allen bewusst war, dass es überhaupt ein Cover war. Priest veränderten dabei nicht die Struktur des Stücks, sondern bohrten es auf. Wo Peter Green wirklich verstört geklungen hatte, bot Rob Halford seine Worte mit einem fiesen Augenzwinkern dar – das war bedrohlich, aber auf eine verspielte Art. Das mächtige Zusammenspiel der Gitarren von K.K. Downing und Glenn Tipton ersetzte unterdessen die Kraft des Originals mit turbobefeuerter Energie. Abgesehen vom Klangbild unterscheiden sich die Mac- und Priest-Versionen aber kaum, was ihre Qualität betrifft – beide sind auf ihre eigene Art und Weise großartig. Halford hielt 2007 fest: „Ein guter Song verträgt jede Art von Interpretation. Man kann ihn sich nehmen und alles daraus machen.“ (Text: Dave Elliott)
Am 29. April 1993 starb Mick Ronson mit nur 46 Jahren an Leberkrebs. Im Gedenken an den Gitarristen blicken wir heute auf seine Zeit bei David Bowie zurück, genauer gesagt auf die ZIGGY-STARDUST-Phase und seine Rolle als Teil der Spiders From Mars und die Performance des wundervollen Songs ›Moonage Daydream‹:
Ob fast identische Kopien oder kaum wiedererkennbare, komplett neu gedachte Fassungen der Songs anderer Leute: Wir beschäftigen uns mit der Kultur der Coverversion – und klären, was überhaupt als Cover gilt.
David Bowie sagte mal: „Wenn andere Musiker das mögen, was ich mache, ist das sehr cool.“ Und damit sprach er sicher vielen aus der Seele. Alle Rockmusiker sind schließlich zunächst erst mal Rockfans. Und wie könnte man besser zeigen, dass man ein Fan ist, als durch eine Coverversion eines Songs des jeweiligen Lieblingskünstlers? Am Beginn einer Karriere ist sie ein Mittel zur Identifikation, ähnlich dem Tragen eines Band-T-Shirts. Ein Weg, um zu sagen: „Das ist, was ich liebe, das ist, wer ich bin.“ Und aus praktischer Sicht ist ein Cover eine gute Methode, um zu lernen, wie ein erfolgreicher Song konstruiert ist, ebenso wie ein erster Schritt zu einem eigenen Stil. Da hat man also beispielsweise David Bowie, der alles Mögliche, von Elvis-Stücken bis zu Slim Whitmans ›China Doll‹, sang, als er noch bei The Konrads war. Oder Bruce Springsteen, der in seiner frühen Band The Castiles auf Schulpartys ›Purple Haze‹ und ›Suzanne‹ spielte. Steven Tylers Gruppe The Strangeurs verteilte Visitenkarten, auf denen stand: „English sounds, American R&B“, was alles, von ›Bits And Pieces‹ bis zu ›She’s A Woman‹, beinhaltete. Der Bluesolog-Pianist Reg Dwight (später Elton John) sang „Songs von Jim Reeves, Songs von Cliff Richard, was auch immer beliebt war“. Es ist kein Zufall, dass all diese Künstler dann große Hits mit Coverversionen landeten. Doch wenn man mal etabliert ist und eigene Songs schreibt, wieso covert man dann trotzdem weiter? Anfang der 60er, als zwei Alben pro Jahr und unablässiges Touren als normal galten, war es oft gar nicht so einfach, eine LP vollzubekommen – auf den ersten fünf Beatles-Alben (vor RUBBER SOUL) waren 20 der 69 Stücke Covers, während das Verhältnis bei den Rolling Stones sogar fast 70:30 betrug. Manchmal kann man damit aber auch unbekannten Talenten ins Rampenlicht helfen, wie etwa Van Halen, deren ›Ice Cream Man‹ einen obskuren Track von John Brim von 1953 aufgriff.
In anderen Fällen ist die Motivation eine andere: „Ich sehe Dimensionen und Möglichkeiten in diesem Lied, die dem ursprünglichen Künstler entgangen sind“. Ein Paradebeispiel ist ›All Along The Watchtower‹ von Jimi Hendrix. Dessen Autor Bob Dylan sagte: „Er fand Dinge darin, an die andere nicht mal gedacht hätten.“ Manchmal wechselt das Geschlecht (Linda Ronstadts ›Desperado‹), manchmal ist es ein Lieblingsmoment in einem Konzert (die Foo Fighters mit ›Mississippi Queen‹ oder die beeindruckende Interpretation von ›Stairway To Heaven‹ von Heart), manch- mal einfach Nostalgie (Grand Funk Railroad’s ›Locomotion‹). Vielleicht ist es auch Teil eines Konzeptwerks, etwa Todd Rundgrens FAITHFUL oder David Bowies PIN UPS. Und es könnte sogar eine vertragliche Verpflichtung sein – so wurde etwa John Lennons ›Rock’n’Roll‹ teilweise aufgenommen, um die Bedingungen einer Klage von Chuck Berrys Verleger über zwei geklaute Zeilen in Lennons Beatles-Nummer ›Come Together‹ zu erfüllen. Es gibt also zahlreiche Gründe für Coverversionen – und Qualitätsniveaus, von transzendental bis oberpeinlich.
https://youtube.com/watch?v=6YoVJJmP_60
Bevor wir uns mit den guten wie schlechten Beispielen befassen, hier noch eine kleine Historie. Der Begriff „Coverversion“ mag zur Rockära zählen, doch das Konzept an sich ist natürlich so alt wie die Populärmusik selbst. Anfang des 20. Jahrhunderts, bevor Radio und Platten ihren Siegeszug antraten, regierte Musik von Notenblättern. Das war wie eine Einladung, eine eigene Fassung eines Songs zu singen. Familien versammelten sich um das Klavier, um Klassiker wie ›Swanee‹ und ›Ain’t Misbehavin’‹ zum Besten zu geben. Von den 30ern bis zu den 50ern gab es bekannte Hits üblicherweise gleich in mehreren aufgezeichneten Versionen. Ethel Waters mag ›Stormy Weather‹ als Erste veröffentlicht haben, doch es folgten weitere Interpretationen von Billie Holiday, Frank Sinatra und vielen anderen. Dieses Muster war so etabliert, dass es kein Wunder ist, dass eine der ersten kommerziell erfolgreichen Rock’n’Roll-Veröffentlichungen ebenfalls eine Coverversion war: ›Rock Around The Clock‹ von Bill Haley & His Comets, 1954 ein Nummer-eins-Hit in Großbritannien und den USA (und erst 1968 auch in Deutschland), war ursprünglich ein Jahr zuvor in einem Jazz-Arrangement von Sonny Dae & His Knights aufgenommen worden. Wer sich daran nicht erinnern kann, braucht sich nicht wundern, denn Bill Haley gelang das, was nur wenigen Covers gelingt: Seine Version wurde zu der, die den meisten Menschen bekannt ist – in diesem Fall umso bemerkenswerter, als es mehr als 50 weitere Fassungen davon gibt. Ende der 50er kamen dann die ersten beiden „autarken“ Rock’n’Roll-Künstler auf: Buddy Holly und Chuck Berry. Beide schrieben ihr eigenes Material und nahmen ihre eigenen Songs auf, die dann über die folgenden 70 Jahre unzählige Male von anderen gecovert wurden – allein von Berrys ›Johnny B. Goode‹ existieren mehr als 200 Fassungen. Das ist wichtig, weil es hilft, unsere Definition einer Coverversion zu konkretisieren – im Wesentlichen ein Song, der von einem anderen Act dargeboten wird als dem, der ihn ursprünglich geschrieben und aufgenommen hat. Peter Gabriel beschrieb es 2010 anlässlich seines Coveralbums SCRATCH MY BACK: „Das ist ein echter Austausch und Dialog mit anderen Musikern.“
Es waren wohl die Beatles, die unseren heutigen Begriff eines Covers etablierten, als sie den Ansatz des reinen Nachspielens verschmähten und mit ›Twist And Shout‹ etwas wirklich Einzigartiges erschufen. Die Fab Four bauten auf Interpretationen der Top Notes und Isley Brothers auf, fuhren das Tempo hoch, drehten die Gitarren auf und fügten dieses „Ah … aah … aaah“-Crescendo hinzu. Die Krone war jedoch John Lennons kehlkopf-zerfetzender Gesang darauf. „›Twist And Shout‹ brachte mich fast um“, sagte er später. „Meine Stimme war noch lange danach nicht mehr dieselbe. Jedes Mal, wenn ich schluckte, fühlte es sich an wie Schmirgelpapier.“ Doch es ist bis heute eine der großartigsten Rock-Performances aller Zeiten. Coverversionen wie ›Twist And Shout‹, die sich einen Song im Wesentlichen zu eigen machen und das Original in die zweite Reihe verdrängen, sind selten. Nick Lowe sagte dazu mal: „Wenn ich ein Cover entdecke, das mir gefällt, arbeite ich so lange daran, bis ich glaube, dass ich es geschrieben habe, und dann kann ich mir dieselben Freiheiten dabei nehmen wie bei Stücken, die tatsächlich aus meiner eigenen Feder stammen.“ Und das ist der Schlüssel. Die herausragendsten Rock-Covers üben eine doppelte Kraft aus Empathie und künstlerischer Persönlichkeit aus, bis der Song etwas preisgibt, das sich dem Original nicht entlocken ließ. ›Summertime Blues‹ von The Who, ‹Stormy Monday‹ von den Allman Brothers, ›Hard To Handle‹ von den Black Crowes, Joan Jetts ›I Love Rock’n’Roll‹, Janis Joplins ›Me And Bobby McGee‹ und ›I Fought The Law‹ von The Clash sind ein paar weitere bekannte Beispiele. Manchmal sind Coverversionen aber gar nicht auf diese Art kreativer Dominanz aus. Ein gutes Cover kann sowohl respektvoll als auch mutig genug sein, um sich Freiheiten zu erlauben. Es erinnert einen daran, warum man das Original liebt, während es gewissermaßen die Beiwagenposition in der eigenen Wertschätzung einnimmt. Das ist mit Abstand die größte Kategorie, zu der etwa ›The Man Who Sold The World‹ von Nirvana, ›Ain’t That A Shame‹ von Cheap Trick, Aretha Franklins ›Bridge Over Troubled Water‹, ›I Know I’m Losing You‹ von den Faces, ›Cum On Feel The Noize‹ von Quiet Riot, Bonnie Raitts ›Angel From Montgomery‹, ›Love Reign O’er Me‹ von Pearl Jam, Wilson Picketts ›Hey Jude‹, Santanas ›Black Magic Woman‹ und ›Feel A Whole Lot Better‹ von Tom Petty & The Heartbreakers zählen.
Als Vorgeschmack auf ihre neues Album haben The Striders nun eine brandneue Single mit dem Titel ›Woman‹ veröffentlicht. Im Song gehe es um gescheiterte Beziehungen, so Mattias, Gitarrist der schwedischen Rock’n’Roll-Formation: „Es geht darum, von seinem Partner ausgenutzt zu werden, sich schlecht in einer Beziehung zu fühlen. Irgendwie wird man vom Verlangen geblendet, dennoch versteht man, dass man aus dieser Beziehung raus muss.“
Die selbstbetitelte Platte THE STRIDERS erscheint am 16. Juni.