Am ersten Mai haben Aerosmith ihre Abschiedstournee bekannt gegeben. Unter dem Banner „Peace Out“ werden Steven Tyler und Co. (wahrscheinlich) ein letztes Mal Konzerte spielen, aktuell gibt es nur Termine in den USA und in Kanada.
„Das ist kein Abschied, das ist „Peace Out“! Macht euch bereit und „walk this way“, euch erwartet die beste Show eures Lebens.“ Drummer Joey Kramer wird nicht mit an Bord sein, seinen Platz übernimmt John Douglas.
Priest ersetzten Kraft durch Energie und verwandelten einen Klassiker in einen eigenen
THE GREEN MANALISHI (WITH THE TWO PRONG CROWN) JUDAS PRIEST 1978, erstmals aufgenommen von: Fleetwood Mac, 1970 Geschrieben von: Peter Green
Judas Priest waren sich seit jeher des Reizes einer unerwarteten Coverversion bewusst, sei es, dass sie eine kaum wiedererkennbare Fassung von ›Diamonds And Rust‹ der Folkikone Joan Baez brachten oder den Bluesrock-Stampfer ›Better By You, Better Than Me‹ von Spooky Tooth in eine rasiermesserscharfe Metalhymne verwandelten. Doch es war ihr strahlendes Update der bösartigen Fleetwood-Mac-Single ›The Green Manalishi (With The Two Prong Crown)‹ von 1970, die sie zu den Königen der metallisierten Neuinterpretationen krönte. Die Rolle, die Fleetwood Mac unter Peter Green in der Entwicklung dessen spielten, was dann zum Heavy Metal wurde, ist nie gebührend gewürdigt worden. Sie waren zwar tief im Blues verwurzelt, aber wenn nötig, konnten sie ordentlich aufdrehen – und das taten sie nie kraftvoller als auf ›The Green Manalishi‹.
Anfang 1970 befand sich Green bereits in einem bedenklichen psychischen Zustand. Sein LSD-Konsum war nicht gerade hilfreich dabei, seine wachsende Unfähigkeit, mit Erfolg umzugehen, zu bekämpfen. Diese geistige Verfassung fing das Stück mit seiner Atmosphäre aus düsterer Vorahnung und Paranoia perfekt ein. Green behauptete, er habe den Song geschrieben, nachdem er aus einem äußerst intensiven (Alb)Traum erwacht war, in dem ein grüner Hund ihn anzubellen begann. Der Hund war irgendwann tot, und in diesem Traum war Green es selbst auch. „Als ich aufwachte, stellte ich fest, dass ich diese Nummer schrieb“, sagte er später. „Am nächsten Tag ging ich in den Park und der Text flog mir zu.“ Das Endergebnis ist ein Lehrstück in Sachen langsam schwelender Bedrohlichkeit. Green und Gitarrist Danny Kirwan legten ein dichtes, unheilvoll klingendes Riff darüber, während Mick Fleetwoods plötzliche hypnotische Trommelausbrüche das Gefühl aufkommender Angst nur noch verstärkten. „Don’t you come creeping round, making me do things I don’t wanna do“, sang Green, der später darauf bestand, der titelgebende grüne Manalishi sei der Teufel, manifestiert in der Form eines Bündels Geldscheine. Er war so desillusioniert von dem Leben, das er führte, dass er im Sommer 1970, als die Single erschien, jene Band bereits verlassen hatte, die er nur drei Jahre zuvor selbst gegründet hatte. Ironischerweise war Judas Priests Cover dieses Meilensteins aus der Zeit nach dem britischen Bluesboom nicht auf der ersten Ausgabe von KILLING MACHINE von 1978, ihrem fünften Album, enthalten, sondern erst auf der US-Edition, die unter dem Titel HELL BENT FOR LEATHER veröffentlicht wurde. Doch es war die Fassung vom 1979er Livemitschnitt UNLEASHED IN THE EAST, die den Song als Metalklassiker der 70er neu etablierte, selbst wenn nicht allen bewusst war, dass es überhaupt ein Cover war. Priest veränderten dabei nicht die Struktur des Stücks, sondern bohrten es auf. Wo Peter Green wirklich verstört geklungen hatte, bot Rob Halford seine Worte mit einem fiesen Augenzwinkern dar – das war bedrohlich, aber auf eine verspielte Art. Das mächtige Zusammenspiel der Gitarren von K.K. Downing und Glenn Tipton ersetzte unterdessen die Kraft des Originals mit turbobefeuerter Energie. Abgesehen vom Klangbild unterscheiden sich die Mac- und Priest-Versionen aber kaum, was ihre Qualität betrifft – beide sind auf ihre eigene Art und Weise großartig. Halford hielt 2007 fest: „Ein guter Song verträgt jede Art von Interpretation. Man kann ihn sich nehmen und alles daraus machen.“ (Text: Dave Elliott)
Am 29. April 1993 starb Mick Ronson mit nur 46 Jahren an Leberkrebs. Im Gedenken an den Gitarristen blicken wir heute auf seine Zeit bei David Bowie zurück, genauer gesagt auf die ZIGGY-STARDUST-Phase und seine Rolle als Teil der Spiders From Mars und die Performance des wundervollen Songs ›Moonage Daydream‹:
Ob fast identische Kopien oder kaum wiedererkennbare, komplett neu gedachte Fassungen der Songs anderer Leute: Wir beschäftigen uns mit der Kultur der Coverversion – und klären, was überhaupt als Cover gilt.
David Bowie sagte mal: „Wenn andere Musiker das mögen, was ich mache, ist das sehr cool.“ Und damit sprach er sicher vielen aus der Seele. Alle Rockmusiker sind schließlich zunächst erst mal Rockfans. Und wie könnte man besser zeigen, dass man ein Fan ist, als durch eine Coverversion eines Songs des jeweiligen Lieblingskünstlers? Am Beginn einer Karriere ist sie ein Mittel zur Identifikation, ähnlich dem Tragen eines Band-T-Shirts. Ein Weg, um zu sagen: „Das ist, was ich liebe, das ist, wer ich bin.“ Und aus praktischer Sicht ist ein Cover eine gute Methode, um zu lernen, wie ein erfolgreicher Song konstruiert ist, ebenso wie ein erster Schritt zu einem eigenen Stil. Da hat man also beispielsweise David Bowie, der alles Mögliche, von Elvis-Stücken bis zu Slim Whitmans ›China Doll‹, sang, als er noch bei The Konrads war. Oder Bruce Springsteen, der in seiner frühen Band The Castiles auf Schulpartys ›Purple Haze‹ und ›Suzanne‹ spielte. Steven Tylers Gruppe The Strangeurs verteilte Visitenkarten, auf denen stand: „English sounds, American R&B“, was alles, von ›Bits And Pieces‹ bis zu ›She’s A Woman‹, beinhaltete. Der Bluesolog-Pianist Reg Dwight (später Elton John) sang „Songs von Jim Reeves, Songs von Cliff Richard, was auch immer beliebt war“. Es ist kein Zufall, dass all diese Künstler dann große Hits mit Coverversionen landeten. Doch wenn man mal etabliert ist und eigene Songs schreibt, wieso covert man dann trotzdem weiter? Anfang der 60er, als zwei Alben pro Jahr und unablässiges Touren als normal galten, war es oft gar nicht so einfach, eine LP vollzubekommen – auf den ersten fünf Beatles-Alben (vor RUBBER SOUL) waren 20 der 69 Stücke Covers, während das Verhältnis bei den Rolling Stones sogar fast 70:30 betrug. Manchmal kann man damit aber auch unbekannten Talenten ins Rampenlicht helfen, wie etwa Van Halen, deren ›Ice Cream Man‹ einen obskuren Track von John Brim von 1953 aufgriff.
In anderen Fällen ist die Motivation eine andere: „Ich sehe Dimensionen und Möglichkeiten in diesem Lied, die dem ursprünglichen Künstler entgangen sind“. Ein Paradebeispiel ist ›All Along The Watchtower‹ von Jimi Hendrix. Dessen Autor Bob Dylan sagte: „Er fand Dinge darin, an die andere nicht mal gedacht hätten.“ Manchmal wechselt das Geschlecht (Linda Ronstadts ›Desperado‹), manchmal ist es ein Lieblingsmoment in einem Konzert (die Foo Fighters mit ›Mississippi Queen‹ oder die beeindruckende Interpretation von ›Stairway To Heaven‹ von Heart), manch- mal einfach Nostalgie (Grand Funk Railroad’s ›Locomotion‹). Vielleicht ist es auch Teil eines Konzeptwerks, etwa Todd Rundgrens FAITHFUL oder David Bowies PIN UPS. Und es könnte sogar eine vertragliche Verpflichtung sein – so wurde etwa John Lennons ›Rock’n’Roll‹ teilweise aufgenommen, um die Bedingungen einer Klage von Chuck Berrys Verleger über zwei geklaute Zeilen in Lennons Beatles-Nummer ›Come Together‹ zu erfüllen. Es gibt also zahlreiche Gründe für Coverversionen – und Qualitätsniveaus, von transzendental bis oberpeinlich.
https://youtube.com/watch?v=6YoVJJmP_60
Bevor wir uns mit den guten wie schlechten Beispielen befassen, hier noch eine kleine Historie. Der Begriff „Coverversion“ mag zur Rockära zählen, doch das Konzept an sich ist natürlich so alt wie die Populärmusik selbst. Anfang des 20. Jahrhunderts, bevor Radio und Platten ihren Siegeszug antraten, regierte Musik von Notenblättern. Das war wie eine Einladung, eine eigene Fassung eines Songs zu singen. Familien versammelten sich um das Klavier, um Klassiker wie ›Swanee‹ und ›Ain’t Misbehavin’‹ zum Besten zu geben. Von den 30ern bis zu den 50ern gab es bekannte Hits üblicherweise gleich in mehreren aufgezeichneten Versionen. Ethel Waters mag ›Stormy Weather‹ als Erste veröffentlicht haben, doch es folgten weitere Interpretationen von Billie Holiday, Frank Sinatra und vielen anderen. Dieses Muster war so etabliert, dass es kein Wunder ist, dass eine der ersten kommerziell erfolgreichen Rock’n’Roll-Veröffentlichungen ebenfalls eine Coverversion war: ›Rock Around The Clock‹ von Bill Haley & His Comets, 1954 ein Nummer-eins-Hit in Großbritannien und den USA (und erst 1968 auch in Deutschland), war ursprünglich ein Jahr zuvor in einem Jazz-Arrangement von Sonny Dae & His Knights aufgenommen worden. Wer sich daran nicht erinnern kann, braucht sich nicht wundern, denn Bill Haley gelang das, was nur wenigen Covers gelingt: Seine Version wurde zu der, die den meisten Menschen bekannt ist – in diesem Fall umso bemerkenswerter, als es mehr als 50 weitere Fassungen davon gibt. Ende der 50er kamen dann die ersten beiden „autarken“ Rock’n’Roll-Künstler auf: Buddy Holly und Chuck Berry. Beide schrieben ihr eigenes Material und nahmen ihre eigenen Songs auf, die dann über die folgenden 70 Jahre unzählige Male von anderen gecovert wurden – allein von Berrys ›Johnny B. Goode‹ existieren mehr als 200 Fassungen. Das ist wichtig, weil es hilft, unsere Definition einer Coverversion zu konkretisieren – im Wesentlichen ein Song, der von einem anderen Act dargeboten wird als dem, der ihn ursprünglich geschrieben und aufgenommen hat. Peter Gabriel beschrieb es 2010 anlässlich seines Coveralbums SCRATCH MY BACK: „Das ist ein echter Austausch und Dialog mit anderen Musikern.“
Es waren wohl die Beatles, die unseren heutigen Begriff eines Covers etablierten, als sie den Ansatz des reinen Nachspielens verschmähten und mit ›Twist And Shout‹ etwas wirklich Einzigartiges erschufen. Die Fab Four bauten auf Interpretationen der Top Notes und Isley Brothers auf, fuhren das Tempo hoch, drehten die Gitarren auf und fügten dieses „Ah … aah … aaah“-Crescendo hinzu. Die Krone war jedoch John Lennons kehlkopf-zerfetzender Gesang darauf. „›Twist And Shout‹ brachte mich fast um“, sagte er später. „Meine Stimme war noch lange danach nicht mehr dieselbe. Jedes Mal, wenn ich schluckte, fühlte es sich an wie Schmirgelpapier.“ Doch es ist bis heute eine der großartigsten Rock-Performances aller Zeiten. Coverversionen wie ›Twist And Shout‹, die sich einen Song im Wesentlichen zu eigen machen und das Original in die zweite Reihe verdrängen, sind selten. Nick Lowe sagte dazu mal: „Wenn ich ein Cover entdecke, das mir gefällt, arbeite ich so lange daran, bis ich glaube, dass ich es geschrieben habe, und dann kann ich mir dieselben Freiheiten dabei nehmen wie bei Stücken, die tatsächlich aus meiner eigenen Feder stammen.“ Und das ist der Schlüssel. Die herausragendsten Rock-Covers üben eine doppelte Kraft aus Empathie und künstlerischer Persönlichkeit aus, bis der Song etwas preisgibt, das sich dem Original nicht entlocken ließ. ›Summertime Blues‹ von The Who, ‹Stormy Monday‹ von den Allman Brothers, ›Hard To Handle‹ von den Black Crowes, Joan Jetts ›I Love Rock’n’Roll‹, Janis Joplins ›Me And Bobby McGee‹ und ›I Fought The Law‹ von The Clash sind ein paar weitere bekannte Beispiele. Manchmal sind Coverversionen aber gar nicht auf diese Art kreativer Dominanz aus. Ein gutes Cover kann sowohl respektvoll als auch mutig genug sein, um sich Freiheiten zu erlauben. Es erinnert einen daran, warum man das Original liebt, während es gewissermaßen die Beiwagenposition in der eigenen Wertschätzung einnimmt. Das ist mit Abstand die größte Kategorie, zu der etwa ›The Man Who Sold The World‹ von Nirvana, ›Ain’t That A Shame‹ von Cheap Trick, Aretha Franklins ›Bridge Over Troubled Water‹, ›I Know I’m Losing You‹ von den Faces, ›Cum On Feel The Noize‹ von Quiet Riot, Bonnie Raitts ›Angel From Montgomery‹, ›Love Reign O’er Me‹ von Pearl Jam, Wilson Picketts ›Hey Jude‹, Santanas ›Black Magic Woman‹ und ›Feel A Whole Lot Better‹ von Tom Petty & The Heartbreakers zählen.
Als Vorgeschmack auf ihre neues Album haben The Striders nun eine brandneue Single mit dem Titel ›Woman‹ veröffentlicht. Im Song gehe es um gescheiterte Beziehungen, so Mattias, Gitarrist der schwedischen Rock’n’Roll-Formation: „Es geht darum, von seinem Partner ausgenutzt zu werden, sich schlecht in einer Beziehung zu fühlen. Irgendwie wird man vom Verlangen geblendet, dennoch versteht man, dass man aus dieser Beziehung raus muss.“
Die selbstbetitelte Platte THE STRIDERS erscheint am 16. Juni.
Freitags werden die Plattenregale mit den neuesten Erscheinungen bestückt. Heute mit dabei: die backfrischen Werke von The Damned, Dave Hause, Philip Bradatsch und Plainride.
The Damned: DARKADELIC
„Das eröffnende ›The Invisible Man‹ kommt, wie zuletzt fast typisch für The Damned, gar nicht so stark aus den Startlöchern – was dann aber folgt, ist in einigen Belangen sogar noch stärker als das ohnehin schon entwaffnende EVIL SPIRITS.“
„Den Abschluss findet PLAINRIDE mit dem siebenminütigen Bar-Piano-Blues ›The Lilies‹, der im Chorus wunderbar poppig wird und zum Schluss raus richtig aufblüht. Ein wilder Ritt, diese Platte, manchmal etwas wankelmütig, könnte man sagen – ziemlich spannend und gelungen.“
„›Keiner weiß wie ich mich wirklich fühle‹ erspürt, begleitet lediglich von der Akustischen, die Antwort auf die Frage nach Selbstverwirklichung in einer zu viel einfordernden Gesellschaft, und auch sonst hat Bradatsch wieder mehr Fragen als Gewissheiten auf seiner Suche nach dem großen Sinn gefunden. Fragil, introspektiv, flüchtig: In Bradatschs Welt möchte man verharren.“
„Anders als in der Vergangenheit dreht sich inzwischen auch nicht mehr alles autobiografisch um Hause selbst. Immer öfter mischt er deshalb Fakt und Fiktion, als wolle er sagen: Auch wenn man nicht reparieren muss, was nicht kaputt ist, braucht man nicht auf der Stelle treten.“
„If it ain’t broke, don’t fix it“: Dave Hause weiß das und hat diese simple Maxime auch bei der Arbeit an seiner neuen Platte verinnerlicht. Ohne Scheu vor Pathos zeichnet der jetzt in Nashville heimische Singer/Songwriter in diesen zehn Stücken mit Leidenschaft, Dringlichkeit und einem wuchtigen, immer noch spürbar vom Punk geküssten Heartland-Rock-Sound Geschichten mitten aus dem Leben nach, die er selbst als „Post-apocalyptic Americana“ bezeichnet. Momentaufnahmen, die ein düsteres Bild vom Hier und Jetzt, der allgegenwärtigen Unsicherheit und den untrennbar damit verbundenen Ängsten und Sorgen des kleinen Mannes malen – aber mit einer ordentlichen Portion Trotz und Unbekümmertheit, die sich bereits im Albumtitel widerspiegelt, auch unterstreichen, dass Aufgeben keine Option ist. Anders als in der Vergangenheit dreht sich inzwischen auch nicht mehr alles autobiografisch um Hause selbst. Immer öfter mischt er deshalb Fakt und Fiktion, als wolle er sagen: Auch wenn man nicht reparieren muss, was nicht kaputt ist, braucht man nicht auf der Stelle treten.
6 von 10 Punkten
Dave Hause DRIVE IT LIKE IT’S STOLEN DAVE HAUSE/MEMBRAN
Philip Bradatsch hat wieder ein Album aufgenommen: Gerade mal eineinhalb Jahre nach dem Vorgänger vom November 2021 erblickt es das Licht der Welt. Und wieder schafft es der in München lebende Songwriter, mit eindringlichen Melodien und enigmatischen Texten, den Zuhörer in ein Labyrinth aus Gefühlen zu führen, in dem sich dieser bereits nach kurzer Zeit lieber für alle Zeit verirren möchte, als dem Impuls zu folgen, die unendlich verzweigten (Gedanken-)Gänge des Poeten in sein Modell der Welterklärung einzupassen. „Wie sich das wohl anfühlt, wenn man sich auflöst, wie eine Tablette in sprudelndem Wasser? In der Welt einfach zergeht?“ Wer sich selbst auch schon mal diese Frage gestellt hat, wird die neun neuen Songs lieben. ›Keiner weiß wie ich mich wirklich fühle‹ erspürt, begleitet lediglich von der Akustischen, die Antwort auf die Frage nach Selbstverwirklichung in einer zu viel einfordernden Gesellschaft, und auch sonst hat Bradatsch wieder mehr Fragen als Gewissheiten auf seiner Suche nach dem großen Sinn gefunden. Fragil, introspektiv, flüchtig: In Bradatschs Welt möchte man verharren.