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Neuheiten: Ab heute im Plattenladen

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Freitags werden die Plattenregale mit den neuesten Erscheinungen bestückt. Heute mit dabei: die backfrischen Werke von The Damned, Dave Hause, Philip Bradatsch und Plainride.

The Damned: DARKADELIC

„Das eröffnende ›The Invisible Man‹ kommt, wie zuletzt fast typisch für The Damned, gar nicht so stark aus den Startlöchern – was dann aber folgt, ist in einigen Belangen sogar noch stärker als das ohnehin schon entwaffnende EVIL SPIRITS.“

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Plainride: PLAINRIDE

„Den Abschluss findet PLAINRIDE mit dem siebenminütigen Bar-Piano-Blues ›The Lilies‹, der im Chorus wunderbar poppig wird und zum Schluss raus richtig aufblüht. Ein wilder Ritt, diese Platte, manchmal etwas wankelmütig, könnte man sagen – ziemlich spannend und gelungen.“

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Philip Bradatsch: PHILIP BRADATSCH

„›Keiner weiß wie ich mich wirklich fühle‹ erspürt, begleitet lediglich von der Akustischen, die Antwort auf die Frage nach Selbstverwirklichung in einer zu viel einfordernden Gesellschaft, und auch sonst hat Bradatsch wieder mehr Fragen als Gewissheiten auf seiner Suche nach dem großen Sinn gefunden. Fragil, introspektiv, flüchtig: In Bradatschs Welt möchte man verharren.“

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Dave Hause: DRIVE IT LIKE IT’S STOLEN

„Anders als in der Vergangenheit dreht sich inzwischen auch nicht mehr alles autobiografisch um Hause selbst. Immer öfter mischt er deshalb Fakt und Fiktion, als wolle er sagen: Auch wenn man nicht reparieren muss, was nicht kaputt ist, braucht man nicht auf der Stelle treten.“

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Dave Hause: DRIVE IT LIKE IT’S STOLEN

Da weiß man, was man hat

„If it ain’t broke, don’t fix it“: Dave Hause weiß das und hat diese simple Maxime auch bei der Arbeit an seiner neuen Platte verinnerlicht. Ohne Scheu vor Pathos zeichnet der jetzt in Nashville heimische Singer/Songwriter in diesen zehn Stücken mit Leidenschaft, Dringlichkeit und einem wuchtigen, immer noch spürbar vom Punk geküssten Heartland-Rock-Sound Geschichten mitten aus dem Leben nach, die er selbst als „Post-apocalyptic Americana“ bezeichnet. Momentaufnahmen, die ein düsteres Bild vom Hier und Jetzt, der allgegenwärtigen Unsicherheit und den untrennbar damit verbundenen Ängsten und Sorgen des kleinen Mannes malen – aber mit einer ordentlichen Portion Trotz und Unbekümmertheit, die sich bereits im Albumtitel widerspiegelt, auch unterstreichen, dass Aufgeben keine Option ist. Anders als in der Vergangenheit dreht sich inzwischen auch nicht mehr alles autobiografisch um Hause selbst. Immer öfter mischt er deshalb Fakt und Fiktion, als wolle er sagen: Auch wenn man nicht reparieren muss, was nicht kaputt ist, braucht man nicht auf der Stelle treten.

6 von 10 Punkten

Dave Hause
DRIVE IT LIKE IT’S STOLEN
DAVE HAUSE/MEMBRAN

Philip Bradatsch: PHILIP BRADATSCH

Der Fluss fließt schweigend

Philip Bradatsch hat wieder ein Album aufgenommen: Gerade mal eineinhalb Jahre nach dem Vorgänger vom November 2021 erblickt es das Licht der Welt. Und wieder schafft es der in München lebende Songwriter, mit eindringlichen Melodien und enigmatischen Texten, den Zuhörer in ein Labyrinth aus Gefühlen zu führen, in dem sich dieser bereits nach kurzer Zeit lieber für alle Zeit verirren möchte, als dem Impuls zu folgen, die unendlich verzweigten (Gedanken-)Gänge des Poeten in sein Modell der Welterklärung einzupassen. „Wie sich das wohl anfühlt, wenn man sich auflöst, wie eine Tablette in sprudelndem Wasser? In der Welt einfach zergeht?“ Wer sich selbst auch schon mal diese Frage gestellt hat, wird die neun neuen Songs lieben. ›Keiner weiß wie ich mich wirklich fühle‹ erspürt, begleitet lediglich von der Akustischen, die Antwort auf die Frage nach Selbstverwirklichung in einer zu viel einfordernden Gesellschaft, und auch sonst hat Bradatsch wieder mehr Fragen als Gewissheiten auf seiner Suche nach dem großen Sinn gefunden. Fragil, introspektiv, flüchtig: In Bradatschs Welt möchte man verharren.

8 von 10 Punkten

Philip Bradatsch
PHILIP BRADATSCH
TRIKONT/INDIGO

Plainride: PLAINRIDE

Was Plainride auf ihrem neuen Album abliefern, kann man nur schwer mit ein, zwei Worten umschreiben. Im Grundtenor liefert die zum Powertrio geschrumpfte Kölner Kombo Stoner Rock, der jedoch ständig unterschiedliche Abzweigungen nimmt, bis zu dem Punkt, wo man sich fragt: Geht das jetzt überhaupt noch als Stoner Rock durch? Aber jetzt mal der Reihe nach. Eröffnet wird mit ›Fire In The Sky‹ – eine „Starsky & Hutch“-artige Einleitung, danach ein paar Sekunden Blood, Sweat & Tears-Vibes, bevor der Heavy-Rock-Track dann mit Bläser-Sektion und Riffs, irgendwo zwischen Metal und Funk, so richtig losgeht. Mit ›Hello, Operator‹ folgt ein eingängiger Groove-Stampfer, ›S.O.T.U.‹ klingt im Chorus wie der Jingle einer 80er-Jahre-Serie á la „Masters Of The Universe“, wartet dann aber dann noch mit treibenden Highway-Grooves, Reaggae-Gitarren, einem Rapteil und ja, einem kleinen Norah-Jones-Gedächtnis-Fahrstuhl-Interlude auf. Klingt komisch, ist es auch, funktioniert aber trotzdem. In der Mitte wird es dann ruhig mit dem reduzierten ›Wanderer‹ und dem zeppelinesken Instrumental ›Siebengebirge‹, bevor am Schluss mit ›Ritual‹ und dem epischen ›Shepherd‹ nochmal der Wucht-Faktor gesteigert wird. Den Abschluss findet PLAINRIDE mit dem siebenminütigen Bar-Piano-Blues ›The Lilies‹, der im Chorus wunderbar poppig wird und zum Schluss raus richtig aufblüht. Ein wilder Ritt, diese Platte, manchmal etwas wankelmütig, könnte man sagen – ziemlich spannend und gelungen.

7 von 10 Punkten

Plainride

PLAINRIDE

RIPPLE MUSIC

The Gaslight Anthem: Neue Single ›Positive Charge‹

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Neun Jahre gab es keine neue Musik mehr aus dem Hause The Gaslight Anthem, das hat sich nun geändert. Die Formation um Bandkopf Brian Fallon hat heute ihre neue Single ›Positive Charge‹ inklusive Musikvideo veröffentlicht. Über ein (wohl folgendes) neues Album ist bisher noch nichts bekannt.

Leadsänger Brian Fallon sagt über den Track: „›Positive Charge‹ begann als eine Botschaft der Freude an uns selbst und an unser Publikum. Im Kern geht es darum, auf die Dinge zu schauen, die man durchgemacht hat, und das Gefühl zu haben, dass man mit offenem Herzen in die Zukunft gehen will, in dem Glauben, dass die besten Jahre nicht hinter jedem von uns liegen und das Gute, das wir haben, etwas wert ist.“

Pink Floyd: Neue Doku „Have You Got It Yet?“

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Am 15. Mai kommt die Dokumentation „Have You Got It Yet? The Story Of Syd Barett and Pink Floyd“ in die Kinos im UK. Der Streifen wurde von Filmemacher und Ex-Punk Roddy Bagawa sowie Storm Thorgerson, Chef der legendären Designfirma Hipgnosis, gemacht.

Der Film beleuchtet Syd Barretts Schaffen bei Pink Floyd, seine Solokarriere und seine Wege abseits des Scheinwerferlichts. Einen ersten Trailer gibt es jetzt zu sehen, wann und ob der Film auch in deutsche Kinos kommt, ist bisher nicht bekannt.

Ace Frehley: Das wohl lustigste Lachen der Rockgeschichte

Mr. Ace Frehley wird heute 72 Jahre alt. Zeit, mal wieder seine schönsten Lacher anzusehen…

Heute feiert Ace Frehley seinen 72. Geburstag. Zur Feier des Tages zeigt CLASSIC ROCK das Geburtstagskind bei seinen epischsten Lachanfällen.

Für die ist er nämlich neben seinen Errungenschaften als „Spaceman“ bei Kiss und seinem Soloprojekt Frehley’s Comet besonders bekannt. Einfach Zurücklehnen und genießen…

Ein paar der lustigsten Ace-Frehley-Momente:

Kiss 1979 im Fernseh-Interview:

Holy Moly And The Crackers: Ein Hauch von Gold

Holy Moly And The Crackers sind eine Band, die sich in ständigem Wandel befindet. Das illustriert das Sextett aus dem UK ein weiteres Mal deutlich auf seinem neuen Album SOLID GOLD, das reduzierter und mit einem deutlichen Americana-Anstrich glänzt. Obwohl die Pandemie auch dieser ambitionierten Truppe nach jahrelanger harter Live-Arbeit einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, war die erzwungene Auszeit notwendig für die Kraft der neuen Platte. Zumindest ist sich Hauptsongwriter Conrad Bird dessen sicher: „Durch Covid konnten wir nach zwei Jahren Touren mal durchatmen, erstmals hatten wir viel Zeit zum Nachdenken. Unsere vorherigen Werke wurden schnell im Moment erschaffen, SOLID GOLD hingegen zuhause gefertigt. Es hat mehr emotionale Tiefe, eine andere Energie.“, so der sympathische Herr mit deutlichem Newcastle-Akzent und führt weiter aus: „2021 sammelten wir unsere Ideen und kontaktierten unseren Produzenten Wessel Oltheten aus den Niederlanden. Das Schlüsselerlebnis jedoch ereignete sich zwei Wochen vor Aufnahmebeginn, als unsere Sängerin Ruth, unser Drummer und ich in Austin waren. Unser erstes Mal in Amerika, obwohl dieses Land durch die Musik, die wir hören, schon immer in uns existiert hat. Dieser Punkt, an dem die Realität auf deine Vorstellung trifft, war entscheidend – die Woche hat die Färbung des Albums stark geprägt. Als wir zurückkehrten, strichen wir einige Songs und schrieben ein paar Neue.“

Der amerikanische Traum also war es, der SOLID GOLD zu der Platte gemacht hat, die sie heute ist und sich auch für den Titel verantwortlich zeichnet: „Die Farbe der Felsen, das Sonnenlicht – alles versprühte einen Hauch von Gold. Die großen Highways inspirierten uns zu Grooves, die durch die ganzen Songs rollten. Wir sind weniger schematisch vorgegangen und haben uns mehr in einen Flow fallen lassen. Alles, was zu sehr vom Kern des Songs ablenkte, wurde gestrichen.“ Dieses Erlebnis erklärt nicht nur den Americana-Vibe, sondern auch den thematischen Grundtenor von SOLID GOLD: „Zuhause wurde mir in vollem Umfang bewusst, was die Bewegung für mich, für uns als Band, bedeutet. Das Reisen, wie es dir die Augen öffnen, auf der anderen Seite aber auch wie eine Sucht wirken kann. Reisen ist hypnotisch – das wollten wir mit den Grooves reproduzieren.“ Dass sich diese Truppe, die von reduziertem Folk bis hin zu fettem Indie Rock zahlreiches Genres in ihrem Schaffen vereint, ein weiteres Mal fast neu erfunden hat, liegt in der DNA von Holy Moly & The Crackers: „Wir sind nun mal eine offene Band, die vieles ausprobiert und sich weiterentwickelt. Jedes unserer Alben klingt anders, da wir uns als Menschen in ständigem Wandel befinden – das muss sich auch in unserer Musik widerspiegeln. Früher dachte ich mir manchmal: ‚Oh Gott, unsere Fans werden es hassen!‘ (lacht) Aber inzwischen denke ich, dass sie das an uns schätzen, mit uns wachsen und unsere Live-Shows eine Art konstante Brücke zwischen beiden Welten schlagen.“