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Start Blog Seite 1368

Rush – CLOCKWORK ANGELS TOUR

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RushDrei Helden, live in Dallas.

Ein Konzert von Rush ist ein absolutes Erlebnis. Darin sind sich alle einig, die die Kanadier schon einmal live gesehen haben. Jetzt kann man sich die musikalischen Begleiterscheinungen ihrer letzten Reise mit CLOCKWORK ANGELS TOUR ins eigene Wohnzimmer holen. Die Aufnahmen wurden vergangenen November in der American Airlines Arena in Dallas, Texas, gemacht und zeigen Rush in Höchstform. Neben aktuellen Stücken aus ihrem letzten Werk CLOCKWORK ANGELS bieten sie auch diverse Klassiker wie ›Tom Sawyer‹, ›2112‹, ›The Analog Kid‹ und ›The Body Electric‹. Unterstützt werden Geddy Lee, Alex Lifeson und Neil Peart bei einem Großteil der Songs vom Clockwork Angels String Ensemble, das den Songs noch eine ganz besondere Atmosphäre verleiht. Eine wirklich gute Live-Aufnahme, die mit über drei Stunden Spielzeit Einiges zu bieten hat. Wem die Hörversion nicht reicht: CLOCKWORK ANGELS TOUR gibt es auch als DVD und Blu-ray.

Paul McCartney – NEW

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McCartney, PaulSir Paul will es noch mal wissen!

Gleich vorweg: Sein 16. Studioalbum, das erste seit sechs Jahren mit gänzlich neuem Material, klingt herrlich ideenreich, poppig und experimentell, was besonders den vier jungen Superstar-Produzenten geschuldet ist, die er dafür akquirierte. Amy-Winehouse-Produzent Mark Ronson wurde die Ehre zuteil, den titelgebenden Albumvorboten ›New‹ soundmäßig zu veredeln. Wenn man genau hinhört, wird man neben Beatles-Anleihen, Klatschrhythmen und mitreißenden Chören auch den funky Vibe von Michael Jackson darin entdecken. Paul Epworth (u.a. Adele) war mehr als nur Produzent. Mit ihm schrieb die Beatles-Legende gleich drei Songs gemeinsam, darunter der mit seinem Bombast an Queen erinnernde Opener ›Save Us‹ und die herrlich beatleske Uptempo-Single ›Queenie Eye‹. Kings-Of-Leon-Producer Ethan Johns wählte einen anderen Ansatz, die Akustikballade ›Early Days‹ wirkt eher wie McCartneys Pendant zu ›Hurt‹ von Johnny Cash. Brüchig und verletzbar klingt die Stimme des 71-Jährigen, wenn er auf seine Liverpooler Zeiten mit John Lennon zurückblickt. „They can’t take it from me if they try, I lived through those early days …“ Nein, die Erinnerungen kann McCartney keiner nehmen. Dass auch Giles Martin mit von der Partie ist, der Sohn von Beatles-Produzent Sir George Martin, versteht sich von selbst. Er hatte mit seinem Vater bereits an der 2006 erschienenen Beatles-CD LOVE für die gleichnamige Cirque-Du-Soleil-Show in Las Vegas gearbeitet. Gleich sechs Stücke von NEW gehen auf sein Konto. Darunter die Stärksten der Platte, etwa das aufmunternde ›Looking At Her‹, das einem ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Besser kann Paul McCartney nicht mehr werden. Das Schöne an seinem Alterswerk ist ja, dass es die Vergangenheit mit der Gegenwart aufs Vorzüglichste zusammenbringt. Auch deshalb werden nicht nur Beatles-Fans NEW lieben.

Robert Pehrsson’s Humbucker – ROBERT PEHRSSON’S HUMBUCKER

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Robert Pehrsson's HumbuckerRobert und die starken Männer.

Robert Pehrsson ist Mitglied der obersten Riege des schwedischen Rock’n’Roll. Bisweilen bewegte sich der Gitarrist im Schatten seiner Frontleute wie Backyard-Babies-Mann Dregen, den er erst kürzlich bei dessen Solo-Aufnahmen unterstützte, oder Ex-Hellacopter Nicke Andersson, mit dem er sich aktuell bei Imperial State Electric die Bühne teilt. In beinahe 20 Jahren war er Mitglied in Bands wie Thunder Express, Dundertåget und Death Breath. Jetzt veröffentlicht er das erste Album unter eigener Flagge, nicht aber ohne dabei Unterstützung seiner Weggefährten zu erfahren. Die neun Songs, die dabei entstanden, sind stilistisch wie auch klanglich allesamt den 70er Jahren entrissen. Vornehmlich erinnern die Songs erstaunlich authentisch an eine locker flockige Mischversion aus Thin Lizzy und UFO. Ja, oder eben Imperial State Electric und The Hellacopters. Dass Pehrsson, dessen Gesang dem eines hauptberuflichen Rock’n’Roll-Sängers nahe kommt, auch die weichere Gangart beherrscht, beweist er mit dem 70s-Popsong ›Can’t Change‹. Mit ROBERT PEHRSSON’S HUMBUCKER braucht er sich jedenfalls in seiner musikalischen Schwedenbande nicht zu verstecken.

Lee Ranaldo – LAST NIGHT ON EARTH

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OLE-1041-Lee-Ranaldo-Last-Night-On-EarthUnter dem Eindruck von Hurrikan Sandy: Der Sonic-Youth-Gitarrist vertont die  Apokalypse.

Das nennt man wohl George-Harrison-Effekt: Ähnlich wie der Leadgitarrist der Beatles stand Lee Ranaldo bei Sonic Youth stets im Schatten eines übermächtigen Frontduos und blühte erst nach dem Ende der Band als Solist richtig auf. Auf  seinem neuen Album fängt der 57-Jährige die düstere Stimmung der LAST NIGHT ON EARTH ein, die Hurrikan Sandy letzten Herbst in seiner Heimat an der US-Ostküste auslöste. Verständlich, dass er sich im Zuge dessen ein Stück weit vom fokussierteren, filigraneren Sound des Vorgängers BETWEEN THE TIMES AND THE TIDES abwendet. Eingängiges wie das famose ›Lecce, Leaving‹ oder das mit Barock-Charme glänzende ›Late Descent #2‹ bleibt die Ausnahme. Im Vordergrund stehen ungezügelte Improvisationen und eine beim Jammen mit seinen The-Dust-Mitstreitern Steve Shelley, Tim Lüntzel und Alan Licht entfachte Rock-Wucht. Dass Ranaldo eine Doku über die 72er-Konzerte von Grateful Dead als Inspiration gedient haben soll, glaubt man gern!

Plastic Surgery Disaster – ENDLESS

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Plastic Surgery DisasterGanz schön musikalisch für einen Speedkletterer…

Was ist schlimmer als Schauspieler, die sich einbilden, Musik machen zu müssen? Richtig: Profisportler, die sich einbilden, musikalisches Talent zu besitzen! Und jetzt möchte ein weltbekannter Allround-Bergsteiger aus Berchtesgaden auch noch Sänger einer Stoner-Rockband werden. Eigentlich ist Thomas Huber, der Ältere der beiden „Huberbuam“, das schon längst und veröffentlicht jetzt mit seiner Band Plastic Surgery Disaster das Album ENDLESS. Und so schlecht ist das nicht, was die fünf Bayern da hinbrettern. Zwar bekommt Hubers Stimme bei jedem Song eine Portion Distortion übergezogen, doch singt er mehr als passabel. Auch das zu vermutende bairische Sprachkolorit ist nicht vorhanden. Passend zur Hauptbetätigung ihres Frontmannes bauen die Instrumentalisten, allen voran Gitarrist Manfred Rödel, ein für Stoner Rock beinahe zu brachiales und schiebendes Bett aus monströsen Riffs.

Andi Deris And The Bad Bankers – MILLION DOLLAR HAIRCUTS ON TEN CENT HEADS

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andi derisMit beißendem Garagen-Metal wütet der Helloween-Frontmann gegen das Finanzsystem.

Neben dem jüngsten Helloween-Wurf STRAIGHT OUT OF HELL (2013) und anschließender Welttour fand Frontmann Andi Deris noch Zeit, ein weiteres Solo-Album einzuspielen. Für die Kürbisköpfe schreibt Deris bereits einen Großteil des Songmaterials, dazu komponierte er Lieder für seine beiden Alleinritte. Auf seinem jüngsten Wurf lässt er seiner Wut gegen Bänker, Bankster und Profiteure freien Lauf. Für Deris sind sie die Hauptverantwortlichen der grassierenden Wirtschaftskrise, die nach seiner Einschätzung noch nicht vorbei ist. Für MILLION DOLLAR HAIRCUTS ON TEN CENT HEADS hat der Blondschopf sämtliche Melodien samt Texte verfasst und zusammen mit seiner Zweitband in seiner Wahlheimat Teneriffa aufgenommen. So erklingen bissiger Hard Rock und Metal, getragen von derben Riffs sowie attackierenden Gesängen und sind – im Vergleich zu Helloween – eher bodenständig im Sound. Die Gitarre darf dreschen, das Double Bass Drum dröhnen und Deris seinen Hass auf geldgierige Haie heraus brüllen.

Gun Club Cemetery – GUN CLUB CEMETERY

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Gun Club CemetryRelaxter 70s-Rock, eingängig statt innovativ.

Was heute musikalisch angesagt sei, wisse er nicht, gibt der frühere Hurricane-#1-Frontmann Alex Lowe unumwunden zu. Kein Wunder also, dass das Debütalbum seines neuen Trios keinerlei Zugeständnisse an den Zeitgeist macht. Stattdessen gibt sich der Brite 15 Jahre nach seinem ersten musikalischen Frühling ungeniert seiner Liebe zum schnörkellosen Rock’n’Roll hin. Richtig laut und rau wird es allerdings nur selten. Röhrende Rock-Hymnen mit einem Hauch Oasis-Flair wie ›The Hollow Face Of A Shallow Man‹ bleiben die Ausnahme. Das Herzstück des Gun-Club-Cemetery-Erstlings sind herrlich abgehangen klingende Midtempo-Nummern, die mal mit dezentem Soul-Einschlag (›Before Sunrise‹), mal mit country-rockigem Touch (›No Regrets‹) und stets mit willkommener 70er-Jahre-Patina an die entspanntesten Momente der Faces und der Rolling Stones erinnern. Dass Lowe von jeher ein Faible für Balladen mit viel Pathos hat, unterstreichen zudem Stücke wie ›We Can’t Always Be The Ones‹, bei dem Bandfeeling gegen Piano und Streicher ausgetauscht wird. Preise für Originalität werden die Briten damit sicherlich nicht gewinnen, ihre Songs sind allerdings so gut, dass man trotzdem gerne zuhört.

Giuda – LET’S DO IT AGAIN

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guidaKomm, lass uns Laternen austreten!

Eine richtig gute Band aus Italien – ohne unseren südeuropäischen Freunden zu nahe treten zu wollen – zählt wohl eher zu den Seltenheiten in der Welt des Rock’n’Roll. Eine fulminante Abweichung von dieser Norm ist definitiv die Gruppe Giuda aus Rom. Als stünden sie mit einem Springerstiefel direkt im England der frühen 70ger Jahre, stiften sie auch auf dem Nachfolger ihres Debüts RACEY ROLLER mit einer homogenen Verschmelzung aus Glam Rock und Proto Punk zu Krawall an. Auf LET’S DO IT AGAIN schaffen Giuda es erneut, die glammige Hook-Gewalt von Bands wie Slade, T. Rex und The Sweet mit der räudigen Oi!-Attitüde von Cock Sparrer zu vereinen. Verwegen, doch stets geschmackvoll erinnern die Italo-Boys auch mal an eine Surf-Punk-Version von The Hives oder sogar an den kauzigen Gary Glitter.