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Pete MacLeod – ROLLING STONE

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MacLeod, PeteKeine Offenbarung, aber schön.

Singer/Songwriter Pete MacLeod war der erste Musiker, den Alan McGee für sein neues Label 359 Music unter Vertrag nahm. Kein schlechter Leumund, kann man dem Oasis-Entdecker doch durchaus ein gutes Pop-Näschen zusprechen – einerseits. Andererseits ist unvergessen, dass die gesamte Britpopbewegung in ihrer weinerlichen Blasiertheit irgendwann einfach nur noch genervt hat. Umso erfreulicher ist es, dass sich MacLeod eher an fideleren Genrevertretern wie Supergrass oder gleich am US-Alt-Pop der 90er orientiert. So lässt der beschwingte Opener ›Let It Shine‹ an ›Breakfast At Tiffany’s‹ von Deep Blue Something denken. Das hindert MacLeod aber nicht daran, im super einprägsamen Titeltrack ein wenig R.E.M.-Wehmut zu versprühen. Was auch an seiner an Michael Stipe erinnernden Stimme liegt. Leider verfügt der Schotte nicht ganz über die Dringlichkeit seines Liedermacher-Kollegen Frank Turner, der mit seinem unverblümten, mitreißend rüden Folk-Rock an den frisch elektrifizierten Bob Dylan der mittleren 60er Jahre anknüpft. ROLLING STONE ist also keine Offenbarung, aber ein schönes Stück Popmusik für Autofahrten im leider noch weit entfernten Frühling.

Jimi Hendrix – MIAMI POP FESTIVAL

81zxjcw21kl-_sl1500_Ein verregnetes Wochenende in Florida…

Früher war nicht alles besser. Aber manches anders. Etwa das „Miami Popfestival“ vom Mai 1968. Die Gegenveranstaltung zu den Love & Peace-Happenings der Westküste wurde in Rekordzeit auf die Beine gestellt und sollte ein Wochenende dauern, wobei der Headliner – die Experience – für zwei Konzerte gebucht war. Zum Zweiten ist es aber nie gekommen: Die Sonntagsshow musste wegen Dauerregens ausfallen, was Hendrix zu ›Rainy Day, Dream Away‹ auf ELECTRIC LADYLAND inspirierte. Und weshalb der Samstagabend-Gig lediglich aus ollen Kamellen bestand – weil er erst beim nächsten Durchlauf richtig aufgedreht hätte. So blieb es bei ›Hey Joe‹, ›Foxy Lady‹, ›Fire‹ und ›Purple Haze‹. Sprich: Es fehlen die Überraschungen. Was mit der Grund sein dürfte, warum MIAMI POP FESTIVAL erst jetzt, als 20. posthumes Live-Album und auf DVD erscheint: Es gibt spannendere Mitschnitte.

Nick Lowe – QUALITY STREET

NickLowe-ASeasonalSelectionForAllTheFamily-1024x1024Frohes Fest!

Jedes Jahr dasselbe: Gegen Ende wird der Markt mit Weihnachtsalben geflutet, vom gefürchteten Kinderchor über Klassisches bis hin zu alten Standards in der x-ten Neuauflage reicht gemeinhin das Spektrum. Jetzt hat’s also auch Nick Lowe erwischt, der mit QUALITY STREET, Untertitel „A Seasonal Selection For All The Family“, Besinnliches liefert, mal klassisch balladenhaft, mal jazzig, im urigen Rockabilly-Gewand oder stark vom Country inspiriert. Augenzwinkernd ist das mitunter, und deshalb auch durchaus charmant, im Falle von ›Silent Night‹, das klingt, als ob es 1956 im Sun-Studio aufgenommen wurde, sogar richtiggehend originell. Nur: Es ist eben immer noch ein Weihnachtsalbum, was den Gebrauchswert in den restlichen Monaten des Jahres dann doch ein wenig schmälert. Wer zum Fest dringend unpeinliche Jahresend-Songs braucht und die netten Weihnachtsalben von Aimee Mann und Bob Dylan mittlerweile auswendig kennt, der kann sich bedenkenlos Nick Lowe anvertrauen. Für alle anderen gilt: eher nicht.

Brian May: Ein neues Queen-Album ist unterwegs

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Queen (9)„Verlorene Songs“ gefunden – inklusive Duette mit Michael Jackson

Brian May hat bekanntgegeben, dass es ein neues Queen-Album geben wird, auf dem bislang unveröffentlichte Aufnahmen des verstorbenen Sängers Freddie Mercury zu hören sein werden. „Ich dachte nie, dass es dazu kommen würde“, so der Gitarrist, „aber ich glaube, wir haben sehr interessantes Material. Es ist sehr aufregend.“

Das Projekt ist noch in einer frühen Entwicklungsphase, weshalb May noch sehr zurückhaltend ist, was Details über die Stücke auf dem Album oder gar ein Veröffentlichungsdatum angeht. Doch er bestätigt, dass er und Schlagzeuger Roger Taylor gegenwärtig diverse „verlorene“ Queen Tracks durchstöbern – inklusive einiger Duette von Mercury mit Michael Jackson.

„Die Menge an Material, die in den letzten Jahren aufgetaucht ist, ist einfach unglaublich“, so May. „Diese Bänder waren vergessen worden und kommen von diversen Orten. Wir wussten, dass sie existierten, aber wir hatten uns nicht groß darum gekümmert. Aber sobald wir tatsächlich Nachforschungen dazu anstellten und diese Originalbänder fanden, wurde uns klar, dass da viel mehr Material existierte, als uns bewusst war.“

Laut May wird das neue Album ähnlich wie MADE IN HEAVEN von 1995 entstehen, auf dem die überlebenden Bandmitglieder Stücke aus Demos komplettierten, die Mercury vor seinem Tod 1991 aufgenommen hatte. „Du arbeitest mit Freddies Stimme, wie wir das damals bei MADE IN HEAVEN taten“, so Brian May. „Und ja, das kann dich oft emotional berühren. Es kann manchmal schwer sein. Aber das muss man wegstecken. Und nach einer Weile kommst du darüber hinweg und du arbeitest einfach mit großartigem Material. Also ist es die Mühe wert.“

May bestätigt, dass drei Duette von Mercury mit Michael Jackson ausgegraben wurden. ›There Must Be More To Life Than This‹, ›Victory‹ and ›State Of Shock‹ wurden 1983 aufgenommen, angeblich als Teil einer größeren Zusammenarbeit der beiden, die letztlich aufgrund unvereinbarer Terminkalender nie zustande kam. ›State Of Shock‹ nahm Jackson später mit Mick Jagger neu auf. „Wir liefen Michael auf Tour recht oft über den Weg“, so May. „Er sah sich Queen im Madison Square Garden an und liebte die Produktion, also ‚borgte‘ er sich ein paar Elemente davon für die ‚Victory‘-Tour. Er machte keinen Hehl daraus. Man hört, dass diese Songs eine Menge Spaß gemacht haben.“

Neben dem neuen Album arbeitet May an weiteren Queen Projekten. Der lang erwartete Film über Freddie Mercurys Leben ist nach wie vor in Arbeit, wenngleich Sacha Baron Cohen, der ursprünglich die Hauptrolle übernehmen sollte, nicht mehr an Bord ist. „Sacha ist ein Freund, den ich sehr respektiere“, so May, „aber wir kamen zu dem Schluss, dass es letztlich nicht richtig war.“

Roger Taylor sagte kürzlich, dass die Band Ben Whishaw („Skyfall“) als Nachfolger für Baron Cohen bevorzuge. Er erzählt uns auch, dass er und May in Zukunft wieder als Queen auftreten wollen – mit oder ohne Adam Lambert. „Ich habe meine Bedenken dabei, es Queen zu nennen, wie man sich vorstellen kann – es ist etwas anderes. Aber Adam hat eine Stimme wie kein Zweiter. Freddie hätte es geliebt. Und ich bin niemand, der einfach nur Gitarre spielt, um Zeit totzuschlagen. Ich mag es, wenn die Gitarre Teil eines Kreativprozesses ist, Songs zu erschaffen, und um Songs zu performen, brauchst du einen Sänger. Wir werden sehen, welche Möglichkeiten sich in der Zukunft ergeben.“

Ein Opfer dieser neuen Aktivität ist eine Anthologie weniger bekannter Balladen unter dem Arbeitstitel QUEEN FOREVER, die May und Taylor über das vergangene Jahr kompiliert hatten. „Das Album existiert als Embryo, aber ich denke, wir legen es auf Eis. Wir interessieren uns mehr für das Material, das noch gar nicht gehört wurde. Das ist etwas, das uns ganz in Beschlag nimmt.“

Lion Twin – NASHVILLE

Lion+Twin+-+Nashville+(front)Seichte Unterhaltung ohne Biss.

Lion Twin werden als Metal-Pop-Duo gehandelt und haben unter den Fittichen von Produzentenikone Michael Wagener ihr Debüt NASHVILLE in, welch Wunder,  Nashville eingespielt. Im Sommer 2011 fanden Li, Gesang, und Gitarrist Jan zusammen. Ihre Mission: Den Metalsound der 80er mit den poppig-rockigen Elementen der Neuzeit zu kreuzen. Ist es clever, sich einen Stil zu zimmern der in letzter Konsequenz weder Fisch noch Fleisch ist? Gut, auf der Habenseite stehen: Toller Gesang, saubere Instrumentierung, transparente Produktion. Auf der Gegenseite: Eingängige, aber schon tausendmal gehörte Melodien und Riffs, sehr simpler Songaufbau. Nett, aber belanglos. Da hilft auch Udo Dirkschneiders Einsatz bei ›Day Of Anger‹ nicht, denn auch dieser Track ist letztendlich nur ein Aufguss dessen, was man im allgemeinen 08/15 nennt.

Madness Of The Night – ASGARDA

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Madness Of The NightAuch wenn Madness Of The Night auf den ersten Blick eher von Bands wie Sisters Of Mercy oder Dead Can Dance beeinflusst sind, durchzieht das Debütalbum der Schweden ein feines, raffiniert eingewobenes und unüberhörbares Prog-Flair. Seine intensivste Würze zieht das Werk aus dem Wechsel von männlichem (Daniel Dante) und weiblichem (Abir Blackshadow) Gesang. Gemischt wurde die Scheibe von Andy Horn (Mortal Love, Darkseed, Edenbridge) – der Mann hat ein Händchen für vermeintlich gegensätzliche Zutaten.

Human Fortress – RAIDED LAND

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Human FortressFünf Jahre nach ihrem bislang letzten Lebenszeichen haben sich die deutschen Prog/Power-Metaller Human Fortress wieder zusammengerauft. Mit ihrem neuen Frontmann Gus Monsanto ist ein Album entstanden, das kompositorisch die hohe Qualität früherer Jahre halten kann, durch den geänderten Gesang (ihr früherer Frontmann Jioti Parcharidis singt jetzt bekanntlich bei Victory) allerdings etwas zahmer klingt als die Songs zu Parcharidis’ Zeiten. Trotzdem absolut hörens- und empfehlenswert.

The Earls Of Mars – THE EARLS OF MARS

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Earls Of MarsDie Briten The Earls Of Mars, eine skurrile Mixtur aus traditioneller Rockband und kosmischer Klamauk-Truppe, nehmen respektlos die Lichtgestalten der Musikgeschichte aufs Korn: ›The Astronomer Pig‹ beschäftigt sich augenzwinkernd mit Pink Floyd, ›The Mirrored Staircase‹ geht David Bowie forsch an den Kragen und ›Mr Osbourne’s Hazelnuts‹ dürfte Ozzys Lendengegend gewidmet sein. Erfrischend frech, diese Rock-Hasardeure!