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Bruce Springsteen & The E Street Band – LIVE IN HYDE PARK

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DVD_SpringsteenDer Boss kann’s noch immer: Springsteen satt.

In der Kürze liegt die Würze? Nicht bei „The Boss“. Bei dem Konzert-mitschnitt LIVE IN HYDE PARK, der zusätzlich mit Bonusmaterial vom Glastonbury-Festival und aus dem Giants Stadium aufwartet, stehen 29 Songs in 172 Minuten auf dem Programm. Auch wenn Bruce und die E Street Band in der Londoner Open-air-Zone schlechthin antreten – sein Konzertmarathon unterscheidet sich in punkto Songauswahl nur marginal von den anderen Shows der letztjährigen Welt-Tournee. Und dass, obwohl es den Fans in den Stadien erlaubt war, Songwünsche mittels mitgebrachter Plakate auf die Bühne zu reichen.

Nach fulminantem Auftakt mit The Clashs ›London Calling‹ geht der Zirkus auch schon los mit der interaktiven Fan-Aktion: ›Badlands‹ geht als erstes kraftvoll und dynamisch an den Start. Erhalten bleibt die Bombenstimmung bis zum finalen ›Dancing In The Dark‹ im wunderschönen Londoner Sonnenuntergang. Leidlich interessant gestaltet sich lediglich der Gastauftritt von Gaslight-Anthem-Frontmann Brian Fallon mittendrin bei ›No Surrender‹.

Bliebe noch anzumerken, dass der 60-jährige Springsteen seine in etwa gleichaltrigen Bandkollegen in Sachen Energie um Längen schlägt. Wie macht er das bloß?

 

Joe Bonamassa – LIVE FROM THE ROYAL ALBERT HALL

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Joe_Bonamassa-Live_From_The_Royal_Albert_Hall_(DVD)-Interior_FrontalVon B.B. King befürwortet: Blues wie zu Papas Zeiten.

Manchmal werden Träume tat-sächlich wahr: Zum Beispiel der von Gitarrero Joe Bonamassa. Halluzinierte der 1977 geborene amerikanische Wunderknabe doch schon im Kindesalter davon, einmal wie seine Idole Cream in der natürlich ausverkauften Royal Albert Hall aufzutreten. 2009 realisierte er nicht nur diesen scheinbar unerfüllbaren Wunsch; als Gäste an seiner Seite durfte er auch noch Eric Clapton und Paul Jones begrüßen.

Auf zwei DVDs und 132 Minuten lang lebt sich hier ein Virtuose aus, der in seiner Generation völlig aus der Art geschlagenen ist und deshalb vornehmlich von Zeitgenossen jenseits der 40 verehrt wird. Schon beim ersten Takt von ›Django‹ macht Bonamassa unmissverständlich klar: Hier agiert ein von sich selbst überzeugter Vollblut-Musiker und kein Schönwetter-Entertainer. Dass er sich auf LIVE FROM THE ROYAL ALBERT HALL ein wenig selbstverliebt inszeniert, muss man also in Kauf nehmen.

Souverän routiniert gerieten die Einsätze von Eric Clapton bei ›Further On Up The Road‹ und Paul Jones bei ›Your Fu- neral My Trial‹. Klasse ist auch das akustische ›High Water Everywhere‹ von Charlie Patton. Selbst die handverlesenen Sidekicks lassen keine Wünsche offen: Carmine Rojas am Bass sowie Anton Fig und Bogie Bowles am Schlagzeug brillieren. B.B. King ließ dem talentierten Nachwuchs auch schon die ultimative Lobhudelei zukommen, als er behauptete: „Joe Bonamassa is the future“.

 

Anvil – DIE GESCHICHTE EINER FREUNDSCHAFT

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anvilReality-TV: Das Rock-Business ist ein verdammt hartes Brot.

„Es kann nicht schlimmer werden – und falls doch, kann ich sagen, wir haben wirklich alles
versucht.“ Die Augen von Steve „Lips“ Kudlow leuchten. Der über 50-Jährige ist seit 30 Jahren Frontmann der Metal-Formation Anvil, arbeitet jedoch hauptberuflich als Fahrer bei einem Catering-Service. Während andere Bands wie die Scorpions und Bon Jovi, mit denen die kanadischen Rocker Anfang der achtziger Jahre die Bühnen großer Festivals teilten, zu Millionensellern aufstiegen, verschwanden Anvil nämlich im Metal-Nirvana.

Den Comeback-Versuch der Alt-Rocker hat Regisseur und Hardcore-Fan Sacha Gervasi in einer ebenso unterhaltsamen wie rührenden Doku festgehalten. Er begleitet „Lips“ und seinen langjährigen Kumpel und Bandmitbegründer, Schlagzeuger Robb Reiner, auf einer völlig chaotischen Europa-Tournee sowie bei den Aufnahmen ihres 13. Albums THIS IS THIR-TEEN.

Der einfühlsame Film zeigt die Musiker zwischen Sex, Drugs, Rock’n’Roll und Familienalltag und liefert Einblicke in das Leben fernab des Rockstar-Glamours. Herzzerreißende Momente – etwa wenn die Musiker in einer 10.000er-Halle vor gerade einmal 174 Fans spielen oder mit ihren neuen Songs bei Plattenfirmen vorsprechen – dürften auch bei hartgesottenen Headbangern für feuchte Augen sorgen.

 

Rush – BEYOND THE LIGHTED STAGE

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DVD_RushBrillant umgesetzt: die Höhen und Tiefen der Geschichte des kanadischen Ausnahme-Trios.

Während in den Vereinigten Staaten, Kanada und auch Großbritannien die Augen vieler Rockfans gleich mehrerer Generationen zu leuchten beginnen, wenn die Sprache auf das kanadische Trio Rush kommt, hielt und hält sich das Interesse auf dem europäischen Kontinent selbst zu Glanzzeiten der Band in Grenzen. Nichtsdestotrotz zählen Schlagzeuger Neil Peart, Gitarrist Alex Lifeson sowie der multifunktionale Geddy Lee an Mikrofon, Bass und Keyboard zu den einflussreichsten Bands der vergangenen 40 Jahre – und zwar mit kontinuierlichen Verkäufen im mehrstelligen Millionenbereich und einer Sammlung aus Platin- und Gold-Alben, die an Giganten wie Beatles und Rolling Stones erinnert. Eine Erfolgsgeschichte, die aber bislang weitgehend unerzählt blieb und geradezu darauf wartete, endlich in einer ordentlichen Dokumentation aufgearbeitet zu werden.

Gleich zwei Regisseure, Sam Dunn und Scot McFadyen, selbst Fans der ersten Stunde, machten sich ans Werk – kein leichtes Unterfangen. Denn zur Zeit der frühen Produktionsphase um 2000 befand sich Rush aufgrund zweier Schicksalsschläge von Neil Peart – zuerst kam seine Tochter Selena 1997 bei einem Autounfall ums Leben, dann starb ein Jahr später seine Frau Jacqueline an Krebs – in einer rund sechsjährigen Kreativpause, die erst 2002 endete. Fast ein Jahrzehnt verging, bis Dunn und McFadyen ihre knapp zweistündige Dokumentation BEYOND THE LIGHTED STAGE fertigstellen konnten.

Premiere feierte der Streifen, dessen Erzählfaden bis ins Gründungsjahr 1968 zurückreicht und der eindrucksvoll die Stilwechsel der Band erklärt, beim Tribeca Film-Festival 2010 mit zahllosen prominenten Gästen, die zum großen Teil auch auf der Leinwand auftauchen: Gene Simmons, Kirk Hammett, Trent Reznor, Billy Corgan, Zakk Wylde, Jimmy Chamberlin, Tim Commerford, Mike Portnoy, Sebastian Bach, Matt Stone und Jack Black geben sich in ehrlichen wie anrührenden Interviews die Ehre, um dem Phänomen Rush auf die Spur zu kommen. Wer sich die Blu-Ray-Version im Deluxe-Package zulegt, erhält zusätzliches Material sowie ein Booklet mit raren oder bisher unveröffentlichten Fotos.

 

Walter Trout

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Walter Trout3_credit_ Austin HargraveWer Blues im Blut hat, braucht nichts anderes mehr.

Manche schaffen den Sprung nach ganz oben, andere sind mit dem, was sie erreicht haben, einfach zufrie­den und wollen gar nicht größer, weiter, höher hinaus.

In diese Kategorie fällt Walter Trout. Der 1951 in Ocean City geborene Musiker fängt an wie fast jeder klassische Bluesrocker. Er schnappt sich seine Mundharmonika und seine Gitarre, um auf Tour zu gehen. Trout tritt mit den verschiedensten Musikern und Bands auf, gerne wird er auch als Sessionrocker ins Studio eingeladen – insbesondere, als er Anfang der Siebziger in Los Angeles Fuß fasst. Er kann sich in seine Vita schreiben, unter anderem für die Righteous Brothers, John Lee Hooker oder Percy Mayfield gearbeitet zu haben. Später tritt er Canned Heat bei und wechselt schließlich zu John Ma­yalls Bluesbreakers – für Trout ein Riesenerfolg. Doch darauf folgt der Absturz: Walter Trout hat das Trinken nicht im Griff, er fliegt aus der Band. Er berappelt sich und macht solo weiter, spielt mit diversen Musikern und Besetzungen live, veröffentlicht aber auch Soloplatten.

So auch dieser Tage: Zwei Jahre nach seinem letzten Album THE OUTSIDER legt der Gitarrist nun mit seinem 20. Album COMMON GROUND nach – und bestätigt, dass er einer der kraftvollsten und leidenschaftlichsten Bluesrock-Interpreten dieser Zeit ist.

Wovon sich all diejenigen, die es nicht weit bis nach Holland haben, im November auch selbst überzeugen können: Dort tritt Trout nämlich im November live auf.

 

Norman Guy

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Norman Guy 2010 1

Seine Wrecking Company startet am 10.9. in Krefeld mit einem neuen Bluesrock-Programm.

Dass es nicht nur im Ausland, sondern auch im CLASSIC ROCK-Territorium talentierte Nachwuchs-Bluesrocker gibt, haben schon die Künstler bewiesen, die wir euch im großen Special in der letzten Ausgabe vorgestellt haben. Doch neben Henrik Frei­schlader und Co. ist uns nun ein weiterer Rocker aufgefallen, den wir euch gerne nahe bringen würden: Norman Guy. Der Mann aus Viersen hat sich im vergangenen Jahr mit Paddy Boy zu­sam­mengetan und ein Album veröffent­licht – einen Track davon findet ihr auf unserer beiliegenden CD, den »Kron­juwelen #3«.

Aktuell ist Norman Guy mit einer neuen Besetzung unterwegs: der Wrecking Company. Alle Bluesrock-Fans, die auch einer kräftigen Riff-Schlagseite etwas abgewinnen können, sollten daher jetzt ihren Terminkalender hervorkramen: Der Gitarrist, der großer Fan von Rory Gallagher und Jimi Hendrix ist, wird demnächst nämlich auch live zu bewun­dern sein: Am 10. Sep­tem­ber gibt er das erste Konzert mit rundum-erneuertem Wrecking Company-Programm in der KuFa in Krefeld. Mit von der Partie ist dabei auch ein gerade mal 17 Jahre alter Bassist: Mark Borek. Alle Bluesrock-Freunde aus NRW sollten sich diese Premiere nicht entgehen lassen.

 

Skunk Anansie

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Skunk Anansie 2010 @ Jeon Seung Hwan 1Mehr als zehn Jahre ist es her, seit die Band um die ebenso charismatische wie geheimnisvolle Frontfrau Skin (alias Deborah Anne Dyer) ihr letztes Album veröffentlicht hat. POST ORGASMIC CHILL hieß das – und es war tatsächlich die Ruhe nach dem Sturm für die Band.

Nun braut sich ein weiterer Orkan zusammen. Obwohl: Das Wort „Orkan“ wäre zu hoch gegriffen, denn Skunk Anansie steht 2010 nicht der Sinn nach klanggewordener Wut, sondern nach leidenschaftlichen Hymnen. Am 13. September veröffentlichen sie mit WONDERLUSTRE daher eine Platte, die zwar eine reichliche Portion Düsternis in sich trägt, aber vor allem durch ihre Melodien besticht. Die erste Single ›My Ugly Boy‹ ist bereits ein Vorgeschmack, der in die richtige Richtung weist. Oder wie es Skin im Sinn der Band formuliert: „Es ging uns nicht darum, uns abzugrenzen, sondern auf das Vorhandene aufzubauen!“ Daher ist WONDERLUSTRE keine Comeback-Scheibe im klassischen Sinn: Skunk Anansie waren – zumindest in ihrem Selbstverständnis – nie weg, sondern immer ein Teil der Szene, wenngleich eben kein aktiver.

Und tatsächlich wirkt die aktuelle Scheibe auch nicht so. Sie ist zeitgemäß, ohne anbiedernd oder gezwungen zu klingen. Das liegt daran, dass die Musiker „entspannt wie nie zuvor“, so Skins Aussage, an die Komposition herangegangen sind. Aber auch daran, dass sie mit ihrem Produzenten-Team Jeremy Wheatly (Depeche Mode, Sugababes), Chris Sheldon (Foo Fighters, Biffy Clyro, Radiohead, Pixies) und Cenzo Townshend (U2, Florence & The Machine, Snow Patrol, Kaiser Chiefs) plus Ton-Ingenieur Taliaferro (Moby) Menschen um sich versammelt haben, die wissen, wie ein moderner Rockact heutzutage klingen soll.

Das mag vielleicht konstruiert aussehen, zu wenig natürlich. Doch seien wir ehrlich: In dem Mainstream-Segment, in dem sich Skunk Anansie bewegt haben und jetzt wieder bewegen wollen, funktioniert die Sache nicht anders. Daher ist es gut, dass Skunk Anansie sich die Besten zur Hilfe geholt haben. Songs wie das düstere ›My Love Will Fall‹ oder ›Feeling The Itch‹ mit seinem treibenden Groove beweisen, dass dieser Schritt gut für die Band war. Denn die Stücke sind nicht nur ausgefeilt und atmosphärisch dicht, sondern auch extrem prägnant. Und ein Produkt der, wie Skin betont, „unzerstörbaren Bandchemie. Selbst nach elf Jahren sind wir ohne viel Zirkus sofort auf den Punkt gekommen.“

 

Sons of Liberty

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Sons Of Liberty 2010 (2)Mit seinem Soloprojekt SONS OF LIBERTY sagt Iced Earth-Boss JON SCHAFFER der Fi-nanzwelt den Kampf an. Sein Vorwurf: Politiker sind nur noch willenlose Marionetten eines internatio-nalen Bankenkartells.

Für Jon Schaffer ist die Welt, so wie wir sie kennen, in höchster Gefahr. Seiner Meinung nach übernehmen zurzeit konspirative Bankenkonsortien, zumeist ausgehend von Amerika, die Weltherrschaft und lassen Politiker seit Jahren nach ihrer Pfeife tanzen. „Barack Obama ist nur eine Marionette, er arbeitet für die gleichen Leute wie zuvor Bush und Clinton“, schimpft der amerikanische Musiker, der bisher als kreuzkonservativ und beileibe nicht als ein Systemkritiker galt. „Schlimmer noch: Bush hat all das in die Wege geleitet, was jetzt wie ein Tsunami über uns hereinbricht. Ein totalitäres System, in dem alles kontrolliert wird, die korrupte Politik, die Finanzen, die Medien. Man sieht bereits in Europa, wozu das führt: Griechenland ist Pleite, Spanien steht ebenso kurz vor dem Konkurs. Nur die Hochfinanz reibt sich die Hände.“

Klingt irgendwie nach George Orwell, nach einem Szenario, wie es dereinst in dem Literaturklassiker »1984« skizziert wurde. Schaffer ist sich sicher: „Wir müssen nicht mehr warten, ob Orwells Fiktion wahr wird, sie ist schon zur Realität geworden. Es gibt ein internationales Bankenkartell, das uns bereits manipuliert und kontrolliert.“

Starker Tobak, den der streitbare Musiker da vom Stapel lässt. Zu starker Tobak für seine Hauptband Iced Earth, von der und für die er lebt. Aber, so Schaffer, was gesagt werden muss, muss nun einmal gesagt werden. Deshalb hat er sich wie ein Getriebener seinen Frust von der Seele geschrieben, diese mit handfesten Metal-Klängen versehen und dem Projekt den historisch begründeten Namen Sons Of Liberty gegeben. Dessen Debüt BRUSH-FIRES OF THE MIND ist zwar kein Iced Earth-Album, aber eines, das stilistisch in guter Tradition zur US-Metal-Legende steht. Einen signifikanten Unterschied gibt es allerdings zu Iced Earth: Während Schaffer normalerweise seine martialischen Texte von einem angeheuerten Sänger interpretieren lässt, hat er seine gallige Politikschelte eigenhändig ins Mikrofon gebrüllt. Und siehe da: Der Mann ist nicht nur ein fabelhafter Songschreiber und Gitarrist, sondern auch ein passabler Metal-Shouter: „Ich konnte diese wütenden Botschaften nicht von jemand Anderem singen lassen, ich musste es selbst machen, um die Leidenschaft meiner Aussagen zu dokumentieren.“
Fast beschwörend warnt Schaffer auf BRUSH-FIRES OF THE MIND vor den Exzessen des Kapitalismus und sieht sich als Mahner, der nun plötzlich den von ihm immer schon befürworteten Waffenbesitz ganz anders legitimiert: „Wir brauchen Waffen natürlich auch, um uns vor Kriminalität zu schützen, vor allem aber als persönliche Sicherheit gegen eine aus allen Fugen geratene Regierung.“

Mit solchen Parolen wäre Schaffer im amerikanischen Kongress sicherlich ein provokanter Ab-geordneter. Aber in die Politik zieht es ihn sowieso nicht: „Ich bin viel zu wütend und zu wenig politisch korrekt. Ich sage unverblümt, was ich denke, und will zur Aufklärung beisteuern. Aller­dings: Falls es tatsächlich zu einem globalen Kollaps kommt, würde ich es mir noch mal überlegen.“