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Start Blog Seite 1357

Rock`n` Roll High School

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rnrhighschoolcoverDie Lümmel von der ersten Bank auf amerikanisch – und mittendrin die Ramones.

Nicht nur in den fünfziger Jahren wuchs im BLACK-BOARD JUNGLE die SAAT DER GEWALT. Auch in der Remmidemmi-Ära von Punk und New Wave wusste man das Thema „Aufmüpfige Schüler contra Lehrer und Rektor“ in Regisseur Allan Arkushs ROCK’N’ROLL HIGH SCHOOL gewitzt umzusetzen. Mitten-drin in dem von B-Movie-König Roger Corman produzierten Tohuwabohu stecken die Ramones mit ihrer natürlich stets passenden Parole „Hey Ho! Let’s Go!“.

Als besonders begnadete Schauspieler erweisen sich Joey, Johnny, Marky und Dee Dee Ramone allerdings nicht gerade, und der Plot erinnert an die grässlichen „Pauker“-Filme mit Hansi Kraus und Uschi Glas: Die Streiche-Ausheckerin Riff Randall (P.J. Soles), der seinerzeit größte weibliche Ramones-Fan an der Vince Lombardi High School, steht drei Tage lang Schlange, um an Konzerttickets zu kommen. Ausgerechnet die neue Direktorin Evelyn Togar, wunderbar hinterhältig dargestellt von der einstigen Warhol-Actrice Mary Woronov, nimmt sie ihr wieder ab. Da müssen sich Riff und ihre beste Freundin Kate Rambeau schnell einen anderen Weg ausdenken, um an die Ramones ranzukommen…

Im Rahmen einer Corman-DVD-Reihe liegt ROCK’N’ROLL HIGH SCHOOL nun mit gesprochenen Kommentaren diverser Beteiligter vor, 15 Minuten bislang unveröffentlichte Audio-Outtakes der Ramones gibt’s als Zugabe.

 

Dio – EVIL OR DIVINE: LIVE IN NEW YORK CITY

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DVD_DioVon uns gegangen, aber nicht vergessen: Ronnie James Dio.

Er ist gerade einmal unter der Erde – da wird bereits das Archiv geplündert und eifrig nach flott Verwertbarem gefahndet. So ist das eben, und auch der Umgang mit Ronnie James Dio, im Alter von 68 Jahren im Mai 2010 an Krebs verstorben, macht da keine Ausnahme.

EVIL OR DIVINE – LIVE IN NEW YORK CITY ist die hastige Neuauflage einer DVD-&-CD-Edition, die erstmals 2005 erschien, aber schon drei Jahre zuvor – ausgerechnet an einem Freitag, den 13. – im Roseland Ballroom aufgezeichnet worden war. Ein ganz in Schwarz mit silbernem Kreuz gekleideter Ronnie James Dio gab damals den selbstsicheren Rockgott mit einem musikalischen Ritt durch die Jahrzehnte. Als Begleiter fungierten der blonde Gitarrengott Doug Aldrich und Langzeitweggefährte Jimmy Bain am Bass.

Höllisch gut in Form ist das Quintett nicht nur beim Auftakt ›Killing The Dragon‹, auch die Querverweise zu Ronnies früheren Arbeitgebern Rainbow, Black Sabbath und Heaven And Hell sind exzellent – und das, obwohl die Bildqualität ein klein wenig zu wünschen übrig lässt. Zum Finale lautet das Credo: ›We Rock‹. Dem ist nichts hinzuzufügen.

 

Bruce Springsteen & The E Street Band – LIVE IN HYDE PARK

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DVD_SpringsteenDer Boss kann’s noch immer: Springsteen satt.

In der Kürze liegt die Würze? Nicht bei „The Boss“. Bei dem Konzert-mitschnitt LIVE IN HYDE PARK, der zusätzlich mit Bonusmaterial vom Glastonbury-Festival und aus dem Giants Stadium aufwartet, stehen 29 Songs in 172 Minuten auf dem Programm. Auch wenn Bruce und die E Street Band in der Londoner Open-air-Zone schlechthin antreten – sein Konzertmarathon unterscheidet sich in punkto Songauswahl nur marginal von den anderen Shows der letztjährigen Welt-Tournee. Und dass, obwohl es den Fans in den Stadien erlaubt war, Songwünsche mittels mitgebrachter Plakate auf die Bühne zu reichen.

Nach fulminantem Auftakt mit The Clashs ›London Calling‹ geht der Zirkus auch schon los mit der interaktiven Fan-Aktion: ›Badlands‹ geht als erstes kraftvoll und dynamisch an den Start. Erhalten bleibt die Bombenstimmung bis zum finalen ›Dancing In The Dark‹ im wunderschönen Londoner Sonnenuntergang. Leidlich interessant gestaltet sich lediglich der Gastauftritt von Gaslight-Anthem-Frontmann Brian Fallon mittendrin bei ›No Surrender‹.

Bliebe noch anzumerken, dass der 60-jährige Springsteen seine in etwa gleichaltrigen Bandkollegen in Sachen Energie um Längen schlägt. Wie macht er das bloß?

 

Joe Bonamassa – LIVE FROM THE ROYAL ALBERT HALL

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Joe_Bonamassa-Live_From_The_Royal_Albert_Hall_(DVD)-Interior_FrontalVon B.B. King befürwortet: Blues wie zu Papas Zeiten.

Manchmal werden Träume tat-sächlich wahr: Zum Beispiel der von Gitarrero Joe Bonamassa. Halluzinierte der 1977 geborene amerikanische Wunderknabe doch schon im Kindesalter davon, einmal wie seine Idole Cream in der natürlich ausverkauften Royal Albert Hall aufzutreten. 2009 realisierte er nicht nur diesen scheinbar unerfüllbaren Wunsch; als Gäste an seiner Seite durfte er auch noch Eric Clapton und Paul Jones begrüßen.

Auf zwei DVDs und 132 Minuten lang lebt sich hier ein Virtuose aus, der in seiner Generation völlig aus der Art geschlagenen ist und deshalb vornehmlich von Zeitgenossen jenseits der 40 verehrt wird. Schon beim ersten Takt von ›Django‹ macht Bonamassa unmissverständlich klar: Hier agiert ein von sich selbst überzeugter Vollblut-Musiker und kein Schönwetter-Entertainer. Dass er sich auf LIVE FROM THE ROYAL ALBERT HALL ein wenig selbstverliebt inszeniert, muss man also in Kauf nehmen.

Souverän routiniert gerieten die Einsätze von Eric Clapton bei ›Further On Up The Road‹ und Paul Jones bei ›Your Fu- neral My Trial‹. Klasse ist auch das akustische ›High Water Everywhere‹ von Charlie Patton. Selbst die handverlesenen Sidekicks lassen keine Wünsche offen: Carmine Rojas am Bass sowie Anton Fig und Bogie Bowles am Schlagzeug brillieren. B.B. King ließ dem talentierten Nachwuchs auch schon die ultimative Lobhudelei zukommen, als er behauptete: „Joe Bonamassa is the future“.

 

Anvil – DIE GESCHICHTE EINER FREUNDSCHAFT

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anvilReality-TV: Das Rock-Business ist ein verdammt hartes Brot.

„Es kann nicht schlimmer werden – und falls doch, kann ich sagen, wir haben wirklich alles
versucht.“ Die Augen von Steve „Lips“ Kudlow leuchten. Der über 50-Jährige ist seit 30 Jahren Frontmann der Metal-Formation Anvil, arbeitet jedoch hauptberuflich als Fahrer bei einem Catering-Service. Während andere Bands wie die Scorpions und Bon Jovi, mit denen die kanadischen Rocker Anfang der achtziger Jahre die Bühnen großer Festivals teilten, zu Millionensellern aufstiegen, verschwanden Anvil nämlich im Metal-Nirvana.

Den Comeback-Versuch der Alt-Rocker hat Regisseur und Hardcore-Fan Sacha Gervasi in einer ebenso unterhaltsamen wie rührenden Doku festgehalten. Er begleitet „Lips“ und seinen langjährigen Kumpel und Bandmitbegründer, Schlagzeuger Robb Reiner, auf einer völlig chaotischen Europa-Tournee sowie bei den Aufnahmen ihres 13. Albums THIS IS THIR-TEEN.

Der einfühlsame Film zeigt die Musiker zwischen Sex, Drugs, Rock’n’Roll und Familienalltag und liefert Einblicke in das Leben fernab des Rockstar-Glamours. Herzzerreißende Momente – etwa wenn die Musiker in einer 10.000er-Halle vor gerade einmal 174 Fans spielen oder mit ihren neuen Songs bei Plattenfirmen vorsprechen – dürften auch bei hartgesottenen Headbangern für feuchte Augen sorgen.

 

Rush – BEYOND THE LIGHTED STAGE

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DVD_RushBrillant umgesetzt: die Höhen und Tiefen der Geschichte des kanadischen Ausnahme-Trios.

Während in den Vereinigten Staaten, Kanada und auch Großbritannien die Augen vieler Rockfans gleich mehrerer Generationen zu leuchten beginnen, wenn die Sprache auf das kanadische Trio Rush kommt, hielt und hält sich das Interesse auf dem europäischen Kontinent selbst zu Glanzzeiten der Band in Grenzen. Nichtsdestotrotz zählen Schlagzeuger Neil Peart, Gitarrist Alex Lifeson sowie der multifunktionale Geddy Lee an Mikrofon, Bass und Keyboard zu den einflussreichsten Bands der vergangenen 40 Jahre – und zwar mit kontinuierlichen Verkäufen im mehrstelligen Millionenbereich und einer Sammlung aus Platin- und Gold-Alben, die an Giganten wie Beatles und Rolling Stones erinnert. Eine Erfolgsgeschichte, die aber bislang weitgehend unerzählt blieb und geradezu darauf wartete, endlich in einer ordentlichen Dokumentation aufgearbeitet zu werden.

Gleich zwei Regisseure, Sam Dunn und Scot McFadyen, selbst Fans der ersten Stunde, machten sich ans Werk – kein leichtes Unterfangen. Denn zur Zeit der frühen Produktionsphase um 2000 befand sich Rush aufgrund zweier Schicksalsschläge von Neil Peart – zuerst kam seine Tochter Selena 1997 bei einem Autounfall ums Leben, dann starb ein Jahr später seine Frau Jacqueline an Krebs – in einer rund sechsjährigen Kreativpause, die erst 2002 endete. Fast ein Jahrzehnt verging, bis Dunn und McFadyen ihre knapp zweistündige Dokumentation BEYOND THE LIGHTED STAGE fertigstellen konnten.

Premiere feierte der Streifen, dessen Erzählfaden bis ins Gründungsjahr 1968 zurückreicht und der eindrucksvoll die Stilwechsel der Band erklärt, beim Tribeca Film-Festival 2010 mit zahllosen prominenten Gästen, die zum großen Teil auch auf der Leinwand auftauchen: Gene Simmons, Kirk Hammett, Trent Reznor, Billy Corgan, Zakk Wylde, Jimmy Chamberlin, Tim Commerford, Mike Portnoy, Sebastian Bach, Matt Stone und Jack Black geben sich in ehrlichen wie anrührenden Interviews die Ehre, um dem Phänomen Rush auf die Spur zu kommen. Wer sich die Blu-Ray-Version im Deluxe-Package zulegt, erhält zusätzliches Material sowie ein Booklet mit raren oder bisher unveröffentlichten Fotos.

 

Walter Trout

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Walter Trout3_credit_ Austin HargraveWer Blues im Blut hat, braucht nichts anderes mehr.

Manche schaffen den Sprung nach ganz oben, andere sind mit dem, was sie erreicht haben, einfach zufrie­den und wollen gar nicht größer, weiter, höher hinaus.

In diese Kategorie fällt Walter Trout. Der 1951 in Ocean City geborene Musiker fängt an wie fast jeder klassische Bluesrocker. Er schnappt sich seine Mundharmonika und seine Gitarre, um auf Tour zu gehen. Trout tritt mit den verschiedensten Musikern und Bands auf, gerne wird er auch als Sessionrocker ins Studio eingeladen – insbesondere, als er Anfang der Siebziger in Los Angeles Fuß fasst. Er kann sich in seine Vita schreiben, unter anderem für die Righteous Brothers, John Lee Hooker oder Percy Mayfield gearbeitet zu haben. Später tritt er Canned Heat bei und wechselt schließlich zu John Ma­yalls Bluesbreakers – für Trout ein Riesenerfolg. Doch darauf folgt der Absturz: Walter Trout hat das Trinken nicht im Griff, er fliegt aus der Band. Er berappelt sich und macht solo weiter, spielt mit diversen Musikern und Besetzungen live, veröffentlicht aber auch Soloplatten.

So auch dieser Tage: Zwei Jahre nach seinem letzten Album THE OUTSIDER legt der Gitarrist nun mit seinem 20. Album COMMON GROUND nach – und bestätigt, dass er einer der kraftvollsten und leidenschaftlichsten Bluesrock-Interpreten dieser Zeit ist.

Wovon sich all diejenigen, die es nicht weit bis nach Holland haben, im November auch selbst überzeugen können: Dort tritt Trout nämlich im November live auf.

 

Norman Guy

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Norman Guy 2010 1

Seine Wrecking Company startet am 10.9. in Krefeld mit einem neuen Bluesrock-Programm.

Dass es nicht nur im Ausland, sondern auch im CLASSIC ROCK-Territorium talentierte Nachwuchs-Bluesrocker gibt, haben schon die Künstler bewiesen, die wir euch im großen Special in der letzten Ausgabe vorgestellt haben. Doch neben Henrik Frei­schlader und Co. ist uns nun ein weiterer Rocker aufgefallen, den wir euch gerne nahe bringen würden: Norman Guy. Der Mann aus Viersen hat sich im vergangenen Jahr mit Paddy Boy zu­sam­mengetan und ein Album veröffent­licht – einen Track davon findet ihr auf unserer beiliegenden CD, den »Kron­juwelen #3«.

Aktuell ist Norman Guy mit einer neuen Besetzung unterwegs: der Wrecking Company. Alle Bluesrock-Fans, die auch einer kräftigen Riff-Schlagseite etwas abgewinnen können, sollten daher jetzt ihren Terminkalender hervorkramen: Der Gitarrist, der großer Fan von Rory Gallagher und Jimi Hendrix ist, wird demnächst nämlich auch live zu bewun­dern sein: Am 10. Sep­tem­ber gibt er das erste Konzert mit rundum-erneuertem Wrecking Company-Programm in der KuFa in Krefeld. Mit von der Partie ist dabei auch ein gerade mal 17 Jahre alter Bassist: Mark Borek. Alle Bluesrock-Freunde aus NRW sollten sich diese Premiere nicht entgehen lassen.