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We Sing Vol. 2

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WeSingVol2Karaoke-Party mit ungebetenen Gästen.

WE SING fiel im Musikspiel-Wust vorrangig durch gleichzeitiges Karaoke-Singen mit vier Mikrofo-nen auf. Klar, dass diese Funktion im Nachfolger ebenso zur Standardausrüstung gehört wie einfache, an Sonys SINGSTAR-Reihe orientierte Menüs, drei Schwierigkeitsstufen und diverse Modi für gegnerisches, gemeinsames oder abwechselndes Blamieren.

Hinzu kommen kleine Restaurierungen wie Gesangsunterrichts- oder verzichtbare Rap-Möglichkeiten. Elementar: An einigen HDTV-Geräten auftretende Übertragungsverzögerungen gehören lediglich We Sing Vol. 1 und somit der Ver­gangenheit an.

Was sich von geschmacklichen Fehltritten unter den 40 zum Mitsingen bittenden, von Original-Videos unterlegten Songs nicht gerade behaupten lässt. Keine Frage: Künstler wie B52s (›Love Shack‹), Dandy Warhols (›Bohemian Like You‹), Gloria Gaynor (›I Will Survive‹), Jamiroquai (›Virtual Insanity‹), Kaiser Chiefs (›Ruby‹), Lynyrd Skynyrd (›Sweet Home Alaba-ma‹), Stereophonics (›Dakota‹) und The Supremes (›Baby Love‹) rocken das Haus. Aber: Möchte sich wirklich jemand beim Mitträllern von Jürgen Marcus, Roy Black/Anita, Lou Bega, Westlife, Henry Valentino/Uschi oder Reamonn erwischen lassen?

 

Tiger Woods PGA Tour 11

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TigerWoods11Endlich wieder Positives von Tiger Woods.

Im letzten Jahr erhöhte TIGER WOODS PGA TOUR 10 den Realismusgrad der Golfserie mit zahlreichen Erweiterungen gewaltig. Statt krampfhaft neue Ver(schlimm-)besserungen einzupflegen, übernimmt TIGER WOODS PGA TOUR 11 bewährte Tugenden wie Wii-MotionPlus-Unterstützung, ein überarbeitetes Putting-System, einen detailreichen Charakter-Editor, Wetterwechsel und aufgestockte Online-Turniere des Vorgängers und addiert nur wenige, dafür durchdachte Ergänzungen. Da- zu zählen beispielsweise die Integration des renommierten Ryder Cup-Turniers, die Premiere eines „Shot Fokus“-Systems für noch exakter zu kontrollierende Schläge, Zwischendurch-Aktivitäten wie Minigolf, ein Online-Modus für maximal 24 Teilehmer und eine alternative Ego-Ansicht.

Dank ausgewogener Schwierigkeitsgrade kommen auf unkomplizierte Partien bedachte Arcade-Liebhaber ebenso auf ihre Kosten wie Authentizität und Tiefe bevorzugende Simulations-Fetischisten. Optisch haben sich Protagonisten und Landschaften seit der letzten Version allerdings kaum verändert: Nicht herausragende, aber flüssige Grafik bestimmt das Grün.

Singularity (dt. Version)

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singularity_packshot_ps3Eine einsame Insel, verrückte Wissenschaftler, russische Schurken – wie viele Klischees verträgt ein Spiel?

1950 experimentierte das russische Militär auf der Inselbasis Katorga-12 mit dem Stoff E99. 60 Jahre später erhält Nate Renko den Auftrag, den hohen Gehalt radioaktiver Strahlen auf dem Eiland zu untersuchen. Schnell stellt der Air Force-Pilot fest, dass die Uhren hier anders als in der restlichen Welt ticken: Immer wieder wird er zwischen Szenarien des Kalten Krieges und der Gegenwart hin- und hergerissen. Als er herausfindet, dass Nikolai Demichevs Hand-langer an neuen Versuchen arbeiten, wird ihm klar, dass nur er die Menschheit retten kann.

Bei bleihaltigen Konfrontationen mit Soldaten und Mutanten greift Renko neben Standard-Schießprügeln auf ein Zeitmanipulationsgerät zurück. Damit verändert er Alter und Geschwindigkeit von Gegnern und Objekten, manipuliert bei Vergangenheitsreisen die Gegenwart und kehrt Schwerkraftregeln um.

Trotz starker Anlehnungen an andere Shooter und einer abgedroschenen Geschichte unterhält der lineare Einzelspieler-Modus rund zehn Stunden überraschend kurzweilig. Parallel sorgen Schockeffekte für aufgerichtete Nackenhärchen und verschiedene Enden sowie Mehrspieler-Modi für wiederholtes Zeitreisen.

Red Dead Redemption (dt. Version)

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RedDeadRedemptionDeutlich mehr als GTA im Wilden Westen.

Die Einsicht, mit seiner kriminellen Vergangenheit brechen zu müssen, kommt für John Marston zu spät: Bevor sich das Wildwest-Raubein mit Frau und Kind auf eine Farm zurückziehen kann, werden seine Liebsten verschleppt. Gewiefte Anzugträger der Regierung zwingen ihn, ehemalige Bandenmitglieder zu suchen und zur Strecke zu bringen. Fügt Marston sich nicht, wird er seine Familie nie wieder zu Gesicht bekommen.

Die Ende des 19. Jahrhunderts in den USA angesiedelte Geschichte ist nicht neu, fesselt aber wie kaum eine andere zuvor: Auf dem langen Weg zu seiner persönlichen Abrechnung mit Oberbandit Bill Williamson findet sich Marston in einem heiß-kalten Strudel aus Betrug, Wut, Trauer, Verlust-, Rache- und Vatergefühlen wieder. Das Kunststück, den Betrachter mit einem knallharten Eastwood-Verschnitt fühlen und zittern zu lassen, gelingt RED DEAD REDEMPTION aber nicht nur durch eine ernste, enorm spannende Erzählweise und atmosphärische Musik, sondern nicht zu-letzt durch Rockstar-typische Mechanik: Statt linearer Abläufe geben die GRAND THEFT AUTO-Macher lediglich Hauptmissionen vor und reichern sie mit unzähligen, frei wählbaren Nebenaufgaben an. Marston bewegt sich zu Fuß, auf Pferderücken, in Eisenbahnen oder Kutschen durch grenzenlose, fantastisch animierte Dörfer, Wüsten, Berge, Minen oder verschneite Wälder.

Um Fortschritte freizuschalten und Geld für Waffen, Pferde oder Medizin zu sammeln, muss der Antiheld verschollene Personen finden, Wettrennen reiten, Entflohene einfangen, Rinder hüten, Poker- oder High Noon-Duelle bestreiten, Tiere erlegen und häuten, Wildpferde zureiten und vieles mehr. Aufgrund unendlicher Möglichkeiten vergehen Dutzende Stunden bis zum Ende der Hauptgeschichte. Modi für bis zu 16 Cowboys und Download-Missionen erhöhen die konkurrenzlose Spielzeit nochmals.

Obwohl das Grundkorsett dazu verleitet, den RED DEAD REVOLVER-Nach-folger voreilig als Wildwest-GTA-Klon abzustempeln, versteckt sich dahinter weit mehr: Der Titel gräbt tiefer, ergreift, verstört, entlässt fassungslos, treibt den Puls hoch und mengt nebenbei auf die Gegenwart übertragbare Sozialkritik unter. Kurzum: RED DEAD REDEMPTION ist schon jetzt das Spiel des Jahres.

Süße Rebellen – Die Mando Diao Story

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MD_Coverlayouts.inddUnschlüssige Analyse eines Indie-Pop-Phänomens.

„Es bedarf grundsätzlich einer desolaten Umgebung, um sich zu Höchstleistungen an- zutreiben“, behauptete John Lennon einmal in einem Interview, als er schon längst nicht mehr als Beatle oder Solist, sondern als Hausmann im New Yorker Dakota Building amtierte. Wie sehr Lennons Image als Privatier inszeniert war, eruierten ja schon einige Biografen.

Wie künstlich aufgesetzt das öffentliche Bild der schwedischen Formation Mando Diao ist, seit sie mit dem Hit ›Dance With Some-body‹ die Massen begeistert, lässt sich nach der Lektüre SÜßE REBELLEN – DIE MANDO DIAO STORY allenfalls erahnen. Auf 220 Seiten versucht Autor Klaus Janke dem Phä-nomen jener Band nachzuspüren, die sich seit 1999 bemüht, mit handwerklich gut gemach-tem Retro-Pop zwischen Sixties Beat, Indie und Garagen Rock die Beatlemania zu wieder-holen. Jankes Vorgehensweise verblüfft, wenn er den Aufstieg der Jungs aus der Tristesse der südschwedischen Industriemetropole Borlänge mehr voreingenommen kritisch be- äugt als objektiv analysiert.

Im Mittelpunkt des Interesses steht das Doppelgespann Björn Hans-Erik Dixgård und Gustaf Erik Norén, das auf der Bühne die nachlässig fri-sierten Moptops ebenso innig schütteln kann wie einst Lennon/McCartney. Doch tiefes Eintauchen in die Welt von Dixgård und Norén, geschweige denn der restlichen drei Bandmitglieder, findet ebenso wenig statt wie eine generelle Einschätzung des Phäno-mens Mando Diao.

Rob Chapman – Syd Barrett. A Very Irregular Head

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buch_barrettLebenslange Klausur eines Genies.

Als Roger „Syd“ Barrett im Juli 2006 in seiner Heimatstadt Cambridge im Alter von 60 Jahren starb, nahm er sämtliche Mythen, die seit seinem Rückzug Mitte der siebziger Jahre kursierten, mit ins Grab. Biografien über das „Genie der psychedelischen Exzesse“ gab es bereits einige, manche davon angefüllt mit teils bizarren Mutmaßungen über den Kopf der frühen Pink Floyd. Es wurde also höchste Zeit, Gerücht von Wahrheit zu trennen.

Rob Chapman, britischer Autor und Journalist, der 1972 im Cambridge Corn Exchange Augenzeuge wurde, als Barrett nach zwei wenig beachteten Solo-Alben versuchte, mit der Formation Stars wieder Fuß zu fassen, zeichnet in SYD BARRETT: A VERY IRREGULAR HEAD ein äußerst differenziertes Bild des Sängers, Gitarristen, Komponisten und Malers. Er räumt mit der Mär des „verrückten Einsiedlers“ ebenso auf wie mit der Annahme, Barrett sei ein Opfer allzu intensiven LSD-Konsums gewesen. Schlüssig schildert Chapman, dass Barretts Rückzug vornehmlich dem Desinteresse an Ruhm und den Mechanismen des Musik-Biz geschuldet war. Eine oft kolportierte Geschichte bewahrheitet sich nach intensiver Recherche allerdings doch: 1982 ließ der bis zu seinem Tod recht komfortabel von seinen Tantiemen lebende Barrett den Pop-Moloch London für immer hinter sich, indem er zum Haus seiner Mutter in Cambridge zurückkehrte. Und zwar zu Fuß.

 

Rock`n` Roll High School

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rnrhighschoolcoverDie Lümmel von der ersten Bank auf amerikanisch – und mittendrin die Ramones.

Nicht nur in den fünfziger Jahren wuchs im BLACK-BOARD JUNGLE die SAAT DER GEWALT. Auch in der Remmidemmi-Ära von Punk und New Wave wusste man das Thema „Aufmüpfige Schüler contra Lehrer und Rektor“ in Regisseur Allan Arkushs ROCK’N’ROLL HIGH SCHOOL gewitzt umzusetzen. Mitten-drin in dem von B-Movie-König Roger Corman produzierten Tohuwabohu stecken die Ramones mit ihrer natürlich stets passenden Parole „Hey Ho! Let’s Go!“.

Als besonders begnadete Schauspieler erweisen sich Joey, Johnny, Marky und Dee Dee Ramone allerdings nicht gerade, und der Plot erinnert an die grässlichen „Pauker“-Filme mit Hansi Kraus und Uschi Glas: Die Streiche-Ausheckerin Riff Randall (P.J. Soles), der seinerzeit größte weibliche Ramones-Fan an der Vince Lombardi High School, steht drei Tage lang Schlange, um an Konzerttickets zu kommen. Ausgerechnet die neue Direktorin Evelyn Togar, wunderbar hinterhältig dargestellt von der einstigen Warhol-Actrice Mary Woronov, nimmt sie ihr wieder ab. Da müssen sich Riff und ihre beste Freundin Kate Rambeau schnell einen anderen Weg ausdenken, um an die Ramones ranzukommen…

Im Rahmen einer Corman-DVD-Reihe liegt ROCK’N’ROLL HIGH SCHOOL nun mit gesprochenen Kommentaren diverser Beteiligter vor, 15 Minuten bislang unveröffentlichte Audio-Outtakes der Ramones gibt’s als Zugabe.

 

Dio – EVIL OR DIVINE: LIVE IN NEW YORK CITY

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DVD_DioVon uns gegangen, aber nicht vergessen: Ronnie James Dio.

Er ist gerade einmal unter der Erde – da wird bereits das Archiv geplündert und eifrig nach flott Verwertbarem gefahndet. So ist das eben, und auch der Umgang mit Ronnie James Dio, im Alter von 68 Jahren im Mai 2010 an Krebs verstorben, macht da keine Ausnahme.

EVIL OR DIVINE – LIVE IN NEW YORK CITY ist die hastige Neuauflage einer DVD-&-CD-Edition, die erstmals 2005 erschien, aber schon drei Jahre zuvor – ausgerechnet an einem Freitag, den 13. – im Roseland Ballroom aufgezeichnet worden war. Ein ganz in Schwarz mit silbernem Kreuz gekleideter Ronnie James Dio gab damals den selbstsicheren Rockgott mit einem musikalischen Ritt durch die Jahrzehnte. Als Begleiter fungierten der blonde Gitarrengott Doug Aldrich und Langzeitweggefährte Jimmy Bain am Bass.

Höllisch gut in Form ist das Quintett nicht nur beim Auftakt ›Killing The Dragon‹, auch die Querverweise zu Ronnies früheren Arbeitgebern Rainbow, Black Sabbath und Heaven And Hell sind exzellent – und das, obwohl die Bildqualität ein klein wenig zu wünschen übrig lässt. Zum Finale lautet das Credo: ›We Rock‹. Dem ist nichts hinzuzufügen.