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Start Blog Seite 1337

Elvis Presley – From Nashville To Memphis-The Essential 60’s Masters

 

elvis presley_quadratElvis in den Sechzigern: Kitsch kontra R’n’B-Wurzeln.

Seinen 75. Ge- burtstag hätte der King Of Rock ’n’Roll 2010 ge-feiert, wenn er nicht mit mehr als 30 heiklen Medikamenten im Blut und völlig verfettet im August 1977 an einem Herzinfarkt verstorben wäre. Bis heute ungebrochen ist der Kult um Elvis Presley, der für die Erbengemeinschaft jedes Jahr ein einträgliches Sümmchen in Millionenhöhe garantiert.

Presley-Puristen mögen auf die SUN SESSIONS mit Rockabilly sowie die frühen R’n’R-Aufnahmen für RCA schwören. Doch auch die von den Beatles dominierten Sixties, die Elvis mit dem Drehen eilig produzierter Hollywoodstreifen, den dazu gehörigen Soundtracks und relativ unbekannt gebliebenen regulären Alben verbrachte, offerieren Reizvolles, wie die 5-CD-Box FROM NASHVILLE TO MEM-PHIS – THE ESSENTIAL 60’S MASTERS suggeriert.

Räkelt sich der King in der ersten Hälfte noch bis auf wenige Ausnahmen wie ›Reconsider Baby‹, ›Stuck On You‹ oder ›Dirty, Dirty Feeling‹ im Kitsch von ›It’s Now Or Never‹ oder ›Are You Lonesome Tonight‹, ändert sich der qualitative Anspruch, je mehr sich das Jahrzehnt seinem Ende zu-neigt. Das wiedererwachte Interesse am eigen Œuvre signalisieren das 66er-Gospel-Werk HOW GREAT THOU ART, dem ein Jahr später die GUITAR MAN-Sessions folgen.

Voll und ganz auf der Höhe der Zeit befindet sich Elvis spätestens nach seinem fulminanten „NBC TV Comeback Special“ von Weihnachten 1968, das seine R’n’B-Wur-zeln beschwört. Unschlagbar schließlich das Material aus den „American Sound Studios“ in Memphis vom Jahr darauf: ›Long Black Limousine‹, ›I’m Movin’ On‹, ›In The Ghetto‹, ›Stranger In My Own Hometown‹ oder ›Suspicious Minds‹ präsentieren Elvis Presley einmal mehr auf seinem künstlerischen Zenit.

Mott The Hoople – In Performance 1970–1974

mott the hoopleKonzert-Anthologie mit Vor-wort von Leppards Joe Elliott.

Als David Bowie 1972 als Ziggy Stardust binnen weniger Monate den seit langem ersehnten internationalen Durchbruch erzielte, half er spontan der Karriere von Iggy Pop und Lou Reed auf die Sprünge. Vor der Trennung standen indes Bowies damalige Club-Favoriten Mott The Hoople – ein Quintett aus Croydon, das in drei Jahren vier exzellente Alben zwischen Rock’n’Roll-Übermut, verträumtem Country-Folk und selbst-verordnetem Dylan-Erbe sowie jede Menge enthusiastische Konzerte geliefert hatte. Der Ruf, auf der Bühne ein Kracher zu sein, hatte nichts bewirkt – außer der Tatsache, dass John Lydon und Mick Jones regelmäßig bei Gigs auftauchten.

Bowies Komposition ›All The Young Dudes‹ bescherte Mott unmittelbaren Erfolg und eine Glam-Rock-Aura, die den Unter-schied zwischen den beiden ersten Live-Mitschnitten der 4-CD-Box IN PERFORMANCE 1970 – 1974 in nicht immer ganz so astreiner Klangqualität verdeutlicht: Während das Heimspiel aus den Fairfield Halls in Croydon von 1970 noch rustikale Lokalmatadoren präsentiert, spielt die von Gitarrist Mick Ralphs und Frontmann Ian Hunter angeführte Formation Ende 1972 im Tower Theatre von Philadelphia schon in der Oberliga. Bowie übernimmt charmant die Ansage und mischt bei der Zu- gabe mit.

Ein interessanter Mischmasch aus unterschiedlichen Phasen findet sich auf den US-Konzert-ausschnitten von 1971 bis 73 auf CD Nummer drei, wo anstatt Ralphs erst Ex-UFO Mick Bolton, dann Ex-Spooky Tooth Luther Grosvenor alias Arial Bender die Saiten malträtieren. Eine abermals zur Optimierung bestimmte Veränderung im Line-up – 1974 ersetzte Bowies ehemaliger Sparringspartner Mick Ron-son Grosvenor – endete unversehens im Nichts, bildet aber mit Klassikern wie ›Roll Away The Stone‹, ›Golden Age Of Rock’n’Roll‹ und ›All The Way From Memphis‹ den krönenden Abschluss einer ebenso kurzen wie heftigen Karriere.

Paul Kossoff – Blue Soul: The Best Of Paul Kossoff

paul kossoff

Blues-Rock in Moll: Requiem für ein Genie.

Als Paul Kossoff im März 1976 im Alter von gerade mal 25 Jahren auf einem Flug von London nach Los Angeles an Herzversagen starb, hatte der ehemalige Gitarrist von Free, wie der obduzierende Arzt notierte, das Aus-sehen eines Mannes, der mindestens doppelt so alt war. Sechs Jahre zuvor war der Sohn des britischen Schauspielers David Kossoff auf dem Höhe-punkt des Ruhms angekommen, als sich Free mit dem dritten Album FIRE & WATER und dem zum Klassiker avancierten Riff-Rock-Stomper ›All Right Now‹ weltweit etablierten.

Viel hat Kossoff nicht hinterlassen: Als Vermächtnis blieben sechs Studioalben mit Free, zwei Solowerke, zwei weitere mit Back Street Crawler, diverse Konzertmitschnitte und einige Beiträge als Session-Gitarrist. BLUE SOUL: THE BEST OF PAUL KOSSOFF gibt Einblick in das kurze Wirken des Sechssaiten-virtuosen, der eigentlich zur gleichen Liga wie Ritchie Blackmore, Jeff Beck, Eric Clapton, Jimmy Page Peter Green und Mick Taylor zählte, den die Zeit aber offensichtlich vergessen hat. Allein neun Titel bleiben Free vorbehalten – davon drei live. Zwei Solonummern ergänzen sich mit einem Song des Free-Seitenprojekts Kossoff, Kirke, Tetsu & Rabbit, zwei weiteren mit Traffics Jim Capaldi sowie Gastauftritten bei Uncle Dog und The Rumble-down Band.

Freddie King – TEXAS FLYER 1974–1976

freddie kingZweite King-Retrospektiv-Box.

Nach der Box TAKING CARE OF BUSINESS 1956-1973 komplettiert dieses Set die King-Sammlung, indem sie den Schwerpunkt auf die letzten Jahre des Bluesers bei RSO legt. Dabei ragt besonders das von Mike Vernon produzierte BURGLAR her-aus, auf dem Freddie Kings le-bendiges, Funken sprühendes Spiel herrlich ins Zentrum des Geschehens gerückt wurde. TEXAS FLYER 1974-1976, das im LP-Format inkl. 80-Seiten-Hardcover-Buch veröffentlicht wird, enthält auf seinen insgesamt fünf CDs zudem eine Rei-he von Live-Aufnahmen, von denen das Gros bislang unveröffentlicht ist. Hier wird die ei-gentliche Magie von Freddie King deutlich: Bis kurz vor seinem Tod am 28. 12. 1976 rockte er voller Sturm, Drang und Leidenschaft. Ein Glück, dass dies nun noch einmal plastisch nacherlebbar ist.

Jimi Hendrix – West Coast Seattle Boy–The Jimi Hendrix Anthology / BBC Sessions Blues / Live At Woodstock / Merry Christmas And A Happy New Year

hendrixWeihnachts-Paket satt für Hendrix-Adepten und solche, die es werden wollen.

Eigentlich sollten sämtliche Archive nach brauchbarem Material ja bereits seit Jahren durchforstet sein – doch im Falle von Jimi Hendrix finden sich noch immer ungehobene Schätze: WEST COAST SEATTLE BOY – THE JIMI HENDRIX ANTHOLOGY kompiliert auf mehr als vier Stunden die erste Gesamtübersicht des vor 40 Jahren verstorbenen Virtuosen: Bis in die frühen Anfangstage zurück blickt die 4-CD-Box, als ein noch namenloser Hendrix an diversen Studioaufnahmen teilnahm oder Mitglied in den Begleitbands der Isley Brothers, Don Covays, Little Richards und King Curtis’ war.

Unveröffentlichtes Material zu Tage gefördert wurde auch von der Zeit nach dem Durchbruch: etwa eine Coverversion von Bob Dylans ›Tears Of Rage‹, Demo-Versionen von ›Long Hot Summer Night‹, ›Angel‹ oder ›1983 (A Merman I Shall Turn To Be)‹ sowie Konzertaufzeichnungen aus dem kalifornischen Berkeley beziehungsweise mit der Band Of Gypsys im Fillmore East am Silvesterabend 1969/ 70.

Offiziell ungehört blieben bis-lang auch die zum Teil rein in-strumentalen Tracks ›Little One‹, ›Hear My Freedom‹, ›Cat Tal-king To Me‹, ›Hound Dog Blues‹, ›Calling All The Devil’s Children‹ und ›Lonely Avenue‹. Im Todes-jahr 1970 schließlich entstand im New Yorker Apartment Hen-drix’ finales ›Suddenly Novem-ber Morning‹.
Eine nagelneue 90-minütige DVD-Dokumentation namens VOODOO CHILD von Grammy-Preisträger Bob Smeaton liegt der Box bei, die auch als BEST OF-Version mit oder ohne DVD vorliegt. Wiederveröffentlicht werden zeitgleich auch die ausgezeichnete Doppel-CD BBC SESSIONS mit Radiomitschnit-ten aus den Jahren 1967/69, das 69er-Festival-Mega-Ereignis LIVE AT WOODSTOCK, der Mischmasch-Sampler BLUES sowie die rare Weihnachts-EP MERRY CHRISTMAS AND A HAPPY NEW YEAR.

West Coast Seattle Boy 10

BBC Sessions 10

Blues 5

Live At Woodstock 7

Merry Christmas And A Happy New Year 6

Electric Light Orchestra – Flashbacks

electric light orchestra

Wie ein Rock-Orchester die Welt eroberte.

1979 veröffentlichte Singer/Songwriter Randy Newman einen Track mit dem Titel ›The Story Of A Rock And Roll Band‹, auf dem er Jeff Lynnes Kapelle nicht nur namentlich („…I love that ELO…“) erwähnte, sondern auch Songs wie ›Mr. Blue Sky‹, ›Turn To Sto-ne‹ und ›Telephone Line‹ zitierte. Viele dachten, der Oberzyniker erlaube sich einen seiner sarkastischen Scherze. Doch weit gefehlt! Mr. Newman war es absolut ernst. Ein Umstand, der Jahre später noch weiter da-durch zementiert wurde, dass Newman Lynne als Produzenten eines Albums engagierte.

Anfänglich deutete nichts da-rauf hin, dass ELO, ursprünglich nur gedacht als Nebenprojekt der britischen Popband The Move, allzu lange existieren würde. Lynnes Kooperation mit Move-Oberexzentriker Roy Wood en-dete, als letzterer seine Expe-rimentierwut nach Debüt-LP und genialer Single ›10538 Overture‹ in den Dienst seiner neuen Band Wizzard stellte. Am Steuer des Septetts ELO stand von nun an Lynne.

In England etablierten sich die Pop-Symphoniker schnell: Sowohl das Philly Soul-inspirierte ›Showdown‹ als auch der mit Marc Bolan eingespielte Rockkracher ›Ma Ma Belle‹ zündeten. Nach dem US-Zufallstreffer ›Can’t Get It Out Of My Head‹ folgte der weltweite Durchbruch.

Mindestens Goldstatus entwickelten Hit-Alben wie FACE THE MUSIC, A NEW WORLD RECORD, OUT OF THE BLUE und DISCOVERY. Überschritten war der Zenit nach dem 86er-Werk BALANCE OF POWER. Es folgte die Auflösung, 1991 ohne Lynne aber auch die Reformierung ELO Part II. Für die 3-CD- Box FLASHBACKS wählte Jeff Lynne 53 Tracks aus: Zu Hits wie ›Roll Over Beethoven‹, ›Evil Woman‹, ›Livin’ Thing‹, ›Turn To Stone‹, ›Last Train To London‹, ›Don’t Bring Me Down‹ gesellen sich Alben-Favoriten, Alterna-tive Takes und unveröffentlichtes Material.

Epitaph – Outside The Law

epitaph

Außerhalb des Gesetzes: Kraut-Rock Goes America – und kehrt nicht zurück.

Sein oder nicht sein? Für die deutsch-britische Formation Epitaph war es im Januar 1975 eine Frage des Überlebens. Kurzerhand aufgelöst hatte sich das Quartett, um nicht in den Bankrottstrudel seines amerikanischen Labels Billingsgate Records zu geraten.

Dabei hatte zwei Jahre zuvor alles so erfolgversprechend begonnen: Zwei Alben seit 1971, EPITAPH und STOP, LOOK AND LISTEN, hatten in der Kraut-Rock-Szene mächtig Eindruck hinterlassen. Eindruck hinterließ im Frühsommer 1972 bei einem Rockfestival auch Billingsgate-Chef Gary Pollack bei Sänger und Gitarrist Cliff Jackson. Versprach doch der Ami etwas arg großspurig, Epitaph auf dem amerikanischen Markt zum Hit zu machen.

Einer US-Tournee folgten wenig später Aufnahmen in den Chicagoer Omega Studios, wo Dave ›Grape‹ Purple als Toningenieur fungierte. Sieben vom Gitarrenduo Cliff Jackson und Klaus Walz geprägte Stücke entstanden, die 1974 als OUT-SIDE THE LAW erschienen, sich dies- wie jenseits des Atlantiks relativ gut verkauften und die Fachleute begeisterten: Die er-klärten Epitaph zum ›The Next Big Thing‹.

Viel Freude an ihrer US-Exkursion hatte die Band aber trotzdem nicht – weder brachten der zum falschen Zeitpunkt veröffentlichte Longplayer noch die Tournee langfristigen Erfolg. Geblieben ist ein um sieben Bonustracks erweitertes Artefakt ohne allzu viele Abnutzungserscheinungen.

The Doors – Live In Vancouver 1970

the doors

 

Pforten der Wahrnehmung:Konzert-Doppel-CD aus dem Archiv.

Es ist der 6. Ju-ni 1970 in Va-couver – und Jim Morrison hat noch ziemlich genau ein Jahr und einen Monat zu leben. „It was one of those magic nights“, schwärmt Doors-Keyboarder Ray Manzarek noch heute von dem Konzert, das nun erstmals offiziell und komplett auf zwei CDs vorliegt. Tatsächlich trügt sein Erinnerungsvermögen nicht: „Jim sang mit viel Herzblut und sah toll aus – rank, schlank und mit Vollbart.“ Vor allem aber war er konzentriert bei Doors-Klassikern wie ›Roadhouse Blues‹, ›Back Door Man‹, ›Five To One‹ und ›When The Music’s Over‹, die in kristallklarer Aufnahmequalität erhalten blieben, weil zu jener Zeit diverse Konzerte für ein eventuelles Live-Album mitgeschnitten wurden.

In guter Erinnerung blieb der milde Sommerabend aber nicht nur wegen des vorzüglichen Spiels der Doors: Für immerhin vier Songs gesellte sich Robbie Kriegers Gitarren-Idol, Blues-legende Albert King, mit seiner Flying V zur Band, um virtuose Beiträge zu Willie Dixons ›Little Red Rooster‹, Barrett Strongs ›Money‹, Bo Diddleys ›Who Do You Love‹ und B.B. Kings ›Rock Me‹ zu leisten. Als Kaufanreiz dient aber ebenfalls Morrisons Spoken-Word-Poetry ›Petition The Lord With Prayer‹ sowie die wirklich erstklassigen Interpretationen der frü-hen Doors-Epen ›Light My Fire‹ und ›The End‹.