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Start Blog Seite 1278

Reviews: SHAWN COLVIN – ALL FALL DOWN

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Alte Stärken in neuem Licht.

Mit ihrem neuen Album lässt Shawn Colvin ein für alle Mal die Pop-Ambitionen hinter sich, die ihr in der Vergangenheit immerhin den Hit ›Sunny Come Home‹ und mehrfach den Grammy eingebracht haben. Mit dem zuletzt durch seine Kollaboration mit Robert Plant aufgefallenen Buddy Miller anstelle ihres langjährigen Partners John Leventhal auf dem Pro- duzentenstuhl, widmet sich die 56-jährige Singer/ Songwriterin zwar mehr denn je betont persönlichen Themen wie Verlust und seinen Folgen, trotzdem klingt ihr neues Album nicht nur echter und erdiger, sondern unter Mitwirkung von Emmylou Harris, Jakob Dylan, Alison Krauss, Mary Chapin Carpenter, Brian Blade und Bill Frisell vor allem auch mehr nach einer EnsemblePlatte als die meisten ihrer hochdekorierten Vorgängerwerke. Colvins Rückbesinnung auf ihre Country- und FolkWurzeln – mit Rod Mac Donalds Song ›American Jerusalem‹ covert die so ungemein charismatische Texanerin hier sogar einen ursprünglich auf ihrem ersten Demo verewigten Song aus ihrer New Yorker Coffeehouse-Zeit – führt dazu, dass die unverfälschte Ursprünglichkeit ihrer Musik auf ALL FALL DOWN wieder stärker in den Mittelpunkt gerückt wird.

 

Reviews: PETTER CARLSEN – CLOCKS DON’T COUNT

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Entspannung für die Psyche.

In seiner norwegischen Heimat hat Petter Carlsen bereits einen guten Namen, nun soll der Rest Europas in den Bann gezogen werden. CLOCKS DON’T COUNT knüpft nahtlos an Carlsens 2009er-Einstand YOU GO BIRD an und zeichnet Bilder, die aus melancholischen Singer-Songwriter-Farben und legerem Pop-Rock erschaffen wurden. Sanft nimmt der Skandinavier seine Hörer an die Hand und führt sie mit einem großen Strauß Melodien in den lauen Sommerregen. Getragen von Carlsens warmer, Lagerfeuerkompatibler Stimme, ist CLOCKS DON’T COUNT Wellness für die Psyche. Besonderes Aufhorchen ist angesagt, wenn in ›Even Dead Things Feel Your Love‹ Trompeten, in ›A Simple Reminder‹ dynamische Kopfnick-Riffs erklingen oder in dem von Anathema-Sänger Vincent Cavanagh unterstützten ›Built To Last‹ ältere Keane auf Manic Street Preachers’ ›The Everlasting‹ treffen. Das Ergebnis: eine schöne, zuweilen aber in zu seichte Gefilde abdriftende Reise.

 

Reviews: Oli Brown – Here I Am

Ein Statement in Albumform.

Mit seinem dritten Album will Oli Brown eine Aussage machen. Nicht, dass er das noch müsste. Denn mit 22 Jahren hat der Engländer so gut wie alle Lorbeeren geerntet, die es zu ernten gibt. Und dennoch: HERE I AM soll zeigen, wer er wirklich ist. Der Titeltrack untermauert diese Aussage, allein der Text vermittelt „Ich bin ich und ich mach mein Ding“. Als ebenso aussage- kräftig erweist sich die Musik selbst. Oli muss nicht lauter sein als der Rest der Band. Seine Soli sind nie übertrieben lang, fügen sich nahtlos ein und dienen den Songs, nicht seinem Ego. Sehr erwachsen! Ähnlich verhält es sich mit der Vielfalt der Stile. Natürlich darf der Blues nicht fehlen. Diesen findet man besonders gut in ›Thinking About Her‹. Mit ›All We Had To Give‹ indes ist Oli Brown eine Ballade gelungen, die sich sowohl in einem Blues Club, als auch im Radio gut machen wird. Browns Lieder sind nie überladen, sondern ausgeglichen und schlichtweg gut zu hören, bestes Beispiel hierfür ist ›Manic Bloom‹. Wenn doch nur alle Statements so wären.

 

Reviews: JOHNNY CASH – BOOTLEG VOL. IV – THE SOUL OF TRUTH

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Der spirituelle Man In Black. Die Bootleg- Reihe geht in die vierte Runde. Dieses Mal richtet sich der Fokus auf Cashs Gospel- Stücke. Der Gospel und christliche Musik im allgemeinen waren immer eine große Leidenschaft des Man in Black. In THE SOUL OF TRUTH werden nun drei sehr rare Cash-Alben zusammengefügt. Die ersten 20 Lieder der ertsen CD der Compilation stammen zum Beispiel aus A BELIEVER SINGS THE TRUTH, das Cash 1979 aufgenommen hatte, das aber nie als solches veröffentlicht wurde. Die ersten zwölf Songs der zweiten CD stammen aus Aufnahmen 1975, die es jedoch nie auf ein Album geschafft haben. Die restlichen Songs sind schließlich von der vergriffenen LP JOHNNY CASH-GOSPEL SINGER entnommen. Die Lieder selbst sind liebevoll bearbeitet und neu abgemischt worden, ohne dass ihnen jedoch der Charme des alten Sounds geraubt worden wäre. Neben den insgesamt 51 (!) Songs, besticht auch das liebevoll gestaltete Booklet. Hier gibt es einige Bilder, die Cashs spirituelle Seite zeigen und ein Vorwort, das John Carter Cash – Johnnys Sohn – mit viel Herz und Ehrlichkeit verfasst hat. Nicht nur Cash-Fans kommen hier völlig auf ihre Kosten.

 

Reviews: Circus Maximus – Nine

Progressiv und trotzdem eingängig.

Die Jungs von Circus Maximus mausern sich langsam aber sicher vom Geheimtipp zu einer festen Größe im pro- gressiven Bereich der harten Töne. Auf ihrem neuen Werk NINE zelebriert die Truppe verspielte, oftmals komplexe Songstrukturen, bei denen die Eingängigkeit trotz teilweiser Überlänge nicht zu kurz kommt. Eingängigkeit und progressiver Hard Rock/ Metal – geht das überhaupt? Wer diese Frage beantwortet haben möchte, führe sich doch bitte einmal ›Architect Of Fortune‹, ›I Am‹ oder ›Burn After Reading‹ zu Gemüte – diese Lieder geben die richtige Antwort. Sicher wird NINE nicht bei jedem auf offene Ohren stoßen, trotzdem dürften sich Circus Maximus mit diesem Werk neue Freunde erspielen und bei ihren alten Fans offene Türen einrennen.

 

Reviews: The Beach Boys – Thats why God made the Radio

California über alles: Wohlklang von den Altmeistern.

Dass die Beach Boys auf ihre alten Tage überhaupt noch ein neues Album aufnehmen, ist eigentlich Sensation genug – dass dabei kein neues PET SOUNDS rumkommen würde, war zu erwarten. Dennoch: THAT’S WHY GOD MADE THE RADIO ist ein hörenswertes Werk, auch wenn bei all dem kalifornischen Sonnenschein ein wenig Schattenwurf unvermeidlich ist. In den schwächeren Momenten orientieren sich die Beach Boys nämlich allzu brav am Oldie-Format-Radio, will heißen: Nette Lieder, bisweilen ganz dezent rockig, dann wieder mit karibischer ›Kokomo‹- Rhythmik, aber letztlich dennoch ziemlich belanglos. Dass Wilson und Co. auch heute noch anders können beweisen allerdings Stücke wie ›Shelter‹, ›From There To Back Again‹ und ›Pacific Coast Highway‹, wobei die beiden letztgenannten Lieder mit komplexeren Arrangements sowie dezenten Holzbläser- und Streicherzugaben fast das Niveau der besten Beach-Boys-Arbeiten erreichen – elegischer Pop von stre- ckenweise sakraler Schönheit. Ein paar klangliche Selbstzitate wie der knackig abgestoppte Bass in ›Isn’t It True‹ oder die ›Wouldn’t It Be Nice‹-Reminiszenz im Intro von ›Summer’s Gone‹ schmälern das Vergnügen keineswegs. Und wenn beim Opener ›Think About The Days‹ die engelsgleichen Harmonien erklingen, dann ist eine wichtige Frage final beant- wortet: Singen können sie noch immer.

 

Reviews: Arkells-Jackson Square

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Kanadas Indierock- Durchstarter geben ihr spätes Europa-Debüt

Das ist mal ein langer Anlauf. JACKSON SQUARE, das Debüt des Quintetts aus dem beschaulichen Hamilton, Ontario, hat schon ganze vier Jahre auf dem Buckel. In ihrer Heimat konnten die Jungs damit den Grundstein zu einer sehr vielversprechenden Karriere legen, die ihnen schon zwei Junos (Kanadas Grammys) und volle Hallen beschert hat. Jetzt also soll auch Europa den Arkells verfallen, und trotz des Alters hört man dem Album keine Patina an. Alternative- Rock der ernsthaften Sorte wird hier auf zwölf Tracks dargeboten, die im gemäßigten Midtempo-Bereich verharren, ohne Langeweile aufkommen zu lassen. Ein bisschen warmlaufen muss sich das Ding, doch spätestens ab ›No Champagne Socialist‹ entfaltet sich die Scheibe als süffiger Gitarren-Cocktail mit Tiefgang und gar nicht dummen Texten. Hoffen wir mal, dass der Nachfolger MICHIGAN LEFT etwas flotter den Weg in unsere Plattenregale findet. Wer anspruchsvolle Rockmusik für Erwachsene schätzt, kann bedenkenlos zugreifen.

 

Reviews: Affector

Das Ende ist nah

Ein Konzeptalbum zum Ende der Welt – wow, das gab’s ja noch nie in der Geschichte des Hard Rock, oder? Gibt es leider doch, allerdings nicht in dieser Form: Die Texte bestehen aus Bibelversen, also doch ein Novum, das in Kombination mit dem Prog Metal der Truppe jedoch etwas schwierig zu verfolgen ist: Reime gibt es im Buch der Bücher leider nicht und ein Psalm im Rocker-Outfit war vor 2000 Jahren sicher auch nicht in Planung. Was die kompositorische Arbeit angeht, gibt es nichts zu meckern, harte Riffs verlinken sich mit epischen und mystischen Songstrukturen, dass es eine wahre Freude für Anhänger der progressiven Rock-Töne ist. Bei Protagonisten wie Mike Lepond (Bassist bei Symphony X) oder Ted Leonard (Sänger unter anderem bei Spock’s Beard) ist das auch nicht verwunderlich. Fazit: HARMAGEDON ist anfangs etwas schwer zu durchschauen, wenn man allerdings einmal Lunte gerochen hat, lässt einen dieses Stück Musik nicht mehr los.