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Start Blog Seite 1274

Reviews: Naam – The Ballad of the Starchild

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Psychedelic Rock aus Brooklyn – die Siebziger sind wieder da!

Der Mut zum Minimalismus kennt Grenzen, doch wo diese genau verlaufen ist Ansichtssache und sicherlich auch eine Frage des Geschmacks. Naam aus Brooklyn, New York machen es sich selbst leicht und anderen schwer, indem sie einzelne Stücke ihres simplen Psychedelic Rock stumpf in einer einzigen Tonart herunterbeten oder an anderer Stelle erst dann die Akkordstruktur marginal ändern, wenn es sich gar nicht mehr verhindern lässt. THE BALLAD OF THE STARSCHILD scheint aus einer Ära zu stammen, als Musiker ihre künstlerische Vision noch als persönliche Selbstverwirklichung klassifizierten und zwischen Drogennebel und Selbsterfahrung die Außenwelt völlig aus den Augen verloren. Vorbilder dieser Musik findet man ebenso im England der Sechziger wie auch im Deutschland der Siebziger (Eloy, Embryo, Can). Das Erstaunliche an THE BALLAD OF THE STARSCHILD ist jedoch, dass diese Musik bei aller Simplizität niemals langweilig wird sondern ihre Magie eben gerade aus dem stoischen Gleichmut bezieht. Die hohe Kunst der Hypnose!

 

Reviews: Molly Hatchet – Regrinding the Axes

Eine Verbeugung vor den Helden der Zunft.

Mit REGRIN- DING THE AXES zollen Molly Hatchet ihren Vorbildern Tribut und legen ein Album vor, auf dem sich aus- schließlich Cover-Versionen befinden. Dabei lässt die Truppe ihren gewohnten Southern Rock nicht gravierend einfließen und konzentriert sich eher darauf, die Stücke eins zu eins wiederzugeben, was durchaus gelingt die nächste Party ist schon mal gesichert. Stellt sich jetzt nur die Frage, wen es denn alles erwischt hat: Neben ZZ Top (›Sharp Dressed Man‹) und Thin Lizzy (›Boys Are Back In Town‹), geben sich Lynyrd Skynyrd, die Rolling Stones und sogar die Beatles mit dem Evergreen ›Yesterday‹ die Klinke in die Hand. Stellt sich noch eine Frage: Braucht man von Molly Hatchet werktreu interpretierte Rock- Klassiker? Nicht zwingend, aber Spaß macht das Album schon.

 

Reviews: Malice – New Breeds of Godz

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Die US Metal-Legende mit einem Zwitter aus alten und neuen Tracks.

Natürlich fragt sich jeder ausgewiesene Judas-Priest-Fan, in welcher Kontext die US-Amerikaner Malice zu ihren erklärten Lieblingen stehen. Denn die Riffs, die Grooves, die generelle (Metal-) Attitüde, der Gesang, das alles klingt nach Rob Halford & Co. Die Frage, ob sich daran auf NEW BREEDS OF GODZ etwas geändert hat, muss klar verneint werden. Wie auch?

Immerhin handelt es sich bei diesem Comeback-Werk um einen Zwitter aus neuen Werken und restaurierten Klassikern wie ›Stellar Masters‹ und ›No Haven For The Raven‹, mit denen Malice einst in den Achtzigern punkten konnten. Dabei kann vor allem Neuzugang James Rivera (Gesang) glänzen, denn auch wenn der Mann überwiegend auf ein Halford ähnliches Timbre setzt, drückt er dem Album dennoch seinen Stempel auf. Und die neuen Songs? Auch sie stehen komplett in der bewährten Tradition dieser Gruppe und dokumentieren unmissverständlich: if you want metal you’ll get it!

 

Reviews: King Cannons – The Brightest Light

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Innovationsarm, aber seelenvoll.

King Cannons kategorisieren ihre Kompositionen als „Soul Music“. Zu Recht, denn THE BRIGHTEST LIGHT ist in der Tat ein beseeltes Album, inspiriert von großen Vorbilder. Besonders angetan haben es der 2007 gegründeten Truppe Bruce Springsteen, The Clash und Chuck Berry. Oft von Klavierläufen angetrieben und von Mundharmonika, Orgel sowie raffinierter Perkussion veredelt, zünden Springsteen- Stimmdoppelgänger Luke Yeoward und seine Mannen Soundtracks für feuchtfröhliche Pub-Abende: Als Arbeiterklasse- Sprachrohre vertrauen sie auf mitreißende Rock’n’Roll-/Punk- Fusionen und zitieren neben den eingangs erwähnten Vorbildern gerne auch die Rolling Stones, Social Distortion und Konsorten. Dass Yeoward 50 Songs komponierte, von denen die besten zwölf THE BRIGHTEST LIGHT bilden, gibt angesichts solcher Enthusiasmusbremsen wie der Trillerpfeifen-Nummer ›Call For Help‹ oder dem Reggae- Ausrutscher ›Charlie O‹ allerdings zu denken. Trotz dieser Schwachstellen und fehlender Innovation machen King Cannons aber eine Menge Spaß.

 

Reviews: Kaiser Chiefs – Souvenir The-Singles

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Soll’s das schon wieder gewesen sein?

Tja, so schnell kann’s gehen. Vor ein paar Jahren waren die Kaiser Chiefs der heißeste Scheiß von der Insel, füllten die größten Hallen und landeten mit ›Ruby‹ einen richtigen Welthit. Danach zeigte die Karrierekurve wieder nach unten, die Hallen wurden kleiner und weder die weiterhin hörenswerte Musik noch das innovative letzte Album im „Pick’n’mix“-Modus konnten daran etwas ändern. Mag kann nun zynisch behaupten, diese Singles-Kollektion erscheine jetzt, um noch mal Reibach zu machen, bevor der Marktwert der Truppe aus Leeds nicht mal mehr diese kommerzielle Ausschlachtung rentabel macht oder man kann sich daran erfreuen, dass Ricky Wilson und Co. tatsächlich eine ziemlich lange Latte an Ohrwürmern verfasst haben, die noch auf Jahrzehnte die Indiediscos des Planeten beschallen werden. ›Oh My God‹, ›I Predict A Riot‹, ›Angry Mob‹ oder das sträflich unterschätzte ›Little Shocks‹ sind nun mal Mitsingklassiker erster Güte. Zwei neue, wenig bemerkenswerte Stücke komplettieren das Set, ebenso wie die Hoffnung, dass die Kaiser Chiefs das Ruder noch mal rumreißen können, denn sympathischer als die Gallagher-Großmäuler waren sie schon immer.

 

Reviews: JADDED HEART – Common Destiny

Neues aus dem schwedisch- deutschen Hardrock-Haus.

Dreieinhalb Jahre, nach- dem uns Jaded Heart mit PERFECT DESTINY Kurzweil bereitet haben, meldet sich die Truppe mit COMMON DESTINY zurück. Dabei stellt sich natürlich die Frage, in wie weit das aktuelle Werk mit der Vorgänger-Granate mithalten kann. Um es kurz zu machen: Es kann wenn auch mit einigen Abstrichen. Spielerisch und produktionstechnisch gibt es nichts auszusetzen, der Ohrwurmfaktor ist dank mitreißender Stücke wie ›With You‹, ›Fire And Flames‹ und im Speziellen ›Run And Hide‹ ebenfalls stellenweise gegeben. Richtig -stellenweise, denn mit ›Buried Alive‹ kommt schon relativ früh ein äußerst langatmiger Song, der den Hörspaß ausbremst. Insgesamt gesehen geht COMMON DESTINY aber als gute Scheibe durch im direkten Vergleich zum knapp drei Jahre alten Vorgänger ist sie allerdings schwächer einzustufen, deshalb „nur“ sieben Punkte.

 

Reviews: I See Hawks In LA – New Kind of lonely

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Zwischen Folk, Country & Americana.

Vom alternati-ven Ansatz, den der Vierer mal gehabt haben mag, ist nicht viel übrig geblieben. Heute bewegen sich I See Hawks In LA klar im Gefilde des New Country. Das heißt, akustische Gitarren, Fiedel und harmonischer Gesang (allein oder vielstimmig) malen das Klangbild. Hinzu kommen Geschichten aus dem Alltag, mal mehr oder weniger dramatisch. So zählen die neue Einsamkeit auf alten Straßen, gefährliche Liebschaften und die Romantik der Landschaft zu den Themen der Kapelle aus Los Angeles. Auch Humor beweist der Vierer, etwa wenn er in ›I Fell In Love With The Grateful Dead‹ von seiner alten Leidenschaft für die größte Hippiekapelle der Welt berichtet. Am Ende fallen die 13 Nummern jedoch zu konservativ aus, der amerikanische Markt mag diese Lieder lieben, für Europa klingen sie sehr nach durchschnittlichem US-Country.

 

Reviews: Husky – Forever So

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Australischer Indie-Folk von seiner schönsten Seite

Oberflächlich betrachtet, macht dieses Quartett aus Melbourne nicht viel anders als all die anderen vollbärtigen Karohemden-Träger mit kauzigem Hinterwäldler-Charme, die derzeit vom Indierock die Nase voll haben und ihr Heil in folkigeren Gefilden suchen. Anders als viele ähnlich inspirierte Künstler lassen Husky allerdings zwischen ihren Reminiszenzen an sanft-verhallte Sixties-Westcoast-Psychedelia und sensible Nick-Drake-Melancholie noch Platz für eigene Ideen. Nichts Bahnbrechendes zwar ein unerwarteter Stimmungswechsel hier, eine kleine, purzelnde Pianofigur oder ein paar wunderbar dezente Harmonien dort, aber genug, um den Hörer mit diesen fast versteckten kleinen Eigenheiten, die über die gesamte Platte verstreut sind, sofort gefangen zu nehmen. Sänger Husky Gawenda hat ein Faible für literarisch wert- volle Texte und singt sie gerne mit wehmütiger Stimme, doch das passt ausgezeichnet zur verträumten Grundstimmung dieses beachtlichen Erstlingswerkes, das ob seiner leicht entrückten Schönheit zwar nur selten mitreißt, aber dennoch berührt.