0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Start Blog Seite 1275

Reviews: WARREN HAYNES BAND – LIVE AT THE MOODY THEATER

0

Haynes bringt die Songs von MAN IN MOTION auf die Bühne: hörenswert!

Mit Gov’t Mule zelebriert Warren Haynes einen siedend heißen Rock amerikanischer Prägung, als Gitarrist der Allman Brothers den traditionellen Blues Rock in Perfektion. Als er vor gut einem Jahr plötzlich mit dem wunderbaren Soul-Soloalbum MAN IN MOTION auftauchte, überschütteten ihn Fans wie Medien gleichermaßen mit Lob. Die Songs dieser grandiosen Scheibe (plus den einen oder anderen Schmankerl wie Steely Dans ›Pretzel Logic‹) nahm Haynes mit seiner eigenen Band im März 2011 im „Moody Theater“ in Austin, Texas auf und präsentiert die Show nun auf Doppel-CD mit beigefügter DVD. Wie schon bei MAN IN MOTION fasziniert Haynes mit einem herrlich entspannten Zusammenwirken aus Gitarre und treffsicheren Gesangsmelodien, die er von einer Chorsängerin mit souliger Stimme unterfüttern lässt. Man muss Haynes einfach lieben: für Gov’t Mule, für Blues und Rock, aber eben auch für seine Exkursion in die Welt des Souls!

 

Reviews: The Hives – Lex Hives

0

Die Meister des Garage Rock sind zurück.

Kaum zu glauben: 12 Jahre sind schon seit VENI VIDI VICIOUS vergangen, immerhin fünf seit THE BLACK AND WHITE ALBUM und die anzugtragenden Schweden wirken fitter als je zuvor. LEX HIVES haut 12 Songs in knapp 32 Minuten raus, an denen kein Gramm Fett zu viel klebt. Explosive Riffs, Bläser, Piano, Electronica, „Yeah!“s, Handclaps, alles streng zielführend und minimal dosiert: Los geht es mit einem Haufen zeitloser High-Speed-Rocker, für Abwechslung sorgen dann comichaft übersteigerte Glam-Stadion-Stampfer wie‚ ›I Want More‹, Bubblegum-Pop à la ›Wait A Minute‹. Klar ist hier nicht jeder Song ein Hit, aber als Entertainer sind und bleiben The Hives ungeschla- gen. Welcome back!

 

Reviews: Hot Water Music – Exister

0

Steile Karriere ohne Singles.

Zu Beginn ihrer Karriere waren die Jungs aus Florida nur Insidern ein Begriff. Egal, ob man den Stil von HWM nun als Hardcore oder Punk definieren mag, ihre mittlerweile ausverkauften Hallen verdanken die Florida- Boys grundsoliden Alben, die auch ohne Single-Chart-Erfolge die Fans begeistern. In diese Riege reiht sich nahtlos EXISTER ein. In bewährter Manier singt sich Chuck Ragan mit seiner unverkennbar kehligen Stimme durch die dreizehn Songs, aus denen mit ›Drag My Body‹ und ›Mainline‹ auch zwei potenzielle Singles herausstechen. Der hochklassige Rest besticht durch das gewohnte Songwriting von Ragan & Co., das immer ein wenig an „Lagerfeuerromantik meets tiefer geschnallte E-Gitarre“ erinnert. Das größte Plus von dürfte aber die Abwechslung im Songwriting sein, die bisher auf keiner HWM Veröffentlichung so deutlich zu hören war.

 

Reviews: Headspace – I Am Anonymous

0

Prog Rock mit namhaften Musikern aber fehlendem Profil.

Die Namen verraten bereits, aus welcher Quelle Headspace ihren Sound speisen: Keyboarder Adam Wakeman ist Sohn von Rick Wakeman (Yes), Sänger Damian Wilson sang früher bei Threshold und Bassist Lee Pomeroy spielte schon mit Steve Hackett (Genesis). Dass aus die- ser Konstellation kein Punk entspringen konnte, ist logisch. Nein, diese Band widmet sich (fast) folgerichtig einem relativ hart gespielten Prog Rock, der natürlich an klassische Vorlagen wie Yes, Marillion, Camel und Threshold erinnert, gleichzeitig aber ebenso die stoische Metal- Monotonie von Psychotic Waltz besitzt und so manche technische Feinheit von Dream Theater auftauchen lässt. Allerdings hat I AM ANONYMOUS auch eine offenkundige Schwäche: Wirklich Neues entdeckt man hier nicht, und besonders eigenständig sind die acht Songs auch nicht unbedingt. Es bleibt also ein Lob für die technische Umsetzung, verbunden mit der Hoffnung, dass in Zukunft mehr Profil entsteht.

 

Reviews: Hawkind – Onward

0

Demonstrieren sämtliche Facetten ihres umfangreichen musikalischen Vokabulars.

Hawkwind gelten seit Jahren als Begründer des Psychedelic Rock, existieren seit über vier Jahrzehnten, können in dieser Zeit inklusive DVDs und Compilations auf nahezu 50 Veröffentlichungen zurückblicken beeindruckend. ONWARD nennt sich das 25. Studioalbum im Doppeldeckerformat und die Band um den 71-jährigen Sänger, Gitarristen und einzig übrig gebliebenen Original-Mitglied Dave Brock demonstriert darauf auf inspirierte Weise sämtliche Facetten ihres umfangreichen musikalischen Vokabulars. ONWARD startet mit den treibenden, mit jugendlichem Drive ausgestatteten Hard Rockern ›Seasons‹ und ›The Hills Have Ears‹ und geht über in die folkige Ballade ›Mindcut‹, die an Pink Floyd erinnert. Die kraftvollen Neueinspielungen von ›Death Trap‹ vom 79-er Werk PXR5 und ›Green Finned Demon‹ von NIGHT OF THE HAWKS überzeugen restlos. Wie auch das atmosphärische Instrumental ›Southern Cross‹, das trip-hopige ›The Drive By‹ oder das spacige ›The Mystery Track‹. Hawkwind wären nicht Hawkwind, wenn sie nicht permanent elektronische Spielereien, futuristisch anmutende Elemente, abgefahrene Roboter-Stimmen und schräge Klangcollagen einstreuen würden. Synthesizer und Theremin sind unverzichtbare Werkzeuge. Brock und seine Mannen experimentieren immer noch gerne, wenngleich heutzutage in klarere Bahnen gelenkt. Während die erste CD fast durchweg gefallen kann, fällt CD zwei durch streckenweise etwas belangloses, vermutlich auf Improvisationen basierendes Material ab. Dennoch ein hochinteressantes Ding.

 

Reviews: Hardline – Danger Zone

0

Gefährlich wie ein Welpe.

„Highway to the danger zone…“, sang Kenny Loggins 1986, während Tom Cruise einen Jet durch das Patriotismus- Flickwerk „Top Gun“ steuerte. In derart luftige Höhen konnten Hardline ihre Passagiere seit DOUBLE ECLIPSE (1991) nicht mehr versetzen. Dafür, dass sie auf DANGER ZONE zumindest einige Male den Boden verlassen, zeichnet ein neuer Co-Pilot verantwortlich: Alessandro del Vecchio (Eden’s Curse) stand Sänger/ Gründer Johnny Gioeli als Mitkomponist, Keyboarder, Hintergrundstimme und Produzent zur Seite. Gemeinsam schufen die beiden Melodic Rock in Reinkultur: Glanzlichter wie ›Fever Dreams‹, ›10.000 Reasons‹, ›Show Me Your Love‹ und das Titelstück animieren zum Durchtreten des Gaspedals, angefunkte Grooves in ›I Don’t Wanna Break Away‹ zum Popowackeln. In Gänze dringt Hardlines Viertes allerdings nicht in den AOR-Himmel vor: Zum einen präsentiert sich die DANGER ZONE aufgrund des selbst für Genreverhältnisse arg poppig-glatten Produktions-Zuckerüberzugs ganz und gar nicht gefährlich. Zum anderen fungiert sie als Hort für Risikoarmut und manch eine Bon-Jovi-C-Seiten-Belanglosigkeit.

 

Reviews: Gun – Break the Silence

0

Gitarrenhymnen galore.

Die Schotten haben sich auf ihre Stärken besonnen, nach dem Abgang von Toby Jebson übernimmt ex-Basser Dante Gizzi den Job am Mikro, und siehe da, der Mann ist ein großartiger Vokalist! Er hat eine Stimme, die einen fast zwingt, mitzusingen. Hinzu kommt, dass BREAK THE SILENCE über eine hohe Songqualität verfügt, jeder Titel ist rund, stimmig und hat dazu einen tollen Refrain. Die Mannen aus Glasgow, die mit dem Cover von Cameos ›Word Up‹ 1994 einen Riesenhit hatten, spielen immer noch Gitarrenrock, der von mittelschnellen Grooves unterfüttert wird. Mal tauchen schmissige Back-Up-Girls auf oder ein Piano hämmert im Hintergrund, wie beim erstklassigen Eröffnungssong ›Butcher Man‹. Eine Spur schneller fällt ›14 Stations‹ aus, noch so eine Nummer, die man sofort mitsummen kann. Nach Hymnen wie ›Bad Things‹ und dem Titelsong ›Break The Silence‹ würden sich viele Bands die Finger lecken. Gun sind fester Bestandteil der schottischen Musikszene, ihr alter Vokalist Mark Rankin ist Cousin von Texas-Sängerin Sharleen Spiteri, ihr früherer Trommler Mark Kerr der Bruder von Simple MindsFrontmann Jim Kerr. Neben Frontmann Dante Gizzi ist Bruder Jools Gizzi als Gitarrist an Bord von Gun. Zusammen mit den anderen ist den Gizzis ein großes, eingängiges und leichtes Album gelungen, ideal für den Sommer 2012.

 

Reviews: Grand Magus – The Hunt

0

Sie bleiben auf Kurs – aber bleibt das auch spannend?

Es ist schon aller Ehren wert, wie sich die Schweden von einer obskuren Stoner-Rock-Band zur vielleicht größten aktuellen Heavy-Metal-Hoffnung gemausert haben. IRON WILL und vor allem der THE HUNT- Vorgänger HAMMER OF THE NORTH demonstrierten hohe Riffkultur und einen ausgesprochen souveränen Umgang mit allen Metal-Klischees schließlich ist der Grenzbereich zwischen Judas Priest und Manowar geradezu vermint mit Machogehabe, hoh- lem Bombast und tausendmal gehörten Textphrasen. Was Grand Magus immer ausge- zeichnet hat, ist ihre Beschränkung aufs Nötigste: drei Mann, denen man die Liebe zum Metal, die Ehrlichkeit und Authentizität in jeder Note anhört. Was aber die einleitend gestellte Frage nicht beantwortet. Was kann THE HUNT? Wer „nochmal das Gleiche“ will, wird dieses Teil lieben, aber ich finde, dass sie die Hymnen von HAMMER OF THE NORTH leider nicht toppen können und nicht mehr mutige Songs wie die grandiose Männerballade ›Son Of The Last Breath‹ aufgenommen haben. Als Headbang-Futter gibt’s zwei Daumen nach oben, das Thema künstlerische Weiterentwicklung ist vertagt.