Reviews: Hawkind – Onward

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Reviews: Hawkind – Onward

Demonstrieren sämtliche Facetten ihres umfangreichen musikalischen Vokabulars.

Hawkwind gelten seit Jahren als Begründer des Psychedelic Rock, existieren seit über vier Jahrzehnten, können in dieser Zeit inklusive DVDs und Compilations auf nahezu 50 Veröffentlichungen zurückblicken beeindruckend. ONWARD nennt sich das 25. Studioalbum im Doppeldeckerformat und die Band um den 71-jährigen Sänger, Gitarristen und einzig übrig gebliebenen Original-Mitglied Dave Brock demonstriert darauf auf inspirierte Weise sämtliche Facetten ihres umfangreichen musikalischen Vokabulars. ONWARD startet mit den treibenden, mit jugendlichem Drive ausgestatteten Hard Rockern ›Seasons‹ und ›The Hills Have Ears‹ und geht über in die folkige Ballade ›Mindcut‹, die an Pink Floyd erinnert. Die kraftvollen Neueinspielungen von ›Death Trap‹ vom 79-er Werk PXR5 und ›Green Finned Demon‹ von NIGHT OF THE HAWKS überzeugen restlos. Wie auch das atmosphärische Instrumental ›Southern Cross‹, das trip-hopige ›The Drive By‹ oder das spacige ›The Mystery Track‹. Hawkwind wären nicht Hawkwind, wenn sie nicht permanent elektronische Spielereien, futuristisch anmutende Elemente, abgefahrene Roboter-Stimmen und schräge Klangcollagen einstreuen würden. Synthesizer und Theremin sind unverzichtbare Werkzeuge. Brock und seine Mannen experimentieren immer noch gerne, wenngleich heutzutage in klarere Bahnen gelenkt. Während die erste CD fast durchweg gefallen kann, fällt CD zwei durch streckenweise etwas belangloses, vermutlich auf Improvisationen basierendes Material ab. Dennoch ein hochinteressantes Ding.

 

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