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Alcatraz – VAMPIRE STATE BUILDING

alcatrazAb in den Knast: kultiges Erstlingswerk aus der Kraut-Rock-Ära.

Obskures, Pittoreskes und Groteskes produziert die noch junge Kraut-Rock-Szene zu Anfang der siebziger Jahre zuhauf – Dekaden später gelten die Ladenhüter von einst auf Plattenbörsen als hochdotierte Sammlerstücke, auf die vor allem das angloamerikanische Ausland gerne ein Auge wirft. Auch das Debütwerk der Hamburger Formation Alcatraz, 1972 auf Philips aufgelegt, geht diesen Weg: VAMPIRE STATE BUILDING, produziert von Jimmy Boyks in Fausts legendärem Studio in Wümme, ziert ein ironisch provokantes Cover, das die mehr oder minder gewollte künstlerische Kompromisslosigkeit von Rüdiger Berghan (Sänger, Pianist), Klaus Holst (Gitarre), Klaus Nagurski (Flöte, Tenorsaxofon), Ronald Wilson (Bass) und Jan Rieck (Schlagzeug) unterstreicht. Alcatraz, eine ehemalige Schülerband, entdecken für sich die Welt der British Jazz Rock Avantgarde und innovative Ensembles wie Soft Machine, Colosseum und Centipede. Sie mischen aber auch schon mal Fragmente von Cannonball Adderly mit Santana, Traffic und Deep Purple, etwa im zehnminütigen instrumentalen Auftakt ›Simple Headphone Mind‹. ›Where The Wild Things Are‹ und der 13 Minuten lange suitenhafte Titelsong setzen einmal mehr auf Freistil. ›Piss Off‹ zum Finale erweist sich in seiner atonalen Ruppigkeit für Free-Jazz-Ungeübte als wahre Folter.

Saxon – THE EMI YEARS (1985-1988)

saxonZweiter Teil der Saxon’schen Werkschau: Unschuld ist keine Entschuldigung.

Na, das geht ja flott: Kaum befindet sich The Carrere Years (1979 – 1984) im Handel, geht die Retrospektive auch schon in die zweite Runde. Nahtlos an Teil eins an schließt die 4-CD-Box THE EMI YEARS 1985 – 1988 mit zahllosen Archivnovitäten und einem kompletten Mitschnitt aus dem Londoner Hammersmith Odeon im Rahmen der Reihe „BBC In Concert“. Wenig spektakulär fällt der Einstieg beim britischen Major EMI aus: INNOCENCE IS NO EXCUSE präsentiert das Quintett aus Yorkshire um Frontmann Biff Byford 1985 unter veränderten Vorzeichen. Deutlich am Kommerz ausgerichtete Kompositionen in typisch bombastischen Achtziger Arrangements wie etwa bei ›Rock’n’Roll Gypsy‹ und ›Broken Heroes‹, eingespielt in den Münchner Union Studios, können es mit Klassikern der Alben Wheels Of Steel, Strong Arm Of The Law und Denim And Leather definitiv nicht aufnehmen. ROCK THE NATIONS ein Jahr später verzeichnet nach dem Abgang von Steve Dawson den Neuzugang Paul Johnson am Bass und zeigt zumindest ansatzweise ein paar kreative Fortschritte. Recht passabel haut der Titelsong auf die Zwölf. Bemerkenswert unorthodox in der Machart gelingen der Muntermacher ›Party Till You Puke‹ und die wirklich bezaubernde Power-Rock-Ballade ›Northern Lady‹ – bei beiden gastiert als Pianist kein geringerer als Sir Elton John. Wagemut in die falsche Richtung beweisen Saxon 1988 mit ihrem neunten Studiowerk DESTINY: Zugekleistert von Steven Lawes-Cliffords pompöser Keyboarddramatik mit aufdringlicher US-Radio-Anbiederung verfehlen Saxon damit einmal mehr das Ziel, sich auf ihre Wurzeln zu besinnen. Im veränderten Line Up mit Schlagzeuger Nigel Durham covert das einstige Flagschiff des New Wave Of British Heavy Metal zum Auftakt ausgerechnet Christopher Cross’ ›Ride Like The Wind‹. Als aalglatte Scorpions-Mimikry erweist sich dann ›For Whom The Bell Tolls‹. Recht rasant in Takt, Anstrich und Ausdruck gelingt hingegen ›Red Alert‹.

INNOCENCE IS NO EXCUSE 4
BBC IN CONCERT 7
ROCK THE NATIONS 6
DESTINY 5

Jimmy Page – LUCIFER RISING AND OTHER SOUND TRACKS

page, jimmyAbracadabra: Jimmy Pages Beschwörungen.

Wenn Jimmy Page nach Led Zeppelins phänomenalem Aufstieg 1970 mal nicht mit den Bandkollegen abhängt und sich auch nicht mit Westküsten-Groupie Pamela Des Barres zwischen den Laken tummelt, dann frönt der Gitarrenvirtuose geheimen Leidenschaften. Pages Hang zu Okkultem beschert ihm eine Esoterikbuchhandlung in London, das einstige schottische Anwesen Boleskine House des britischen Magus Magnum Aleister Crowley und eine zweifelhafte Freundschaft zum amerikanischen Experimentalfilmer Kenneth Anger. Mit Semidokumentarischem wie „Scorpio Rising“ begeistert Anger, der sich für den unehelichen Sohn von Crowley hält, die Avantgarde und schleicht sich ins Inner Sanctum der Rolling Stones. Gilt es doch fähige Musiker zu finden, die Angers diabolische Film-Hommage „Lucifer Rising“ mit Marianne Faithfull, Donald Cammel, Chris Jagger, Bobby Beausoleil und sich selbst in der Hauptrolle vertonen. Mick Jagger nudelt Archaisches auf dem Moog Synthesizer für den Kurzfilm „Invocation Of My Demon Brother“, büchst aber aus, als Anger zu zudringlich wird. Auftritt Jimmy Page, der sogar in den Medien mit schwarzer Magie liebäugelt. Erste experimentelle Klangskulpturen mit Gitarren-Loops und Elektronik entstehen im hauseigenen Studio in London – nicht alle sind für den Aufstieg Satans bestimmt. Doch Jimmy Page verwickelt sich wie zuvor schon Jagger mit Kenneth Anger in einen Disput. Über Jahrzehnte lagern die Aufnahmen, darunter auch jene sechs, die Page für LUCIFER RISING AND OTHER SOUND TRACKS klangtechnisch für drei Verkaufsformate auf seiner Homepage optimiert hat, im Giftschrank. Ambientgeneigte dürften ebenso interessiert zugreifen wie Komplettfanatiker, die von Led Zeps Männern alles besitzen müssen.

Paul Simon – GRACELAND 25TH ANNIVERSARY DELUXE EDITION

simon, paulManche tragen Diamanten auf der Schuhsohle: Paul Simon in Südafrika.

Großes erwächst erst aus der Niederlage: Paul Simons Meilenstein GRACELAND entwickelt sich am Ende einer mehrjährigen Karrieretalsohle. Die kennzeichnet sich in der ersten Hälfte der achtziger Jahre nicht etwa durch ein Kreativtief, sondern schlicht durch die musikalische Übermacht der rebellischen Jugendbewegung Punk, ihrem Ableger New Wave und eine neue Generation, die mit Simons vermeintlichem Hippie-Studenten-Idyll ideologische Schwierigkeiten hat. Rund 14 Millionen Einheiten verkauft das zum überwiegenden Teil in Südafrika eingespielte Comebackwerk, das Preise zuhauf aberntet und für Konsensstimmung sorgt. Doch Paul Simon erhält für die ohnehin nicht unbedingt neue Fusion aus afrikanischer Folklore und westlichen Popstrukturen – Serge Gainsbourg etwa experimentierte damit auf Couleur Café schon in den sechziger Jahren – nicht nur einhelliges Lob. Für die monatelangen Aufnahmen umgeht er schlicht das seinerzeit von der UNO empfohlene Verhalten in einem Land mit strikter Apartheidpolitik und unterdrückter Demokratie. Von seiner damals nicht ganz astreinen Political Correctness fühlt sich Simon noch heute verfolgt, wie die aktuelle DVD-Dokumentation „Under African Skies“ von Regisseur Joe Berlinger eruiert, die der opulenten 25TH ANNIVERSARY DELUXE EDITION in Hardcoverbox inklusive 80-seitigem Buch, Textheft sowie Poster beiliegt. Doch letztendlich sind es doch Duette wie ›Under African Skies‹ mit Linda Ronstadt, ›Graceland‹ mit den Everly Brothers oder die vom A cappella-Chor Ladysmith Black Mambazo verfeinerten Tracks ›Diamonds On The Sole Of Her Shoes‹ und ›Homeless‹, die sich im kollektiven Gedächtnis gespeichert haben. Aus dem Jahr 1987 stammt der Konzertmitschnitt „Graceland: The African Concert“ im Rufaro Stadium in Harare, Zimbawe, auf zweiter DVD mit den Gästen Miriam Makeba, Hugh Masekela und Ladysmith Black Mambazo.

Rod Stewart – EVERY PICTURE TELLS A STORY

Rod StewartRod Stewarts Opus Magnum als 140g-Vinyl-Ausgabe.

Zwei exquisite Soloalben lagen 1971 schon hinter Rod Stewart, der sich als 26-Jähriger bereits einen Namen als Sänger mit schwarz angehauchter Kratzstimme erspielt hatte. Zum einen in der Jeff Beck Group, vor allem aber in der trinkfesten Nachfolgetruppe der von Steve Marriott verwaisten (Small) Faces. Als sich Stewart – zum ersten Mal auch in der Funktion als Produzent – an die Konzeption seines dritten Solowerks machte, sahen die Vorzeichen zunächst wie gewohnt aus: ein halbes Dutzend handverlesener Coverversionen, darunter Bob Dylans ›To-morrow Is A Long Time‹, Tim Hardins ›Reason To Believe‹, Arthur Crudups ›That’s All Right (Mama)‹ und die Tour de force ›(I Know) I’m Losing You‹ von den Temptations, gekoppelt mit neu-em Material. Vor allem vom Titelsong ›Every Picture Tells A Story‹, ein in Co-Autorenschaft mit Ronnie Wood verfasster Rocker im Duett mit Maggie Bell, sowie von seiner Ballade ›Mandolin Wind‹ versprach sich Stewart viel. Im Studio halfen wie immer die Faces sowie befreundete Musiker aus.

Wieder würden die Kritiker voll des Lobes sein für seine signifikante Stimme, authentische Songauswahl, rustikale Produktion – doch weit kommen würde er damit wohl kaum. Es kam anders als gedacht: Im Gespann mit seinem Kumpel Martin Quinttenton, einem klassisch geschulten Gitarristen, lieferte Stewart auch noch die Fünf-Minuten-Nummer ›Maggie May‹. Nichts Besonderes, dachte er noch, und gab der Plattenfirma sein Okay, den Folk-Rock-Song auf der Single-B-Seite von ›Reason To Believe‹ zu verstecken. Doch gleich mehrere wichtige britische Radio-DJs drehten die Scheibe einfach um, weil ihnen das Mandolinensolo von Lindisfarne-Sänger Ray Jackson so gefiel – wenige Wochen später platzierte sich Stewarts bittersüße Liebesgeschichte um einen jungen Typen und eine wesentlich ältere Frau erst auf Platz eins in England, dann in den USA. Das gleiche Schicksal war auch EVERY PICTURE TELLS A STORY beschieden. Der Rest ist Pop-Geschichte.

My Bloody Valentine – EP’s 1988 1991/ISN’T ANYTHING?/LOVELESS

LOVELESS SONOPRESS_POCKETPAC_6PP_UP1201161.inddExperimentelles zwischen Größenwahn, Meilenstein und Insolvenz.

Bei der irisch-britischen For-mation passt einfach alles – sogar das Eckige ins Runde: Vom genialen Bandnamen nach dem gleichnamigen Kinoklassiker über die sagenumwobene Gründung in Irland mit Umsiedlung nach London bis hin zum mysteriösen Verbleib. Jede Menge Gerüchte und Mutmaßungen – der ideale Stoff für Rock-mythen. Vor allem aber bleibt das zum Teil strapaziöse wie ureigene Klang-konzept aus kontrollierter Verzerrung, verschwommenen Slide-Gitarren-Loops, vereiertem Pitchcontrol, monströsem Digitalhall und überirdischem Sirenengesang haften. Doch ohne Alan McGee, Labelchef von Creation, wäre der Werdegang von My Bloody Valentine – im Guten, wie im Schlechten – sicherlich ganz anders verlaufen. Bei einem Auftritt im Vorprogramm von McGees Band Biff Bang Pow! geraten beide Parteien im sprichwörtlichen wie auch übertragenen Sinne erstmals aneinander. McGee nimmt das Gitarren/Vokal-Doppel Kevin Shields und Bilinda Jane Butcher sowie Bassistin Debbie Googe und Schlagzeuger Colm Ó Cíosóig unter Vertrag. Er finanziert von 1988 an diverse EPs sowie zwei Alben, die im Mittelpunkt einer dreiteiligen Werkschau stehen: EP’s 1988 1991 kompiliert auf zwei Scheiben insgesamt 24 Songs rund um das Triumvirat ›You Made Me Realise‹, ›Glider‹ und ›Tremolo‹, die Single ›Feed Me With Your Kiss‹ sowie rares und unveröffentlichtes Material: Kraut- und Noise-Rock-Experimente in einer auf Rave und Acid House geeichten Ära. Hypnotisches Gitarrengedröhn, manisches Stakkatogetrommel und monotone Mantras in sphärischen Vokaleinsätzen machen ISN’T ANYTHING 1988 zum Manifestversuch, für das die Welt noch nicht Reif scheint. ›Soft As Snow (But Warm Inside)‹ oder ›Several Girls Galore‹ lassen die Kollegen von Jesus And Mary Chain wie artige Chorknaben erscheinen. LOVELESS, in der Neufassung in gleich doppelter Ausfertigung remastert, entwickelt sich mit leicht geglättetem Konzept drei Jahre später mit Ohrwürmern wie ›Soon‹ und ›Only Shallow‹ zum Kultfavoriten. 19 Studios, unzählige Tontechniker, übernächtigte Wochen und Monate, angeblich 250.000 Pfund Pro-duktionskosten sowie Tobsuchtsanfälle McGees aufgrund von Creations drohender Insolvenz verbraucht der Meilenstein – die Verkaufszahlen bleiben aber hinter den Erwartungen zurück. Danach kühlt das Verhältnis zu McGee merklich ab. Derweil entwickelt Kevin Shields kauzige Züge im Stile von Syd Barrett. Seither versuchen My Bloody Valentine, die sich 1997 trennten und zehn Jahre später reformierten, vergeblich einen Nachfolger zu produzieren.

EP’s 1988 1991 6
ISN’T ANYTHING? 8
LOVELESS 10

The Dandy Warhols – DANDY RULE OK/COME DOWN

dandy warholsAndy wird zum Dandy: britischer Indie-Pop aus Portland, Oregon.

Mit cleverem Namen und noisig-vernörgelter Velvet-Underground-Mimikry zünden The Dandy Warhols 1995 die erste Stufe ihre Karriererakete. DANDY RULE OK, auch „White Album“ genannt und noch auf Indie-Label Tim/Kerr Records, hebt auf Anhieb ab. Und oszilliert mit großen Gesten in Spector’scher Wall-Of-Sound-Produktion zwischen Garagen Beat, Shoegaze und Alternativ Rock. Voll Größenwahn eröffnen Chef Courtney Taylor-Taylor und die Seinen mit dem ohrwurmigen ›The Dandy Warhols T.V. Theme Song‹. Überall zischt und blubbert es, wenn majestätisch ›Not Your Bottle‹ ertönt. Als Parodie auf Lou Reed versteht sich ›(Tony, This Song Is Called) Lou Weed‹. ›Genius‹ und ›Nothing (Lifestyle Of A Tortured Artist For Sale)‹ behalten die Velvets, aber auch deren Nachahmer The Jesus And Mary Chain im Blickfeld. Richtig experimentell, als hätte das Quartett aus Portland jahrelang ›Sister Ray‹ und ›Metal Machine Music‹ gelauscht, geht’s auf dem dreiteiligen ›It’s A Fast Driving Rave-Up With The Dandy Warhols‹ in epischer Überlänge zu. Um einiges stringenter lässt sich das Konzept des bei Capitol erschienenen Nachfolgers COME DOWN an: Psychedelic, Sixties Beat und Power Pop fraternisieren nahtlos, um zum Neo-Hippie-Treff ›Be In‹ einzuladen. Mit ›Not If You Were The Last Junkie On Earth‹, ›Every Day Should Be A Holiday‹ und ›Boys Better‹ gelingen eingängige Hits ohne Peinlichkeiten, die hoffen lassen, dass die doch sehr britisch orientierten Dandy Warhols im Heimatland USA eine Pop-Trendwende einleiten könnten. In monotoner Zeitlupe auf Endlosschlaufe zünden schließlich Klangstudien wie ›Whipping Tree‹, ›Green‹ und ›Pete International Airport‹.

DANDY RULE OK 7
COME DOWN 8

Chicken Shack – IMAGINATION LADY

chicken shackIn Triobesetzung: Chicken Shacks 72er-Neuanfang.

Im Sog der zweiten Welle des British Blues Boom setzen die von Gitarrist Stan Webb aus der Taufe gehobenen Chicken Shack zum Jahrzehntsausklang der Swinging Sixties markante Duftnoten. Wie die Kollegen Fleetwood Mac, Ten Years After und John Mayall’s Bluesbreakers lässt sich die nach Jimmy Smiths LP-Klassiker Back At The Chicken Shack benannte Formation von Produzent und Blue-Horizon-Labeleigentümer Mike Vernon betreuen. Mit Sängerin, Pianistin und Komponistin Christine Perfect, die nach ihrer Heirat als Christine McVie zu Fleetwood Mac wechselt, gelingen gar die moderaten Charthits ›I’d Rather Go Blind‹ und ›Tears In The Wind‹. Als 1972 das fünfte Studiowerk IMAGINATION LADY erscheint, schlägt Chefideologe Webb bei Deccas Progressiv-Label Deram ein neues Kapitel auf: In Triobesetzung mit Bassist John Glascock und Schlagzeuger Paul Hancox tendiert das vor allem durch zahllose Festival- und Club-Auftritte populäre Ensemble (wobei Webb seine furiosen Solis dank eines 200 Meter langen Gitarrenkabels inmitten des Publikums abfeuert), zu mehr verzerrtem Hard Rock mit noch immer satten Blues-Anteilen. In ›Crying Won’t Help You Now‹ verarbeitet Stan Webb die vielen Line-Up-Wechsel seit 1965. Tim Hardins Folkode ›If I Were A Carpenter‹ wird zur siebenminütigen Tour de force. Noch ausgiebiger tobt sich das Triumvirat beim elfminütigen Klangexperiment ›Telling Your Fortune‹ aus. Satt auf die Zwölf haut ›Going Down‹ von Don Nix, ein Muntermacher, den sich parallel auch die Jeff Beck Group und Karthago einverleiben. Glanzstück bleibt aber Webbs Selbstverfasstes ›Poor Boy‹, ein Chartrenner in Deutschland, der sich im Bonusteil in der editierten Singleversion findet und bei aktuellen Konzerten der noch immer existenten Chicken Shack stets als Fanfavorit zum Einsatz kommt.