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    Saxon – THE EMI YEARS (1985-1988)

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    Saxon – THE EMI YEARS (1985-1988)

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    saxonZweiter Teil der Saxon’schen Werkschau: Unschuld ist keine Entschuldigung.

    Na, das geht ja flott: Kaum befindet sich The Carrere Years (1979 – 1984) im Handel, geht die Retrospektive auch schon in die zweite Runde. Nahtlos an Teil eins an schließt die 4-CD-Box THE EMI YEARS 1985 – 1988 mit zahllosen Archivnovitäten und einem kompletten Mitschnitt aus dem Londoner Hammersmith Odeon im Rahmen der Reihe „BBC In Concert“. Wenig spektakulär fällt der Einstieg beim britischen Major EMI aus: INNOCENCE IS NO EXCUSE präsentiert das Quintett aus Yorkshire um Frontmann Biff Byford 1985 unter veränderten Vorzeichen. Deutlich am Kommerz ausgerichtete Kompositionen in typisch bombastischen Achtziger Arrangements wie etwa bei ›Rock’n’Roll Gypsy‹ und ›Broken Heroes‹, eingespielt in den Münchner Union Studios, können es mit Klassikern der Alben Wheels Of Steel, Strong Arm Of The Law und Denim And Leather definitiv nicht aufnehmen. ROCK THE NATIONS ein Jahr später verzeichnet nach dem Abgang von Steve Dawson den Neuzugang Paul Johnson am Bass und zeigt zumindest ansatzweise ein paar kreative Fortschritte. Recht passabel haut der Titelsong auf die Zwölf. Bemerkenswert unorthodox in der Machart gelingen der Muntermacher ›Party Till You Puke‹ und die wirklich bezaubernde Power-Rock-Ballade ›Northern Lady‹ – bei beiden gastiert als Pianist kein geringerer als Sir Elton John. Wagemut in die falsche Richtung beweisen Saxon 1988 mit ihrem neunten Studiowerk DESTINY: Zugekleistert von Steven Lawes-Cliffords pompöser Keyboarddramatik mit aufdringlicher US-Radio-Anbiederung verfehlen Saxon damit einmal mehr das Ziel, sich auf ihre Wurzeln zu besinnen. Im veränderten Line Up mit Schlagzeuger Nigel Durham covert das einstige Flagschiff des New Wave Of British Heavy Metal zum Auftakt ausgerechnet Christopher Cross’ ›Ride Like The Wind‹. Als aalglatte Scorpions-Mimikry erweist sich dann ›For Whom The Bell Tolls‹. Recht rasant in Takt, Anstrich und Ausdruck gelingt hingegen ›Red Alert‹.

    INNOCENCE IS NO EXCUSE 4
    BBC IN CONCERT 7
    ROCK THE NATIONS 6
    DESTINY 5

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