Zum Himmel hoch schreiender Gesang, bombastische Refrains fast schon von Queen-Format, erhaben mäandernde Gitarrenlinien, Soli so scharf wie Spiegelscherben, Stakkato-Bassdrum-Dauerbeschuss – und all das ohne je ins Marinierte abzugleiten: Das sind die Markenzeichen von Gamma Ray. Alle vereint sind sie im gut zehnminütigen Power Metal-Parforceritt Armageddon, mit dem die Reise durch ein Vierteljahrhundert Bandgeschichte beginnt. Vertreten sind sämtliche Schaffensphasen von Masterblaster und Ex-Helloween-Mann Kai Hansen. Angefangen beim Debut HEADING FOR TOMORROW über Klassiker-Alben wie POWERPLANT oder TO THE METAL! Die geballte Strahlendosis zusätzlich interessant macht der Umstand, dass sie uns einmal mehr die Vielseitigkeit der Hanseaten vor Augen (und Ohren) führt. Angefangen bei Priest-haft kolossalen Brechern (›Hellbent‹) über Helloween-esque Schönwetter-Jodler (›Land Of The Free‹) bis hin zu düster orientalisch erhabenen, Rainbow-inspirierten Epen (›Dream‹), Prog-Metal-Symphonien (›Heading For Tomorrow‹) und natürlich klassisch trockenen Hochgeschwindigkeitskloppern wie ›Somewhere Out In Space‹. Diese 25 Schmuckstücklein umfassende Sammlung beinhaltet somit alles, was uns am Melodic-Metal-Genre lieb und teuer ist. Allein das Fehlen neuer Songs schmälert den Kaufanreiz für Langzeitfans. Äußerlich kommt das Schmuckkästlein daher als Doppel-CD, 4-Vinyl-Gatefold oder als limitierte Auflage im schicken Leder Style. Und wem das noch nicht reicht: Im Laufe des Jahres folgen alle elf Vorgängeralben mit neuem Booklet und gespickt Bonus Material.
Simeon Soul Charger – A TRICK OF LIGHT
Vier Hippies aus Ohio wollen Rockstars werden. Also ziehen sie vor einigen Jahren – wohin auch sonst – auf einen Bauernhof in Oberbayern. So bizarr dieses Unterfangen scheint, so unglaublich ist das, was diese Voralpen-Aussteiger der besonderen Art auf A TRICK OF LIGHT im Jahr 2014 geschaffen haben. Simeon Soul Charger nahmen alle zehn Stücke im Studio live vor ausgewähltem Publikum auf. Die Stücke zeichnen sich durch eine eigene Mischung aus Storytelling, Psychedelic, Folk, Prog, Stoner und Blues aus. Mal verstörend, mal witzig, mal sphärisch stößt das Unterbewusstsein auf Namen wie The Doors, Frank Zappa, die Rolling Stones und Pink Floyd. Dazu kommen noch eine Portion Jahrmarkt-Spuk sowie Tanz- und -Choreinlagen, die irgendwie befremdlich dem Musical „Hair“ entliehen sein könnten.
Grande Roses – BUILT ON SCHEMES
Mit BUILT ON SCHEMES setzen die Grand Roses ihren – gemessen an seiner Ausgereiftheit noch viel zu unbekannten – Stil-Mix fort. Schmutzige Punk-Attitüde, coole Blues-Elemente, emotionales New-Wave-Pathos und schwedischer Retro-Rock. Die Verschmelzung dieser grundlegenden Bestandteile ist auf dem Nachfolger von DISEASE so weit fortgeschritten, dass man es kaum noch wagen will, von „Mando Diao für Männer“ oder „Rock’n’Roll-The Cure“ zu sprechen. Zu dieser Homogenität kommt auf BUILT ON SCHEMES die mittlerweile ausgereifte Fähigkeit der Grande Roses, überaus eindringliche Hooks zu komponieren. Für die diejenigen, die gegen Hits immun zu sein glauben, haben Göran Messelt Andersson an letzter Stelle noch die erste Single ›Pread The Ashes And Love‹ gesetzt, der man sich unmöglich entziehen kann.
Bitch Queens – KILL YOUR FRIENDS
Klingt förmlich nach viel Schweiß
„Punk’s not dead“ – dieses unerschütterliche Punk-Motto ist selbst bis nach Basel durchgedrungen, denn von dort aus sorgen die Bitch Queens seit einigen Jahren für Tobsuchtsanfälle vor der Stereoanlage – und nicht nur dort. Entgegen anderslautender Vermutungen aufgrund des Bandnamens handelt es sich um ein Herrenquartett, und dieses lässt sich von Punk ebenso gerne beeinflussen wie von Rock’n’Roll, Schweinerock und Alternative. Die zwölf amtlich produzierten Songs dürften Fans von The Hellacopters, Social Distortion, Motorjesus oder Hardcore Superstar ansprechen, denn sie sind leicht mitzugrölen, haben ein hohes Energielevel und kommen simpel gespielt direkt auf den Punk(t). So wundert es nicht, dass die Bitch Queens live sehr aktiv sind, denn ihre Kompositionen dürften vor allem auf der Bühne vor einem verschwitzten Mosh- und Circle-Pit ihre volle Wirkung entfalten. Nur den Albumtitel KILL YOUR FRIENDS sollte man beim ekstatischen Herumtoben besser nicht zu ernst nehmen, sonst bleiben den Schweizern bald keine Hörer mehr!
Geezer Butler wegen Barschlägerei festgenommen
Der Black Sabbath-Bassist musste eine Nacht im Gefängnis verbringen, nachdem er im kalifornischen Death Valley in eine Rauferei verwickelt war.
Geezer Butler hielt sich am vergangenen Mittwoch im Corkscrew Saloon in der Furnace Creek Ranch in Kalifornien auf, als eine Schlägerei ausbrach, bei der ein Fenster zu Bruch ging. Daraufhin wurde die Polizei verständigt und der 65-Jährige festgenommen, da er in die Auseinandersetzung verwickelt war. Butler musste die Nacht hinter Gittern verbringen.
„Butler wurde wegen tätlichen Übergriffs, öffentlicher Alkoholisierung und Vandalismus verhaftet“, erklärte das lokale Sheriffsbüro, er „wurde in das Inyo County Jail gebracht und nach der Ausnüchterung und Zeugenbefragung entlassen“.
Bisher gibt es kein Statement von Butler oder Black Sabbath. Die Band will in diesem Jahr ihr finales Album veröffentlichen und auf Abschiedstour gehen.
Seht hier den Trailer zum neuen Konzertfilm
AEROSMITH ROCKS DONINGTON 2014 zeigt den Auftritt der Gruppe beim Download Festival in England – und feiert demnächst in US-Kinos Premiere.
Steven Tyler, Joe Perry, Joey Kramer, Tom Hamilton und Brad Whitford werden im Rahmen eines großen Kinoevents in den USA am 26. Februar auf der großen Leinwand zu erleben sein. Dann läuft der neue Konzertfilm AEROSMITH ROCKS DONINGTON 2014, der die Show der Band vom 15. Juni im Donington Park zeigt.
›Livin‘ On The Edge‹, ›Last Child‹, ›Walk This Way‹ und viele weitere Klassiker waren Teil des Auftritts, der insgesamt 19 Songs umfasste. Bleibt zu hoffen, dass der Film auch den Weg in deutsche Kinos findet oder auf DVD erscheint.
Seht hier den offiziellen Trailer zu AEROSMITH ROCKS DONINGTON:
Dank Tom Morello nicht mehr der ewig Neue
Nils Lofgren ist froh über den jüngsten Neuzugang in Bruce Springsteens E Street Band – und lobt dessen Improvisationstalent.
Nils Lofgren freut sich darüber, den Ruf des ewig Neuen in Bruce Springsteens Begleitband abgelegt zu haben. Dies verriet er gegenüber Something Else: „Ich habe angefangen, das Ganze mit Humor zu nehmen. Dieses ganze Neuling-Ding ließ mit TUNNEL OF LOVE nach, weil wir 155 Shows gespielt haben.“ Ganz abgeschüttelt habe er den Ruf des Neulings aber nie, seit er sich 1984 Springsteen angeschlossen hat. Bis jetzt: Denn mit Tom Morello hat die E Street Band kürzlich Zuwachs bekommen.
Der Rage Against The Machine-Gitarrist unterstützt Springsteen nun seit der WRECKING BALL-Tour 2012. Und das ist nicht immer einfach. Denn Springsteen ändere immer wieder spontan die Setlist und erfülle Publikumswünsche, so Lofgren. Er gebe dann auch Stücke zum Besten, die sie noch nie gespielt hätten.
Einmal habe Morello während eines Konzerts zu ihm gesagt: „Hey, das ist der erste Song, den ich in einer Stunde und 20 Minuten erkannt habe.“ Morello habe sich aber immer gut aus der Affäre gezogen.
Konzerte in Deutschland angekündigt
Paul Weller schaut im April hierzulande vorbei. Er wird in Köln, Berlin, Hamburg und Münster auf der Bühne stehen.
Im Frühjahr soll Paul Wellers nächstes Album SATURNS PATTERN rauskommen, mit neun Songs darauf. Für April hat sich die Mod-Ikone nun für mehrere Auftritte in Deutschland angekündigt. Vielleicht gibt es da ja die Chance, die neuen Stücke gleich mal live zu hören. Tickets für die Shows sind ab dem 29. Januar erhältlich. Außerdem wird Weller im April in den Niederlanden und Frankreich spielen.
Die Tourdaten für Deutschland seht ihr hier:
13.04. Köln, Gloria
15.04. Berlin, Admiralspalast
16.04. Hamburg, Docks
17.04. Münster, Jovel Music Hall


