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Video der Woche: Jerry Lee Lewis & Keith Richards ›Whole Lotta Shakin‘ Going on‹ (Live 1983)

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Heute vor einem Jahr verstarb Rock’n’Roll-Urgestein Jerry Lee Lewis mit 87 Jahren. Mit ›Whole Lotta Shakin‘ Going on‹ feierte er Ende der 50er Jahre einen seiner ersten und bis heute größten Erfolge.

Was haben Jerry Lee Lewis und Keith Richards gemeinsam? Nun, zum einen zählen bzw. zählten sie zu den wilden Kerlen der Rockmusik – den Bad Boys -, die neben ihrer großartigen Musik vor allem durch Skandale und dubiose Frauengeschichten in den Medien landeten. Zum anderen sind /waren sie begnadete Musiker, die stets vollen Einsatz zeigen/zeigten.

In unserem Video der Woche performen die beiden Rock-Urgesteine gemeinsam leidenschaftlich einen von Lewis‘ größten Hits: ›Whole Lotta Shakin‘ Going on‹. Im Original stammt der Song übrigens von der R&B-Sängerin Big Maybelle, die ihn 1955 veröffentlichte. Zu einem weltweiten Superhit machte ihn jedoch erst Jerry Lee Lewis‘ Version aus dem Jahr 1957.

50 Jahre AC/DC: Rick Nielsen über HIGHWAY TO HELL

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2023 feiern wir 50 Jahre AC/DC. Und die Stars feiern mit! Musiker und Kollegen der australischen Legenden erzählen von ihren Lieblings Accadacca-Platten:

›Highway To Hell‹ ist die ultimative „Auf geht’s Jungs“-Hymne! Cheap-Trick-Gitarrist Rick Nielsen erzählt, wie er mit AC/DC auf Lieder von Chuck Berry jammte und Bon Scott auf mexikanisches Essen brachte.

Der Typ, der bei Atlantic für AC/DC zuständig war, war der Bruder von dem Mann, der sich bei Epic um uns kümmerte, und so hörte ich erstmals von ihnen. Wir wurden wohl etwa zur selben Zeit groß, 1975, 1976. Ich hört ihre frühen Platten und mochte sie sofort. HIGHWAY TO HELL fühlte sich wie der Versuch an, den großen Durchbruch zu schaffen. Und der Song ›Highway To Hell‹ selbst ist die perfekte „Auf geht’s, Jungs!“-Hymne. Es ist eine wirklich tolle Platte. Ende der 70er spielten Cheap Trick oft mit AC/DC, und dabei wechselten wir uns immer mal wieder ab – manchmal gaben wir die Headliner, manchmal sie. Sie spielten einfach so gut – die einzige Gruppe, deren Show ich mir jeden Abend ansah. Da gab es nichts Seltsames, sie versuchten nicht, etwas zu sein, was sie nicht waren. Die Gitarren klangen perfekt, der Rhythmus war perfekt, der Gesang war perfekt. Sie waren eine Barband, aber besser als jede Barband, die ich je gesehen hatte. Die ultimative Barband. Angus und Malcolm versuchten nicht, mit ihrer Versiertheit anzugeben, sie verzichteten auf all die Frickeleien, die damals viele Gitarristen brachten. Ich bin kein Magier an der Gitarre, und das sind sie auch nicht. Außerdem ist Phil Rudd der perfekte Schlagzeuger. Am 4. Juli 1979 spielten wir mit AC/DC in Illinois vor vielleicht 40.000 Menschen. Am nächsten Tag fuhr ich Angus und Malcolm zu diesem großen Haus von 1854, das ich mir in Rockford, Illinois gekauft hatte, einfach weil ich es liebe, Dinge zu entwerfen und zu renovieren.

Sie konnten es nicht fassen. Sie hatten mich immer nur auf der Bühne Gitarre spielen sehen, und nun führte ich sie durch dieses Haus, das ich auf Vordermann brachte. Jedes Mal, wenn ich ihnen danach begegnete, sagten sie: „Hey Rick, wohnst du immer noch in Rockford?“ Ich habe AC/DC nie mit anderen jammen gesehen, doch einmal [am 7. Juli 1979 in der Sioux Falls Arena in Sioux Falls, South Dakota] kamen sie zu uns auf die Bühne, um ›Johnny B. Goode‹ zu spielen. Ich weiß nicht mehr genau, wie es dazu kam, aber ich gab Angus eine Gitarre und Bon und Robin [Zander, Sänger von Cheap Trick] sangen abwechselnd. Bon war ein Pirat. Er hatte das Zähnefletschen, die Attitude, das Aussehen eines harten Kerls, aber auch dieses Augenzwinkern. Er erinnerte mich an Alex Harvey. Das war wohl ein schottisches Ding. Sie waren die Art von Typen, die man freitagabends am Hafen trinken und sich prügeln sah. Ich brachte Bon auf mexikanisches Essen. Er hatte es noch nie probiert, und ich weiß noch, dass er Tacos und Scotch bestellte. An dem Tag als Bon starb, gab es ein Feuer in dem Haus, das ich gekauft und Angus und Malcolm gezeigt hatte. Das Haus brannte vollständig ab, aber Bon war für mich ein schlimmerer Verlust als das Gebäude. Vor ein paar Jahren flog ich dann nach Nashville, um sie zu sehen. Da standen all diese Country-Musiker rum, die sie treffen wollten, aber sie wollten niemanden backstage haben. Doch uns kannten sie und gaben uns Pässe. Als Angus und Malcolm dann hereinkamen, sagten sie: „Hey Rick, wohnst du immer noch in Rockford?“ Ich liebe diese Typen.

Neuheiten: Ab heute im Plattenladen

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Freitags schneien die Neuerscheinungen der Woche in die Plattenläden. In den Regalen stehen ab heute die neuen Alben der Dawn Brothers, von Dokken, Doro und The Gaslight Anthem.

Dawn Brothers: ALPINE GOLD

„„I’m a singer on a lonely mountaintop“, singt Bas Van Holt in dem Song, der sich fix in den Ohren einnistet. Da ist man dann wieder an dem Sehnsuchtsort, der diese Platte so besonders macht. Wir reisen gerne mit.“

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The Gaslight Anthem: HISTORY BOOKS

„Ein bisschen ist es mit diesen Liedern, als würde man einen alten Freund treffen, den man länger nicht gesehen hat. Aber weiß man ja, dass sowas keiner besser hinkriegt als Brian Fallon.“

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Doro: CONQUERESS – FOREVER STRONG AND PROUD

„Kompositorisch gibt es auch diesmal keinerlei Füller, sondern 100 Prozent Doro, wie man sie kennt und liebt. Leider ist neben dem sympathisch bis ulkig ausgefallenen Photoshop-Coverartwork in Teilen die Produktion der Scheibe ein Härchen in der Metal-Suppe.“

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Dokken: HEAVEN COMES DOWN

„Don Dokken, trotz oder gerade wegen seiner 70 Jahre, kann es noch immer. Anders als viele seiner Kollegen, hat es die Sunset-Strip-Legende geschafft, gut zu altern. Auf HEAVEN COMES DOWN gibt es keinen einzigen „Cringe-Moment“, dafür jedoch großartige Refrains, Hooks, Melodien, Gitarrenarbeit und subtil irisierendes, jedoch absolut gegenwartstaugliches 80er-Flair:“

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Dawn Brothers: ALPINE GOLD

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In the Dutch Mountain

Es ist das sechste Album seit 2017, an dem die Band aus Rotterdam entweder alleine oder zusammen mit DeWolff beteiligt ist. Und in ›Lucky‹ geht’s gleich zur Sache. Es ist schwungvoll, sehr eingängig, ein an ›Pretty Woman‹ angelehntes Riff tut sein Übriges. Im Titelsong steckt Bergwelt-Schwärmerei, vom Flachland aus betrachtet. Man nimmt die Alpen als Ort der Verzauberung wahr, wenn Elemente aus Psychedelia, Spaghetti-Western und Dub-Reggae durchklingen. In ›Sheryl Crow‹ steckt genau das, was der Titel verspricht: Der Song hört sich echt wie ›All I Wanna Do‹ an, Eddie Vedder wird eben- falls im Text erwähnt, die Neigung zum Rock der 90er ist unverkennbar. Es geht aber auch oft genug in Richtungen, die man von den Dawn Brothers kennt. Der Soul der 60er ist in ›Dancing All Over The World‹ präsent, die Ballade ›It’s So Easy‹ wird Freunden von The Band gefallen, mit Whippoorwill‹ schwenkt man zum Southern Rock. „I’m a singer on a lonely mountaintop“, singt Bas Van Holt in dem Song, der sich fix in den Ohren einnistet. Da ist man dann wieder an dem Sehnsuchtsort, der diese Platte so besonders macht. Wir reisen gerne mit.

8 von 10 Punkten

Dawn Brothers
ALPINE GOLD
EXCELSIOR RECORDINGS/BERTUS

Doro: CONQUERESS – FOREVER STRONG AND PROUD

Metal-Bollwerk mit Manko

Schon mit ihrer letzten LP FOREVER WARRIORS/FOREVER UNITED (2018) hat uns die
Düsseldorfer Metal-Queen ein wahres Bollwerk an wahrem Material kredenzt. Genau in diese Kerbe schlägt fünf Jahre später auch CONQUERESS – FOREVER STRONG AND PROUD. Stark, stolz und fleißig zeigt sie sich, denn ordentliche 14 Songs in der regulären und ganze 20 in der Deluxe-Version sind in der heutigen Zeit eine absolute Ausnahmeerscheinung. Und Kompositorisch gibt es auch diesmal keinerlei Füller, sondern 100 Prozent Doro, wie man sie kennt und liebt. Leider ist neben dem sympathisch bis ulkig ausgefallenen Photoshop-Coverartwork in Teilen die Produktion der Scheibe ein Härchen in der Metal-Suppe. Anno 2023 muss ein Album definitiv nicht mehr so klingen wie CONQUERESS – FOREVER STRONG AND PROUD. Egal ob man Peschs einzigartige Stimme oder Johnny Dees knackige Drums als Beispiel nimmt – alles klingt etwas lieblos in Szene gesetzt und wird der Performance und den Tracks nicht gerecht. Darüber hinweg helfen einem als „Trostpflaster“ die tollen Gastbeiträge von Rob Halford oder Sammy Amara (Broilers).

7 von 10 Punkten

Doro
CONQUERESS – FOREVER STRONG AND PROUD
NUCLEAR BLAST/ROUGH TRADE

The Gaslight Anthem: HISTORY BOOKS

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Die Jersey-Rocker setzen auf alte Stärken – und kriegen einen wieder

Es gab eine Zeit, da lieferten The Gaslight Anthem die großen Magazin-Geschichten: Die neuen harten Jungs aus New Jersey – Sänger Brian Fallon als Punkrock-Springsteen mit tätowierten Armen. Mit THE ’59 SOUND und AMERICAN SLANG brachten die Amerikaner um 2010 ihre besten, dringlichsten Platten raus, ab da wurde es ruhiger, und schließlich waren sie weg. Fallon machte okaye Soloalben, wurde derweil nach Gaslight Anthem gefragt. Nach neun Jahren jetzt also das Comeback. Und schnell merkt man: HISTORY BOOKS soll an die großen Zeiten anschließen, die gefühlt etwas belanglosen letzten Werke vor der Trennung quasi umkurven. ›Spider Bites‹ und ›History Books‹ (ein Duett mit Hero Springsteen) kommen gleich mal mit charakteristisch treibendem Beat und hymnischen Refrains daher. In den Texten: ein gewisser Fatalismus dem Leben gegenüber, und Nostalgie – ja schon immer eines der zentralen Motive der Band, auch als Folie gegen eine als frustrierend wahrgenommene Gegenwart. Gerade im Titelstück geht es aber auch darum, Vergangenes abzuschütteln: „You just remind me of the nights of smoke and dirty jokes, darkened rooms with lonely ghosts/They were beautiful some time ago, but time keeps rollin’ us on.“ Die romantischen Americana-Balladen gibt es freilich auch, ›The Weatherman‹ zum Beispiel, oder am Ende das von depressiven Zuständen erzählende, dabei unendlich wehmütige ›A Lifetime Of Preludes‹ („And of course I wish I smiled more/But if I could help myself, I wouldn’t be here stretched out on the floor“). Ein bisschen ist es mit diesen Liedern, als würde man einen alten Freund treffen, den man länger nicht gesehen hat. Aber weiß man ja, dass sowas keiner besser hinkriegt als Brian Fallon.

8 von 10 Punkten

The Gaslight Anthem
HISTORY BOOKS
RICH MAHOGANY/SPV

Dokken: HEAVEN COMES DOWN

Don Dokken kann’s noch!

Lange mussten Fans auf ein neues Album warten, THE LOST SONGS von 2020 – eine Sammlung vergessen geglaubter Aufnahmen aus den 70er Jahren – waren immerhin ein kleiner Trost, doch nun endlich steht HEAVEN COMES DOWN in den Startlöchern und man kann durchatmen: Don Dokken, trotz oder gerade wegen seiner 70 Jahre, kann es noch immer. Anders als viele seiner Kollegen, hat es die Sunset-Strip-Legende geschafft, gut zu altern. Auf HEAVEN COMES DOWN gibt es keinen einzigen „Cringe-Moment“, dafür jedoch großartige Refrains, Hooks, Melodien, Gitarrenarbeit und subtil irisierendes, jedoch absolut gegenwartstaugliches 80er-Flair. Großartig gleich der Opener ›Fugitive‹ mit eingängigem Refrain, gefolgt vom ähnlich funktionierenden ›Gypsy‹. ›Is It Me Or You?‹ lebt vom bärenstarken Strophenriff mit leichtem Southern-Vibe, der Chorus der Midtempo-Nummer ›Just Like A Rose‹ zerstäubt zauberhafte 80s-Atmosphäre, mit dem feinen Unterscheidungsmerkmal, dass der Text komplett ohne plumpe Klischees auskommt. Im abschließenden Country-Akustik-Track ›Santa Fe‹ verpoetisiert Don die Geschichte seines Umzugs von L.A. in seine neue Heimat in New Mexico. Der Sänger selbst ist richtig gut bei Stimme, verkehrt in für ihn angenehmen Tonlagen und verleiht den Songs trotzdem seinen unverkennbaren Dokken-Stempel.

8 von 10 Punkten

Dokken

HEAVEN COMES DOWN

SILVER LINING MUSIC

The Rolling Stones: Live-Video von ›Sweet Sounds Of Heaven‹ feat. Lady Gaga

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Am 19.10. feierten die Rolling Stones den Release ihres neuen Albums HACKNEY DIAMONDS in New York zusammen mit 500 geladenen Gästen. Den offiziellen Videomitschnitt ihrer fulminanten Performance von ›Sweet Sounds Of Heaven‹ feat. Lady Gaga gibt es jetzt zu sehen.

Jetzt unser brandneues Interview mit den Rolling Stones über HACKNEY DIAMONDS in der aktuellen Ausgabe von CLASSIC ROCK lesen. Hier versandkostenfrei bestellen: CLASSIC ROCK #124!