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Neuerscheinungen: Ab heute im Plattenladen

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brian fallon painkillers kleinJuhu, heute stehen wieder frische Platten in den Regalen. Hier sind die Neuheiten der Woche.

Etwas ruhiger als mit The Gaslight Anthem, dafür umso melodischer – Brian Fallon hat’s auch solo drauf. Zum Beweis gibt’s hier das Video zu ›Nobody Wins‹:

Hier findet ihr die Review zu PAINKILLERS…

Eingängig und modern präsentiert sich Singer/Songwriter Pete Yorn auf seinem neuen Werk ARRANGING TIME. Hier ist der Clip zur Single ›Lost Weekend‹:

Hier findet ihr die Review zu ARRANGING TIME…

Das erwartet euch mit PALOMINO, dem zweiten Album der Treetop Flyers:

Hier findet ihr die Review zu PALOMINO…

Pete Yorn – ARRANGING TIME

pete yornAlte Stärken, neue Perspektiven.

Sechs Jahre nach seinem letzten Soloalbum fühlt sich die sechste LP von Pete Yorn ein wenig wie ein Neuanfang an. Gemeinsam mit Produzent R. Walt Vincent, mit dem er zu Beginn des Jahrtausends sein brillantes Debüt MUSICFORTHEMORNINGAFTER und auch den Nachfolger DAY I FORGOT produziert hat, kehrt der Singer/Songwriter aus New Jersey hier zu alten Methoden zurück, ohne sich klanglich an der Vergangenheit festzuklammern. Seine bisweilen grüblerischen Gedanken zum Älter- und Erwachsenwerden – Yorn ist inzwischen über 40 und Familienvater – unterlegt er mit einem langsamen elektronischen Puls und einem wohlüberlegt glatten Sound, der den optimistischen Roots-Rock seiner Frühwerke nur noch selten streift. Überhaupt war es Yorn dieses Mal offensichtlich wichtiger, eine warmtönige Grundstimmung voller Melancholie zu erzeugen, anstatt einzelne Songs in den Mittelpunkt zu stellen: Das reife Werk eines Mannes, der in den letzten 15 Jahren so manchen Tiefschlag einstecken musste, sich letztlich aber glücklich schätzt, lange genug durchgehalten zu haben, um davon erzählen zu können.

Pete Yorn
ARRANGING TIME
CAPITOL/UNIVERSAL
6/10

Treetop Flyers – PALOMINO

treetop flyersDas zweite Album der Briten: Soft-Rock der schönsten Sorte, etwas düsterer eingefärbt.

›Universal Acclaim‹ ist genau das, was die Kritiker den Treetop Flyers 2013 für ihr Debüt THE MOUNTAIN MOVES zukommen ließen – grenzenloser Beifall. Seitdem ist einige Zeit vergangen, die Gruppe ist dennoch ein Geheimtipp geblieben und musste sich mit persönlichen Schicksalsschlägen auseinandersetzen: ›Str. Andrews Cross‹ ist dem verstorbenen Vater von Sänger Raid Morrison gewidmet, in ›31 Years‹ wird eines engen Freundes der Bands gedacht. Inhaltlich mitunter starker Tobak, musikalisch federt die Gruppe die Melancholie aber gekonnt ab. Im Großen und Ganzen ist das hier immer noch sehr versierter 70s-Rock, aber mit ein paar sinnvollen Ergänzungen: ›It’s A Shame‹ ist letztlich ein Soul-Stück mit großartigen Harmonien, bei ›Dance Through The Night‹ muss man unweigerlich an The Doors denken. Und ›Lady Luck‹ ist dieser eine unsterbliche Song, der unterstreicht, dass die Band momentan zu den Fähigsten zählt.

Treetop Flyers
PALOMINO
GROOVE ATTACK
8/10

Brian Fallon – PAINKILLERS

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brian fallon painkillers kleinEin bisschen Folk gefällig?

The Gaslight Anthem, Brian Fallons Hauptband, machen gerade eine wohlverdiente Pause. Doch zu langes Aus­ruhen ist nicht Fallons Ding. Er kann nicht ohne Musik, überlegte schon, ein weiteres Album mit einer seiner anderen Kombos (The Horrible Crowes, Molly & The Zombie) aufzunehmen. Doch irgendwie wollten seine Kompositionen nicht so recht zu diesen passen. Eine Freundin riet ihm schließlich zur einer Soloplatte, ohne Kompromisse, zu 100 Prozent Brian Fallon. Erst war der schüchterne Künstler skeptisch, schließlich ist ein Abum unter dem eigenen Namen eine sehr persönliche Sache. Letztendlich hat sich der 36-Jährige aber doch dazu durchgerungen. Zum Glück, denn PAINKILLERS besteht aus zwölf wunderschönen Songs und zeigt Fallon in der kompositorischen Form seines Lebens. Natürlich erinnern viele der Stücke ein wenig an seine Hauptband. Wen wundert’s? Schließlich ist Fallon einer der Hauptsongwriter bei Gaslight Anthem. Seine Solo-Stücke sind aber durchweg ein wenig ruhiger und spartanischer ausgefallen. Hier folgt er noch mehr seinen großen Folk-Rock-Helden wie Tom Petty und natürlich Bruce Springsteen. Schon der Opener ›A Wonderful Life‹ schreit nach dem Boss, ›Among Other Foolish Things‹ würde Petty gut zu Gesicht stehen und das Picking von ›Steve McQueen‹ erinnert an John Mellencamp. Ein wunderschönes Solo-Debüt, durch und durch.

Brian Fallon
PAINKILLERS
Island/Universal
8/10

Sixx: A.M.: Seht hier das neue Lyric-Video zu ›Rise‹

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SixxAM_2_-_credit_Dustin_Jack (1)Sixx: A.M., die Band um Ex-Mötley-Crüe-Bassist Nikki Sixx, haben ein imposantes Lyric-Video zu ihrer aktuellen Single ›Rise‹ veröffentlicht.

Der Song, der jetzt mit einem düster eindrucksvollen Lyric-Video visualisiert wurde, stammt aus dem mittlerweile vierten Studioalbum von Sixx: A.M. PRAYERS FOR THE DAMNED VOL. 1. Dieses ist nur der erste Teil eines von Sixx, James Michael und DJ Ashba (Ex-Guns N‘ Roses) geplanten Doppelalbums und wird am 29. April erscheinen.

Seht hier das brandneue Lyric-Video zu ›Rise‹:

Iggy Pop: Hört POST POP DEPRESSION vorab in voller Länge

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Iggy Pop Josh HommeIn einer Woche erscheint die neue Iggy-Pop-Platte – ein Gemeinschaftswerk mit Josh Homme. Wir haben das komplette Album schon jetzt für euch.

Im vergangenen Jahr haben Iggy Pop und Josh Homme von den Queens Of The Stone Age im Geheimen das Album POST POP DEPRESSION aufgenommen. Eigentlich erscheint das Werk erst am 18. März, als Stream ist es aber nun vorab zugänglich.

Homme sagte kürzlich, das Zeil sei es gewesen, „dahin zu gehen, wo noch keiner von uns zuvor je gewesen ist“. Pop erklärte, er habe mit POST POP DEPRESSION seine Komfortzone verlassen und sich neuen Herausforderungen stellen wollen.

Zueltzt gab es bereits die neuen Stücke ›Break Into Your Heart‹ und ›Sunday‹ zu hören.

Hier hört ihr das neue Iggy-Pop-Album POST POP DEPRESSION schon vor Erscheinen:

AC/DC: Johnsons Hörschaden stammt nicht von lauter Musik

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ac dc brian johnsonBereits vor zwei Jahren verriet Brian Johnson, Sänger von AC/DC, dass er unter einem geplatzten Trommelfell und einem daraus folgenden Tinnitus leide. Die Ursache dafür ist allerdings überraschend.

Am vergangenen Dienstag gaben AC/DC auf ihrer Website unerwartet die Verschiebung einiger Tourtermine in Nordamerika bekannt. Der Grund hierfür sei ein drohender „totaler Hörverlust“ von Sänger Brian Johnson.

Derartige Probleme hat Johnson allerdings schon seit geraumer Zeit. Wie er bereits im November 2014 in einem Interview mit Rock-Radio-Ikone Howard Stern mitteilte, sei nicht die tägliche Dosis an lauter youngscher Gitarrenmusik oder Salut schießende Kanonen bei ›For Those About To Rock (We Salute You)‹ die Ursache. Schuld sei eine andere Leidenschaft von Brian Johnson: sein Hobby als Rennfahrer.

„Ich leide unter Gehörverlust in meinem linken Ohr. Ich bekam ihn aber nicht von der Musik. Das kam bei mir, weil ich zu lange in einem Rennwagen saß, ohne meine Ohrenstöpsel unter dem Helm einzusetzen. Ich konnte hören, wie mein Trommelfell platzte. […] Mein Wagen fiel aus, weil mir schwindelig wurde. Ich nahm den Helm ab und da floss Blut aus meinem Ohr. Die Musik hatte damit nichts zu tun. Viel höre ich nicht mehr auf dem Ohr. Es ist wie eine Art Tinnitus.“

Seht hier einen Spot für Johnsons eigene Auto-TV-Show:

Tonight on Quest at 9pm- Cars That Rock #CarsThatRock

Posted by Brian Johnson Racing on Donnerstag, 16. April 2015

Hört hier das Interview in voller Länge:

Bei 23:16 beginnt Stern mit dem Thema Gehörschäden.

In ihrem Statement, ließen AC/DC wissen, dass der Einsatz eines Gastsängers bei den Nachholterminen möglich sei. Wer das sein könnte, ist noch nicht bekannt. Ebenso gibt es noch keine Aussage darüber, ob die beiden anstehenden Shows in Hamburg und Leipzig von der Problematik betroffen sind.

Benjamin von Stuckrad-Barre – Panikherz

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stuckrad barre coverErinnerungen eines Überlebenden.

Der Popstar der deutschen Literatur, er ist zurück. Zumindest als Schriftsteller. In den vergangenen Jahren schrieb Ben­jamin von Stuckrad-­Barre – teils brillan­te – Texte für Magazine und moderierte Fernsehshows. Sein letztes Buch erschien 2010. „Auch Deutsche unter den Opfern“ war eine lose Reportagensammlung, ein splitterhaf­tes Deutschlandbild der späten Nullerjahre. In „Panikherz“ erzählt Stuckrad­-Barre seinen eigenen Werdegang als autobiographischen Roman, es ist sein fast 600 Seiten umfassendes Opus magnum, eine Geschichte von Aufstieg, Fall und Rettung. Wobei natürlich nicht alles wirklich so passiert sein muss, klar, „Panikherz“ ist ein literarischer Text, bei aller Ähnlichkeit des Erzähler-­Ichs mit der realen Person. Dieses Erzähler­-Ich jedenfalls flieht aus dem Winter in Deutschland und dem in seiner Seele nach Los Angeles. Im Hotel Chateau Marmont, in der Welt der Mythen und Hollywoodlegenden, dem unwirklichsten Ort der Welt, findet der Protagonist zurück zum Schreiben, über die Realität, sein eige­nes Leben und seine Götter: Udo Lindenberg, Bret Easton Ellis, Helmut Dietl, Jörg Fauser, Charles Bukowski. Ihnen eiferte er seit je nach, da wollte er hin, raus aus seiner protestantischen Ökolandkindheit, rein ins Rockstardasein: „Rausch […] als Protest, als Haltung. Als Art, durchs Leben zu taumeln und nur sehr ausgewählt die permanenten Ernsthaftig­keitsangebote der Umwelt anzunehmen.“ Es folgen Bulimie und Drogensucht – und die Rettung. Nach mehreren Entzügen ist der Held clean. Alles gut also? Diese Frage bleibt am Ende offen. Gibt es ein Leben zwischen Jugend, Rausch und Tod, einen zweiten Akt, und lohnt es sich, darüber zu schrei­ben? „Panikherz“ ist ein Wahnsinnsbuch, die Chronik eines exzessiven Lebens, ein Panorama der Popkultur – schockierend, romantisch, witzig, gegen­wärtig und berührend.

Panikherz
VON BENJAMIN VON STUCKRAD-BARRE
KIEPENHEUER & WITSCH
9/10