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Neuerscheinungen: Ab heute im Plattenladen

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bonamassaAuch heute erscheinen wieder zahlreiche Alben. Hier sind die wichtigsten Neuheiten der Woche.

Von hartem Rock hin zu authentischem Blues – Joe Bonamassa zieht auf seinem neuen Werk BLUES OF DESPERATION alle Facetten. Seht hier das Video zu ›Drive‹:

Hier findet ihr die Review zu BLUES OF DESPERATION…

Danko Jones ist begeistert von Jeff Healeys lange verschollenem Album HEAL MY SOUL:

Hier findet ihr die Review zu HEAL MY SOUL…

Bob Mould mit Stimmen im Kopf – klingt gut. Hier ist der Clip zu ›Voices In My Head‹:

Hier findet ihr die Review zu PATCH THE SKY…

Auch auf ihrem ›Something Original‹ betitelten Song von der neuen Platte BRING ME GOOD NEWS verleugnen Lucer ihre Vorbilder Oasis und die Rolling Stones keineswegs:

Hier findet ihr die Review zu BRING ME GOOD NEWS…

Billy Joel: Frankfurt, Commerzbank-Arena (03.09.2016)

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Ein Klavier, ein Klavier …

Billy Joel-Konzerte in Deutschland sind selten, das letzte fand vor zehn Jahren ebenfalls in Frankfurt statt. Kein Wunder, dass das alte Waldstadion trotz ho­­her Eintrittspreise bis zu 350 Euro beinahe ausverkauft ist, in diesem Jahr der neben London einzige Joel-Auftritt außerhalb der USA. Bereuen wird sein Kommen an diesem lauen Spätsommer-Abend niemand, denn der mittlerweile 67-jährige New Yorker liefert in zweieinhalb Stunden ein mit kleinen Überraschungen gespicktes Greatest Hits-Programm ab, das die komplette Bandbreite des „Piano Man“ zeigt: Der selbsternannte „Entertainer“ witzelt über „diesen anderen Klavierspieler“ und äfft dann Elton Johns ›Your Song‹ nach, er versucht Deutsch zu sprechen, lästert über seine Glatze oder leitet AC/DCs ›Highway To Hell‹ (gesungen von einem Roadie namens Chainsaw!) mit den Worten ein, dies sei „ein heiliger Song“. Durch diese professionell sympathische Art verwandelt Joel das volle Stadion in einen gut besuchten Club, in dem man am Samstagabend gemütlich das Wochenende zelebriert.

Er lässt mehrmals über die Songauswahl ab­­stimmen (leider verliert ›Say Goodbye To Hollywood‹ gegen ›The Longest Time‹) und ist sich nicht zu schade, den Mitgliedern seiner achtköpfigen Band ihre Soloparts zu gönnen. Apropos: Die beiden ehemaligen Rainbow-Musiker Da­­vid Rosenthal (Keyboard) und Chuck Bürgi (Schlagzeug) hätte man sich auch mit Herrn Blackmore im Juni vorstellen können, aber wer möchte da schon tauschen? Billy Joel schreibt bewusst seit 20 Jahren keine neuen Stücke, also gibt es die Vollbedienung aus Super-Hits (›We Didn‘t Start The Fire‹, ›Uptown Girl‹, ›My Life‹) und weniger Bekanntem (›Zanzibar‹, ›Vienna‹, ›Leningrad‹), aber auch Coverversionen (›The Lion Sleeps Tonight‹, ›Nessun Dorma‹) sowie Classic-Rock-Anspielungen (›Layla‹ am Ende von ›Movin‘ Out (Anthony‘s Song)‹, Zeppelins ›Rock And Roll‹ in ›You May Be Right‹). Wer das alles verbinden kann, ohne den roten Faden zu verlieren, ist einmalig. Ein perfektes Konzert eines der letzten großen Entertainer unserer Zeit.

Hellsingland Underground: Seht hier das Video zu ›As Dreams Go By‹

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hellsingland underground_PRESSPHOTO_BY_ANDREAS_SANDERIm April erscheint das vierte Album von Hellsingland Underground. Wir haben exklusiv den brandneuen Clip zur Single ›As Dreams Go By‹ für euch.

UNDERSTANDING GRAVITY, so der Titel des neuen Werks der Schweden, vereint Southern Rock, Folkelemente und Blues und ist ab dem 1. April erhältlich. Laut Sänger Charlie Granberg kann die Platte durchaus als Konzeptalbum bezeichnet werden.

Was genau der das Werk zusammenhaltende rote Faden ist, könne und wolle er so auf die Schnelle nicht erklären, sagt Granberg. Nur so viel: Seine Texte sollten neue Blickwinkel auf die Dinge im Allgemeinen ermöglichen.

Es gehe darum, „das Leben nicht zu ernst zu nehmen. Wenn man es von Zeit zu Zeit als einen einzigen Witz betrachtet, fällt es einem leichter, damit zurechtzukommen. Zumindest geht’s mir so.“

Einen Vorgeschmack von UNDERSTANDING GRAVITY geben uns Hellsingland Underground mit ihrem Clip zum folkigen Rocksong ›As Dreams Go By‹, der mit einem markanten Gitarrensolo aufwartet.

Hier seht ihr Hellsingland Underground in ihrem Video zu ›As Dreams Go By‹:

Bob Mould – PATCH THE SKY

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bob mould patch the skyLicht ins Dunkel.

Ja, so ist das, wenn man älter wird: Schicksalsschläge häufen sich, der Tod winkt öfter mal über den Hori­zont, positioniert sich in Sichtweite und läuft irgendwann mal mit einem wissenden Grinsen locker neben uns her. Bob Mould hat nach eigenem Bekunden eine schlimme Zeit hinter sich, geprägt von Tod und endenden Beziehungen, so schlimm, dass er sich für ein halbes Jahr zurückzog, um in der Musik seine Wahrheit, seine Erlösung zu finden. Die Katharsis hört man auf PATCH THE SKY deutlich, zum einen in den zwei knarzigen Punk­fe­gern, die immer noch die Höllenwut eines 20­Jährigen in sich tragen, zum anderen in den deutlich dunkleren Tönen, die über weite Strecken angeschlagen werden. Vor allem aber merkt man sie daran, dass Mould die große Melodiekeule schwingt, ungeahnte Gravitas entwickelt und doch nicht verlernt hat, wie ein eingän­giger Popsong funktioniert. Einen Vorteil hat das Altwerden eben doch: Jahrelang gepflegte Fertigkeiten erreichen irgendwann einen maximalen Reifegrad. Genau das scheinen wir gerade bei Mr. Hüsker Dü zu erleben, was in großartiger Musik resultiert.

Bob Mould
PATCH THE SKY
CARGO RECORDS
8/10

Lucer – BRING ME GOOD NEWS

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lucerGute Nachrichten von den Gællaghørs.

Nun gut, Gallagher ist nicht der Nachname der beiden Brüder Lasse und Anders. Was sie da aber mit ihrer Band Lucer auf dem aktuellen Album BRING ME GOOD NEWS zusammengebaut haben, macht sie schon zu einer dänischen Nachwuchsversion der beiden Oasis-Köpfe. Gemeinsam mit ihrem Drummer Jonathan Nørgaard lassen sich die Bøgemarks gerne von der Harmonie- und Melodieführung eines Noel und vom Nölen eines Liam – wohlwollend ausgedrückt – „inspirieren“. Auch wenn es den drei jungen Herren an Rau- und Breitbeinigkeit fehlt und sie diese durch eine weiche Hit-Tauglichkeit nach Art der Dandy Warhols (›Midnight Sun‹) ersetzen und sie sich zudem freche 80 Prozent des ›Brown Sugar‹-Riffs ausgerechnet für einen Song namens ›Something Original‹ leihen, tun sie dies auf einem selten hohen Niveau. Und hey, wenn man nach dem Durchhören einer jungen Platte einen Misch-Masch-Ohrwurm aus Versatzstücken von ›Little By Little‹, ›Lyla‹ und ›Rock’n’Roll Star‹ hat, muss das sicherlich nichts Schlechtes heißen.

Lucer
BRING ME GOOD NEWS
MIGHTY MUSIC
7/10

CLASSIC ROCK empfiehlt: Jetzt Tickets für die besten Konzerte sichern!

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Kadavar PublikumDamit ihr es nie mehr verpasst, euch die besten Tickets für die wichtigsten Shows des Jahres zu sichern, zeigen wir euch ab jetzt regelmäßig unsere Top-Empfehlungen!

slayerSLAYER
Lasst euch nicht eine der der beiden Shows von Slayer im Juni entgehen! Dann werden die Helden des Thrash-Metals nicht nur Klassiker wie ›Reign in Blood‹, sondern auch Stücke aus ihrem letzten, überwältigend erfolgreichen Album REPENTLESS performen.

06.06. Mannheim, Maimarktgelände Palastzelt
07.06 Hannover, Gilde Parkbühne (plus Special Guests)

Hier könnt ihr euch ab jetzt Tickets sichern …

 
Cover art for Zipper Down.</emEAGLES OF DEATH METAL
Die Eagles Of Death Metal sind zuständig, wenn es darum geht, rauschende Rock’n’Roll-Shows zu feiern. Dieser Verpflichtung werden sie auch wieder bei ihrem Zusatz-Termin in Frankfurt im August nachgehen.

30.08. Frankfurt am Main, Batschkapp

Hier könnt ihr euch ab jetzt Tickets sichern …

Joe Bonamassa – BLUES OF DESPERATION

bonamassaDiesmal rockt Joe mit zwei Schlagwerkern.

Seit dem Jahr 2000 nimmt Bonamassa emsig ein Album nach dem anderen auf, das brandneue BLUES OF DESPERATION ist das bereits Zwölfte. Um seine Werke frisch zu halten, denkt sich Stammproduzent Kevin Shirley (Led Zeppelin, Aerosmith, Iron Maiden etc.) jedes Mal einen neuen Trick aus. Dieses Mal bat er mit Anton Fig und Greg Morrow zwei Trommler ins Studio, die seinem Gitarristen/Vokalisten prompt gute Kicks verpassten. Etliche der neuen Rocksongs klingen heftiger und saftiger als auf den Vorgängerscheiben. BLUES OF DESPERATION enthält ausschließlich Eigenkompositionen, verfasst mit Könnern wie James House, Tom Hambridge, Jeffrey Steele, Jerry Flowers und Gary Nicholson, „einigen der besten Jungs im Business“, wie Joe lobt. Neben harten Rockern im Led-Zeppelin-Stil gibt es die emotionale Rock-Variante, langsame Blueser und jazz-angehauchte Titel. Dazu lässt Bonamassa Gitarrenfans auf ihre Kosten kommen, indem er einige fliegende Soli aus den Fingern zaubert. Zudem muss man dem 38-Jährigen attestierten, dass er als Sänger weitere Fortschritte gemacht hat. Und wer ihm die großen Bluesthemen wie Verzweiflung, Einsamkeit, Alkohol etc. nicht so recht abnehmen will, sei daran erinnert, dass die Rolling Stones blutjung waren, als sie 1964 mit Willie-Dixon- und Slim-Harpo-Klassikern debütierten.

Joe Bonamassa
BLUES OF DESPERATION
PROVOGUE/MASCOT/ROUGH TRADE
8/10

Jeff Healey – HEAL MY SOUL

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healy jeffUngehörtes aus dem Archiv.

Er starb 2008 im Alter von nur 41 Jahren, aber Jeff Healey hat in seiner kurzen Karriere sehr viel Musik aufgenommen. Warum dieses großartige Rock-Album jahrelang unter Verschluss gehalten wurde, ist ein Rätsel. Denn a) sind die Zeiten für Gitarren-Musik aus dieser Sparte nie besser gewesen und b) heben sich die zwölf Songs kaum vom Qualitätsstandard eines Joe Bonamassa ab. Healey, früh erblindet, war einer der emotionalsten Künstler seiner Zunft, brachte den Blues authentisch rüber. Doch auch Jazz oder Rock konnte er seinen eigenen Stempel aufdrücken. Dieses posthume Album gehört zu seinen besten Werken, es pendelt zwischen klassischem Laid-Back-Blues (›Baby Blue‹), Pop/Rock (›I Misunderstood‹, ›Love In Her Eyes‹) und Blues-Rock (›Temptation‹), jeder Song ist ein Beweis für die einzigartigen Songwriter-Qualitäten des Kanadiers. Normalerweise schwingt bei Veröffentlichungen dieser Art immer ein fader Beigeschmack mit, hier kann man wirklich froh darüber sein, dass seine Familie dieses Projekt unterstützt hat.

Jeff Healey
HEAL MY SOUL
PROVOGUE/ROUGH TRADE
8/10