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Video der Woche: Steven Tyler – „Paul McCartney Tribute“

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steven Tyler Paul Mccartney TributeSeht hier Aerosmith-Frontmann Steven Tyler mit seinem „Abbey-Road-Medley“ zu Ehren von Sir Paul McCartney.

Derzeit befindet sich Paul McCartney auf seiner „One On One“-Tour in Deutschland. In unserem „Video der Woche“ tritt Macca allerdings nicht selbst in Aktion, sondern darf einem weiteren großen Rockstar bei dessen Interpretation einiger seiner legendärsten Stücke zusehen.

2010 wurde der Beatle Sir Paul McCartney mit den „Kennedy Center Honors“ für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Ihm zu Ehren traten damals Künstler wie Dave Grohl, Norah Jones, James Taylor, Mavis Staples, Gwen Stefani und auch Steven Tyler auf.

Seht hier Tylers gewaltiges „Abbey-Road-Medley“:

Beach Boys – PET SOUNDS 50TH ANNIVERSARY EDITION

bech boys pet sounds jubiläumEines der besten Alben der Popgeschichte hat jetzt ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel. Klar, dass es eine Jubiläums-Edition zu kaufen gibt. Viel Neues bietet sie nicht. Aber immerhin Live-Aufnahmen der göttlichsten Lieder von PET SOUNDS.

PET SOUNDS wird 50 – das ist doch mal ein Alter. Da Alben heute häufig schon zum Zehnjährigen mit Sondereditionen versehen werden, steht es außer Frage, dass eines der definitiven Meisterwerke der Rock- und Popgeschichte zum Ehrentag eine besondere Neuauflage erhält. Wer das 50 Jahre alte Album noch einmal in der Originalversion auflegt, wird schnell merken, dass die Platte nichts von ihrem Glanz und ihrer Glorie verloren hat. Noch immer strahlt der Songzyklus eine einzigartige Magie aus. Unvorstellbar eigentlich, wie Brian Wilson auf all diese Ideen kam – in An­­sätzen nachzuverfolgen im Biopic „Love & Mercy“, sicherlich noch detaillierter in seiner an­­gekündigten Biografie, die sich das Genie auf den Leib schreiben ließ. Dass Wilson letztlich psychisch an dieser Platte zerbrach – vor allem an den Drogen, die er nahm, um den kreativen Höhenflug möglichst lange an­­dauern zu lassen – ist eine traurige Geschichte, die häufig erzählt worden ist. 50 Jahre PET SOUNDS, das ist daher vor allem ein guter Grund, dieses Werk noch einmal in vollen Zügen zu genießen.

Geburtstagseditionen gibt es gleich mehrere, so wie es heute üblich ist. Das Album erscheint noch einmal als neue LP-Ausgabe, gepresst auf 180 Gramm schwerem Vinyl. Das ist natürlich das Format, das dem Hörerlebnis von damals besonders nahe kommt. Eine Doppel-CD stockt das remasterte Original um Live-Versionen und Ra­­ritäten auf. Schmuckstück der Versionenvielfalt ist die Box mit insgesamt 104 Stücken sowie einer Blu-ray – viel Stoff also. Da PET SOUNDS bereits zum 30. Geburtstag eine Sonder-Auflage mit vier CDs unter dem Namen PET SOUNDS SESSIONS erhielt, fragt sich der Sammler nun natürlich: Was ist neu zum 50. Jahrestag, was gab das Archiv überhaupt noch her? Zunächst kurz zur Optik: Die Edition zum 30. Geburtstag lag etwas schmucklos in einer länglichen Box, das Booklet war schmal. Die neue Box macht deutlich mehr her, die Buch­optik überzeugt. Ein Fest für Fans und Pop-Archivare sind die Mitschnitte aus den Studio­sessions, die dem Hörer mit Schnipseln Einblick in die Entstehung des Meisterwerkes geben. Man hört die Beach Boys ohne Instrumente singen, Brian Wilson dirigieren, kann erahnen, wie sich Stücke während der Sessions weiterentwickelt haben. Das sind tolle Eindrücke – jedoch nicht neu, weil die meisten davon schon auf der Box vor 20 Jahren zu hören waren.

Wer gerne Alben im 5.1-Surround-Sound-Mix genießt, freut sich über die Blu-ray-Audio-Disc. Wer dagegen eher an bisher unveröffentlichten Aufnahmen interessiert ist, fokussiert sich auf die vierte CD. Zu hören sind elf bislang nicht auf offiziellen Veröffentlichungen erhältliche Live-Mit­schnitte. Drei Aufnahmen stammen aus dem Jahr 1966, PET SOUNDS war gerade erst veröffentlicht – und die Beach Boys spielen sich zwar nicht fehlerfrei, aber beseelt und erstaunlich schrammelig durch ihre neuen Wundersongs wie ›Wouldn’t It Be Nice‹ und ›God Only Knows‹. Dieses Lied, vielleicht der Schönste, sicherlich aber der göttlichste Love­song aller Zeiten, taucht noch drei weitere Male auf, mitgeschnitten bei Konzerten 1967, 1972 und 1982. Was das bringen soll? Na ja, man genießt ja Steaks auch gerne in verschiedenen Restaurants – und bekommt dennoch nicht genug davon. Jede Version von ›God Only Knows‹, interpretiert von den Stimmen der Beach Boys, ist ein Gewinn. Manch ein anderer Künstler hat sich an diesem Stück versucht. Manche Ergebnisse sind okay, einige abscheulich. An der Magie der Beach-Boys-Versionen – selbst an die bereits etwas hüftsteifen späteren – reichte jedoch kein anderer Interpret heran. Deshalb werden Fans auch die Edition zum 60. Geburtstag von PET SOUNDS kaufen, solange es mehr von diesem und den anderen Wundersongs zu hören gibt. Wer PET SOUNDS zwar mag, jedoch die PET SOUNDS SESSIONS schon besitzt und nicht vieles doppelt haben möchte, muss sich diese neue ANNIVER­SARY EDITION dennoch nicht als komplette Box zulegen. Auch wenn sie sich im Regal natürlich ganz hervorragend macht.

Beach Boys
PET SOUNDS 50TH ANNIVERSARY EDITION
Capitol/Universal
10/10

Powerwolf & Epica: Jetzt Tickets sichern!

slide-foto03Power-Metal und Symphonic-Metal pur erwarten euch, wenn Powerwolf und Epica für neun Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz live auf der Bühne stehen. Hier findet ihr alle Termine der anstehenden Tour.

Powerwolf & Epica live:
12.01. Wiesbaden, Schlachthof
13.01. Köln, Palladium
14.01. Ludwigsburg, MHP Arena
16.01. Genf, Salle Des Fetes
17.01. Zürich, Volkshaus
20.01. München, Tonhalle
21.01. Wien, Gasometer
25.01. Berlin, Huxleys
27.01. Oberhausen, Turbinenhalle

Hier könnt ihr euch Tickets sichern …

Red Hot Chili Peppers: Neuer Song ›We Turn Red‹ veröffentlicht

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red hot chili peppers 2016Kommende Woche erscheint das erste Album der Red Hot Chili Peppers seit fünf Jahren. Jetzt ist ein weiterer Song daraus da.

Nachdem sie mit ›Dark Necessities‹ Anfang Mai bereits den Eröffnungstrack ihrer neuen Platte THE GETAWAY veröffentlicht haben, lassen uns die Kalifornier nun ›We Turn Red‹ hören. Das Stück kommt mit Funk-Groove und langsameren poppigen Passagen daher.

THE GETAWAY, der Nachfolger von I’M WITH YOU (2011), wird ab dem 17. Juni erhältlich sein. Die 13 Stücke wurden von Danger Mouse produziert und von Nigel Godrich abgemischt. Letzterer ist vor allem für seine Zusammenarbeit mit Radiohead bekannt.

Hier hört ihr die Red Hot Chili Peppers mit ›We Turn Red‹:

Paul McCartney – PURE MCCARTNEY

pure mccartney67 von Macca handgepickte Songs aus 46 Jahren auf vier CDs.

Als die eine Hälfte eines legendären Komponistenteams stets euphorisch belobhudelt, erntete Paul McCartney für sein Post-Beatles-Œuvre – zumindest anfänglich – höfliches Desinteresse und bisweilen sogar Spott. Ungerechtfertigt, wie die entweder als abgespeckte 2-CD-Version mit 29 Tracks oder aber im 4-CD-Digibook mit 67 Songs bestückte Retrospektive PURE MCCARTNEY unter Beweis stellt: Es fiel McCarney nicht leicht, aus zig Singles und 24 Studioalben seine Favoriten auszuwählen, die vor allem, wie der 74-Jährige betont, „Freude bereiten sollen“. Als Einstieg dient das brillante, noch zu Beatles-Zeiten 1969 komponierte ›Maybe I’m Amazed‹ vom Solodebüt MCCARTNEY – entstanden im Multiplayverfahren in EMIs Abbey Road Studio 2. Von RAM (1971), der einzigen LP unter dem Logo Paul und Linda McCartney, stammen die zeitlosen Tracks ›Dear Boy‹, ›Too Many People‹, ›Heart Of The Country‹, ›The Back Seat Of My Car‹ und ›Uncle Albert/Admiral Halsey‹. Mit den Wings lief McCartney rasch wieder zur alten Hochform auf. Zahllose Charthits illustrierten die Entwicklung: Von Träumerischem wie ›Another Day‹ und ›My Love‹ über den ferkeligen Porno-Rock ›Hi, Hi, Hi‹ bis hin zu Fahrstuhl-Pop wie ›Silly Love Songs‹, ›Let ‚Em In‹ und ›Goodnight Tonight‹ reichte die Palette. Für gleichnamiges 007-Kinoabenteuer zauberte Paul 1973 ›Live And Let Die‹ aus dem Hut. Mit der dritten Wings-LP BAND ON THE RUN überzeugte er noch im gleichen Jahr auch seine Kritiker: ›Jet‹, ›Mrs. Vanderbilt‹, ›Let Me Roll It‹, ›Nineteen Hundred And Eighty Five‹ sowie der Titelsong funktionierten auch als Auskopplungen. Mit VENUS AND MARS (1975), vertreten mit dem Titelsong und ›Listen To What The Man Said‹ sowie dem Single-Only-Track ›Junior’s Farm‹ setzte sich die Erfolgsstory fort, die ihren Höhepunkt im Nummer-1-Platin-Gassenhauer ›Mull Of Kintyre‹ fand. In ebenfalls nicht chronologischer Reihenfolge folgen weitere melodische Ergüsse: Von den New-Wave-Pastiches ›Coming Up‹ und ›Temporary Secretary‹ über die putzigen Duette ›Say Say Say‹ (mit Michael Jackson) und ›Ebony And Ivory‹ (mit Stevie Wonder) bis hin zu Puderzucker-Pop à la ›Pipes Of Peace‹ und ›No More Lonely Nights‹.

Paul McCartney
PURE MCCARTNEY
CONCORD/UNIVERSAL
9/10

Neuerscheinungen: Ab heute im Plattenladen

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rival sonsEs ist wieder soweit: Das Wochenende steht vor der Tür und die neuen Alben der Woche sind da.

So starten die US-Rocker Rival Sons in ihr fünftes Album HOLLOW BONES:

Hier findet ihr die Review zu HOLLOW BONES…

In der „Late Show with Stephen Colbert“ stellte die Band Of Horses ihr ›Casual Party‹ vor:

Hier findet ihr die Review zu WHY ARE YOU OKAY…

Im Albumsampler könnt ihr in das aktuellen Augustines-Werks THIS IS YOUR LIFE reinhören:

Hier findet ihr die Review zu THIS IS YOUR LIFE…

Die Alt-Rocker Garbage präsentieren mit ›Empty‹ die Single aus STRANGE LITTLE BIRDS:

Hier findet ihr die Review zu STRANGE LITTLE BIRDS…

Augustines – THIS IS YOUR LIFE

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augustines albumEpische Rock-Hymnen gegen alltägliche Lethargie und Trübsal.

Bei diesem Titel war ja wohl auch nichts anders zu erwarten als das euphorisch aufbrausende, vielleicht sogar aufrüttelnde ›Are We Alive?‹ gleich zu Beginn. Und damit keine Zweifel aufkommen: Ja, die Augustines leben. Und wie. Sie brennen geradezu und sie machen es fast schon zur Bedingung, dass man ihnen folgt in ihrem Bestreben, diesem Leben etwas Gutes abzugewinnen. Es ist dein Leben, also fang was damit an, egal wie beschissen es auf unserem Planeten auch zugehen mag, du hast es in der Hand, also tu was, damit es wieder besser wird. So könnte man die Intention von Sänger Billy McCarthy vielleicht am ehesten interpretieren, wenn er und seine Mitstreiter versuchen, mit aufgedrehten Röhrenamps, straight rockenden, druckvollen Grooves, markigen Gesangsmelodien, flirrenden Keyboardlinien, dicken Pianoakkorden und üppigen Streicherarrangement all die Lethargie und Trübsal aus unserer Wahrnehmung zu blasen. Are we alive? Yes!

Augustines
THIS IS YOUR LIFE
CAROLINE
7/10

Garbage – STRANGE LITTLE BIRDS

garbage albumStillstand? Nicht zwangsläufig ein Problem!

Es gibt Bands, denen man nicht böse ist, wenn sie sich nicht verändern. Oder weiterentwickeln. Garbage sind so eine Band. Songs wie die eher durchschnittliche erste Single ›Empty‹ oder das nachfolgende ›Blackout‹ hätten auch auf dem Debüt der Band vor 21 Jahren eine gute Figur abgegeben. Deshalb steht STRANGE LITTLE BIRDS für Shirley Manson auch am ehesten mit dem Debütalbum auf einer Stufe. Dabei zählen die beiden genannten Nummern noch zu den weniger überzeugenden Tracks auf dem ersten Album seit vier Jahren. Es sind die düsteren, ruhigen und poppigen Momente, die STRANGE LITTLE BIRDS, das sechste Album des Quartetts, zu einer tollen Angelegenheit werden lassen. Elektronisch-düster kommt ›Sometimes‹ aus den Startlöchern. „Sometimes I’d rather take a beating/punch“ – Shirley Manson gibt sich gewohnt kämpferisch. Garbage genießen eine neue Freiheit, den Geist der eigenen Jugend, denn STRANGE LITTLE BIRDS ist das zweite Album auf dem bandeigenen Label. ›If I Lost You‹ plätschert anfänglich ein wenig dahin, nicht unangenehm, kriegt einen aber im dritten Durchgang. Ganz anders der atmosphärisch-düstere Midtempo-Kracher ›Night Drive Loneliness‹ mit seinen creepy Keyboard-Sounds – der hat einen sofort. „Why we will kill the things we love the most“ fragt sich Manson im Album-Highlight ›Even Though Our Love Is Doomed‹. „You’re the only thing worth fighting/dying for“ – beherzte Romantik á la Manson. Ein fetter Uptempo-Basslauf begleitet das poppige ›So We Can Stay Alive‹, ›Teaching Little Fingers To Play‹ tönt naiv, verletzlich und provokant. Damit ist STRANGE LITTLE BIRDS um Klassen besser besetzt als das Comeback-Album NOT YOUR KIND OF PEOPLE vor vier Jahren. Eine Revolution ist STRANGE LITTLE BIRDS vielleicht nicht geworden, wie Manson es gefordert hat, aber „can you love me for what I’ve become?“ – das tun wir doch Miss Manson. Schon immer.

Garbage
STRANGE LITTLE BIRDS
STUNVOLUME/PIAS/ROUGH TRADE
7/10