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Thunderpussy – THUNDERPUSSY

Thunderpussy Gekonnte Irreführung…

Schon der Bandname Thunderpussy lässt einen etwas anderen Sound erwarten, als man auf dem gleichnamigen Album der All-Female-Band aus Seattle geboten bekommt. Der Opener ›Speed Queen‹ ist eher gebremst und ›Torpedo Love‹ mit seinen Streicherparts nicht gerade explosiv. Dennoch haben die zwölf Titel meist das gewisse Etwas und eine ziemliche Indie-Intensität. Oft steigern sich die Songs von dezenten Anfängen zu echter Ausdrucksstärke. Das klingt immer wieder nach Seattle: mal leicht schwermütig, mal psychedelisch. Neben passender Härte und Schrägheit schimmern beizeiten die guten alten Nirvana-Riffs durch. Dazu gibt’s einen wirklich interessanten und irgendwie hypnotisch beschwörenden Gesang à la Sinéad O’Connor meets Steve Nicks meets Björk meets Beth Hart. Ange­sichts dieses Quartetts passt die alte Weisheit, man solle „das Buch nicht nach dem Umschlag beurteilen“. Wobei im Song ›Utero Tango‹ dann aber doch tatsächliche Tango-Elemente vorhanden sind, die aber in Kombination mit den Alternative (Rock)-Ambitionen doch wieder in eine ganz andere Richtung führen. Also nichts da mit Schweine-, aber umso mehr mit Indie-Rock, der auch mal etwas noisiger und rumpeliger ausfallen kann. Verwirrung komplett?

7 von 10 Punkten

Thunderpussy
THUNDERPUSSY
Republic/Universal

The Magpie Salute – HIGH WATER I

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The Magpie Salute High Water I Der Cousin der Black Crowes…

The Magpie Salute, die Geschichte von Musikern, deren Wege sich einst trennten und die nun wieder zusammen gefunden haben. Gegründet von Gitarrist Rich Robinson, setzen The Magpie Salute eine Episode fort, die ihren Anfang mit Gitarrist Marc Ford und Bassist Sven Pipien bei den legendären Black Crowes nahm. Mit Sänger John Hogg arbeitete Robinson bereits bei seinem Nebenprojekt Hookah Brown zusammen. Key­boarder Matt Slocum und Schlagzeuger Joe Ma­­gistro unterstützen ihn seit Jahren bei seinen Solo­alben und auf Tour. Nach dem selbstbetitelten Live-Album von 2017 (bestehend aus Black-Crowes-Tracks, Cover-Versionen und einem Original) hat das nunmehr zum Sextett geschrumpfte Bandgefüge zwölf neue Songs auf Tape gebannt, die man schlicht und einfach als schön bezeichnen muss. Etwas ge­­mäßigter als die Crowes, mehr Blues, mehr Country. ›Mary The Gypsy‹ beginnt stürmisch, ein Anti-Establishment-Song. ›High Water‹ hat weniger Fahrt, aber sehr feine Akustik-Gitarren. Am Crowes-ähnlichsten vielleicht, vor allem stimmlich, ist das flotte ›Send Me An Omen‹. Hoggs Stimme ist heller und höher als die von Richs Bruder Chris Robinson, etwaige Vergleiche wird es dennoch geben. ›For The Wind‹ groovt, geht in eine ähnliche Richtung und zählt zu den rockigeren Tracks. Wenn es musikalisch ruhiger wird, dann wird es auch zwingender, die Songs haben mehr Raum zum atmen. Das kurze und knackige ›Sister Moon‹ ist einer der vielen Höhepunkte, direkt gefolgt vom Meilenstein ›Color Blind‹, es geht textlich um Hoggs afrikanisch-schwedische Wurzeln. ›Walk On Water‹ ist extrem fröhlich, tolle Slide-Gitarre, die Country-Ballade ›You Found Me‹ glänzt mit schicken Piano-Akzenten. ›Can You See‹ hatte auch auf AMORICA der Cro­wes stehen können und ›Open Up‹ markiert den wundervoll dramatischen Rausschmeißer. The Magpie Salute ist etwas vollkommen Neues und doch kommt es einem bekannt vor, denn der Geist der Krähen ist allgemein spürbar.

8 von 10 Punkten

The Magpie Salute
HIGH WATER I
Mascot/Rough Trade

Sweden Rock: Die Review zum Festival – samt Fotostrecke

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Ob sich das Sweden Rock Festival mit Iron Maiden als Headliner gegen die starke europäische Konkurrenz behaupten kann? Die Antwort ist: ja.

Zunächst befördert Glenn Hughes alle Anwesenden in andere Sphären. Der Mann befindet sich trotz der langen Schaffensphase in der Blüte seines Lebens. Classic Deep Purple ist das Motto und die Darbietungen von ›Stormbringer‹ oder ›Burn‹ sind ein einziger musikalischer Orgasmus.

Body Count heizen mit ihrem Hip-Hop inspirierten Metal ordentlich ein und Sänger Ice-T ist eindeutig der Titelaspirant für die häufigste „Fuck“-Nutzung. Natürlich darf ›Manslaughter‹ heute genauso wenig fehlen, wie das stets kontrovers diskutierte ›Copkiller‹. Starker Auftritt!

Die Setlist von Iron Maiden liest sich wie von Göttern geschrieben und hat mit ›Where Eagles Dare‹ und ›Wicker Man‹ auch zwei Überraschungen an Bord. Bei der Kombination der Spielfreude von Bruce Dickinson und seinen Mannen und der schier unglaubliche Stimmung der Fans kann man nur Gänsehaut bekommen. Hier passt alles: die Musik, die Show, der Sound, die Fans.

Unter dem Abschiedstournee-Siegel steht Ozzy Osbournes Auftritt. Aber ganz ehrlich, wer will oder kann sich das wirklich vorstellen ohne den Prince Of Darkness? Die Show startet mit ›Bark At The Moon‹ fulminant. Schnell wird jedoch klar, dass Ozzy durch Zakk Wilde enorm in den Hintergrund gedrängt wird, da dieser einfach zu viel Bühnenpräsenz zeigt und durch sein teilweise selbstverliebtes Gefiddel etwas den Bogen überspannt.

Aber vielleicht ist das ja auch Teil des Konzepts, um über die ein oder anderen Textverluste hinwegzusehen. Spaß macht es trotzdem, gerade auch weil Ozzy mit Tommy Clufetos an den Drums (der Reinkarnation von Animal aus der Muppet-Show) und Rob „Blasko“ Nicholson am Bass eine wirklich fantastische Rhythmusfraktion am Start hat. ›No More Tears‹, ›Shot In The Dark‹ und ›Crazy Train‹ fügen insgesamt alles zu einer runden Sache zusammen.

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Einen fantastischen Auftritt liefern Yes featuring Jon Anderson, Trevor Rabin und Rick Wakeman, mit ARW abgekürzt. In welcher Liga vor allem Gitarrist Trevor Rabin spielt, wird einem eindrucksvoll vorgeführt. Trevor liebkost seine sechs Saiten mit soviel Gefühl und Perfektion, dass die erzeugten Töne einer Reise ins Paradies gleichkommen. Nicht minder perfekt ist Keyboarder Rick Wakeman, den man allerdings durch seinen monströsen, fast 10 Keyboards umfassenden Instrumentenaufbau kaum sieht. Mit ›Owner Of A Lonely Heart‹ darf natürlich einer der kommerziell erfolgreichsten Songs der Bandgeschichte nicht fehlen.

Judas Priest um Sänger Rob haben mit ihrem Longplayer FIREPOWER die Messlatte für ihre Live-Auftritte extrem hoch gelegt. Dazu kommt: Wie wird sich der Ausfall von Gitarrist Glenn Tipton bemerkbar machen? Um es vorweg zu nehmen, der nun Gitarre spielende Produzent Andy Sneap macht seine Sache gut und schließt sich nahtlos ins Bandgefüge ein. So ist der Opener ›Firepower‹ eindeutig eine Machtdemonstration. Nun geht es Schlag auf Schlag über Klassiker wie ›Grinder‹ und ›Sinner‹ bis zu ›Turbo Lover‹ und ›Painkiller‹.

Im Zugabenteil kommt dann doch noch der an Parkinson erkrankte Glenn Tipton auf die Bühne, um seinen Teil beizusteuern. Sicherlich ist das eine große Geste für die Fans, die Band und für Glenn als Musiker, aber etwas dick aufgetragen kommt diese Heroisierung mit Küsschen etc. schon daher.

In der Quintessenz ändert es nichts an der Sache: ein insgesamt bärenstarker Auftritt und ein weiteres Highlight dieses Festivals. Den Job des Rausschmeißer übernehmen die Backyard Babies. Gitarrist Dregen ist mal wieder die Rampensau par excellence und rockt sich die Seele aus dem Leib, als würde es keinen Morgen geben.

Text + Fotos: Frank C. Dünnhaupt

AC/DC: Reunion fast komplett?

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Scheinbar befindet sich jetzt auch der aktuelle AC/DC-Chef in Kanada. Auch Phil Rudd und Brian Johnson wurden schon gesehen…

Vor wenigen Tagen die bahnbrechenden Neugikeiten: Phil Rudd und Brian Johnson wurden zusammen in den Warehousestudios in Vancouver gesehen, der Stadt, wo AC/DC ihre letzten Studioalben eingespielt haben.

Jetzt tauchte ein neues Foto auf Twitter auf, auf dem Angus und Stevie Young in der selben Location zu sehen sind. Fehlt eigentlich nur noch Cliff Williams, um die Reunion zu komplettieren.

Angus Young Twitter

Wegen des großen Trubels, den die Fotos auslösen, wurde jetzt eine Abschirmung vor dem Raucherbalkon des Studios angebracht, um weitere Paparazzi-Schnappschüsse zu vermeiden.

Aktuelle Ausgabe: Das erwartet euch im neuen CLASSIC ROCK MAGAZIN

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Lenny Kravitz: Träume, Tod und Optimismus

Der New Yorker war schon Ende der 80er-Jahre ein Pionier der „Retro-Bewegung“, von manchen Zeitgenossen als „gestrig“ bespöttelt, dann aber sogar von großen Teilen des Mainstream-Publikums respektiert und verehrt. Sein Repertoire hat sich seitdem kontinuierlich erweitert: Zu Pop und Rock gesellten sich Soul, Funk und R&B. Ebenfalls ein beständiger Begleiter: die durch und durch humanistische Grundhaltung des ewigen Hippies, die auch sein neues Werk RAISE VIBRATION auszeichnet.

CLASSIC ROCK sprach mit ihm über Träume, Realitäten, Prince, Johnny Cash, die Rolling Stones – und die Liebe. Unter anderem. Dazu lassen wir seine bisherige Karriere Revue passieren, von den schüchternen Anfängen bis zur Gegenwart, in der Kravitz nichts von seiner Strahlkraft eingebüßt hat.

Das neue Heft ist ab dem 16. August im Handel erhältlich. Hier könnt ihr euch die neue Ausgabe schon jetzt online und versandkostenfrei bestellen…

Soundgarden: Lauter als die Liebe


Niemand fing den Klang und den Geist von Seattle überzeugender ein als Soundgarden. Dies ist die Geschichte einer Band ohne gleichen, von ihrem Aufstieg aus dem Nichts zu Grunge-Titanen über ihre hässliche Trennung und erhabene Reunion bis zu ihrem plötzlichen, tragischen Ende.

The Magpie Salute: „Die Black Crowes sind tot und begraben!“

The Magpie Salute Album For The Wind
In München trafen wir Gitarrist und Songwriter Rich Robinson (48), der jetzt mit The Magpie Salute und dem Album HIGH WATER 1 durchstartet. Ein Gespräch über die Entstehung seiner neuen Band, das unschöne Ende der Black Crowes, die schwierige Beziehung zu Bruder Chris, seine Einflüsse und Abenteuer mit Jimmy Page…

Ian Gillan: Back to the Roots

Ian Gillan and the Javelins
Er ist der Sänger von Deep Purple, klar. Aber es gab auch eine Zeit vor der Legendenwerdung.
In der spielte der Brite in kleinen Bands wie den Moonshiners, Episode Six oder den Javelins. Mit Letzteren, die ab 1962 knapp zwei Jahre lang an seiner Seite standen, hat er jetzt ein Covers-Album mit Neuinterpretationen von Songs ewiger Idole wie Chuck Berry, Buddy Holly, Sam Cooke und Howlin‘ Wolf aufgenommen. Es heißt: IAN GILLAN & THE JAVELINS.

Alice in Chains: Get Born Again


Nirvana gingen auf wie eine Supernova und explodierten spektakulär, Soundgarden (siehe S. 44) zerfielen unrühmlich, um ihr vielversprechendes zweites Kapitel dann jäh beendet zu sehen, während Pearl Jam sich höchst erfolgreich in ihre Nische als gutes Gewissen des Rock’n’Roll zurückgezogen haben. Alice In Chains, die enigmatischste, faszinierendste und genialste Band unter Seattles „Großen 4“, setzt ihre Geschichte unterdessen fort wie eh und je: stoisch, mit dem allerhöchsten Anspruch an sich selbst, mit viel Liebe für die Sache – und unantastbar gut.

Mott The Hoople: Das goldene Zeitalter des Rock’n’Roll

Mott The Hoople
Nachdem Bandgründer und Co-Songwriter Mick Ralphs ausgestiegen war, um Bad Company zu gründen, war nicht klar, ob das Album, das Mott The Hooples letztes werden sollte, überhaupt zustande kommen würde. Doch trotz einer chaotischen Entstehungsgeschichte erwies sich THE HOOPLE als ruhmreicher Schlussstrich unter die Karriere der Briten.

Außerdem im Heft: Israel Nash, Doro, Vintage Caravan, Nick Mason u.v.m.

Wie immer inklusive Heft-CD, u.a. mit Songs von Lucero, The Magpie Salute, Navarone, Wheel in the Sky, Junkyard Drive…
16. August im Handel erhältlich. Hier könnt ihr euch die neue Ausgabe schon jetzt online und versandkostenfrei bestellen …

Gewinnspiel: Hier gibt es Vinyl von Stone Diamond

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Stone Diamond Ausschnitt Plattenfüchse aufgepasst: Hier gibt es was schwarzes Gold zu gewinnen!

Die vielseitige Kölner Rockband Stone Diamond mit Hang zu eingängigen und leichtfüßigen Melodien hat Ende Juli ihr drittes Studioalbum DON’T BELIEVE WHAT YOU THINK veröffentlicht.

CLASSIC ROCK verlost das gute Stück nun drei mal Auf Vinyl.

Jetzt teilnehmen:

[contact-form-7 id=“79697″ title=“Gewinnspiel: Vinyl von Stone Diamond gewinnen“]

(Einsendeschluss ist der 31-08-2018)

AC/DC: Phil Rudd, Brian Johnson und Stevie Young in Vancouver gesichtet…

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acdc Und bei AC/DC brodelt die Gerüchteküche: Drei (ehemalige und aktuelle) Mitglieder wurden in der selben Stadt gesichtet…

Führt Angus Young etwas im Schilde? Sensationelle Gerüchte aus dem Hause AC/DC: Vor wenigen Tagen trudelten die News ein, dass Stevie Young und Phil Rudd in Vancouver gesichtet wurden. Bemerkenswert hierbei ist vor allem, dass Phil Rudd eigentlich seit 2015 aufgrund mehrerer Skandale nicht mehr bei AC/DC am Schlagzeug sitzt.

Die Neuigkeiten wurden zuerst noch heftig diskutiert und von mancher Seite als Fakenews abgetan, jedoch gibt es jetzt ein Beweisfoto, das ein weiteres ehemaliges Mitglied der Legenden zeigt:

Brian Johnson, der 2016 durch Axl Rose ersetzt wurde, ist scheinbar ebenfalls in Vancouver, der Stadt, in der AC/DC in den Warehouse Studios die letzten ihrer drei Alben aufgenommen haben. Ein Foto von Phil Rudd und Brian Johnson gibt es u.a. hier zu sehen…

Zu Recht kocht nun die Gerüchteküche hoch, viele Fans hoffen nun auf ein neues Album der reunierten Formation.

Eine andere anonyme Quelle, die sich selbst als Vertrauten der Band beschreibt, erzählte wiederum vor kurzem von einem neuen AC/DC-Album mit Axl Rose am Gesang und Phil Rudd an den Drums. Die Verwirrung ist somit komplett. Vielleicht gibt es ja demnächst eine neue AC/DC-Platte mit beiden Sängern zu hören…?

Fotostrecke: Eindrücke von Wacken 2018 | Part III

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Wacken 2018Wacken ist so legendär, dass das Festival im hohen Norden keiner Beschreibung mehr bedarf. Unser CLASSIC ROCK-Fotograf war vor Ort und versorgt auch im dritten Teil unserer Fotostrecke alle Daheimgebliebenen und Heimkehrer mit den schönsten Bildern des Events: Von Steel Panther, Helloween, Arch Enemy und mehr!

(Fotocredit: Markus Werner)

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Hier geht es zu Part I und Part II der Fotostrecke…