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Video der Woche: Prince ›Let’s Go Crazy‹ (Live in Syracuse, 1985)

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Es gibt nur wenige mit Prince vergleichbare Künstler. Heute vor acht Jahren starb das kreative Genie an einer Überdosis Schmerzmittel. Er wurde 57 Jahre alt.

Prince war ein musikalischer Revolutionär. Wie kein anderer mischte er Stile wie R&B, Funk, Soul, HipHop und Rock und wurde von Fans aller Genre verehrt. Vor allem in den 1980er und 1990er Jahren prägte er die weltweite Musikszene.

Als Prince am 14. April 2016 von einem Konzert in Atlanta nach Hause flog, verlor er das Bewusstsein. Bei einer Notlandung in Moline, Illinois, wurde festgestellt, dass er eine Überdosis des Schmerzmittels Percocet (einer Mischung aus Osycodon und Paracetamol) eingenommen hatte. Er wurde nach der Verabreichung des Opiodantagonisten Naloxon in ein Krankenhaus eingeliefert, das er am selben Tag wieder verließ.

Am 20. April kontaktierte sein Management den in Kalifornien ansässigen Arzt Howard Kornfeld aufgrund eines schweren medizinischen Notfalls. Da dieser verhindert war, flog sein Sohn Andrew einen Tag später nach Minneapolis, um nach dem Künstler zu sehen. Leider zu spät… Am Vormittag des 21. April 2016 wurde Prince in seinem Paisley Park Studio in Chanhassen von seinem persönlichen Assistenten Kirk Johnson leblos im Aufzug gefunden. Die Wiederbelebungsversuche des gerufenen Rettungsdienstes blieben erfolglos. Prince wurde um 10:07 Uhr Ortszeit für tot erklärt.

Am 2. Juni 2016 wurde der Obduktionsbericht veröffentlicht. Darin stand als Todesursache eine Überdosis des Schmerzmittels Fentanyl. Im August 2016 gaben Ermittler bekannt, bei einer Durchsuchung des Studios am Todestag Tabletten gefunden zu haben, bei denen es sich laut Aufdruck um das Schmerzmittel Hydrocodon handelte – in Wahrheit enthielten die Tabletten aber das weitaus stärkere Fentanyl. Wie der Künstler an die Tabletten kam und ob er wusste, dass diese Fentanyl enthielten, konnte nie ermittelt werden. Sein Tod wird heute offiziell als Unfall angesehen.

Sein Leichnahm wurde am 22. April 2016 eingeäschert. Die Urne ist ein Miniaturmodell seines Paisley Park Studios, dekoriert mit dem lilafarbenen Symbol, das er in den 90er Jahren als Künstlernamen trug. Sie befindet sich im Paisley Park Studio und ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Zum Gedenken an diesen großartigen Künstler widmen wir ihm unser Video der Woche, einer Live-Aufnahme seines Songs ›Let’s Go Crazy‹ (aus dem Hitalbum PURPLE RAIN) aus dem Jahr 1985:

In Memoriam: Steve Marriott

Am 20. April 1991 verstarb Steve Marriott in seinem Zuhause in Arkesden in Essex, England. Am frühen Morgen jenes Tages wurde die Feuerwehr von einem Autofahrer verständigt, dem aufgefallen war, dass Marriotts Haus in Flammen stand. Der Sänger, Songwriter, Gitarrist und musikalische Alleskönner fiel einer Rauchvergiftung durch einen wohl versehentlich durch eine Zigarette entfachten Brand zum Opfer. Er wurde am 30. April in Harlow beerdigt.

Nachdem Marriott in frühen Jahren als Kinderschauspieler aktiv gewesen war, wandte er sich als Teenager der Musik zu und gründete im Jahr 1965 zusammen mit Bassist Ronnie „Plonk“ Lane, Drummer Kenney Jones und Keyboarder Jimmy Winston die Small Faces. Schon kurz darauf konnte die Gruppe einen Plattenvertrag mit Decca Records an Land ziehen. Nach großen Chart-Erfolgen und vielen Meinungsverschiedenheiten und Unzufriedenheiten verließ der in Rhythm’n’Blues verliebte Marriott 1969 die Small Faces, um sich Peter Framptons Humble Pie anzuschließen. Von der Presse wurde die Band aufgrund dieses Zusammenschluss als Supergroup gelabelt.

Die verbliebenen Mitglieder der Small Faces akquirierten zur selben Zeit Ronnie Wood und Rod Stewart, benannten sich um in The Faces und spielten bis 1975 als Stewarts Begleitband. Marriott blieb bis 1975 bei Humble Pie, kehrte danach noch einmal kurz zu den Small Faces zurück, und veröffentlichte 1976 sein erstes Soloalbum MARRIOTT. 1979 kam es zu einer kurzen Humble-Pie-Reunion zwischen Marriott und Drummer Jerry Shirley. In diesem Zuge entstanden die beiden Alben ON TO VICTORY und GO FOR THE THROAT, die sich als mäßig erfolgreich erwiesen. Bis zu seinem frühen Tod war Marriotts Leben geprägt von ständigen Auf und Abs, Sucht, finanziellen Problemen und vor allem von wenig Beständigkeit. Im Jahr 1990 lud ihn Peter Frampton dazu ein, an einem Humble-Pie-Reunion-Album zu arbeiten. Jedoch erblickten nur zwei Songs aus dieser Kollaboration das Licht der Öffentlichkeit. „The Bigger They Come“ und „I Won’t Let You Down“ sind auf Framptons Album SHINE ON: A COLLECTION erschienen. Zu mehr war Marriott nicht bereit und flog wieder nach England zurück, ohne sich auf einen Reunion-Deal einzulassen.

Black Sabbath: Boxset ANNO DOMINI zu Tony-Martin-Ära

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Am 31. Mai erscheint das Boxset ANNO DOMINI, das sich mit dem Zeitraum 1989-1995 der Tony-Martin-Ära von Black Sabbath beschäftigt. Für viele Fans ist es höchste Zeit für eine Würdigung dieser Jahre, da diese Phase neben den Ozzy- und Dio-Jahren oft unter den Radar fällt. Das Boxset enthält u.a. Remasters der Alben HEADLESS CROSS, TYR, CROSS PURPOSES, ein paar Bonustracks, sowie einen neuen Remix von FORBIDDEN, dessen Gitarrist Tony Iommi sich persönlich annahm.

Sänger Tony Martin ist 1987 bei Black Sabbath eingestiegen. Sein erstes Album mit der Band war THE ETERNAL IDOL, das er nochmal schnell im Studio einsang, um die Spuren des vorherigen Sängers Ray Gillen zu ersetzen. 1995 erschien mit FORBIDDEN das letzte Album mit Martin am Gesang. In der kommenden Ausgabe von CLASSIC ROCK besprechen wir mit Tony Iommi persönlich diese dynamische, teils unstete Phase der legendären Band und blicken zurück auf die Tony-Martin-Ära.

Pearl Jam: DARK MATTER

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Die Überlebenskünstler aus Seattle strahlen auf Album Nummer 12 jede Menge Elan und Energie aus

Es ist unmöglich, sich einem neuen Pearl Jam-Album zu nähern, ohne an die gesamte Szene zu denken, aus der sie stammen. Seit ihrer letzten Veröffentlichung, GIGATON aus dem Jahr 2020, haben wir Screaming Trees-Frontmann Mark Lanegan verloren. Nach dem tragischen Ableben von Kurt Cobain, Layne Staley, Chris Cornell und Scott Weiland ist Eddie Vedder der letzte der großen, männlichen Grunge-Sänger. Er schien jedoch immer der größte Außenseiter der Seattle-Insider zu sein, dabei jedoch auch weniger verdammt von den Verlockungen der Sucht oder einer zu dünnen Haut, um mit dem Druck des Ruhms und der Welt im Allgemeinen fertig zu werden. Sie hatten immer eine gewisse Punk-Ethik im Umgang mit der Rock-Maschinerie, ja, aber Pearl Jam waren vom ersten Tag an schamlos stadiontauglich, was wohl das Geheimnis ihrer Langlebigkeit sein könnte. Mehr als drei Jahrzehnte später suchen sie mit DARK MATTER ihre Fußspuren wieder auf. Produzent Andrew Watt (der kürzlich mit den Rolling Stones – einer Band mit noch größerer Geschichte – an deren Comeback-Album HACKNEY DIAMONDS gearbeitet hat) hat sie dazu ermutigt, die feurigen, theatralischen und dramatischen Werke ihrer frühesten und beliebtesten Alben wieder aufzugreifen und neu zu bewerten: TEN, VS und VITALOGY. Es ist alles da, vom sofort erkennbaren Eröffnungsgeklimper von ›Scared Of Fear‹ über Schlagzeuger Matt Cameron, der dem Ganzen den gewohnt kolossalen Schwung verleiht, um es zum Leben zu erwecken, bis hin zu Vedder, der mit feiner Stimme auf die idealistische – und doch oft bissige – Szene zurückblickt, die Pearl Jam hervorgebracht hat, und gleichzeitig den Verlust und den Schmerz anerkennt, den eben jene Ära in ihrem Kielwasser hinterlassen hat. Es ist die Essenz von Pearl Jam, abgefüllt, aufgeschüttelt und entkorkt, mit Mike McCreadys Folterrad voller Gitarrenlicks, die jegliche Aufmerksamkeit sofort für sich beanspruchen. Die Kehrseite des Ratterns in ›Scared Of Fear‹ erscheint in Form von ›Something Special‹, der wahrscheinlich sentimentalste Song der Band überhaupt. In diesem fröhlichen, ›Itchycoo Park‹-artigen Track bietet der Frontmann seinen jungen Töchtern väterlichen Rat, Unterstützung und pure Liebe. ‚Wir glauben an dich‘, schmachtet er und macht den Song damit zu ihrer ganz eigenen Interpretation von David Bowies ›Kooks‹. Irgendwie schafft er es dabei jedoch, dass das eher süß statt übelkeitserregend rüberkommt. ›Something Special‹ und das eingängige ›Wreckage‹ – ein geschmackvolles, sanftes Classic-Rock-Konfekt, in dem Tom Pettys Melodieverliebtheit und R.E.M.s schwelgerische Streicher von Mitte der 90er widerhallen und das sogar an ›Fast Car‹ von Tracy Chapman erinnert – bilden die zarteren Stränge der Platte, wobei letzteres das viel beschwingtere Geschwisterchen von ›Daughter‹ von VS darstellt (obwohl der postapokalyptische Text ein ganz und gar düsteres Bild zeichnet). An anderer Stelle haben sie sich Mühe gegeben, den Regler hochzudrehen und den Sound so heavy wie möglich zu machen, nicht zuletzt beim Titeltrack. Selbiger ist eine Explosion aus hämmernden Drums, stechenden Riffs und Vedders Wut, die durch seine wunderbar tiefe Stimme gebändigt wird. Er greift den Status quo an und spricht eine nüchterne Warnung aus: ‘Once heard it said, and it stuck in my head, arrested the press, no one know what happened next.’ In einer Zeit, in der sich dunkle Mächte verschwören, um jeden mundtot zu machen, der versucht, sie zur Rechenschaft zu ziehen, ist das eine starke Aussage. ›Running‹ hingegen ist eine basslastige, zerklüftete, punkige Schimpftirade in der Art von ›Spin The Black Circle‹, völlig sinnwidrig (es scheint um Abwasser zu gehen), aber absolut magnetisch. Vedder hat in den letzten Jahren einiges an Kritik einstecken müssen, weil er manchmal nicht zu verstehen war, aber seine Stimme ist ein erstaunlich kraftvolles Instrument, voller Seele, Wut, Mitgefühl und Intelligenz. Und auch das gnadenlose Gitarristen-Duo Mike McCready und Stone Gossard macht hier keine Gefangenen, vor allem ersterer nicht. Von der New-Wave-Gitarrenlinie – und dem dazu passenden Peter-Hook-artigen Bass von Jeff Ament – des schwärmerischen Liebeslieds ›Won’t Tell‹ bis hin zum markanten Griffbrettfeuerwerk von ›Upper Hand‹ ist er ein absolutes Kraftpaket, ganz wunderbar. Dass Pearl Jam all diese Jahre nicht nur überlebt haben, sondern aufblühen, es mit Erwartungen aufnehmen und weiterhin riesige Menschenmengen anziehen, ist etwas, das gefeiert werden muss. Vor allem, da so vielen ihrer Zeitgenossen diese Chance grausam verwehrt wurde. Mit DARK MATTER, obwohl es niemals mit der aufwieglerischen Brillanz ihres Debüts und dessen Nachfolgers mithalten kann, haben sie das Porträt einer Band gezeichnet, die sich in ihrer eigenen Haut wohlfühlt, die ihre eigenen Stärken kennt und die in der Lage ist, nicht nur auf das zurückzublicken, was an ihrer Arbeit als junge Männer großartig war, sondern auch etwas von der Magie zurückzuerobern, die sie auf ihrem Weg an die Spitze gebracht, und dort gehalten, hat. Sie haben in den vergangenen Jahren einige wirklich schlechte Nachahmer inspiriert, aber mit DARK MATTER fegen sie diese Bands beiseite und erobern ihr eigenes, unverwechselbares Klangbild zurück.

8 von 10 Punkten

Pearl Jam
DARK MATTER
MONKEYWRENCH

The Allman Brothers Band: R.I.P., Dickey Betts

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Am 18.04. erklärte David Spero, Manager von Dickey Betts, dass der Künstler im Alter von 80 Jahren in Florida verstorben ist. Betts hatte ein Jahr lang gegen Krebs gekämpft und litt zudem an einer Lungenerkrankung. Er ist im Kreise seiner Familie verstorben. Selbige schrieb auf Instagram: „Dickey hatte eine überlebensgroße Persönlichkeit, und sein Verlust wird auf der ganzen Welt zu spüren sein.“

Dickey Betts zählte zu den Gründungsmitgliedern der Allman Brothers Band, die im Jahr 1969 von Duane und Gregg Allman in Macon, Georgia gegründet wurde. Der Hit „Ramblin‘ Man“ sowie das Instrumental-Stück „Jessica“ stammten aus Dickey Betts Feder. Er und die Allman Brothers zählen zu den wichtigsten Mitbegründern des Southern Rock. Im Jahr 2000 verließ Dickey Betts die damalige Inkarnation der Allman Brothers Band endgültig und war seitdem solo und mit seiner Band Great Southern unterwegs, der auch sein Sohn Duane Betts angehörte. Ruhe in Frieden, Dickey Betts.

Aktuelle Ausgabe: Das erwartet euch im neuen CLASSIC ROCK Magazine

Titelstory: Die wahren Anfänge von Van Halen

„Es klang höllisch schlecht. Seine Intonation war aus dem Lot, das Timing schrecklich.“ – Wer hört sowas nicht gern nach einer Audition als Sänger?! Tatsächlich urteilte Drummer Alex Van Halen so über David Lee Roth, als der in seiner Band einsteigen wollte, die Anfang der 70er durch die Clubs von Los Angeles tingelte. Aus der Band wurde Van Halen, aus David Lee Roth einer der spektakulärsten Frontmänner des Rock. WIE KANN DAS SEIN?! Genau das ergründen wir im ersten Teil unserer Titelgeschichte ab Seite 30. Danach lassen wir uns in unserer Top-50 der besten Songs von Van Halen.

Die neue Ausgabe von CLASSIC ROCK. Jetzt hier versandkostenfrei online bestellen: CLASSIC ROCK #129

Scorpions: Die entfesselten Bad Boys

Zwei Mitglieder waren „vom Touren zerstört“ und die Karriere der Scorpions schien Anfang 1983 ins Wanken zu geraten. Im Jahr darauf machte
LOVE AT FIRST STING sie dann zu globalen Superstars.

Grand Funk Railroad: American Bandstand

Sie verkauften das Shea Stadium schneller aus als die Beatles. Anfang der 70er war keine US-Hardrockband größer als Grand Funk Railroad. Sänger und Gitarrist Mark Farner blickt zurück.

Grand Funk Railroad Live Album

Werkschau: Peter Gabriel

Vom Prog-Fahnenträger zum Pop-Superstar – in einer so vielfältigen wie langen Karriere hat Peter Gabriel Musik von großem Tiefgang und einzigartigem Charakter hervorgebracht.

by Nadav Kander

Die neue Ausgabe von CLASSIC ROCK. Jetzt hier versandkostenfrei online bestellen: CLASSIC ROCK #129

Außerdem in diesem Heft: Canned Heat, Gun, Pearl Jam, Pat Travers, Led Zeppelin, Def Leppard, Gary Clark Jr. und viele mehr!

Wie immer mit Heft-CD, diesmal mit Songs von Elliott Brood, White Dog, Fischer-Z, Gun, RPWL und mehr!

Melvins: TARANTULA HEART

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Fünf gewinnt

Seit vier Jahrzehnten demonstriert Buzz „King Buzzo“ Osborne nun schon eindrucksvoll, dass man eine beachtliche Karriere aufbauen kann, in der man sich von niemand etwas sagen lässt. Und auch auf dem neuesten Melvins-Opus TARANTULA HEART blieben sämtliche Konventionen mal wieder links liegen. In Quintett-Formation aufgenommen, erwuchsen die fünf Tracks aus ausgedehnten Jam-Sessions, in denen sich Stammtrommler Dale Crover mit Ministry-Drescher Ray Mayorga duellierte, worauf Osborne dann die Songs um die Drumparts herum komponierte. Fünf Tracks? Klingt nach EP, doch allein der Opener ›Pain Equals Funny‹ umspannt schon gut 19 wie immer wunderbar dissonante Minuten, bevor es dann etwas mundgerechter, aber kein bisschen weniger kantig weitergeht. ›She’s Got Weird Arms‹ ragt heraus und klingt, als hätte man David Byrne die falschen Drogen verpasst, während bei aller heftigen Gitarrenwucht immer wieder das Gefühl aufkommt, die Melvins seien die Doom-Brüder im Geiste von Primus. Auch anno 2024 geht die Band also ihre ganz eigenen Wege, und das ist absolut gut so.

7 von 10 Punkten

Melvins
TARANTULA HEART
PIAS/ROUGH TRADE

Various Artists: DEVILDUCK RECORDS – 20 YEARS TIRED LIKE DIRT

Das Hamburger Indie-Label wird 20 Jahre jung

Zur Geburtstagsparty erscheint eine Zusammenstellung mit dreizehn Acts des geschmackssicheren Hamburger Labels. Seit seiner Gründung hat sich DevilDuck Records einen Ruf für hochwertige Veröffentlichungen und die engagierte Unterstützung seiner Künstler erworben. Vorgestellt werden neben Musikern, die schon länger zum Label gehören, wie die erfolgreichen The Dead South und Gunner & Smith, auch gleich sechs Künstler, die erst seit vergangenem Jahr dabei sind. Noch immer steht der Label-Chef auf kanadische Bands (Marissa Burwell). Aber auch deutsche Gruppen (Palila, Wisent), eine paar US-Bands (The Fourth Wall und die großartigen Timesbold) sowie eine Formation aus dem UK (Conscious Pilot) haben bei DD ihre Heimat gefunden. Bis auf ›The Long Run‹ von Palila sind zwar alle Tracks schon auf den letzten Werken der Musiker enthalten (auch das System-Of-A-Down-Cover ›Chop Suey‹ von The Dead South), der Sampler funktioniert aber allemal, um sich einen Überblick über die Aktivitäten des Indie-Labels zu machen, das für Qualität und Originalität steht. Ich muss mich zum Beispiel unbedingt mal näher mit The Fourth Wall und den ruppigen Wisent beschäftigen.

8 von 10 Punkten

Various Artists
DEVILDUCK RECORDS – 20 YEARS: TIRED LIKE DIRT
DEVILDUCK/INDIGO