Gestern spielten Slash feat. Myles Kennedy And The Conspirators im Münchener Zenith. Unser Fotograf Markus Werner war vor Ort und hat die Show des legendären Guns N‘ Roses-Gitarristen für euch festgehalten.
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Gestern spielten Slash feat. Myles Kennedy And The Conspirators im Münchener Zenith. Unser Fotograf Markus Werner war vor Ort und hat die Show des legendären Guns N‘ Roses-Gitarristen für euch festgehalten.
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Ein ziemlich gut gefällter Tourkalender: Mit ihrem brandneuen Album A DIFFERENT LIFE Im Gepäck kommen Cold Years aus Aberdeen, Schottland im Juli, September und Oktober für zahlreiche Headliner-Shows nach Deutschland. Vorher ist die ambitionierte Band mit Billy Talent unterwegs.
26.07. Schrobenhause, Noisehausen Festival
27.07. Trebur Festival
27.09. Hamburg, Headcrash
29.09. Berlin, Badehaus
30.09. München, Backstage Klub
1.10. Wien, Arena
4.10. Stuttgart, Im Wizemann
7.10. Frankfurt, Nachtleben
8.10. Köln, Helios 37
9.10. Hannover, Lux
„Aus dieser Zeit stammt auch das fantastische Studiowerk RAGGED GLORY. Alle Songs besagter Platte [außer ›Mother Earth (Natural Anthem)‹] gibt es nun von der aktuellen Crazy-Horse-Besetzung, 2023 eingespielt, als neue Live-Compilation.“
„Crockett gelingt es, seine roadtaugliche Poesie in melodieverliebte, herrlich nostalgische Country-Töne zu verpacken. Nie klang der Trucker-Country der 70er-Jahre hipper als bei ihm.“
„Als kölsche Version von Bob Dylan wird Niedecken in seiner Heimatstadt so gefeiert, wie es sich gehört: mit lauten Applaussalven und aufrichtiger Begeisterung.“
„Die Songs bewegen sich alle auf gehobenem Niveau. Jede Note sitzt da, wo sie hingehört, jedes Riff ist passgenau eingebaut. Man könnte auch kritisch anmerken: Die Platte ist zu routiniert und vorhersehbar.“
Seit dem denkwürdigen Comeback 2010 und großartigen Platten wie BLOOD OF THE NATIONS und BLIND RAGE hat sich die Euphorie um Accept mittlerweile gelegt. Von der Urbesetzung ist nur noch Gitarrist Wolf Hoffmann übrig geblieben, was dem Wiedererkennungswert freilich keinen Abbruch tut. Auf HUMANOID, dem sechsten Studioalbum seit der Wiederauferstehung, ist alles wie gehabt. Accept rocken nach altbekannten Mustern: präzises Gitarrenspiel, aufpeitschende Riffs und geradliniges Drumming. Dazu die unverkennbare Reibeisenstimme von Sänger Mark Tornillo. Experimente würde das Gros der Fans ohnehin nicht goutieren. Das Intro des Openers ›Diving Into Sin‹ erinnert stark an ›Metal Heart‹ und macht klar: Hier geht es um reinsten Teutonen-Stahl. ›Man Up‹ ist ein typischer Midtempo-Rocker, dem der Gute-Laune-Kracher ›Nobody Gets Out Alive‹ zur Seite gestellt wurde. Die Songs bewegen sich alle auf gehobenem Niveau. Jede Note sitzt da, wo sie hingehört, jedes Riff ist passgenau eingebaut. Man könnte auch kritisch anmerken: Die Platte ist zu routiniert und vorhersehbar. Cool und aus der Reihe ist indes das Trinkerlied ›Straight Up Jack‹ mit seiner starken AC/DC-Breitsteite. Bon Scott hätte seine Freude daran gehabt. (Text: Matthias Bossaller)
7 von 10 Punkten
Accept
HUMANOID
NAPALM/SPV

Charley Crockett hat eine erstaunliche Entwicklung genommen. Er war ganz unten, mit allen erdenklichen Zutaten. Er rappelte sich auf und er wuchs und wuchs. Heute bespielt der direkte Nachfahre von Wildwest-Legende Davy Crockett in den USA die größten Bühnen und gilt als einer der angesagtesten Country-Acts überhaupt. Kein Wunder, der schlaksige bärtige Kerl mit dem stechenden Blick ist vermutlich der unkonventionellste und vielleicht authentischste Künstler, den das Genre gerade zu bieten hat. Das zeigt sich auch auf seinem neuen, unter Live-Bedingungen in Austin aufgenommenen Album $10 COWBOY. Crockett erweist sich als genauer Beobachter des heutigen Way of Life, als Chronist des Landes und – das ist längst sein Markenzeichen – als rauchige, stets mit einem Halleffekt unterlegte Stimme der Loser und Abgehängten. Immer wieder geht es bei ihm ums Verlieren (›Hard Luck‹, ›Ain’t Done Losing‹, ›Good At Losing‹), um Einsamkeit (›Midnight Cowboy‹) und generell um die Unbill des irdischen Daseins (›Gettin’ Tired Again‹). Dennoch mag sich beim geneigten Hörer kein Stimmungstief einstellen. Im Gegenteil. Crockett gelingt es, seine roadtaugliche Poesie in melodieverliebte, herrlich nostalgische Country-Töne zu verpacken. Nie klang der Trucker-Country der 70er-Jahre hipper als bei ihm.
9 von 10 Punkten
Charley Crockett
$10 COWBOY
ON OF DAVY/THIRTY TIGERS/MEMBRAN

Neil Young und seine beständigste, am meisten geschätzte Begleitband Crazy Horse hatten in den 90er-Jahren des letzten Jahrtausends ihre produktivste Phase. Aus dieser Zeit stammt auch das fantastische Studiowerk RAGGED GLORY. Alle Songs besagter Platte [außer ›Mother Earth (Natural Anthem)‹] gibt es nun von der aktuellen Crazy-Horse-Besetzung, 2023 eingespielt, als neue Live-Compilation. Sah es in Zeiten der Pandemie stark danach aus, als würde Young vielleicht nie wieder live spielen, sind Crazy Horse seit 1969 nicht tot zu kriegen. In der Besetzung Young, Billy Talbot (Bass), Ralph Molina (Drums), Nils Lofgren (Gitarre, Klavier) und Micah Nelson (Gitarre, Klavier) findet RAGGED GLORY jetzt zu neuem glorreichen Ruhm. Auch wenn es mit (ARC)WELD und WAY DOWN IN THE RUST BUCKET schon zwei potente Live-Mitschnitte besagter Tour gibt, hat FU##IN’ UP dennoch unbedingt seine eigene Berechtigung. Wie es sich für den innovativen Neil Young gehört, wurden die Lieder auf FU##IN’ UP mit neuen Titeln versehen, sodass sie im Hier und Jetzt zu hören sind. ›Farmer John‹, ein Cover, hat als einziges seinen ursprünglichen Titel behalten – ›Fuckin’ Up‹ heißt jetzt beispielsweise ›Heart Of Steel‹. Gäbe es doch bloß mehr Neil Youngs auf dieser tristen Welt, mehr Innovation.
8 von 10 Punkten
Neil Young & Crazy Horse
FU##IN’ UP
REPRISE/WARNER

Zu den großen Säulenheiligen von Wolfgang Niedecken gehörten neben diversen Musikern auch immer Heinrich Böll und Joseph Beuys. „Böll ist immer der einfache Junge aus der Kölner Südstadt geblieben“, sagte Niedecken mal in einem Interview – und vermutlich möchte er auch so wahrgenommen werden. 1981 nahmen BAP beim Album FÜR USSZESCHNIGGE den Song ›Südstadt, verzäll nix‹ auf – und dieses Lied behandelt das Thema Gentrifizierung in einer Art Protoversion. Der Geruch sei hier eine Mischung aus Asphalt und Schweiß und das Viertel hatte selbst nach dem Ende des zweiten Weltkriegs noch Würde, als es in Trümmern lag. Mit der Stimme eines Märchenonkels trägt Niedecken dieses Stück vor – und natürlich die großen BAP-Hits wie ›Verdamp lang her‹, ›Müsli Man‹ oder ›Kristallnaach‹. Als kölsche Version von Bob Dylan wird Niedecken in seiner Heimatstadt so gefeiert, wie es sich gehört: mit lauten Applaussalven und aufrichtiger Begeisterung. In Summe bietet dieser Live-Mitschnitt mit seinen 30 (!) Liedern die elektrisierende Essenz, die an vier Abenden in den Sartory-Sälen aufgenommen wurde – und mit ›Helfen kann dir keiner‹ endet. Eine sehr würdevolle Angelegenheit!
8 von 10 Punkten
Niedeckens BAP
ZEITREISE – LIVE IM SARTORY
VERTIGO BERLIN/UNIVERSAL

Ab November gehen The New Roses auf große „Attracted To Danger“-Tour durch Deutschland. Als Support mit dabei haben die international erfolgreichen Hard Rocker aus Wiesbaden die finnische Band Moon Shot. Auf Social Media kündigten The New Roses bereits an, dass noch weitere Tourdates folgen werden.
02.11.2024 Osnabrück, Rosenhof
06.11.2024 Stuttgart, Im Wizemann
07.11.2024 Bochum, Zeche
08.11.2024 Hannover, Musikzentrum
09.11.2024 Leipzig, Hellraiser
14.11.2024 Köln, Kantine
15.11.2024 Jena, F-Haus
16.11.2024 Nürnberg, Hirsch
22.11.2024 Berlin, Hole44
23.11.2024 Hamburg, Fabrik
28.11.2024 AT Wien, Szene
29.11.2024 Wörgl, Komma
30.11.2024 München, Backstage Werk
06.12.2024 CH – Pratteln, Z7
07.12.2024 Aschaffenburg, Colos Saal
14.12.2024 Wiesbaden, Schlachthof
