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Start Blog Seite 458

Die Happy – GUESS WHAT

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Aus Vier wird Fünf; der Elan bleibt gleich

Klar, hin und wieder gab es in letzter Zeit mal einen Festivalauftritt oder ihre mittlerweile traditionelle Kurztournee zum Jahreswechsel. Aber neue Songs hatten uns Marta Jandová und ihre Mitstreiter dabei nicht zu bieten. Ein Missstand, den die Ulmer Alternative Rocker sechs Jahre nach ihrem gelungenen EVERLOVE-Album nun endlich beheben. Die zehn Lieder auf GUESS WHAT zählen kompositorisch klar zum Besten, was Die Happy bisher geschaffen haben und entschädigen so für die viel zu lange Durststrecke. Aus dem Vierer ist dank des neuen, zweiten Gitarristen Robert Kerner (Ex-Bakkushan) nun ein Quintett geworden. Als solches ist man offenbar noch immer zu energetischen Höchstleistungen wie dem euphorischen Titeltrack oder dem intensiven ›Here I Am‹ in der Lage.

Das Engagement und der Enthusiasmus der Frontlady sowie der Musiker sind immer spürbar. Eine Aussage, die sich übrigens ausdrücklich auch auf ›Love Suicide‹ oder ›Story Of Our Life‹ bezieht, bei denen die Fans der nachdenklicheren Seite der Gruppe auf ihre Kosten kommen.

7 von 10 Punkten

Die Happy, GUESS WHAT, BULLET/SOULFOOD

Bob Dylan: Erster Platz 1 in den Charts mit ›Murder Most Foul‹

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Bob Dylan neuer Song Murder Most FoulLiteraturnobelpreisträger, vielfacher Award-Gewinner und jetzt auch „endlich“ an der Spitze der Charts…

Vor gut zwei Wochen hatte Bob Dylan überraschend seinen neuen Song ›Murder Most Foul‹ veröffentlicht. Das Lied erstreckt sich auf 17 Minuten und erzählt vielschichtig vom Mord an John F. Kennedy und der kulturgeschichtlichen Struktur der 1960er Jahre.

„Die Beatles kommen im Text vor, Woodstock, John Lee Hooker, Marilyn Monroe, die Eagles und Fleetwood Mac, Charlie Parker, Thelonious Monk, Beethoven und etliche mehr. Es ist zugleich Gebet, eine Anrufung und eine Art Inventur der Popmusik und -kultur vor allem der 60er und 70er. Die Musik dazu fließt sachte-hypnotisch vor sich hin, mit Streichern, Klavier und sanftem Schlagzeug.“, so unser Autor vor 14 Tagen über das Stück.

Jetzt ist der Song mit 10.000 verkauften Downloads auf Nummer 1 in der Kategorie „Rock Digital Song“ der Billboard-Charts gestiegen. Somit ist ›Murder Most Foul‹ Dylans erster Nummer-1-Hit, der ihn selbst nicht nur als Songwriter, sondern auch als Interpreten listet.

Werkschau: Yes

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Yes liveNeben der Einzigartigkeit ihrer Erfolgsalben FRAGILE, CLOSE TO THE EDGE (beide 1972), TALES FROM TOPOGRAPHIC OCEANS (1973) oder 90125 (1983) gelten Yes auch als Pioniere spektakulärer Bühnenshows. Sie setzten erstmals Laserkanonen ein, verwendeten aufwändige, von Fantasy-Art inspirierte Bühnenaufbauten und platzierten diese mitten in der Halle. Blicken wir zurück auf einige der gelungensten und doch eher weniger gelungenen Werke der Prog-Giganten.

Unverzichtbar

FRAGILE (Atlantic, 1971)

fragile
Mit dem Wechsel von Tony Kaye zu Rick Wakeman explodiert die Kreativität der Band. Schon bei den ersten Proben komponieren Yes mit ›Roundabout‹ und ›Heart Of The Sunrise‹ zwei ihrer größten Hits und legen das Fundament für FRAGILE, bei dem das Cover-Konzept und die fortan charakteristische Schreibweise des Namenszugs von Roger Dean mit der farbenfrohen Musik der Band perfekt harmoniert. Yes gelingt es, komplexe, anspruchsvolle Ideen so raffiniert zu arrangieren, dass die starken Melodien und griffigen Hooks jederzeit präsent blieben, sozusagen der perfekte Spagat zwischen Intellektualität, Musikalität und kommerzieller Eingängigkeit.

CLOSE TO THE EDGE (Atlantic, 1972)


Anstatt ihr Erfolgskonzept nur stupide zu kopieren, entwickeln Yes ihren Sound einen Schritt weiter und veröffentlichen mit dem genialen CLOSE TO THE EDGE ein Album, das zwar nur aus drei Stücken besteht, dafür aber die gesamte Komplexität des Yes-Sounds reflektiert. Höhepunkte: der 18-minütige Titeltrack mit Sonatencharakter sowie die Halbballade ›And You And I‹, die mit ihrer verspielten Akustikgitarre die nachdenkliche, intime Seite der Band widerspiegelt. Dennoch gesteht Schlagzeuger Bill Bruford: „Es war ein langsamer und mühsamer Prozess – wie das Besteigen des Mount Everest.“

Wunderbar

THE YES ALBUM (Atlantic, 1971)

yes album
Bei THE YES ALBUM ersetzt Steve Howe Peter Banks, der das Orchesterkonzept vom Vorgänger TIME AND A WORD missbilligt und sich in seiner künstlerischen Freiheit beschnitten fühlt. Howe erweist sich als noch vielseitigerer Gitarrist, der neben E-Gitarren auch Dobro- und 12- saitige Modelle einführt und den Sound der Gruppe damit enorm bereichert. Das Album beginnt mit dem Paukenschlag ›Yours Is No Disgrace‹ und glänzt mit zwei weiteren Höhepunkten: das dreiteilige ›Starship Trooper‹ und ›I‘ve Seen All Good People‹. Aretha Franklin nennt es die „beste Pop-Platte der letzten Zeit.“

TALES FROM TOPOGRAPHIC OCEANS (Atlantic, 1973)

yes tales
Ursprünglich will Anderson das Album TALES FROM TOBOGRA-PHIC OCEANS nennen, basierend auf der Theorie des britischen Astronomen Sir Fred Hoyles über die röhrenförmige Ausdehnung des Weltalls, entscheidet sich dann jedoch für einen topografischen Ozean. Die Produktion verläuft turbulent: „Wir ließen Heuballen und Holzzäune anliefern, dazu eine elektrische Kuh mit Eutern“, amüsiert sich Wakeman. Das Album kann zwar den hohen Standard des Vorgängers nicht ganz halten, ist aber dennoch nicht nur in optischer Hinsicht ein weiterer Höhepunkt.

RELAYER (Atlantic, 1974)

yes relayer
Mit Keyboarder Patrick Moraz erhält der Yes-Sound ein stärkeres Faible für Jazzrock. RELAYER vereint neue Einflüsse mit den aufs Wesentliche komprimierten Direktiven von TALES OF TOPO-GRAPHIC OCEANS. Drei Meisterwerke veredeln die Scheibe: die Suite ›The Gates Of Delirium‹, ›Sound Chaser‹ und ›To Be Over‹ mit ihrem geradezu aggressiven Grundtenor. „Mit der ersten LP ohne Wakeman ist die Band endlich und vielleicht noch recht-zeitig vom direkten Pfad zu den Festspielen in Bayreuth und nach Oberammergau abgewichen“, schreibt „Sounds“ und lobt den „körperlich stimulierenden rhythmischen Untergrund.“

90125 (Atlantic, 1983)

yes 90125
90125 ist das erfolgreichste Yes-Album. Sein Welthit ›Owner Of A Lonely Heart‹ entsteht durch Zufall: „Wir brauchten einen kurzen Song. Ich fuhr zu Rabin und hörte mit ihm Kassetten mit Yes-Ideen an“, so Produzent Trevor Horn. „Was ich hörte, gefiel mir nicht, aber als er auf die Toilette musste, entdeckte ich die Pas-sage, die später das Intro von ›Owner Of A Lonely Heart‹ wurde. Ich sagte zu ihm: ,Das ist ein Nummer 1-Hit.’ Er antwortete: ,Das geht nicht, das Stück habe ich für jemand anderen geschrieben.’“ Zum Glück lässt sich Horn von seiner Idee nicht abbringen und überzeugt Gitarrist Rabin, den Song für Yes freizugeben.

Anhörbar

TIME AND A WORD (Atlantic, 1970)

yes time
Das zweite Album TIME AND A WORD zeigt äußerlich durchaus Ähnlichkeiten zum Debüt, ist kompositorisch jedoch ein anderes Kaliber. Die Arrangements klingen selbstbewusster, die Handschrift der Band ist nun deutlich profilierter. Außerdem holen Yes ein Orchester ins Studio. Die Single ›Sweet Dreams‹ wurde zwar ohne Orchester eingespielt und hat auch nur wenig textlichen Tiefgang, doch in ›The Prophet‹ fordert Anderson dazu auf, an Denkmälern zu rütteln. „Ich versuche den Leuten klar-zumachen, dass sie Propheten wie Bob Dylan oder den Beatles nicht blind wie Schafe folgen sollen“, erklärt er der Presse.

DRAMA (Atlantic, 1980)

yes drama
Der Ausstieg von Anderson und Wakeman scheint das Ende von Yes zu sein. Doch die verbliebenen Mitglieder Squire, Howe und White sowie ihr Manager Brian Lane wollen ihren Dukatenesel nicht sterben lassen. Auf Anraten von Brian Lane werden Trevor Horn und Geoff Downes von den Buggles (›Video Killed The Radio Star‹) verpflichtet. Horns helle, an Anderson erinnernde Stimme löst das personelle Dilemma ebenso wie Downes‘ Keyboardsounds. In dieser Konstellation wird 1980 das eigenwillige DRAMA veröffentlicht, das in punkto Innovation sicherlich kein sonderlich großer Schlag ist, aber für seine musikalische Vielfalt geliebt wird.

FLY FROM HERE (Frontiers, 2011)

yes fly from here
Ein gelungenes Comeback. Yes vergehen sich weder am eigenen Erbe ruhmreicher Tage – noch versuchen sie mit Anderson-Ersatzmann Benoît David der eigenen Tradition abzuschwören. Das Ergebnis einer Besetzung, die erst wie eine Notlösung schien, ist ein Album mit tollem Sound und verträumter Schönheit, die viele anfangs kritische Fans positiv überrascht. Alle wichtigen Parameter des feingliedrigen Yes-Sounds sind zu finden: mehrstimmige Gesänge, epische Arrangements und ein Titelsong, der ein unveröffentlichtes Überbleibsel aus der DRAMA-Ära (1980) ist.

Sonderbar

UNION (Arista, 1991)

yes union
1988 driftet die Band erneut auseinander. Sänger Jon Anderson formiert mit seinen früheren Yes-Kollegen Bill Bruford, Rick Wakeman und Steve Howe die Formation ABWH, während sich Trevor Rabin, Tony Kaye, Alan White und Chris Squire in der so genannten YesWest-Besetzung zusammenfinden. Für UNION verabreden die Managements eine Zusammenarbeit beider Lager. Ein in geschäftlicher Hinsicht genialer Schachzug, künstlerisch dagegen ein unausgegorenes Unterfangen mit einem inhaltlich halbherzigen Kompromiss, der nicht funktioniert. „Diese LP ist ein übles, überproduziertes, zusammenhangloses Werk“, schimpft Bill Bruford.

John Prine: An Covid-19 gestorben

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John Prine CoronaNach einer Woche in kritischem Zustand ist John Prine seiner Covid-19-Erkrankung erlegen.

Am 30. März berichteten wir darüber, dass John Prine nach plötzlichem Einsetzen von Corona-Symptomen ins Krankenhaus gebracht werden musste. Seinen Zustand bezeichneten die Ärzte als „kritisch“, Prine musste auf der Intensivstation beatmet werden.

Jetzt teilte die Familie des Singer-Songwriters mit, dass Prine gestern im Vanderbilt University Medical Center in Nashville an den Folgen von Covid-19 verstorben ist. Er wurde 73 Jahre alt.

John Prine live 2018:

Tony Iommi: Spenden für Krankenhäuser in der Krise

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Black Sabbath The EndLegende mit Herz: Tony Iommi will Krankenhäuser während der Corona-Pandemie unterstützen.

Tony Iommi möchte den Krankenhäusern in Birmingham durch die Corona-Krise helfen. Im Rahmen einer Charity-Auktion versteigert der Gitarrist von Black Sabbath deshalb nun einige Habseligkeiten aus seinem persönlichen Besitz. Darunter befinden sich eine signierte Epiphone SG sowie signierte CDs, Platten und Boxsets. Die Auktion läuft über Ebay.

Iommi dazu auf Facebook: „Mit einer Charity-Aktion unter dem Titel „Ein Abend mit Tony Iommi“ wollten wir Geld für die Krankenhäuser in Birmingham sammeln, als das Virus gerade aufkam. Jetzt wo alle Events abgesagt sind, möchte ich immer noch helfen. Also habe ich einige Dinge aus meinem Besitz für die Auktion zusammengesucht. Der gesamte Erlös wird Birminghams „Heartlands Hospital Charity“ zugute kommen. Ich bitte euch und hoffe, ihr könnt helfen. Unsere Unterstützung wird dort wirklich gebraucht. Wo wären wir ohne diese Ärzte, Schwestern und Pfleger? Das sind wir ihnen schuldig.“

Rock Stories: Heute im Livestream

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Rock Stories LivestreamHeute Abend ab 20:30 Uhr plaudert Christof Leim aus dem Nähkästchen…

In seinem Format „Rock Stories – Die besten Krach- und Lachgeschichten aus 100 Jahren Rock´n´Roll“ erzählt Kollege Christof Leim die wildesten Geschichten des Rock’n’Roll. Es geht um große Stars und große Songs, um Exzesse, Hedonismus, Abgründe und um Superlative generell.

Heute Abend ab 20:30 Uhr plaudert der Musikjournalist und Musiker aufgrund der Corona-Pandemie erstmals im Live-Stream unter www.rockstories.de aus dem Nähkästchen. Was an Eintritt gezahlt wird, bestimmen die Zuschauer selbst. Die Hälfte der Einnahmen spendet Leim an die WHO.

Rockstories livestream

Deep Purple: Release von WHOOSH! verschoben

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Deep Purple WhooshDas Veröffentlichungsdatum der neuen Deep-Purple-Platte wird um zwei Monate nach hinten verschoben.

Eigentlich hätte das neue Studioalbum von Deep Purple am 12. Juni veröffentlicht werden sollen. Doch aufgrund der Corona-Pandemie verschiebt die Band den Release um zwei Monate nach hinten.

Der neue Erscheinungstermin von WHOOSH! sei nun auf den 07. August verlegt worden, so teilte die Band über ihre Social-Media-Kanäle mit.
In einem Statement meinte Ian Gillan dazu unter anderem: „Die Vertriebswege für physikalische Tonträger sowie der Einzelhandel sind vorerst geschlossen, bis sich diese Krankheit endlich zurückzieht. Deswegen haben wir auf Rat unseres wunderbaren Labels hin beschlossen, den Release von WHOOSH auf August zu verschieben, da es doch immer noch viele unter uns gibt, die gerne eine brandneue Platte in Händen halten wollen. In meiner Quarantäne höre ich viel Musik und denke, dass es vielen von uns während dieser erschreckenden Erschütterung unseres Alltags ähnlich geht. Wir wissen, dass Musik eine große Rolle spielen wird, wenn wir zurück ins Licht schreiten. Aber: Gesundheit steht an erster Stelle, deshalb muss ich meine Freude darüber, WHOOSH endlich mit euch zu teilen, noch für einige Zeit auf Eis legen. Bleibt gesund und folgt dem Licht…“

CLASSIC ROCK präsentiert: Procol Harum live

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Procol Harum live 2021Ein positiver Blick in die Zukunft: 2021 kommen Procol Harum nach Deutschland.

Wenn es 2020 schon schwer wird mit Konzerten, dann kann man jetzt den Blick wenigstens freudig auf 2021 richten: In ziemlich genau einem Jahr kommen Procol Harum für einige Shows nach Deutschland.

Die 1967 gegründete Band um Frontmann Gary Brooker wird dann eine ausgewogenen Querschnitt ihres bisherigen Schaffens liefern und dabei natürlich nicht mit unsterblichen Klassikern geizen.

Procol Harum live:

11.04.2021 Koblenz, Rhein-Mosel-Halle
12.04.2021 Hannover, Theater am Aegi
14.04.2021 AT-Wien, Gasometer
15.04.2021 AT-Linz, Posthof
17.04.2021 CH-Genf, Théatre du Leman
18.04.2021 CH-Zürich, Volkshaus
20.04.2021 Stuttgart, Theaterhaus
21.04.2021 Halle-Saale, Steintor Varieté
22.04.2021 Dresden, Alter Schlachthof
23.04.2021 Bremen, Metropoltheater
25.04.2021 Mainz, Kurfürstliches Schloss
26.04.2021 Essen, Lichtburg
27.04.2021 Berlin, Admiralspalast