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Start Blog Seite 413

Video der Woche: Chuck Berrys und Keith Richards‘ Streit im Proberaum

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Zum Geburtstag von Chuck Berry hier eine legendäre angespannte Probe von ihm und Keith Richards. Und der trotzdem gelungene Auftritt danach…

Heute wäre Chuck Berrys Geburtstag. In Gedenken an den Rock’n’Roll-Urvater blicken wir zurück auf das Jahr 1986, als Berry seinen 60. Geburtstag mit einer großen Party in Form von zwei Konzerten im Fox Theatre in St. Louis, Missouri feierte.

Vor den eigentlichen Shows musste mit den Gastmusikern natürlich geprobt werden und während einer dieser Proben kam es zum Clinch, da Berry nicht mit Keith Richards Spiel zufrieden war. Richards quittiert dies mit einem mehr als genervten Blick.

Bei der Show selbst lief dann alles reibungslos und die beiden Künstler schienen wieder versöhnt.

https://youtube.com/watch?v=Gp8pr7sRKjU

Das letzte Wort: Bob Mould

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Vielen gilt er mit seiner einstigen Band Hüsker Dü als wichtiger Wegbereiter des Alternative-Booms der 90er, doch auch solo gehört Bob Mould seit nunmehr über 30 Jahren zu den interessantesten Stimmen des US-Rock. Seine Rolle in der Rockhistorie mag in Stein gemeißelt sein, doch das hat Mould nie davon abgehalten, seinen ganz eigenen Weg zu gehen. Ob Punk, Gitarrenpop, Aggro-Rock oder auch ausgiebige Ausflüge in die Elektronik – Grenzen waren ihm immer schnurz. Seit einigen Jahren nun scheint er an einer Goldader zu sitzen, denn nach den höchst gelungenen Alben PATCH THE SKY und SUNSHINE ROCK folgt nun mit BLUE HEARTS ein weiteres Highlight seiner langen Karriere.

Hallo Bob, wie geht’s?

Nicht schlecht unter den Umständen. Ich habe es vermieden, mich mit Covid-19 anzustecken, und hier in San Francisco scheinen die Leute zumindest vernünftig zu sein und sich an die Regeln zu halten. Im Januar war ich noch drei Wochen auf Tour gewesen. Direkt danach fuhr ich nach Chicago und habe die Platte aufgenommen. Ich bin dankbar, dass das alles noch passieren konnte, bevor der Wahnsinn losging. Und dieser Wahnsinn ist ja gerade für Musiker ein großes Problem, die jetzt ihr wichtigstes Einkommen verloren haben. Das wird auch noch eine ganze Weile so bleiben. Live-Musik wird wohl das Letzte sein, das wieder losgeht, und ich werde der Allerletzte sein, der wieder zur Arbeit zurückkehrt, denn ich habe die lauteste Singstimme überhaupt. 75 Minuten Brüllen und Schwitzen … im Moment völlig undenkbar. Es sind verrückte Zeiten, da werden wir kreativ sein müssen. Und was das Virus betrifft, denke ich, dass es ein Prophylaktikum geben wird, bevor wir eine Impfung finden, ähnlich wie PrEP für HIV. Aber wir wissen einfach immer noch viel zu wenig. Das ist ein unbekanntes Virus. Und bekanntlich ist das nicht die einzige Krise, die es gerade zu meistern gilt … Ja, wer hätte gedacht, dass ein Song, den ich im April 2018 schrieb, so aktuell sein würde?

›American Crisis‹ erschien zwei Tage, nachdem die Tragödie um George Floyd den nationalen Diskurs zu dominieren begann …

Viele sagen, das Pendel schwinge immer weiter Richtung Dystopie. Andere sagen, dies ist das letzte verzweifelte Aufbäumen der alten Garde, bevor eine neue Ära beginnt.

Wo stehst du zwischen diesen Positionen?

Was wir jetzt auf den Straßen von Amerika sehen, das ist die Zukunft. Die Teenager und Twentysomethings lassen sich diesen Mist nicht mehr bieten. Sie stehen vor diesem Scherbenhaufen, sie haben begriffen, dass das jetzt ihre Welt ist, und sie sind wirklich ernsthaft engagiert. Seit den 80ern trampeln diese reichen, alten, weißen Männer auf allen herum mit ihrer Lüge von der Trickle-downTheorie. Unter Obama haben wir dann acht Jahre Fortschritte gemacht und sind aus diesem finanziellen Loch herausgekrochen, das uns die Deregulierung durch die Vorgängerregierung beschert hatte. Tja, und dann haben diese Reality-TV-Clowns in den letzten dreieinhalb Jahren mal eben die Uhren um 150 Jahre zurückgedreht. Sie halten uns umklammert in diesem eisernen Todesgriff. Doch sie sind die Letzten ihrer Art und werden bald nicht mehr da sein. Es könnte sogar das Ende der Republikaner als Partei sein. Wie haben normale Menschen nur zugelassen, dass ihre Partei so aus dem Ruder läuft?

Das klingt sehr optimistisch.

Wir steuern definitiv auf einen Knall zu, einen Bruchpunkt, und ich denke, er ist in Sichtweite, denn so, wie die Dinge im Moment sind, können sie nicht mehr lange weitergehen. Das ist das Positive an dem Tod von George Floyd. Wie die Jugend darauf reagiert hat und die Dinge jetzt in die Hand nimmt.

Du leistest auch deinen Beitrag mit dieser wunderbar angepissten Platte.

Na ja, ich hatte nie die Absicht, mit 59 noch so krakeelen zu müssen, eigentlich würde ich lieber leise singen! So viel Stimme habe ich in meinem Alter wohl nicht mehr übrig. Aber ich stehe der Jugend gerne in beratender Funktion zur Seite. Wie laut kann ich brüllen? Wer wird es überhaupt noch hören? Aber ich tue auf jeden Fall alles, was ich kann, um zu helfen. Ich habe das ja alles schon mal erlebt. Eine gesundheitliche Krise, ein charismatischer Anführer mit kaum oder in diesem Fall überhaupt keiner Erfahrung in der Politik, gestützt von christlich-fundamentalistischen Fanatikern … Es ist wieder wie damals in den 80ern.

Die Platte hört sich auch an wie das Werk eines deutlich jüngeren Menschen …

Das liegt vielleicht auch daran, dass ich sie wieder gemacht habe wie seit den 80ern nicht mehr. ›American Crisis‹ hatte ich, wie gesagt, schon vor über zwei Jahren geschrieben, doch der Rest entstand Ende 2019, kurz nach meiner Rückkehr aus Berlin in die Staaten. Inspiriert von diesem Song und dem alltäglichen Geschehen spürte ich eine Dringlichkeit, diese Songs zu schreiben. Dann bin ich gleich mit ihnen auf Tour gegangen und habe sie im Anschluss sofort aufgenommen. Ein sehr unmittelbarer Prozess, und das Ergebnis ist ziemlich ungeschminkt, roh und direkt.

Und ausgerechnet diese Songs wirst du erst mal nicht live spielen können.

Oh Mann, diese Ironie! Von allen Platten war das diejenige, die perfekt für den Live-Kontext war! Aber ich bin mir sicher, dass wir sie eines Tages auch wieder auf eine Bühne bringen können.

Tyler Bryant & The Shakedown – PRESSURE

Unter Hochdruck

Gut ein Jahr nach TRUTH & LIES folgt mit PRESSURE das vierte Album von Tyler Bryant & The Shakedown. Die Jungspunde mit Wohnsitz in Nashville, die gerne satten Alternative Rock mit Blues-infizierten Klängen kreuzen, haben während des Lockdowns 13 neue Songs eingespielt, die sich zu einem angenehm fließenden Gesamtwerk fügen. Unter Hochdruck entlädt sich der Titeltrack mit treibenden Beats und fetten Riffs, auch das folgende ›Hitchhiker‹ mit dem Slide-Gitarrenintro und stampfenden Rhythmus bremst das Tempo nicht aus. Erst beim ungewöhnlich optimistischen ›Crazy Days‹, das in Kollaboration mit Bryants Angetrauter Rebecca Lovell von Larkin Poe entstand, wird etwas vom Gas gestiegen, wobei auch der Bryant’sche melancholische Einschlag mindestens bei drei Stücken zu vernehmen ist. Da ›Automatic‹ und ›Wildside‹ irgendwie schon gehört klingen, kann PRESSURE als äußerst solide Platte bezeichnet werden.

7 von 10 Punkten

Tyler Bryant & The Shakedown, PRESSURE, SPINEFARM/UNIVERSAL

Silvera – EDGE OF THE WORLD

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Harte Dänen

Um das Debütalbum von Silvera wurde bereits im Vorfeld ein dezenter Hype verbreitet, nicht weniger als um die neuen Hardrock-Senkechtstarter aus Dänemark soll es sich hier handeln. Auch wenn Dänen nicht dafür bekannt sind, zu lügen, wäre man bei ein bisschen weniger Lobhudelei allerdings etwas unvoreingenommener gewesen. Mit EDGE OF THE WOLD fliegt zwar durchaus ein gutes Album ins Haus, das man stilistisch am ehesten als eine moderne Mischung aus amerikanischem Radio-Rock à la Nickelback und Alter Bridge bezeichnen könnte, und dessen Songwriting mit großer Wahrscheinlichkeit gut im Mainstream ankommen wird.

Doch man wird einfach das Gefühl nicht los, dass es hier etwas an Wiedererkennungswert und Seele fehlt. Mag sein, das Silvera internationales Potenzial haben, aber ob sie es zu ähnlichem Erfolg wie ihre Landsleute von Volbeat bringen werden, bleibt abzuwarten.

7 von 10 Punkten

Silvera, EDGE OF THE WORLD, TARGET/SPV

Meilensteine: Nico und The Velvet Underground

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Juni 1965: Rolling Stone Brian Jones führt Nico in Andy Warhols New Yorker Factory ein.

Selbstverwirklichung galt ihr als oberstes Credo: Mit 15 Jahren startete die in Köln geborene, in Berlin aufgewachsene Christa Päffgen ihre Modelkarriere. Über den Fotografen Herbert Tobias erhielt die unterkühlt schöne KaDeWe-Angestellte erste Aufträge. Modedesigner Heinz Oestergaard und Dior Starfotograf Willy Maywald förderten den Umzug nach Paris und das Pseudonym Nico. Ihr ätherisches Antlitz zierte nun Cover von „Vogue“ und „Elle“. Ende der 50er galt sie, von der New Yorker Agentur Eileen Ford unter Vertrag genommen, als International Model. Einer Liaison mit Alain Delon entstammt der 1962 geborene Sohn Christian „Ari“ Aaron. Zu jener Zeit wirkte Nico schon in Kinofilmen mit – diversen Cameos (u.a. in Fellinis „La Dolce Vita“) folgte 1963 eine Hauptrolle in Jacques Poitrenauds „Strip-Tease“. Im gleichen Jahr sang sie im New Yorker Nachtclub „Blue Angel“ Standards.

Rolling Stone Brian Jones erwies sich als effizienter Türöffner: Nicos 45er ›I‘m Not Sayin‘‹, produziert von Jimmy Page, erschien auf Stones-Manager Andrew Loog Oldhams Label Immediate. Im Juni 1965 führte Jones sie in Andy Warhols New Yorker Factory ein. Factory-Regisseur Paul Morrissey besetzte sie im Experimentalfilm „Chelsea Girls“. Gegen den Willen der von ihm protegierten The Velvet Underground installierte Warhol die Mittzwanzigerin als Sängerin. Nicos Mitgliedschaft verhalfen zum Plattenvertrag mit MGM/Verve und Warhols Multimediashow Exploding Plastic Inevitable zu mehr Aufmerksamkeit.

Auf dem 67er-VU-Debüt, produziert von Tom Wilson, sang Nico in sonor dunklem Timbre die Klassiker ›Femme Fatale‹, ›All Tomorrow‘s Parties‹ und ›I‘ll Be Your Mirror‹. Als Reed, Cale und Co. sich von Warhol trennten, flog Nico aus der Band. Unter der Ägide von Wilson sowie mit Hilfe von Reed, Cale, Tim Buckley, Jackson Browne und Ramblin‘ Jack Elliott entstand der im Oktober 1967 erschienene LP-Erstling CHELSEA GIRL. Künstlerisch frei schwamm sich die 1988 49-jährig auf Ibiza verstorbene Nico mit den selbstkomponierten Nachfolgern THE MARBLE INDEX (1968) und DE­­SERTSHORE (1970).

Tom Petty – WILDFLOWERS & ALL THE REST (Deluxe Box)

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It’s good to be king: Tom Pettys zweites Solowerk als auf 70 Tracks erweiterte Luxusausgabe.

Spätestens seit dem US-Multiplatinalbum DAMN THE TORPEDOS (1979) galt die drei Jahre zuvor aus der
Band Mudcrutch hervorgegangene Heartland-Rock-Formation Tom Petty & The Heartbreakers aus Gainesville, Florida, als weltweit etabliert. Mit dem fünffachen Platinwerk FULL MOON FEVER machte sich Frontmann Tom Petty 1989 selbständig. Auch dessen Nachfolger, WILDFLOWERS, der erste Longplayer für den neuen Vertragspartner Warner sowie das erste von drei Alben, das in Co-Produktion mit Studiokoryphäe Rick Rubin und Heartbreakers-Gitarrist Mike Campbell entstand, setzte 1994 Stückzahlen in Millionenhöhe ab.

In gewohnt facettenreicher Mixtur assistierten auch auf WILDFLOWERS, abgesehen vom just ausgeschiedenen Drummer Stan Lynch, sämtliche Heartbreakers-Mitglieder im Gespann mit diversen Studiogästen (u. a. Ringo Starr, Carl Wilson, Michael Kamen, Jim Horn). Ursprünglich plante Petty, das von den Hit-Auskopplungen ›You Don’t Know How It Feels‹, ›You Wreck Me‹, ›It’s Good To Be King‹ und ›A Higher Place‹ angeschobene Werk als DoppelCD mit 25 Songs zu veröffentlichen. Lenny Waronker von Warner erschien das Konzept jedoch als zu lang, legte Veto ein und stutzte zum Verdruss von Petty und Co. WILDFLOWERS auf 15 Tracks runter.

WILDFLOWERS & ALL THE REST SUPER DELUXE EDITION, High-Grade-Version gleich mehrerer Formate (2 CDs, 4 CDs, 3 LPs, 7 LPs), offeriert auf fünf Silberlingen immerhin 70 Tracks, davon neun gänzlich unveröffentlicht sowie 34 in bis dato unbekannten Versionen. Zu den 15 Originalstücken gesellen sich die 10 von Waronker gestrichenen Songs ebenso hinzu wie 15 Solodemos aus Pettys Home Studio, weitere 14 WILDFLOWERS-Tracks entstanden zwischen 1995 und 2017 als Konzertmitschnitte. Als Sahnehäubchen fungieren 16 aus den Archiven gehobene Alternativ-Studioversionen. Im Rundum-glücklich-Paket findet sich zudem ein 80-seitiges Hardcover Buch samt Einführung von Rick Rubin, ein Essay von David Fricke, eine komplette Track-für-Track-Analyse, rare Fotos und spezielle Illustrationen. Zusätzlich gibt es eine exklusive Lithographie, eine Replik des 95er „Dogs With Wings“-Tourprogramms, das WILDFLOWERS-Logo als Patch und Sticker, Faksimiles von Tom Pettys handschriftlichen Lyrics
(vier Songs) und ein nummeriertes Zertifikat.

Tom Petty, WILDFLOWERS AND ALL THE REST, RHINO/WARNER

9 von 10 Punkten

The Struts – STRANGE DAYS

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Party statt Pandemie

Sie hatten so eine Ahnung, was uns 2020 bevorstehen würde, dem Titelsong und ›All Dressed Up With Nowhere To Go‹ nach zu urteilen. Aber der Kram um Krise und Corona kümmert The Struts in Wahrheit nicht die Bohne. Sie feiern auch auf ihrem dritten Album, was das Zeug hält. Dabei wirken sie konzentrierter denn je. Die von Glam, Hardrock und Pop begeisterten Jungs aus Derbyshire haben in LA zehn Tage lang bei Jon Levine aufgenommen, er hatte schon den Vorgänger YOUNG & DANGEROUS produziert. Als Gäste sind Robbie Williams, Joe und Phil von Def Leppard, Tom Morello und Albert Hammond Jr. dabei, sie sorgen alle für Duftnoten.

Aber die Band selbst ist am Ende entscheidend. Drummer Gethin Davies war schon immer ein Antreiber, jetzt befeuert er ›Cool‹ und ›Can’t Sleep‹ mit der Kickstart-My-Heart-Haltung, die er so liebt. Sänger Luke Spiller hat es jetzt mehr mit Roger Daltrey. Zwischentöne gehen in Richtung Blues, New Wave und, im Falle von ›Am I Talking To The Champagne‹, Saxbesetztem Jazz. Natürlich passt das alte Zerstörerding ›Do You Love Me‹ von Kiss auch ins Programm. The Struts bringen Laune in den Laden, egal wie sie es anpacken. Krampf raus, Spaß nach vorne – geht doch.

8 von 10 Punkten

The Struts, STRANGE DAYS, UNIVERSAL

Text: Thomas Weiland

Songpremiere: Needtobreathe mit ›Who Am I‹

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Hört hier eine brandneue Version des Songs ›Who Am I‹.

Am 28. August erschien OUT OF BODY, das neue Studioalbum von Needtobreathe. Darauf fand sich unter anderem die Single ›Who Am I‹, welche auch inklusive Video auf dem Youtube-Kanal der Band veröffentlicht wurde.

Jetzt hat das gefühlvolle Southern-Rock-Trio aus South Carolina sich mit der Singer/Songwriterin Elle King zusammengetan, um eine brandneue Version dieses Songs zu erschaffen.

Elle King Press

„Es ist wunderbar, wie ›Who Am I‹ ein eigenes Leben entwickelt. Unsere Fans machen so etwas möglich. Wir waren schon immer große Bewunderer von Elle King und freuen uns nun umso mehr, ihre Stimme und ihren Spirit auf dieser neuen Version des Songs eingefangen zu haben. Elle kam rein und lieferte ab.“, so Needtobreathe über dieses Projekt.

Hört hier die neue Version von ›Who Am I‹:

Unsere Review zum Album:


Schon seit ihren Sandkastentagen sind Bear Rinehart (Gesang, Gitarre), Seth Bolt (Bass, Gesang) und Josh Lovelace (Keyboard, Gesang) alias Needtobreathe beste Freunde. Eine fest aufeinander eingeschworene Truppe, die auf mittlerweile sechs Alben in ihrer mehr als zwanzigjährigen Bandkarriere zurückblicken kann. Und als eine Art Zwischending aus Rückblick und emotionaler Bestandsaufnahme versteht das Rock-Trio aus South Carolina auch seinen siebten Longplayer, auf dem sich die Jungs mit den beiden großen Säulen des Lebens beschäftigen: Familie und Freunde. Beziehungsweise dem zwischenmenschlichen Miteinander zwischen Kindheit, Erwachsenwerden und Tod, das sich über die Jahre stetig verändert, auf die Probe gestellt wird, sich vertieft und irgendwann zwangsläufig zu seinem unausweichlichen Ende kommt. Auf in Rock gegossenen Songs wie ›Mercy’s Shore‹, ›Child Again‹ oder ›Bottom Of A Heartbreak‹, die mit ihren Stadionhymnen-haften Refrains sofort mitreißen, horcht man kollektiv hinein in sein Innerstes, um schließlich auf dem letzten Stück ›Seasons‹ eine bittersüße Bilanz seiner existenziellen Betrachtungen zu ziehen. (Nicko Emmerich)