0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Start Blog Seite 401

Blues Boom: Die stillen Stars – Beverly „Guitar“ Watkins (Teil 2)

0

Mit Unterstützung von Duffy und seiner Stiftung ging Watkins mit weiteren von Music Maker geförderten Künstlern auf Tour, darunter auf Taj Mahal, und mit 60 konnte sie dann endlich ihr erstes Album aufnehmen. BACK IN BUSINESS von 1999 wurde von Mike Vernon produziert, bekannt vor allem für seine Arbeit mit John Mayall und den Fleetwood Mac unter Peter Green sowie die Gründung des britischen Blueslabels Blue Horizon. „Ich habe so viel harte Arbeit in dieses Business gesteckt“, sagte sie, „und ließ immer die anderen strahlen. Jetzt ist meine Zeit gekommen.“

Ein Vorteil ihres fortgeschrittenen Alters war, dass sie sich aus den zahlreichen Klängen und Szenen bedienen konnte, die sie in ihrem Leben aufgesogen hatte. Man konnte sie in all ihren folgenden Auftritten und Aufnahmen hören, von Gospel über furiosen R’n’B, Soul und Funk bis hin zu Jazz. Sie war in erster Linie Gitarristin und in zweiter Linie Songwriterin (wenig überraschend, schließlich hatte sie fast in ihrer gesamten Karriere Gitarre gespielt), doch ihre Songs strahlen Klarheit und Energie aus, doch geprägt von Jahren des Party-Blues und Kneipen-Boogies mit Piano Red. ›I’m Gonna Rock Some More‹, ›Right Don’t Wrong Nobody‹, ›Back In Business‹, ›Impeach Me Baby‹ – dies ist Musik, die unterhalten, nicht nachdenklich machen soll. In ihrer späteren Karriere hatte sie mit allerlei gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, darunter Krebs, ein Herzinfarkt und ein Hirnaneurysma, doch sie hörte nie auf, aufzutreten.


Die meisten Clips, die sich online finden lassen, zeigen sie in ihren 70ern, wie sie immer noch mächtig rockt und das Publikum zum Mitsingen bringt. In ihren letzten Jahren gab sie Interviews aus einer Senioreneinrichtung für betreutes Wohnen in Atlanta, wo sie davon träumte, ein eigenes Haus und
eine Les-Paul-Gitarre zu besitzen. Sicher gibt es andere wie sie – begabte Musiker*Innen, oft Pioniere auf ihrem Gebiet, die es nie ins Rampenlicht schafften. Wir hören heute immer wieder von bislang unbekannten Talenten, weil irgendein großer Star sie entdeckt hat, doch Watkins hatte nie dieses Glück.

Dass sie als Frau von über 60 an die Öffentlichkeit trat, in einer Zeit, als der Blues erst noch seine nächste Renaissance erleben musste, half natürlich auch nicht gerade. Und so blieb ihr Name außerhalb der lokalen Szene von Atlanta und einem engen Kreis eingefleischter Bluesfans unbekannt. Ihr letztes Album, DON’T MESS WITH MISS WATKINS, erschien 2010. Bis zu dem Schlaganfall 2019, gefolgt von dem Herzinfarkt, der sie im Alter von 80 Jahren schließlich das Leben kostete, spielte sie weiterhin in Clubs und Altersheimen in Atlanta – und an jedem ersten Sonntag des Monats in der Kirche in Commerce, Georgia, in der sie aufwuchs. Ihren Glauben verlor sie nie. „Er [Gott] kümmerte sich um mich, als ich es selbst nicht tat“, sagte sie lächelnd bei einem Gig an ihrem 76. Geburtstag in der Northside Tavern. Und ja, sie spielte immer noch mit der Gitarre hinter dem Kopf.

The Kinks: 50 Jahre LOLA

0

Heuer wird die Platte LOLA VERSUS POWERMAN AND THE MONEYGOROUND, PART ONE 50 Jahre alt.

Zur Feier dieses Jubiläums wird es das Album der Kinks deswegen ab 11. Dezember in remasterten Versionen in Form verschiedener Boxsets und Editionen geben.

„Das Album feiert die künstlerische Freiheit (inklusive meiner eigenen) und das Recht auf Gender-Freiheit; so wie man sich eben gerade fühlt. Das ganze Geheimnis ist, ein guter und vertrauensvoller Mensch und Freund zu sein“, so Ray Davies zu dem Meilenstein.

Als weiteres Schmankerl vor der offiziellen Veröffentlichung gibt es jetzt eine neue Version des Songs ›Lola‹ zu hören, für den Ray Davies die Originalbänder neu gemastert hat.

Eine kleine Überraschung vorneweg: In der kommenden Ausgabe von CLASSIC ROCK werden The Kinks unser Titelbild zieren…

Blues Boom: Die stillen Stars – Beverly „Guitar“ Watkins (Teil 1)

0

Beverly „Guitar“ Watkins nahm ihr erstes Album erst im Alter von 60 Jahren auf, doch schon lange davor war sie eine explosive Kraft in der Bluesszene.

Sie spielte auf Songs, die den Rock’n’Roll-Boom der 60er inspirierten. In den 80ern ging sie in Büros und
Häusern putzen und trat für Trinkgelder auf FastFood-Meilen auf. Dann führte in den 90ern eine Reihe glücklicher Zufälle dazu, dass sie ihre erste Platte aufnahm. Plötzlich fand sich diese Frau aus dem ländlichen Georgia, deren furiose Gitarrenkünste immer im Dienst anderer gestanden hatten, selbst im Mittelpunkt. Abseits der Bühne hätte man sie für die nette, fromme Südstaaten-Grandma halten können, doch auf der Bühne hatte Beverly „Guitar“ Watkins mehr mit Jimi Hendrix und Pete Towns hend gemein. Entfesselte Schreie, Vollgas-Riffattacken, Soli mit der Gitarre hinter dem Kopf … Kein Wunder, dass ihr einstiger Tourgeselle Taj Mahal sie so beschrieb: „eine Vollblutmusikerin, die sich auf der Bühne auch vor den Besten nicht verstecken muss – Mann, Frau oder Wunderkind“.

„Das hatte sie alles schon seit Ende der 50er gemacht“, sagte Brett J. Bonner, Redakteur von „Living Blues“, in der „New York Times“, „aber sie war kein Star, denn den Großteil ihrer Karriere war sie immer
die rechte Hand und spielte in Bands, die keine Hits hatten. Sie war eine unglaubliche Gitarristin.“ 1939 geboren, wurde sie von ihren Großeltern aufgezogen (ihre Mutter starb, als sie drei Monate alt war), die eine Farm pachteten. Watkins war burschikos und ging mit ihrem Großvater fischen und zur Kaninchenjagd, hörte ihre Tanten in Kirchen singen, aber auch den Gospel und das Gitarrenspiel von Sister Rosetta Tharpe. Mit acht bekam sie ihre erste Gitarre, die sie zu „Scheunentänzen“ mitnahm, wo ihr Opa und seine Freunde um ein großes Feuer herum saßen, Banjo spielten und Muscadin-Wein tranken. Mit etwa elf Jahren zog sie zu ihrer Tante nach Atlanta, wo sie in der High-School-Kapelle Trompete spielte. Doch als sie begann, in örtlichen Bands einzusteigen, hatte sie sich für die Gitarre entschieden. Mit 16 lernte sie William Lee „Piano Red“ Perryman kennen, ein überlebensgroßer, schwarzer Albino und Sänger/Pianist, der sie fragte, ob sie in seiner Gruppe Piano Red & The Meter-Tones Rhythmusgitarre spielen wolle.

„Er war wie ein Vater für uns“, sagte sie. „Er brachte mir alles über Bühnenpräsenz bei.“ Tourneen in den USA in der Zeit der Rassentrennung waren hart. Später erinnerte sie sich daran, wie sie hinter Restaurants schleichen musste, um Sandwiches zu bekommen, und im Auto statt in Hotels schlief. „Ich weiß noch, als wir in Natchez, Mississippi, aufbauten und der Manager zu uns sagte: ‚Ich müsst euer Zeug einpacken und abhauen‘. Und in Baltimore, Maryland, warf jemand einen Ziegelstein auf unseren Kombi.“

Doch die Band machte sich trotzdem einen Namen und trat als Vorgruppe für Stars wie James Brown, Aretha Franklin und Ray Charles auf. Ihr Hit ›Mister Moonlight‹ wurde von den Beatles, den Hollies und den Merseybeats gecovert. Johnny Kidd & The Pirates coverten unterdessen ihren Song ›Dr. Feelgood‹, was wiederum die britische Band Dr. Feelgood zu ihrem Namen inspirierte.

Mit 24 brachte Watkins ihren Sohn Stan auf die Welt, das Ergebnis einer Affäre mit einem Musiker aus Atlanta. Als die Arbeit mit Piano Red langsam im Sand verlief, spielte sie weiter mit anderen Musikern, etwa Leroy Redding (der Cousin von Otis), und war als Bassistin bei einem weiteren Eckpfeiler von
Atlantas Szene beschäftigt, Eddie Tigner. Mit ihm trat sie etwa ein Jahr lang in den Lobbys von Holiday-Inn-Hotels auf. Wenn sie nicht auf Tour war, verdiente sie Geld als Autowäscherin und Büroputzfrau.
Ende der 80er bekam sie ein regelmäßiges Engagement bei Underground Atlanta, einem Einkaufs- und Ausgehareal in der Innenstadt, das viele Straßenmusiker anzog.

Hier stellte Danny „Mudcat“ Dudeck (ein von ihrem Spiel beeindruckter Bluesgitarrist aus der Stadt) sie
Mitte der 90er Tim Duffy vor, einem Folkloristen, der mit seiner Frau Denise die Music Maker Relief Foundation gegründet hatte, um arme Musiker in den Südstaaten zu unterstützen. „Wenn Beverly spielte, bewegte sie die Menschen, allen voran junge Frauen und Mädchen“, sagte Dudeck im „Atlanta Journal Constitution“. „Sie rockte härter als ein Mann, und das war inspirierend.“

AC/DC: Nummer eins so weit das Auge reicht

0

Es ist nicht überraschend: Mit ihrem neuen Album POWER UP knacken AC/DC die Chartspitzen zahlreicher Länder…

Mit ihrem 17. Studioalbum POWER UP führen AC/DC inzwischen die Chartspitzen in 18 Ländern an. In Australien haben die Rocklegenden sogar einen neuen Rekord gebrochen: Als einzige australische Band liefert die Truppe seit fünf Dekaden in ihrer Heimat Nummer-1-Alben ab.

Kauft hier unser Sonderheft über AC/DC mit 148 Seiten High Voltage Rock’n’Roll!

Kansas: Neues Video zu ›The Absence Of Presence‹

0

Von ihrem jüngsten Album THE ABSENCE OF PRESENCE haben Kansas jetzt zum über acht Minuten langen Titelstück ein neues, animiertes Video veröffentlicht. Sänger Ronnie Platt über das Album: „Bei THE ABSENCE OF PRESENCE feuert die Bands wirklich aus allen Zylindern!“

Solstice – SIA

0

Klassischer Prog- und Hippie-Sound mit weiblicher Note

Wer sich im progressiven Rock nur etwas auskennt, wird beim Covermotiv (und vielleicht noch mehr beim Band-Logo) der Briten Solstice gleich an Yes-Alben aus den 70ern wie TALES FROM TOPOGRAPHIC OCEANS oder RELAYER denken. Dankenswerterweise ist der mittlerweile sechste Longplayer des aus dem lauschigen Milton Keynes stammenden Sextetts keine Mogelpackung, geboten wird nämlich klassischer Art-Rock mit reichlich Prog- und Hippie-Feeling.

Was von Gitarre und Orgel geführte Nummern wie der zeitweise jazzig-angehauchte, dann knackig rockende 13-Minüter ›Shout‹, das sphärisch-verträumte ›Love Is Coming‹ oder das folkige, mit an Crosby, Stills & Nash erinnernden Harmonien ausgestattete ›Long Gone‹ anders macht, ist der weibliche Gesang. Der ist bei Solstice nun schon seit 40 Jahren Tradition, die von der zum Jubiläum neu dazu gestoßenen Jess Holland ganz hervorragend mit viel Gefühl, aber auch jeder Menge selbstbewusster Power überzeugend fortgeführt wird.

7 von 10 Punkten

Solstice, SIA,

Rückblende: Budgie ›Breadfan‹

0

Dieser Song über Menschen, die Geld (nicht Brot) lieben, entstand aus einer ohrenbetäubenden Jamsession, wurde zur Hymne der Band und einem Fanliebling. Auch Metallica fanden ihm ziemlich gut.

Die aufstrebenden jungen Rocker Florence Black aus Wales beenden ihre Shows immer mit einer Dampfhammer-Version von ›Breadfan‹, dem bekanntesten Stück von Budgie. „Budgie waren grandios“, sagt Tristan Thomas, der Sänger des Trios. „Sie waren damals eine der ersten HeavyMetal-Bands, sie halfen, das ganze Ding loszutreten. Wir spielen am Ende unseres Sets ›Breadfan‹ und die Kids drehen immer noch durch. Es ist so kraftvoll und einzigartig, es frisst sich einem immer noch in den Kopf.“

Über die Jahre haben diverse Top-Acts wie etwa Van Halen, Soundgarden, Metallica oder Iron Maiden Songs von Budgie gecovert. Klar, Budgie stiegen nie in dieselben Höhen auf wie manche Zeitgenossen, allen voran Black Sabbath, doch ihr Einfluss ist dennoch weitreichend. ›Breadfan‹ ist ihr ›Paranoid‹, die Nummer, nach der die Fans bei den Konzerten schreien, die Nummer, die Gelegenheitshörer kennen, die sonst keinen einzigen Titel aus dem Backkatalog der Band nennen könnten. „Es ist unsere Hymne“, bestätigt Budgies Sänger und Bassist Burke Shelley. „Und es heißt ›Breadfan‹, nicht ›Bread Van‹, wie viele einst dachten! Im Text geht es einfach um jemanden, der Geld mag.

Ich ließ mir den Begriff einfallen – damals bezeichnete man Geld oft als ‚Brot‘. Ich wuchs mit sehr wenig Geld auf, wir waren keine reiche Familie. Mir war bewusst, dass es gut ist, welches zu haben, aber man sieht Leute – vor allem im Dunstkreis von Bands –, die gierig danach sind.“ Ganz am Anfang der 70er fuhr das klassische Ur-Line-up von Budgie – Shelley, Gitarrist Tony Bourge und Schlagzeuger Ray Phillips – zu einer Hütte auf einem abgelegenen Feld am Rand von Cardiff. Dort wurden die Verstärker auf ihr legendäres, trommelfellmarterndes Level aufgedreht und neue Songs geprobt und geschrieben. „Wir fuhren hin, machten eine große Kanne Tee und jammten unsere Ideen“, so Shelley. „Tony oder ich fingen an, etwas zu spielen, und dann stiegen alle darauf ein. Das ist lange her, aber ich denke, Tony steuerte das Hauptriff von ›Breadfan‹ bei. Dann sagte ich: ,Lasst uns das hier verändern, das hier runterdrehen, hier einen Akzent setzen‘. Ich war ständig am Arrangieren.“

„So schrieben wir all unsere Songs“, erinnert sich Tony Bourge. „Wir stöpselten ein, bretterten los
und bliesen uns das Hirn weg, bis wir bereit waren, wieder durchzuatmen. Das Schreiben war wie ein Puzzle. Burke und ich sahen uns an, was der jeweils andere spielte – ‚Oh, das ist gut, das ist ein bisschen wie etwas, das ich spiele‘ – und setzten es dann zusammen. Als wir ›Breadfan‹ schrieben, einigten wir uns auf den Beat, damit Burke das Timing des Gesangs hinkriegen konnte. Dann zog er los mit der Idee und kam dann mit dem Titel zurück.“ Shelley singt am obersten Ende seines glaszertrümmernden Stimmumfangs über das zentrale Riff, das bis heute so Proto-Metal ist wie kaum etwas anderes. Getrieben von Phillips’ schnellem Groove, powern Bass und Gitarre im Einklang durch ein wuchtiges, aggressives Bluesmotiv, das in der Musik von John Mayall, Cream und Led Zeppelin gegen Ende der 60er wurzelt, wobei letztere Band Shelley am meisten beeinflusste.

Als Budgie den neuen Song etwas später erneut jammten, hatten sie das Gefühl, dass er noch etwas mehr brauchte, ein weiteres Element neben dem Riff. „Also fuhren wir das Tempo für den langsamen Mittelteil deutlich runter, ich spielte ein paar schöne Moll-Akkorde und wir blieben leise im Hintergrund, während Burke sang. Gegen Ende gibt es dann noch ein paar spanisch klingenden Akkorde, dann baut es sich noch mal auf und setzt wieder ein. Das funktionierte wirklich gut.“ Solche fast schon progartigen dynamischen Wendungen waren gang und gäbe im Repertoire von Budgie. Der hypnotisch-sanfte Mittelteil wurde live bisweilen weggelassen, doch wenn sie ihn spielten, gab er den headbangenden Fans in denersten Reihe eine kleine Verschnaufpause, bevor der Rhythmus dann wieder für den Endspurt einsetzte.


„Und sie waren immer bereit dafür“, sagt Bourge mit einem Lächeln. „Wenn man das mit einem Stück Musik tun kann, die Leute so zu bewegen, ist das gut.“ Kraftvoll und (größtenteils) schnell, brachte ›Breadfan‹ das Publikum garantiert in Bewegung. Bei den frühen Konzerten wurde es zu einem festen Teil der Setlist, als sich Budgie in den Clubs von Wales und darüber hinaus ihre Fanbase aufbauten, und es blieb ihre Zugabe bis 2010, als Shelley die Band endgültig auflöste. Der Song war für ihr drittes Album NEVER TURN YOUR BACK ON A FRIEND von 1973 in den Rockfield Studios in Monmouth aufgenommen worden (wo Produzent Rodger Bain vier Jahre zuvor bei Auditions sowohl Budgie als auch Black Sabbath entdeckt hatte). „Wir haben immer live aufgenommen“, so Shelley. „Das erste Album machten wir in drei Tagen, SQUAWK in einer Woche und NEVER TURN YOUR BACK ON A FRIEND in etwa drei Wochen.“ Auf den selten gewordenen ersten Pressungen von NEVER … beginnt ›Breadfan‹ mit einem kurzen Sample aus Winston Churchills „Blut, Mühsal, Tränen und Schweiß“-Rede von 1942, der später entfernt wurde, nachdem die Inhaber der Churchill-Aufnahme ihren Anspruch auf das Urheberrecht geltend machten.

Das Album schaffte es zwar nie in die Charts, doch der Einfluss von Budgie weitete sich aus. 1988 machten Metallica ein riesiges neues Publikum auf ›Breadfan‹ aufmerksam, als sie es für die B-Seite der Single ›Eye Of The Beholder‹ aufnahmen. Es war auch auf ihrer erfolgreichen Compilation GARAGE INC. von 1998. „Da wurde mir klar, welch hohe Wellen es geschlagen hatte“, so Shelley. „Es kam immer gut an, aber das war bei vielen unserer Songs der Fall – die Leute schrien nach ›Breadfan‹, ›Napoleon‹, ›Parents‹. Ich weiß noch, wie überrascht ich war, dass das die eine Nummer war, die jeder kannte. Metallica müssen es für einen ordentlichen Song gehalten haben. Das gab uns Auftrieb, ein bisschen ‚street cred‘.“ – „Wenn man von einer anderen Band gecovert wird, ist das eine schöne Bestätigung“, so Bourge. „Es gibt einem das Gefühl, dass man etwas Gutes hervorgebracht hat.“ ›Breadfan‹ ist so viel mehr als das und bleibt bis heute ein zeitloser Eckpfeiler im Vermächtnis von Budgie. 1990 nahmen Japans Kult-Metaller Ningen Isu ›Hari No Yama‹ auf, ihre gnadenlose Interpretation des Tracks in japanischer Sprache. Und so wie viele Metallica-Fans davon ausgingen, der Song sei von James Hetfield geschrieben worden, belehren auch Florence Black ihr Publikum oft über dessen Geschichte. „Einige Fans
dachten, ›Breadfan‹ sei von uns“, so Tristan Thomas. „Aber wir sagen ihnen immer gerne: ‚Nee, das ist ein Cover, das sind Budgie!‘“

(Text: Grant Moon)

Video der Woche: Little Steven & Paul Mc Cartney live

0

Little Steven, Paul McCartney und ein Beatles-Song.

Steven Van Zandt alias Little Steven wird heute runde 70 Jahre alt. Aus diesem Grund widmen wir dem E-Street-Band-Mann, Solokünstler und Schauspieler heute das Video dieser Woche und blicken zurück ins Jahr 2017, als Little Steven bei einer seiner Shows in London niemand Geringeren als Paul McCartney auf die Bühne bat, um mit ihm gemeinsam den Beatles-Song ›I Saw Her Standing There‹ zu performen.