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Neuheiten: Ab heute im Plattenladen

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In dieser Woche mit den neuen Alben von Eddie Vedder, Slash, Frank Turner, Alan Parsons und Jaimi Faulkner.

Slash feat. Myles Kennedy & The Conspirators: 4

„4 versprüht vom Opener ›The River Is Rising‹ bis zum finalen ›Fall Back To Earth‹ über die komplette Distanz einen erhabenen, ungezwungen und natürlich stets coolen Vibe.“

https://youtube.com/watch?v=KL431B9_FCE

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Eddie Vedder: EARTHLING

„Nach dem schon tollen Soundtrack FLAG DAY beweist Vedder mit EARTHLING abermals, dass er es nach wie vor in den Genen hat, tolle Songs zu schreiben.“

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Alan Parsons: ONE NOTE SYMPHONY: LIVE IN TEL AVIV

„Eingespielt wurde die Show des einstigen Pink-Floyd-/Beatles-Toningenieurs (er war unter anderem an ABBEY ROAD bzw. DARK SIDE OF THE MOON beteiligt) mit dem Israel Philharmonic Orchestra, das den per se stimmungsvollen Songs eine zusätzliche, noch tiefergehende Ebene verpasst.“

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Frank Turner: FTHC

„Trotz all der ernsten Themen ist FTHC ein optimistisches Album, das einen mit seiner Energie mitreißt. Jetzt fehlt nur noch eine Tour.“

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Jaimi Faulkner: ALLEN KEYS & BROKEN BITS

„Wer seine Hirnkrämpfe dieser Tage mal entwirren möchte, kaufe sich diese extrem ausgeruhte Platte eines Vollblutmusikers, der ausgezeichnet Gitarre spielt.“

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Jaimi Faulkner: ALLEN KEYS & BROKEN BITS

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Australier haben mitunter einen leichten Hang zur Exzentrik, Jaimi Faulkner ist mit seinem feinfühligen
Softrock zwischen US-Folkrock, Americana und Singer/Songwriter-Blues entgegen diesem Klischee musikalisch eher kreuzbrav unterwegs. Mittlerweile ist er Bundesbürger und Vater und so ist es klar, dass die Ballade ›Wildfire‹ wohl seinem Kind, und der Track ›You And I‹ dessen Mutter gewidmet sein könnten. Jaimi hat sich außer- dem zu einem fundierten Studiotechniker gemausert und ist neben seinem Talent, wunderbar eingängige Songs zu schreiben, nun auch in der Lage, diese entspannt aufzunehmen. Sein Song ›Early Morning Coffee Cups‹ ging einst bei Apple Music durch die Decke, ALLEN KEYS & BROKEN BITS klingt hingegen nicht nach verkrampfter Suche nach einem weiteren Hit, sondern ist erstklassige erdige Rockmusik mit US-Touch. Und mit ganz viel Herzblut. Wer seine Hirnkrämpfe dieser Tage mal entwirren möchte, kaufe sich diese extrem ausgeruhte Platte eines Vollblutmusikers, der ausgezeichnet Gitarre spielt.

Jaimi Faulkner/ALLEN KEYS & BROKEN BITS/MAKE MY DAY RECORDS/INDIGO

King Crimson: Gründungsmitglied Ian McDonald gestorben

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Ian McDonald, sowohl Gründungsmitglied der Progressive-Rock-Ikonen King Crimson als auch von Foreigner, ist im Alter von 75 Jahren verstorben.

In einer Pressemitteilung, die die Öffentlichkeit über den Tod des Multi-Instrumentalisten informiert, steht: „Er starb friedlich am 9.02.2022 in seinem Zuhause in New York City im Beisein seiner Familie.“

Bei King Crimson stieg McDonald 1969 aus, bei Foreigner spielte er bis 1980 mit und war Teil der Megaseller FOREIGNER, DOUBLE VISION und HEAD GAMES.

Alan Parsons: ONE NOTE SYMPHONY: LIVE IN TEL AVIV

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Parsons gewohnter Rock-Pop, diesmal mit orchestraler Unterstützung

Es scheint, dass der britische Musiker, Komponist und Produzent seit Jahren nicht so präsent war wie ausgerechnet während des zweiten Pandemie-Winters. Dem Konzertfilm THE NEVER ENDING SHOW, der vor wenigen Wochen auf den Markt kam, lassen Alan Parsons und seine Band mit ONE NOTE SYMPHONY: LIVE IN TEL AVIV jetzt ein ganz besonderes Werk folgen. Denn eingespielt wurde die Show des einstigen Pink-Floyd-/Beatles-Toningenieurs (er war unter anderem an ABBEY ROAD bzw. DARK SIDE OF THE MOON beteiligt) mit dem Israel Philharmonic Orchestra, das den per se stimmungsvollen Songs eine
zusätzliche, noch tiefergehende Ebene verpasst. Deshalb wählte Parsons – neben den unvermeidlichen Klassikern seiner Band – für die Setlist auch einige Nummern, die als reine Rock’n’Roll-Versionen (also ohne Orchester) seiner Meinung nach auf der Bühne nicht richtig funktionieren. Wir sprechen hier von Songs wie ›Silence And I‹ oder ›The Sorcerer’s Apprentice‹, beides Stücke mit der für Parsons so typischen Melange aus Pop und Rock. Nach drei vorangegangenen Auftritten seiner Band in Tel Aviv und Haifa war der vierte Besuch in Israel also ein ganz besonderer. Dies spürt man auf ONE NOTE SYMPHONY in jeder einzelnen Note, zumal das Alan Parsons Project über erstklassige Sänger/Instrumentalisten verfügt, denen man gerne zuhört.

7 von 10 Punkten

Alan Parsons/ONE NOTE SYMPHONY: LIVE IN TEL AVIV/FRONTIERS/SOULFOOD

Frank Turner: FTHC

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Emotionales Energiebündel

Sein neuestes Album FTHC – ein Kürzel für „Frank Turner Hardcore“ – ist ein Neustart für den Songwriter
und zugleich eine Rückbesinnung auf seine Wurzeln im Punk und Hardcore. Gleich mit dem Opener ›Non Serviam‹ tritt Frank Turner zum Beweis ordentlich aufs Gaspedal. Da kann es einer kaum erwarten, endlich wieder auf Tour zu gehen. Und genau darum, auf die Vorfreude auf die nächsten Livekonzerte, geht es bei ›The Gathering‹, gefolgt von ›Haven’t Been Doing So Well‹, in dem er das Thema psychische
Belastungen aufgrund der Pandemie bearbeitet, denn auch an ihm hat das vergangene Jahr sehr genagt. Ein zentraler und der vermutlich persönlichste Song auf FTHC ist ›Miranda‹. Darin verarbeitet Turner das Geständnis seines Vaters, zu dem er vor Jahren den Kontakt abgebrochen hatte, transgender zu sein und wie er seitdem wieder eine neue Beziehung zu ihm aufbauen konnte. Die andere Vorabsingle, ›A Wave Across The Bay‹, hat Frank Turner seinem Freund Scott Hutchinson gewidmet. Der Sänger der britischen Indieband Frightened Rabbit hatte sich 2018 umgebracht, nachdem er jahrelang unter Depressionen litt. Trotz all dieser ernsten Themen ist FTHC ein optimistisches Album, das einen mit seiner Energie mitreißt. Jetzt fehlt nur noch eine Tour. (Tobias Wullert)

8 von 10 Punkten

Frank Turner/FTHC/UNIVERSAL

Slash ft. Myles Kennedy & The Conspirators: 4

Die Gibson-Records-Premiere

4 ist für das frisch gebackene Hauslabel des legendären, in Nashville, Tennessee, beheimateten Gitarrenherstellers ein perfekter Einstieg ins Plattengeschäft. Slash ist nicht nur der Namensgeber einer beindruckenden Signature-Instrumentenpalette im Gibson-Portfolio. Der berühmteste Zylinderträger der Musikszene fungiert zusätzlich als Markenbotschafter für die 2019 von Präsident James „JC“ Curleigh wieder auf Kurs gebrachte Company. Beste Voraussetzungen also, um die Les Pauls zum 10. Jubiläum der seit Februar 2012 bestehenden Besetzung von Slash ft. Myles Kennedy and The Conspirators richtig
singen zu lassen. 4 versprüht vom Opener ›The River Is Rising‹ bis zum finalen ›Fall Back To Earth‹ über die komplette Distanz einen erhabenen, ungezwungen und natürlich stets coolen Vibe. Zum einen ist dies dem im Laufe der drei vorangegangenen LP-Produktionen zusammengewachsenen und wie ein Schweizer
(Rock’n’Roll-)Uhrwerk funktionierenden Songwriterduo Slash und Myles Kennedy geschuldet, zum anderen dem geschichtsträchtigen Aufnahmeort. Nashvilles RCA Studio A besitzt ein ganz eigenes Mojo, das sich in der Vergangenheit Größen wie etwa The Beach Boys, Chris Stapelton, B.B. King oder die Rival
Sons zu Nutze machten. Den Zauber der 4-Sessions in Studio A hat Dave Cobb (u. a. Chris Cornell, Waylon Jennings, Chris Isaak) bei seiner ersten Produktion mit Slash & Co. transparent, druckvoll und wahnsinnig ehrlich für die Ewigkeit festgehalten.

8 von 10 Punkten

Slash ft. Myles Kennedy & The Conspirators/4/GIBSON RECORDS

Eddie Vedder: EARTHLING

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Das dritte Soloalbum vom Pearl-Jam-Frontmann

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Und das dritte Soloalbum von Pearl-Jam-Sänger Eddie Vedder ist so ein Ereignis. Zwar sind fast 15 Jahre nach dem tollen INTO THE WILD Soundtrack vergangen, dennoch setzt EARTHLING ebendort und nicht bei UKULELE SONGS (2011) an. Auch wenn seine Stammband auf ihrem letzten Album GIGATON schwächelte, Vedder allein kann es noch hervorragend. Der Pearl-Jam-Sänger hat sich selbstredend eine illustre Schar an Gästen ins Studio eingeladen und so greifen ihm unter anderem Stevie Wonder, Ringo Starr, Elton John, Chad Smith (RHCP) und Josh Klinghoffer (ehemaliger RHCP- und jetziger Pearl-Jam-Tourgitarrist) unter die Arme. Produzieren und auch mitmusizieren tut der Grammy-ausgezeichnete Soundhexer Andrew Watt (Ozzy Osbourne, Lana Del Rey und Miley Cyrus). Schon die zwei vorab ausgekoppelten Tracks zeigen, wo die Reise hingeht. ›Long Way‹ glänzt als klassische Tom-Petty-Nummer, die sich auf WILDFLOWERS extrem gut gemacht hätte, und eine Ballade wie ›The Haves‹ wäre auf dem letzten PJ-Album ein Highlight gewesen.

›Brother The Cloud‹ dagegen ist von einem ganz anderen Kaliber – feine, exquisite Popmusik. Das gilt ebenso für ›The Dark‹, eine leichte sommerliche Pop-Komposition, wie auch den fluffigen Opener ›Invincible‹. ›Mrs. Mills‹ – klar der beste Track der Platte – ist eine Hommage an die Beatles und erinnert an die experimentelle Spätphase der Fab Four im Stile von ›She’s Leaving Home‹, ›Tomorrow Never Knows‹ oder ›A Day In The Life‹. Wem das zu seicht ist, der kann auf die verlässlichen Rocker umschwenken. ›Good And Evil‹ erzeugt dabei Reminiszenzen an Pearl Jams ›Last Exit‹ – sehr frisch –, ›Rose Of Jericho‹ könnte auf der AVOCADO stehen. Nicht so gut gelungen ist lediglich das Elton-John-Duett ›Picture‹. Und das große Manko der Platte ist der Drumsound, der leider überwiegend nach Computer klingt. Nach dem schon tollen Soundtrack FLAG DAY beweist Vedder mit EARTHLING abermals, dass er es nach wie vor in den Genen hat, tolle Songs zu schreiben. (Jerome Luis Turner)

8 von 10 Punkten

Eddie Vedder/EARTHLING/REPUBLIC/UNIVERSAL

Mammoth WVH: Neues Video zur Single ›Epiphany‹

2021 veröffentlichte Wolfgang Van Halen sein mit Mammoth WVH sein Solodebüt. Vom selbstbetitelten Album koppelt der Sohn von Eddie Van Halen jetzt eine neue Single mit dem Titel ›Epiphany‹ aus.

Das Video zum Song zeigt Filmmaterial, das während der Tour gedreht wurde und so sieht man die Band beim Ausladen, Aufbau, Soundcheck, Backstage-Abhängen und natürlich live auf der Bühne.