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Keb‘ Mo‘: Da kommt noch einiges

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Obwohl er schon viele Jahre zuvor ein Album unter seinem bürgerlichen Namen Kevin Moore
veröffentlicht hatte, dauerte es bis 1994, bis Sänger und Gitarrist Keb’ Mo’ mit einem exzellenten, selbstbetitelten Longplayer der Durchbruch gelang. Seitdem ist er auf dem Bluesrock-Sektor aus den Bestenlisten nicht mehr wegzudenken. Ganz sicher wird er auch mit seinem neuen Streich GOOD TO BE wieder dort zu finden sein.

Es war ein etwas seltsames Gefühl“, lacht der nun schon seit einigen Jahren in Nashville lebende und arbeitende Kalifornier über die kürzlich erfolgte Ehrung für sein Lebenswerk durch die Americana Music Association. „Einen solchen Preis bekommt man ja eigentlich, wenn man im Ruhestand ist und sein Lebenswerk abgeschlossen hat. Ich habe aber das Gefühl, dass ich noch immer mittendrin bin. Okay, ich bin seit einem halben Jahrhundert als Profimusiker dabei und habe kürzlich meinen 70. Geburtstag gefeiert. Ich fühle mich aber, als habe ich noch jede Menge zu geben. Ich versuche jeden Tag kreativ zu sein, bin, soweit es aktuell möglich ist, fast ständig mit meiner Band unterwegs oder verbringe die Zeit zwischen Tourneen damit, an neuer Musik zu arbeiten.“

Dann lacht er: „Ich habe das Gefühl, noch gute 40 Jahre in mir zu haben. Die letzten davon könnten vielleicht etwas schwierig werden und ihr müsstet mich wahrscheinlich auf die Bühne tragen“, fügt er grinsend hinzu. „Ich bin trotzdem zuversichtlich, dass ich selbst dann noch eine gute Show abliefern könnte. Aber ganz im Ernst: Es geht mir großartig und ich denke, dass da noch einiges kommen wird.“ Das wollen wir dem ungebrochen agil und fit wirkenden Herrn gerne glauben. Das sehr abwechslungsreiche, vielfältige neue Album ist der besten Beweis dafür. Neben großartigen Gesangs- und Gitarren-Performances zeigt der Meister auf dieser Scheibe einmal mehr, dass die Bezeichnung „Blues“ ihn und seine Kunst nur teilweise umschreibt. Unter den 13 Stücken finden sich neben den natürlich dominanten Delta-Blues-Klängen auch Elemente und klar hörbare Einflüsse von Rock, Country, Folk, Weltmusik, Pop, Jazz, Gospel und vor allem des klassischen Souls aus den Sixties, mit dem er aufwuchs. Keb’ Mo’ hat keinerlei Berührungsängste, was noch weitere Stile angeht. Wer ihn schon mal bei einem Mainstream-Festival sehen und hören durfte, könnte das Glück gehabt haben, ihn vor oder nach seinem eigenen Auftritt noch als spontanen Gast bei allen anderen Acts zu erleben.

Selbst hinter der Bühne ist er immer für eine spontane Session zu haben. Gern würde er einmal mit einem großen HipHop-Künstler, mit klassischen oder Electro-Musikern kollaborieren, was sich bisher allerdings noch nicht ergeben hat. „Was habe ich schon zu verlieren?“, fragt er. „Man kann nie wissen, was passiert. Im schlimmsten Fall funktioniert es eben einfach nicht. Aber selbst dann habe ich dabei etwas gelernt. Oder es kommt eben etwas wirklich spannendes Neues heraus.“ Auf diese Weise lernte Keb’ schon vor vielen Jahren Country-Superstar Vince Gill kennen. Er ist sich nicht mehr sicher, glaubt aber, dass es bei einer Grammy Verleihung in Los Angeles gewesen sein muss, als sich die zwei erstmals über den Weg liefen und schnell Freundschaft schlossen. Diese wurde schon mehrfach in Form von schönen Kollaborationen des Gespanns ausgeweitet. So auch auf GOOD TO BE …, in dessen Rahmen Gill drei Songs, darunter das Titellied, nicht nur mit seinem Freund co-produzierte, sondern für sie teilweise auch zur Gitarre oder zum Mikro griff. „Vince hat ein paar mehr von diesen schönen Trophäen zu Hause stehen als ich“, sagt der fünffache Grammy-Gewinner über den schon 22 Mal mit der wohl wichtigsten Auszeichnung der Musikindustrie bedachten Gill. „Und jetzt ist er auch noch ein Mitglied der Eagles geworden. Wer wäre ich da, sein Angebot, mir zu helfen, abzulehnen?“

Neben Gill sind noch weitere große Namen wie die Bluegrass-Combo Old Crow Medicine Show, Frank-Zappa- und Genesis-Drummer Chester Thompson, die Bass-Genies Nathan East (Eric Clapton, Toto), Marcus Miller (Miles Davis) und Victor Wooten (Béla Fleck) auf GOOD TO BE … dabei. Außerdem gibt es mit ›Good Strong Woman‹ und dem das Ganze beschließenden ›Quiet Moments‹ zwei sehr schöne Duette zu hören – ersteres mit Darius Rucker, dem Frontmann der Heartland-Rocker Hootie & The Blowfish, und letzteres mit Broadway-Star Kristin Chenoweth. „Ich liebe den kreativen Austausch mit Freunden aber auch Künstlern, mit denen ich auf den ersten Blick vielleicht keine Gemeinsamkeiten habe. Deshalb finde ich es toll, wenn diese fragen, ob ich mit ihnen arbeiten möchte. Und wenn dann am Ende sogar noch ein Beitrag ihrerseits auf einer meiner Platten herausspringt, ist es umso schöner“, sagt unser Mann. „Das Wichtigste ist aber immer der Song“, betont er. „Erst wenn der steht, wie ich es mir vorstelle, mache ich mir Gedanken darüber, ob er durch eine zusätzliche Stimme oder einen Instrumentalbeitrag noch verbessert werden könnte.“ Und manchmal müssen diese Lieder schon mal ein wenig reifen. Während mit Ausnahme des herrlichen Bill-Withers-Covers ›Lean On Me‹ fast sämtiche Titel der Disc brandneu sind, hatte Keb’ Mo’ die majestätische Breitwand-Ballade ›Quiet Moments‹ bereits in den 70ern geschrieben.

„Ich war damals noch verdammt jung. Anfang 20 oder so“, erinnert er sich. „Obwohl oder gerade weil ›Quiet Moments‹ kein typischer Blues-Track ist, zählte er für mich schon immer zu den Favoriten unter meinen Eigenkompositionen. Ich hatte ihn aber bis heute nicht aufgenommen, weil ich auf den richtigen Moment in meiner Karriere sowie auf die perfekte weibliche Stimme dafür gewartet habe. Beides – es singt jetzt Kristin Chenoweth – kam nun endlich zusammen und ich könnte nicht glücklicher mit dem Ergebnis sein.“ Keb’ Mo’ glaubt nicht, dass das Blues-Etikett, das ihm nicht nur von der Presse, sondern sogar von seinen eigenen Plattenfirmen immer wieder aufgedrückt wurde, seine Karriere irgendwie begrenzt hat oder gar verhinderte, ein noch breiteres Publikum zu erreichen. „Ich liebe den Blues. Mit ihm habe ich angefangen und er wird ewig die Grundlage all meines Schaffens sein. Irgendwie habe ich mit meiner Musik schon immer eine etwas ältere Klientel angesprochen. Da machte es vonseiten der Labels Sinn, mich als Blueser zu vermarkten. Ab einem bestimmten Alter scheint der Blues wohl auch so etwas wie ein verbindendes Element zwischen Musikfreunden zu sein. Etwas gesetztere Rockfans können mit ihm ebenso etwas anfangen wie Jazzer oder etwa R’n’B-Freunde. Ich finde das eine wunderbare Eigenschaft.“

Valentinstag: Unromantische Lovesongs

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Für viele ist der Valentinstag ein Fest direkt aus der Hölle. Eine von gierigen Blumenfachgeschäften, Juwelieren und Pralinenherstellern geschmiedete Weltverschwörung, die einzig und alleine den Konsum unnötiger Waren ankurbeln soll.

Und trotzdem muss man bei all dem Kitsch festhalten, dass über kein Gefühl so viel geschrieben und gesungen wird wie über die Liebe. Auch in der Rockmusik. Statt einer schnuckeligen Kuschelrockliste haben wir heute jedoch ein paar Liebessongs mit mehr oder weniger ambivalenten Botschaften zum Thema zusammengesucht…

10. Judas Priest: ›Turbo Lover‹

Paaren, bei denen beide Beteiligten an Metal interessiert sind, könnte dieser 80s-Hit von Priest am Valentinstag ordentlich einheizen. Nicht zwingend romantisch, aber irgendwie motivierend…

9. Joan Jett: ›I Hate Myself For Loving You‹

Kennt doch jeder: Wenn man sich einfach nur dafür ohrfeigen könnte, dem falschen Objekt der Begierde hinterherzulaufen.

8. Motörhead: ›Dirty Love‹

Ein klassischer Fall von „da hat mal wieder jemand das Wort „Liebe“ mit dem Wort „Sex“ verwechselt.“

7. Thunder: ›Dirty Love‹

Oder hier: ein klassischer Fall von einmal benutzt und danach weggeworfen…

6. The Cult: ›Love Removal Machine‹

Hätten The Cult diese „Liebesentfernungsmaschine“ jemals erfunden, sie wären wahrscheinlich die reichsten und berühmtesten Menschen dieser Erde.

5. Rose Tatto: ›Bad Boy For Love‹

„Well I went around just to see my chick I found her room and it was candle lit, she’s makin‘ love to another man, I shot ‚em both and they locked me in the slam.“ Straßen-Gangster-Gehabe und eine eindeutige Meinung zum Thema Seitensprung.

4. Van Halen: ›Ain’t Talking Bout Love‹

Diamond Dave, Eddie und Co. wollen nicht einmal ansatzweise über Liebe nachdenken. „Ain’t talkin‘ ‚bout love my love is rotten to the core.“

3. The Beatles: ›When I’m 64‹

„Will you still need me, will you still feed me when I’m 64?“ ist eine berechtigte Frage in einer Beziehung und man kann nur hoffen, dass die Antwort des Partners darauf nicht „nein“ lautet.

2. Alice Cooper: ›Love’s A Loaded Gun‹

Wenn wie laut Alice Cooper die Liebe eine geladene Knarre ist und tödlich sein kann: Bitte nicht abdrücken.

1. Ugly Kid Joe: ›Everything About You‹

Einfach mal alles und jeden hassen. Der perfekte Song für alle Valentinstags-Muffel.

Judas Priest: Richie Faulkner spricht über KK Downing

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2011 hat KK Downing Judas Priest aufgrund Differenzen mit der Band und deren Management verlassen. Damals übernahm Richie Faulkner den Platz des Gitarristen. Seit seinem Ausstieg teilen beide Parteien immer wieder Seitenhiebe gegeneinander aus.

Richie Faulkner zufolge absolut unnötig, wie der Künstler zuletzt in Ryan Roxies Podcast „In The Trenches With Ryan Roxie“ zu Protokoll gab: „Meiner Meinung nach ist diese Situation, die seit zehn Jahren zwischen ihm und der Band besteht, absolut unnötig. Eine Farce. Und ich verstehe nicht, warum es so sein muss. Mal abgesehen von der Musik sollten sie vielleicht einfach den Telefonhörer in die Hand nehmen und als Freunde miteinander sprechen, ein Bier unter Kumpel trinken. Versteht du? Scheißt doch mal kurz auf die Musik und seid einfach nur Freunde. Und was dann auch immer passieren mag, passiert. Sie waren 40 Jahre lang befreundet, sie haben vier Dekaden miteiander verlebt.“

Gitarrenhelden: Sylvain Sylvain

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Er hatte den Look, die Attitüde, das Talent und das Verlangen. Er glaubte, seine New York Dolls hätten statt der Stones die größte Rock’n’Roll-Band der Welt werden können – wäre ihnen nur nicht das Heroin zum Verhängnis geworden.

Am 13. Januar 2021 verlor Sylvain Sylvain seinen langen, mutigen Kampf gegen den Krebs. In Ägypten geboren, in Paris aufgewachsen und von New York geformt, war er Herz und Seele der New York Dolls, der Band, die er 1971 gründete und benannte. Seine Gitarre war das unverzichtbare ergänzende Eis, der Kontrapunkt des einzigartigen Proto-Punk-Feuers seines Sparringpartners Johnny Thunders: hartnäckige, spitze Scherben aus zuver- lässiger rhythmischer Wucht, die das animalische Post-Dick-Dale-Schreien, Heulen und Kreischen des unzähmbar launenhaften Thunders voranpeitschten. Der freigeistige Exzess des wilden Rock’n’Roll der Dolls ist zwar der Kern ihres anhaltenden Einflusses und Reizes, doch es war das disziplinierte Spiel von Sylvain, dem geradlinigen Bassisten Arthur Kane und dem übercoolen Swing-Spezialisten Jerry Nolan am Schlagzeug, das diesen Status untermauerte.

Er wurde immer als loyale, unterwürfige Brautjungfer von Thunders’ schriller Braut dargestellt, doch tatsächlich war es Sylvain, der ihn ursprünglich in die Band holte, ihn lehrte und dann mit der überraschenden Großzügigkeit eines Teamplayers beiseite trat, um dieser unbestreitbaren Charismabombe den Posten als Hauptgitarrist links auf der Bühne zu überlassen, wie einst von Keef himself etabliert. 2006 trafen wir den engelsgleichen, korkenzieherfrisierten Gitarristen in London zur Promotion des Albums ONE DAY IT WILL PLEASE US TO REMEMBER EVEN THIS der damals wiedervereinten Glam-Legenden, wo er immer tiefer im Ledersofa einer Hotelbar im West End abtauchte,
während er eine faszinierende Serie von Schnapp- schüssen aus einem gut gelebten Leben Revue passieren ließ.

Wann hat der Rock’n’Roll erstmals von dir Besitz ergriffen?
Ich fing schon früh damit an. Ich entdeckte mein Talent, als meine Eltern nach Buffalo, New York, zogen, neben den Niagarafällen. Wir waren aus Frankreich nach Amerika gekommen. Es war kalt, aber das Haus, das wir mieteten, war möbliert, und zu meinem großen Glück gehörte dazu auch ein Klavier. Mein Onkel spielte Akkordeon, also zeigte er mir ein paar Sachen. Ich fing an, Songs zu spielen, zeigte sie meiner Mom und sie sagte: „Hey, er ist begabt, lasst ihn uns auf die Musikschule schicken“. Also schickten sie mich auf die örtliche Zweigstelle der New York School Of Music und ich lernte, Klavier zu spielen. Das würde ich jedem empfehlen. Welches Instrument auch immer du lernst, lerne auch das Klavier.

Klavierunterricht und das Schicksal brachten also die Musik in dein Leben, aber wann kam die Einstellung dazu, ein Rock’n’Roller zu werden?
Als ich ein kleiner Junge in Paris war, hatte mein Onkel die coolsten amerikanischen Platten. Onkel Victor hatte Platten von Gene Vincent. Und Ray Charles? Mann, was für ein Rock’n’Roller! Das machte einen an, machte einen verrückt, und so kam ich zur Musik. Als ich dann in die Staaten kam, waren die Beatles im Fernsehen und ich liebte sie. Die Beatles waren für mich alles. Ich ließ meine Haare wachsen, fing an, Mod-Klamotten zu tragen, und weinte sechs Monate lang, bis mir mein Vater für 17 Dollar eine große spanische Gitarre kaufte. Und dann kamen die Rolling Stones ins Fernsehen und ich dachte, fick die Beatles, die sind ein Haufen Weicheier. Hör dir diese Typen an. Ich liebte die fucking Rolling Stones und wollte genau wie Keith Richards, Charlie Watts und natürlich Brian Jones sein. Er war der Beste, denn er sah so cool aus. Ich schnappte mir also meine Gitarre und fragte jeden schwarzen Typen in New York, ob er mir beibringen würde, wie man den Blues spielt. Und ich hatte diesen Freund in der Schule namens Joe, der mir all die besten Licks beibrachte: Sachen von B.B. King, den Scheiß von Chuck Berry. Er lehrte mich viel, und da fing ich an, gut zu werden.

Wie bist du mit den anderen New Yorks Dolls zusammengekommen?
Nun, Johnny [Thunders], Billy Murcia und ich gingen auf dieselbe High School in Queens, und Billy
und ich wollten Johnny in der Band, weil er so ein cooler Typ war, der all die Mädels abbekam. Ich sagte zu Billy: „Wenn der Kerl nicht spielen kann, dann scheiß drauf, wir können immer noch seine Tussen abgreifen“. Denn jeder kleine Junge träumte davon, flachgelegt zu werden. Also holten wir ihn in die Band. Er konnte nicht spielen, aber nahm sich den Bass, weil der nur vier Saiten hatte. Er fing also als Bassist an, aber ich brachte ihm die Gitarre bei. Ich lehrte ihn, den Blues zu spielen, Drei-Akkord-Folgen, Barrégriffe und Power-Akkorde, die einfach nur Barrégriffe waren, die auf zwei Basssaiten heruntergeschnitten waren, aber genauso gut klangen, wenn man sie durch einen aufgedrehten Verstärker spielte. Dann stieg ihm das alles so zu Kopf, dass er sagte: „Ich bin jetzt der Leadgitarrist und du wirst der Rhythmusgitarrist sein“.

Wie war die Szene in New York, als die Dolls anfingen?
Sie war völlig ausgestorben, das war ein großes Vakuum. Es war die Ära des Stadionrocks, so langweilig Da kam nichts mehr aus der Garage, aus dem Keller oder von der Straße. Als wir auf den Plan traten,
rebellierten wir also unterbewusst dagegen. Wir traten da auf, wo wir die Leute anfassen konnten und sie uns. Publikum und Performer waren eins und unsere Songs waren drei Minuten Magie. Sie gingen nicht endlos immer weiter. Der Song war immer genau so lang, wie er sein musste. Er bestimmte alles. Und der Stil? Wir waren die Beatles in Sachen Attitude und New York liebte uns. Sie sagten: „Wow, das ist so neu“. Doch alles, was wir taten, war ein kleines bisschen zurückzugehen zu dem, wie es einmal gewesen war, und wie es sein sollte: kurz, knackig, live und auf die Fresse. Als wir im Mercer Arts Center auftraten, brach das totale Chaos aus und wir wurden die Band dieser Generation. Suicide waren damals auch unterwegs, aber die Velvets waren schon verschwunden, Lou Reed war solo, also war das vorbei. MC5 waren auch noch da, aber sie hatten schon ihren Moment im Rampenlicht gehabt.

Kurz bevor ihr bei Mercury unter Vertrag genommen wurdet, verstarb Billy Murcia tragischerweise. Seitdem definiert ihn sein früher Tod, aber wie erinnerst du dich an Billy?
Wir waren Brüder, beide Einwanderer. Er kam aus Kolumbien und ich war in Ägypten auf die Welt gekommen. Als wir uns in New York kennenlernten, wurden wir also zu einem Team, denn so funktioniert Überleben. Meine schönste Erinnerung überhaupt ist an die Klamotten, die wir machten. Wir gründeten in den 60ern gemeinsam [das Modelabel] Truth And Soul, wodurch wir das Privileg hatten, nach Europa zu kommen. Im Winter arbeiteten wir uns den Arsch ab und kamen dann im Sommer hierher, um Marshall-Verstärker und solchen Scheiß zu kaufen, dann fuhren wir nach Amsterdam, um drei Monate lang Hasch zu rauchen. Wir befanden uns einfach eine Zeit lang in einem Nebel, während wir Musik und Stile aufsogen.

Zurück in New York und mit Jerry Nolan von Shaker am Schlagzeug hattet ihr dann endlich
einen Plattenvertrag und vermutlich auch ein Budget für Gitarren.

Jerry machte uns zu Profis, denn wir waren noch sehr unausgereift. Damit will ich nicht Billy kritisieren, denn er war sehr viel erfinderischer, doch Jerry Nolan hatte den Professionalismus, um alles ordentlich klingen zu lassen. Als wir den Vertrag unterschrieben, hatte Johnny schon als Leadgitarrist übernommen, und das wirkte sich darauf aus, was jeder von uns als Budget bekam. Als Leadgitarrist bekam er 800 Dollar, während ich als Rhythmusgitarrist nur 300 bekam. Ich zog los und gab das Geld für eine alte, gelbe Gibson Junior aus, die billigste Gibson. Man nannte sie das TV-Modell, weil das Gelb im Schwarzweißfernsehen gut aussah. Johnny kaufte sich eine Gibson Black Beauty: zwei Pickups, vier Regler, im Wesentlichen eine doppelt so gute Gitarre, und sie sah verdammt gut aus. Jedenfalls kam Johnny zu spät zur nächsten Probe. Ich hatte meine gelbe TV schon eingestöpselt, drehte sie über einen Marshall-Verstärker richtig auf und das kleine Baby klang fucking großartig. Nun, Johnny und ich teilten
damals alles: Klamotten, Jacken, Gitarren, Mädchen. Er kam herein, hörte mich spielen und sagte sofort: „Syl, ich tausche sofort mit dir. Ich gebe dir meine Black Beauty für deine TV“. Also sagte ich, okay.

Rückblende: Genesis mit ›Supper‘s Ready‹

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Es war weit mehr als die Summer seiner vielen Teile, textlich rätselhaft, gebührend ausladend, ein bisschen albern und wurde so nicht nur zu einem Meilenstein des Prog, sondern auch einem der großen, epischen Monumente des Rock.

Ich finde nicht, dass es verrückt ist, nein“, sagt Gitarrist Steve Hackett. Ich würde auch nicht sagen, dass es besonders missverständlich ist. Allerdings lässt es sehr viel Interpretationsspielraum.“ Er spricht von ›Supper‘s Ready‹, dem mehr als 23-minütigen Opus, das fast die gesamte zweite Seite von FOXTROT einnimmt, dem Album, das Genesis 1972 zu ihrem Durchbruch verhalf. Mit diesem Stück, einem Meilenstein in der Historie des Prog Rock, erreichte das noch junge Genre einen Höhepunkt. Schon zuvor hatte es Albumtracks von zehn oder mehr Minuten Länge gegeben – nicht zuletzt ›The Musical Box‹ von Genesis selbst –, aber nichts war konzeptuell so episch und so ambitioniert in seiner Ausführung wie ›Supper‘s Ready‹. Aufgebaut aus sieben Akten, die ein zerklüftetes musikalisches Ganzes ergaben, wurde es umgehend zu dem vielleicht berühmtesten und einflussreichsten Abenteuer eines Genres, das mit ewigen Klassikern seine kreativen Grenzen immer mehr ausweitete: eine Blaupause für die verschnörkelte, von klassischer Musik beeinflusste, LSD-getränkte, heldenhaft verrückte und eigentümlich englische Spielart des progressiven Rock, der damals die Welt regierte. Keyboarder Tony Banks: „Als wir anfingen, dachten wir, dass wir eine Art Nachfolger zu ›The Musical Box‹ schreiben, und es lief ganz gut. Dann hatten wir dieses nette, liebliche Liedchen ›Willow Farm‹ und dachten, was wäre, wenn es plötzlich in diese hässliche, absteigende Akkordfolge übergehen würde? Niemand würde es erwarten. Und als wir das entwickelten, dachten wir: ‚Jetzt, wo wir schon dabei sind, machen wir weiter, in völliger Freiheit, und sehen, wo es hinführt‘. Als wir das Ganze zusammensetzten und es zum ersten Mal anhörten, sagten wir: ‚Oh, das ist ja ziemlich gut‘.“ Heute besteht der einstige Genesis-Gitarrist Steve Hackett aber darauf, dass er damals alles andere als überzeugt davon war: „Ich dachte, das wird doch niemand kaufen, denn es ist zu lang. Die [textlichen] Bezüge sind zu weit her geholt. Es ist total zweideutig. Ich dachte, dass [Charisma-Records-Chef] Tony Stratton-Smith beim ersten Anhören sagen würde: ‚Sorry, Jungs, das Spiel ist vorbei, der Vertrag ist gekündigt, ihr werdet von unseren Anwälten hören‘.“ Doch laut FOXTROT-Produzent David Hitchcock war es vielmehr Stratton-Smith, der die Band sogar ermutigte, ihren musikalischen Horizont so weit wie möglich zu erweitern.

Hitchcock, der seine Rolle „im Wesentlichen als Unterstützer“ begriff, sagt, sein größter Beitrag zu dem Lied war, „zu erklären, dass sie es nicht am Stück spielen mussten, um es aufzunehmen, dass wir es Abschnitt für Abschnitt machen konnten, mit Crossfades und Nachbearbeitung, und es nachher zusammenfügen würden. So konnten sie sich auf die drei oder vier Minuten jeder Sequenz konzentrieren und verschiedene Klänge für jede davon einbringen, statt alles auf einmal mit einem langen, homogenen Klangbild zu spielen.“ Doch die Band stand auch unter Druck, Charterfolge zu liefern. „Nicht in dem Sinn, sie kommerzieller klingen zu lassen“, so Hitchcock, „sondern in dem Sinn, das, was sie taten, so weit wie möglich weiter zu bringen.“

Die Stimmung im Studio war angespannt, „vor allem zwischen Tony und Peter. Es gab keine großen Streitereien, aber viel Schmollen.“ Banks gibt zu, dass er „ziemlich angepisst war“, als Gabriel anfing, über das Keyboard-Solo in dem Abschnitt „Apocalypse In 9/8“ zu singen. „Du singst auf meinem Part! Dann wurde mir klar, dass es jetzt all die Spannung hatte, die wir zu erschaffen versucht hatten, vor allem der Abschnitt ‚Six six six‘. In den Akkorden selbst steckt viel Dramatik, und was er dann darüber legte, brachte es auf ein ganz anderes Level. Ja, diese halbe Minute oder so ist unser Zenit.“ Der andere große Kampf, den Gabriel gewann, war der um den Text. „Bei FOXTROT hatten wir gemeinsam Texte beigesteuert“, sagt Hackett, „aber Pete bestand darauf, den Text zu ›Supper‘s Ready‹ allein zu verfassen.“ Daraufhin verbreitete sich das Gerücht, der Kern der Erzählung basiere auf einer „übernatürlichen“ Erfahrung, die Gabriel mit seiner damaligen Frau Jill gemacht habe: Er sei überzeugt gewesen, dass sie besessen war, und sie habe heftig auf ein improvisiertes Kreuz aus Kerzen reagiert, dass er schwenkte. Laut Hackett war das Problem jedoch wesentlich weniger abgehoben: „Ich glaube, da waren einige Drogen im Spiel. Sie hatte wohl einen schlechten Trip und war auf Horror oder so, und Pete und ein Freund schafften es, sie wieder zu beruhigen. Darum geht es also teilweise in dem Song, aber dazu kommt auch zumindest eine gewisse Andeutung von Erlösung.“

Gabriel behauptete später, andere Teile des Texts drehten sich darum, wie er mal spät nachts sieben verhüllte Männer in seinem Garten gesehen habe. Es gab aber auch heiterere Momente wie ›Willow Farm‹, das Hackett nicht untreffend als „teils ›Teddy Bears‘ Picnic‹, teils ›I Am The Walrus‹“ bezeichnet, sowie beiläufige Erwähnungen von scheinbar willkürlichen Themen wie Winston Churchill in Frauenkleidern, Feuerwehrmännern, das neue Jerusalem und, nicht zu vergessen: eine Blume. Was auch immer man aus diesem Text zog, ›Supper‘s Ready‹ wurde umgehend zum ewigen Publikumshit jedes Genesis-Konzerts, in dem Gabriel mehrmals seine immer verwegeneren Kostüme wechselte, bis er am Höhepunkt in einem silbernen Anzug in den Himmel der jeweiligen Halle empor stieg. Heute thront ›Supper‘s Ready‹ zusammen mit ›Stairway To Heaven‹ und ›Dark Side Of The Moon‹ unter den Monumentalwerken am Mount Rushmore des Rock. „Es gefällt mir immer noch“, sagte Gabriel kürzlich. „Ich dachte darüber nach, es mit meiner regulären Band zu spielen, aber sie wehrten sich dagegen, es lernen zu müssen. Ich würde es immer noch gerne tun, oder vielleicht nur Teile davon.Oh, ich weiß nicht, eigentlich wäre es schon schön, es in seiner Gesamtheit aufzuführen.“

Text: Mick Wall

Video der Woche: The Doors mit ›The Soft Parade‹

Ray Manzarek würde heute seinen Geburtstag feiern. Leider ist der Organist der Doors im Jahre 2013 an den Folgen eines Gallengangkarzinoms verstorben.

In Gedenken an den großartigen Künstler widmen wir ihm deswegen das Video dieser Woche und blicken in diesem Zusammenhang auf eine Performance der Doors zurück. Im Jahr 1969 traten sie in New York auf und spielten ›The Soft Parade‹ vom gleichnamigen Album. In demselben Rahmen wurde die Band von Richard Goldstein interviewt.

Titelstory: The Doors – Can You Picture What Will Be?

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Ende August 1966 gehen The Doors ins Studio, um ihr Debütalbum aufzunehmen. Fünf Monate später wird es veröffentlicht – ein wegweisendes Werk, das bis heute nachhallt.

Das Whisky A Go Go in West Hollywood, im Mai 1966, nach Mitternacht. Jac Holzman, der 35-jährige Besitzer von Elektra Records, ist ge­­rade mit dem Abendflug aus New York angekommen und sieht sich mit schlaftrunkenen Augen diese neue Band an, mit der ihn Clubmanagerin Ronnie Haran seit Wochen nervt. Sie nennen sich The Doors und laut Ronnie sind sie „far out, man“ und total trippig. Außerdem ist ihr 22-jähriger Sänger so heiß, dass sogar Jungs ihn ablecken wollen. Holzman hat gerade erst Love unter Vertrag genommen und ihr LSD-durchtränktes Debütalbum produziert. Er hat absolut kein Interesse daran, noch eine psychedelische Rockband unter seine Fittiche zu nehmen. Doch auch Arthur Lee, der Anführer von Love, hat ihm von diesen neuen Jungs erzählt, also fühlt er sich verpflichtet, ihnen wenigstens eine Chance zu geben.

Zunächst ist er jedoch nicht gerade überwältigt von ihnen. „Morrison hinterließ überhaupt keinen Eindruck bei mir“, erzählte er mir Jahre später. „Nichts an ihm war besonders“. Holzman erinnert sich sogar, dass er so gelangweilt war, dass er nach der Hälfte des Konzerts ging. Doch Haran bestand darauf, dass er am nächsten Tag noch mal kommen sollte. Sie behauptete, Jim habe sich quergestellt und sich geweigert, für den „Anzugtypen“ eine Show abzuliefern, von dessen Anwesenheit an jenem Abend ihm Arthur Lee erzählt hatte. Also stand Holzman tags darauf wieder im Whisky und sah sich die Doors an – und der Heureka-Moment blieb erneut aus. Es war einfach eine Band, die eine beschleunigte Form des Blues mit vage klassischem und jazzigem Einschlag spielte. Und doch schien jeder, mit dem Holzman sich in L.A. unterhielt, sie für das nächste große Ding zu halten. Als dann sogar Barry Friedman (einst Pressesprecher der Beatles und seit kurzem Manager von Buffalo Springfield, einer weiteren heißen neuen Band aus der Stadt) begeistert über die Doors sprach, fuhr Holzman am nächsten Abend wieder ins Whisky, und an dem darauf ebenso.

„Wenn ich mir einen Künstler ansehe, frage ich mich immer: Ist diese Musik etwas, das ich noch nicht gehört habe?“, erklärt er. „An den ersten zwei oder drei Abenden war das nicht der Fall, aber an dem letzten schon. Manchmal gibt es Songs, die wie ein Rosettastein funktionieren, und als ich ihre Version von ›Alabama Song (Whisky Bar)‹ gehört hatte, verstand ich auch den Rest. Plötzlich ergab das alles Sinn.“ Weil die Doors „etwas so Abstruses“ – ein Lied von 1925, geschrieben für Bertolt Brecht zu Musik von Kurt Weill – „genommen und in einen Song verwandelt hatten, der auf ein Rockalbum passen würde“, kapierte Holzman endlich, worum es bei ihrem monochromatischen, Weimar-esken Cabaret-Sound ging. Wo jede andere Band 1966 mit weit aufgerissenen Augen durch ein lysergisch schillerndes Prisma aus Liebe, Liebe und nichts als Liebe zu tanzen pflegte, schienen die Doors die genaue Antithese dazu zu sein: der Engel der Dunkelheit, der kam, um seine eigenen Kinder zu fressen, seine Mutter zu ficken und seinen Vater zu töten.

Noch am selben Abend ging er im Whisky zu ihnen. „Als ich diese vierte Show hörte, wusste ich, dass sie eine grandiose Band waren. Ich wollte da sein, wo noch niemand sonst war.“ Und genau dort waren die Doors und Morrison und warteten darauf, dass Holzman und der Rest der Welt sie entdeckten.

Tatsächlich konnten die vier Mitglieder der Band ihr Glück nicht fassen. Jede Plattenfirma an der Westküste hatte sie ab­­gelehnt, und ihr einziger früherer Deal mit Columbia war beendet worden, bevor sie auch nur einen Ton aufgenommen hatten. Zudem wussten sie nicht, dass sie nur Tage davon entfernt waren, auch von ihrem einzigen dauerhaften Engagement gefeuert zu werden. Wäre Jac Holzman in einem Nikolauskostüm mit einem Sack voll Geld in ihre Garderobe gekommen, hätte er keinen einladenderen Eindruck machen können. Und doch: In typischer Nonchalance forderte Jim Morrison die anderen – Keyboarder Ray Manzarek, Gitarrist Robby Krieger und Schlagzeuger John Densmore – auf, cool zu bleiben. Mit dem Ergebnis, dass Holzman gezwungen war, „einen nervenaufreibenden Sommer lang damit zu verbringen, sie zu einer Unterschrift zu bewegen, die erst viele Monate später geleistet wurde“.

Ronnie Haran, bei der Morrison da­­mals wohnte, riet der Band, sich einen guten Anwalt zu nehmen, und schlug ihren vor – doch sie lehnten ab. Was für böses Blut sorgte und dazu führte, dass er bei ihr ausziehen musste. Als er ging, sagte er zu ihr: „Ich werde in zwei Jahren tot sein“. Doch sowas sagte er immer.
Schließlich folgten sie dem Rat von Robbys Vater Stu Krieger, der sie mit Max Fink zusammenbrachte, einem großspurigen Hollywood-Anwalt mit fest angewachsener Zigarre im Mundwinkel, der sich in den dunklen Gassen von L.A. ebenso auskannte wie den glitzernden Glaspalästen. Fink verspeiste Anzugtypen von außerhalb wie etwa Holzman zum Frühstück – oder behauptete das zumindest den Doors gegenüber – und stürzte sich begeistert in seine Arbeit. Er setzte eine Einverständniserklärung auf, die alle am 20. August unterschrieben, womit der Weg geebnet war: The Doors und Elektra konnten mit der Arbeit an einem Album beginnen. Ein längerfristiger Vertrag wurde allerdings noch zurückgehalten und kam erst im November zustande.

Jeder andere Labelboss hätte da dankend abgelehnt. Doch zum Glück für die Doors war Jac Holzman nicht jeder andere Labelboss. Der älteste Sohn eines Arztes von der Park Avenue war hochintelligent, hatte Descartes studiert und brachte seine Gabe für detaillierteste Analysen und fast geometrisches Kalkül in all seine zukünftigen Tätigkeiten ein. „Ich wollte, dass man Elektra als eine Plattenfirma wahrnimmt, die anders als all die anderen war.“ Das gelang ihm zweifelsohne. Als er die Band das erste Mal traf, galt Elektra als eines der führenden In­­dependent-Labels weltweit. Drei Wochen später hatten sich die Doors bei Sunset Sound Recorders eingerichtet, einem eher spartanischen Studio in Hollywood, das Walt Disney 1958 nach seinen Angaben hatte bauen lassen, um die Soundtracks zu „Mary Poppins“ und „101 Dalmatiner“ einzuspielen.

Suzi Quatro: Lyricvideo zu ›Motor City Riders‹

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Am 26. März 2021 veröffentlichte Suzi Quatro ihr jüngstes Album THE DEVIL IN ME. Knapp ein Jahr später koppelt die Bassistin und Sängerin eine weitere Single der Platte aus und liefert zu ›Motor City Riders‹ – einer Hommage an ihre Heimatstadt Detroit – ein Lyricvideo.