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Don Marco & die kleine Freiheit: EWIG UND DREI TAGE

Kleine Freiheit, stetig wachsend

Das ist wahrer Idealismus: Wo dieser Tage viele Veröffentlichungen im preisgünstigen, dafür etwas mickrig wirkenden Digipack daherkommen, gönnt sich Markus „Don Marco“ Naegele einen Vinylrelease mit gleich zwei
Scheiben, edel verpackt im Gatefold-Cover. Allein hier zeigt sich die Liebe zum Detail wie sie nur jemand empfinden kann, der Musik als konstitutiven Lebensanker empfindet. Sein Debüt unter dem Signet Don Marco & die kleine Freiheit hat der Wahlmünchner, der zuvor bei Fuck Yeah tätig war, Ende Januar 2021 veröffentlicht, zu einem, wie wir alle wissen, denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Doch trotz Lockdowns und einem nahezu auf off gestellten Kulturbetrieb ließ er es sich nicht nehmen, einigen Musik-Connaisseuren ein paar heilende Konzerterlebnisse zu schenken. Oszillierte „Gehst du mit mir unter“ noch zwischen Indierock US-amerikanischer Prägung und NDW, hat der Maestro mit Faible für Nudie-Suits den Nachfolger noch reicher und breiter angelegt. Erneut in Bonifaz Prexls Bones Studio in Niederding mit einem Line-up aus erstklassigen Gastmusikern eingespielt, punktet „Ewig und drei Tage“ mit Garage-Glam- Rock („Zahnfleisch“, Peter Maffay“), fast schon souligen Grooves („Der Boden der Tatsachen“, „Zwei Meter“), Disco-Hula-Hoop-Anleihen („Bis zur Rente“) und entrücktem West-Coast-Folk („Meine Ruh“). Mit „Schöne Neue Welt“ gibt es sogar eine epische Piano-Orchesternummer. Alles bald bei hoffentlich weit mehr Gelegenheiten auch live zu hören als wie im letzten Jahr …

8 von 10 Punkten

Don Marco & die kleine Freiheit
EWIG UND DREI TAGE
OFF LABEL RECORDS/BROKEN SILENCE

Iconic: SECOND SKIN

All-Star-Projekt „Made In Italy“

In regelmäßigen Abständen kredenzen uns Frontiers hochklassige Projekte mit namhaften Musikern der AOR- und Hardrock-Szene. Im Fall von Iconic sind es Nathan James (Gesang; u. a. Inglorious, Trans-Siberian Orchestra), Michael Sweet (Gitarre, Gesang, Produktion; u. a. Stryper, Sweet & Lynch), Joel Hoekstra (Gitarre; u. a. Whitesnake, Cher, Trans-Siberian Orchestra), Marco Mendoza (Bass; u. a. Ex-Whitesnake, Ex-Dead-Daisies), Tommy Aldridge (Schlagzeug; u. a. Whitesnake, Ex-Ozzy-Osbourne) und der Frontiers Haus- und Hof-Produzent und Keyboarder Alessandro Del Vecchio. Dass bei einer derartigen Zusammenkunft kein Durchschnittswerk, sondern superbe Kost auf dem Plattenteller landet, sollte klar sein. SECOND SKIN ist durch und durch auf den Punkt komponierter, zeitloser Hardrock ohne einen einzigen Ausfall. Egal, ob das Sextett wie im Opener ›Run (As Fast As You Can)‹ richtig auf’s Gaspedal drückt oder dem Hörer power-balladesk eine Verschnaufpause in Form von ›All I Need‹ einräumt, die von Sweet und Del Vecchio transparent und druckvoll produzierte Scheibe zündet bei jedem Stück sofort.

8 von 10 Punkten

Iconic
SECOND SKIN
FRONTIERS/SOULFOOD

Dan Reed Network: LET’S HEAR IT FOR THE KING

Das Heil in der Wucht

Viele Jahre, bevor das Wort „Network“ mit „Social“ oder dem Suffix „-ing“ in aller Munde war, brachten Musikliebhaber es mit einer damals aufregend neuen Mischung aus Hardrock, Funk und Euphorie in
Verbindung. Dan Reed Network brauten aus der heftigen Hochglanzpower von Def Leppard, zackig-dominanten Bassläufen, treibenden Beats und dutzendweise Killer-Hooklines einen berauschenden Cocktail, mit dem sie 1987 auf ihrer ersten Europatour für offene Kinnladen sorgten und 1989 ihre Headliner Bon Jovi von der Bühne
fegten. Warum das nicht für den Aufstieg in den Rockolymp reichte, wird nie geklärt werden, doch mehr als 30 Jahre später ist die Band bereit für einen neuen Anlauf. Dabei macht sie keinerlei Anstrengungen, ihren Sound nennenswert zu modernisieren – was keine Kritik sein soll, denn bemerkenswerterweise klingt LET’S HEAR IT FOR THE KING dennoch kein bisschen angestaubt. Das mag daran liegen, dass ihr Sound einfach schon damals so frisch und modern war, dass er noch heute Bestand hat, oder daran, dass ihre Geheimzutat schon immer ein Energielevel war, das jegliche Alterserscheinungen im Keim erstickt. Die ganz großen Hymnen wie ›Get To
You‹, ›Rainbow Child‹ oder ›The Heat‹ haben sie vielleicht nicht mehr auf Lager, aber mit ›Supernova‹, ›Stumble‹ und ›Unfuck My World‹ zeigen Dan Reed Network anno 2022 eine bestechende Form, die auch über die gesamte Albumlänge hinweig keine wirklichen Durchhänger erkennen lässt. Ein mehr als respektabler Neustart.

7 von 10

Dan Reed Network
LET’S HEAR IT FOR THE KING
DRAKKAR/SOULFOOD

The Sheepdogs: Live im Hansa 39, München (15.06.)

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Am Mittwoch vor Fronleichnam beehrten die mehr als sympathischen Sheepdogs München und wie es sich in den letzten Jahren bei ihren Shows eingeschlichen hat, brodelte die Venue. Nicht nur, weil draußen hochsommerliche Temperaturen herrschten, sondern auch, weil die Sheepdogs mit ihrer erdigen und überaus tanzbaren Mischung aus Roots und Southern und Blues Rock sowie Soul á la Allman Brothers das Hansa 39 zum Überkochen brachten.

Nach einer passenden Einstimmung der bezaubernden Rosalie Cullingham aus England, stürmten die in schneidige Vintage-Klamotte gewandeten Herren die Bühne, zuerst noch in ihren eigenen Rock’n’Roll-College-Jacken in blauer Seidenoptik, die es am Merchstand zu erstehen gab. (Inzwischen leider ausverkauft, wie man in der Plauderrunde nach der Show am Nightliner noch erfuhr.) Ab da fraß das Münchener Publikum den Kanadiern aus der Hand und zelebrierte die über eineinhalbstündige Show, bei der auch zahlreiche Songs vom neuen Album OUTTA SIGHT gespielt wurde, gebührend und für Landeshauptstadtverhältnisse gar überschwänglich. Fäuste flogen in die Luft bei den zahlreichen Twingitarren-Liaisons von Frontmann Ewan und Instrumentalgenie Jimmy Bowskill, Hüften und Haare wurden geschüttelt und geschwungen, bis der Schweiß von der Decke tropfte. Eine astreine Show voller Leidenschaft und Seele. Solange es Bands wie die Sheepdogs gibt, kann die Gemeinde erleichtert aufatmen: Der Rock’n’Roll ist gerettet.

Unser Fotograf Markus Werner hat die Show für euch bildlich festgehalten:

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Michael Allman: Kein einfaches Leben

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Erst im Alter von sechs Jahren erfuhr der kleine Michael Allman, wer sein biologischer Vater überhaupt war. Bis dahin füllte diese Rolle ein Mann namens Daniel Green aus, der dann aber bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, was seine Mutter Mary Lynn Sutton dazu veranlasste, Michael endlich reinen Wein einzuschenken.

Die Beziehung zwischen Gregg Allman und Michaels Mutter hielt nicht lange, und Michaels Geburtsname, Hendrick, stammte von einem Mann, den seine Mutter heiratete, um versorgt zu sein. „Es war natürlich ein gewaltiger Schock, als meine Ma mir gebeichtet hat, wer mein richtiger Dad ist“, schildert Allman Jr. „Der einzige Vater, den ich kannte, war gerade bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Ein Verhältnis zu Gregg entwickelte sich erst, als ich als Teenager bei ihm in Sarasota, Florida lebte. Dennoch ist es mehr Segen als Fluch, einen berühmten Vater zu haben – das Gute überwiegt das Schlechte.“ Auch nach dem schwierigen Start war es kein einfaches Leben, auf das Michael zurückblicken kann. Erst musste er miterleben, wie seine
geliebte Mutter mehrere schwere Krebserkrankungen besiegte, dann schlug der Krebs auch bei ihm zu. Zwei Ehen gingen in die Brüche und da die Musik selten genug Geld einbrachte, musste er sich meist als Schreiner durchschlagen.

Michael ist das erste der fünf Kinder von Gregg Allman, geboren im Juli 1966. Einige seiner Geschwister haben ihn in Sachen Popularität überflügelt, wie Devon Allman (als Sänger von Honeytribe oder der tollen Allman Betts Band) oder Elijah Blue Allman, der Sohn aus der Ehe mit Cher. Intensiven Kontakt zu ihnen pflegt Michael nicht: „Wir stehen uns nicht wirklich sehr nahe, aber wir haben auch keine schlechte Beziehung.“
2009 kam mit HARD LABOR CREEK das erste Album von Michael Allman raus. Erst 13 Jahre später steht nun mit BLUES TRAVELS FAST der Nachfolger in den Starlöchern. „Ich weiss, eine lange Zeit, die dazwischen liegt, aber es hat tatsächlich solange gedauert, um das Geld zu sparen, damit wir ein zweites Album machen können. HARD LABOR CREEK war eher eine Southern-Rock-artige Platte. BLUES TRAVELS FAST entstand aus dem Wunsch heraus, Songs aufzunehmen, die zwar allesamt Blues sind, aber verschiedene Spielarten abdecken, z. B. Country-Blues, traditioneller Blues, akustischer Blues, Bluesrock oder R’n’B wie bei ›Goin’ Back To Daytona‹ und ›Feeling So Bad‹.“

Michael war annähernd 40 Jahre alt, als sein Debüt veröffentlicht wurde, dabei hatte er schon in seiner Jugend immer wieder in Bands gesungen. „Ich stand auf Journey, bin großer Steve-Perry-Fan, liebe Fleetwood Mac, den Hardrock der 80er und natürlich Southern Rock und die Allman Brothers Band.“ Es hat lange gedauert, bis er seine eigene musikalische Stimme fand: „Man muss den Blues leben, um ein echter Blues-Sänger zu sein. Ich fühlte, wann die Zeit reif dafür war.“ ›Rose Hill‹ auf BLUES TRAVELS FAST ist eine Hommage an die Allman Brothers Band, die sich auf dem berühmten Rose Hill Cemetery in Macon, Georgia, fotograf ieren ließen und die Dickey Betts zu ›In Memory Of Elizabeth Reed‹ inspiriert hat. „Es geht darum, in Frieden zu ruhen, wo auch immer das sein mag.“

Foo Fighters: Hochkarätige Gäste bei Taylor-Hawkins-Tribut

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In Gedenken an Taylor Hawkins sollen im September zwei Tribute-Konzerte in Los Angeles im Kia Forum und im Londoner Wembley Stadion stattfinden. Organisiert werden die Shows von den Foo Fighters zusammen mit Taylor Hawkins Familie. Der Drummer ist am 25. März im Alter von 50 Jahren auf Tour verstorben.

Bei den Shows werden Brian May von Queen, Geddy Lee von Rush und Liam Gallagher von Oasis mitwirken. Außerdem an Bord sind Chris Chaney, Stewart Copeland, Liam Gallagher, Omar Hakim, Josh Homme, Chrissie Hynde, Geddy Lee, Alex Lifeson, Brian May, Mark Ronson, Supergrass, Roger Taylor, Rufus Taylor, Wolfgang Van Halen und Chevy Metal genauso wie Comedian Dave Chappelle..

The Sheepdogs: LEIDENSCHAFT, LIEBE, SEROTONIN, NULL KALORIEN

Die Sheepdogs sind coole Hunde. Diese Vorannahme über die gut gelaunten und höchst sympathischen Kanadier bestätigt sich einmal mehr, als man mit Bassist Ryan (R) und Frontmann Ewan (E) strumpfsockig während der UK-Tour in deren Nightliner in Birmingham abhängt, um über das starke neue Album OUTTA SIGHT im Speziellen und den Rock’n’Roll im Allgemeinen zu philosophieren.

OUTTA SIGHT ist euer dritter Release während der Pandemie. Worin liegt für euch der größte Unterschied, mit oder ohne Pandemie zu arbeiten?
R: Im Touren. Das hier sind unsere ersten Livedates außerhalb Kanadas seit 2019. Das ist ehrlich seltsam für eine Band, die viel reist und deren Liveperformances ein integraler Bestandteil des Marketings sind. Deshalb hatten wir uns einfach auf das Songwriting und Aufnehmen konzentriert.

Für CHANGING COLOURS habt ihr euch enorm viel Zeit gelassen, wie seid ihr bei OUTTA SIGHT vorgegangen?
E: Eigentlich genau gegenteilig. Wir wussten nicht mal, dass wir eine Platte machen würden. Wir trafen uns ab und zu im Studio, das lief gut, also blieben wir dran und bevor wir es uns versahen, hatten wir zwölf Lieder beisammen. Wir saßen im Proberaum, spielten alles im Kreis – ein bisschen wie in der Beatles-Doku – und
arbeiteten ein Lied nach dem anderen aus.

Ihr verfolgt ja eine sehr sorglose Herangehensweise an den Rock’n’Roll. Fühlt sich diese Luftigkeit immer gut an?
E: Ja, denn für mich ist der Rock’n’Roll ein Raum für Eskapismus. Wir versuchen, unsere Werke nicht an eine gewisse Zeit zu knüpfen. Auch der Ukraine-Krieg kann nicht ewig gehen. Ich möchte, dass meine Musik universal ist.
R: Ich denke, manche Teile von OUTTA SIGHT sind bestimmt unterbewusst von der Pandemie beeinflusst. Doch in der Sekunde, in der das Ganze vorüber ist, möchte doch niemand mehr daran erinnert werden. Also war es uns wichtiger, Musik zu schaffen, die zu einem „Danach“ statt zu einem „Mittendrin“ passt.

Welche Bands machen euch gute Laune?
E: Vier Jahre in Folge war J. J. Cale in meiner Spotify-Wrapped-Liste ganz oben. Was ich an ihm mag: Er ist luftig, aber nicht fröhlich. Egal was ich tue, J. J. Cale passt dazu. Wahrscheinlich, weil ich so viel in meinem Garten abhänge.
R: Ich habe während der Pandemie viel Exotica gehört, wahrscheinlich, weil wir so wenig unterwegs waren. Ich habe gemerkt, dass diese Musik meine Stimmungen gut aufgenommen hat, das hat mich echt aufgemuntert.

Wenn ihr Songs schreibt, schottet ihr euch von äußeren Einflüssen ab?
E: Nein, denn Songwriting passiert ständig in meinem Kopf. Mir fliegen immer mal wieder Ideen zu, wenn ich dabei gerade in einer Bar stehe, singe ich schnell in mein Handy. Wir sind von einigen Künstlern beeinflusst, aber der Trick dabei ist eben, dass es viele sind und nicht nur eine Band.
R: Bei unserer letzten Single merkt man das besonders. Zehn verschiedene Leute gaben zehn verschiedene Referenzen an, woran sie sie erinnerte.
E: Für manche ist ›Find The Truth‹ mit dem Twin-Guitars-Part eher ein Thin-Lizzy-Ding, für andere doch eher Steely Dan. Die Grooves sind aber anders, außerdem klingt meine Stimme nicht nach Phil Lynott.
R: Leider! (lacht)

Niemand ist so cool wie Phil Lynott!
E: (lacht) Das stimmt. Du versuchst eben, deine Helden nachzuahmen, und landest irgendwo anders. Das bist dann du. Mit diesem Fakt muss man sich anfreunden, das war ein wichtiger Teil unseres Reifeprozesses.

Was ist denn der Kern des Rock’n’Roll für euch?
R: Wir singen extra sehr vage darüber, damit wir diese Frage nicht beantworten müssen. (lacht)
E: Das ist ja die tiefgreifendste aller Fragen. Wahrscheinlich ist es am Ende nicht mehr als ein Gefühl. Es ist eine sehr befreiende Angelegenheit, Rock’n’Roll zu hören, man kann seine Sorgen vergessen. Er tut niemandem weh, es geht um Leidenschaft und Liebe, null Kalorien. Serotonin ist im Spiel, eine expressive Angelegenheit. Und dann ist der Rock’n’Roll natürlich ein verbindendes Element. Wenn wir unsere Musik live spielen, treffen wir Menschen, die so sind wie wir – langhaarige Typen, Mädels in Schlaghosen. Wenn man an so einem normalen Nachmittag durch die Straßen läuft, sieht man nicht viele Leute, die aussehen wie Ryan.

Was macht grandioses Rock’n’Roll-Songwriting aus?
E: Ich denke, die besten Rock’n’Roll-Songs wirken auf den ersten Blick simpel. Wenn man an einen Song wie ›Louie Louie‹ denkt, ist der fast schon idiotisch einfach und trotzdem grandios. Das beste Lied über Rock’n’Roll ist ›It’s A Long Way To The Top‹ von AC/DC. Drei Akkorde, der Text ist easy und in der Line „it’s harder than it looks“ steckt so viel Wahrheit. Dabei ist es trotzdem unglaublich schwer, so dermaßen hart zu grooven. Für mich sind die besten Rocksongs badass, aber simpel. Du musst nicht auf der Musikschule gewesen sein, um
so etwas zu erschaffen.
R: Ich stimme Ewan zu, wobei es schwierig ist, das herunterzubrechen. Ich denke nicht, dass ein Algorithmus guten Rock’n’Roll produzieren könnte.

Es gibt Algorithmus-Metallica-Songs …
E: Manche der jüngeren Metallica-Alben klingen auch so, als wären sie von einem Algorithmus fabriziert worden. (lacht)
R: Ich meinte ja einen guten Song! Klar kann man Musik als reine Aneinanderreihung von Noten und Rhythmen betrachten. Um aber nochmal auf Thin Lizzy zurückzukommen: Niemand auf Erden kann das Zeug von Phil Lynott singen und dabei auch nur annähernd so cool klingen. Das kann nicht reproduziert werden.
Dazu gehört eine Haltung, eine Attitüde.

Welcher eurer Songs entspricht dem am meisten?
E: Vom neuen Album würde ich ›Find The Truth‹ anführen. Aus unserem ganzen Katalog würde ich mich für ›I Don’t Know‹ entscheiden.
R: Als wir den zum ersten Mal spielten, waren wir in einer Bar in Kanada. Das Publikum reagierte sofort total krass darauf, sodass wir ihn am Schluss nochmal zum Besten geben mussten.

Kann der Rock’n’Roll-Traum mit eurem wirklichen Rock’n’Roll-Leben mithalten?
E: Ich würde sagen, wir sind jetzt eine Mittelklasseband. Als ich ein Teenager war, las ich „Hammer Of The Gods“ über Led Zeppelin. Die machten damals mit einer Show mehr Geld als wir mit einer ganzen Tour. Aber deshalb haben wir ja nicht damit angefangen, sondern weil wir die Musik lieben. Wir arbeiten uns langsam hoch.
R: Klar idealisierst du anfangs dieses Bild, wie es sein muss, in einer Rockband zu sein. Unser Ziel war es immer, das hauptberuflich zu machen. Inzwischen geht das und wir sehen immer noch Wachstum, das ist also mehr, als wir uns erträumt hatten. Wir würden uns nie verstellen, um mehr Erfolg zu haben.

Ozzy Osbourne: Auf dem Weg der Besserung nach großer OP

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In einem Fernsehinterview hatte Sharon Osbourne letzte Woche mitgeteilt, dass sich Ozzy in dieser Woche einer großen Operation unterziehen müsse, die den Rest seines Lebens beeinflussen würde. Was genau dem Prince of Darkness fehlte, wurde nicht mitgeteilt.

Jedoch ist die Operation allem Anschein nach gut verlaufen. Auf Twitter teilte Sharon mit, dass Ozzy seine OP gut überstanden hat und sich nun auf dem Weg der Besserung befindet.