0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Start Blog Seite 1204

Oasis – TIME FLIES… 1994 – 2009

OASISKain und Abel des Brit-Rock: Sie küssten, schlugen und trennten sich.

Auch wenn Noel und Liam derzeit kein Wort mehr miteinander reden – ihr Oasis-Backkatalog bleibt äußerst lu-krativ. TIME FLIES… 1994 – 2009 nennt sich die konzertierte Aktion, die auf gleich mehreren Formaten erstmals sämtliche 26 Singles vereint: 23 UK-Top-Ten-Platzierungen und acht Nummer-eins-Hits. Von ›Supersonic‹ bis ›Falling Down‹ wollen Oasis einmal mehr großspurig beweisen, dass sie besser sind als jene Band, der sie sich karmisch verbunden wähnen: The Beatles.

Wer nach dem Genuss von ›Wonderwall‹, ›Shakermaker‹, ›Don’t Look Back In Anger‹ oder ›Whatever‹ noch immer nicht genug bekommen kann vom rüden Pop aus Manchester, der sollte sich die Deluxe-Version in Box-Form besorgen: Hier findet sich auf insgesamt vier CDs auch noch der komplette Mitschnitt des letzten Oasis-Konzerts im Londoner Roundhouse vom 21. Juli 2009. Desweiteren liegt eine DVD mit sage und schreibe 36 raren Videoclips bei, darunter auch speziell für den britischen und amerikanischen Markt angefertigte Versionen. Und wem das noch immer nicht genügt, der kann sich als zusätzliches Sammlerstück die limitierte Vinyl-Auflage mit jeweils fünf schwarzen Scheiben zulegen.

Steve Winwood – REVOLUTIONS: THE VERY BEST OF STEVE WINWOOD

SteveWinwood_Cover_4CD

Treffliche Werkschau eines ehemaligen Wunderkindes: Mr. Fantasys unvergleichlich facettenreicher Kosmos.

Mit zarten 14 Jahren füllt Stevie Winwood bei der Spencer Davis Group zu Zeiten des britischen Beat-Booms sämtliche wichtigen Funktionen aus: Der jüngere Bruder von Bassist Muff Winwood spielt famos Gitarre, brilliert an den Keyboards, röhrt wie ein jüngerer Ray Charles und komponiert den Hit ›Gimme Some Lovin’‹. Der Beginn einer außerordentlichen Künstlerkarriere, die nahezu mühelos Dekaden überdauert, wie die 4-CD-Box REVOLUTIONS: THE VERY BEST OF STEVE WINWOOD mit 60-seitigem Buch von Au-tor Dylan Jones akribisch analysiert. Für Einsteiger gibt es optional auch eine einfache CD, doch das Viererpack spannt den Bogen natürlich weit detaillierter.

1967 verlässt der virtuose Stevie seinen Mentor Spencer Davis, dessen Band sich von diesem unersetzbaren Verlust nie wieder erholen wird. Wenig später ruft Winwood mit Gitarrist Dave Ma-son, Flötist Chris Wood und Schlagzeuger Jim Capaldi das Künstlerkollektiv Traffic ins Leben und liefert mit Unterbrechungen bis 1974 sieben erstklassige Alben ab.

Vortrefflich den Flower-Power-Zeitgeist beschwören MR. FANTASY und TRAFFIC in filigranen Kunstwerken zwischen Pop, Folk und Psychedelic mit prägnanten Beispielen wie ›Heaven Is In Your Mind‹, ›No Face, No Name, No Number‹ und ›40.000 Thousand Headman‹. Mit dem eigentlich als Abschiedswerk geplanten LAST EXIT bewegt sich der Fokus hin in Richtung Jazz. Als einmaliges Intermezzo erweist sich die eigentlich als Langzeitprojekt angedachte Supergroup Blind Faith mit Ex-Family-Bassist Ric Grech und den ehemaligen Cream-Kontrahenten Eric Clapton und Ginger Baker. ›Can’t Find My Way Home‹, ›Presence Of The Lord‹ und selbst das Buddy Holly-Cover ›Well Alright‹ tragen deutlich die Handschrift von Winwoods Arrangierkunst.

Nach dem schnellen Ende von Blind Faith will der introvertierte Musikus als Solist weitermachen, doch JOHN BARLEYCORN MUST DIE präsentiert sich 1970 als erwachsene Fortsetzung von Traffic. Deren Besetzung wird erweitert, um auf Alben wie THE LOW SPARK OF THE HIGH-HEELED BOYS, SHOOT OUT AT THE FANTASY FAC-TORY und WHEN THE EAGLES FLIES kompetent zwischen Soul, Jazz und Rock zu changieren.

Nicht mehr ganz so interessant gestaltet sich die nun unumgängliche Solokarriere ab 1977, die wesentlich gefälligere Songware, aber auch die Änderung von Stevie in Steve mit sich bringt. Jüngere Generationen finden Geschmack an dem perfekten Synthie-Pop von ›While You See A Chance‹, ›Higher Love‹ und ›Valerie‹. Erstaunlich geschmacksicher und wertkonservativ geriet hingegen die einmalige Reunion von Traffic im Jahr 1994 mit FAR FROM HOME.

Nazareth – GREATEST HITS / CLOSE ENOUGH FOR ROCK’N’ROLL / PLAY’N’THE GAME / EXPECT NO MERC / NO MEAN CITY

Nazareth - No Mean City - FrontSchottische Langzeit­überlebende: zweiter Teil der Werkschau.

Nach sechs Studiowerken und diversen Hits konnten es sich Nazareth 1975 leisten, die Best Of- Sammlung GREATEST HITS aufzulegen. In mittlerweile auf 20 Songs erweiterter CD-Edition finden sich naturgemäß die üblichen Verdächtigen ›This Flight Tonight‹, ›Love Hurts‹ und ›Dream On‹, aber auch Leckerlis wie ›Woke Up This Morning‹, ›Bad Bad Boy‹ und ›Morning Dew‹.

Eindeutig schroff konterte das Quartett die Punk-Revolution mit zwei zu einem Silberling zusammengefassten Alben aus dem Jahr 1976: CLOSE ENOUGH FOR ROCK’N’ROLL stürmte mit ›Telegram‹, ›Vancouver Shakedown‹ und ›Born Under The Wrong Signs‹ die Barrikaden. Nicht minder auf die Tube drückte PLAY’N’THE GAME mit geschmackvollen Cover-Versionen von ›Wild Honey‹ (Beach Boys), ›I Want To (Do Everything For You)‹ von Joe Tex sowie Selbstgestricktem mit Schmackes. Ebenfalls den Härtetest der Zeit bestanden hat EXPECT NO MERCY: Jack Nitzsches ›Gone Dead Train‹ für den Soundtrack des großartigen Kinoklassikers PERFORMANCE wurde mit herben Krachern aus eigener Züchtung gekreuzt.

In einem veränderten Line-Up präsentierten sich Naza-reth dann im Jahre 1978. Der Ex-Sensational-Alex-Harvey-Band-Gitarrist Zal Cleminson lieferte sich hier mit Mannie Charlton virtuose Duelle auf einem Album, das aus einem Guss war: keine Fremdkompositionen diesmal, dafür zwei jeweils in Part 1 und 2 unterteilte Songs: ›Simple Solution‹ sowie der Titelsong NO MEAN CITY.

Greatest Hits 9

Close Enough for Rock’n’Roll 7

Play’n’The Game 7

Expect No Mercy 7

No Mean City 8

John Mellencamp – On the Rural Route 7609

MELLENCAMPJOHNontheruralrouteEin sattes Paket: Karriererückblick auf vier CDs – und mit allerlei Überraschungen.

Der Ansatz ist in der Tat ziemlich originell: Anstatt wie bei Werkschauen sonst üblich die wichtigsten Tracks in strikt chronologischer Reihenfolge abzufeiern, pflegt ON THE RURAL ROUTE 7609 eine künstlerisch wesentlich durchdachtere Herangehensweise. Die insgesamt 54 Songs, eingespielt zwischen 1976 und 2009, wurden thematisch und formal gebündelt, weshalb die vier CDs wie kleine, separate Konzeptalben wirken. Gut ge-macht.

Besser noch: Selbst langjährige Fans, die vom sozial engagierten Songwriter aus Seymour, Indiana, ohnehin schon alles im Regal stehen haben, kommen dabei auf ihre Kosten. Denn das aufwändig ausgestattete Box-Set erfreut mit 17 bislang unveröffentlichten Songs – und die sind wirklich ein wahres Fest für Raritäten-Jäger. Für interessierte Einsteiger ist der Querschnitt durch John Mellencamps Schaffen ohnehin eine Empfehlung, nicht zuletzt auch aufgrund des 72-seitigen Booklets, in dem jeder einzelne Track und und sein Songwriter ausführlich und kompetent vorgestellt werden.

Möge das Werk dazu beitragen, den tendenziell unterschätzten Mann aus dem Mittleren Westen endlich aus Bruce Springsteens Schatten zu reißen: Verdient hätte er es allemal, und das nicht erst seit dem famosen und von Kritikern hoch gelobten Album LIFE, DEATH, LOVE AND FREEDOM aus dem Jahr 2008.

Megaton – MEGATON

megatonWe Fly You To The Megaton Land: Les Humphries’ und Jimmy Bilsburys exzellenter Versuch, als Hard-Rock-Formation durchzustarten.

Als der Brite Les Humphries 1970 seinen Hippie-Chor mit Gospel-Pop an den Start schickte, verhieß das kunterbunte Konzept nicht auf Anhieb Erfolg. Weshalb der ehemalige Militärkadett, kurz zuvor Mitglied der kurzlebigen Hamburger Psychedelic-Band Wonderland, sicherheitshalber mehrgleisig fuhr. Mit Les Humphries-Singers-Kollege Jimmy Bilsbury startete der clevere Geschäftsmann ein Projekt, das sich am Progressive Underground jener Jahre orientierte. Der ursprünglich bei Decca erschienene Longplayer ging sei-nerzeit im Wust der Neuer-scheinungen schlicht unter, landete erst auf Grabbeltischen und avancierte dann zum gesuchten Klassiker – das längst vergriffene Werk erzielte astronomische Preise und ist jetzt erstmals als CD erhältlich.

Die zehn von Humphries und Bilsbury komponierten Tracks schäumen nur so über von verzerrten Wah-Wah-Heavy-Rock-Gitarren und transzendentalen Grooves, für die neben anderen auch die Hamburger Band Lucifer’s Friend sorgte.

Zu wahren Diskothekenknallern entwickelten sich das an Led Zeps ›Whole Lotta Love‹ erinnernde ›Niagara‹, die Free-Hommage ›Out Of Our Own Little World‹ und das Black-Sabbath-Pastiche ›Fairy Tale Song‹. ›Carry It On To The End‹ nahm gar die Talking Heads vorweg. Und absolut kultverdächtig ist natürlich auch die zeitgeistig-psychedelische Cover-Collage mit der noch blutjungen Liz Mitchell.

Medicine Head – RADIO SESSIONS 71-77

MedicineHead RadioSessions

Vom bizarren Hippie-Duo zum Pub-Rock-Quintett: Kraftvolle Medizin für kluge Köpfe.

Dem Minimal Rock mit Lo-Fi-Charme verschrieb sich dieses britische Duo: Maultrommel-Spieler Peter Hope-Evans pflegte seinen Hippieschick mit gigantischem Rainer-Langhans-Afro, während sich der schnauzbärtige Sänger John Fiddler im Multitasking an Gitarre und Schlagzeug übte.

Gefördert vom sendungsbewussten Gegenkultur-DJ John Peel auf dessen hauseigenem Label Dandelion, versprühen die 17 Tracks von RADIO SESSIONS 1971 – 1977 auch heute noch respektable Zeitlosigkeit. Rock, Blues und Folk kulminieren zu Good-Time-Fun aus dem Pub um die Ecke. ›And (The Pictures In The Sky)‹, ›Medicine Pony‹ und ›How Does It Feel‹ verdanken viel Marc Bolans T. Rex-Konzept der ›Ride A White Swan‹-Ära. Einen Hauch Louisiana Cajun versprühen hingegen ›Rainy Day Blues‹, ›Walkin’Blues‹ und ›Slip And Slide‹. Kurze Zeit bereicherten Medicine Head sogar die Top-Five-Regionen der Charts mit Ohrwürmern wie ›One And One Is One‹ und ›Rising Sun‹ – da hatte sich der zwischenzeitlich eingestiegene Ex-Yardbirds-Frontmann Keith Relf jedoch schon wieder aus dem Staube gemacht.

Zeitweise aufgestockt zum Quintett mit Gitarrist Roger Saunders, Schlagzeuger Rob Townsend und Bassist George Ford, schepperte sich das Flower-Power-Relikt durch ›(I Ain’t Crying) Over You‹, bevor Fiddler mit ehemaligen Mott-The-Hoople-Mitgliedern 1977 zur rauen R’n’B-Band British Lions fusionierte.

Little Feat – LITTLE FEAT / SAILIN’ SHOES DIXIE CHICKEN / FEATS DON’T FAIL ME NOW / THE LAST RECORD ALBUM

LittleFeat OriginalAlbumSeries

Die Heldentaten von Lowell George und Co brachten selbst Mick Jagger und Keith Richards ins Schwärmen.

Wer in den frühen siebziger Jahren Inter-views mit den Rolling Stones tätigte, musste sich auf ungewohnte Lobhudelei gefasst ma-chen: Vor allem Mick Jagger und Keith Richards betrieben ungeniert Werbung für Little Feat. Geholfen hat der unerwartete Push von prominenter Seite allerdings nicht. Lediglich zu Kritikerlieblingen brachte es das von  Ex-Mothers-Of-Invention Roy Estrada und dem 1979 verstorbenen Gitarristen, Sänger und Komponisten Lowell George gegründete Quartett, obwohl es ab 1971 fünf exzellente Alben in Serie schaltete: Die Wurzeln aus Blues, Rock, Folk und Country beschwor das selbstbetitelte Debüt um den Jahrhundertsong ›Willin’‹. Beim Nachfolger SAILIN’ SHOES konkurrierten Rock-Hymnen wie ›Teenage Nervous Breakdown‹ und ›Tripe Face Boogie‹ mit einer optimierten Neuversion von ›Willin’‹.

In erweiterter Sextett-Besetzung und mit Soul-Anleihen erschien 1973 DIXIE CHICKEN mitsamt exzellenten Songs wie ›Two Trains‹, ›Fat Man In The Bathtub‹ und ›Fool Yourself‹. In Richtung New Orleans blickte ein Jahr später auch das nach Fats Wallers Klassiker FEATS DON’T FAIL ME NOW betitelte vierte Werk mit solchen Stern-stunden wie ›Rock And Roll Doctor‹,  ›Oh Atlanta‹ und ›Skin It Back‹.

Mit ›Romance Dance‹, ›Long Distance Love‹ und ›Down Below The Borderline‹ von

THE LAST RECORD ALBUM nahmen Little Feat dann schließ­lich Kurs in Richtung Jazz-Rock.

Little Feat 8

Sailin’ Shoes 9

Dixie Chicken 10

Feats Don’t Fail Me Now 10

The Last Record Album 10

J. Geils Band – J. GEILS BAND / THE MORNING AFTER / LIVE FULL HOUSE BLOODSHOT / LADIES INVITED

JGeilsBand OriginalAlbumSeries

Wie aus dem Rock-Bilderbuch – und doch blieb die geilste Band der Welt nahezu erfolglos.

Es bleibt wohl auf Ewigkeiten ein Mysterium, warum diesem Sextett aus Bos-ton der dauerhafte Durchbruch versagt blieb: Gefährlich wie eine Handgranate klang der aus erdigem Rhythm’n’Blues und Hard Rock destillierte Stil, der vor allem im Konzertsaal einfach umwerfenden Formation um den Frontmann Peter Wolf, Gitarrist J. Geils und Keyboarder Seth Justmann. Zu späten, wenn auch kurzen Hit-Ehren gelang die Band 1981 mit dem atypischen Pop-Ohrwurm ›Centerfold‹. Aus den wahnsinnigen Anfangstagen stammen fünf chronologisch für die Reihe ORIGINAL ALBUM SERIES zusammen gefasste Werke: Schlicht urig tönt das selbstbetitelte Debüt von 1970 mit Hämmern wie ›Wait‹, ›Hard Drivin’ Man‹ und ›Cruisin’ For Love‹. In etwa die gleiche Kerbe haut der Nachfolger THE MORNING AFTER mit Wundermundharmonikabläser Magic Dicks manischem Instrumental ›Whammer Jammer‹ und dem Airplay-Renner ›Looking For A Love‹.

Schlicht als Meilenstein von Konzertmitschnitt empfiehlt sich LIVE FULL HOUSE – eine derbe Lektion in Sachen R’n’B. Stilistisch facettenreicher angelegt mit funky Muntermachern wie ›(Ain’t Nothing But A) House Party‹ und ›Give It To Me‹ präsentiert sich das zum Glam-Rock-Höhepunkt 1973 veröffentlichte BLOODSHOT. Erstmals komplett aus der Feder von Wolf/Justman stammt 1974 LADIES INVITED mit den Gassenhauern ›That’s Why I’m Thinking Of You‹, ›Diddybop-pin’‹ und ›The Lady Makes De- mands‹.

J. Geils Band 8

The Morning After 9

Live Full House 10

Bloodshot 10

Ladies Invited 9