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Big Star – COLUMBIA… LIVE AT MISSOURI UNIVERSITY 4/25/93

big starKultformation mit fabelhaftem Reunion-Konzertmitschnitt.

Schon erstaunlich, unter welch veränderten Vorzeichen sich Alex Chilton, der ehemalige Sänger und Gitarrist der amerikanischen Soul-Pop-Formation The Box Tops (Millionenhit ›The Letter‹ ) von 1971 an präsentiert: Im Quartett Big Star fusioniert er die Vokalharmonien der Beatles und Beach Boys mit dem lasziven Rhythmus der Rolling Stones, das Gitarrengezirpe der Byrds mit der knackigen Popformel von T. Rex. Zwei superbe Alben folgen, dann trennen sich die chronisch erfolglosen Big Star 1974, die als Pioniere von Power Pop und New Wave ihrer Zeit einfach zu weit voraus waren. 1993 folgt die Reunion mit den beiden Bandoriginalen Chilton und Schlagzeuger Jody Stephens sowie Gitarrist Jonathan Auer and Bassist Ken Stringfellow, Mitglieder von The Posies. Wenig später schon melden sich Big Star, die als Band bis zum Tod von Alex Chilton 2010 aktiv bleiben werden, mit einem fabelhaften Konzertmitschnitt zurück – dem ersten Auftritt in neuer Besetzung überhaupt: COLUMBIA… LIVE AT MISSOURI UNIVERSITY 4/25/93 versammelt zwölf Songs aus der Glanzzeit sowie nahtlos integrierte Coverversionen von Todd Rundgrens ›Slut‹ sowie ›Baby Strange‹ von T. Rex. ›Don’t Lie To Me‹ tönt kraftvoll verrock, ›I Am The Cosmos‹ klingt wie ein unentdecktes Juwel der Psychedelik-Ära. Wunderbare zweistimmige Gitarren und verführerische Har-monien dominieren ›Feel‹. Mit ›The Ballad Of El Goodo‹ gelingt die perfekte Synthese aus Beatles, Byrds und Innovation.

Various Artists – THE BEST OF KRAUTROCK

0090204645992Zwischen Wallenstein und Hölderlin tagt der Rat der Motten.

Vollmundig betitelt, kompiliert THE BEST OF KRAUTROCK 16 Titel von 13 Bands, verteilt über vier LP-Seiten – gewissermaßen ein Appetizer für die ebenfalls auf ZYX erhältlichen Originalalben. Ohne die Pioniere Can, Faust, Amon Düül II, Kraftwerk und Tangerine Dream kann man aber kaum vom „Besten“ sprechen. Eine Ahnung, was in den späten 60ern und der ersten Hälfte der 70er Jahre als tonangebend galt, vermittelt der Querschnitt aber dennoch: Guru Guru, das Jazz-Trio um Schlagzeuger Mani Neumeier mit Wohngemein-schaftssitz in Finkenbach im Odenwald, eröffnet mit ›Stone In‹ in gewohnt improvisierter Überlänge mit archaischem Anarchowitz. Exotisch Orientalisches bis meditativ Fernöstliches gibt’s bei der ›Oriental Journey‹ von Mythos. Obwohl der Titel vom späterem Gitarrenlehrer der Nation Peter Bursch und seiner Bröselmaschine ›Gedanken‹ lautet, wird im verflöteten Akustik-Folk-Pop doch Englisch Gesungen-es bevorzugt. Als mutiger erweisen sich da Ihre Kinder mit ›Leere Hände‹, prinzipiell ein Vorläufer von Udo Lindenbergs Rhetorik. Auch Hölderlins verquaster Art Rock (›Waren wir‹), das agitatorische Politgebaren von Floh de Cologne (›Wir stehen am Rande‹) und das skurrile Bardentum von Witthüser & Westrupp (›Der Rat der Motten‹) bevorzugen deutsch Getextetes. Aus Birth Controls hartkantigem zweiten Album OPERATION stammen sowohl das zackige ›Flesh And Blood‹, als auch das über siebenminütige ›Just Before The Sun Will Rise‹. Wallenstein, lyrisches Progressiv-Rock-Vehikel von Keyboarder Jürgen Dollase, offeriert auf den jeweils knapp neunminütigen ›Mother Universe‹ und ›Braintrain‹ jede Menge Mellotron. Popol Vuh schließlich, Experimentierfeld von Multiinstrumen-talist Florian Fricke und in Sachen elektronischer Klangbilder auf Augenhöhe mit Edgar Froese und Klaus Schulze, liefert den Soundtrack-Auszug ›Aguirre‹ für Werner Herzogs gleichnamigen Kinofilm und ›Der große Krieger‹ aus „Letzte Tage – letzte Nächte“.

Johnny Winter – THE ESSENTIAL

winter, johnnyNoch am Leben und gut drauf.

Johnny Winters hingebungsvolle Affinität zum Blues zeigte sich schon früh und hält bis heute an. Doch der virtuose Flinkfinger liebt eben auch den Rock’n’Roll heiß und innig. Für die zweiteilige Werkschau THE ESSENTIAL kramte Sony tief im Archiv, um 34 Preziosen der Jahre 1969 bis 1974 zu heben. Schlagzeuger Uncle John Turner und Bassist Tommy Shannon assistieren dem anfänglich noch stark auf Bluespurismus fixierten Winter. ›Dallas‹, ›I’ll Drown In My Own Tears‹ und ›Leland Mississippi Blues‹ legen davon Zeugnis ab. Mit den ehemaligen Mitgliedern der McCoys, Gitarrist Rick Derringer, Randy Jo Hobbs am Bass und Randy Zehringer am Schlagzeug, formiert er Johnny Winter And, um seinen Favoriten The Rolling Stones nachzueifern. Schöne Beispiele für gelungene Assimilation im Stil der Steine liefern ›Roll With Me‹, ›Still Alive And Well‹, John Lennons ›Rock And Roll People‹ und natürlich ›Jumpin’ Jack Flash‹. Umgekehrt funktioniert es ja auch: Mit Winters packender 12-Takt-Orgie ›I’m Yours And I’m Hers‹ starten Mick, Keith und Co. im Juli 1969 ihren legendären Auftritt im Londoner Hyde Park. Noch stärker entfalten kann sich Winter bei Konzerten, gleich, ob im Club oder in Arenen: Aus Woodstock stammen ›Mama, Talk To Your Daughter‹ und ›Mean Town Blues‹. Weitere Konzertmitschnitte liefern die Klassiker ›Rollin’ And Tumblin’‹, ›Black Cat Bone‹, ›Bony Moronie‹ und ›Good Morning Little School Girl‹.

Mott The Hoople – THE ESSENTIAL

mott the hoopleEssenzielles aus fünf Jahren Bandhistorie.

Nach vier exzellent von Mentor Guy Stevens produzierten, aber lausig verkauften Alben für das Label Island stehen Mott The Hoople 1972 kurz vor der Auflösung. Doch David Bowie, ein Fan der Band, macht Unmögliches möglich: Ein neuer Vertrag bei CBS sowie das von Bowie mit Mick Ronson produzierte Album ALL THE YOUNG DUDES mit dem gleichnamigen Evergreen machen binnen Wochen aus den bislang unscheinbaren Mott The Hoople typische Vertreter des Glam Rock. THE ESSENTIAL erzählt auf zwei CDs die gerade mal fünf Jahre lange Band-Odyssee mit tragischem Ausgang. Hartkantiges mit Blues-Tendenz, Country-Affinität und 50’s Rock-Wurzeln zelebriert die mittelenglische Formation Silence. Als es Gitarrist Mick Ralphs, Bassist Pete „Overend“ Watts, Keyboarder Verden Allen, Schlagzeuger Dale „Buffin“ Griffin 1969 ins Rock-Mekka London zieht, sind die Würfel gefallen: Sänger Stan Tippins muss für den durch eine Zeitungsannonce gefischten Ian Hunter weichen. Hunters nasaler Vokalstil, seine Dylan-Fixiertheit und sein Händchen für 1a-Kompositionen machen aus einer mittelmäßigen eine exzellente Band. ›Rock And Roll Queen‹, ›Thunderbuck Ram‹ und ›Whiskey Women‹ zeugen von Potenzial. Doch erst durch die Produktion von Bowie und Ronson erhalten Rohdiamanten wie ›Sucker‹, ›One Of The Boys‹ , ›Momma’s Little Jewel‹ den rechten Schliff. Lange hält der Erfolg nicht an: Erst verlässt Verden Allen die Band, dann folgt Mick Ralphs. Doch die von Hunter gefundene Hitformel funktioniert noch zwei weitere Alben und diverse 45er lang, darunter auch die lyrische Rock-Trilogie ›All The Way From Memphis‹, ›Roll Away The Stone‹ und ›The Golden Age Of Rock’n’Roll‹. Warum Ian Hunter Mott The Hoople 1974 nach diversen Umbesetzungen sowie den fabelhaften Singles ›Foxy, Foxy‹ und ›(Do You Remember) The Saturday Gigs?‹ dennoch den Rücken zugunsten eine Solokarriere kehrt, lässt sich bis heute nicht erklären.

Huey Lewis & The News – SPORTS 30TH ANNIVERSARY EDITION

huey lewisMultiplatinwerk gespickt mit Hits, Hits und nochmals Hits.

Puren Anachronismus verströmen Huey Lewis & The News in der Yuppie-Ära – zumindest musikalisch. Doch mangelndes Zeitgeistbewusst-sein kommt bestens an bei der schweigenden Mehrheit. Mit dem dritten Album SPORTS stößt die 1979 in San Francisco aus der Taufe gehobene und ursprünglich Huey Lewis & The American Express getaufte Formation weltweit durch die Decke und kassiert allein im Heimatland siebenfaches Platin. Ein großen Anteil daran, die griffige Formel aus Pop, Rock, Blues und Soul zu etablieren, hat der gerade in Schwung gekommene US-Musik-sender MTV, sendet das junge 24-Stunden-Sprachrohr doch 1983/84 in schöner Regelmäßigkeit die respektablen Videoclips zu imposanten fünf Singlesauskopplungen: ›Heart And Soul‹, ›I Want A New Drug‹, ›The Heart Of Rock & Roll‹, › If This Is It‹ und ›Walking On A Thin Line‹. Allesamt Ohrwürmer, die keinem weh tun, aber in einer blutarmen Epoche wie zu Mitte der 80er als Notration für Unterernährte in Sachen Rockkultur dienen. Oder wie es in einem der Tophits so schön heißt: „The heart of Rock & Roll is still beating“. Mit dem Abstand von 30 Jahren klingen die neun knackig selbst produzierten und für die Neufassung von Gitarrist Johnny Colla digital optimierten Songs erstaunlich zeitlos, wenn auch – abgesehen von Hank Williams’ ›Honky Tonk Blues‹, das im Sound recht authentisch in den Vierzigern wurzelt – ein klein wenig antiseptisch. Auf der zweiten CD der 30TH ANNIVERSARY EDITION finden sich sämtliche Songs von SPORTS als Konzertmitschnitte.

Scott Walker – SCOTT COLLECTION 1967 – 1970

scott walkerScott Walkers Vermächtnis: Meister der Melancholie.

Er gilt als das „Phantom des Pop“: Der schlaksige Amerikaner mit dem signifikanten Bariton, Wohnsitz London und einer Veröffentlichungs-politik in entspannter Zeitlupe. Das war nicht immer so. Doch nach dem Ende der Walker Brothers gelang dem einstmals gefeierten Teenstar die Metamorphose zum künstlerisch anspruchsvollen Interpreten – wofür andere Jahre benötigen, vollzog er binnen Monaten. SCOTT COLLECTION 1967 – 1970 kompiliert digital optimiert jene fünf von John Franz produzierten Albummeilensteine, von denen sich u.a. David Bowie, Julian Cope, Nick Cave, Marc Almond, Radiohead und The Divine Comedy inspirieren ließen.

Wie sehr sich Walker zu Höherem berufen fühlt, demonstriert im September 1967 das opulent orchestrierte SCOTT. Strikt persönlicher Geschmack entscheidet über die Auswahl der neun Fremdkompositionen, die seine ausgezeichneten Eigenwerke ›Such A Small Love‹, ›Always Coming Back To You‹ und ›Montague Terrace (In Blue)‹ ergänzen dürfen. Luftig Orchestrales der Arrangeure Reg Guest, Peter Knight und Wally Stott bestimmen herrlich entspannt inszenierte Kauzigkeiten von Tim Hardin (›The Lady Came From Baltimore‹) und Jacques Brel (›Mathilde‹, ›My Death‹, ›Amsterdam‹). Walkers Hommagen an den amerikanischen Liedermacher Hardin (›Black Sheep Boy‹) und den kontroversen belgischen Chansonnier Brel (›Jackie‹, ›Next‹, ›The Girls And The Dogs‹) setzen sich auf SCOTT II ebenso fort wie Orchesterbeiträge von Guest, Knight und Stott. Im Konzept gleich, gerät der Barock-Pop in der Umsetzung noch trefflicher. Einmal mehr mischt Walker surrealistisch bis sarkastisch Selbstverfasstes wie ›Plastic Palace People‹, ›The Amorous Humphrey Plugg‹, ›The Girls From The Streets‹ und ›The Bridge‹ mit Zeitgeistigem der Koryphäen Burt Bacharach (›Windows Of The World‹) und Henry Mancini ›Wait Until Dark‹. Im britischen Fernsehen moderiert der nunmehr in Intellektuellenkreisen goutierte Sonnyboy längst seine eigene Show, als 1969 SCOTT III den Anteil an Eigenkompositionen drastisch erhöht: Noch elegischer inszeniert, ziehen Brel-Originale (›Sons Of‹, ›Funeral Tango‹, ›If You Go Away‹) und Walkers ›It’s Raining Today‹, ›Big Louise‹ und ›30 Century Man‹ mit einer kuriosen Mixtur aus Melancholie und Euphorie in ihren Bann. SCOTT IV vom November 1969 transportiert ausschließlich Eigenmaterial. Im Gegensatz zu den Vorgängern lassen Akzeptanz und Verkauf zu wünschen übrig. Obwohl Soul und Country Einzug halten, unterscheiden sich die zehn Songs nicht allzu sehr vom vorangegangenen Material: ›The Seventh Seal‹ bezieht sich auf Ingmar Bergmans gleichnamigen Kinoklassiker. ›Boy Child‹ betitelt Jahrzehnte später auch eine Kompilation von Walker. Gut möglich, dass kritische Antikriegshymnen wie ›Hero Of The War‹ und ›The Old Man’s Back Again (Dedicated To The Neo-Stalinist Regime)‹ die negative Rezeption bewirken. Kurze Zeit nach dem Erscheinen wird SCOTT IV jedenfalls vom Markt genommen. Mit ’TIL THE BAND COMES IN von 1970 bleibt Walker seinem Konzept treu, geht aber auch neue Wege: Als Bar Jazz präsentiert sich ›Joe‹, Esther Ofarim gastiert auf dem Epos ›Long About Now‹. ›Operator‹ gefällt sich als Slow Blues mit gedämpfter Trompete, in ›Jean The Machine‹ ertönt Charleston, während ›Reuben James‹ abermals Country serviert.

Kings Of Leon – THE COLLECTION BOX

kings of leonKomplettrückblick der schrecklich netten Familie Followill.

Auch nach dem Aufstieg in die Zunft millionenschwerer Stadionbands mit Platinalben, Privatjet und Modelgattin Lily Aldridge geben sich Caleb Followill und die Kings Of Leon betont rustikal und bodenständig. Aber hinter der Fassade des Quartetts aus Nashville, Tennessee, lauert auch verklemmte Provinzialität, wie das Filmporträt „Talihina Sky“ unterstreicht, das ungeschönt den fundamental religiösen Hintergrund des Clans beleuchtet. Bevor das sechste Studiowerk folgt, blicken die Followills in der handlichen THE COLLECTION BOX zurück auf fünf Alben und den exzellenten Konzertmitschnitt LIVE AT THE O2 LONDON auf DVD: YOUTH AND YOUNG MANHOOD paart 2003 charmant hemdsärmeligen Garagen Rock mit Südstaatenwurzeln, hat aber auch eigenes Profil. Ein Rezept, das im Heimatland trotz knackiger Ohrwurmsingles wie ›Red Morning Light‹, ›Molly’s Chambers‹, ›Wasted Time‹ und ›California Waiting‹ kaum ankommt, sich im fernen Großbritannien aber mühelos auf Rang drei platziert. Verschrobenen Blues serviert ›Dusty‹, Country dominiert ›Talihina Sky‹. Annonciert als „The next Strokes“, liefert der Nachfolger AHA SHAKE HEARTBREAK 2004 eine konsequente Fortsetzung des Erfolgskonzepts und rennt in UK abermals offene Türen ein. Als Eckpfeiler fungieren die R’n’B-Orgien ›Taper Jean Girl‹, ›Pistol Of Fire‹ und ›Four Kicks‹, abgerundet mit den akustischen Blues-Oden ›Milk‹ und ›Day Old Blues‹. Die erste Pole Position in England, Irland und Neuseeland folgt drei Jahre später mit BECAUSE OF THE TIMES: Härtergesottenes wie ›Charmer‹, ›McFearless‹ und ›Black Thumbnail‹ kuschelt mit Ohrwurmigem (›Fans‹), Schrägem (›My Party‹), Verträumtem (›Trunk‹) und Verrocktem (›Camaro‹). Ab ONLY BY THE NIGHT kommen nicht nur die USA auf den Trichter – es regnet weltweit Multiplatin. Atmosphärisch Elektronisches (›Closer‹, ›Manhattan‹) hält ebenso Einzug wie Experimentierwille (›Crawl‹, ›I Want You‹) und infektiöse Stadionhymnen (›Use Somebody‹, ›17‹, ›Notion‹). COME AROUND SUNDOWN, die erste Nummer eins in Deutschland, kann 2010 die weltweiten Absatzzahlen des Vorgängers nicht halten. Stilistisch geht’s mit Griffigem wie ›Radioactive‹, ›The End‹, ›Mary‹ und ›Beach Side‹ in die Breite und Tiefe, anstatt Grenzen zu überschreiten oder gar neue Horizonte zu erobern.

Duane Eddy – SHAZAM!: THE ESSENTIAL COLLECTION

duane eddyTwang, Twang, Twang: Ein Sechssaitenrebell trumpft auf!

George Harrison ließ sich in seiner Sturm- und Drangphase ebenso von Duane Eddys virtuosen Gitarren-kabinettstückchen inspirieren wie Dave Davies, Hank Marvin, Roy Wood, Johnny Winter, John Fogerty, Marc Bolan, Ivy Rohrschach und Mark Knopfler. Mit Wurzeln in Country, Hillbilly und Bluegrass, mit Lee Hazlewood als gewieftem Manager und signifikantem Instru-mentalsound legt der attraktive Sechssaitenrebell ab November 1957 los: ›Moovin’n’Groovin‹ lautet das muntere Debüt – der Auftakt einer gewaltigen Hitserie bis 1963/64, als der Aufstieg der Beatles den Briten-Pop weltweit durchsetzt. Komponist Eddy liefert im Gespann mit Co-Autor und Produzent Hazlewood rund zwei Dutzend instrumentaler Gassenhauer mit eingängigen Gitarren- und Saxofonmotiven, aufgezeichnet in einem Wassertank aus Gusseisen, der zur Echokammer umfunktioniert wurde. Vor allem die Briten zeigen sich begeistert vom smarten Jungmädchenschwarm mit verletzlicher James-Dean-Aura. Stolze 60 Tracks der Jahre 1957 bis 1962 türmen sich auf der 2-CD-Kollektion SHAZAM!: THE ESSENTIAL COLLECTION, benannt nach jenem Top 4 UK Hit von 1960, den acht Jahre später The Move als Titel ihres zweiten Albums wählen. Zu ›Pepe‹, ›Ramrod‹, ›Rebel Rouser‹ und ›Because They’re Young‹ tanzte in der westlichen Welt die rebellische Jugend der Espresso-Bar-Ära. Spezialitäten wie das düster melancholische ›Girl On Death Row‹, die TV-Themen-melodie ›Gidget Goes Hawaiian‹ oder Duke Ellingtons orientalisches ›Caravan‹ setzen überaus reizvolle Gegenakzente.