0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Start Blog Seite 99

Gewinnspiel: Freikarten für The Revivalists im Lostopf

0

The Revivalists kommen Ende Oktober für zwei Shows nach Deutschland. Mit ihrem jüngsten Album POUR IT INTO THE NIGHT im Gepäck und zwei gefeierten Support-Shows für die Rolling Stones kommt die achtköpfige Truppe aus New Orleans erstmals zu uns. CLASSIC ROCK verlost pro Stadt 3×2 Freikarten unter allen Teilnehmenden!

25.10. Lido, Berlin
27.10. Bahnhof Pauli, Hamburg

Jetzt mitmachen und gewinnen:

[contact-form-7 id=“dd3beea“ title=“The Revivalists Tickets 2023″]

(Teilnahmeschluss ist der 23.10.2013)

Glen Buxton: Der Rebell in der Rebellenband

0

Alice Cooper, die ursprüngliche Band bestehend aus fünf Gestalten, die sich teils im Kunstkurs und Laufteam der Cortez Highschool in Phoenix zusammenfand, teilten nicht nur Ruhm und Ehre, sondern auch Abstürze und Abhängigkeiten.

Glen Buxton, Leadgitarrist der Band, war derjenige, der sich nie vollkommen von „sex, drugs rock’n’roll“ losreißen konnte. Insbesondere vom Drogenteil. Während Leadsänger Vincent Damon Furnier, der den Namen Alice Cooper schließlich auch bürgerlich annahm, später über seine Alkohol- und Kokainabhängigkeit sprach, von der er schließlich mithilfe Gottes und seiner Passion für Golf loskam, hielt Glen Buxton immer noch an diesem Lebensstil fest.

Nachdem die ersten beiden Alben der Band auf Frank Zappas Straight-Label gefloppt waren, erschien Bob Ezrin auf der Bildfläche. Er produzierte nicht nur LOVE IT TO DEATH, sondern brachte der Band auch neu bei, wie sie ihre Instrumente zu spielen hatten. Nach dem ersten Hit ›I’m Eighteen‹ und dem Folgealbum KILLER kam schließlich mit SCHOOL’S OUT die Hymne, mit der die Band bis in alle Ewigkeit assoziiert werden wird.

Die selbst ernannten „Billion Dollar Babies“ tourten durch die Welt (1972 auch zum ersten Mal in Deutschland) und bekamen alles, was sie wollten. Gefährlich für eine Band, bestehend aus fünf großen Kindern, die in ihrem Wahnsinn beispielsweise einmal ihrem Drummer aus Versehen in den Fuß geschossen hatten – der Platingott mit den hüftlangen Haaren spielte die Show trotzdem.

In seiner aktuellen Kollaboration mit Audible beschreibt Sänger Alice Cooper, wie sich das Klima innerhalb der Band damals änderte. „Wir hatten das Gefühl, wir würden Glen mitschleifen müssen. Er wuchs nicht mehr mit uns. Er war immer noch der größte Gitarrist, aber er vergaß immer öfter Riffs. Wir machten uns Sorgen.“ Aber „the show must go on.“

Bis zur Auflösung nach der Platte MUSCLE OF LOVE, bei der sich die Band ausgebrannt fühlte, machte man weiter. Die Trennung kam langsam und schleichend. Cooper betont bis heute, dass es keine „Scheidung“ war, sondern eine „schleichende Separation“. Keinerlei Machtkämpfe oder Streitigkeiten über die Presse. Dem Ego von Michael Bruce, Glen Buxton, Neal Smith und Dennis Dunaway dürfte es trotzdem nicht sonderlich gefallen haben, dass ihr Sänger mit seinem Solowerk WELCOME TO MY NIGHTMARE sämtliche Rekorde brach.

Ein Versuch, an den Erfolg anzuknüpfen, gab es: Billion Dollar Babies nannten sich Dennis Dunaway, Neal Smith und Michael Bruce, als sie 1977 das Album BATTLE AXE veröffentlichten. Doch es verschwand in der Versenkung.

Durch die Achtziger und Neunziger hindurch verhielt sich der Gitarrist still, spielte auf ein paar Aufnahmen, doch im Großen und Ganzen hörte man nicht viel von ihm. Zu einer Reunion mit der Band mit Ausnahme von Cooper und Dunaway, die wegen Krankheit und Terminproblemen nicht erscheinen konnten, kam es kurz vor seinem Tod. Am 19. Oktober 1997 starb er an einer Lungenentzündung, nur wenige Wochen vor seinem 50. Geburtstag.

Alice Cooper erinnert sich: „Er musste immer irgendwie leicht illegal sein. Er hatte immer ein kleines Messer oder eine Knarre dabei. So war er einfach.“ Auf dem Album DETROIT STORIES, an dem der Rest der Band beteiligt war, gibt es eine Hommage an Buxton. Im Song ›I Hate You‹ singt jeder der Vier einen Vers, was genau er am anderen nicht leiden kann, bevor alle vier über Glen singen: „We hate you, we hate your sneer/The cigarettes, the smell of beer/The mutton chops, the switchblade knife/Your unapologetic life/But most of all we’re filled with rage/At the empty space you left on stage“.

2011 wurde die Band in die Rock And Roll Hall Of Fame aufgenommen und auch auf der „A Paranormal Evening With…“-Tour von Alice Cooper spielte das Quartett einige Songs zusammen. Gitarrist Ryan Roxie nahm hier den Platz von Buxton ein.

50 Jahre AC/DC: Warner E. Hodges über STIFF UPPER LIP

0

2023 feiern wir 50 Jahre AC/DC. Und die Stars feiern mit! Musiker und Kollegen der australischen Legenden erzählen von ihren Lieblings Accadacca-Platten:

„Sie fanden zu ihrer Essenz zurück“. Laut Gitarrist Warner E. Hodges kam STIFF UPPER LIP im späteren Werk von AC/DC einem Album mit Bon Scott am nächsten.

Ich habe AC/DC 105 Mal gesehen. 104 Mal habe ich dafür bezahlt, nur einmal kam ich umsonst rein. Sie sind der Grund dafür, dass ich Gitarre spiele. Ich war Schlagzeuger, aber als ich Angus sah, wollte ich das auch machen und nicht mehr hinten sitzen müssen. Es gab eine Zeit, wo sie ein bisschen vom Weg abkamen und sich von dem entfernten, was sie am besten machten. Sie klangen immer noch großartig, aber auf jeder Platte gab es nur ein, zwei tolle Lieder, während in ihren Glanzzeiten so ziemlich jedes Stück phänomenal war. Mit STIFF UPPER LIP kehrten sie dann aber wieder zur Essenz dessen zurück, worum es bei ihnen ging.


Zunächst mal holten sie [Schlagzeuger] Phil Rudd zurück. Chris Slade ist zwar ein hervorragender Drummer, aber er ist nun mal ein Hardrock-Trommler und AC/DC entwickelten sich mit ihm zu einer Hardrock-Band. Phil Rudd sorgte dagegen immer für das „and roll“. Der Groove, den er gemeinsam mit [Bassist] Cliff Williams erzeugte, ist einfach unglaublich. Er ist total durchgeknallt, aber er ist der richtige Schlagzeuger für AC/DC. Die zweite Sache war, dass sie ihren Bruder George Young als Produzenten engagierten. STIFF UPPER LIP klingt näher an den älteren Sachen von AC/DC. Die Musik ist umwerfend – ›Stiff Upper Lip‹, ›Meltdown‹, ›House Of Jazz‹, ›Satellite Blues‹, ›All Screwed Up‹, das sind super Bluesrock-Nummern. Es hat vielleicht nie die Stärke des Materials von POWER AGE, aber es klingt ähnlich. So nah wie mit STIFF UPPER LIP kamen sie den Bon-Scott-Zeiten nie wieder.

50 Jahre AC/DC: David Ellefson über FOR THOSE ABOUT TO ROCK

0

2023 feiern wir 50 Jahre AC/DC. Und die Stars feiern mit! Musiker und Kollegen der australischen Legenden erzählen von ihren Lieblings Accadacca-Platten:

„AC/DC war zu einer Band für alle geworden.“ Der ehemalige Megadeth-Bassist David Ellefson über ein Album, das einem Monster folgen musste.

Ein Kumpel hatte gesehen, wie AC/DC bei „Midnight Special“, einer sehr beliebten Late-Night-Fernsehsendung, ›Sin City‹ gespielt hatten, und schwärmte von ihnen. Ein paar Tage später kaufte ich mir in einem örtlichen Plattenladen IF YOU WANT BLOOD. Wenig später ging ich dann zu einem Konzert von Cheap Trick in Sioux Falls, South Dakota, und hatte keine Ahnung, dass sie AC/DC als Vorgruppe dabeihatten. Ich dachte nur: „Heilige Scheiße!“

Das war die einzige Show, bei der ich jemals in der ersten Reihe stand. Sie sind eine von sehr wenigen Gruppen, die mit einem neuen Sänger noch größer wurden – Van Halen sind wohl das einzige andere Beispiel, das mir einfällt. BACK IN BLACK ist eine großartige Platte und wurde zum Soundtrack für alle Saufpartys. Ehrlich gesagt fühlte sich FOR THOSE ABOUT TO ROCK dann an, als würden sie ein bisschen stagnieren. Das Titelstück ist ein Klassiker, aber plötzlich schienen sie die Band für alle zu sein – all die anderen Kids auf der Highschool gingen jetzt auch zu ihren Konzerten. BACK IN BLACK hatte sie zu Superstars gemacht und FOR THOSE ABOUT TO ROCK änderte daran nichts, aber es leidet wohl darunter, im Schatten von BACK IN BLACK zu stehen.

KK’s Priest: Ewiger Sünder

0

Nachdem KK Downing nach seinem Weggang von Judas Priest im Jahr 2011 seine Wunden geleckt hatte, kehrte er 2021 mit seinem neuen Projekt KK’s Priest auf die Bildfläche des Heavy Metal zurück. THE SINNER RIDES AGAIN ist nun der zweite Streich jener Band um den legendären Gitarristen, bei der auch Tim „Ripper“ Owens (Gesang), A.J. Mills (Gitarre), Tony Newton (Bass) und Sean Elg (Drums) mitmischen. Im Interview erklärt KK’s Gitarrenpartner A.J., wie die neue Platte zustande kam und wie es sich anfühlt, die Hälse mit einem der wichtigsten Gitarreros des OldSchool Metals zu kreuzen.

Wie zufrieden wart ihr mit den Reaktionen zum ersten Album SERMONS OF THE SINNER?

Wir waren ehrlich happy, das Feedback war fantastisch. Es war einfach nur schade, dass wir aufgrund der Pandemie nicht auf Tour gehen konnten. Das holen wir nun nach.

Habt ihr oder hat K.K. Druck empfunden, als er das Projekt KK’s Priest auf den Weg brachte?

Natürlich ist die Erwartungshaltung groß, wenn jemand wie K.K. Downing neue Musik herausbringt. Aber man muss natürlich auch sagen, dass er ja ein Typ ist, der hunderte grandiose Songs in seiner Karriere geschrieben hat – darauf kann er sich berufen und er weiß, dass er einen guten Job macht. Ich persönlich war schon ein bisschen unter Druck als sein Axtpartner, aber ich kenne K.K. nun seit 20 Jahren, wir haben vorher schon zusammen gespielt, das war also okay. (lacht)

Kannst du uns durch die Genese des neuen THE SINNER RIDES AGAIN führen?

Vor etwa einem Jahr fingen wir mit dem Songwriting an. K.K. bringt im Grunde alle Titel und Ideen mit, dann gibt jeder von uns so viel wie möglich dazu. Für dieses Album habe ich tatsächlich an zwei Songs mit ihm gearbeitet, an ›Strike Of The Viper‹ und ›Lay Your Sins‹. Ich lebe ja nur eine halbe Stunde von K.K. entfernt, wir haben uns oft persönlich getroffen. Für die Aufnahmen flogen die anderen her und Ripper hat seine Vocals zuhause aufgenommen. Tim war echt großartig, er hat viele verschiedene Harmonien, Schichten und Takes geliefert, wir konnten aus sehr vielen Optionen wählen.

Es ist logisch, dass K.K. Downing Metal im Stil von Judas Priest spielt, schließlich hat er dieses Genre mit seinen Songs mitbegründet. Trotzdem ist dies ja ein neues Projekt, welche anderen Einflüsse finden ihren Platz?

Erst einmal muss ich immer wieder betonen, dass K.K. ein integraler Bestandteil des Sounds von Judas Priest war. Im Grunde tut er also nichts anderes als nach sich selbst zu klingen. Es ist unvermeidbar, dass unsere Musik der von Priest ähnelt. Doch mit der Beteiligung aller Bandmitglieder kommen hier und da auch neue Einflüsse mit hinein. Den größten Unterschied machen meiner Meinung nach Tims Vocals aus.

Wie fühlt es sich für dich an, der Gitarrengegenpart zu K.K. Downing zu sein? Wie würdest du eure musikalische Beziehung zueinander beschreiben?

Es ist eine große Ehre für mich ist, diesen Platz einnehmen zu dürfen. Wir beiden kommen aus den Midlands, dem Black Country, hier wo der Heavy Metal geboren wurde. Hinzu kommt, dass ich schon als Kind mit K.K.s Musik aufgewachsen bin. Erstmals sah ich Judas Priest im Jahr 2001, als Tim gerade bei ihnen sang. Sie kamen auf die Bühne, spielten ›Metal Gods‹ und ich konnte meine Augen nicht von K.K. lassen. Ich dachte nur „Ich will wie dieser Typ sein!“. Deswegen ist unsere Verbindung an der Gitarre besonders.

50 Jahre AC/DC: Doug Pinnick über IF YOU WANT BLOOD

0

2023 feiern wir 50 Jahre AC/DC. Und die Stars feiern mit! Musiker und Kollegen der australischen Legenden erzählen von ihren Lieblings Accadacca-Platten:

„Ich bekam Gänsehaut, als ich es zum ersten Mal hörte“. Doug Pinnick, Frontmann von King‘s X, über die Magie von IF YOU WANT BLOOD YOU‘VE GOT IT – und das Jammen mit Brian Johnson.

Ich weiß noch, wie ich Ende der 70er in einen Plattenladen bei mir in der Gegend ging und da standen zwei Alben: das Debüt von AC/DC und das Debüt von The Police. Ich sagte zu meinem Kumpel: „Wer sind diese AC/DC? Wie sind die so?“ Und er meinte: „Oh, sie sind eine Punkband.“ Also kaufte ich mir die Platte von Police. Doch kurz darauf sah ich AC/DC bei [der US-Fernsehsendung] „Don Kirshner’s Rock Concert“. Sie spielten ›Sin City‹ und mir ging einfach nur die Kinnlade runter. Sie waren alles, was ich in dem Moment hören wollte. Ich verliebte mich in sie.

Ich erinnere mich, dass ich mir die Kassette von IF YOU WANT BLOOD kaufte, als es erschien. Ich legte sie ein und wartete in meinem Bett darauf, dass es losging. Die Publikumsgeräusche sind perfekt, sie bauen sich zu diesem Crescendo auf. Und dann „pow-pow-pow“, sie fingen mit ›Riff Raff‹ an und schlugen mein Hirn windelweich. Ich bekam sofort Gänsehaut. In ihrer Musik steckt so viel Kraft, aber auch so viel Emotion und Nuancen. Sie betonen bestimmte Schlüsselelemente, die ihnen eine Art hypnotische Präsenz verleihen. Die Sache an Live-Mitschnitten damals war, dass sie die einzige Chance sein konnten, diese Gruppen in diesem Kontext zu erleben. Sie tourten damals nicht so wie heute, und wenn sie es taten, bekam man es nicht unbedingt mit.

Es gab kein MTV, kein Internet, wenn einem also nicht von irgendjemandem erzählt wurde, dass eine Band in die Stadt kam, sah man sie vielleicht gar nicht. Ein Konzertmitschnitt ließ also gewissermaßen diese Träume wahr werden. Er gab einem die Möglichkeit, sich vorzustellen, was auf der Bühne passierte, und die Emotionen zu spüren, die sich dort abspielten. Anfang der 90er-Jahre durften King’s X mit AC/DC spielen, eine wundervolle Zeit. Es fühlte sich an, als seien wir in einen Rolls-Royce gestiegen und vier Monate darin herumgefahren worden. Ihr Publikum war aber hart zu knacken. Wenn es dich mag, mag es dich, aber wenn nicht, lässt es dich das auch wissen. In Norddeutschland zeigte sich das richtig brutal – 15.000 Menschen, die uns die Mittelfinger entgegen streckten. Nach jedem Track hörte man aus der Menge nur „Angus! Angus!“, wie auf IF YOU WANT BLOOD.

Dann begannen wir den nächsten Song und sie bewarfen uns einfach mit Feuerzeugen, Münzen, WC-Reiniger … keine Ahnung, woher sie den Scheiß bekamen. Doch dann sah man diese Leute genauer an, die uns so hart in die Mangel genommen hatten, und sie gaben uns ein kleines Lächeln und ein „Daumen hoch“. Die Band war so nett, uns ein paarmal zum Abendessen einzuladen, und wir konnten ein bisschen mit ihnen abhängen. Ich weiß noch, wie ein paar der AC/DC-Jungs es mal nicht zum Soundcheck schafften, also sprangen Jerry [Gaskill, Schlagzeuger von King‘s X] und ich für sie ein und machten ihren Soundcheck mit Brian Johnson am Mikro und einigen ihrer Techniker. So spielten wir ein paar alte Rock’n’Roll-Nummern mit ihnen. Brian erzählte immer viele Witze und ich verstand nie, was er sagte. Dann fragte ich Angus: „Was hat er da gerade gesagt?“ Und Angus antwortete: „Lach einfach, wir haben auch keine Ahnung.“ Aus ihren Mündern kam nie ein ernstes Wort.

ACDC If You Want Blood

David Lee Roth: Neuer Song ›Manda Bala‹

0

2007 hat David Lee Roth bei Sessions mit John 5, aktuell Ersatzgitarrist für Mick Mars bei Mötley Crüe, zwölf oder dreizehn Songs aufgenommen. Bereits veröffentlicht wurden in den letzten Jahren ›Somewhere Over The Rainbow Bar And Grill‹, ›Giddy-Up‹ und ›Nothing Could Have Stopped Us Back Then Anyway‹, ein Tribut an Van Halen. Jetzt gibt es ›Manda Bala‹ zu hören, eine weitere Veröffentlichung, die bei besagten Sessions entstanden ist.

„Manda bala“ ist portugiesisch und bedeutet so viel wie „schieß los“.

Video der Woche: David Bowie ›“Heroes“‹

0

Heute vor 46 Jahren veröffentlichte David Bowie sein legendäres Album HEROES. Wir feiern diesen musikalischen Geburtstag mit dem Titeltrack.

Der in London geborene David Bowie war Zeit seines Lebens ein kreativer Weltenbummler. 1976 verschlug es ihn für zwei Jahre nach West-Berlin. In dieser Zeit nahm er zusammen mit Brian Eno und Tony Visconti drei Alben auf – seine sogenannte Berlin-Trilogie.

HEROES, das am 14. Oktober 1977 erschien, bildet den zweiten Teil dieser kreativen Serie. Das Titelstück ›“Heroes“‹ (die Anführungszeichen sind Teil des Titels; Bowie wollte dadurch eine gewisse ironische Distanz zum romantisch-pathetischen Songtext ausdrücken) zählt zu Bowies erfolgreichsten Songs. Es handelt von einem Liebespaar, das sich an der Berliner Mauer küsst, während es von Grenzsoldaten beschossen wird.

Inspiriert zu diesem Text wurde Bowie zum einen von einem Gemälde von Otto Mueller, das ein ähnliches Motiv zeigt, und zum anderen vom Anblick eines Liebespaares, das sich im Schatten der Mauer küsste. Produzent Tony Visconti behauptet, dass dieses besagte Liebespaar er und die Sängerin Antonia Maaß (Sängerin der Berliner Jazz Rock Band Messengers) gewesen wären. Bowie habe zufällig aus dem Fenster der Hansa-Studios (diese lagen direkt neben der Berliner Mauer) gesehen, während Visconti und Maaß sich küssten.

Bowie beschrieb diese Szene einmal so: „Die Mauer war neben dem Studio, etwa 20 bis 30 Meter entfernt. Wir sahen direkt auf sie. Auf der Mauer thronte ein Geschützturm, in dem Wachposten sitzen. Jeden Mittag trafen sich ein Junge und ein Mädchen darunter. Sie hatten eine Affäre. Und ich dachte: Warum sucht man sich ausgerechnet eine Bank unter einem Wachturm an der Berliner Mauer aus?“