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50 Jahre AC/DC: Wolfgang Van Halen über DIRTY DEEDS

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„›Big Balls‹ ließ meinen Dad in schallendes Gelächter ausbrechen.“ Wolfgang Van Halen erzählt, wie er über DIRTY DEEDS DONE DIRT CHEAP eine Verbindung zu seinem Vater aufbaute…

Das Album war meine Einführung in AC/DC und das Wunder von Bon Scott mit seiner einzigartigen Singstimme. Als ich etwa sieben war, fuhr ich mit meinen Eltern in einem Wohnmobil in den Urlaub. Wir steuerten den Grand Canyon an, als wir irgendwo anhielten, weil meine Mutter in einen Laden oder auf die Toilette ging. Da sagte mein Dad: „Hey, hör dir das mal an.“ Und dann legte er ›Big Balls‹ ein. Er brach in schallendes Gelächter aus, und das brachte mich auch zum Lachen. Dad liebte es. Jedes Mal, wenn er die Stelle hörte, wo Bon „Ooooh …“ singt, musste er wieder loslachen.

DIRTY DEEDS ist einfach toll. Es war die Platte, die meine Liebe zu AC/DC zementierte. Das Titelstück ist fantastisch – ich liebe das Solo, in dem Angus einfach weiterhämmert. Und ›Problem Child‹ war immer ein wirklich großer Song für mich. Brian Johnson ist ein wundervoller Mensch und ein unglaublicher Sänger, aber Bon Scott hat einfach etwas Besonderes an sich. Er hat diese dreckige, unfassbare Stimme, die nie jemand nachahmen konnte. Das berührte mich und meinen Dad sehr. Persönlich traf ich sie nur einmal, auf der Tour zu BLACK ICE. Eine riesige Ehre, vor allem Malcolm Young kennenzulernen. Malcolm war immer mein Lieblingsmitglied. Ich sehe mich in erster Linie als Rhythmusgitarrist und er ist der beste Rhythmusgitarrist aller Zeiten. Der Groove, den dieser Mann hatte, ist einfach unantastbar. Er bildete das Rückgrat, das AC/DC zu dem machte, was sie waren.

Lebenslinien: Sammy Hagar

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Drei Dinge sind Sammy Hagar in seinem Leben besonders wichtig: seine Familie, die Musik und das Geschäft. Denn der erfolgreiche Sänger betreibt nicht nur seit Jahren seine Cabo Wabo Cantinas, sondern produziert auch seinen eigenen Tequila.

Sammy Hagar gehört zu den schillerndsten Persönlichkeiten der Rock-Historie. Der 76-jährige Amerikaner startete seine Laufbahn Anfang der Siebziger bei der Band Montrose, forcierte anschließend seine Solokarriere, gründete mit Neal Schon die Supergroup HSAS, stieg 1985 bei Van Halen ein (und mit Unterbrechung 2004 endgültig wieder aus) und betreibt seit Jahren die Band Chickenfoot zusammen mit Wundergitarrist Joe Satriani und dem Van Halen-Bassisten Michael Anthony. Hagar ist zum zweiten Mal verheiratet, hat insgesamt vier Kinder und zwei Enkelkinder. Er leitet unter anderem in Las Vegas und am Lake Tahoe in Kalifornien die Cabo Wabo Cantinas und vertreibt ebenso erfolgreich einen gleichnamigen Tequila.

Velma, Bobbi & Robert Hagar

Velma, Bobbi und Robert sind meine geliebten Geschwister. Sie waren die große Sicherheit meiner Kindheit, denn ich hatte eine schwere Jugend mit einem Vater, der alkoholkrank war und früh starb. Velma, Bobbi und Robert waren der Inbegriff echter Geschwister, enger als wir vier kann man als Blutsverwandte nicht zueinander stehen. Für mich waren sie die funktionierende Familie, die meine Eltern mir nicht bieten konnten, ich bin ihnen unendlich dankbar für das, was sie in meiner Kindheit für mich getan haben.

Aaron & Andrew Hagar

Aaron und Andrew sind meine beiden Söhne aus erster Ehe. Es war die schwierigste Sache der Welt für jemanden, der Sammy Hagar heißt und berühmt ist, sie richtig zu erziehen und den Spagat zu schaffen zwischen verwöhnen und altersgemäß fordern. Ich hätte es ihnen alles so leicht machen können, hätte ihnen Geld im Überfluss schenken und alles bezahlen können, was sie sich wünschen. Wollt ihr einen Ferrari? Ich kaufe ihn euch! Ich wollte immer nur, dass sie glücklich und erfolgreich werden und möglichst nicht hart arbeiten müssen. Aber genau das war mein Dilemma, denn natürlich muss sich jeder Mensch selbst durchs Leben kämpfen und darf nicht nur von Daddys Brieftasche leben. Ohne meinen Erfolg wäre es für mich sicherlich deutlich einfacher gewesen, sie richtig zu erziehen.

Ronnie Montrose

Ich bin unendlich traurig, welch tragisches Ende das Leben und die Karriere von Ronnie genommen hat. Ich bin ihm unsagbar dankbar für das, was er für mich getan hat, denn er half mir bei meinem Start in diesem Business. Andererseits war Ronnie ein sehr schwieriger Typ, der mich früher häufig richtig mies behandelt hat. Er schmiss mich unter den schlimmsten Umständen aus der Band und ich war damals wirklich sauer auf ihn. Aber in den letzten zehn Jahren war all das vergessen. Ich half ihm in der Not und er hat sich wohl tausend Mal für das entschuldigt, was er mir in meiner Jugend angetan hat. Er sagte immer wieder: „Danke dir, Hagar, aber ich habe deine Hilfe eigentlich nicht verdient, denn ich war früher ungerecht und fies zu dir.“ Er sagte es immer wieder, aber für mich war die Sache längst vergeben und vergessen.

Neal Schon

Neal ist der ideenreichste und kreativste Musiker, den ich kenne. Ich glaube, er hat seine Gitarre immer um den Hals hängen, egal wo er sich gerade befindet. Sicherlich hat er sie noch beim Sex über der Schulter hängen oder wenn er isst beziehungsweise mit dem Auto fährt. Es ist unglaublich einfach und inspirierend mit ihm zu arbeiten, weil er voller Ideen steckt. Allerdings ist genau das auch sein größter Fehler, denn er hat so viele Ideen, dass er sich manchmal auch verheddert. Man muss ihn häufig stoppen, wenn er gerade mal wieder die erste, zweite und dritte Idee leichtfertig verwirft, weil er schon die vierte, fünfte und sechste im Kopf hat. „Hey Neal, warte mal kurz, die erste Idee war doch absolut großartig!“ Aber er hat sie schon wieder vergessen.

Kama & Samantha

Kama und Samantha sind meine Töchter aus zweiter Ehe und sie sind die Liebe meines Lebens. Dadurch, dass sie mich so unglaublich fürsorglich behandeln, weiß ich, was wahre Liebe bedeutet. Kama und Samantha zeigen mir immer wieder den Unterschied zwischen mögen und lieben. Beide sind unglaublich talentiert, allerdings nicht in musikalischer Hinsicht, sondern in anderen künstlerischen Bereichen. Samantha, meine jüngere Tochter, kocht großartig, interessiert sich generell sehr für Nahrungsmittel und kann fabelhaft malen. Kama, die ältere der zwei Mädels, entwirft Kleidungsstücke, eine großartige junge Frau. Leider verspürt keine der beiden die Lust, so wie ich als Sänger zu arbeiten. Ich bin dennoch total stolz auf beide.

Eddie Van Halen

Eddie war eine Dekade lang einer meiner besten Freunde. In den ersten neun Jahren, in denen wir zusammen arbeiteten, liebte ich ihn, sein großes Herz, seine Seele und sein riesiges Talent. Doch dann geschah etwas, dass ich nicht einordnen kann und mit dem ich niemals gerechnet hätte. Wie in einer Ehe zerbrach diese Freundschaft, und aus Zuneigung wurde Hass. Die Trennung von Van Halen war wie eine Scheidung, einfach schrecklich und desillusionierend, danach hatte ich keinen Kontakt mehr zu ihm.

Betsy Berardi

Betsy war meine erste Ehefrau. Sie war die unschuldigste, ergebenste, süßeste und naivste Frau, die ich jemals getroffen habe. Sie war immer sehr kindlich und unschuldig, wie ein Engel. Betsy könnte keiner Fliege etwas zu leide tun, aber gerade deswegen war es irgendwann so schwierig für mich, mit ihr verheiratet zu sein. Denn als ich berühmt wurde, wollte ich raus in die weite Welt, wollte fliegen, etwas Aufregendes erleben. Sie dagegen wurde zum Ballast, denn sie fing an, eine riesige Mauer um uns herum zu bauen und mich von der Außenwelt abzuschotten. Das konnte mit einem jungen, lebenshungrigen Mann wie mir natürlich nicht gutgehen.

Kari Karte

Meine zweite Ehefrau ist das pure Gegenteil meiner ersten Frau Betsy. Betsy ist klein, mit kurzen dunklen Haaren. Kari dagegen ist groß, trägt langes blondes Haar und ist auch sonst ein völlig anderer Mensch. Sie ist diejenige, die um einen herum für Stabilität sorgt, wenn man gerade den Boden unter den Füßen zu verlieren droht. Sie kümmert sich toll um mich, egal was ich gerade tue. Kari ist sehr selbstsicher, kann mit allem und jedem klarkommen.

Marco Monroy

Marco ist der beste Geschäftspartner, den man sich vorstellen kann. Mit ihm zusammen betreibe ich die Cabo Wabo Cantinas. Wir kooperieren seit 22 Jahren und haben in dieser langen Zeit kein einziges Mal ernsthaft miteinander gestritten. Marco und ich sind uns immer einig, auch wenn wir charakterlich eigentlich grundverschieden sind. Aber deswegen kommen wir uns auch niemals in die Quere. Er macht seinen Job und ich den meinen, zusammen ergänzen wir uns perfekt. Marco und ich haben uns ein kleines Imperium aufgebaut. Mit niemandem anderen als ihm wäre das in dieser Form möglich gewesen.

Joe Satriani

Smokin‘ Joe, wie ich ihn gerne nenne. Satriani ist ein Schätzchen, ein echter Gentleman. Er erinnert mich in seiner sanften Art an Mahatma Gandhi, witzigerweise sieht er auch ein bisschen aus wie er. Joe ist unglaublich intelligent, nicht nur seine Musik ist über jeden Zweifel erhaben. Für mich ist er der beste Gitarrist der Welt, ein Genie, der immer genau weiß, was er da tut. Im Unterschied zu Neal Schon ist er immer genau im Bilde über das, was er da gerade spielt, und könnte es jederzeit wiederholen. Außerdem macht Joe nur das, was er wirklich will. Geld oder Erfolg interessieren ihn nicht, sondern nur der Wunsch, sich selbst treu zu bleiben und seine Visionen Wirklichkeit werden zu lassen.

Cabo Wabo Cantinas

Das Wort Wabo ist ja eine Verballhornung des Begriffs „wamble“, also torkeln. Die Geschichte dazu: Eines Tages sah ich einen Mexikaner sturzbetrunken in eine Kneipe wanken. Er blutete, weil er mehrfach gestürzt war, und konnte kaum den Türknopf zur Bar finden. Ich hatte sofort die Textzeile „he is doing the cabo wabo“ im Kopf, also fuhr ich schleunigst nach Hause, setzte mich hin und schrieb diesen Text. Dann rief ich Eddie Van Halen an und sang ihm die Zeilen vor. Eddie packte sich am anderen Ende der Leitung spontan seine Gitarre und komponierte ein Riff dazu. Wir schrieben quasi am Telefon den Song ›Cabo Wabo‹. Etwa sechs Monate später entschied ich mich, eine Cantina zu eröffnen und dann später den gleichnamigen Tequila zu produzieren. Ich hatte keine Ahnung, worauf ich mich da einlasse, aber es ist das erfolgreichste Geschäft meines Lebens geworden. Das Geld, das ich durch Cabo Wabo und den Tequila verdiene, ist ein Vielfaches dessen, was ich jemals mit der Musik verdient habe. Vor einiger Zeit habe ich mich entschieden, auch einen Rum zu produzieren, und zwar auf Hawaii. Jetzt weiß ich ja, wie so etwas geht, es kann also nur eine weitere Erfolgsgeschichte werden.

Matthias Mineur

Aktuelle Ausgabe: Das erwartet euch im neuen CLASSIC ROCK Magazine

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Titelstory: The Rolling Stones

Sieben Jahrzehnte Rock’n’Roll – undenkbar? Was kümmert‘s die Rolling Stones. Nicht nur geben Mick Jagger, Keith Richards und Ron Wood bis heute rauschhafte Konzerte, jetzt bringen sie nach 18 Jahren – und fast 60 Jahre nach ihrem Debüt (!) – wieder eine Platte mit selbst geschriebenen Songs heraus. Und klar ist es ein Spektakel, was denn auch sonst. HACKNEY DIAMONDS ist ein Schaulaufen durch sämtliche Phasen der Band, und was die Gästeliste betrifft: Stevie Wonder, Paul McCartney, Elton John, Lady Gaga – muss man mehr sagen?! Sogar Charlie Watts und Bill Wyman sind noch einmal dabei. In unserer Titelgeschichte erzählen die Stones, wie es überhaupt zu diesem Album gekommen ist. Und natürlich haben wir die neuen Lieder schon mal für euch vorgehört!

Die neue Ausgabe von CLASSIC ROCK – jetzt versandkostenfrei hier online bestellen: CLASSIC ROCK #124

Duff McKagan: Auf Solopfaden

Die gefährlichen, die bedrohlichen und unzähmbaren Tage liegen schon lange hinter ihm. Heute ist Duff McKagan 59 Jahre alt, seit Jahrzehnten glücklich mit seiner Frau Susan verheiratet, stolzer Vater zweier Töchter und Singer/Songwriter von echtem Format. Auch ohne das Lob, das niemand Geringeres als Bob Dylan seinem Song ›Chip Away‹ von der letzten Platte TENDERNESS (2019) zusprach, wird schnell deutlich, dass McKagans musikalische Fähigkeiten etwas ganz Besonderes sind. Mit LIGHTHOUSE, entstanden in seinem Studio in seinem Geburtsort Seattle, untermauert er seinen Status als Ausnahme-
künstler.

Paul Rodgers: Im CLASSIC ROCK Interview

Einer der größten Rocksänger aller Zeiten blickt zurück auf sein Leben mit Free, Bad Company, The Firm und Queen, die Tragödie um Paul Kossoff, seine Solokarriere – und verrät, warum er es wohl seinem Faible für Kampfkünste zu verdanken hat, dass er heute noch am Leben ist.

Robbie Robertson: In Memoriam

Wir gedenken eines Architekten zweier musikalischer Revolutionen, die die Welt veränderten, eines kanadischen Songwriters und Gitarristen, dessen höchst einflussreiche Gruppe The Band das gesamte Americana-Genre erfand.

Peace-Hymnen: Ein bisschen Frieden

Peace sells, und zum Glück war die Nachfrage danach schon immer groß. Von Forderungen nach Gleichberechtigung zu Antikriegs-Äußerungen und Gesellschaftskritik blicken wir auf einige der größten Friedenshymnen zurück.

John Lennon Yoko Ono Bed-In

Außerdem in dieser Ausgabe: The Gaslight Anthem, Steven Wilson, Israel Nash, Doro Pesch, Dokken, Drive-By Truckers und viele mehr!

Die neue Ausgabe von CLASSIC ROCK – jetzt versandkostenfrei hier online bestellen: CLASSIC ROCK #124

Wie immer mit Heft-CD mit Songs von Israel Nash, Stone Water, Reto Burrell, Erja Lyytinen und vielen mehr!

Crossbone Skully: Neue Single ›The Boom Went The Boom‹ feat. Phil Collen

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2024 erscheint das Debüt EVIL WORLD MACHINE von Crossbone Skully, einem Projekt, hinter dem Tommy Henriksen als Mastermind, Leadsänger und Bassist steht. Der Künstler ist vor allem als Live-Gitarrist von Alice Cooper und als Teil der Hollywood Vampiresbekannt.

Die von ihm erdachte Figur Crossbone Skully ist ein rächender Superheld aus dem Weltall, der auf die Erde zurückkehrt, um diese zu retten. Das Konzept-Album EVIL WORLD MACHINE erzählt die Geschichte dieses Charakters. Produziert wurde das Werk von Mutt Lange, als Gastkünstler sind u.a. Johnny Depp, Nikki Sixx, Joe Perry, Alice Cooper und mehr mit von der Partie.

Heute hat Henriksen seinen neuen Track namens ›The Boom Went The Boom‹ veröffentlicht. Unterstützt wird er dabei von Phil Collen von Def Leppard. Ein Lyric-Video begleitet den neuen Track:

50 Jahre AC/DC: Biff Byford über HIGH VOLTAGE

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2023 feiern wir 50 Jahre AC/DC. Und die Stars feiern mit! Musiker und Kollegen der australischen Legenden erzählen von ihren Lieblings Accadacca-Platten:

„Ich hörte HIGH VOLTAGE fünf Monate lang ununterbrochen!“ Biff Byford von Saxon über das Debütalbum von AC/DC und wie es sein Leben veränderte.

Jemand gab mir eine Kassette von HIGH VOLTAGE und als ich ›It’s A Long Way To The Top (If You Wanna Rock’n’Roll)‹ hörte, rannte ich sofort zu den Jungs [von Saxon]. Ich spielte die Kassette dann etwa fünf Monate lang ständig in unserem Van! Die ganze DNA der Band veränderte sich. Wir mochten die Energie des Punk, denn das war schnell und ungestüm, aber wir brauchten AC/DC für diesen Groove. Wenn man die beiden zusammenbringt, erhält man Saxon. ›It’s A Long Way To The Top‹ erzählt dir alles, was du über das Leben in einer Rockband wissen musst. Bon schrieb immer großartige Texte. Er war ein bisschen ein Gangster, und solches Zeug ist irgendwie immer eng mit Rockmusik verbunden.

Als wir anfingen, war das ein gefährlicher Ort! Viele Leute aus fragwürdigen Verhältnissen fühlten sich von
der Rockmusik angezogen. Mit 16, 17 ließen wir auch mal was in Läden mitgehen oder klauten Sachen aus den Gärten anderer Leute. Bon verstand solche Sachen.ch weiß noch, wie ich AC/DC zum ersten Mal in Sheffield sah. Das war wohl nicht ihre erste UK-Tournee, aber definitiv eine sehr frühe. Als Vorgruppe hatten sie die UK Subs dabei, was wirklich fucking bizarr war. Die Subs kamen auf die Bühne, irgendwas passierte und plötzlich sprang der Bassist ins Publikum und prügelte sich! Angus kam auf die Bühne, und obwohl er nichts sagte, beruhigten sich alle wieder und sie spielten ihr Set zu Ende.

Die Subs waren gut, aber AC/DC waren grandios. Sie bauten mit diesen Riffs die Spannung auf, bis Bon schließlich rauskam, und dann ging alles durch die Decke. Saxon spielten dann später auch ein paar Shows mit AC/DC, kurz nach der Veröffentlichung von BACK IN BLACK. Ich saß backstage und erzählte Malcolm Young, dass wir sie damals in Sheffield gesehen hatten, was er fantastisch fand. Sie hatten im Backstage-Bereich diese Bar, auf die sie wirklich stolz waren. Ihr Manager erzählte uns, dass sie uns gebucht hatten, weil sie ›747 (Strangers In The Night)‹ live hören wollten. Großartig für uns – der Kreis hatte sich geschlossen!

Jetzt 50 Jahre AC/DC feiern. Mit Ausgabe #122 von CLASSIC ROCK. Versandkostenfrei in unserem Shop bestellbar: CLASSIC ROCK Shop.

50 Jahre AC/DC: Paul Stanley über BACK IN BLACK

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2023 feiern wir 50 Jahre AC/DC. Und die Stars feiern mit! Musiker und Kollegen der australischen Legenden erzählen von ihren Lieblings Accadacca-Platten:

„BACK IN BLACK ist auf einem ganz anderen Level“ – Kiss-Frontmann und -Gitarrist Paul Stanley feiert das Album, das AC/DC zu Superstars machte

Es gibt ein großartiges Zitat von Angus Young. Als jemand zu ihm sagte: „Dieses Album klingt genau wie euer letztes“, erwiderte er: „Nein, es klingt wie all unsere Alben!“ Man könnte also sagen, dass es ziemlich schwer ist, einen Favoriten zu bestimmen. Es gibt bestimmte Songs, die ich liebe. DIRTY DEEDS DONE DIRT CHEAP ist überragend, und es gibt kaum etwas Fieseres und Grandioseres als HIGHWAY TO HELL. Aber wenn wir ehrlich sind, ist BACK IN BLACK auf einem ganz anderen Level. Als Brian Johnson bei AC/DC einstieg, war ich neugierig – wie alle anderen auch –, wie sich das auf die Gruppe auswirken würde und die Chemie, die sie zuvor mit Bon Scott hatten. Doch was sie mit BACK IN BLACK erschufen, ist einfach monumental. Wie die Platte mit ›Hells Bells‹ anfängt, das traf mich genauso wie damals, als ich zum ersten Mal Black Sabbath hörte – einfach nur: „Heilige Scheiße!“ Bei BACK IN BLACK wurde der Sound ein bisschen aufpoliert. Sie bauten auf dem auf, was sie zuvor gemacht hatten, und entwickelten es weiter. Diese nackte Erdigkeit der Anfangstage wurde von dieser treibenden Klangattacke ersetzt. Doch es klang so genial. Für mich wog das, was sie gewonnen hatten, bei Weitem das auf, was sie verloren hatten. Es gibt noch einen tollen Track von den Anfängen der Ära Brian Johnson. ›For Those About To Rock‹ ist eines der beeindruckendsten und kolossalsten Stücke, die ich je gehört habe. Das Ende der Nummer mit dem Kanonenfeuer … das ist wirklich Gladiatorenmusik! Viele haben versucht, sie zu kopieren, aber AC/DC sind das Original, und das wusste ich, seit ich sie das erste Mal live gesehen habe. Irgendwann Mitte der 70er-Jahre im Whisky A Go Go in L. A. Sie klangen so dreckig und der Adrenalinpegel war einfach wahnwitzig. Wirklich unfassbar, wie viel Energie Angus auf der Bühne entfesselte. Der Schweiß flog ihm förmlich vom Körper.

Da stand man und dachte, dieser Mann ist besessen – im Sinne eines Dämonen, der von ihm Besitz ergriffen hat! Und Bon hatte einen einzigartigen Stil. Er war der charismatische Unruhestifter, die Art von Typ, die jeder sieht und denkt: „Mann, ich wünschte, ich hätte einen Kumpel wie ihn …“ Ein paar Jahre später nahmen wir AC/DC als Vorgruppe für Kiss auf eine Tournee mit und sie spielten fantastisch. Wie Angus mal sagte, stellten wir sicher, dass sie den besten Sound hatten, und diese Einstellung hatten wir immer unseren Vorgruppen gegenüber. Es ist doch Beschiss, wenn man es ihnen schwer macht oder sie sabotiert. Wenn man Headliner ist, soll man doch der Champion sein, aber wenn der Champion nur gewinnen kann, indem er die Konkurrenz mit einer verbundenen Hand hinter dem Rücken antreten lässt, verdient man es nicht, Champion zu sein. Das gehört zum Spiel. Und als riesiger Rock’n’Roll-Fan wollte ich, dass diese Musiker da rausgehen und sich im bestmöglichen Licht zeigen. Nicht nur für das Publikum, sondern weil ich sehen wollte, wie sie richtig aufdrehen. Und dann ist es unser Job, allen zu zeigen, warum wir die Headliner sind. Wenn uns das nicht gelingt, ist das unsere Schuld, nicht die der Vorgruppe.


Ich denke auch, dass AC/DC etwas haben, das ohne Ausnahme in all den großen klassischen Bands zu finden ist. Es ist diese Chemie zwischen zwei Menschen, dieses Yin und Yang und diese Kameradschaft, mit denen sich das Publikum identifizieren kann. Das haben all die großartigen Gruppen. Roger Daltrey und Pete Townshend. Robert Plant und Jimmy Page. Ronnie Wood und Rod Stewart. Und später dann Gene und ich, Axl und Slash. AC/DC hatten es mit Bon und Angus, und mit Brian und Angus war es dasselbe. Das Yin und Yang, wie Butch Cassidy und Sundance Kid. Es gibt dieses Gleichgewicht und diese Chemie auf der Bühne, die eine wirkliche Verbindung zum Publikum aufbauen. Ich habe immer gesagt, der Schlüssel zu einer großartigen Band liegt darin, sie zu einem Club zu machen, in dem jeder Mitglied sein will. Diese Kameraderie ist ein großer Teil von dem, was AC/DC so grandios macht. Und wenn man sich BACK IN BLACK oder HIGHWAY TO HELL oder egal welchen dieser Klassiker anhört, spürt man die Chemie.

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Jethro Tull: Martin Barre über seinen Weggang

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Jethro Tull heute ist verwässert“, das erklärte Martin Barre, ehemaliger Gitarrist der Band, in einem jüngsten Interview mit dem „VRP Rock Podcast“. Über seine Beziehung zu Bandchef Ian Anderson erklärte der Künstler: „Es ist eine Schande, weißt du? Jimmy Page und Robert Plant. Jeff Beck und Rod Stewart. Mick Jagger und Keith Richards. Ich sage nicht, dass wir in derselben Liga sind, aber ich und Ian hatten eine Verbindung, die über die Musik hinausging, und das ist nun für immer vorbei. Das ist echt traurig.“

Über seinen Weggang führt er weiter aus: „Ich sage immer, dass das die schlechteste geschäftliche Entscheidung in der Geschichte von Jethro Tull war. Man sieht sich um und sieht, wie Künstler diese riesigen Tourneen durchziehen. Da geht es nicht nur um das Geld, sondern auch um die Aufmerksamkeit, die sie bekommen. Und die Marke ist heute einfach nur noch verwässert. Eine Schande und ich denke, dass die Art, wie Jethro Tull verwässert wurde, uns alle betrifft.“

Über seine und Ian Andersons musikalische Karriere nach der Trennung im Jahr 2012 sagt Barre: „Ich bin Jethro Tulls Gitarrist. Das war ich immer, das bin ich heute und das werde ich immer sein. Selbes gilt für Ian. Er wird immer der Sänger und Flötist von Jethro Tull sein. Keine Band, die ich habe, wird jemals Jethro Tull sein. Meiner Meinung nach gibt es kein Jethro Tull mehr. Es gibt Ians Band, es gibt meine Band, und wir beide haben eine Person aus der wichtigsten Jethro-Tull-Phase an Bord.

CLASSIC ROCK präsentiert: Rock meets Classic

2024 geht Rock meets Classic in die nächste Runde. Im April werden Tarja Turunen (ex-Nightwish), John Helliwell & Jesse Siebenberg (Supertramp), Midge Ure (Ultravox), Robert Hart (Manfred Mann’s Earth Band) und Paul Shortino (Quiet Riot) gemeinsam auf der Bühne stehen und Rock mit Klassik fusionieren. Als Special Guest wird außerdem Russ Ballard mit von der Partie sein!