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Judas Priest: Neues Album INVINCIBLE SHIELD

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Bei ihrem Auftritt am „Power Trip“ Festival vor zwei Tagen kündigten Judas Priest ihr neues Studioalbum mit dem Titel INVINCIBLE SHIELD an. Der Nachfolger zu FIREPOWER aus dem Jahr 2018 wird am 8. März 2024 erscheinen. Am 13. Oktober wird es die erste Singleauskopplung namens ›Panic Attack‹ zu hören geben.

Power Trip Festival: AC/DC feiern Comeback

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Vergangenes Wochenende fand in Kalifornien das „Power Trip“ Festival statt. Mit dabei bei dem kostspieligen Spektakel waren Metallica, Iron Maiden, Guns N’ Roses, Judas Priest (als Ersatz für Ozzy Osbourne), Tool und auch AC/DC. Guns N‘ Roses spielten stolze 29 Hits, Iron Maiden sorgten mit ihrer aktuellen Hochform für Furore und auch Judas Priest lieferten ab und kündigten zudem ein neues Album an und AC/DC, ja AC/DC sorgten für Entzücken unter den Anwesenden. Die australischen Legenden waren zuletzt 2016 im Zuge ihrer “Rock Or Bust” Welttournee gemeinsam auf einer Bühne zu sehen, damals hatte Guns N’ Roses-Mann Axl Rose AC/DC-Sänger Brian Johnson aufgrund dessen Hör- und Ohrprobleme ersetzt.

AC/DC live am „Power Trip“ Festival 2023. By Woife McFly

Auch nach Veröffentlichung ihres letzten Albums POWER UP (2020), für welches Brian Johnson seinen Job am Mikro wieder aufnahm, Cliff Williams aus der Rente zurückkehrte und Phil Rudd am Schlagzeug saß, spielten die Rocklegenden keine Konzerte. Ihr Auftritt beim “Power Trip”-Festival, mit Matt Laug an den Drums statt des vorbestraften und deswegen wohl nicht Einreise-berechtigten Phil Rudds, war deswegen für Fans rund um den Erdball ein besonderes Ereignis.

AC/DC live am „Power Trip“ Festival 2023. By Woife McFly

Zu ›If You Want Blood‹ stürmten ein inzwischen weißhaariger Angus und Kollegen die Bühne und überzeugten mit ihrer sympathischen Art und einer tollen Setlist. Unter den live performten Nummern befanden sich neben ewigen Klassikern auch Songs, die die Band mit Brian Johnson selten spielt, z.B. ›Riff Raff‹ oder ›If You Want Blood (You’ve Got It)‹, außerdem zwei Tracks vom jüngsten Album POWER UP, ›Demon Fire‹ und ›Shot In The Dark‹, die hier ihr Live-Debüt feierten.

AC/DC-Setlist:

If You Want Blood (You’ve Got It)
Back In Black
Demon Fire
Shot Down In Flames
Thunderstruck
Have A Drink On Me
Hells Bells
Shot in the Dark
Stiff Upper Lip
Dirty Deeds Done Dirt Cheap
Shoot to Thrill
Sin City
Givin The Dog A Bone
Rock ‚N‘ Roll Train
You Shook Me All Night Long
Dog Eat Dog
High Voltage
Hell Ain’t A Bad Place To Be
Riff Raff
Highway To Hell
Whole Lotta Rosie
Let There Be Rock

Zugabe:
TNT
For Those About To Rock (We Salute You)

by Woife McFly

Angus Young trifft seine Fans am „Power Trip“ Festival.

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Rush: Action!

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MOVING PICTURES war die Platte, die nie hätte sein sollen. Geddy Lee und Alex Lifeson von Rush erinnern sich an wütende Meuten, außer Kontrolle geratene Flugzeuge und Superman in der Geschichte hinter dem enorm erfolgreichen Album, das den Klang der Rockmusik Anfang der 80er definierte. (Text: Philipp Wilding)

Es ist still da draußen. Oder war es zumindest. Das Anwesen des kanadischen Country-Sängers Ronnie Hawkins blickt auf den Stoney Lake, ein Idyll in Peterborough County in Zentral-Ontario. Die Oberfläche des Sees ist wie Glas, dunkel und so unbewegt, dass es aussieht, als könnte man darauf ans andere Ende laufen. Auf dem Gelände steht auch eine dunkle Holzscheune, abseits des Hauptgebäudes mit seinem Erker, der auf die zackigen Silhouetten der Tannenbäume vor dem Himmel schaut. In der Scheune rumpelt und scheppert es zu jeder Tages- und Nachtzeit, und die

frenetischen Songwriting-Sessions, die dort stattfinden, schreiten in Wellen voran, während die Augustnachmittage verstreichen. Doch es sind nicht die jaulenden Gitarren, der donnernde Bass und die schwindelerregenden Trommelparts, die an jenem Nachmittag die Vögel im nahen Wald verwirren, sondern das seltsame, unablässige Dröhnen über ihnen, ein vorbeisausender Wirbel aus Propellerblättern und einem kleinen Motor, der klingt, als würde er jeden Moment stottern, absterben und abschmieren. „Alex [Lifeson] war damals besessen von Modellflugzeugen“, erzählt Geddy Lee mit gespielter Genervtheit. „Und Broon [Produzent Terry Brown] hatte das dümmste Flugzeug, das du je gesehen hast.“ „Ich habe gerne ein Hobby, während wir arbeiten“, sagt Lifeson.

Er grinst, als hätte er den Flieger immer noch unterm Arm geklemmt und würde damit zu einem erhöhten Punkt laufen, um ihn in die Lüfte steigen zu lassen. „Ich hatte ein ferngesteuertes Flugzeug, das ich dort zusammengebaut habe und das dann auf dem Dach eines Trucks abstürzte“, erinnert er sich. „Vielleicht war es sogar Broons Truck? Wumms, direkt ins Dach der Kabine, es hinterließ ein Loch im Blech. Aber du hättest Terrys Flieger sehen sollen. Der war an Kabeln verankert und flog einfach nur im Kreis. Der Motor hatte wahrscheinlich 12.000 PS und er erreichte 1.500 km/h – aber nur im Kreis.“ Lee: „Er flog immer schneller und Terry hing daran und ihm wurde immer schwindliger …“ Lifeson: „Und dann musste er ihn loslassen. Er drehte sich immer weiter und ich lachte so viel, dass ich mich ins Gras legen musste. Ich lachte Tränen.“ Lee: „Ich stand nicht weit von ihm. Als das Ding dann abhob, musste ich mich verziehen! Dieses Flugzeug, das mit Kabeln an Broon hing – na ja, irgendwann musste es wieder runterkommen. Er konnte sich kaum auf den Beinen halten. Es sah großartig aus. Diese Songwriting-Sessions machten viel Spaß, die Stimmung war sehr gut.“ Lifeson: „Solange man nicht meinen oder Broons Flieger an die Birne bekam …“ Willkommen bei den Sessions zu einem Album, das nicht nur Rush definieren sollte, sondern auch die Rockmusik der frühen 80er: MOVING PICTURES.

Es ist 2022. Alex Lifeson und Geddy Lee sitzen in ihren Häusern in Toronto, der Stadt, in der sie einander einst als unbeholfene Teenager mit dem Ehrgeiz, eine Band zu gründen, kennenlernten. Lee ist in seinem Wohnzimmer, Lifeson in seinem Heimstudio mit lauter Gitarren an der Wand hinter ihm. Selbst bei einem Zoom-Interview ist diese Energie, die sie seit mehr als 40 Jahren als Freunde und Kollegen zusammenhält, eindeutig spürbar. Sie sind mal nachdenklich, mal vergesslich, mal tief konzentriert, mal einfach nur albern, wenn es um die Erinnerungen an jenen Sommer geht. Oder die Aufnahmesessions im folgenden Herbst und Winter, aus denen dann die Platte hervorging, die sie zu Platin-Rockstars machte und ihre Livesets dominierte, bis Rush sich 2015 schließlich zur Ruhe setzten. Der Terminplan aus Songwriting, Aufnahmen und Touren war an dem Punkt ihrer Karriere so hektisch, dass sie sofort nach dem Schreiben von MOVING PICTURES ihr Equipment zusammenpackten, Lifesons Flugzeug aus einem Baum pflückten und ein paar Shows spielten, bevor sie ins Le Studio in der Nähe von Morin-Heights einzogen, um das Album auf Tonband zu bannen. Wer das Glück hatte, einen dieser Auftritte im September 1980 zu erleben – es waren nur 16 –, konnte die Live-Premiere zweier brandneuer Stücke bezeugen: ›Tom Sawyer‹ und ›Limelight‹.

„Wir haben sie bei den Konzerten gespielt?“, fragt Lifeson. „Wirklich?“ „Um sie aufzuwärmen“, antwortet Lee. „Wie kann es dann sein, dass ›Tom Sawyer‹ im Studio am schwersten einzufangen war?“, entgegnet Lifeson. Willkommen in Le Studio, dessen Name heute untrennbar mit Rush in Verbindung gebracht wird. Sie nahmen sieben Platten dort auf, von PERMANENT WAVES (1980) bis COUNTERPARTS (1993). Am Lake Perry gelegen, am Fuße der Laurentinischen Berge, kann man verstehen, warum die Gruppe sich von dem Ort angezogen fühlte. „Er liegt wirklich mitten in dieser großartigen Landschaft Kanadas“, so Lee. „Ein magischer Ort“, erinnert sich Lifeson. „Aber auch praktisch – man konnte in fünf Stunden nach Hause fahren. Und das Haus und die Aussicht …

Wir hatten einen Volleyballplatz draußen, direkt am See, und im Sommer grillten wir. Jedes Mal, wenn wir dort arbeiteten, zogen wir wieder in die Zimmer, die wir als ‚unsere‘ betrachteten. Es hatte diese warme Vertrautheit.“ Im Sommer: Grillen, Ruderboot- oder Kanufahren auf dem See. Im Winter: Schneeschuhwandern oder Skifahren. „Und man darf nicht vergessen“, sagt Lee, „dass wir in Europa aufgenommen hatten, bevor wir für PERMANENT WAVES Le Studio entdeckten, und plötzlich waren wir in diesem wunderschönen Aufnahmeraum mit diesen riesigen Fenstern und dieser unfassbaren Aussicht – der See, die Berge – und hauten ›Freewill‹ oder was auch immer raus.

Video der Woche: John Mellencamp ›Jack And Diane‹

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Happy Birthday John Mellencamp! Das Rockurgestein feiert heute seinen 72. Geburtstag.

John Mellencamp zählt zu den größten (Folk-)Rock-Künstlern unserer Zeit. Während er in Europa vor allem in den 80er Jahren Erfolge feierte, ebbte seine Bekanntheit in seiner US-amerikanischen Heimat nie ab. ›Jack And Diane‹ zählt zu seinen erfolgreichsten Songs, obwohl Mellencamp selbst anfangs gar nicht so zufrieden mit dem Song war: „Die Aufnahmen zu ›Jack And Diane‹ waren schrecklich. Das Lied klingt großartig, solange ich es alleine auf der Gitarre spiele. Doch die Band und ich haben es nie geschafft, richtig zusammenzuspielen. Deswegen klingt das Arrangement stellenweise so seltsam. Dieses Stoppen und dann wieder Starten… das ist nicht sehr musikalisch.“

Das Klatschen im Song fügte Mellencamp übrigens nur als Platzhalter ein, den er in der fertig abgemischten Version wieder löschen wollte. Als er schließlich merkte, dass der Song ohne das Klatschen nicht wirklich funktionierte, ließ er es drin.

2014 offenbarte der Sänger in einem Interview, dass der Song anfangs eigentlich von einem gemischtrassigen Pärchen handeln sollte. Jack war schwarz, kein Footballstar. Doch das Label riet ihm, dieses Idee zu überarbeiten.

Splinter im Interview: Banana Splinter

2021 erschien mit FILTHY PLEASURES das Debüt von Splinter, nun folgt mit ROLE MODELS der zweite Streich der niederländischen Band, die sich aus ehemaligen Mitglieder von Death Alley und Birth Of Joy zusammensetzt. Mit dem von einer KI gestalteten Artwork (eine Pop-Art-Banane im Anzug oder wie die Band es nennt: „fruits in suits“), das hohle Identifikationsfiguren der heutigen Zeit kritisiert, beinhaltet die Platte eigensinnigen Heavy Rock, der zahlreiche Einflüsse in sich aufsaugt: „Im Grunde spielen wir Rock’n’Roll, doch die Punk-Attitüde ist es wohl, die alles zusammenhält. Mehr noch als einen Sound verbinde ich mit Punk die Freiheit, zu tun, was immer man will, und einen Scheiß auf irgendwelche Begrenzungen zu geben. In dieser Band geht es vor allem darum, Energie heraufzubeschwören und die Leute zum Tanzen zu bringen.“, so Frontmann Douwe Truijens im Zoomcall. Deswegen schrecken Splinter auch vor deutlichem Pop-Appeal oder gar Disco-Einflüssen wie im Song ›Bottom‹ nicht zurück. Mit ›Opposite Sex‹ befindet sich außerdem ein höchst kauziger Track auf der Platte: „Dieser Song ist echt seltsam, irgendwie wartet man ständig darauf, dass etwas passiert. Wir spielen mit den Erwartungen der Hörenden. Textlich gesehen hat es uns gefallen, einfach nur über die Gegensätze zwischen Geschlechtern zu singen, über eine gewisse Unverträglichkeit, dabei aber gerade nicht über Mann oder Frau zu sprechen.“, so Douwe und ergänzt: „Klar kannst du zwölf super heavy, laute Songs auf eine Platte knallen. Aber nach dem vierten Track hört es sich nicht mehr laut an. Deswegen finde ich es wichtig, ein wenig Abwechslung hineinzubringen, mal zu pushen, mal zu bremsen, mal vor den Kopf zu stoßen.“

Weniger seltsam ist da ein Track wie ›Every Circus Needs A Clown‹, der sofort an Splinters Landsleute von Golden Earring und deren größten Hit ›Radar Love‹ erinnert: „Das war anfangs gar keine Absicht. Nachdem wir das Demo fertig hatten, probierten wir, den Song langsamer zu spielen. Und uns allen fiel auf, dass man dann ungefähr bei ›Radar Love‹ rauskommt. Das war jedoch kein Grund für uns, den Song nicht zu machen. Es ist ein cooler Querverweis an eine wichtige niederländische Band, die wie wir aus Den Haag ist.“, so Douwe schmunzelnd. Golden Earring sind ihnen da bestimmt nicht böse, Splinter sind schließlich schon gemeinsam mit Sloper aufgetreten, der neuen Band von Earring-Drummer Cesar Zuiderwijk. Durch diese Verbindung ist die Truppe auch auf ihren Produzenten Mario Goossens gestoßen, da selbiger ebenfalls Schlagzeug bei Sloper spielt. Mit seiner Weitsicht, seinem Können und einem großen musikalischen Gespür hat er Splinter bei manchen Teilen der neuen Songs noch auf die Sprünge geholfen – er habe teilweise „die fehlenden Puzzleteile“ gefunden, so Douwe. Nach einer DIY-Releaseshow in ihrem Proberaum und im Berliner Urban Spree wollen Splinter Ende des Jahres ihr neues ROLE MODELS nochmal mit einer Tour pushen. Die nächste Platte soll dann ganz anders entstehen. „Wir hatten wegen Corona so viel Zeit für ROLE MODELS, vielleicht machen wir beim dritten Album genau das Gegenteil und schreiben eine Platte in einem Monat.“

Ida Mae: THUNDER ABOVE YOU

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Beständig hohes Indieblues-Niveau vom sympathischen englischen Pärchen

Stephanie Jean Ward und Christopher Turpin sind das UK-Ehepaar, das nach der Uni drei Alben mit der
Grungeband Kill It Kid tourte, um schließlich beim Blues zu landen, sich in Nashville nieder zu lassen
und Promi-US-Fans wie Greta van Fleet und Marcus King zu sammeln. Rau und dirty, hübsch und
melodisch kann man ihre zwei bisherigen Alben zwischen anderen Noiseblues-Boy/Girl-Teams wie The
Kills und Shovels & Rope einordnen. Neues gab‘s im persönlichen Leben des Paars: Steph und Chris sind Eltern geworden. Das Kind soll daheim in England aufwachsen, also wurde die Dritte auf der Insel aufgenommen. Wie beim Debüt CHASING LIGHTS (2019) konnten damit die UK-Folkmaestros Ethan Johns (Drums, Produktion) und Nick Pini (Bass) die Band im Studio zum Quartett erweitern.
Nun ist der Blues, auch wenn man ihn mit Indierock aufpeppt, per definition kein Genre, bei dem sich
viel Neues tut. Ergo unterscheidet sich THUNDER ABOVE YOU nur in Nuancen von den Vorgängern.
Eine verstärkte Folknote, noch größere Trittsicherheit im Zusammenspiel, kleine Experimente (z.B. die
Drummachine in >>My Whispers Are Wildfire<<). Ein starkes drittes Album, das den Level seiner
Vorgänger hält, wenn nicht sogar leicht anhebt.

7 von 10 Punkten

Ida Mae/THUNDER ABOVE YOU/ROAD RECORDS/THE ORCHARD

The Judds: Wynonna Judd, Gwen Stefani und mehr zollen Tribut

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The Judds. Etwas ältere Semester werden sich an dieses einzigartige, aus Mutter Naomi und Tochter Wynonna bestehende Country-Duo erinnern. Die 80er waren ihre große Zeit. Ihre ersten drei Alben landeten jeweils auf Platz eins der Country- Bestenliste, die weiteren ernteten ebenfalls Gold- und Platin-Status. Anfang der 90er war dann, bis auf rare Ausnahmen, Schluss – und Wynonna ging auf Solo-Trip.


Tragisch: Letztes Jahr starb Naomi, einen Tag bevor der Act in die Country Music Hall Of Fame aufgenommen wurde. Das jetzt aufgelegte A TRIBUTE TO THE JUDDS erinnert mit 14 ihrer stärksten Lieder an dieses Ausnahme-Duo. (Gunther Matejka)

Als Vorgeschmack auf die Platte, die am 27. Oktober erscheint, gibt es heute zwei Single-Auskopplungen inklusive Lyricvide. Auf ›Cry Myself To Sleep‹ kooperieren Wynonna Judd und Trisha Yearwood, für die Adaption von ›Love Is Alive‹ haben Gwen Stefani und Blake Shelton zusammengearbeitet.

›Cry Myself To Sleep‹:

›Love Is Alive‹:

Tré Burt: TRAFFIC FICTION

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Reißnägel zum Frühstück und abends mit Rachenputzer gurgeln? Ein bisschen muss man wohl schon nachhelfen, um so eine rabiate Raureifstimme zu bekommen, wie sie Tré Burt sein Eigen nennt. Das ist aber längst nicht das einzige Besondere an dem aus Sacramento stammenden Singer/Songwriter. Moment: Eigentlich müsste man Tré Burt wohl als Dichter bezeichnen, als singenden Dichter. Wie schon auf seinen von der Kritik höchst wohlwollend aufgenommenen Vorgängerwerken erweist sich der ehemalige Mechaniker in den zwölf Tracks von TRAFFIC FICTION als detailverliebter, kritischer Beobachter und Chronist einer schwierigen Zeit. Ein, wenn man so will, moderner Protestsänger, eine raue Stimme der Arbeiterklasse. Ganz wie die Pioniere dieses Genres verpackt Burt seine kritischen Anmerkungen in rustikale Folk- und Americana-Arrangements. Pete Seeger hätte seine helle Freude an dem Knaben gehabt.

TRÉ BURT
TRAFFIC FICTION
OH BOY/THIRTY TIGERS/MEMBRAN