Der erste Headliner eines der größten europäischen Festivals steht fest. 2017 werden die Foo Fighters das Line-Up des Roskilde Festivals anführen. Präsentiert von CLASSIC ROCK!
Vom 24. Juni bis zum 01. Juli 2017 wird das größte Kultur- und Musikfestival Nordeuropas wieder in dem kleinen dänischen Ort Roskilde in der Nähe von Kopenhagen stattfinden. Und ein erster Headliner steht bereits fest. Niemand geringerer als einer der spektakulärsten kontemporären Live-Acts, die Foo Fighters, werden im kommenden Sommer die legendäre „Orange Stage“ bespielen. Für Dave Grohl und seine Kollegen wird dieser Auftritt die Rückkehr zum Roskilde Festival nach ihrem dortigen Auftritt im Jahr 2005 sein.
Programmchef Anders Wahrén über die neuen Headliner: „Die Foo Fighters sind ohne Zweifel weltweit eine der größten Rockbands und wir wollten sie schon lange wieder bei uns auf dem Festival. Wir sind begeistert, dass es endlich geklappt hat und wir sie für ihre einzige Show in Skandinavien nächsten Sommer bei uns willkommen heißen können. Sie sind ein perfekter Act für die Orange Stage mit ihrem einmaligen Talent ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und der Beglückung zu erschaffen. Die Konzerte der vergangenen Jahre beweisen, dass sie so vital und laut sind wie eh und je.“
Der letzte Vorhang ist gefallen. Twisted Sister spielten am 12. November ihr letztes Konzert. Seht hier Videos vom finalen Gig.
Letzten Samstag spielten Twisted Sister ihr letztes Konzert auf dem Corona Northside Rock Park Meeting Fest im Fundidora Park in Monterrey in Mexiko. Am Tag zuvor twitterte Frontman Dee Snider: „Nach 40 Jahren spielen wir morgen die letzte Show mit Twisted Sister. Einerseits bin ich froh, dass wir nun endlich einen Schlussstrich ziehen können, andererseits bin ich sehr traurig, dass es vorbei ist.“
Seht hier Twisted Sisters Megahit ›We’re Not Gonna Take It‹ live auf dem Northside:
Umfangreiche audiovisuelle Werkschau der Floyd’schen Gründerzeit.
Jahrzehntelang beklagten die weltweiten Floydianer die sträfliche Vernachlässigung des Backkatalogs der britischen Psychedelic-Pioniere über die regulären Veröffentlichungen hinaus. Jedesmal, wenn Pink Floyd zu einer weiteren Retrospektive ansetzten, kaufte der treubrave Anhänger teure Boxsets mit beigelegten Gimmicks, stellte sie ungeöffnet ins heimische Plattenregal und fühlte eine innere Leere: Würde er doch erstens aus Wertverlustangst die eingeschweißten Teile nie öffnen, um zweitens zum x-ten Male festzustellen: Auch für diese Ausgabe blieb zweifellos auf unzähligen Bootlegs kursierendes Zusatzmaterial definitiv ausgeschlossen. Eine Ausnahme bildete gleich mehrfach das jeweils um dürftiges Bonusmaterial ergänzte Debüt THE PIPER AT THE GATES OF DAWN. Für Pink Floyd galt als Faustregel bislang, was nach wie vor für die Rolling Stones gilt: Abseits hinlänglich bekannten Materials herrschte Ödnis wie auf der dunklen Seite des Mondes. Mit dem Boxset THE EARLY YEARS 1965–1972, eine sich jeweils in Buchform in die Kapitel „Cambridge Station“, „Germination“, „Dramatisation“, „Deviation“, „Reverberation“, „Obfuscation“ und „Continuation“ unterteilende Aufarbeitung, dürfte fortan die Not der Floydianer zumindest in Sachen Gründerzeit lindern. Auf insgesamt 27 Discs (zehn CDs, neun DVDs, acht Blu-Rays) breiten sich audiovisuell bislang Unveröffentlichtes, Alternativ-Versionen, Outtakes, Quadro-Mixe, Konzertmitschnitte, Single-A-und-B-Seiten, BBC Radio Sessions und TV-Auftritte aus. Dazu gesellen sich die fünf ersten 45er als Seven-Inch-Vinyl in Originalhüllen sowie mehr als 40 Repliken von diversen Memorabilien wie Plakaten, Flyern, Tourneeprogrammen, Tickets, Presseanzeigen etc.
Doch wirft das laut Schlagzeuger Nick Mason seit rund zehn Jahren in der Pipeline befindliche Mammutprojekt nicht unwichtige Fragen auf: Wer kann sich mal eben für mehr als 500 € eine so umfangreiche Archivhebung leisten? Und: Werden jene, die es können, den sündteuren Inhalt jemals genießen? Immerhin erscheint parallel ein komprimierter Auszug aus 27 Tracks als Doppel-CD THE EARLY YEARS 1965–1972: CREATION. Zudem sollen 2017 zumindest die ersten sechs Volumes auch als Einzelsets veröffentlicht werden. Zu entdecken gibt es tatsächlich unglaublich viel: Schon frühe Demos von 1965 mit Syd Barrett und Gitarrist Rado Klose (u.a. ›Lucy Leave‹, ›Double O Bo‹, ›Remember Me‹, Slim-Harpo-Cover ›I’m A King Bee‹) demonstrierten Unverwechselbarkeit. Als die Floyd nach ihrem Durchbruch 1967 verzweifelt einen Hit-Nachfolger suchten, verschwand Skurriles wie ›In The Beechwoods‹, ›Scream Thy Last Scream‹ und ›Vegetable Man‹ kurzerhand im Archiv. Visuelle Summer-Of-Love-Andenken liefern sowohl diverse Promo-Videos als auch Mitschnitte aus Londons „UFO“-Club, den EMI Studios und dem „Roundhouse“ sowie TV-Performances von „Top Of The Pops“ und „American Bandstand“. Mit David Gilmour als Barrett-Ersatz mehrten sich die Einsätze sowohl bei den BBC- Radio-Sessions als auch in französischen Fernseh-Shows wie „Bouton Rouge“, „Tous En Scene“, „Samedie Et Compagnie“, „Forum Musiques“ und „Pop Deux: Festival de St. Tropez“. Als kurios erweist sich ein ganz auf Bildende Kunst getrimmter ZDF-Bericht von „Aspekte“: Fünf MORE-Outtakes reihen sich an bislang unveröffentlichtes Material vom Soundtrack ZABRISKIE POINT, einen Radiomitschnitt des Senders KQED in San Francisco vom 30.4.70 sowie 1969er Konzerte in Amsterdam und London mit dem unveröffentlicht gebliebenen Konzept THE MAN/THE JOURNEY. Audiophile dürften die Quadro-Version von ATOM HEART MOTHER wie auch den 2016er Mix von OBSCURED BY CLOUDS schätzen. Beiträge zu Floyds Kollaboration mit dem Ballett-Choreographen Roland Petit lassen sich ebenso orten wie die kompletten Kinofilme „The Committee“, „More“, „La Vallée“ und „Live At Pompeii“.
10/10
Pink Floyd
THE EARLY YEARS 1965–1972
PARLOPHONE/WARNER
Frischer Wind bei Jeff Beck: Bei seinem Auftritt im Kölner E-Werk unterstreicht der britische Ausnahmegitarrist, dass er mit seinen inzwischen 72 Jahren immer noch nach vorn schaut. Sechs Songs an diesem Abend stammen aus seinem allenthalben gefeierten aktuellen Album LOUD HAILER, und auch der Rest der Setlist ist im Vergleich zu seinem Gastspiel vor rund zwei Jahren an gleicher Stelle komplett umgekrempelt.
Doch auch wenn ihm die Themen der wütenden LOUD-HAILER-Protestsongs offensichtlich unter den Nägeln brennen: Beck ist Musiker und kein Prediger. Deshalb lässt er lieber sein Instrument sprechen. In Köln bleiben eine kurze Bandvorstellung und einige Dankesworte seine einzige verbale Kommunikation. Wie viel Herzblut in den neuen Stücken steckt, kann man derweil an der Spiellaune ablesen, mit der sich Beck und seine Mitstreiter Carmen Vandenberg (Gitarre), Rhonda Smith (Bass) und Jonathan Joseph (Drums) in das neue Material stürzen, und an der Leidenschaft von Sängerin Rosie Bones, die zum Living-Colour-Funk-Metal von ›The Ballad Of The Jersey Wives‹ unablässig über die Bühne tigert oder ›Scared For The Children‹ mit viel Pathos zusammengesunken in der Bühnenmitte zelebriert.
Becks brillante Soli bleiben dabei zumeist betont songdienlich. Für ausuferndes Muckertum ist kaum Platz. Deshalb bleibt genug Raum, um unsentimental praktisch die ganze Schaffensbreite der über 50-jährigen Karriere des immer noch so ungemein agilen Mannes mit der weißen Stratocaster abzubilden. Mit dem Blues als Basis gibt es Abstecher zu seiner instrumentalen Jazz-Fusion-Phase (›You Know, You Know‹ vom Mahavishnu Orchestra) und auch Rückgriffe auf seine Zeit bei den Yardbirds (›Shapes Of Things‹). Für die älteren R&B-Songs holt er Sänger Jimmy Hall auf die Bühne, der dem emotionalen ›A Change Is Gonna Come‹ oder dem urwüchsigen ›Rollin‘ And Tumblin‘‹ ordentlich Soul injiziert. Sogar eine furiose Version von ›Beck’s Bolero‹, über die sich Gitarristin Vandenberg augenscheinlich genauso freut wie die Menschen vor der Bühne, darf nicht fehlen. Doch nicht nur Becks Mitstreiter sind an diesem Abend bestens gelaunt: Auch der Meister selbst ist sich für keine Albernheit zu schade, scherzt viel mit seinen Musikern und beweist am Ende auch musikalischen Humor, als er sich mit seiner reggaefizierten Version des Beatles-Klassikers ›A Day In The Life‹ nach rund 100 Minuten von seinen begeisterten Zuschauern verabschiedet. Nostalgisch, das ist die unausgesprochene Botschaft dieses Konzertabends, sollen andere sein!
Sting und In Flames kommen nach Deutschland. Weil es bei solchen Top-Acts ein zu früh gar nicht gibt, verraten wir euch, wie ihr euch als Allererste die besten Tickets sichern könnt.
Sting
Mit 57TH & 9TH feierte der Brite seine Rückkehr zur härteren musikalischen Gangart und lieferte sein überzeugendstes Album der letzten Jahre ab. Im März 2017 kommt der Police-Chef für drei Shows nach Deutschland.
Sting live in Deutschland:
25.03. Hamburg, Sporthalle
29.03. Stuttgart, Porsche-Arena
04.04. Düsseldorf, Mitsubishi Electric Halle
In Flames
Wer’s noch (mindestens) eine Stufe härter mag, dem seien die schwedischen Metal-Helden In Flames empfohlen. Deren zwölfte Platte BATTLES ist seit Freitag draußen, kommendes Frühjahr werden die neuen Songs auf ihre Live-Tauglichkeit hin geprüft. Und ihr könnt dabei sein.
In Flames live in Deutschland:
22.03. Berlin, Admiralspalast
23.03. Bochum, Christuskirche
24.03. Offenbach, Capitol
26.03. München, Freiheiz
Aerosmith kommen im Mai und Juni 2017 für ihre Abschiedstour „Aero-Vederci Baby“ nach Europa. Drei Gigs davon sind in Deutschland.
Das Gerücht, dass Aerosmith 2017 ihre Anschiedstour planen, brodelt schon seit ein paar Monaten. Dieses wurde nun von Steven Tyler und Joe Perry bestätigt. Die „Aero-Vederci Baby“-Tour soll 17 Konzerte in Europa beinhalten. Für Deutschland wurden drei Termine bestätigt:
Steven Tyler: „Aerosmith sind gerade als die wahren Botschafter des Rock’n’Roll durch Südamerika gefegt. Die Band ist momentan nicht zu stoppen und auch in Eruopa werden wir das tun, was wir am besten können: Let The Music Do The Talking, Living On The Edge and living to rock another day.“
Gitarrist Joe Perry: „Es ist schon wieder drei Jahre her seit wir das letzte Mal durch Europa getourt sind und ich kann für alle sprechen, wenn ich sage, dass wir es kaum erwarten können, dort wieder ein paar Konzerte zu spielen. In Südamerika haben wir alle Register gezogen und das werden wir auch in Europa machen.“
Seht hier die lustige Ankündigung der Europa-Tour mit Steven Tyler und Joe Perry:
Leon Russell ist Mitglied der Rock and Roll Hall of Fame und der Songwriter’s Hall of Fame. Er arbeitete mit Bob Dylan, den Rolling Stones, George Harrison und Elton John zusammen.
Sänger, Songschreiber und Pianist Leon Russell ist tot. Er starb 74-jährig in der Nacht auf Sonntag (13. November), wie seine Ehefrau auf der Homepage des Musikers mitteilte. Russel sei in seinem Zuhause in Nashville im Schlaf verstorben, heißt es da.
Russell wurde 1942 in Tulsa, Oklahoma geboren. Bereits als Teeanger spielte er in den Nachtclubs seiner Heimatstadt, mit nur 16 Jahren ging er nach Los Angeles.
In den frühen 70ern produzierte er Songs für Bob Dylan (u. a. ›Watching the River Flow‹) und machte in der Folge gemeinsame Sache mit den Rolling Stones, Willie Nelson und George Harrison. 1971 war er bei Harrissons „Concert for Bangladesh“ dabei.
Russell machte ab 1970 auch unter eigenem Namen Musik und veröffentlichte über Jahrzehnte zahlreiche Alben zwischen Rock, Blues, Gospel und Country. Zu seinen bekanntesten Songs zählen ›A Song For You‹, ›Tight Rope‹ oder ›Delta Lady‹. Außerdem gründete er mehrere Plattenlabels.
2011 wurde Russell in die Rock and Roll Hall of Fame und die Songwriter’s Hall of Fame aufgenommen. Sein letztes Konzert spielte er am 10. Juli dieses Jahres in Nashville. Im selben Monat musste er sich einer Herzoperation unterziehen, im Januar wollte er wieder auf Tour gehen.
Zahlreiche Musikerkollegen reagierten auf den Tod von Leon Russell. Elton John, der für sein Album THE UNION (2010) mit Russell kooperiert hatte, bezeichnete den Verstorbenen als „Mentor“ und „Inspiration“.