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Deep Purple: Stuttgart, Schleyer-Halle (14.06.2017)

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Routinierter letzter Vorhang

Ist es wirklich die letzte Tournee? War es wirklich der letzte Auftritt in Stuttgart? Wenn ja (und selbst Ian Gillan gibt sich in dieser Sache ja reichlich enigmatisch), dann haben Deep Purple nicht den besten Abend für ihren Schlussakkord erwischt. Nicht, dass ihre Show in der Schleyer-Halle schlecht war. Im Vergleich zu ihrem letzten Gastspiel hier im November 2015 (oder den fünf in den wenigen Jahren zuvor) ließen die englischen Hard-Rock-Altmeister dann aber doch etwas Esprit vermissen. Gewiss muss betont werden, dass wir hier auf sehr hohem Niveau kritisieren, dass der Motor immer noch läuft und das 90-minütige Konzert ihrer „Long Goodbye“-Tour durchaus Spaß machte.

Allein an den vor allem in der ersten Hälfte doch eher verhaltenen Publikumsreaktionen konnte man aber eben ablesen, dass hier viel Routine geboten wurde. Ob es am Start lag? Der Einstieg ins Set mit dem neuen Song >Time For Bedlam< ist nicht gerade glücklich gewählt, auf einer Abschiedstournee würde man von einer 1968 gegründeten Band berechtigterweise mehr erwarten. Das kommt dann auch, allerdings zwiespältig: Der „Neuling“ Don Airey am Keyboard erhält reichlich Gelegenheit, sein Handwerk zu demonstrieren, in nahezu jedem Song dürfen er und Gitarrist Steve Morse sich lang, manchmal zu lang als Solitär austoben. Wettgemacht wird das von Stücken wie >Strange Kind Of Woman<, das erfreulich flott und knackig präsentiert wird, von >Fireball< und dem wunderbaren >perfect Strangers<. Diese Momente allein machen vieles wett, können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die ganz große Zeit vorüber scheint. Natürlich ist das vollkommen okay. Niemand erwartet von Deep Purple den großen Entertainment-Budenzauber, niemand erwartet von einem 72-jährigen Ian Gillan, dass er noch mal >Child In Time< singt. Deswegen gleich das schwäbische Volkslied >Auf der schwäbsche Eisebahne< anzustimmen, ist dennoch eine fragwürdige Entscheidung. Für eine Tournee, die ja schon im Titel den Abschied trägt, hätten sich viele der 7.500 Zuschauer einfach ein kleines bisschen mehr gewünscht. Andererseits: Diese Band war in den letzten neun Jahren tatsächlich ganze sechs Mal zu Gast in dieser Halle. Irgendwann ist vielleicht auch alles gesagt.

The Beatles: Limitiertes SGT. PEPPER-Shirt gewinnen

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beatles sgt pepper shirtPaul McCartney ist 75, der Beatles-Klassiker SGT. PEPPER‘S LONELY HEARTS CLUB BAND 50. Zur Feier dieser runden Jubiläen verlost CLASSIC ROCK drei limitierte SGT. PEPPER-Shirts (2xL, 1xXL).

Hier teilnehmen:
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Hier eine Alternativfassung von ›Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club‹ aus der kürzlich erschienenen Anniversary-Edition zur Feier des 50. Jubiläums der Platte hören:

Five Finger Death Punch & In Flames: Hier jetzt Tickets sichern

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five finger death punchTransatlantische Metal-Power: Ab November machen Five Finger Death Punch und In Flames live gemeinsame Sache – auch in Deutschland. Tickets gibt es ab sofort.

Five Finger Death Punch & In Flames live 2017:
21.11. Hamburg, Barclaycard Arena
22.11. Berlin, Velodrom
24.11. Oberhausen, König-Pilsener-ARENA
29.11. München, Olympiahalle
02.12. Stuttgart, Hanns-Martin-Schleyer-Halle
06.12. Frankfurt am Main, Festhalle
Hier Tickets sichern…

Video der Woche: Paul McCartney & Wings – ›Band On The Run‹

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paul mccartney video stillHappy Birthday, Paul McCartney! Die Musikikone wird 75. Ehrensache, dass sie heute der Star in unserem traditionellen „Video der Woche“ ist.

Was soll man über Paul McCartney viel erzählen. Jeder kennt ihn, (fast) jeder mag ihn. Er war maßgeblich daran beteiligt, die Beatles zur größten Band der Welt zu machen, und gilt heute als erfolgreichster Songschreiber aller Zeiten.

Doch nicht nur mit den Fab Four wusste Sir Paul zu glänzen, auch seine Solokarriere weist – neben einigen Ausrutschern, zugegeben – großartige Songs auf. Einer davon ist der Titeltrack seines wohl bekanntesten zusammen mit den Wings aufgenommenen Albums BAND ON THE RUN von 1973.

Von 1975 bis 1976 war McCartney samt Band und Vokuhila auf großer „Wings Over America“-Tour unterwegs, festgehalten im Konzertfilm „Rockshow“. Daraus stammt folgendes Video.

Hier sind Paul McCartney & Wings mit ›Band On The Run‹:

Can – THE SINGLES

can singlesCans Einfluss auf die globale Moderne in 23 Songetappen.

Als Can im Jahr 2003 den Echo für ihr Lebenswerk erhielten, fragten die ebenfalls anwesenden Chi­li Peppers Flea und Anthony Kie­dis verwundert, warum eine so großartige Band in Deutschland jahrelang so geringschätzig behandelt wurde. Tja, warum nur? Auch die mit 23 A- und B-Seiten üppig bestückte Kompilation THE SINGLES wird beim Mainstream-Publikum kaum zum Meinungsum­schwung beitragen.

Obwohl Can in ihrer epochalen Glanzzeit von 1968 bis 1979 mit immerhin elf Longplayern als reine Albumband galten, veröffentlichten sie recht regelmäßig auch Singles – häufig Edits längerer LP-Stücke. Etwa 1971 ›Halleluwah (Edit)‹ von TAGO MAGO als B-Seite des Non-LP-Tracks ›Turtles Have Short Legs‹, ›Moonshake‹ kam 1973 mit Titelsong ›Future Days (Edit)‹, ›Dizzy Dizzy (Edit)‹ ein Jahr später mit ›Splash‹. 1975 koppelte sich der Soundtrack ›Hunters And Collectors (Edit)‹ der ARD-Serie „Eurogang“ mit ›Vernal Equinox (Edit)‹, beide stammten von LANDED. ›Don‘t Say No (Edit)‹ mit dem Non-LP-Stück ›Return‹ kam 1977 von SAW DELIGHT. Aus der Reihe fiel der 90er-Remix ›Hoolah Hoolah (Edit)‹ vom Reunion-Werk RITE TIME (1989).

Der reguläre Einstieg in den Singles-Markt erfolgte indes 1970 mit den atmosphärischen Kino-Sound­tracks ›Soul Desert‹ und ›She Brings The Rain‹, der nationale Durchbruch gelang mit der Top-10-Notierung von ›Spoon‹, der Titelmelodie des TV-Dreiteilers „Das Messer“ von Francis Durbridge, mit Non-LP-Song ›Shikako Maru Ten‹ auf der Rückseite. Zu relativem Bekanntheitsgrad brachten es auch der 45er-Nachfolger ›I’m So Green‹ und ›Vitamin C‹ (beide aus EGE BAM­YASI), letzteres durchzog als Klangimpression die 25. Tatort-Folge „Tote Taube in der Beet­hoven­straße“ von US-Regisseur Samuel Fuller. Hitqualitäten besaß 1976 der UK-Charterfolg ›I Want More‹, den Can gar in der allwöchentlichen TV-Show „Top Of The Pops“ präsentierten. Komplett ausgespart bleiben in der Kollektion leider die gesuchten 68er-Raritäten ›Agilok & Blubbo‹ und ›Kama Sutra‹, noch unter dem Namen The Inner Space.

9/10

Can
THE SINGLES
SPOON RECORDS/ROUGH TRADE

Queens Of The Stone Age: Die neue Single ›The Way You Used To Do‹ hören

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queens of the stone ageIm August erscheint mit VILLAINS das neue Album der Queens Of The Stone Age. Den ersten Song daraus gibt’s schon jetzt.

Nachdem Sänger Josh Homme zuletzt vor allem mit Iggy Pop gemeinsame Sache machte – die beiden spielten zusammen Konzerte und nahmen das Album POST POP DEPRESSION auf –, ist er jetzt mit seiner Stammband zurück.

Am 25. August werden die Queens Of The Stone Age erstmals seit … LIKE CLOCKWORK von 2013 wieder ein Studioalbum veröffentlichen. Das neue Werk heißt VILLAINS und wurde von Mark Ronson (u.a. Amy Winehouse, Paul McCartney, Adele) produziert.

Hier ist mit ›The Way You Used To Do‹ die erste Single aus VILLAINS:

In einem witzigen Lügendetektor-Clip kündigten Josh Homme und Co. das Album an:

Neuerscheinungen: Ab heute im Plattenladen

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fleet foxesMit neuen Alben von den Fleet Foxes, Steve Earle & The Dukes, Styx und Jason Isbell And The 400 Unit gehts in den Wochenendspurt.

Nach sechs Jahren Pause sind die Fleet Foxes zurück – und wie. CRACK-UP ist ein komplexes, emotionales Comeback-Meisterwerk. Bestes Beispiel ist ›Third of May / Ōdaigahara‹:

Hier findet ihr die Review zu CRACK-UP…

Im Titeltrack ihres neuen Albums SO YOU WANNA BE AN OUTLAW erhalten Steve Earle & The Dukes Unterstützung von Chef-Outlaw und Country-Legende Willie Nelson:

Hier findet ihr die Review zu SO YOU WANNA BE AN OUTLAW…

Nach 14 Jahren Studiopause knüpfen Styx an die alte Tradition der Konzeptalben zwischen Pomp und Hardrock an. Hier das Video zur Single ›Gone Gone Gone‹:

Hier findet ihr die Review zu THE MISSION…

Nüchtern und gut: Jason Isbell definiert in Sachen Americana, wo vorne ist. ›Hope The High Road‹ ist einer der Songs aus seinem Neuling THE NASHVILLE SOUND:

Hier findet ihr die Review zu THE NASHVILLE SOUND…

Styx – THE MISSION

styx the missionMit alten Stärken unterwegs Richtung Mars.

Oft belächelt und doch zu ihren Platin-veredelten Glanzzeiten vor 35, 40 Jahren immens erfolgreich: An Styx schieden sich schon immer die Geister. Nun knüpfen die Amerikaner nach 14-jähriger Studiopause mit THE MISSION an die alte Tradition der Styx-Konzeptalben zwischen Pomp und Hardrock an und kredenzen uns eine von Gitarrist Tommy Shaw und Produzent Will Evankovich erdachte Geschichte über die Unwägbarkeiten der emotionsgeladenen Marsmission der Raumfähre Khedive im Jahre 2033, die auf all das zurückgreift, was Styx vor genau 40 Jahren mit der LP THE GRAND ILLUSION zum großen Durchbruch verholfen hatte. Ohne den von einigen alteingesessenen Fans immer schon schmerzlich vermissten Sänger Dennis DeYoung, aber mit einem für eine seit fast 50 Jahren aktive Band beachtlichen Schwung verbinden Styx hier Prog-Rock-Anleihen, Melodiegespür, beeindruckende Harmonien, tadellose Instrumentierung und eingängige Power-Pop-Akkord­folgen. Sänger und Keyboarder Lawrence Gowan be­­schreibt THE MISSION als ungezwungene Weiterent­wicklung des Styx-Markenzeichensounds – und das trifft es ziemlich gut.

7/10

Styx
THE MISSION
ALPHA DOG 2T/UNIVERSAL