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Elvis Presley – THE SEARCHER – THE ORIGINAL SOUNDTRACK

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Elvis Presley The Searcher

Grandioses Set zur neuen HBO-Doku mit Hits und Raritäten.

Wichtige Zeitzeugen, rare Bilder, starke Dramaturgie: Der HBO-Bio-Zweiteiler „The Searcher“ über den Künstler Elvis Presley ist ein Fest für Fans und Einsteiger. Der Fokus liegt dabei auf der Musik – Ehrensache, dass der Soundtrack zum Filmprojekt deutlich mehr zu bieten hat als eine weitere Best-Of-Sammlung. Filmemacher Thom Zimny, der für HBO bereits zwei Bruce-Springsteen-Dokus gedreht hatte, war als Co-Kurator auch an der Zusammenstellung von THE SEARCHER beteiligt und legte Wert darauf, dass die ausgewählten Songs wirklich den Werdegang repräsentieren. Die Doppel-LP auf Vinyl bietet 17 Stücke, wirklich in die Tiefe geht hingegen das Deluxe-CD-Set mit drei CDs. Zwei Discs bieten insgesamt 55 Elvis-Aufnahmen, von der ersten Sun-Single ›That’s All Right‹ und ›Blue Moon Of Kentucky‹ bis zu seinen ›Jungle Room‹-Sessions aus dem Jahr 1976. Die dritte CD bietet neben zwei Soundtrack-Stücken von Pearl-Jam-Gitarrist und Elvis-Edel-Fan Mike McCready die Tom-Petty-Version von ›Wooden Heart‹, ›Home Sweet Home‹, gesungen von Elvis’ Mutter Gladys, sowie 16 Tracks, die Elvis als Musiker beeinflusst haben: Gospel, früher Rock’n’Roll, Rhythm’n’Blues, Soul und Blues – Elvis liebte diese Musik, merkte aber auch, dass in diesem Reigen Platz für ihn war: als der „Searcher“, der diese vielen Stile zu etwas Eigenem verbinden konnte.

9/10

Elvis Presley
THE SEARCHER – THE ORIGINAL SOUNDTRACK
RCA/SONY

Video-Premiere: Dave Alvin & Jimmie Dale Gilmore mit ›Downey To Lubbock‹

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Dave Alvin Jimmie Dale Gilmore Downey To LubbockDie beiden Country- und Rootsmusiker Dave Alvin und Jimmie Dale Gilmore veröffentlichen zusammen ein Album. Zum Titelsong ›Downey To Lubbock‹ gibt’s jetzt ein Video.

Seit mehr als drei Jahrzehnten sind Dave Alvin und Jimmie Dale Gilmore befreundet, am 1. Juni erscheint mit DOWNEY TO LUBBOCK eine gemeinsame Platte der Altmeister. „Es fühlt sich an, als würden wir seit unserer Kindheit zusammenspielen“, freut sich Alvin.

Auf dem Album covern die beiden unter anderem Songs von Woody Guthrie oder Lightnin’ Hopkins. Dazu kommen zwei Originale: ›Billy The Kid And Geronimo‹ und der Titeltrack.

Das raue Bluesrock-Titelstück gibt’s jetzt bei CLASSIC ROCK exklusiv zu hören.

Dave Alvin und Jimmie Dale Gilmore mit ›Downey To Lubbock‹:

Die Songs auf DOWNEY TO LUBBOCK:
1. Downey To Lubbock
2. Silverlake
3. Stealin’, Stealin’
4. July, You’re A Woman
5. Buddy Brown’s Blues
6. The Gardens
7. Get Together
8. K.C. Moan
9. Lawdy Miss Clawdy
10. Billy The Kid and Geronimo
11. Deportee – Plane Wreck At Los Gatos
12. Walk On

Timo Blunck – Hatten wir nicht mal Sex in den 80ern?

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Hatten wir nicht mal Sex in den 80ern von Timo Blunck

Auf du und du mit Knirpsi.

Schwanzsteuerung ist so ein Vorwurf, der Männer hart treffen sollte – vor allem in der #MeToo-Debatte. Bei Timo Blunck hat sie einen Namen: Knirpsi. Klar, die Unschuldsvermutung sollte natürlich auch für den Mann gelten, den sie T-Bone Schröder nennen. Hinter dem verbirgt sich – es liegt ja immerhin eine Autobiografie des langjährigen Bassisten der NDW-Dada-Rockband Palais Schaumburg vor – mehr oder weniger perfide getarnt Timo Blunck. Knirpsi, das umtriebige, eine Eigendynamik ansteuernde, geile, derbe, vorwärtstreibende, offenbar auch durchaus vorzeigbare Ge­­schlechtsteil des Musikers, meldet sich immer wieder zur Wort, bringt seinen Träger in Schwierigkeiten, zieht ihn hinein in Exzesse und von einem Lotterbett ins nächste. Seinen „bösen Zwilling“ nennt Schröder den viel weniger furchtlosen Knirpsi in seiner Lebensbeichte. Beide haben sich – ein beliebter, wenn auch diesmal wirklich passender Kunstgriff – auf dem Sofa einer Hamburger Thera­peutin eingefunden. Nach einer Party-Nacht, die wegen Drogenmissbrauchs in der Notaufnahme endete, blieb Schröder keine andere Wahl. Also sieht er sich der kettenrauchenden Psychologin gegenüber, die sich immer aufs Neue eine Gauloise anstecken muss, weil sie den Musiker-Abenteuern kaum folgen kann, sich dem rauschhaften Sog der Er­­zählungen aber nicht mehr entziehen will. Das liegt daran, dass Schröder/Blunck ein genialer Ge­­schichtenerzähler ist. Und auch daran, dass er nicht nur von ausverkauften Kon­zerten, von Kneipenschlägereien, Sex-Orgien, dem Mardi Gras in New Orleans, Trennungsgefechten und einer Band-Reunion erzählt, sondern auch von der geheimnisvoll schönen Sophia – der einen Frau, der Schröder verfallen ist. Gut auch, dass der Roman dazu eine Spotify-Playlist von Bryan Ferry über Steely Dan bis zu den Buzzcocks und den Happy Mondays liefert, die man beim Lesen selbstverständlich auf Anschlag drehen sollte.

8/10

Text: Rupert Sommer

Hatten wir nicht mal Sex in den 80ern?
Von Timo Blunck
Heyne Hardcore

Ghost: Stellen neuen Frontmann „The Cardinal“ vor

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Bei Ghost wird sehr viel Wert auf ein ausgeklügeltes Bühnenkonzept gelegt. Mit einer amüsanten Videoreihe wird jetzt der neue Frontmann „The Cardinal“ vorgestellt…

Seit jeher geben sich Ghost größte Mühe, ihr pseudo-satanisches Bandkonzept spannend zu halten. Nachdem in den letzten Jahren ihr Frontmann und Anti-Papst „Papa Emeritus“ regelmäßig ausgewechselt wurde, führen die Schweden um Mastermind Tobias Forge jetzt einen ganz neuen Charakter an ihre Spitze.

„The Cardinal“ heißt das frische Blut und soll in Zukunft den steinalten Papa Emeritus Zero ablösen. In einer ziemlich witzigen Videoreihe stellen Ghost nun den Kardinal mit den Panda-Augen vor.

Hier den ersten Teil der Videoreihe sehen:

Hier den zweiten und neuesten Teil der Videoreihe sehen:

Neuerscheinungen: Ab heute im Plattenladen

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johnny cashEndlich gibt es wieder frische Musik, die man pünktlich zum Wochenende aus den Boxen schallen lassen kann. An diesem Freitag unter anderem von den Dead Daisies, Blackberry Smoke und Rainbow Kitten Surprise. Dazu kommt ein Tributalbum für Johnny Cash.

Für FOREVER WORDS vertonten Künstler wie Chris Cornell oder Willie Nelson hinterbliebene Textstücke und Gedichte von Legende Johnny Cash:

Auch mit BURN IT DOWN liefert die Supergroup der Dead Daisies wieder solide eingängigen Party-Rock’n’Roll ab:

Schnörkelloser Southern Rock mit Country- und Hard-Rock-Einflüssen. Diese erdige Mischung haben Blackberry Smoke perfektioniert und schaffen es doch immer wieder, ihre großen Vorbilder und sich selbst nicht zu kopieren:

Den fusionierenden Sound von Rainbow Kitten Surprise kann man nur schwer in Worte fassen. Am besten, man lässt die neue Platte einfach klanglich auf sich wirken:

The Dead Daisies – BURN IT DOWN

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Dead Daisies Burn It Down

Keine Experimente!

Arbeitseifer ist für die Dead Dai­sies kein Fremdwort. Das vergangene Jahr verbrachte die Super­group mit Ex-Musikern von Mötley Crüe, Whitesnake und Thin Lizzy größtenteils auf Tour und promotete dabei ihr sehr gelungenes Live-Album LIVE & LOUDER. Kaum hat 2018 begonnen, schon schieben die Jungs um Sänger John Corabi ihr viertes Studio-Album innerhalb von fünf Jahren nach. Eine überraschende Wende in der musikalischen Aus­richtung gibt es beim Quintett nicht. Lediglich Deen Castronovo (Bad English) hat Brian Tichy hinterm Schlagzeug ersetzt. Die erlauchten Her­ren, zu denen noch die Erstliga-Rocker Doug Aldrich (Whitesnake, Dio), David Lowy (Red Phoe­nix) und Marco Mendoza (Thin Lizzy, White­snake) gehören, verschmelzen immer noch das Beste des 70er-Jahre-Hardrock zu einem soliden, kompakten Classic-Rock-Album mit starker Blues-Färbung. Auch wenn das Songwriting recht vorhersehbar ausgefallen ist – die zehn Songs machen Laune und gehen ins Ohr. Die raue, aber gefühlvolle Stimme Corabis harmoniert gut mit Aldrichs Gitarrenspiel. Der frühere Aero­smith-Produzent Marti Frederiksen hat dem Quintett zudem einen druckvollen Sound verpasst.

7/10

Text: Matthias Bossaller

The Dead Daisies
BURN IT DOWN
MUSIC/SPV

Blackberry Smoke – FIND A LIGHT

Blackberry Smoke Find A Light

Hotlanta!

„Hotlanta“ steht einerseits für das sexy Nachtleben der Hauptstadt Georgias. Andererseits aber auch für die fast schon extremen Som­mertemperaturen kombiniert mit drückender Schwüle in der knapp 500.000 Ein­wohner zählenden Stadt. ›Hot ’Lanta‹ ist auch ein Song der Allman Brothers, der ausschließlich auf dem Album AT FILLMORE EAST zu finden ist. Und genau in diesem Genre sind Blackberry Smoke auch zu Hause. Ihr sechstes Studioalbum FIND A LIGHT macht Hoffnung, dass die Welt weiterhin Bock auf schnörkellosen Southern-Country-Folk-Hardrock hat. Denn wenn nicht (ein Blick auf die aktuellen englischen Charts lässt den Fan von Gitarrenklängen leichenblass werden), verpasst man eine der besten Platten des noch jungen Jahres. Die Erweiterungen und Entwicklungen seit dem Vorgänger LIKE AN ARROW (2016) klingen mühelos und ungekünstelt. Kein Wunder, denn das Quintett kommt seit seiner Gründung im Jahre 2000 ohne Besetzungswechsel aus und spielt im Studio immer alle Tracks zusammen ein. Der Opener ›Flesh And Bone‹ geht locker als härtestes Stück der Band durch, das flott-drückende ›Run Away From It All‹ (Jason Isbell/Tom Petty-Melange) markiert schon früh den besten Track. ›The Crooked Kind‹ ist ein flotter Southern-Rocker im Black-Crowes-Style, ›Best Seat In The House‹ Americana-Pop, ›Let Me Down Easy‹ (mit Amanda Shires als Gast-Sängerin) eine feine Singer-Songwriter Ballade im Stile von Gram Parsons und Emmylou Harris. ›Nobody Gives A Damn‹, ein Geradeaus-Rocker, hätte sich auch im Repertoire der Georgia Satellites sehr gut gemacht. Weitere Attraktionen sind der Midtempo-Schleicher ›Me­­dicate My Mind‹, die Country-Ballade ›I’ve Got This Song‹ sowie die hübsche Akustik-Nummer ›Mother Mountain‹, dargeboten mit den Wood Brothers.

Blackberry Smoke
FIND A LIGHT
EARACHE/ADA/WARNER

Rainbow Kitten Surprise – HOW TO: FRIEND, LOVE, FREEFALL

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Rainbow Kitten Surprise How To Friend Love Freefall

Stilpluralität und überbordende Texte. Trotzdem nicht anstrengend.

Es ist nicht leicht, eine Platte zu beschreiben, die sich jeder Ein­ordnung entzieht. Zwar haben Rainbow Kitten Surprise ihr zweites Album in Nashville aufgenommen, mit der dort oft produzierten Country-Kon­fektionsware hat es allerdings wenig zu tun. Genau wie mit Country allgemein. Grob könnte man die Gruppe aus North Carolina vielleicht in den Bereich Indierock und -pop einsortieren. Ge­­nauso präsent sind allerdings die Nachdenk­lichkeiten des Folk, die Emphase von Gospel und die Coolness des HipHop. Das schwebende, mä­­andernde ›Moody Orange‹ könnte fast ebenso gut auf der neuen Platte von Frank Ocean seinen Platz haben, die emotionalen Harmoniegesänge der Band erinnern an Alt-J, nur mit weniger Pathos und Kitsch, ›Matchbox‹ steigert sich nach schüchternem Beginn zu einem Rocker im Stil der frühen Kings Of Leon. Zugleich ist HOW TO: FRIEND, LOVE, FREEFALL ganz klar ein Songwriter-Album, auf dem Sänger Sam Melo in ausschweifenden Texten, mal verletzlich, mal cool, von, wie der Titel sagt, Freundschaft und Liebe erzählt, von Ein­samkeit und auch von der Angst, sich zu seinem Schwulsein zu bekennen. Ein zweifellos komplexes Album, das seine Zeit braucht, aber mit jedem weiteren Durchlauf gewinnt. Und von Beginn an Spaß macht.

8/10

Rainbow Kitten Surprise
HOW TO: FRIEND, LOVE, FREEFALL
ATLANTIC/WARNER