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Start Blog Seite 652

Cosmic Psychos – LOUDMOUTH SOUP

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Blau aufm Bau.

Australier sind besondere Menschen, die Rockbands aus Down Under auch. Die Cosmic Psychos sind ein Paradebeispiel dieser Gattung. Nach über 30 Jahren genießen sie gerade ihren dritten Früh­ling. Warum das so ist, wissen sie selbst nicht so genau, aber es ist ihnen auch egal. Das Trio, das nur selten probt, klingt wahrscheinlich genau deshalb so frisch, als würde hier eine Horde Mittzwanziger gegen den Ernst des Lebens und das Spießertum an sich ansingen. Machen wir es kurz, so wie das zehnte Studioalbum: Die Cosmic Psychos sind das pazifische Pendant zu den Dimple Minds, sie singen überwiegend über Themen der Ge­­selligkeit. Statt ›Blau aufm Bau‹ heißt es bei ihnen dann ›Feeling Average‹ (Slang für Hangover), die ›100 Cans Of Beer‹ dürfen natürlich nicht fehlen. Es geht um ›Dogshit‹ und den ›Moon Over Victoria‹, man ist eben heimatverbunden. Musikalisch könnte man diese Schnittmenge aus Punk, Garagen-Krach, frühem Grunge und derben Texten leicht verteufeln, in Hamburger Nachrichten-Maga­zinen oder deren Online-Ablegern dürfte man schon beim ersten Song das Näschen angewidert rümpfen. Ziel also erreicht. Prost!

7/10

Cosmic Psychos
LOUDMOUTH SOUP
SUBWAY/CARGO

Manic Street Preachers – RESISTANCE IS FUTILE

Zurück in die Vergangenheit?

Ab und an haben die Manic Street Preachers mit durchschnittlichen Alben zu kämpfen. Das bislang letzte, FUTUROLOGY (2014), war so ein Werk. Keines­falls komplett zu übergehen, aber eben auch nicht richtig überzeugend oder in der Lage, es mit einem der Klassiker wie GENERATION TERRORISTS, EVERYTHING MUST GO, SEND AWAY THE TIGERS oder REWIND THE FILM aufzunehmen. Zwei nicht überzeugende Werke hintereinander hat das Trio bislang noch nicht zustande gebracht. Was sagt das jetzt über RESISTANCE IS FUTILE? Zu Beginn erst einmal nicht allzu viel. Die Waliser liefern hier ihr mit großem Abstand poppigstes Werk ab. Glam-Pop im übertragenen Sinne. Die Gitarren nehmen sich sehr zurück, Aggression ist nicht zu erkennen. Darüber gelegt ist ein Streicher-Filter, den man schon von zahlreichen älteren Arbeiten kennt. Das Album klingt optimistisch, dagegen ist nichts zu sagen – wenn denn die Songs stimmen. Und genau da liegt das Problem des Werks. RESISTANCE IS FUTILE plätschert ein wenig orientierungslos vor sich hin, kann sich nicht so recht entscheiden was es eigentlich sein will. Ich will es mögen, aber die Brücke lässt sich leider nicht zufriedenstellend schlagen. ›Inter­national Blue‹, die erste Single, hat den Appeal, ›Distant Colours‹ kann es auch. ›People Give In‹, der Opener, ist der beste Track. Doch nach hinten raus gibt es jede Menge Leerlauf. Sie wollten ein Album zwischen GENERATION TERRORISTS und EVERY­THING MUST GO realisieren – das hat unterm Strich nicht geklappt.

6/10

Manic Street Preachers
RESISTANCE IS FUTILE
SONY

Romano Nervoso – I DON’T TRUST ANYBODY WHO DOESN’T LIKE ROCK’N’ROLL

La Dolce Vita, Rock’n’Roll-Style.

Schon der identitätsstiftende Titel verspricht Herrliches, das sympathische Cover schüttet zusätzlich Benzin ins Feuer der Neugierde: Es zeigt den Schrittausschnitt des Künstlers, gewandet in Paillettenhose, roter Lederjacke und Gürtel mit Schnalle in Blitzform. Romano Nervoso, der selbsterklärte „King Of Spaghetti-Rock“, legt im Opener ›American Dream‹ mit gutgelauntem Ramones-Pop ordentlich los und lässt sich auch im folgenden ›Rather Kill A Man‹ von der eingeschlagenen Schiene nicht abbringen. Der Fuß wippt, der Kopf nickt, dieser Mischung kann man sich nicht entziehen. Hier treffen Punk und Pop aufeinander, die New York Dolls auf Marc Bolan, frühe AC/DC auf Boogie- Woogie, Partybeats auf italienisch akzentuiertes Englisch, pseudomaskulines Gehabe auf Glitzer. Der extravagante Frontmann legt zusammen mit seiner belgischen Combo ganz schön Tempo an den Tag, die Lyrics sprühen vor Witz, die simplen, aber effektiven Hooks tun ihr Übriges. Sogar ein paar sonnengetränkte Ein­sprengsel in der Muttersprache gibt es im eher melancholischen ›Looking For Sun‹ zu hören, inklusive erhabener „O sole mio“-Rufe im ›Bohemian Rhapsody‹-Stil. Das abschließende ›Meet The 300 Sicilians‹ klingt wie die italienische Version von ›Knights Of Cydonia‹. Bravo, Romano!

8/10

Romano Nervoso
I DON’T TRUST ANYBODY WHO DOESN’T LIKE ROCK’N’ROLL
Mottow Soundz

The Damned – EVIL SPIRITS

Mehr Zwischentöne, klare Haltung.

Tony Visconti wollte schon immer mal ein Album von dieser Band produzieren, ist aber nie dazu gekommen. Ende letzten Jahres waren dann aber mal neun Tage in seinem Kalender frei. Da hat er die alten Helden zu sich ins Atomic Sound nach Brooklyn gerufen. Mit dabei waren Sänger Dave Vanian, Captain Sensible an der Gitarre, Keyboarder Monty Oxymoron, Drummer Pinch und der aus den frühen 80ern bekannte (und ehemalige Hot Rod) Paul Gray am Bass. Es ist besser, wenn man sich nichts in der Richtung von ›New Rose‹, ›Neat Neat Neat‹ oder ›See Her Tonite‹ vorstellt. Ein Punk-Revival findet nicht statt. Mehr Anknüpfungspunkte gibt es für Anhänger, die auch zu Zeiten von THE BLACK ALBUM oder PHANTAS­MAGORIA zu The Damned gehalten haben. ›Standing On The Edge Of Tomorrow‹ ist ein brillanter Opener. Es geht darum, wie man im Angesicht von Endzeitstimmung nicht die Zuversicht verliert. In der zweiten Hälfte zieht das Album dann richtig an. Durch ›Sonar Deceit‹ läuft der beinbewegende Beat aus ›A Town Called Malice‹. Bei ›Procrastination‹ handelt es sich um eine Beschwerde gegen die Faulheit und in ›The Daily Liar‹ wird es gegen Ende hin richtig turbulent. Ganz können sich The Damned nicht beruhigen. Gut so.

8/10

The Damned
EVIL SPIRITS
SPINEFARM/UNIVERSAL

Aktuelle Ausgabe: Das erwartet euch im neuen CLASSIC ROCK MAGAZIN

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Classic Rock Ausgabe 70

Ghost: Der Papst ist tot

Für einen Teil der Menschheit sind die mysteriösen Maskenträger um Tobias Forge eine der besten Rockbands der Gegenwart, für den anderen Teil ein grandios überbewerteter Cabaret-Act. Sicher ist: Die Maskerade kommt nicht überall an. Sicher ist aber auch: Die Musik ist qualitativ über jeden Zweifel erhaben.

Wir sprachen mit Tobias Forge – und lernten einen nachdenklichen und eloquenten Künstler kennen, dem das theatralische Element und das Spiel mit den Identitäten ungeheuer wichtig sind: die Bühnenshow als Gesamtkunstwerk.

Kommerzielles Kalkül? Fehlanzeige. Der Mann tut einfach das, was er tun will, der Rest scheint ihm nicht so wichtig. Und das kann man beileibe nicht von allen Acts im Rockzirkus behaupten, oder? Ob mit oder ohne Maske.

Das neue Heft ist ab dem 19. April im Handel erhältlich. Hier könnt ihr euch schon jetzt die neue Ausgabe online und versandkostenfrei bestellen …

roger waters is this the life we really want

Roger Waters: Fliegende Trumps

Von wegen reines Entertainment: Roger Waters inszeniert Polit-Rock-Spektakel mit aufblasbaren Tieren und Politikern. Im Mai/Juni gastiert er damit in Deutschland. Für das ehemalige Pink-Floyd-Mastermind ein willkommener Anlass, um mit Donald Trump, der Palästinenserpolitik der Regierung Netanjahu, dem Zeitgeist, aber auch seiner alten Band abzurechnen. Und wie…

Def Leppard: 40 Jahre voller Adrenalin

Elf Studioalben, Dutzende Hitsingles, mehr als 100 Millionen verkaufte Platten, ein beinahe tödlicher Autounfall, ein tragischer Todesfall… Das und noch so viel mehr ist die Geschichte der ersten 40 Jahre von Def Leppard.

johnny cash

Johnny Cash: Stärker als der Tod

Auf dem Album FOREVER WORDS haben prominente Kollegen wie Kris Kristofferson, Elvis Costello und Chris Cornell aus neu entdeckten Texten der Country-Ikone komplette Songs gemacht. CLASSIC ROCK sprach mit John Carter Cash, dem Sohn von Johnny Cash und June Carter, über das Vermächtnis, die Liebe und den Glauben seines Vaters.

Außerdem im Heft: Joan Jett, Foreigner, The Damned, Kansas, The Sheepdogs, die Manic Street Prechers, Black Stone Cherry, die Stone Temple Pilots u.v.m.

Wie immer inklusive CD im Heft, u.a. mit Songs von Mos Generator, The Lazys, Lee Aaron, The Sheepdogs, Fuck Yeah und The Dean Ween Group.

Das neue Heft ist ab dem 19. April im Handel erhältlich. Hier könnt ihr euch schon jetzt die neue Ausgabe online und versandkostenfrei bestellen …

Top 10: Songs für Rechenkünstler

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rolling stones promoMal eben den Abakus gezückt und flott die Rechenperlen umhergeschoben: Wenn sechs jetzt neun wäre, man dann zurück zu Null geht und das Ergebnis von zwei plus zwei nicht bekannt ist, dann kommt am Ende die Top 10 der empfehlenswertesten Songs für Rechenkünstler heraus…

10. The Rolling Stones – ›Back To Zero‹

9. The Beatles – ›One After 909‹

8. Styx – ›Pieces Of Eight‹

7. Love – ›7 And 7 Is‹

6. Jimi Hendrix Experience – ›If 6 Was 9‹

Brian Wilson: Das Beach-Boys-Genie kommt nach Deutschland

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brian wilson promoIm Sommer gibt Brian Wilson hierzulande ein exklusives Konzert. Im Gepäck hat er sein Jahrhundert-Album PET SOUNDS.

Brian Wilson kommt nach Deutschland. Am 16. August spielt der Chefkomponist der Beach Boys im Admiralspalast in Berlin – präsentiert von CLASSIC ROCK.

Dort führt Wilson das bekannteste Werk seiner Band auf: PET SOUNDS von 1966. Die Platte gilt dank ihres so experimentellen wie einnehmenden Sounds als eines der größten Alben der Rockgeschichte – und inspirierte die Beatles zum im Folgejahr veröffentlichten SGT. PEPPER’S LONELY HEARTS CLUB BAND.

Neben den Songs von PET SOUNDS wird es Solo-Material von Wilson sowie Beach-Boys-Hits wie ›California Girls‹ oder ›Dance, Dance, Dance‹ zu hören geben. Begleitet wird Wilson von Al Jardine, dessen Sohn Matt sowie Gitarrist und Sänger Blondie Chaplin.

Tickets für „Brian Wilson presents ‚Pet Sounds’“ gibts ab dem 13. April auf www.eventim.de und ab dem 16. April im allgemeinen Vorverkauf.

Foreigner: Neue Version von ›Say You Will‹ mit Orchester

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Foreigner haben sich mit einem Symphonieorchester zusammengetan und ihre größten Hits mit klassischen Anleihen untermalt.

Das Konzept ist nicht ganz neu: Rockstars fusionieren mit großen Orchestern, um ihrer Musik nochmal einen ganz neuen Anstrich zu verpassen.

Auch Foreigner haben jetzt auf das Klassikpferd gesetzt und bringen Ende April ihr neues Album FOREIGNER WITH THE 21ST CENTURY ORCHESTRA & CHORUS raus, für welches Hits wie ›Jukebox Hero‹, ›Cold As Ice‹ und Co. neu aufgenommen wurden.

Schon heute gibt es einen kleinen Vorgeschmack in Form eines ersten Videos der Aufnahmen.

Sehr hier Foreigner und Orchester mit ›Say You Will‹: