Review: Cosmic Psychos – LOUDMOUTH SOUP

Blau aufm Bau.

Australier sind besondere Menschen, die Rockbands aus Down Under auch. Die Cosmic Psychos sind ein Paradebeispiel dieser Gattung. Nach über 30 Jahren genießen sie gerade ihren dritten Früh­ling. Warum das so ist, wissen sie selbst nicht so genau, aber es ist ihnen auch egal. Das Trio, das nur selten probt, klingt wahrscheinlich genau deshalb so frisch, als würde hier eine Horde Mittzwanziger gegen den Ernst des Lebens und das Spießertum an sich ansingen. Machen wir es kurz, so wie das zehnte Studioalbum: Die Cosmic Psychos sind das pazifische Pendant zu den Dimple Minds, sie singen überwiegend über Themen der Ge­­selligkeit. Statt ›Blau aufm Bau‹ heißt es bei ihnen dann ›Feeling Average‹ (Slang für Hangover), die ›100 Cans Of Beer‹ dürfen natürlich nicht fehlen. Es geht um ›Dogshit‹ und den ›Moon Over Victoria‹, man ist eben heimatverbunden. Musikalisch könnte man diese Schnittmenge aus Punk, Garagen-Krach, frühem Grunge und derben Texten leicht verteufeln, in Hamburger Nachrichten-Maga­zinen oder deren Online-Ablegern dürfte man schon beim ersten Song das Näschen angewidert rümpfen. Ziel also erreicht. Prost!

7/10

Cosmic Psychos
LOUDMOUTH SOUP
SUBWAY/CARGO

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