Review: The Damned – EVIL SPIRITS

Mehr Zwischentöne, klare Haltung.

Tony Visconti wollte schon immer mal ein Album von dieser Band produzieren, ist aber nie dazu gekommen. Ende letzten Jahres waren dann aber mal neun Tage in seinem Kalender frei. Da hat er die alten Helden zu sich ins Atomic Sound nach Brooklyn gerufen. Mit dabei waren Sänger Dave Vanian, Captain Sensible an der Gitarre, Keyboarder Monty Oxymoron, Drummer Pinch und der aus den frühen 80ern bekannte (und ehemalige Hot Rod) Paul Gray am Bass. Es ist besser, wenn man sich nichts in der Richtung von ›New Rose‹, ›Neat Neat Neat‹ oder ›See Her Tonite‹ vorstellt. Ein Punk-Revival findet nicht statt. Mehr Anknüpfungspunkte gibt es für Anhänger, die auch zu Zeiten von THE BLACK ALBUM oder PHANTAS­MAGORIA zu The Damned gehalten haben. ›Standing On The Edge Of Tomorrow‹ ist ein brillanter Opener. Es geht darum, wie man im Angesicht von Endzeitstimmung nicht die Zuversicht verliert. In der zweiten Hälfte zieht das Album dann richtig an. Durch ›Sonar Deceit‹ läuft der beinbewegende Beat aus ›A Town Called Malice‹. Bei ›Procrastination‹ handelt es sich um eine Beschwerde gegen die Faulheit und in ›The Daily Liar‹ wird es gegen Ende hin richtig turbulent. Ganz können sich The Damned nicht beruhigen. Gut so.

8/10

The Damned
EVIL SPIRITS
SPINEFARM/UNIVERSAL

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