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Start Blog Seite 582

Axl Rose: Wettert gegen Trump

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Die Republikaner verwenden im Wahlkampf Songs von Guns N‘ Roses. Das lässt sich Axl nicht gefallen…

Am 06. November finden in den USA die Midterm-Wahlen statt, der Wahlkampf läuft deswegen auf Hochtouren. Da kommt es schon mal vor, dass die Republikaner um Präsident Trump mit beliebten Liedern aus der Pop- und Rockmusik für sich und ihr politisches Anliegen werben.

Nach Künstlern wie Steven Tyler von Aerosmith oder Elton John legt nun auch Axl Rose ein klares Veto ein: Trump solle gefälligst die Finger von Guns N‘ Roses-Songs lassen, so der Frontmann auf Twitter: „Nur, damit ihr Bescheid wisst. GNR, wie auch viele weitere Künstler, widersetzen sich dem unautorisierten Gebrauch ihrer Musik bei politischen Events und allen mit Trump in Verbindung stehenden Veranstaltungen.“

Außerdem würde die Regierung diverse gesetzliche Grauzonen und Schlupflöcher nutzen, um ohne die Zustimmung des jeweiligen Künstlers dessen Musik für ihre Zwecke nutzen zu können. Bereits letzte Woche hatte Rose eindeutig dazu aufgerufen, bei den Wahlen für die Demokraten zu stimmen.

Bruce Springsteen: Broadway-Album kommt im Dezember

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Bruce Springsteen Broadway AlbumMehr als 200 Shows hat Bruce Springsteen seit 2017 am Broadway in New York gespielt. Jetzt kommt die Platte zur Tour – und einen ersten Song gibts schon zu hören.

SPRINGSTEEN ON BROADWAY ist eine Zusammenfassung von Bruce Springsteens Konzertreihe in New York, die seit Oktober 2017 und noch bis Dezember 2018 läuft. Bei den Auftritten ist der Superstar solo an Klavier und Gitarre zu erleben.

Auf dem Live-Album finden sich Songs aus nahezu der gesamten Karriere des Songwriters, von ›Growin‘ Up‹ über ›Born In the U.S.A.‹ bis zu ›Long Time Comin’‹. Zwischen die Stücke sind gesprochene Passagen eingeflochten, in denen Springsteen – basierend auf seiner Autobiografie „Born To Run“ – aus seinem Leben erzählt.

Für seine Broadway-Shows wurde der Sänger mit dem renommierten Tony Award ausgezeichnet, parallel zu SPRINGSTEEN ON BROADWAY erscheint am 16. Dezember ein Neflix-Special selben Namens. Das Album kommt zwei Tage früher als Doppel-CD oder 4-LP-Set. Mit ›Land Of Hope And Dreams‹ kann man sich ab sofort einen Song daraus anhören.

Bruce Springsteen am Broadway:

CD 1
1. Growin‘ Up (Introduction)
2. Growin‘ Up
3. My Hometown (Introduction)
4. My Hometown
5. My Father’s House (Introduction)
6. My Father’s House
7. The Wish (Introduction)
8. The Wish – Out (Introduction & Song)
9. Thunder Road (Introduction)
10. Thunder Road
11. The Promised Land (Introduction)
12. The Promised Land

CD 2
1. Born In the U.S.A.
2. Born In the U.S.A.
3. Tenth Avenue Freeze-Out (Introduction)
4. Tenth Avenue Freeze-Out
5. Tougher Than the Rest (Introduction)
6. Tougher Than the Rest
7. Brilliant Disguise (Introduction)
8. Brilliant Disguise
9. Long Time Comin‘ (Introduction)
10. Long Time Comin‘
11. The Ghost of Tom Joad (Introduction)
12. The Ghost of Tom Joad
13. The Rising
14. Dancing In the Dark (Introduction)
15. Dancing In the Dark
16. Land of Hope and Dreams
17. Born to Run (Introduction)
18. Born to Run

Der Trailer zu SPRINGSTEEN ON BROADWAY:

CLASSIC ROCK präsentiert: Tourdaten von Marillion, Toto, Wishbone Ash u.v.m.!

PhilCampbell2017gTOUR DES MONATS: PHIL CAMPBELL AND THE BASTARD SONS
rodeostar.com
Zusammen mit seinen Söhnen Todd, Dane und Tyla und Sänger Neil Starr präsentiert der ehemalige Motörhead-Gitarrist handfesten Rock’n’Roll, seine schmissigen und unverkennbaren Riffs natürlich inklusive.

27.11. Köln, Luxor
28.11. Bochum, Rockpalast
29.11. Leipzig, Hellraiser
30.11. Annaberg-Buchholz, Alte Brauerei
01.12. Stuttgart, Club CANN
03.12. Nürnberg, Hirsch
04.12. Aschaffenburg, Colos-Saal
05.12. Ausgburg, Spectrum
07.12. Dresden, Beatpol
08.12. Weinheim, Café Central

AMIGO THE DEVIL
wizpro.com
Als „Murderfolk“ bezeichnet Amigo The Devil seinen Musikstil, der als wundervolle Mischung aus Country, Folk und morbiden Mitsingtexten bezeichnet werden kann.

18.12. Berlin, Musik & Frieden
20.12. München, Zehner
19.12. Hamburg, Hard Rock Café (Eintritt frei!)

THE ANALOGUES perform THE WHITE ALBUM
wizpro.com
Die Analogues gelten als eine der besten The-Beatles-Tribute-Bands überhaupt und bringen das weiße Album vom ersten bis zum letzten Song live auf die Bühne.

20.03. Berlin, Huxleys
21.03. Hamburg, Mehr! Theater
22.03. Bremen, Metropol Theater
26.03. Hannover, Theater am Aegi
27.03. Köln, E-Werk
28.03. Essen, Colosseum Theater
29.03. Stuttgart, Theaterhaus T1
10.04. Offenbach, Capitol Theater
11.04. Freiburg, Konzerthaus
12.04. München, Circus Krone

THE AUSTRALIAN PINK FLOYD SHOW
fkpscorpio.com
Den Spirit von Pink Floyd authentisch und hautnah erleben können. Das garantiert die Australian Pink Floyd Show nun schon seit 30 Jahren.

02.03. Hannover, Swiss Life Hall
03.03. Hamburg, Barclaycard Arena
04.03. Bremen, Halle 7
05.03. Berlin, Tempodrom
07.03. München, Zenith
08.03. Würzburg, S. Oliver Arena
10.03. Münster, Halle Münsterland
11.03. Hof, Freiheitshalle
12.03. Göttingen, Lokhalle
13.03. Nürnberg, Meistersingerhalle
15.03. Kempten, Big Box
16.03. Regensburg, Donau Arena
18.03. Stuttgart, Porsche Arena
19.03. Mannheim, SAP Arena
20.03. Suhl, CCS
22.03. Trier, Arena
23.03. Oberhausen, König Pilsener Arena
25.03. Köln, Lanxess Arena
26.03. Freiburg, Sick Arena
28.03. Rostock, Stadthalle
29.03. Magdeburg, GETEC Arena
30.03. Frankfurt, Jahrhunderthalle
31.03. Frankfurt, Jahrhunderthalle

ARKELLS + FELIX HAGAN AND THE FAMILY
arkellsmusic.com
Arkells, die Rockgiganten aus Toronto, statten Deutschland im Rahmen ihrer Europa-Tour einen Besuch ab. Mit dabei ist der Londoner Felix Hagan mit seiner Family.

16.11. Köln, Luxor
17.11. Berlin, BiNuu
18.11. Hamburg, Knust

BLACK HONEY
fkpscorpio.com
Jung, bunt, durchgedreht! Wer Lust hat auf so eine wilde Mischung, der sollte sich die Indierocker aus Brighton mal genauer anschauen.
05.11. Hamburg, Molotow
06.11. Berlin, Cassiopeia
08.11. Köln, MTC

LUKE COMBS
wizpro.com
Singer/Songwriter und Country-Musiker Luke Combs kommt für eine exklusive Show nach Deutschland.

11.10. Berlin, Columbia

FISH
assconcerts.com
Fish, bekannt als ehemaliger Sänger der Rockband Marillion, wird bald sein im September erscheinendes Album WELTSCHMERZ live vorstellen.

03.11. Erfurt, Stadtgarten
04.11. Augsburg, Spectrum
08.11. Bensheim, Musiktheater Rex
09.11. Karlsruhe, Substage
11.11. München, Backstage
12.11. Nürnberg, Hirsch
14.11. Saarbrücken, Garage

SHAKEY GRAVES
schoneberg.de
Der „Gentleman aus Texas“ liefert eine feine Mischung aus Blues, Folk und Rock’n’Roll und bringt diese galant unter die Leute.

04.11. Berlin, Heimathafen
05.11. Hamburg, Gruenspan
08.11. München, Freiheiz

JIMMY BARNES
jimmybarnes.com
Jimmy ‚Barnesy‘ Barnes gehört zu den wichtigsten Protagonisten der Szene Down Under, der ehemalige Cold Chisel-Frontmann ist das Herz und die Seele des australischen Rock’n’Roll.

15.12. Winterbach, Lehenbachhalle
16.12. Bensheim, Rex

BIRTH OF JOY
starkult.de
Schartig, laut und aufbegehrend. Dazu wurden Kevin Stunnenberg, Bob Hogenelst und Gertjan Gutman von Blues-Rock und Psychedelic-Rock der 1960er und 70er stark beeinflusst.

22.11. Osnabrück, Westwerk
23.11. Frankfurt/M., Nachtleben
29.11. Berlin, Cassiopeia
30.11. Münster, Rare Guitar

BUCKCHERRY
contrapromotion.com
Dreckig, laut, sexy: Die Neo-Sleazer von Buckcherry bringen jede Party zum Kochen!

19.02. Bochum, Zeche
20.02. Hamburg, Markthalle
24.02. Saarbrücken, Garage

THE CADILLAC THREE
wizpro.com
The Cadillac Three verpassen ihrer Heimat, der Country-Hochburg Nashville, eine musikalische Verjüngungskur mit ihrem urig instrumentierten und zugleich aufregenden Mix aus Southern Rock, Country, Folk und eingängigem Radio-Sound.

30.11. Isernhagen, Blues Garage
01.12. Berlin, Frannz Club
02.12. Köln, Luxor

ERIK COHEN
starkult.de
Als „New Wave Of German Rockmusic“ bezeichnet der Kieler Solokünstler Daniel Geiger alias Erik Cohen seine dunklen Klänge. Wie sich das wohl anhören mag, kann an folgenden Terminen live ausgecheckt werden:

01.12. Flensburg, Volksbad
14.03. Hamburg, Hafenklang
15.03. Münster, Café Sputnik
16.03. Saarbrücken, Kleiner Klub
06.04. Kiel, Orange Club

CHARLES ESTEN
wizpro.com
Ein echter Alleskönner: Charles Esten ist nicht nur Schauspieler, sondern auch begnadeter Country-Musiker. Sein Talent wird er an folgenden Terminen unter Beweis stellen:

23.01. Hamburg, Docks
25.01. Köln, Kantine
27.01. Hannover, Capitol
28.01. Berlin, Heimathafen
29.01. München, Muffathalle

BRIAN FALLON Songs & Stories
fkpscorpio.com
Bekannt geworden ist Brian Fallon durch seine Band The Gaslight Anthem, doch auch als Solokünstler beeindruckt er mit seinen lyrischen und musikalischen Fähigkeiten.

13.02. Bochum, Christuskirche (Ausverkauft!)
15.02. München, Neue Theaterfabrik (Ausverkauft!)
19.02. Hamburg, Markthalle
20.02. Hannover, Capitol

FANTASTIC NEGRITO
fkpscorpio.com
Mit brandneuem Album im Gepäck bringt Xavier Amin Dphrepaulezz seine erdige Mischung aus Roots und Rhythm N‘ Blues auf deutsche Bühnen.

19.11. Hamburg, Knust
20.11. Köln, Luxor

THE GRAND EAST
thegrandeast.nl
Als „Rock’n’Soul“ bezeichnen die Holländer ihren tanzbaren Musikmix. Dazu gesellen sich viel Southern Rock, Groove und hypnotische Doors-Elemente.

17.11. Udestedt, Winterblues (ABGESAGT!)
18.11. Viechtach, Altes Spital (ABGESAGT!)
19.11. München, Zehner (ABGESAGT!)
20.11. Dresden, Ostpol (ABGESAGT!)

LARKIN POE
wizpro.com
Larkin Poe ist eine Roots-Rock-Band um die Geschwister Rebecca und Megan Lovell und wird oft als „Die kleine Schwester der Allman Brothers“ bezeichnet. Ein echtes Kompliment!

23.11. Berlin, Musik & Frieden
25.11. Köln, Luxor
26.11. München, Strom

THE LAZYS
fkpscorpio.com
The Lazys machen mit ihrer ganz eigenen Art von australischem Hardrock Hoffnung darauf, dass ein musikalisches Weiterleben nach AC/DC vielleicht doch möglich ist.

21.02. Köln, Blue Shell
22.02. Osnabrück, Bastard Club
23.02. Hannover, Lux
24.02. Hamburg, Hafenklang
26.02. Berlin, Musik & Frieden
27.02. Leipzig, Naumanns
28.02. München, Orangehouse
01.03. Würzburg, Cairo

KADAVAR with special guest MONOLORD
kingstar-music.com
Gute Zeiten, harte Zeiten erwarten euch auf der kommenden Konzertreise von Kadavar. Auf ihrer Headliner-Tour werden die Berliner Neu-Giganten des Rock von Monolord begleitet werden.

20.11. Bielefeld, Forum
22.11. Karlsruhe, Substage
23.11. Leipzig, Conne Island
24.11. Schweinfurt, Alter Stattbahnhof
25.11. Neukirchen, Sägewerk
27.11. Cham, La Cham
28.11. Munich, Backstage
29.11. Bochum, Zeche
30.11. Saarbrücken, Garage
01.12. Freiburg, Jazzhaus

MARILLION
mfpconcerts.com
Die britischen Neo-Prog-Legenden machen sich mit ihrer großen „Theatre Tour“ nochmal auf den Weg über die verschiedenen Bühnen dieser Welt.

23.11. Frankfurt, Jahrhunderthalle
25.11. Essen, Colosseum
28.11. Berlin, Admiralspalast
29.11. Erfurt, Alte Oper
01.12. Bremen, Musical Theater
02.12. Hamburg, Mehr Theater
04.12. Stuttgart, Hegel Saal
05.12. Wien, Gasometer

Video der Woche: Lzzy Hale & Nita Strauss bei „WWE Evolution 2018“

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So sieht Frauenpower aus! Bei der ersten rein weiblichen WWE-Veranstaltung eröffneten Lzzy Hale & Nita Strauss den Abend.

WWE Evolution hieß die Wrestling-Show, die in der Nacht auf Montag Geschichte schrieb. Erstmals wurde eine komplette WWE-Großveranstaltung ausschließlich mit Frauen-Matches abgehalten. Und nicht nur im Ring dominierte das weibliche Geschlecht, auch beim Music-Act wurde komplett auf Männer verzichtet.

Die beiden Vorzeige-Gitarrenladies Nita Strauss (Alice Cooper/Solo) und Lzzy Hale (Halestorm) eröffneten das Event mit einer beeindruckenden Performance.

Lzzy Hale & Nita Strauss bei „WWE Evolution 2018“:

Die wahren 100 besten Alben der 80er: Platz 80-71

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Die wahren besten Alben der 80eIhr glaubt, die besten Alben dieser oft belächelten Dekade zu kennen? Dann lasst euch eines Besseren belehren. Wir präsentieren die Platten, die wirklich wichtig waren. Und das ganz ohne BACK IN BLACK.

Willkommen zu unserem monumentalen Countdown der WAHREN 100 besten Alben der 80er – der Auswahl für echte Kenner. Bitte hereinspaziert zu Platz 80 bis 71:

80
Gun
TAKING ON THE WORLD
A&M, 1989

Gehypet, noch bevor ihr erstes Album erschienen war, dauerten die Arbeiten daran so lange, dass manch einer sie schon für am Ende erklärt hatte, bevor sie überhaupt losgelegt hatten. Diese Zweifler wurden Lügen gestraft, als die Schotten dann mit Hymnen am laufenden Band begeisterten: ›Better Days‹, ›Inside Out‹, ›Money (Everybody Loves Her)‹, ›Shame On You‹ und natürlich das Titelstück. In einer Zeit, in der Musik noch rigide in Schubladen gesteckt wurde, war ihr Mix aus Pop und Rock ein frischer Wind. Es war kein Zufall, dass Gun damals gerne ›Let‘s Go Crazy‹ von Prince als Zugabe spielten …
(Text: MJ)
Zeitzeugen: „Dies ist Pop/Rock vom Feinsten mit einer Riesenportion Seele und ganz viel Gefühl.“ („RAW“)

79
Big Country
THE CROSSING
MERCURY, 1983

Stuart Adamson war einst von John Peel als „Großbritanniens Antwort auf Jimi Hendrix“ bezeichnet worden. Mit dem Gitarristenkollegen Bruce Watson perfektionierte er einen Sound, der an Dudelsäcke erinnerte. So wurden Big Country zu Pionieren einer neuen Art des Rock, die Elemente traditioneller keltischer Musik auf eine ganz breite Leinwand pinselte. THE CROSSING wurde auf beiden Seiten des Atlantiks zum Bestseller und zeigte in der Ära des Synthiepop, das epischer Gitarrenrock – siehe U2 – immer noch seinen Platz hatte.
(Text: MJ)
Zeitzeugen: „THE CROSSING erreicht oft die epische Dramatik, nach der es strebt.“

78
Sea Hags
SEA HAGS
CHRYSALIS, 1989

„Wir werden die neuen Guns N‘ Roses sein, falls irgendjemand uns so nennen will“, sagte Frontmann Ron Yocom bei der Veröffentlichung des Debüts seiner Band aus San Francisco. Produziert wurde es von Mike Clink, der auch schon an APPETITE FOR DESTRUCTION gearbeitet hatte. Dem Heroin verfallen, schafften es die Sea Hags aber nie, einen Nachfolger dieses Sleaze-Rock-Meisterwerks abzuliefern.
(Text: PE)
Zeitzeugen: „Diese Platte kommt von Herzen und aus der Gosse.“ („Kerrang!“)

77
Green On Red
GAS FOOD LODGING
ZIPPO, 1985

Die Band aus Tucson erschuf ein explosives Roots-Rock-Opus, das zu gleichen Teilen aus The Band, Meat Puppets und Neil Young zu seiner folkigsten Zeit zu bestehen schien. Chuck Prophets ungezähmte Gitarrenläufe wurden nur vom Urschrei in Dan Stuarts kratziger Vocals eingeholt.
(Text: RH)
Zeitzeugen: „Absolut meisterhaft … einige Songs könnten Klassiker werden.“ („Sounds“)

76
The Gun Club
FIRE OF LOVE
RUBY, 1981

Dieses Ehrfurcht gebietende Debüt von Jeffrey Lee Pierces Band verschmolz Punk, Blues und Psychobilly zu einer alternativen Geschichte des US-Rock‘n‘Roll. FIRE OF LOVE erschien auf dem winzigen Indielabel Ruby und wies den Weg für eine neue Generation von Hoffnungsträgern, nicht zuletzt die White Stripes.
(Text: RH)
Zeitzeugen: „Die dämonische Intensität packt einen an der Gurgel.“ („Melody Maker“)

75
Brian Wilson
BRIAN WILSON
Sire, 1988

Für den Großteil der 80er galt Brian Wilson als vermisst und wurde für kreativ tot gehalten. Tatsächlich wurde er von seinem Psychiater Eugene Landy kontrolliert und ausgebeutet, was den Ruf dieses Albums nachhaltig schädigte. Dabei finden sich hier die Americana-Saga ›Rio Grande‹ im Stil von SMILE und das klassische Wilson-Opus ›Love And Mercy‹ – noch immer sein bester Song seit den 70ern.
(Text: NH)
Zeitzeugen: „Eine umwerfende Erinnerung daran, was dem Pop in all diesen Jahren gefehlt hat.“ („Rolling Stone“)

74
Tom Petty And The Heartbreakers
SOUTHERN ACCENTS
MCA, 1985

Pettys größter Erfolg der 80er war FULL MOON FEVER, produziert von Jeff Lynne und augenscheinlich ein Soloalbum. Doch seine beste Platte war SOUTHERN ACCENTS mit der grandiosen Dixie-Hymne ›Rebels‹, der schrägen Single ›Don‘t Come Around Here No More‹ und dem wunderschönen, elegischen Titelstück.
(Text: PE)
Zeitzeugen: „Pettys Roots-Album, doch die Azente hier sind nicht gerade orthodoxer Southern Rock.“ („Creem“)

73
Steve Earle
COPPERHEAD ROAD
MCA, 1988

Steve Earle ließ den Mainstream-Rock seiner ersten beiden Platten hinter sich und bezeichnete COPPERHEAD ROAD als „Heavy Metal Bluegrass“. Dazu kam ein bisschen keltischer Folk inklusive Gastauftritt von den Pogues sowie eine ordentliche Dosis Antikriegs-Polemik – das Ergebnis war überragend, auch wenn weitaus weniger leicht verdaulich.
(Text: RH)
Zeitzeugen: „Härter als die beiden Vorgänger … eine raue Dosis Rock‘n‘Roll.“ („Rolling Stone“)

72
Dan Reed Network
SLAM
MERCURY, 1989

Es hätte ihr SLIPPERY WHEN WET werden sollen. Stattdessen wurde das zweite Album der Band zum verlorenen Klassiker – eine Funk-Rock-Tour-de-Force, produziert von Nile Rodgers und von so vielen tollen Songs beseelt, ob Tanzbares wie ›Tiger In A Dress‹ und ›Make It Easy› oder großartige Balladen wie ›Rainbow Child‹ und ›Stronger Than Steel‹.
(Text: PE)
Zeitzeugen: „Davor war Rock nie so funky und Funk nie so rockig.“ („Sounds“)

71
Cinderella
LONG COLD WINTER
MERCURY, 1988

Rückblickend war diese Platte richtungsweisend: Cinderella kehrten dem euphorischen Hair-Metal von NIGHT SONGS den Rücken und legten ein Werk voller Dunkelheit und Tiefe vor. Vom Grunge war es allerdings noch weit entfernt. ›Gypsy Road‹ und ›The Last Mile‹ sind perfekter Cock-Rock, während ›Don‘t Know What You‘ve Got (Til It‘s Gone)‹ als tränenreiche, aufrichtige Ballade begeistert. Doch der Tonfall hier ist eindeutig erwachsener und Tom Keifer gab damit seine Visitenkarte als talentierter Songwriter ab.
(Text: JH)
Zeitzeugen: „Zeigt einen bewundernswerten Willen, mal etwas anderes zu versuchen.“ („Rolling Stone“)

The Beatles – THE BEATLES

The Beatles - White Album NeuauflageZum 50. Geburtstag: der Weiße Riese auf Vinyl, CD und als Super-Deluxe-Edition.

Es gab Zeiten, in denen das weiße Doppelalbum als unübertroffenes Meisterwerk der fabulösen Vier galt, als Höhepunkt ihrer Karriere. Das war vor allem in den 70ern der Fall, als die stilistische Vielfalt der 30 Tracks perfekt mit dem progressiven Zeitgeist harmonierte – während ihre Werke vor 1967 tendenziell als triviale Popmusik abgetan wurden. Heute hat sich der Blick aufs Weiße – und die längst rehabilitierten Frühwerke – zwar ein wenig verändert, unbestritten ist allerdings auch weiterhin, dass THE BEATLES ein Monument von einem Album darstellt. Trotz der Heterogenität, die es nicht immer wie das Werk einer Band wirken lässt, sondern bisweilen eher wie das Statement dreier Individuen und ihres Schlagzeugers. Ungerechtfertigtes Yoko-Bashing schenken wir uns, dass die Stimmung während der Aufnahmen nicht immer von glänzendster Laune geprägt war, dürfte bekannt sein. Auch über die regulären Tracks muss man nicht viele Worte verlieren, sie gehören zum Kanon der Popmusik des 20. Jahr­hunderts. Erhältlich ist das Werk nun als Doppel- oder Vierfach-LP, als Drei-CD-Deluxe-Version oder als Su­­per-Deluxe-Box mit Buch und sechs CDs plus Blu-ray. Als Zugaben gibt es – je nach Ausgabe – einerseits De­­mo-Aufnahmen, die in Harrisons Landhaus in Esher entstanden sind, andererseits zahlreiche Studio-Outtakes. Für Fans des „Work in Progress“ sind die CDs drei bis sechs der dicken Box wahre Fundgruben, zu­­mal einige der Fragmente, Skizzen und Stücke – etwa Harrisons ›Sour Milk Sea‹, Lennons ›Mean Mr. Mustard‹ oder McCartneys ›Let It Be‹ – gar nicht, oder erst we­­sentlich später unter dem Beatles-Banner veröffentlicht wurden. Lennons ›Nature’s Son‹ mutierte zum ›Jealous Guy‹, eine frühe Version von ›Cry Baby Cry‹ hätte gut zu Procol Harum gepasst, während ›Circles‹ in Rich­tung Pink Floyds zur Zeit von A SAUCERFUL OF SE­­CRETS schielt. Zwar kursierten immer wieder Bootlegs von bescheidener Qualität, doch hier gibt es diese Raritäten, Kuriositäten und Improvisationen in bestmöglicher Klangqualität. Richtiggehend berührend sind vor allem zwei der Unplugged-Demos: Sowohl Harrisons ›While My Guitar Gently Weeps‹, als auch Lennons ›Julia‹ sind von schlichter, zerbrechlicher Schönheit. Karaoke-Freunde können sich indes an einigen finalen Backing-Tracks versuchen… „Georgia’s always on my my my my my my my my my mind“.

10 von 10 Punkten

The Beatles
THE BEATLES
APPLE/UNIVERSAL

Die wahren 100 besten Alben der 80er: Platz 90-81

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Die wahren besten Alben der 80eIhr glaubt, die besten Alben dieser oft belächelten Dekade zu kennen? Dann lasst euch eines Besseren belehren. Wir präsentieren die Platten, die wirklich wichtig waren. Und das ganz ohne BACK IN BLACK.

Willkommen zu unserem monumentalen Countdown der WAHREN 100 besten Alben der 80er – der Auswahl für echte Kenner. Bitte hereinspaziert zu Platz 90 bis 81:

90
Living Colour
VIVID
EPIC, 1988

Living Colour explodierten in einem Wirbelwind aus hart rockenden Gitarren, Vorschlaghammer-Funk und politischen Slogans in die Straßen von New York. Die Hitsingle ›Cult Of Personality‹ sowie gesamplete Reden von John F. Kennedy, Malcolm X und Franklin D. Roosevelt verhalfen ihrem Debüt zu zwei Millionen Verkäufen. (Text: DL)

Zeitzeugen: „Ihre Weltsicht mag in glorreichem Technicolor erscheinen, doch sie würden als Erste zugeben, dass eine schwarze Wut durch ihre Musik fegt.“ („Sounds“)

89
Robbie Robertson
ROBBIE ROBERTSON
GEFFEN, 1987

Diverse Bewunderer, u.a. U2 und Peter Gabriel, halfen aus auf Robertsons Solodebüt, das mehr als ein Jahrzehnt nach dem letzten The-Band-Album THE LAST WALTZ erschien. Hier verband er seinen Roots-Instinkt mit starken Atmosphären und Experimentierfreude, am besten zu hören auf ›Broken Arrow‹ und ›Somewhere Down The Crazy River‹.
(Text: RH)

Zeitzeugen: „Robertsons Fähigkeiten sind immer noch mehr als intakt … [Er] etabliert sich als sein eigener Mann.“ („Rolling Stone“)

88
Zodiac Mindwarp And The Love Reaction
TATTOED BEAT MESSIAH
VERTIGO, 1988

MESSIAH war der Fiebertraum des Zeitschriften-Grafikers Mark Manning, dem er einfiel, als er auf LSD eine Story über Spandau Ballet für das Magazin „Flexi-Pop“ layoutete. The Love Reaction waren dreckige, haarige Cretins, die klangen, als würden AC/DC durch ein Düsentriebwerk gesogen. Aber irgendwie gelang es ihnen, eines der größten Heiligtümer des Rock‘n‘Roll zu fabrizieren. Wenn Spinal den Regler auf 11 drehten, erreichten sie 137. Mindestens. (Text: SG)

Zeitzeugen: „Das größte Arschloch der Welt.“ („Kerrang!“)

87
Europe
OUT OF THIS WORLD
EPIC, 1988


›The Final Countdown‹ war 1986 in 25 Ländern auf Platz 1 der Single-Charts gestürmt. Diesen Erfolg zu toppen, sollte sich als unmöglich erweisen, doch auf OUT OF THIS WORLD fanden sich Songs, für die David Coverdale seine eigenen Kinder verkauft hätte: die Powerballade ›Open Your Heart‹ und ›Superstitious‹, eine Hymne, die klang, als hätten Deep Purple den AOR entdeckt. (Text: PE)

Zeitzeugen: „Ein Album nicht von dieser Welt, das es letztlich doch nicht schafft, die Stratosphäre zu verlassen.“ („Kerrang!“)

86
Steve Perry
STREET TALK
COLUMBIA, 1984


1984 legten Journey eine längere Pause ein, die noch zwei Jahre dauern sollte (und mit einem größeren Besetzungswechsel einherging, als sie 1986 mit RAISED ON RADIO zurückkehrten). Und wie hätte Frontmann Steve Perry die Zeit besser totschlagen können als mit seinem Solodebüt STREET TALK? Der größte Hit darauf, ›Oh Sherrie‹, über seine damalige Freundin Sherrie Swafford, erreichte Platz 1 in den Billboard-Rockcharts. (Text: GP)

Zeitzeugen: „Schon Pat Boone verstand es nicht, warum sollte es also Steve Perry tun? Übertriebener Gesang hat nichts mit Seele und Inspiration zu tun, sondern klingt gewollt und verzweifelt.“ („Christgau‘s Consumer Guide“)

85
John Cougar Mellencamp
THE LONESOME JUBILEE
MERCURY, 1987


Kurz bevor er das „Cougar“ aus seinem Namen strich, sicherte sich John Mellencamp seinen Platz im Pantheon der amerikanischen Arbeiterklasse-Songwritern mit THE LONESOME JUBILEE – einem Werk über den Tod, die Enttäuschung und den Wandel der Generationen. Melancholie schwebt durch ›Paper In Fire‹, ›Check It Out‹ und ›The Real Life‹, während seine Stimme wehklagend, rein und aufrichtig klingt. (Text: JH)

Zeitzeugen: „THE LONESOME JUBILEE deutet an, dass die Quelle der Traurigkeit wenigsren teilweise in uns selbst zu finden ist, oder – noch verstörender – im Wesen des Lebens selbst.“ („Rolling Stone“)

84
Michael Bolton
EVERYBODY‘S CRAZY
COLUMBIA, 1985


Das goldene Jahrzehnt des AOR hatte plötzlich noch ein Juwel zu vermelden, als der immer knapp am Durchbruch vorbeischrammende Michael Bolton 1985 mit seinem vierten Album endlich ins Schwarze traf. Er hatte sich schon immer mit einer Bridge hier, einem Refrain dort als fähig erwiesen, doch hier wurden seine Talente endlich glorreich verschmolzen. Seine gigantische Stimme dominierte die Hooks von Songs wie ›Save Our Love‹, ›Can‘t Turn It Off‹ und ›You Don‘t Want Me Bad Enough‹. Ein räudiges Stück grandiosen Softrocks, mit dem seine Reise zum unwahrscheinlichen Liebling aller Hausfrauen begann. (Text: JH)

Zeitzeugen: „Vielleicht das gelungenste, kohärenteste Album seiner Art seit dem Debüt von Boston oder DEPARTURE von Journey.“ („Kerrang!“)

83
The Godfathers
BIRTH, SCHOOL, WORK, DEATH
EPIC, 1988


Nach dem dreckigen Garage-Rock ihres Debüts HIT BY HIT stemmten sich die Godfathers hier gegen die Flutwelle aus Acid House und Glamrock, indem sie den punkigen R&B beschworen, den The Pretty Things oder Dr. Feelgood patentiert hatten. Köstlich gehässig. (Text: RH)

Zeitzeugen: „The Godfathers spielen wahrhaft beißenden Rock‘n‘Roll, als seien sie nur dazu geboren worden.“ („Sounds“)

82
Manowar
BATTLE HYMNS
LIBERTY, 1982


Wie schon Kiss vor ihnen waren Manowar Superhelden des Metal: vier muskelstrotzende, Pelz tragende Krieger, die gegen den „falschen Metal“ in die Schlacht zogen. BATTLE HYMNS, ihr erstes und bestes Album, lieferte die entsprechenden Mengen Blut und Donner dazu. Passend für Musik von solcher Großspurigkeit war es Hollywood-Legende Orson Welles, der die grausige Geschichte von ›Dark Avenger‹ erzählte. (Text: PE)

Zeitzeugen: „Wenn irgendjemand jemals ‚Conan der Barbar‘ als Musical adaptiert, sollte es in etwa so klingen.“ („Record Mirror“)

81
Bob Mould
WORKBOOK
VIRGIN/OMNIVORE, 1989


Der Selbstmord des Hüsker-Dü-Managers, die Heroinsucht des entfremdeten Bandkollegen Grant Hart und das endgültige Ende ihrer Band ließ Bob Mould sein Heil im Exil suchen – auf einer Farm in Minnesota. Sein erstes Solowerk schwankte zwischen klassischem Akustik-Sound, unbezwingbaren E-Gitarren und Schreien in den Hurrikan. Hier finden sich einige der besten und ehrlichsten Songs seiner gesamten Karriere. (Text: NH)

Zeitzeugen: „Ein wahres Gefühl der Katharsis … durch Moulds Kinnhaken aus entwaffnender Ehrlichkeit und euphorischen Gitarren.“ („Rolling Stone“)

Rival Sons: Neues Album kommt im Januar

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Rival Sons - Back In the WoodsDie Rival Sons bringen Anfang nächsten Jahres eine neue Platte raus.

Pünktlich zum 10-jährigen Bandbestehen veröffentlichen die Rival Sons Anfang 2019 ihr sechstes Studioalbum. FERAL ROOTS soll das gute Stück heißen, das die kalifornische Truppe im Rahmen einer anschließenden, großen Europatour dann auch live vorstellen wird.

Heute haben die Sons außerdem eine zweite Single mit dem Titel ›Back In The Woods‹ veröffentlicht.