0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Start Blog Seite 581

Aktuelle Ausgabe: Das erwartet euch im neuen CLASSIC ROCK MAGAZIN

0

Classic Rock Magazin Dire Straits

Dire Straits: Mark Knopfler über den hohen Preis des Megaerfolgs

Dieser Mann macht doch einfach, was er will. Motorradfahren beispielsweise, Lesen, Uhrensammeln – und hin und wieder nimmt er auch eine neue Platte auf. Das aktuelle Werk nennt sich DOWN THE ROAD WHEREVER und spiegelt erneut Mark Knopflers Faible für Folk, Jazz und alle Arten von Roots-Music wider, die er so unaufgeregt wie kompetent präsentiert.

Wir trafen den ehemaligen Chefkonstrukteur der Dire Straits zum Gespräch in seinem Londoner Studio und erlebten einen in sich ruhenden Charakter, dessen ambivalente Erfahrungen mit dem Superstardasein reichlich Gesprächsstoff boten. Und nein: Nach einer Reunion seiner alten Band fragten wir gar nicht erst. Hätte auch wenig Sinn ergeben.

Das neue Heft ist ab dem 15. November im Handel erhältlich. Hier könnt ihr euch die neue Ausgabe schon jetzt online und versandkostenfrei vorbestellen…

Queen mit Freddie Mercury

Queen: No Time For Losers

45 Jahre nach ihrem ersten Album sind Queen für viele immer noch die „champions of the world“. Wir blicken auf ihre ersten 15 Jahre zurück, in denen sie sich von hoffnungsvollen Anwärtern zu globalen Superstars entwickelten, einen besorgniserregenden Durchhänger erlebten, um dann Live Aid zu regieren. Es war „no bed of roses, no pleasure cruise“, aber sie haben nie aufgegeben.

Metallica 598 EP Garage Days

Metallica: …And Justice For All

MASTER OF PUPPETS hatte sie in die Oberliga katapultiert. Doch nach Cliff Burtons Tod und den neuen Impulsen von Slayer und Guns N‘ Roses war der nächste Schritt für Metallica alles andere als sicher…

Tenacious D Interview

Tenacious D: Sie haben ein Monster erschaffen!

Das zweiköpfige Biest na­mens The D kehrt aus dem Höllenschlund Hollywoods an die Erdoberfläche zurück… Und zwar nach einer ge­­wohnten Veröffentlichungspause von sechshundertsechsundsechzig, äh, sechs Jahren. Mit ihrem vertonten und verfilmten Weltuntergangsszenario POST-APOCALYPTO – auf dem Dave Grohl wieder mal die Trommeln bearbeitet – präsentiert sich das wohl beliebteste Duo der Rockwelt von einer ungewohnt ernsten und so­­zialkritischen Seite. Wir sprachen mit Jack Black und Kyle Gass.

Kate Bush mit Rose

She Rocks! Die großen Frauen der Rockmusik #9: Kate Bush

1978 rekonfigurierte ein 19-jähriges katholisches Mädchen aus Süd-London die Rocklandschaft. Ein seltsames Phänomen, das auch 40 Jahre später noch anhält.

Muscle Shoals

Muscle Shoals: Muskelspiel mit Seele

Ein kleines Kaff in Alabama schrieb einige der schönsten Kapitel in der Musikgeschichte. Jetzt erinnert ein Album mit neu aufgelegten Klassikern an den Sound von Muscle Shoals. Mit dabei: Steven Tyler, Willie Nelson oder Michael McDonald.

Außerdem im Heft: Beth Hart, Small Faces, Gram Parsons, Status Quo, Gotthard, Roger Daltrey, Enuff Z’Nuff, Sam Phillips, Ghost u.v.m.

Wie immer inklusive Heft-CD, u.a. mit Songs von Amigo The Devil, Gotthard, Glen Matlock, Jacco Gardner, The Pearl Harts und Electric Boys!

Das neue Heft ist ab dem 15. November im Handel erhältlich. Hier könnt ihr euch die neue Ausgabe schon jetzt online und versandkostenfrei vorbestellen…

Ace Frehley: Will seinen Thron bei Kiss zurückerobern

0

ace-frehley-spaceman-promo2018Kiss gehen demnächst auf Abschiedstour. Und Ace Frehley will seinen Thron zurück.

Mit ihrer mehrjährigen und bombastisch angekündigten „End Of The Road“-Abschiedstour wollen sich Kiss nochmal gebührend von ihren Fans verabschieden. Natürlich brodeln seitdem auch die Gerüchte um eine Reunion aller Original-Mitglieder, wozu neben Simmons und Stanley auch Peter Chriss und Ace Frehley zählen.

In einem Interview mit Loudwire erklärte Frehley jüngst, warum er dringend an der letzten Tournee beteiligt sein sollte: „Die warten jetzt halt erst mal ab. Wenn dann die Promoter daherkommen und meinen: „wenn Ace und Peter dabei sind, gibt es mehr Kröten“, dann wird es geschehen, denn es geht den Jungs nun mal ums Geld, das geben sie ja offen zu. Wenn ich zurückkomme, dann werde ich auf meinen Thron zurückkehren, ansonsten lasse ich das. Ich mache keine halben Sachen, habe ich noch nie. Ich lese die Kommentare, viele der Fans meinen, sie würden nicht hingehen, wenn ich nicht dabei bin. Das macht Paul und Gene vielleicht ein wenig nervös…“

Erst letzte Woche spielte Ace mit Simmons und Stanley ein Akustikset auf der Kiss Kruise, außerdem war Simmons an seinem neuen Album SPACEMAN beteiligt.

Ein brandheißes und äußerst amüsantes Interview mit Ace Frehley findet ihr in der aktuellen Ausgabe des CLASSIC ROCK Magazins…

Leonard Cohen: Poet & Gentleman

0

leonard cohenEr war elegant, er war charmant und immer auf der Suche nach Liebe, Spiritualität und den perfekten Worten dafür. Mit Leonard Cohen hat die Popmusik einen ihrer großen Stilisten verloren.

„Ich denke, ich werde dir sehr bald folgen. Wisse, dass ich dicht hinter dir bin, dass du meine Hand berühren kannst, wenn du deine Hand ausstreckst.“ Diese Worte richtete Leonard Cohen vor wenigen Monaten in einem Brief an seine im Sterben liegende frühere Muse Marianne Ihlen. Allein in ihnen steckt so viel, was ihn ausmachte. Seine Wärme, seine feine Art, sein Gefühl dafür, das Größte auf einfache, greifbare Art zu sagen. Er hat es in seinen Songs so oft ausgespielt.

Cohen hatte Ihlen auf Hydra kennengelernt, Anfang der 60er war das. Der Kanadier hatte seine Heimat Montreal, wo er 1934 zur Welt gekommen war, der Kunst zuliebe verlassen und war auf die griechische Insel gezogen. Dort brachte er seine Zeit damit zu, an seiner angedachten Karriere als Schriftsteller zu arbeiten, Romane und Gedichte zu schreiben und mit Drogen zu experimentieren. „Ich warf Trip auf Trip ein, während ich auf meiner Terrasse saß, und darauf wartete, Gott zu sehen.“ Letztendlich sei es dann immer nur auf einen gehörigen Kater hinausgelaufen, erinnerte sich Cohen später. Zwischendurch jedoch fand er Zeit, sich in eine junge blonde Norwegerin zu verlieben, besagte Ihlen. Die beiden wurden ein Paar, für mehrere Jahre, und seine Freundin inspirierte Cohen zu Liedern wie ›Bird On The Wire‹ und, natürlich: ›So Long, Marianne‹. Der Songschreiber Leonard Cohen war geboren.

Um seine im Vergleich zur Literatur lukrativere Musikkarriere voranzutreiben, ging Cohen 1967 nach New York. Er war 32, und damit für einen Popstar natürlich viel zu alt. Zumindest für einen gewöhnlichen Popstar. Doch ein solcher war er nicht. Das machte allein sein erstes Album klar, auf dem sich Klassiker wie ›Suzanne‹ (bis heute vielleicht der ultimative Cohen-Song) oder ›Sisters Of Mercy‹ fanden. Der Songschreiber schien ein göttlich Erleuchteter zu sein, einfühlsamer Liebhaber und Erotomane zugleich. Die nonchalante Art, mit der er über Liebe und Tod, Lust und Spiritualität sang, und in seinen größten Momenten all das zusammenbrachte: Das hatte es bis dahin nicht gegeben.

Seine poetisch klaren und puristisch schönen Texte, die er meist in melancholisch-monotoner Stimme darbot, enthalten mit die schönste Songlyrik überhaupt: „And you want to travel with her/And you want to travel blind/And you know that she will trust you/For you’ve touched her perfect body with your mind.“ So etwas sang sonst niemand. „It’s four in the morning, the end of December/I’m writing you now just to see if you’re better/New York is cold, but I like where I’m living/There’s music on Clinton Street all through the evening.“ Zeilen wie gemeißelt, zum Weinen schön.

Die nonchalante Art, mit der er über Liebe und Tod, Lust und Spiritualität sang, und in seinen größten Momenten all das zusammenbrachte: Das hatte es bis dahin nicht gegeben.

Cohen schrieb in seiner langen Karriere auch politische Lieder, er trat für die israelische Armee während des Jom-Kippur-Kriegs auf und setzte sich auf brillante Weise mit Terror auseinander (›First We Take Manhattan‹). Seine nachhaltigste Inspiration schien der ewige Gentleman und Verführer aber aus seiner Liebe zu den Frauen zu beziehen – und aus seiner Suche nach Spiritualität. Man denke nur an seinen fünfjährigen Aufenthalt in einem Zen-Kloster nahe Los Angeles in den 90er Jahren. Oder an seinen Hit ›Hallelujah‹.

Diese Zweiheit dominiert auch Cohens sehr düsteres, und dennoch wie immer auch ironisch humorvolles letztes Album YOU WANT IT DARKER. Manchmal ist gar nicht klar, mit wem der Sänger in seiner dunkel rauen Stimme spricht: mit Gott oder einer Geliebten. Wenn er sich etwa wünscht: „I wish there was a treaty/Between your love and mine.“ Viel weist auf das nahe Ende: „I’m ready, my Lord.“

Seine Freundin Marianne Ihlen starb nur wenige Tage, nachdem Cohen ihr ein letztes Mal ge­schrieben hatte, an Krebs. Dass er so dicht hinter ihr war, ihr derart bald folgen würde, dachte er damals vermutlich selber nicht. In einem seiner letzten Interviews sprach der Songpoet, sichtlich geschwächt und berührend sanft, über das Sterben und sagte: „Ich hoffe es wird nicht zu ungemütlich. Das ist auch schon alles.“

Das Unvermeidliche passierte schließlich in der Nacht des 7. November. Der 82-Jährige war in seinem Haus gestürzt und wenig später im Schlaf gestorben, wie von seiner Familie zu hören war. Der Tod sei „unerwartet“ gekommen – und „friedlich“.

Text: David Numberger

Ticket des Jahres: Jetzt abstimmen bei Ticketmaster!

0

Jedes Jahr fragt Ticketmaster die Fans, welches Event ihnen in den letzten 12 Monaten am besten gefallen hat.

Was war euer persönliches Highlight in diesem Jahr? Egal ob Newcomer im Club, Sport-Event, Musical oder Mega-Band im Stadion – bei der aktuellen Jahresabschluss-Umfrage von Ticketmaster bestimmen die Konzertgänger den Gewinner.

Zwischen dem 05. und dem 11. November 2018 kann abgestimmt werden. Das Endergebnis basiert ausnahmslos auf den Stimmen des Fan-Votings. Jeder, der seine Stimme abgibt, hat außerdem die Chance auf einen Ticketmaster-Gutschein im Wert von 500€.

Hier geht´s zum Voting

CLASSIC ROCK präsentiert: Die Abschiedstour von Lynyrd Skynyrd!

0

Lynyrd Skynyrd Promo 2018Lynyrd Skynyrd gehen auf Abschiedstour. Und holen sich dafür auch noch einen Superact ins Vorprogramm…

Lynyrd Skynyrd gehen ein letztes mal auf große Welttournee und machen dabei auch an drei Stationen in Deutschland Halt. Die Southern Rocker mit der tragischen Vergangenheit werden bei ihren fulminanten „Farewell“-Shows in 90 Minuten alle Hits und Klassiker auf die Bühne bringen. Ein Muss für alle Fans, wenn diese Ikonen endgültig abtreten.

Im Vorprogramm wird außerdem niemand Geringeres spielen als Blackberry Smoke, eine bekannte Kombo, die bereits vielereorts als würdiger Nachfolger der Größen des Southern Rocks gefeiert werden. Der allgemeine Vorverkauf für dieses Spektakel startet am 12. November um 12:00 Uhr.

Hier dieses Line-Up der Extraklasse live erleben:

17.06.19 Erfurt, Messehalle
18.06.19 Berlin, Max-Schmeling-Halle
19.06.19 Frankfurt, Festhalle

Bob Dylan – MORE BLOOD, MORE TRACKS

0

Bob Dylans More Blood More Tracks Bootleg Serie

Der Weg zu einem Meisterwerk.

Vor der Veröffentlichung von MORE BLOOD, MORE TRACKS gab es auf der Facebook-Seite von Bob Dylan ein Video zu sehen, in dem Plattenproduzent John Hammond über BLOOD ON THE TRACKS spricht. Wo andere wie Simon & Garfunkel oder Bruce Springsteen sechs bis sieben Monate im Studio tüftelten, sei Dylans neues Werk in nur wenigen Tagen entstanden und besitze dennoch einen Flow wie kaum ein anderes.

Tatsächlich hatte Dylan seine Platte im September 1974 in New York so schnell aufgenommen, dass es ihn im Dezember desselben Jahres erneut ins Studio zog, diesmal nach Minneapolis, um fünf Songs noch mal neu einzuspielen, diesmal mit Band. Ob ihm die ursprünglichen Aufnahmen selbst zu unbehauen erschienen oder ob auf Anraten seines Bruders, der ihm gesagt habe, so reduziert aufgenommene Stücke würden sich nicht verkaufen, ist bis heute nicht klar.

Inwiefern die Rohfassung der Platte anders geklungen hätte als die 1975 schließlich veröffentlichte, lässt sich jetzt umfänglich nachprüfen. Denn vorliegendes Set – das wie die vorangegangenen „Bootleg Series“ im handlichen Schuber samt Fotobuch und Liner Notes kommt – versammelt zum ersten Mal alle der noch erhaltenen New-York-Aufnahmen, in chronologischer Reihenfolge. Los geht’s mit einem wunderschönen, intimen, nur zu akustischer Gitarre dargebotenen ›If You See Her, Say Hello‹, das der Albumversion mindestens ebenbürtig ist. Genauso die epische Solofassung von ›Lily, Rosemary And The Jack Of Hearts‹. Auch die reduzierten Umsetzungen von ›Idiot Wind‹ oder ›Tangled Up In Blue‹ sind für Fans eine Offenbarung, selbst wenn hier der Schwung der finalen Fassungen fehlt.

Die drei Outtakes ›Spanish Is The Loving Tongue‹, ›Call Letter Blues‹ und ›Up To Me‹ passen thematisch zu den bekannten Songs – doch sie stehen hier nicht im Zentrum. Denn dass sie zeigt, wie das großteils wohl autobiografisch beeinflusste BLOOD ON THE TRACKS – Dylans Ehe mit Frau Sara ging gerade in die Brüche, der Sänger befand sich in einer Liaison mit Columbia-Mitarbeiterin Ellen Bernstein –, zu dem wurde, was es ist, das ist die eigentliche Stärke dieser Box. Nie wurde schöner über die Liebe und über den Schmerz geschrieben als in diesen Liedern.

10/10

Bob Dylan
MORE BLOOD, MORE TRACKS
Columbia/Sony

CLASSIC ROCK empfiehlt: Jon Spencer live!

0

Eine ordentliche Portion Blues für den November gefällig? Dann empfiehlt CLASSIC ROCK die Shows von Jon Spencer.

Jon Spencer, der US-amerikanischer Blues-Virtuose aus New York City, kommt mit seinem neuen Solo-Album SPENCER SINGS THE HITS! für zwei Shows nach Deutschland. Er war in den Achtzigern Gründer von Pussy Galore und ist Frontmann von The Jon Spencer Blues Explosion.

Jon Spencer live 2018:

07.11. Münster, Gleis 22
08.11. Köln, Helios

Kurt Vile: Köln, Kantine (02.11.2018)

0

Kurt Vile Live

Der Neil Young der Generation Smartphone mäandert virtuos vor sich hin.

Die Kantine liegt im Kölner Außenbezirk Niehl, am Rande städtischen Treibens, da wo es ruhiger zugeht. Es ruhig angehen lassen, das ist auch die Karrieredevise von Kurt Vile, so scheint es. Oder anders: Ein konzeptioneller Karriereplan ist bei dem ehemaligen Gabelstaplerfahrer aus Philadelphia schwer auszumachen. Seine Verweigerung ist das Glück der Fans, denn seine Songs sind eigenständige, mäandernde Soundgebilde, die im Rock fußen, sich aber zumeist jeglicher offensiver Eingängigkeit verweigern.

Seine Anhänger lieben Vile eben für seine schluffige Verweigerungshaltung, keine Hits anzubieten. Diese hat er aus meiner Sicht auch nicht nötig – doch soll es auf seinen Konzerten neben glühenden Verehrern immer wieder auch Menschen geben, die seinem Gitarrengegniedel lediglich ein sanftes Gähnen abgewinnen können. Mit den Haaren metertief im Gesicht ist der Amerikaner sicher kein Showmaster, eher der Kumpeltyp, dem auch heute Abend bis auf ein verhuschtes „Hi“ nicht viel über die Lippen gehen wird. Dass er von der Fachjournalie bereits als Neil Young der Neuzeit gehandelt wird, überrascht nicht, denn der lässige Kauz versteigt sich ähnlich wie der große Kanadier in lange Soli und Gefrickel.

Der Reiz eines Konzerts von Kurt Vile liegt in der beiläufigen Virtuosität seines Vortrags, der Attitüde des nicht Wollens und dennoch Könnens.

Und so darf man bei einem Blick durchs weite Rund neben einigen Hipstern auch den mittelaltem Mann beim Nachspüren der Soli beobachten, ja beim ekstatischen Mitwogen zur Musik. Der Reiz eines Konzerts von Kurt Vile liegt in der beiläufigen Virtuosität seines Vortrags, der Attitüde des nicht Wollens und dennoch Könnens.

Dass sich Vile am heutigen Abend durch seine zahlreichen Alben spielt (sieben sind es mittlerweile, die ganzen EPs und selbstveröffentlichten Platten nicht mitgezählt), fällt gar nicht weiter auf, denn das Prinzip des Künstlers ist auf Verfeinerung, nicht aber auf radikale Stilbrüche angelegt. Mir persönlich gefällt seine jüngste Platte BOTTLE IT IN wohl am Besten, da er auf ihr die zügellose Eigenständigkeit durch immer länger werdende Stücke nah an den Exzess treibt.

Mit seiner jüngsten Single ›Loading Zones‹, in der er sich als stolzer Falschparker stilisiert („I park for free!“), beginnt Vile seinen musikalische Reigen in Köln. Auch heute steht seine Band, The Violators, hinter ihm und bildet den Boden für die ausufernden Soli und Spielereien. Zu den Highlights zählen das fast 10 Minuten auf der Stelle tretende ›Bassackwards‹ oder sein vielleicht bester Song, ›Walkin On A Pretty Day‹, in dem er sich ausgiebige, wunderbar ineinander gleitende Gitarrenmomente gönnt.

Bei einem Stück, ›Runner Ups‹, steht er dann auch mal ganz allein auf der Bühne. Mit Mundharmonika und Akustikgitarre rückt er dann ganz nah an Neil Young heran. Nach anderthalb Stunden endet das Konzert, mit dem ruhigen ›He’s Alright‹ aus dem Frühwerk. Und ganz ehrlich: „When he is alright“, dann sind wir es auch.