AC/DC haben eine restaurierte Version ihrer ›Jailbreak‹-Performance aus dem Jahr 1976 bei Youtube geteilt. Damals spielte die Band (Playback) auf einer Studiobühne in London, angeführt von Frontmann Bon Scott, ikonisch in Leopardenfell-Weste und mit freiem Oberkörper. Die Erstveröffentlichung von ›Jailbreak‹ erfolgte im selben Jahr auf der australischen Pressung von DIRTY DEEDS DONE DIRT CHEAP. 1984 wurde dann eine EP mit dem Titel ’74 JAILBREAK veröffentlicht, die insgesamt vier Songs aus der frühen Bon-Scott-Ära sowie ein Cover von Big Joe Williams‘ ›Baby Please Don’t Go‹ mit Bon Scott am Gesang enthielt.
Auf ihren Social-Media-Seiten kündigten AC/DC das Video wie folgt an: „Seit 40 Jahren nicht mehr ausgestrahlt! Schaut euch diesen Promo-Clip von „Jailbreak“ an, aufgenommen in London im Juli 1976, neu gemastert in HD!“
CJ Snare, Sänger der Band Firehouse, ist im Alter von 64 Jahren verstorben. Das teilte die Band am 07.04.2024 in einem Statement bei Social Media mit.
„Heute ist ein trauriger Tag für den Rock’n’Roll. Mit großer Trauer müssen wir euch mitteilen, dass wir unseren Bruder verloren haben: CJ Snare, der Rock-and-Roll-Krieger, Leadsänger und Gründer von Firehouse. CJ Snare verstarb unerwartet in seinem Zuhause am 5. April 2024. Er war junge 64 Jahre alt. Wie ihr wisst, hätte CJ diesen Sommer mit der Band auf der Bühne stehen sollen, nachdem er sich von einer Operation erholt hat. Wir sind alle völlig schockiert über CJs vorzeitiges Ableben. CJ war eines der größten Gesangstalente einer Generation, er war in den letzten 34 Jahren nonstop mit Firehouse auf Tour. Unser tiefempfundenes Beileid gilt Snares Familie, Katherine Little, Freunde und all unsere geliebten Fans weltweit. „Rech for the Sky“, CJ! Deine Familie, Freunde, Fans und Bandkollegen werden dich für immer vermissen. Jetzt singst du mit den Engeln.“
Carl James Snare wurde 1959 in Washington geboren. 1984 gründete er zusammen mit Gitarrist Bill Leverty, Drummer Michael Foster und Bassist Perry Richardson die Band Firehouse. 1990 veröffentlichte die Gruppe ihre selbstbetiteltes Debüt, das erfolgreichste Album ihrer Bandkarriere. Ihr letztes Album mit Originalmaterial hatte die Band mit PRIME TIME 2003 veröffentlicht, auf Tour waren Firehouse jedoch auch ohne neue Songs regelmäßig. 2021 und 2023 hatte CJ Snare eine Pause von der Band genommen, da bei ihm Darmkrebs diagnostiziert wurde. In dieser Zeit wurde er von Nate Peck ersetzt, einem Teilnehmer der Fernsehshow „American Idol“.
BLACKBERRY SMOKE wizpro.com Die Southern Rocker aus Georgia bringen 2024 nicht nur ein neues Album mit dem Titel BE RIGHT HERE heraus, sondern treten im September auch auf vier deutschen Bühnen live auf.
MARC BROUSSARD & BAND marcbroussard.com Marc Broussard vermengt in seinem „Bayou Soul“ Rock, Country, Blues, R&B und Soul zu einer fulminanten Mischung, deren Feuer und Leidenschaft sich sofort auf sein Publikum überträgt.
ERIK COHEN starkult.de 2024 geht Daniel Geiger alias Erik Cohen unter dem Motto „Zurück aus der Zukunft“ auf Tournee und feiert dabei das 10-jährige Jubiläum seines Debütalbums.
04.05. Kiel, Die Pumpe 06.09. Wiesbaden, Schlachthof 07.09. Düsseldorf, Zakk (Open Air Show) 28.09. Oldenburg, Cadillac 06.12. Hamburg, Knust
LAURA COX lauracoxmusic.com Vom Youtube-Hit zum Bühnenstar. Im Mai kommt Laura Cox auf „Head Above Water“-Tour. 08.05. Isernhagen, Bluesgarage 10.05. Bielefeld, Lokwerk 11.05. Dortmund, Piano 12.05. Bonn, Harmonie 14.05. Ulm, Roxy 15.05. Augsburg, Spektrum 16.05. Bensheim, Musiktheater Rex 17.05. Aschaffenburg, Colos Saal
DEAP VALLY deapvally.com Nach über zehn gemeinsamen Jahren gehen Deap Vally nun auf Abschiedstournee. In zwei deutschen Großstädten kann man gemeinsam mit Lindsey Troy und Julie Edwards gebührend das Ende einer tollen Ära feiern.
26.05. Köln, Blue Shell 30.05. Berlin, Cassiopeia
ELLIOT BROOD elliottbrood.com Das kanadische Alternative-Country-Trio steht im kommenden April an vier Terminen auf deutschen Bühnenbrettern.
CHARLES ESTEN wizpro.com Bekannt durch seine Rollen als Ward Cameron in der Netflix-Hitserie „Outer Banks“ und Deacon Claybourne in ABC/CMT’s „Nashville“, veröffentlichte der Künstler im Januar sein Debütalbum LOVE AIN’T PRETTY und stellt dieses dann im Mai live vor.
FOODROCK FESTIVAL foodrock-festival.de Das Pfälzer Foodrock Openair geht in die vierte Runde und fusioniert kulinarischen Hochgenuss mit Classic Rock der 70er und 80er Jahre. Neben zahlreichen Kochexperten werden Gruppen wie The Chain, eine Fleetwood-Mac-Tribute-Band, live auftreten Kaiserslautern, Natursteinbruch Picard.
FREEDOM CALL freedom-call.net Bei den anstehenden „Silver Romantic Metal Nights“ werden Freedom Call zusammen mit ihrem Special Guest Night Laser die Bühnen zum Beben bringen.
THE GASLIGHT ANTHEM fkpscorpio.com Nach neun Jahren Plattenpause haben The Gaslight Anthem im Oktober 2023 ihr brandneues Album HISTORY BOOKS veröffentlicht. Und natürlich folgt auf dieses freudige Event auch eine Tournee.
KARNIVOOL fkpscorpio.com Die Band aus Down Under geht im Juni auf „Tri-Continental Drift Tour“.
20.06. Hannover, Capitol 22.06. Köln, Kantine
KNUCKLE HEAD knuckle-head.com Die beiden Fuzz-Cowboys Jack und Jock beehren ihr geneigtes Publikum mit dunkel gefärbtem Country und seelenvollem Blues und werden nicht umsonst als „The Dark Country Kings“ gefeiert.
12.07. CH-Basel, Biker Days Basel 28.08. Mannheim, 7er Club 29.08. Aschaffenburg, Colos-Saal 31.08. München, Backstage 01.09. Dortmund, Piano
KULA SHAKER fkpscorpio.com Im Mai spielen Kula Shaker mit ihrem jüngsten Album NATURAL MAGICK im Gepäck eine einzige Deutschland-Show in München.
11.05. München, Technikum
L.A. EDWARDS fkpscorpio.com Nachdem die drei Brüder zuletzt die Rival Sons in Deutschland supportet haben, kommen L.A. Edwards nun mir ihrem Crossover aus Americana und Rock’n’Roll als Headliner nach Deutschland.
LIEDER AM SEE liederamsee.com Das schöne Festival am Brombachsee in Franken wartet heuer erneut mit einem tollen Line-Up auf. Mit von der Partie sind Suzi Quatro, Europe, Manfred Mann’s Earth Band, Level 42, Wishbone Ash und Big Country.
CHRIS NORMAN chris-norman.de Zusammen mit seiner Band und mit seinem jüngsten Album JUNCTION 55 im Gepäck, kommt Ex-Smokie-Mann Chris Norman 2024 auf große „Junction 55“ Tournee.
NATHANIEL RATELIFF & THE NIGHT SWEATS fkpscorpio.com Nachdem ihre letzten Tourtermine in Deutschland abgesagt werden mussten, kommen Nathaniel Rateliff & The Night Sweats 2024 endlich wieder zu uns. Als Support hat die soulige Truppe auf ihrer „South Of Heat“-Tournee William the Conqueror dabei.
PHOSPHORESCENT fkpscorpio.de Als Straßenmusiker hat Matthew Houk mit Folk- und Country-Covern angefangen und wenig später dann als Phosphorescent die Welt mit seinem eigenen Songwriting erobert.
24.08. Berlin, Frannz Club
REACH facebook.com/reachofficialsweden Im Mai werden Ludvig Turner,Marcus Johansson und Soufian Ma’Aoui aka Reach ihr neues Album PROPHECY live vorstellen.
ROCK’N’ROLL WRESTLING BASH therocknrollwrestlingbash.com “The Rock’n’Roll Wrestling Bash” präsentiert eine einzigartige Mischung aus Mexican Wrestling und Rock’n’Roll und geht auch 2024 wieder auf Tournee unter dem Motto “A well deserved Braincation”.
ROCK MEETS CLASSIC rockmeetsclassic.de Auf der kommenden „Let’s rock“-Tour von „Rock Meets Classic“ stehen Stars wie Tarja Turunen, John Helliwell & Jesse Siebenberg von Supertramp, Midge Ure, Robert Hart von Mannfred Mann’s Earthband, Paul Shortino von Quiet Riot und Russ Ballard auf der Bühne.
ROCK OF AGES showslot.com „Zurück in die 80er Jahre“ lautet das Motto dieses Musical-Spektakels. Mit Augenzwinkern lässt diese Show die Klischees des vielleicht schrillsten Jahrzehnts der Musikgeschichte Revue passieren – mit Hits von Whitesnake, REO Speedwagon, Europe und vielen mehr.
STEVE ROTHERY steverothery.com Die Prog-Legenden Marillion werden im Jahr 2024 keine Konzerte spielen. Diese Pause nutzt Gitarrist Steve Rothery, um mit seiner Solo-Show drei Termine in Deutschland wahrzunehmen.
11.10. Hamburg, Docks 12.10. Köln, Carlswerk Victoria 13.10. Frankfurt, Batschkapp
DARIUS RUCKER wizpro.com Der Singer/Songwriter Darius Rucker wird auf seiner „Starting Fires Tour“ erneut die Bühnen Deutschlands entzünden. Nach einer langen Pause von Live-Auftritten hierzulande wird der dreifache GRAMMY-Preisträger seine Fans in Köln und in München beglücken.
19.04. Köln, Live Music Hall 22.04. München, Backstage Werk
STATUS QUO statusquo.co.uk Den Sommer in Deutschland lassen sich die Boogie-Rock-Legenden um Chef Francis Rossi nicht entgehen. Im Juni und Juli spielen Status Quo 14 Shows bei uns. Teilweise werden sie dabei von Canned Heat und der Spider Murphy Gang unterstützt.
07.06. Greven, Beat Club Festival 08.06. Ehingen, Marktplatz w/ Spider Murphy Gang 10.06. Köln, Tanzbrunnen w/ Spider Murphy Gang 20.06. Geldern, Geldern Open Air, Waldfreibad w/ Spider Murphy Gang 21.06. Steinbach-Langenbach, Naturtheater 27.06. Hadamar, 700 Jahre Festwoche w/ Spider Murphy Gang 30.06. Rostock, IGA Park 02.07. Chemnitz, Theaterplatz 03.07. Leipzig, Parkbühne 08.07. München, Tollwood w/ Canned Heat 13.07. Nürnberg, Stadionpark w/ Spider Murphy Gang 26.07. Ludwigsburg, Barock Schloss, KSK Open w/ Spider Murphy Gang 27.07. Oranienburg, Schloss 28.07. Tüssling, Schlosspark, Raiffeisen Kultursommer w/ Spider Murphy Gang
by Tina Korhonen
THE SWEET thesweet.com Nach dem großen Andrang auf ihre Abschiedsshows im Jahr 2023 und dem großen Erfolg ihres letzten Albums ISOLATION BOULEVARD beschlossen Sweet, ihre letzte Ehrenrunde zu verlängern. Ab März wird die Gruppe um Gründungsmitglied Andy Scott noch einmal ihre größten Hits auf zahlreichen Bühnen in Deutschland spielen.
TAKIDA takidamusic.com Pünktlich zum neuen Album AGONY FLAME geht die schwedische Band 2024 auf ausgiebige Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Als Support haben Takida Those Damn Crows mit dabei.
GEOFF TATE geofftate.com Im Herbst dieses Jahres kommt Geoff Tate, ehemaliger Sänger von Queensrÿche, im Zuge seiner „The Big Rock Show“ Tour für einige Konzerte zu uns:
05.09. Essen, Turock 30.10. A-Woergl, Komma 31.10. CH-Lindau, Club Vaudeville 02.11. Siegburg, Kubana 03.11. Nürnberg, Der Hirsch 04.11. Bensheim, Musiktheater Rex 05.11. München, Backstage 11.11. Stuttgart, Im WIzemann
TOTO wizpro.com 2024 gehen Toto um Gitarrenvirtuoso Steve Lukather und Sänger Joseph Williams auf “Dogz Of Oz”-Tour und schauen dabei auch für sieben Sommer-Shows in Deutschland vorbei.
Yoshiki ist der größte Superstar Japans, erfolgreicher Komponist, klassisch ausgebildeter Pianist, sowie Chef der beiden Rockbands The Last Rockstars und X Japan. Mit letzterer hatte er in den 80er Jahren für Furore gesorgt und mit seinem extrem körperlichen Schlagzeugspiel, bei dem er teilweise auf der Bühne zusammenbrach, neue Marker gesetzt, was Leidenschaft und Hingabe an die Musik betrifft.
Jetzt hat er „YOSHIKI: Under The Sky” veröffentlicht, sein Regie-Debüt, in dem er Themen wie Schmerz, Verlust und die Kraft der Musik behandelt. Ein gefühlsgeladener Film, in dem es darum geht, Mauern einzureißen, „auch Genre-Mauern“. Das erklärt auch, warum von den Scorpions über die Sopranistin Sarah Brightman oder Popstar Nicole Scherzinger bis hin zur EDM-Kombo The Chainsmokers verschiedenste Kunstschaffende darin zu sehen sind. „’Yoshiki: Under The Sky‘ hätte einfach eine Musik-Doku werden können, doch schlussendlich wurde eine Art Drama daraus“, erzählt der Ausnahmekünstler im Interview und spielt dabei auf die extrem emotionalen Sequenzen des Films an „Es war nicht leicht, über meine tiefsten Gefühle zu sprechen, über die schlimmen Zeiten, die ich durchlebt habe. Doch kann ich mit meinen Geschichten anderen Menschen helfen. Das bestätigen mir meine wundervollen Fans immer wieder. Denn auch sie gehen durch schwere Zeiten und haben manchmal niemanden, mit dem sie sich austauschen können.“ Ein solcher Austausch ist in ‚Under The Sky‘ abgebildet. Im Film spricht Yoshiki mit einem Mann, der seine Frau an den Krebs verloren hat. „Seine Worte werden mir immer im Gedächtnis bleiben. ‚Meine Frau hat bis zur letzten Minute nicht aufgegeben‘. In solchen Momenten wird einem bewusst, wie selbstverständlich man das Leben behandelt. Man atmet, man existiert – eigentlich ein ziemliches Wunder. Es fällt einem nur nicht auf.“, so der Künstler, der selbst schon oft mit dem Tod konfrontiert wurde. Sein Vater beging Suizid, als Yoshiki noch ein kleiner Junge war, seine beiden X-Japan-Kollegen Hide und Taji weilen nicht mehr unter uns. An ein Leben nach dem Tod kann der 58-Jährige trotz der tröstenden Vorstellung nicht so recht glauben: „Ich würde gerne. Aber ich weiß ja manchmal nicht mal, ob dieses Leben hier echt ist oder doch nur ein Traum.“, antwortet er verhalten lachend auf die Frage nach dem Jenseits. Yoshiki ist ein ambivalenter Mensch, der zahlreiche Gegensätze in sich vereint. Er ist extrem höflich, wirkt oft sehr fragil und verletzlich, doch wenn er Schlagzeug spielt, bricht plötzlich eine unzähmbare Energie aus ihm heraus, die alles und jeden umweht: „Generell bin ich sehr zerbrechlich. Doch wenn ich ein Ziel vor Augen habe, beiße mich durch. Ich habe mal ein Klavierkonzert für den japanischen Kaiser komponiert. Ich fühlte mich sehr geehrt, hatte aber auf der anderen Seite auch Angst vor der Herausforderung. Doch ich hatte keine Wahl, ich musste ein Meisterwerk erschaffen. In solchen Momenten kann ich sehr stark werden.“ Jene Stärke wird nicht nur von Yoshikis Perfektionismus genährt, sondern auch von seiner Furchtlosigkeit: „Der junge Yoshiki damals hatte keine Angst. Ich glaube, ich bin heute immer noch so.“, erklärt er lächelnd. Eine gewisse Rastlosigkeit führt dazu, dass Yoshiki stets Neues kreieren muss: Ob Musik, einen Film oder jüngst den Champagner „Y by Yoshiki“ in Kollaboration mit Pommery – stets geht es ihm darum, „Schönheit herauszuarbeiten.“
Warren Haynes wird heute 64 Jahre alt. Der Gitarrist ist bekannt für sein Engagement bei den Allman Brothers, außerdem gründete er 1994 die Band Gov’t Mule. Er verfolgt eine Solokarriere und kollaboriert seit jeher mit unterschiedlichsten Musikern und Künstlern. Wir gratulieren Haynes herzlich und blicken zu diesem Anlass auf das Jahr 2013 zurück, als er zusammen mit Gregg Allman und Derek Trucks beim „Crossroads Guitar Festival“ in New York eine wundervolle Version von ›The Needle And The Damage Done‹ von Neil Young ›Midnight Rider‹ von den Allman Brothers zum Besten gaben.
Der Song der Allman Brothers war ursprünglich im Jahr 1970 auf dem Album IDLEWILD SOUTH erschienen, der zweiten Platte der legendären Southern Rocker um die Brüder Gregg und Duane Allman.
In einem neuen, kurzen Teaser inklusive Anspielung auf „The Exorcist“ von 1973 kündigt Tobias Forge, Mastermind von Ghost, an, dass Ghost bald ins Kino kommen. Bereits 2023 hatte er während der IMPERA-Tournee darauf hingewiesen, dass Material für einen Konzertfilm gesammelt würde – deswegen waren Handyaufnahmen bei den Shows in Kalifornien damals verboten.
Jetzt scheint dieses Projekt fertiggestellt zu sein. Laut einem Interview mit dem britischen Metal Hammer erklärte Forge 2023, dass es „ein Konzert kombiniert mit etwas anderem“ sein wird. Wann der Streifen veröffentlicht wird und in welchen Kinos das Spektakel ausgestrahlt wird, ist bisher noch nicht bekannt.
Unter der Fahne „Metal Masters“ segeln an jenem Abend niemand Geringeres als Uriah Heep, Saxon und Judas Priest – allesamt britische Schwergewichte – über die Bühne. Ein Interviewtermin führt leider dazu, dass man etwas zu spät in der amtlich gefüllten Olympiahalle aufschlägt und so nur den letzten Abschnitt des 45 minütigen Sets von Uriah Heep erlebt, die mit ihren Hits ›Easy Livin‹ und ›Lady In Black‹ das Publikum schon früh ziemlich zum Kochen bringen. Alleine durch diese fulminanten 15 Minuten kann man darauf schließen, dass Uriah Heep am Ende der Metal-Masters-Reihe als Sieger des Abends hervorgehen. Im Anschluss erscheinen Saxon, inklusive Diamond-Head-Gitarrist Brian Tatler, mit dem Titeltrack ihrer jüngsten Platte HELL, FIRE AND DAMNATION – zusammen mit ›Something In Roswell‹ und ›Madam Guillotine‹ präsentieren sie insgesamt drei neue Songs, lassen das Publikum dann etwas päter zwischen ›Crusader‹, ›Dallas 1 Pm‹ und ›Strong Arm Of The Law‹ abstimmen – es wird ›Strong Arm Of The Law‹ – und gehen über zu ›Denim & Leather‹, wo sich der sympathische Biff Byford die Kutte eines Metal-Fans überwirft (die er später wieder brav zurückgibt), gefolgt von ›Wheels Of Steel‹. Mit einer leicht schwimmenden Interpretation von ›Princess Of The Night‹ verabschieden sich Saxon nach einem gelungen Set, wobei man vor allem die Olschool-Kracher mit mehr Boogie und weniger Metall im Gedächtnis behält.
Nach einer arbeitsintensiven Umbaupause und einer vom INVINCIBLE-SHIELD-Intro begleiteten Lichtshow fällt schließlich der Vorhang und die mit Nieten beschlagenen Metal Gods spielen ›Panick Attack‹ vom neuen Album, legen ›You’ve Got Another Thing Coming‹ – wie sooft etwas weniger tight als man es sich von diesem straighten Hardrocker wünscht, weil sich Halford nicht ganz an den Gesangsrhythmus der Platte hält – und ›Breaking The Law‹ nach. Zu ›Rapid Fire‹ gibt’s pinke Bühnenbeleuchtung, die so manch traditionellen Fußball-Fan an den Rande der Ohnmacht treiben dürfte, nach Tracks wie ›Lightning Strike‹ oder dem neuen ›Crown Of Horns‹ folgt der nächste Überkracher mit ›Turbo Lover‹, auf den sich, fast 40 Jahre nach Release, alle einigen können. Nach einer kurzen Metal-Ansprache Halfords und ›Invincible Shield‹ dann ›Victim Of Changes‹, bei dessen Solo-Teil Glenn Tipton auf der LED-Leiwand gezeigt wird. Es folgen ›Metal Gods‹, ›The Green Manalishi (With The Two Prong Crown)‹ und das mächtige ›Painkiller‹. Mit ›Electric Eye‹, Moped und ›Hell Bent For Leather‹ sowie ›Livin‘ After Midnight‹ wird die Zugabe bestritten und sich unter gebührendem Applaus verabschiedet. Priest und Co. sind wie immer eine Reise Wert, Rob Halfords Falsett-Gekeife ist für seine 72 Jahre noch immer amtlich, auch wenn er in jeder Singpause – wegen der Outfitwechsel und Atemerholung – hinter der Bühne verschwinden muss. Und auch wenn der Gesamtsound an jenem Abend leider nicht der beste war – die Drums knallten oft wie Feuerwerkskörper und bügelten die Rhythmusgitarren nieder – und man sich ein kleines Bühnen-Get-Together von Box, Byford und Halford gewünscht hätte, so war dies trotzdem eine wunderbare Soiree alter, britischer Schule.
Unser Fotograf Frank Witzelmaier war vor Ort und hat die Show von Judas Priest bildlich festgehalten:
„Wäre sein Gesangsstil ein Rotwein, er hätte eine Skala die alles sprengt. Es duftet erst soulig nach Mick Hucknall, auf der Zunge liegen Rod Stewarts Heiserkeit und Aretha Franklins Obertöne gleichzeitig.“
„Die Band hat erkannt, dass es an der Zeit ist, ihren ureigenen Sound nun mit allerlei hochkarätigen Gastmusikern zu würzen und den souligen Garage-Bluesrock stilistisch zu erweitern.“
„Die hypnotischen Rhythmen, verzerrten Gitarren und pulsierenden Synthesizer erschaffen einen atmosphärischen Klang, der sowohl nostalgisch als auch zeitgemäß ist.“
„Der Abschlusstrack ›The Last ‚Dam‘ Song‹ ist ein freier Jam zwischen The Doors, frühen Jefferson Airplane und The Grateful Dead; Oscar Favian zeigt hier sein Können auf der Orgel, was auch bedeutet: White Dog sind ab jetzt viel mehr als nur eine Vintage-Gitarrenrockband.“
„Sängerin Sam steht mit ihrem ausdrucksstarken, teils aggressiven, teils überdrehten, teils rotzigen Gesang bzw. Geshoute in bester Riot-Grrrl-Tradition und erinnert dabei an zeitgenössische Kolleginnen wie beispielsweise Frontfrau Kat von 24/7 Diva Heaven aus Berlin. Oldschool Hardcore Punk – modern interpretiert, kompromisslos, hörenswert.“