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The Mavericks – EN ESPAÑOL

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Musik, die einem spanisch kommt

Hund sans scho, würde man in Bayern sagen. Als könnten sie sich nach drei Jahrzehnten im Musikgeschäft nicht einfach nur lässig zurücklehnen und das tun, was man als gesetzte Band mit Superstarstatus so tut, suchen The Mavericks lieber nach neuen Wegen, die Flamme der Leidenschaft am Lodern zu halten. Statt eines Best-of-Albums ihres eigenen Backkatalogs veröffentlichte die mühelos mit Genres wie Tex-Mex, Country, Rock’n’Roll, Jazz und Soul jonglierende Truppe um Raul Malo Ende 2019 zum Dreißigjährigen mit schelmischer List das bewusst irreführend betitelte PLAY THE HITS und coverte darauf Country-Perlen, nun folgt mit EN ESPAÑOL ihr Spanisch-Debüt.

Wo andere es sich leicht machen und einfach nur die eigenen Hits neu einsingen würden, gehen The Mavericks auch hier einen anderen Weg. Neben einer tiefen Verbeugung vor der kubanischen, mexikanischen und lateinamerikanischen Musik in Form von Neuinterpretationen von Genreklassikern, die den einzigartigen Sound von Miamis Finest prägten, bekommt der geneigte Latin-Fan auch brandneue, extra für diesen Longplayer geschriebene Songs zu hören. Selbstredend, dass auch hier The Mavericks auf ganzer Linie überzeugen. Bleibt nur die Frage, warum diese doch sehr naheliegende Veröffentlichung so lange auf sich warten hat lassen.

8 von 10 Punkten

The Mavericks, EN ESPAÑOL, MONO MUNDO RECORDINGS/THIRTY TIGERS/MEMBRAN

Blues Pills – HOLY MOLY!

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Blues Pills Holy MolyHeilige Dreifaltigkeit

Auch neun Jahre nach Gründung der Band kratzen sich viele Menschen den Kopf ob der Tatsache, dass ausgerechnet diese Truppe aus dem Heer an bluesigen Rockkapellen mit Sängerin sich so vom Rest absetzen konnte. Und ihr durchschlagender Erfolg, gerade in Deutschland, wo das zweite Album LADY IN GOLD 2016 gar die Spitze der Charts erreichte, lässt sich nicht wegdiskutieren. Vielleicht ist der Titel des Drittwerks eine Art selbstironische Reaktion darauf, doch dieses „Heiliger Bimbam!“ kann ebenso gut auf die globale Realität angewandt werden, die in den seither verstrichenen vier (aber gefühlt mindestens 40) Jahren über uns hereingebrochen ist. Egal, die Blues Pills machen wie immer völlig unbeeindruckt ihr Ding, trotz und auch dank schwieriger Zeiten innerhalb der Band. Und dieses Ding ist nun mal wirklich gut. Ohne eine markante Stimme kann man sich in diesem dicht besetzten Feld nicht behaupten, und die hat Elin Larsson unbestreitbar. Was diese Band aber vor allem auch hat, ist eine Vielseitigkeit, ein Elan und eine Souveränität, die den mannigfaltigen Mitläufern entschieden abgehen. Ob getragen-melancholisch oder euphorisch rockend, hier stimmen Songs, Produktion und vor allem Emotion rundum. Was kein Rad neu erfindet, aber eben auch erst mal geschafft werden muss. Respekt.

8 von 10 Punkten

Hier das brandneue Video zu ›Rhythm In The Blood‹:

Blues Pills
HOLY MOLY!
NUCLEAR BLAST/WARNER

Warum die Youtube-Kommentare unter allen neuen Blues-Pills-Videos deaktiviert sind und durch welche Täler die Band in der letzten Zeit schreiten musste, lest ihr im brandaktuellen Interview in der neuen Ausgabe von CLASSIC ROCK!

Steve Lukather: Neue Single mit Ringo Starr

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Steve Lukather und Ringo Starr neue SingleSteve Lukather hat einen neuen Solo-Song am Start. Und Ringo Starr trommelt dazu.

Steve Lukather hat eine neue Single veröffentlicht. Für ›Run To Me‹ hat er sich mit Ringo Starr, John Pierce und seinem Toto-Kollegen Joseph Williams zusammengetan. Geschrieben wurde die Nummer von Lukather, Williams und David Paich.

Lukather meint zu dem Song: „Ich wollte ihn jetzt veröffentlichen, weil er in diese Zeit passt. Eine Zeit, in der wir alle dringend einen fröhlichen Song nötig haben. Als ich mit Jospeh Williams und David Paich zusammenkam, entzündete sich ein Kreativitätsfunke und wir wollten diese Hoffnungsbotschaft für unsere Töchter formulieren.“

›Run To Me‹ ist Teil von Lukathers Soloalbum, welches wohl 2021 erscheinen wird.

Titelstory: Led Zeppelin – Alle guten Dinge sind II

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Aufgenommen an den verschiedensten Orten und begleitet von Ausschweifungen, die zu Legenden wurden, verwandelte ihr zweites Album Led Zeppelin von vormals Thronanwärtern in die unangefochtenen Könige des Rock.

Diese Riffs, die sich mit Dreck unter den Nägeln und Totenkopfringen ins Fleisch schlagen. Diese Teufelsschreie, die sich wie ein Waldbrand auf den verwüsteten Hügeln deiner kleinen, zerstörten Seele ausbreiten. Diese Voodoo-Trommeln und Horrortrip-Bässe, die das Blut zum pulsieren bringen, bis es wie bei einer Strahlungswunde aus deinem schon toten Geist herausbricht. Ihr wisst schon … diese ganze, eskalierende Explosion, aus der das zweite Album von Led Zeppelin besteht?

Es war erstanden aus echten Abenteuern in der noch ungezähmten amerikanischen Wildnis in einer Zeit, als Charles Manson zum Vergnügen tötete und Männer auf dem Mond spazierten. Einer Zeit, in der man in Woodstock staunte und in Altamont schon lauerte wie einer von Charlies Engeln, bereit, wieder zuzuschlagen.

Einer Zeit, als Led Zeppelin sich zur größten Rockband aller Zeiten hocharbeiteten, kreuz und quer durchs Land zogen und mal hier, mal dort das aufnahmen, was für Zep-Überfans das großartigste und auf jeden Fall heftigste Album wurde, das je den Namen der Band tragen sollte. Ende Mai, das Zeppelin-Debüt stand gerade auf Platz 10 der US-Charts, beendeten die Briten ihre zweite Tournee durch Amerika mit zwei ausverkauften Abenden im Fillmore East in New York. „Variety“ schrieb in der Rezension über die „Besessenheit von Kraft, Lautstärke und melodramatischer Theatralik“ der Band, die „ihr musikalisches Gespür gegen die schiere Macht eintauscht, die ihr überwiegend jugendliches Publikum so fasziniert.“

Nach der zweiten Show gab Atlantic Records ihnen zu Ehren eine Party im Plaza Hotel, wo sie ihre erste Goldauszeichnung für das Debüt LED ZEPPELIN überreicht bekamen. Und bei der Gelegenheit wurde Jimmy Page mitgeteilt, sie müssten Nägel mit Köpfen machen und das zweite Album fertigstellen, denn das Label wollte so schnell wie möglich nachlegen. Zum Handeln gezwungen, berief Jimmy die Band unmittelbar nach der Party ins Studio ein.

Die Musik entwickelte sich auch auf der Bühne immer schneller – viele der spontanen Jams auf der ersten US-Tournee bekamen ein Eigenleben und verwandelten sich in voll ausgeformte Songs. Etwa ›Whole Lotta Love‹, das ursprünglich Teil einer ausgedehnten Improvisation bei ›As Long As I Have You‹ war, das schlangenäugige ›What Is And What Should Never Be‹ sowie eine kürzere, dynamischere Rocknummer namens ›Ramble On‹.

Die Tournee-Routine in den USA war da schon gut eingeübt. Clive Coulson kümmerte sich um die technische Logistik, Richard Cole sorgte dafür, dass die Band „unterhalten“ wurde – ein Euphemismus dafür, sie mit Alkohol, Gras und willigen Groupies zu beliefern.

Das konnte zu kniffligen Situationen führen, vor allem für Plant, der immer noch die Angewohnheit pflegte, so oft wie möglich barfuß zu laufen, und eine immer längere Mähne trug. Er wurde immer wieder angespuckt, angebrüllt und angefeindet von allen, die ein Problem damit hatten, einen bekifften Hippie in ihrer Nähe zu erspähen.

In Chicago spielte die Band im ausverkauften Kinetic Circus. Manager Peter Grant fand heraus, dass der Hallenleiter Tickets am Hinterausgang verkauft und das Geld selbst eingestrichen hatte. Er und Cole schnappten ihn sich und zwangen ihn, das Geld herauszurücken. Dann plünderten sie sein Büro, wo sie haufenweise gefälschte Kartenabrisse fanden. Grant hatte schon alles erlebt, man konnte ihn nicht täuschen. Wenn der Teufel im Detail steckte, war Grant sein rachsüchtiger Bote.

Es war nicht nur ihre Musik, die Zeppelin zu Aufmerksamkeit verhalf. Ann Wilson, später bei Heart, besuchte mit ihrer Schwester Nancy das Konzert der Band im Greenlake Aquatheater in Seattle. „Die sexuelle Erregung der älteren Mädchen im Publikum öffnete mir die Augen“, erinnerte sie sich mit einem Lächeln. „Das war keine Show von Three Dog Night, auf der wir hier waren!“
Für den 25-jährigen Jimmy Page, der schon von seiner Zeit bei den Yardbirds an das Tourleben in Amerika gewöhnt war, war nichts davon neu. Auch nicht Aktionen wie Bonzo, der sich als Kellner verkleidete und Jimmy ein Zimmer voll begeisterter jungen Frauen auf einem Servierwagen des Zimmerservice kredenzte.

Und die Groupies kamen nicht nur in Los Angeles oder New York in Scharen. „Es gab ziemlich viele von ihnen“, erinnerte sich Plant lächelnd. „Miss Murphy, die Butter Queen, Little Rock Connie aus Arkansas. Einige von ihnen sind immer noch unterwegs – aber heute sind sie Lehrerinnen und Anwältinnen.“

1969 in Los Angeles war die unangefochtene Königin der Groupies eine gewisse Pamela Ann Miller alias Miss Pamela alias Pamela Des Barres (nachdem sie Mitte der 70er Rocksänger Michael Des Barres geheiratet hatte). Sie war „zu romantisch für One-Night-Stands“. Wenn sie dich ausgewählt hatte, dann war das „für die gesamte Tour – zumindest im Großraum L.A.!“

Miss Pamela sah Zeppelin erstmals im Whisky A Go Go mit ihrer Freundin Miss Mercy. Sie fand, Page sehe in seinem rosafarbenen Samtanzug zerbrechlich und hilflos aus, „wie Sarah Bernhardt“. Sie erinnerte sich, wie Jimmy am Ende des Konzerts zusammenbrach und von zwei Roadies die Treppe hinaufgetragen wurde, von denen „einer anhielt, um Jimmys kirschroten Lederschuh aufzuheben“.

Danach fand eine Party für die Band statt im damals angesagtesten Club der Stadt, dem Thee Charming Experience. Miss Pamela sah Zeppelin dort „am dunkelsten Tisch ganz hinten zechen“. Und sie sah zu, wie Richard Cole „ein junges Mädchen kopfüber durch die Gegend trug, ihre High Heels in der Luft, ihr Höschen an einem Knöchel hängend. Sein Gesicht war zwischen ihren Beinen vergraben und sie klammerte sich an seine Knie, ihren roten Mund weit offen in einem Schrei, den niemand hören konnte. Man konnte nur schwer sagen, ob sie Spaß hatte oder einen Alptraum durchlebte. Und gleichzeitig bekam es jemand direkt auf dem Tisch besorgt“.

Dennoch konnte sie den Blick kaum von Jimmy abwenden, der „abseits von allem dasaß und die Szene beobachtete, als hätte er sie sich so ausgedacht: Bewacher, Schöpfer, unfassbar gutaussehender Popstar“. Entsetzt ergriff sie die Flucht. Doch auch sie war bemerkt worden, und als die Band nach L.A. zurückkehrte, schickte Page Cole los, um sie zu finden. „Es waren nicht nur sie“, sagte Pamela. „The Who machten das auch, und die Jungs von Hendrix.“ Allerdings „waren Zeppelin etwas extrem, sie wurden manchmal etwas ausfallend. Die Mädchen taten alles, um ihnen nahezukommen, und sie nutzten das schon mal aus“.

Page hatte schon einen „bösen Ruf“ als „Herzen-brechender, gnadenloser Ladykiller mit Peitsche und Handschellen, was im totalen Gegensatz zu seinem so perfekt poetischen, engelsgleichen Gesicht stand.“ Was sie aber nicht davon abhielt, für den Rest des Jahres 1969 seine Freundin in L.A. zu werden. An freien Tagen im August blieb er bei ihr, hörte sich immer wieder Testpressungen von LED ZEPPELIN II an und machte sich „haufenweise Notizen“. Robert verbrachte unterdessen Zeit mit einer Freundin Pamelas, Michele Overman.

Vicious Rumours – CELEBRATION DECAY

Keine Experimente

Wie nicht anders zu erwarten, hat Bandleader/Gitarrist Geoff Thorpe einmal mehr ein neues Line-up für
ein neues Vicious-Rumors-Album zusammengestellt. Neben ihm ist bei der Band nur noch Drummer Larry Howe eine weitere Konstante. 41 Jahre am Start, Höhen und Tiefen durchlebt, aber ein echter zweiter Frühling will einfach nicht gelingen. Dabei liefert auch der neue Longplayer das, was die Amis am besten können: straighten US-Metal der alten Schule mit einer modifizierten Soundnote. Die elf Stücke liefern alle Facetten, die im Soundkosmos von Vicious Rumors möglich sind. Der Abgang von Sänger Nick
Holleman ist verkraftbar, Nick Courtney kann ihm gesanglich locker das Wasser reichen. So klingen Tracks wie ›Pulse Of Dead‹ oder ›Any Last Words‹ trotz einer gewissen Ähnlichkeit zu manchen Songs des Vorgängeralbums erfrischend heavy und spritzig. Wer die jüngsten Veröffentlichungen mag, der wird auch dieses Album feiern, denn inzwischen scheint bei Mr. Thorpe angekommen zu sein, was der geneigte Fan von diesen Wegbereitern des frühen US-Power-Metals wirklich hören möchte.

7 von 10 Punkten

Vicious Rumours, CELEBRATION DECAY, STEAMHAMMER/SPV

Bruce Springsteen: Teil von Joe Bidens Wahlkampf-Kampagne

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Bruce Springsteen The Rising 2020Bruce Springsteen unterstützt Joe Biden, den Präsidentschaftskandidaten der Demokraten.

Gestern haben die US-Demokraten offiziell Joe Biden als ihren Präsidentschaftskandidaten für die anstehenden Wahlen nominiert. Teil der Wahlkampagne ist nun auch Bruce Springsteen, der ein neues Video zu seinem Song ›The Rising‹ von 2002 veröffentlicht hat, um Biden zu unterstützen.

Der Clip wurde gestern erstmals auf dem Wahlkonvent der Demokraten gezeigt. Darin sind Ausschnitte von den Black-Lives-Matter-Protesten zu sehen sowie Menschen, die gegen das Corona-Virus kämpfen, Notärzte, Ehrenamtliche und mehr. Auch Springsteen und seine Frau tauchen kurz auf. Das Video schließt mit den Worten Joe Bidens: „Es gibt nichts, was wir nicht schaffen können, wenn wir es gemeinsam machen.“

Rockstories on Tour!

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Christof Leim 2020Musikjournalist und Musiker Christof Leim plaudert aus dem Rock-Nähkästchen…

Übermorgen startet Christof Leim seine kleine Spoken-Words-Tour. In seinem Format „Rock Stories – Die besten Krach- und Lachgeschichten aus 100 Jahren Rock´n´Roll“ erzählt der Musikjournalist und Musiker die wildesten Geschichten des Rock’n’Roll. Es geht um große Stars und große Songs, um Exzesse, Hedonismus, Abgründe und um Superlative generell.

Leim dazu wörtlich: „Endlich wieder raus und Geschichten erzählen! Klar, wir müssen alle weiter einen ‚Joey Ramone’ Abstand halten, aber es wird gut tun, wieder den Rock’n’Roll zu feiern. Ich freue mich auf die kleine Sommertour, schön coronavernünftig mit frischer Luft oder kleinerer Besetzung, aber lustig. Außerdem: Bier ist ein Halsdesinfektionsmittel, oder?“

Mr. Bungle: Neues Album in den Startlöchern

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Mr Bungle 202021 Jahre lang haben Mr. Bungle keine Platte mehr veröffentlicht. Das soll sich im Oktober ändern.

Am 30. Oktober bringen Mr. Bungle nach 21 Jahren Album-Abstinenz die Platte RAGING WRATH OF THE EASTER BUNNY DEMO heraus. Das gute Stück wird sowohl Tracks ihres RAGING WRATH OF THE EASTER BUNNY Demos aus dem Jahr 1986, als auch Cover von S.O.D., Exploited oder Corrosion of Conformity enthalten.

Die Original-Mitglieder des experimentellen Metal-Allstar-Projekts Mike Patton, Trevor Dunn und Trey Spruance werden zusammen mit Scott Ian von Anthrax und Dave Lombardo, ehemals Drummer bei Slayer, auf der Platte zu hören sein.