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Start Blog Seite 378

Blackberry Smoke: Neues Album erscheint im Mai

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Am 25. Mai veröffentlichen Blackberry Smoke ihre neues Album YOU HEAR GEORGIA, eine Hommage an ihren Heimatstaat. Die gleichnamige Leadsingle haben die Southern Rocker auch schon als ersten Vorgeschmack ausgekoppelt.

Charlie Starr über das Lied: „Textlich geht es in dem Song darum, dass der Süden missverstanden wird. Es ist offensichtlich eine raue und unruhige Welt und es gibt eine Menge schlechter Menschen. Aber es gibt auch eine Menge guter Menschen. Es begann mit der Idee, dass die Leute eine vorgefasste Meinung über dich haben könnten, weil du einen dicken Südstaaten-Akzent hast, und weitete sich dann auf die Realität aus, dass manche Leute es einfach so schwer haben, miteinander auszukommen, dank politischer oder religiöser Ansichten, oder einfach nur, weil Du aus einem bestimmten Teil des Landes kommst.“

So sieht das Cover der neuen Platte aus:

Iggy Pop: Neues Video zu ›Do Not Go Gentle Into That Good Night‹

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Vor wenigen Stunden hat Iggy Pop ein neues Video veröffentlicht. Darin sieht man den Künstler, wie er das Gedicht ›Do Not Go Gentle Into That Good Night‹ von Dylan Thomas rezitiert. Bereits auf seiner 2019 erschienenen Platte FREE war das Gedicht zu hören.

Im Video sieht man lediglich Iggys Gesicht in Totalaufnahme vor einem schwarzen Hintergrund. Subtile Verflüssigungseffekte in Kombination mit dem Klangteppich und seiner dunklen Erzählstimme erzeugen eine leicht hypnotische Atmosphäre.

Aerosmith: Pump It Up!

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Nach ihrem Multimillionenseller PERMANENT VACATION war es an der Zeit für Aerosmith, noch einen draufzulegen. Sie nahmen die Herausforderung an, holten aus und landeten mit PUMP, ihrem größten Album überhaupt, einen absoluten Volltreffer.

Ich fragte also einmal Steven Tyler und Joe Perry: Ist es wahr, dass ihr mal… „Ja!“, kläffte Tyler wie ein hyperaktiver Welpe mit violetter Sonnenbrille. „Alles ist wahr!“ Und was ist mit diesem einen Mal, als… „absolut“, sagte Perry mit seinem Revolverhelden-Bariton, von Kopf bis Fuß in Leder gekleidet. Und… „mehr als einmal“, sagte Tyler grinsend, schob sein langes Haar zu­rück, um seine schmollenden Ge­­sichts­züge noch besser zu präsentieren. „Und an noch viel mehr Orten.“ Aber… „Wir sind heute nicht mehr so“, sagte Perry und beweg­te dabei kaum seine Lippen. „Wir machen heute anderen Scheiß.“ Ah, okay, dann hätten wir das ja geklärt. Hätte ich sagen sollen, tat es aber nicht.

Es war ein sonniger Sonntagmorgen in London im Spätsommer 1989 und ich interviewte „die Jungs“ von Aero­­smith zur Veröffentlichung ihres neuen Albums mit dem schlichten Titel PUMP. Steven und Joe kamen gerade aus dem Fitnessstudio, wo sie ihren üblichen zweistündigen Morgen-Workout absolviert hatten. Jetzt tranken sie gemeinsam Kannen von starkem schwarzen Kaffee. „Das ist heute unser Rausch“, erklärte Tyler und schenkte sich seine dritte Tasse ein. „Mach dich erst auf dem Rudergerät fertig und trink dann das hier. Das ist wie ein Speedball“, sagte er und schmatzte mit seinen ausladenden Lippen, „nur ohne das Runterkommen.“ „Oder die Scheidungen“, fügte Perry staubtrocken hinzu. Ich hatte versucht, etwas über die schlechten alten Zeiten der 70er aus ihnen herauszuholen. Jene Zeit, als sie getrennt in separaten Limousinen reisten, Kapseln mit Beruhigungsmitteln in ihre Schals genäht waren, Zellophanbeutel in der Größe von Mülltüten voller Heroin ebenso wie koksbefeuerte Tourbegleiterinnen an der Tagesordnung waren. Lange, schlaflose Nächte wurden zu Jahren und ganzen Leben, und dann – boom! Keine Happy Ends. Aber sie wollten davon nichts wissen. Sie hatten all diese Fragen schon mal gestellt bekommen. Eine Fantastillion mal. Leg mal ’ne andere Platte auf. Also tat ich das.

Aerosmith Pump

Aerosmith kamen aus einer Zeit, in der sie vor allem mit zwei Bands verglichen worden waren: den Rolling Stones und Led Zeppelin. Sie verbanden den breitbeinigen Outlaw-Status von Ersteren mit dem titanischen Breitwandsound von Letzteren, damals, als der Rock noch rollte, die Drogen das Bewusstsein noch erweiterten und Mädels am Hintereingang noch umsonst reinkamen. Doch jetzt, Ende der 80er, waren ihre größten Konkurrenten Mötley Crüe und Poison, Bon Jovi und Guns N’ Roses. Die LSD-„Heads“ von einst waren von Headbangern ersetzt worden, Deep Cuts von Videos, die auf den kleinsten gemeinsamen Nenner abzielten, Scheiße durch Zucker, Klasse durch Masse (und Ärsche).


Die Frage war, wie wohl sich Aero­smith – eine Band, die sich ihren (schlechten) Ruf dadurch erarbeitet hatte, nicht mal von der Existenz von Regeln zu wissen – nun fühlten inmitten von all diesem handzahmen Müll. „Du meinst Heavy Metal?“, zischte Tyler und streckte seine Hand aus, um seine fein polierten Fingernägel zu begutachten. „Ich erkenne das, was wir tun, nicht mal wieder in den Bands, die du da erwähnst. Vielleicht haben Guns N’ Roses noch ein bisschen was von der echten Substanz. Aber für mich waren es immer Led Zeppelin, die die ganze Sache erfunden hatten. Wir kamen etwas später, aber wir hatten alle dieselben musikalischen Wurzeln, die auf die Yardbirds, Eric Clapton, Jeff Beck zurückgingen…und die Stones und die Beatles. Aber wir versuchten nicht, total heavy zu sein. Wir wollten einfach nur laut rocken. Aber dabei auch tolle Songs haben, ob das nun großartige Balladen zum Entspannen wie ›Dream On‹ waren oder funky tanzbare Nummern wie ›Sweet Emotion‹ oder ›Walk This Way‹. Und ich denke, das ist uns auch gelungen.“

Bei all diesen guten Zutaten, wieso hatten sie dann nie kommerziellen Erfolg außerhalb der USA? „Oh, das ist einfach“, sagte Perry und kaute Kaugummi, während er seinen Kaffee trank. „Weil wir nie irgendwoanders tourten.“ Aber warum? Er sah mich an, als hätte ich gerade ins Bett geschissen. „Drogen, Mann! Die Drogen! Wir konnten es nicht riskieren, über Flughäfen zu reisen.“ Dann stimmt es also, was man erzählt? „Das sagten wir doch gerade“, erwiderte Tyler. „Alles davon!“ „Absolut“, stimmte Perry zu. Okaaay.

Fakt ist, dass keine der Fragen, die man Rockbands in jenen so unbekümmerten Tagen stellte, noch auf Aerosmith zutrafen. Tyler war 41 und Perry 39, als PUMP erschien. Sie und der Rest der Band – Bassist Tom Hamilton (38), Rhythmusgitarrist Brad Whitford (37) und Schlagzeuger Joey Kramer (39) – waren alt genug, um zu wissen, dass man den neuen Status von MTV als Herrscher des Universums oder die gierige Vorliebe der Musikindustrie für CDs mit schlechtem Klang, aber hoher Gewinnmarge nicht infrage stellen durfte. Und immerhin hatten Aerosmith über ein Jahrzehnt nach eigenem Gutdünken schalten und walten dürfen – sie schrieben ihre eigenen räudigen Songs, bis sie alle anfingen, gleich zu klingen (nur nicht so gut), und lebten ihre eigenen räudigen Träume aus, bis sie zu Alpträumen wurden. Und damit hörten sie erst auf, als die Fuhre schon längst aus der Spur geraten war. Nach einem qualvollen kollektiven Entzug 1986, den der damalige Manager Tim Collins durchgesetzt hatte, und einem Meeting, in dem ihr Label Geffen Records ihnen das Messer auf die Brust setzte und klarmachte, dass sie nur bleiben dürften, wenn sie tun, was man ihnen sagt, hatten Aerosmith widerwillig „Hilfe“ im Studio für ihr nächstes Album PERMANENT VACATION akzeptiert – ein verzweifelter letzter Versuch, eine Karriere zu retten, die die meisten schon für unwiderruflich beendet hielten.


Und diese Hilfe bestand vor allem aus Produzent Bruce Fairbairn, ein brandheißer Name nach dem gigantischen Erfolg in jenem Jahr von Bon Jovis SLIPPERY WHEN WET, sowie Desmond Child, einem Autor zuverlässig austauschbarer Rockhits für Kiss, Joan Jett und ebenfalls Bon Jovi (›You Give Love A Bad Name‹ und ›Livin’ On A Prayer‹ von 1986). Child hatte sich auf PERMANENT VACATION selbst übertroffen und der Band „geholfen“, ›Dude (Looks Like A Lady)‹ und ›Angel‹ zu erschaffen, ihre größten eigenen Hitsingles seit den 70ern. Jim Vallance, der gerade innerhalb von drei Jahren neun US-Top-20-Singles mit Bryan Adams geschrieben hatte, wurde ebenfalls an Bord geholt, um bei vier Songs mitzuwirken, darunter der andere große Hit jener Platte, ›Rag Doll‹. All diese Unterstützung sowie eine immer erfolgreichere, einjährige „Welt“-Tournee (die Europa komplett links liegen ließ) führten PERMANENT VACATION fast in die US-Top-10. Es wurde das erste Aerosmith-Album seit einem Jahrzehnt, das sich über eine Million mal verkaufte. Neustart geschafft. Neuausrichtung abgenickt. Jetzt aber ran an das ganz große Ding. „Nein, wir spürten keinen größeren Druck, als wir diese Platte gemacht haben“, behauptete Tyler, als ich ihn kurz vor der Veröffentlichung von PUMP danach fragte. „Wir haben bei unseren Albumproduktionen noch nie irgendwelchen Druck verspürt. Der einzige Druck diesmal bestand darin, etwas weniger so zu sein, wie es die Plattenfirma wollte, und mehr wie wir selbst. Diesmal wollten wir es wirklich krachen lassen.“


Tatsächlich war das Ziel bei den PUMP-Session zumindest am Anfang, einen soliden Nachfolger zu PERMANENT VACATION ohne große Überraschungen abzuliefern, inklusive derselben Mitstreiter, also wieder Fairbairn als Produzent sowie Child und Vallance als Co-Autoren, die jeweils zwei Songs beisteuerten. Darunter waren zwar auch zwei Hits – ›What It Takes‹ und ›The Other Side‹ –, doch diesmal war es die Band selbst, die für die echten Juwelen sorgte. Tyler und Perry schrieben ›Love In An Elevator‹, die vielleicht emblematischste Verkörperung eines Aerosmith-Rockers überhaupt, und dann war da noch Tyler und Hamiltons atmosphärisches, fesselndes ›Janie’s Got A Gun‹. Erstere Nummer war urtypisch für die Band: viel Humor, dicke Gitarren, kreischende Vocals, donnerndes Schlagzeug und, na ja, eben frech und tanzbar – eine Eigenschaft, die im formelhaften Hair-Metal jener Zeit Mangelware war. Selbst der im Stil der Barbershop-Quartette gesungene Abschluss zeugte von einer Band, die über den eng gesteckten Tellerrand ihrer vermeintlichen Konkurrenz hinausblicken wollte.

Bruce Springsteen: Podcast mit Barack Obama

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Im brandneuen Podcast „Renegades: Born In The USA“ sprechen Bruce Springsteen und Ex-Präsident Barack Obama gemeinsam über Themen wie Zugehörigkeit, Vaterschaft, Ehe und die aktuelle Situation Amerikas auch über ihre Freundschaft, Vorbilder und moderne Männlichkeit.

Die ersten beiden Folgen kann man bereits jetzt auf Spotify nachhören, insgesamt werden acht Episoden des Podcasts veröffentlicht.

Blackmore’s Night: Neues Video zu ›Nature’s Light‹

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Zum Titeltrack ›Nature’s Light‹ vom kommenden Album von Blackmore’s Night gibt es jetzt ein neues Video zu sehen, das die Atmosphäre eines Mittelaltermarktes einzufangen versucht.

Ritchie Blackmore dazu: „Ich hörte eine ähnliche Melodie und spielte sie Candice vor. Ich meinte: Das klingt doch nach Menschen, die auf einen Markt gehen, nach einem Zeremoniell, an dem der König und die Königin teilnehmen. Es bedurfte dieses bombastischen Prunks. Das hier ist eine königliche Ankündigung für das Königshaus.“

Mötley Crüe: 15 Jährige singt ›Live Wire‹ bei American Idol

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Bei der Castingshow „American Idol“ nahm jüngst Kandidatin Casey Bishop teil und sang unerwarteterweise ›Live Wire‹ von Mötley Crüe (vom Debüt TOO FAST FOR LOVE) vor.

Die 15-Jährige überraschte mit dieser speziellen Songauswahl die Jury und konnte vollends überzeugen, als sie noch Ella Fitz Geralds ›My Funny Valentine‹ nachlegte. Juror Luke Bishop meinte nach ihrer Performance sogar, dass sie die Staffel wahrscheinlich gewinnen würde.

Casey Bishop singt ›Live Wire‹:

https://youtube.com/watch?v=XHR5mt2gBjo

Hier das Original von Mötley Crüe:

Video der Woche: Led Zeppelin live mit ›Rock’n’Roll‹

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Heute im Jahr 1972 erschien ›Rock’n’Roll‹ von Led Zeppelin als Single mit der B-Seite ›Four Sticks‹, bereits im November 1971 war der dynamische Rock’n’Roll-Song und Publikumsliebling auf LED ZEPPELIN IV veröffentlicht worden. Auf der Aufnahme ist Pianist Ian Stewart, Gründungsmitglied der Rolling Stones, zu hören.

Aus diesem Anlass blicken wir zurück auf das Jahr 1973, als Led Zeppelin diesen Hit live als Opener bei ihren legendären und im Konzertfilm „The Song Remains The Same“ festgehaltenen Shows im Madison Square Garden spielten:

The Melvins – WORKING WITH GOD

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Übersteuerte Gitarren, aber nicht ohne Humor

Indie mit Punk/Grunge-­Ethos (oder umgekehrt), Heavy Metal mit Humor? Das können nur die Melvins sein. Gleich beim ersten Song des Nachfolgers zu PINK US ABORTION TECHNICIAN (2018) tritt das 1983 gegründete Trio aus dem US­-Bundesstaat Washington den Beweis an, dass es seinen Sinn für Humor nicht verloren hat. Denn ›I Fuck Around‹ ist eine überdrehte, aber respektvolle Coverversion des Beach­Boys­-Klassikers ›I Get Around‹, bei dem es offenbar darum ging, so oft wie möglich das schöne Wörtchen ›Fuck‹ unter­zubringen. Und auch wie man Gitarren brachial übersteuert und sie beständig Monster-­Riffs ausspucken lässt, haben sie genauso wenig ver­lernt. Die Songs sind heavy, richtig heavy, laut und schmutzig, dennoch ist das natürlich kein Heavy Metal, wie er im Buche steht. Dafür streuen Gründungsmitglied Buzz Osborne, Dale Grover und der zurückgekehrte Original­-Drummer Mike Dillard zu viele verstörende Komponenten ein wie etwa Noise-­Soli an der Grenze zur reinen Abstraktion, Spoken­Word­-Passagen, irre Rückwärts­-Gimmicks, Doo­-Wop-­Einsprengsel oder abstruse Skizzen wie ›Brian, The Horse­ Faced Goon‹. Ganz neu ist dieser Ansatz 2021 zweifelsohne nicht, aber er macht immer noch verdammt viel Spaß.

7 von 10 Punkten

The Melvins/WORKING WITH GOD/IPECAC/PIAS/ROUGH TRADE