Und ab und an trägt der Lockdown schließlich doch tolle Früchte: Mick Jagger und Dave Grohl machen gemeinsame Sache.
Während des Lockdowns war Sir Mick Jagger nicht untätig und hat an einer Single namens ›Eazy Sleazy‹ gearbeitet. Gemeinsam mit Dave Grohl, dem Chef der Foo Fighters, hat der Rolling Stone den Song dann mal eben aufgenommen. Neben den Drums hat Grohl auch die Gitarre und den Bass für die Nummer eingespielt.
„Shooting the vaccine, Bill Gates is in my blood stream“ ist nur eine herrlich ironische Zeile aus ›Eazy Sleazy‹, das sich mit der derzeitigen Pandemie-Situation beschäftigt. Den ganzen Song hört ihr hier:
FRÜHJAHR 1969: Das Hardrock-Trio Jeronimo wird in Frankfurt aus der Taufe gehoben.
Peter Hauke, Produzent des Frankfurter Labels Bellaphon, stand Ende 1968 der Sinn nach deutscher Rock-Nachwuchsförderung. Als ehemaliger Musikus der lokal bekannten Beat-Formation The Rollicks, auch unter The Shouters und The Thunderbeats ein Begriff, die für CBS einige Singles einspielten, heuerte Hauke kurzerhand seine Ex-Bandkumpanen an: Gitarrist Rainer Marz, Bassist Gunnar Schäfer und Schlagzeuger Ringo Funk entsprachen im herben Hardrock-Modus samt langhaarig bärtiger Verwegenheit ganz und gar dem damals gängigen Zeitgeist-Band-Modell.
Benannt nach Apachen-Kriegshäuptling Geronimo, schlugen gleich die ersten beiden, binnen weniger Monate veröffentlichten Singles von Jeronimo wie eine Bombe ein – obwohl es sich um Coverversionen von zwei US-Welthits han-delte: ›Heya‹ vom indianischen Musikus J.J. Light und ›Na Na Hey Hey Kiss Him Good Bye‹ von Steam. Unter Haukes effizientem Produktionshändchen klangen beide Fassungen um einiges dynamischer. 1970 erschien das grundsolide Debüt COSMIC BLUES, kurz nachdem Bellaphon mit der Langrille SPIRIT ORGAZMUS ein Kuriosum in die Ladenregale stellte: Eine Vinyl-Seite gehörte Jeroni-mo, die andere Creedence Clearwater Revival – denn deren Label Fantasy lizensierte bis zur Trennung von CCR an Bellaphon.
https://youtube.com/watch?v=6ZgSXjsdY9c
Hauke gründete das Deutschrock-Label Bacillus. Derweil tourten Jeronimo mit Steppenwolf, Deep Purple und Golden Earring, nahmen auch am Progressive Pop Festival im April 1970 in Köln teil. Gitarrenvirtuose Marz, längst ein gefragter Studiomusiker, stieg noch vor der Produktion der Nachfolge-LP JERONIMO (1971) aus und beschritt kurzzeitig Solopfade. Als Ersatz kam Michael Koch. Als das finale Werk TIME RIDE 1973 erschien, befanden sich Jeronimo schon in Auflösung. Ringo Funk stieg bei der Soul-Rock-Combo Atlantis um Ausnahmevokalistin Inga Rumpf ein.
Was bewegt Menschen eigentlich dazu, sich gegen alle Sicherheiten im Leben zu stellen, ihr Equipment in einen Van zu werfen und durch die Lande zu fahren, um Musik zu machen? Dieser Frage geht Dave Grohl nach.
Der Film, der in Deutschland ab dem 30. April auf Amazon Prime zu finden sein wird, beschäftigt sich mit der grundsätzlichen Frage, was Musiker antreibt. Der Frontmann der Foo Fighters führte Regie und bekam neben seinen Bandkollegen auch Unterstützung von einigen Freunden wie Steven Tyler (Aerosmith), Lars Ulrich (Metallica), Slash und Duff McKagan (beide Guns N‘ Roses), Brian Johnson (AC/DC), Ringo Starr (Beatles), Flea (Red Hot Chilli Peppers) und vielen mehr.
Doch nicht nur Interviews mit besagten Gentlemen sollen der Frage des „Warum“ auf den Grund gehen, sondern auch Aufnahmen des Tourlebens, spezieller die der beiden jüngeren Bands Starcrawler und Radkey. Grohl selbst sagte: „Dieser Film ist ein Liebesbrief an jeden Musiker, der je mit seinen Freunden in einen alten Van gesprungen ist und alles zurückgelassen hat, einfach nur, um Musik zu spielen.“
Eine grandiose Neuigkeit für alle AC/DC-Fans: Brian Johnson veröffentlicht noch in diesem Jahr seine Memoiren.
„Ich habe lange und grandiose Nächte hinter mir, ein paar schlechte und gute Tage und während dieser Zeit habe ich mich vom Chorknaben zum Rock’n’Roll-Sänger gemausert. Und jetzt habe ich mich hingesetzt und ein verdammtes Buch darüber geschrieben.“, so Brian Johnson wörtlich über „The Lives Of Brian“, seiner Autobiographie, die am 21. Oktober in den USA und im UK erscheinen soll.
Angefangen bei seiner Kindheit arbeitet sich Johnson durch seinen Lebensweg und erzählt dabei von seiner Zeit bei Geordie, seinem schicksalsträchtigen Einstieg bei AC/DC, dem vorläufigen Ausstieg während der „Rock Or Bust“-Tournee und natürlich der triumphalen Rückkehr mit dem jüngsten Album POWER UP. Brian Johnson ist das erste AC/DC-Mitglied, das eine Autobiographie veröffentlicht. Vor allem die Young-Brüder waren immer sehr darauf bedacht, nicht zu viele interne Informationen an die Öffentlichkeit gelangen zu lassen.
Nachdem schon länger spekuliert wird, ob Sänger Adam Lambert mit Roger Taylor und Brian May nicht nur alte Songs performt, sondern auch neues Material geschrieben wird, gibt es jetzt eine vorsichtige Antwort.
Abgesehen von einer Neuaufnahme von ›We Are The Champions‹, das umbenannt wurde in ›You Are The Champions‹ zu Ehren von Pflegenden und Krankenhausmitarbeitern, haben Queen mit Adam Lambert keine neuen Songs geschrieben und aufgenommen. Das könnte sich ändern. Gitarrist Brian May erzählte jüngst, er, Taylor und Lambert hätten Verschiedenes im Studio ausprobiert. So richtig hingehauen hat es bisher allerdings noch nicht. Die Idee sei jedoch nicht auf dem Abstellgleis gelandet, die Pandemie mache das Ganze allerdings nicht unbedingt einfacher.
Die Aufnahme von ›You Are The Champions‹ wurde auch auf Platte veröffentlicht, ein begehrtes Sammlerstück, da sie auf 3000 Exemplare limitiert wurde. Sämtliche Einnahmen gehen an die World Health Organisation.
Seit dem Tod von Sänger Freddie Mercury haben Queen kaum Neues produziert. Abgesehen von MADE IN HEAVEN, welches nach dem Tod des Frontmanns erschien, allerdings mit Tracks, die er vor seinem Tod aufnahm, gab es nur ein Studioalbum: THE COSMOS ROCKS mit Paul Rodgers im Jahr 2008. Nun könnte Adam Lambert in dessen Fußstapfen treten, nachdem er bereits fast zehn Jahre mit Queen Konzerte gibt.
Nachdem Guns N‘ Roses neulich ihre Europatour auf 2022 verschieben mussten, gibt es jetzt als kleinen Trost neue Mitschnitte aus Brasilien.
Ein wenig Nostalgie kommt auf, wenn man tausenden von Menschen dabei zusieht, wie sie Axl Rose, Slash, Duff McKagan und Co feiern. Sechs Liveversionen wurden jetzt ausgewählt und in einem gut 35-minütigen Video auf Youtube veröffentlicht: ›It’s So Easy‹, ›Welcome To The Jungle‹, ›Sorry‹, ›Rocket Queen‹, ›Used To Love Her‹ und ›Nightrain‹.
Als Teil der „Not In This Lifetime Selects“ folgt jetzt Brasilien und reiht sich bei Auftritten auf dem Download Festival, in Mexico City und Houston ein. 2022 wollen sich die Amerikaner wieder nach Europa wagen mit einem geplanten Deutschlandkonzert in München. Andere Stopps sind England, die Niederlande, Polen, Portugal, Spanien, Italien, Schweden und Norwegen. Bis dahin bleiben erst einmal die Live-Mitschnitte.
Der Impffortschritt in Deutschland läuft zäher als der Fortschrittsbalken auf einem alten Windows-98-PC. Unsere Top 10 der passendsten Songs für Impfwillige unter 80 verleiht der ganzen Warterei wenigstens ein kleines Augenzwinkern.
Tom Scholz feiert heute seinen 74. Geburtstag. Ein guter Anlass, sich das Debütalbum von Boston und speziell die erfolgreiche Single ›More Than A Feeling‹ etwas genauer anzuschauen.
›More Than A Feeling‹ ist einer der Songs, an denen Tom Scholz bereits vor Bostons Vertrag mit dem Label gearbeitet hatte. Das Album selbst erschien 1976, doch an diesem und fünf weiteren Songs arbeitete Scholz schon 1974 und 1975 in seinem Keller.
Das Album mit der dazugehörigen Single verschaffte Boston nicht nur den Durchbruch, ›More Than A Feeling‹ wird bis heute gespielt, egal ob auf Hochzeiten, Parties oder in Clubs. Und auch die Rock’n’Roll Hall Of Fame nahm den Song auf ihre Liste der„500 Songs, die Rock’n’Roll formten“.