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Plattensammler: Chris Norman

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Chris Norman, der es durch seine Zeit von 1975 – mit kurzer Unterbrechung – bis 1986 als Sänger und Gitarrist von Smokie zu Weltruhm brachte, kehrt in diesen Tagen zurück auf die Bühnen des Landes. Anlässlich seiner Tour, die ihn und sein aktuelles Album JUNCTION 55 in zahlreiche deutsche Städte führte, kramte er sich mit uns durch seine Herzensmusik.

DIE ERSTE MUSIK, AN DIE ICH MICH ERINNERN KANN
Wenn ich zurückblicke, habe ich mein Leben lang Musik gehört, immer lief etwas. Als ich noch ein kleiner Junge war, lebte ich bei meinen Großeltern im Norden von Yorkshire zusammen mit meiner Tante Peggy und ihren vier Kindern. Regelmäßig kamen wir im Wohnzimmer zusammen, um gemeinsam Lieder aus den 30ern und 40ern zu singen. Und ich erinnere mich, wie ich in ganz jungen Jahren Radio hörte: Lieder wie ›Love And Marriage‹ von Alma Cogan, eine meiner Lieblinge, und Frank Sinatras ›All The Way‹. Auch ›Over The Rainbow‹ von Judy Garland wurde viel bei uns im Haus gespielt.

DAS ERSTE LIED, DAS ICH JE LIVE GESPIELT HABE
Es ist nicht einfach, das ganz sicher zu sagen. Ich glaube, mein erster Auftritt war 1965/66 mit einer Gruppe namens The Yen. Mitglieder waren Alan Silson, Ron Kelly am Schlagzeug und ich. Wir spielten auf Rons Schulball auf der Birken shaw School in Yorkshire. Ich weiß noch, dass wir ›Hold Tight‹ von Dave Dee, Dozy, Beaky, Mick And Tich als Eröffnung spielten, gefolgt von Songs der Beatles, der Kinks und anderen.

DAS BESTE ALBUM, DAS ICH JE GEMACHT HABE
Ich muss wirklich sagen, mein neues, JUNCTION 55. Ich fühle aufrichtig, dass dies mein bestes Soloalbum ist. Ich bin sehr stolz darauf. Wenn man nach Erfolg und Verkäufen entscheidet, wäre es aber wohl eines der Smokie Werke wie BRIGHT LIGHTS & BACK ALLEYS oder MIDNIGHT CAFE.

DIE SCHLECHTESTE PLATTE, DIE ICH JE GEMACHT HABE
Das am schlechtesten produzierte und klingende Album war vermutlich STRANGERS IN PARADISE von Smokie. Aber die Platten, die einfach am wenigsten mein Stil waren und mir deshalb am wenigsten gefallen, sind SOME HEARTS ARE DIAMONDS und vielleicht noch FULL CIRCLE.

DER GITARRENHELD
Ich habe da einige, die ich sehr mag: Eric Clapton, Jeff Beck, Jimi Hendrix, Tommy Emmanuel und Geoff Carline, der Gitarrist in meiner Band ist.

DIE STIMME
Oh, ich verehre einige großartige Sänger. Steve Marriott von den Small Faces und Humble Pie, auch Paul Rodgers, Little Richard, Frank Sinatra, Tom Jones und viele mehr.

DAS BESTE ALBUM ALLER ZEITEN
Es muss ein Beatles Album sein. Vielleicht SGT. PEPPER‘S oder REVOLVER. Ich mag aber auch sehr BRIDGE OVER TROUBLED WATER von Simon & Garfunkel.

DIE UNTERBEWERTETSTE BAND ALLER ZEITEN
The Marmalade aus den späten 60s/frühen 70s waren großartig und werden kaum gewürdigt. Auch Crowded House werden häufig übersehen.

DIE BESTE LIVE-BAND, DIE ICH JE GESEHEN HABE
In meinen frühen Jahren traten wir neben einer Gruppe namens Bitter Suite auf und sie haben mich umgehauen. Sie waren so gut, schafften aber nie den Durchbruch. Ungefähr 1965 sah ich außerdem mal die Rolling Stones und sie spielten damals hervorragend. Ich hab sie dann noch mal 1979 gesehen und zu dieser Zeit waren sie nicht so gut.

MEIN SAMSTAGABEND/ PARTY-LIED
›All Right Now‹ von Free.

DER KÜNSTLER/DIE BAND, DIE ICH GERNE EINMAL LIVE GESEHEN HÄTTE
Die Beatles. Ich hatte nie die Gelegenheit dazu. Und Tina Turner, ich wünschte, ich hätte sie mal live gesehen.

DER SONG, VON DEM ICH WÜNSCHTE, IHN GESCHRIEBEN ZU HABEN
Da gibt es viele. ›Hey Jude‹ ist einer, und ›Don‘t Give Up‹ von Peter Gabriel, auch ›The Boxer‹ von Simon & Garfunkel.

DAS LIED, DAS BEI MEINER BEERDIGUNG GESPIELT WERDEN SOLL
›See You In My Dreams‹.

David Gilmour: Neues Album LUCK AND STRANGE

Im September veröffentlicht Pink-Floyd-Mann David Gilmour sein neues Soloalbum.

Am 6. September erscheint das neue Soloalbum LUCK AND STRANGE von David Gilmour. Es ist die erste Soloplatte des Pink-Floyd-Mannes in neun Jahren. Fünf Monate arbeitete Gilmour in Brighton und London an der LP, die von David und Charlie Andrew produziert wurde.

David Gilmour über seine neuen Mitstreiter: „Wir haben Charlie eingeladen und er hörte sich ein paar Demos an, die er dann ungefähr so kommentierte: ‚Muss da wirklich ein Gitarrensolo hin?‘ oder ‚Werden alle Songs ausgefadet? Wir wär’s mit einem richtigen Ende?‘. Es ist wunderbar, dass er kaum etwas von meiner Vergangenheit weiß und auch keinen Respekt vor ihr hat. Er ist sehr direkt und erstarrt nicht in Ehrfurcht – das gefällt mir unglaublich gut. Was du am wenigsten brauchen kannst, sind Leute, die dir nach dem Mund reden.

Die Texte stammen großteils von Gilmours Co-Autorin Polly Samson, mit der er schon seit 30 Jahren kollaboriert. „Es geht um Sterblichkeit, darum, wie du die Welt betrachtest, wenn du älter wirst.“,meint Samson. Und Gilmour fügt hinzu: „Während des Lockdowns und danach haben wir viel über diese Themen nachgedacht.“ Auf dem Titeltrack des Albums ist eine Aufnahme des verstorbenen früheren Pink Floyd-Keyboarder Rick Wright zu hören, die 2007 bei einer Jam Session in Davids Scheune entstand.

Im Song „Between Two Points“ wird David von seiner Tochter Romany Gilmour an Gesang und Harfe unterstützt.

Ab dem 12. Juli überall am Kiosk und in unserem Shop versandkostenfrei bestellbar: Pink Floyd – das Sonderheft! Die gesamte Historie der Band, Album für Album nacherzählt.

Status Quo und Canned Heat: Live auf dem Tollwood, München (08.07.)

Boogie Nights

Es herrscht perfektes Konzertwetter, als man an diesem Montagnachmittag mit der besten Quo-Begleitung – Papa – durch den Olympiapark zum Tollwood Festival schlendert. 24 Grad, eine leichte Brise, dazu kulinarische Rundumversorgung in schönstem Ambiente, bevor das Konzert beginnt. Man hat es schon im Gefühl, dass dies ein guter Abend wird und bereits beim Start von Canned Heat mit ›On The Road Again‹ um kurz nach sieben wird man bestätigt. Heute macht’s Spaß, die Leute sind gut drauf, die Musiker auf der Bühne voller Elan, die Temperatur im großen Musikarena-Zelt angenehm (im Gegensatz zur Toto-Show vor zwei Wochen, wo einem beim Betreten der Venue eine atemberaubende Hitzewand ins Gesicht schlug).

Canned Heat eröffnen den Abend

Neun Nummern gibt die legendäre Gruppe um Urgestein und Drummer Fito de la Parra (seit 1967 in der Band) zum Besten und vergisst dabei den Boogie natürlich nicht. Beim Publikum wirft dieser unwiderstehliche Rhythmus sofort den Motor an und es wird bis zum letzten ›Euro Boogie“ inklusive Schlagzeugsolo getanzt und gefeiert. Nach einer zügigen Umbaupause werden dann die weißen Status-Quo-Halfstacks enthüllt und pünktlich um 20:15 Uhr kommen Francis Rossi, Rhythmusgitarrist Richie Malone, Bassist Rhino Edwards, Multiinstrumentalist Andy Bown und Drummer Leon Cave auf die Bühne – natürlich standesgemäß und zum Equipment passend in weißen Hemden, weißen Sneakers und schwarzen Hosen. Schneidig und elegant sieht er aus, der Rossi Francis, und agiert mit seinen 75 Jahren agil und cool, auch wenn er in einigen jüngsten Interviews immer wieder betonte, wie anstrengend eine Status-Quo-Show inzwischen für ihn sei.

https://www.youtube.com/watch?v=Gqusuk4H1DQ

Signor Rossi ist gut drauf…

Los geht das Set mit ›Caroline‹, gefolgt von ›Rain‹, ›Little Lady‹, ›Softer Rain‹, ›Beginning Of The End‹ und ›Hold You Back‹. Man merkt schnell, dass heute Feuer in der Hütte ist. Zuletzt hatte man Status Quo in einer eher sterilen und nur halb vollen Kultur- und Kongresshalle gesehen, das gut gefüllte und stimmungsvolle Tollwood-Zelt ist da heute schon eine andere Hausnummer und das merkt man den Musikern auf der Bühne an. Die haben Bock, die werfen sich während des Spielens Witzchen zu, lachen laut, haben Spaß.

Signor Rossis Ansagen zwischen den Liedern sind eh legendär. Der Brite mit italienischen und irischen Wurzeln ist bekannt für seinen schwarzen Humor, seinen schneidenden Sarkasmus und nimmt das deutsche Publikum, das seinen schnellen Ausführungen nicht immer zu 100% folgen kann, gerne auf die Schippe. Sein erster deutscher Satz sei damals in den 60ern „Wo ist der Weg nach Bielefeld?“ gewesen, erklärt er zwinkernd. Und bevor Status Quo ihr Medley aus acht Songs anstimmen, zeigt Rossi seinem nicht perfekt sitzen wollenden Kapodaster (zum Umstimmen der Gitarre) entnervt den Mittelfinger und erklärt dem Publikum dann: „Das bedeutet: ‚Du bist die Nummer 1‘.

https://www.youtube.com/watch?v=NgOZBasptzE

Mitten im Set fliegt dann plötzlich etwas auf die Bühne. In vielen Fällen werden Musikschaffende eher ungehalten, wenn die Leute Dinge wie leere Becher auf die Bühne werfen. Rossi hebt das unbekannte Flugobjekt hoch und zeigt es in die Kamera: Es ist eine Tüte Fertig-Rösti mit Soße. Verwundert lachend bedankt er sich und meint: „Das werde ich später sicher essen.“

Danach geht es ungebremst weiter mit insgesamt knapp 90 Minuten Boogie-Hardrock und das Publikum geht jeden Schritt mit. Die beliebten Refrains werden mitgesungen, wenn Rossi hüpft, hüpfen die Leute auch, die vielen Instrumentalteile an diesem Abend werden ebenso gefeiert wie die bekanntesten Passagen der großen Hits. Mit denen endet das Set dann auch fulminant. ›Down Down‹, ›Whatever You Want‹ und ›Rockin‘ All Over The World‹ bilden den brillanten Abschluss eines nicht minder brillanten Konzerts. Nach einer letzten Zugabe mit ›Don’t Waste My Time‹ verabschieden sich Status Quo von der Bühne und sind sich wahrscheinlich genauso sicher wie Vater und Tochter: das war eine tolle Boogie Night.

Rory Gallagher: Seine legendäre Stratocaster wird versteigert

Wer ein Instrument von Gitarrengott Rory Gallagher besitzen möchte, hat jetzt die Chance dazu…

Rory Gallagher war ein Gitarrenheld. Da ist es nicht überraschend, dass seine Instrumente unter Interessierten einen besonderen Stellenwert innehaben. Seine legendäre Fender Stratocaster, Baujahr 1961, wird jetzt versteigert. Urpsrünglich hatte Gallagher sein Instrument im Jahr 1963 für 100 Pfund in „Crowley’s Music Store“ in Cork in Irland gekauft. Nach einigen Modifikationen wurde sie zu seiner wohl berühmtesten Gitarre. Das lag nicht nur an ihrem Klang, sondern auch an der lädierten Optik.

Am 17. Oktober soll das legendäre Instrument zusammen mit 150 anderen Stücken aus Rorys Besitz bei Bonhams in London versteigert werden. Der Auktionswert der Gitarre wird aktuell auf circa 700.000 bis 1.000.000 Euro geschätzt: „Fast dreißig Jahre nach dem Tod meines Bruders Rory glaube ich, dass es nun an der Zeit ist, dass auch andere Menschen Rorys verwaiste 1961er-Fender-Stratocaster und den Rest seiner unglaublichen Instrumentensammlung in Ehren halten“, meint Donal Gallagher, der jüngere Bruder und Manager des verstorbenen Gitarristen. „Seit 1995 hatte ich immer das Gefühl, dass es eine Mission zu erfüllen galt, um Rorys Vermächtnis zu festigen und das Wissen über seine Musik weiter zu verbreiten.“

Laut Bonhams sagte Sir Brian May von Queen über die legendäre Stratocaster: „Er war damals einer der ganz wenigen Menschen, die ihre Gitarre zu allem Möglichen bringen konnten, es schien einfach Magie zu sein… Ich erinnere mich, wie ich diese ramponierte Stratocaster ansah und dachte: „Wie kommt das da raus?“.

https://www.youtube.com/watch?v=Sj0C1zrFm3w

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Nikki Sixx: Kann sich Avatare von Mötley Crüe vorstellen

Avatare von Mötley Crüe auf der Bühne? Kann sich Bassist Nikki Sixx gut vorstellen…

In einem jüngsten Interview mit dem schwedischen Radiosender Rockklassiker erklärte Nikki Sixx von Mötley Crüe, dass er sich gut vorstellen könne, dass seine Band nach deren Auflösung ähnliche Wege gehe wie Kiss oder Abba. Von beiden Gruppen existieren Avatar-Shows, bei denen Hologramme statt echter Musikschaffender auf der Bühne stehen.

Sixx dazu: „Ich liebe Technologie. Ich finde sie gut, solange sie von einem Künstler kommt, der sagt: ‚Ich habe etwas, das ich machen will, und diese Technologie wird mir dabei helfen.'“ Weiter führt er aus: „Irgendwann werden wir nicht mehr hier sein…. Ich will kein Spielverderber sein, aber es wird einfach nicht passieren. Und wie toll ist es für deine Band – oder was auch immer du tust – wenn du in der Lage bist, für Generationen und Generationen weiterzumachen. Also denke ich, wenn die Zeit reif ist, legen wir uns in einen Sarg und feuern die Avatare an.“

Plattenladen-Challenge: Def Leppards Joe Elliott im Vinyl-Himmel

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Wenn es eins gibt, was man niemals tun sollte, dann ist es, mit Joe Elliott über Musik zu streiten. Und schon gar nicht über Rockmusik der 70er Jahre…

Der Def-Leppard-Sänger wurde gerade von der zuvorkommenden und sachkundigen Besitzerin des alteingesessenen Soho-Plattenladens „Sister Ray“ darauf hingewiesen, dass die kultigen Glam-Punk-Flegel Heavy Metal Kids nur ein Album gemacht haben. „Nein, haben sie nicht“, antwortet er mit der unerschütterlichen Autorität eines Pub-Quiz-Meisters. „Sie haben vier gemacht. HEAVY METAL KIDS, ANVIL CHORUS, KITSCH. Und dann haben sie vor siebzehn Jahren noch eine Platte mit dem Titel HIT THE RIGHT BUTTON gemacht, auf dem Danny Peyronel, der auf einem UFO-Album Keyboard spielte, den gesamten Leadgesang übernahm.“

Wäre er nicht Sänger der größten britischen Hardrock-Band aller Zeiten, wäre Elliott an einem Ort wie diesem, hinter dem Tresen, zu Hause gewesen. Er ist schon eine seltene Erscheinung: ein Rockstar der ersten Liga, der es tatsächlich liebt, die Musik anderer Leute zu hören. In seinem Haus in Irland hat er einen Raum mit tausenden Alben auf Vinyl und CD, sowie einer authentischen Wurlitzer-Jukebox von 1941. „Von Zeit zu Zeit gehe ich meine Sachen durch und bringe einen Koffer voller Zeug zu „Spindizzy Records“ in Dublin, wo ich es gegen neue Platten eintausche“, sagt er. „Und nein, ich habe nie irgendwelche Def-Leppard-Platten dorthin gebracht.“


Das hier scheint ein perfekter Morgen zu werden. CLASSIC ROCK stellt Elliott 60 Euro zur Verfügung, die er für Platten seiner Wahl im „Sister Ray“ ausgeben kann. Die Tatsache, dass er dafür nicht in die eigene Tasche greifen muss, dürfte den stolzen Yorkshire-Mann doppelt glücklich machen. Die erste Station ist unweigerlich die „M“-Abteilung. „Es gibt mehr im Leben als Mott The Hoople, aber nicht viel“, sagt Elliott. „Mal sehen, ob sie etwas haben, das ich nicht habe.“ Er beginnt zu blättern. „Yep, yep, yep…“ Er zieht ein Exemplar des selbstbetitelten Debütalbums von Mott heraus und zeigt auf das Foto der Bandbesetzung auf der Innenseite des Klappdeckels.

„Seht ihr das? Verschiedene Köpfe, alle übereinander auf demselben Körper. Ich glaube, das ist Ralphers [Gitarrist Mick Ralphs]“. Elliott ist seit seiner Jugend Mott-Fan und gründete sein Nebenprojekt, die Down’N’Outz, eigens, um Ian Hunters Band bei ihrer letzten Comeback-Show 2009 in London zu supporten. Die ersten beiden Down’N’Outz-Alben enthielten Perlen aus dem Mott-Katalog, einschließlich der Alben, die sie mit Hunters Nachfolger Nigel Benjamin aufgenommen hatten. Für das gerade erschienene dritte Album THIS IS HOW WE ROLL haben Down’N’Outz beschlossen, die Coverversionen wegzulassen und sich auf Eigenkompositionen zu konzentrieren. „Wir hatten Mott zu Tode gecovert“, sagt er. „Wir haben kurz darüber nachgedacht, Wings-Songs, 10cc-Songs und andere Sachen abseits der ausgetretenen Pfade zu machen, aber dann haben wir uns für unsere eigenen Songs entschieden.“

„Ich höre eine Menge Jazz. Genial zur Entspannung.“

Die einzige Ausnahme ist ihre Coverversion von The Tubes‘ spöttischer Glam-Bombe ›White Punks On Dope‹. „Ich habe diesen Song schon immer geliebt. Er bildet die perfekte Brücke zwischen Bowie und Punk. Er war wie von einem anderen Stern, dabei gleichzeitig eine Parodie. Und Fee Waybill hat sich als [überzeichneter Rockstarcharakter] Quay Lewd verkleidet, mit Perücke und Plateaustiefeln.“ Wirst du diesen Look live auch durchziehen? Er zieht eine Augenbraue hoch. „Nein. Das überlasse ich Fee Waybill. Ihm steht das viel besser als mir.“ Elliott kaufte die meisten seiner Platten als Kind in „Bradley’s Record Store“ oder bei „Sine Electrical“ in Sheffield. „Dort wurden Staubsauger und Flachmänner verkauft“, sagt er über letzteren Laden. „Aber sie hatten eine Plattenabteilung und verkauften ein paar der Top-Ten-Scheiben“. Das erste Album, das er von seinem eigenen Geld kaufte, war 1971 EVERY PICTURE TELLS A STORY von Rod Stewart. „Zwei Pfund und elf Pence“, sagt er. Er zieht ein gebrauchtes Exemplar aus dem Regal von „Sister Ray“. „Vier neunundneunzig. Wow, bei der Inflation ist das ziemlich gut.

Ernst wurde es, als er während der Punk-Ära „Revolution Records“ in Sheffield entdeckte. „Die erste Platte, die ich dort kaufte, war RATTUS NORVEGICUS von The Stranglers. Dort habe ich vieles unter der Hand bekommen: [das Sex Pistols Bootleg] SPUNK, The Clash irgendwo live oder eine Platte mit Siouxsie Sioux auf dem Cover, bevor sie berühmt wurde.“ Trotz seiner Offenheit gibt es eine Handvoll Leitbilder, die in Elliotts Karriere konstant geblieben sind. Mott sind eines davon, David Bowie ein anderes. Das neue Down’N’Outz-Album enthält eine Hommage an den verstorbenen Sänger, sie heißt ›Goodbye Mr Jones‹.

Elliott hat Bowie im Laufe der Jahre mehrmals getroffen. Die Geschichte des ersten Treffens ist eine wahre Perle. „Es war 1989, und Bono lud mich zu sich nach Hause ein“, erzählt er. „Er veranstaltete ein großes Barbecue, und jeder, der in Irland etwas zu sagen hatte, war da. [Regisseur] John Huston, [Schauspieler] John Hurt… Ich komme dort an, und Bono sagt: ‚Ich möchte dir jemanden vorstellen. Also führt er mich nach oben in einen Raum mit einem Snookertisch, und da sitzt Bowie auf dem Tisch. Bono meint: ‚Ich dachte, du hättest vielleicht gern fünf Minuten.‘ Und ich sage: ‚Das hättest du mir verdammt noch mal verraten können. Was soll ich denn sagen? Wie geht’s deiner Mutter, David?'“

Die beiden verstanden sich so gut, dass Elliott bald mit Bowie und dem Gastgeber des Barbecues in ein Auto gepfercht wurde. „Ich, Bono und Bowie haben einen Mini gekapert und sind zu diesem Restaurant gefahren, in dem The Edge gerade gegessen hat, weil er Geburtstag hatte. Wir hielten an, sprangen aus dem Auto, sangen ›Happy Birthday‹ für The Edge, sprangen wieder rein und fuhren zurück zu Bono.“ Zuvor hatte Elliott die Version von ›All The Young Dudes‹ erwähnt, die Bowie während der ALADDIN-SANE-Sessions aufgenommen hatte.

„Er sagte: ‚Die habe ich nie wieder gehört, seit ich sie aufgenommen habe.‘ Und ich erwiderte [ungläubig] ‚Wie bitte? Ich habe den Song als japanische Raubkopie.‘ Und er meinte: ‚Kannst du mir eine Kopie besorgen?‘ Am nächsten Abend spielte er im „The Point“ in Dublin, also nahm ich es auf Band auf und gab es ihm, kurz bevor er auf die Bühne ging. Er sagte: ‚Danke‘, steckte es in seine Jackentasche und ging direkt auf die Bühne.“ Diese Kombination aus Fantum und Furchtlosigkeit brachte den jungen Joe Elliott an Orte, an die sich weniger kühne Seelen nicht trauen würden. Er stand Schlange, um sein Exemplar des Debütalbums von Tom Petty And The Heartbreakers signieren zu lassen, nachdem er sie 1976 im Vorprogramm von Nils Lofgren in Sheffield gesehen hatte.

„Wenn ich etwas nicht ausstehen kann, dann ist es Rap. Ich bin kein Fan. Ich habe nichts gegen Sachen wie Run-DMC oder die Beastie Boys, aber dieses ganze neue Zeug… Alter, sing mir einfach eine verdammte Melodie“

Im folgenden Jahr „brach“ er in die Garderobe des „Doncaster Gaumont“ ein, um Ian Hunter und seine Soloband zu treffen. „‚Kann ich ein Autogramm bekommen?‘ ‚Ja, komm rein.'“ Nicht jede Begegnung mit einem seiner Idole verlief so glücklich. Leppard hatte gerade PYROMANIA veröffentlicht, als er in „Franks Funny Farm Studio“ in West Sussex auf den Thin-Lizzy-Frontmann Phil Lynott stieß. „Ich sagte: ‚Ich bin Joe von Def Leppard. Ich wollte mal Hallo sagen.‘ Und er sagte: ‚Ich weiß. Ich habe euer Album gehört, und es ist der Grund, warum ich die Band auflöse.'“ Elliott schüttelt den Kopf. „Was soll man dazu sagen? Ich wünschte, ich hätte die Eier gehabt, ihn an die Wand zu knallen und zu sagen: ‚Nun, du solltest einfach eine verdammt bessere Platte schreiben. Lass uns nicht im Stich.'“ Im Gegensatz zu dem Eindruck, den er erweckt, hört Elliott durchaus Musik, die nach 1980 gemacht wurde. „Aber nicht viel“, räumt er ein.

Video der Woche: Pink Floyd ›Shine On You Crazy Diamond‹

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Rest in peace Syd Barrett. Heute vor 18 Jahren starb der erste kreative Kopf von Pink Floyd im Alter von 60 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Syd Barrett zählt zu den tragischsten Figuren der Rockwelt. Anfangs war er der kreative Kopf von Pink Floyd und führte sie auf den richtigen Weg. Doch Genie und Wahnsinn liegen oft nah beieinander. Im Laufe der Jahre wurde sein Geisteszustand – auch durch den Konsum von LSD – zunehmend wirrer und er selbst immer unberechenbarer. Schweren Herzens trennte sich die Band Anfang 1968 von ihm und machte als Quartett weiter.

Syds Ausscheiden verfolgt die Musiker bis heute. David Gilmour plagte immer das schlechte Gewissen, Barrett bei Pink Floyd ersetzt zu haben und Roger Waters konnte seinen Weggang nie richtig verkraften. So entsanden über die Jahre immer wieder Songs, die durch Syd selbst und sein Schicksal inspiriert waren.

›Shine On You Crazy Diamond‹ ist eines der persönlichsten Stücke mit diesem Hintergrund. Es ist Syd direkt gewidmet und stammt aus der Feder Roger Waters‘. Während der Aufnahmen betrat plötzlich ein unbekannter Mann das Studio. Nach anfänglicher Verwirrung, stellte sich heraus, dass es Syd Barrett war. Er hatte sich äußerlich so stark verändert, dass seine alten Freunde ihn erst nicht erkannten.

Wir widmen Barrett und Pink Floyd nicht nur das Video der Woche, sondern ein ganzes Heft! In der 116-seitigen Pink Floyd Sonderausgabe werfen wir einen Blick auf die gesamte Historie der Band, Album für Album. Es ist ab dem 12. Juli 2024 im Handel und in unserem Onlineshop erhältlich.

Nun aber viel Spaß bei unserem Video der Woche:

Ringo Starr: Geburtstagsfeier unter dem Motto „Peace & Love“

Zum 34. Mal feiert Ex-Beatle Ringo Starr seinen Geburtstag unter dem Motto „Peace & Love“ in Los Angeles.

Zum 34. Mal feiert Ringo Starr heute seinen Geburtstag unter dem Motto „Peace & Love“ und das zusammen mit zahlreichen seiner berühmten Bekannten wie Joe und Marjorie Walsh, Fred Armisen, Ed Begley Jr, Gregg Bissonette, Ben Dickey, Steve Dudas, Ben Harper, Greg Leisz, Asa & Roy Orbison Jr, Matt Sorum, Stephen Stills, Nick Valensi, Diane Warren, Don Was, Willie Watson, Gabe Witcher und vielen mehr.

Sie alle versammeln sich in Los Angeles zu Ringos jährlicher Peace & Love Birthday-Veranstaltung, um dann um 12 Uhr den traditionellen „Peace and Love“-Ausruf zu machen. Die NASA unterstützt weiterhin die Verbreitung der Botschaft in und aus dem Universum, indem sie Botschaften von Frieden und Liebe in ihren sozialen Netzwerken veröffentlicht.

„Ok, Peace & Love here we go again!“ so Ringo in einer Videobotschaft. „Danke, dass ihr mich an meinem Geburtstag begleitet. Ich bin euch allen so dankbar, dass ihr mir geholfen habt, Peace & Love zu promoten. Ich möchte mich besonders bei allen Peace & Love Botschaftern bedanken – wir sind in 34 Ländern! Danke, dass ihr das macht – und ich muss mich bei allen Fans bedanken, Peace & Love – schließt euch mir einfach in euren Gedanken an, oder im Bus oder wo auch immer ihr am 7.7. seid, macht einfach Peace & Love um 12 Uhr eurer Ortszeit.“